Liebessklavin - Jazz Winter - E-Book
Beschreibung

Der erfolgreiche Geschäftsmann Simon DiLucca offeriert der Innenarchitektin Erica, die die Arbeiten an seinem exklusiven Erotikrestaurant abgeschlossen hat, ein ganz besonderes Geschenk: eine Nacht in einem der von ihr eingerichteten Mottoräume des Restaurants. Nach anfänglichem Zögern lässt sie sich darauf ein. Doch die Nacht verläuft völlig anders, als gedacht, denn Simon will mehr von ihr. Langsam führt Simon sie an ihre Grenzen und in seine Welt des SM. Nie zuvor hat Erica gewagt, sich so devot einem Mann zu offenbaren, sie wird süchtig nach ihrem Meister und der Befriedigung, die nur er ihr schenken kann. Doch diese Welt der tabulosen Lust und Unterwerfung hat auch ihre Schattenseiten ... Ein romantischer BDSM-Roman.

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Seitenzahl:517

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JAZZ WINTER

LIEBESSKLAVIN

EROTISCHER ROMAN

JAZZ WINTER

LIEBESSKLAVIN

EROTISCHER ROMAN

© 2010 Plaisir d’Amour Verlag, Lautertal

Plaisir d’Amour Verlag

Postfach 11 68

D-64684 Lautertal

www.plaisirdamourbooks.com

info@plaisirdamourbooks.com

© Coverfoto: Sabine Schönberger (www.sabine-schoenberger.de)

Print ISBN: 978-3-938281-63-5

Epub ISBN: 978-3-938281-78-9

Sämtliche Personen in diesem Roman sind frei erfunden.

KAPITEL 1: PRINZIPIEN

Provokant! Lüstern! Lecker!

Jede Zeitung der Stadt berichtete über die sensationelle Eröffnungsfeier des neuen Feinschmeckerrestaurants. Die Meinungen waren einstimmig und voll des Lobes über das außergewöhnliche Restaurantkonzept des „Private Room“. Statt eines, wie sonst üblichen, großen Speisesaales, gab es Mottoseparees in dem liebevoll restaurierten Gebäude.

Während intimer Stunden mit Delikatessen eines Drei-Sterne-Kochs konnten sich die Besucher in den jeweiligen Räumen in eine andere Welt oder ein fremdes Land entführen lassen und bei Reservierung war es möglich, auf einen Spezialservice des Hauses zurückzugreifen. Die Damen und Herren erfüllten die exquisitesten Wünsche der Gäste. Was auch gefiel, keine Begierde blieb unerfüllt.

All die Glückwünsche und lobenden Worte der Premierengäste, nichts kam annähernd ihrem Stolz gleich, denn ihre Leidenschaft steckte in jedem Detail dieses Projektes.

Noch vor wenigen Monaten war dies undenkbar gewesen. Seit sechs Jahren arbeitete Erica in dem Architektenbüro von Donald Trent, der ihr bis dato einen solchen Auftrag niemals freiwillig überlassen hätte.

Es war anscheinend nur ein einziger kurzer Augenkontakt, der ihre Karriere entscheiden sollte, als Simon DiLucca mit seiner Idee vom „Private Room“ ins Büro geschlendert war. Es dauerte keine zehn Minuten, bis Trent sie zum Meeting zitierte.

DiLucca war ein Selfmademillionär und einer der begehrtesten Junggesellen der Stadt mit großer Medienpräsenz. Sie sollte seine Innenarchitektin sein und Trent wollte sich den Fisch nicht durch die Lappen gehen lassen. Die Arbeit mit DiLucca war fantastisch. Seine Vorschläge und ihre Visionen passten perfekt zusammen. Gemeinsam schafften sie in kürzester Zeit ein Kunstwerk, als wären sie ein jahrelang eingespieltes Team. Er hatte ihr die Möglichkeit gegeben, Räume mit Schönheit und Sinnlichkeit zu füllen und ihre eigenen Vorstellungen in die Realität umzusetzen.

Über Nacht schoss damit ihre berufliche Karriere steil nach oben, was sie über ihr Privatleben kaum behaupten konnte. Alles, was in ihrem Job wichtig war - ständig die vollständige Kontrolle zu behalten, der Sinn für Details, ihr Perfektionismus - stand in Konkurrenz zu einer gut laufenden Partnerschaft. Affären waren nur von kurzer Dauer, One-Night-Stands nicht der Rede wert und Beziehungen von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Eine Zeit lang redete sie sich ein, dass der perfekte Mann nicht dabei war, irgendwann gab sie es auf, nach ihm zu suchen und stürzte sich mit Hingabe in die Arbeit, was sich jetzt auszahlte.

Noch in der Nacht der Eröffnung hatte Simon DiLucca sie um ein Treffen am nächsten Abend gebeten. Erica freute sich darüber, ihn wiederzusehen. Während der täglichen Meetings blieben die Unterhaltungen zwischen ihnen projektbezogen, aber die Art, wie er sie dabei ansah, hinterließ wohlige Schauder auf ihrer Haut.

Schon bei der Vertragsunterzeichnung war sie von ihm beeindruckt gewesen. Er sah unverschämt gut aus, strahlte Autorität und Respekt einflößende Intelligenz aus, doch er verhielt sich weder streng noch anmaßend. Die Aufmerksamkeit, mit der ihm kein Detail entging, war verblüffend. Zusätzlich besaß er Charme und Eleganz, eine Ausstrahlung, die eine Frau anzog und gleichsam warnte, auf der Hut zu sein. Erica beschlich das Gefühl, dass er gefährlich werden konnte, nicht bedrohlich, sondern auf sinnliche Weise, genau wie in diesem Moment.

Simon DiLucca schwenkte das bauchige Rotweinglas in seiner rechten Hand und lächelte ihr über den Rand hinweg zu. „Ich bin überwältigt, Erica. Sie haben sich selbst übertroffen, und ich bin nicht der Einzige, der so denkt. Die Presse überschlägt sich. Ich kann mir vorstellen, dass Sie sich künftig vor Aufträgen kaum retten können.“

„Wenn Geld keine Rolle spielt, ist es ein Leichtes, so zu arbeiten. Es war Ihr Konzept, ich habe nur die Kleinigkeiten geliefert.“ Wie alt er sein mochte? Dreißig, fünfunddreißig?

„Stellen Sie Ihren Anteil am Erfolg nicht unter den Scheffel. Durch Sie ist das alles erst möglich geworden. Ich wusste vom ersten Augenblick, dass ich mit Ihnen die richtige Wahl getroffen habe.“

Sie wich seinem Blick aus und räusperte sich. Ihre Gedanken schweiften ab, während er sprach. Die Treffen waren bisher professionell abgelaufen, aber hier und jetzt fühlte es sich anders an, viel intimer, persönlicher und …

„Erica?“

„Ja? Entschuldigen Sie, ich war gerade woanders. Was sagten Sie?“

Er war unbemerkt aufgestanden und an sie herangetreten. Als er sich zu ihr beugte, streichelte sein warmer Atem ihren Hals. Erica schluckte und schloss für einen Moment die Augen.

„Ich durfte Ihre beeindruckende Kreativität kennenlernen. Allerdings gibt es etwas, auf das ich bisher noch keine Antwort gefunden habe.“ Seine Lippen näherten sich ihrem Ohr und seine Stimme senkte sich zu einem rauen Flüstern. „Ich möchte wissen, wer Sie wirklich sind. Ich will erfahren, zu welcher Leidenschaft Sie fähig sind, wohin Ihre Fantasie Sie führen kann. Schenken Sie mir eine Nacht.“

Ein Kribbeln rieselte ihre Wirbelsäule hinunter. Ihr Körper bettelte danach, von ihm berührt zu werden, wollte, dass sie Ja sagte, doch Ihr Prinzip, sich nicht mit Kunden einzulassen, egal, wie anziehend sie sein mochten, ließ sie zögern. Erica suchte nach den richtigen Worten, freundlich, aber bestimmt abzusagen, doch sie kam nicht dazu.

Sein Mund war nah an ihrem Ohr. „Sie haben dieses Paradies geschaffen, wollen Sie nicht wissen, welche Genüsse Sie den Gästen mit Ihrem Sinn für Schönheit, Romantik und Erotik bescheren?“ Die Berührung seiner Fingerspitzen an ihrem Kinn ließ sinnliche Hitze in ihr aufsteigen. Ihr Verstand warnte in der Ferne, doch ein Nein wollte sie nicht herausbringen. Ihr Schweigen schien ihn dazu zu bringen, sich von ihr zu lösen. Für einen Moment saß Erica wie betäubt da. Pure Erregung zog in Wellen durch ihren Leib und pochte zwischen ihren Schenkeln.

DiLucca blieb einige Schritte von ihr entfernt stehen, lehnte sich lässig an die Wand und verschränkte abwartend die Arme vor seiner Brust.

Ihre Lippen zitterten, in ihrem Inneren tobte ein Kampf. Erica hob ihren Blick und atmete durch, um ihre Fassung zurückzuerlangen. Lag es an dem Mann, der Euphorie über ihren Erfolg oder der aufgeheizten Atmosphäre? Vielleicht war es eine Mischung aus allem, denn Erica räusperte sich, setzte eine selbstbewussteste Miene auf und nickte. „Warum nicht?“

Simon DiLucca betätigte den Summer an der Wand, um einen der Bediensteten zu rufen, der kurz darauf in der Tür erschien und auf Anweisung wartete. Simon flüsterte ihm etwas zu, dann drehte er sich so abrupt zu Erica um, dass sie erschrak. „Lass uns bitte künftig die Förmlichkeiten ablegen. Ich heiße Simon.“ Mit eiligen Schritten verließ er das Zimmer.

Nach kurzer Zeit kehrte der junge Butler allein in den Salon zurück, um Erica in das Kaminzimmer zu führen.

In dem weitläufigen Raum brannte ein wärmendes Feuer im Kamin, vor dem gemütliche Ohrensessel zum Entspannen einluden. Direkt gegenüber stand ein großzügig bemessenes Bett aus dunkler Eiche mit einem Himmel aus schwerem Brokat. Rechts davon befand sich ein Tisch mit hübschen, seidenbezogenen Stühlen. Erdbeeren in einer Silberschale lachten sie rot und saftig an, daneben stand eine Flasche Champagner in einem Eiskühler.

Sie war neugierig, was sich unter den Silberhauben auf den Tellern verbarg, doch sie gab dem Impuls nicht nach. Als sie näher an das Bett trat, entdeckte sie ein langes schwarzes Abendkleid. Darauf lag eine Karte, die sie zögernd an sich nahm und las.

Ein Geschenk für Dich, in dem ich Dich gern sehen möchte. S.D.

Das Kleid schmiegte sich zart an ihren Körper und fiel hinunter bis an ihre Knöchel. Sie trat ohne die flachen Schuhe, die sie zu ihrem Kostüm getragen hatte, vor den deckenhohen Spiegel neben dem Bett, um sich zu betrachten. Nie zuvor hatte sie ein solch gewagtes Kleidungsstück anprobiert, hätte es sich auch niemals gekauft und sie war überrascht, wie gut es ihr stand.

Der Rücken war so tief ausgeschnitten, dass sie auf den BH verzichtete. Der Slip zeichnete sich unter dem feinen, fast durchsichtigen Stoff ab, dennoch entschied sie, ihn anzubehalten. Dünne Träger lagen hauchzart auf ihren Schultern und der Ausschnitt gab den Ansatz ihrer Brüste frei. Erica spielte mit ihrem langen dunklen Haar, schob es mit den Händen am Hinterkopf empor, um zu sehen, wie eine Hochsteckfrisur aussehen würde, und vergaß darüber die Zeit.

Sie hörte nicht, wie die Zimmertür sich öffnete und erst, als sie Simon hinter sich im Spiegel erblickte, fuhr sie überrascht herum.

„Wunderschön.“ Sichtlich beeindruckt glitt sein Blick an ihrer Figur entlang und sie konnte ihn beinahe spüren wie eine zarte Berührung. Sie kannte Simon nur in maßgeschneiderten Anzügen, doch nun trug er eine schwarze Lederhose und ein weit geschnittenes Schlupfhemd mit losen Ärmeln und breiten Bündchen. Durch den geöffneten Kragen erkannte sie zu ihrer Überraschung die Andeutung eines Tattoos auf seiner Brust. Sein sonst zu einem Zopf am Hinterkopf gebundenes Haar floss seidig und leicht gelockt um seine Schultern. Zu seinen anziehenden Attributen gesellte sich ein Schuss Verwegenheit und schürte seine mystische Attraktivität.

Erica registrierte, wie er sich nur schwer von ihrem Anblick losriss und zum gedeckten Tisch ging, einen der Stühle rückte und dahinter stehen blieb, als Zeichen, dass sie Platz nehmen sollte. So anmutig wie möglich schritt sie barfuß hinüber und folgte seiner Anweisung.

Er setzte sich ans andere Ende der Tafel. „Ich hoffe, mit dem Dinner habe ich deinen Geschmack getroffen.“ Simon nahm zuerst die silberne Wärmeglocke von Ericas Teller, anschließend von seinem eigenen. Er sog den appetitlichen Geruch der Forelle ein, die darunter zum Vorschein kam.

Als er ihrem Blick begegnete, nickte er ihr zu und sie aß einen Happen ihres herrlich duftenden Stückes Lachs. Sie war überrascht, wie viel er über sie wusste.

Das zarte Klingeln der Tischglocke in seiner Hand unterbrach die köstliche Stille und Erica hielt in ihrer Bewegung inne.

Während Simon sich seiner Speise zuwandte, schlüpften eine Frau und ein Mann in den Raum.

Sie trug nur halterlose Stümpfe, hohe Schuhe und ein zierliches Goldkettchen an ihrem Hals. Er hingegen war in einen Kimono aus schwarzer Seide gekleidet. Wortlos traten sie zur Mitte des Tisches.

Simon achtete nicht auf das Pärchen, sondern nahm unbeeindruckt einen weiteren Bissen.

Erika war wie erstarrt und konnte ihre Augen nicht von den beiden lassen. Ihre erste Verunsicherung legte sich, die Faszination des Schauspiels schlug sie völlig in ihren Bann.

Die Hände des Mannes streichelten sanft über die Brüste der Frau, neckten zärtlich die Brustwarzen mit Zeigefinger und Daumen. Sie bog ihren Kopf in den Nacken und schloss die Augen, als er sich über sie neigte und seine Zunge feucht und gierig über ihren Hals gleiten ließ. Die beiden verloren keine Zeit. Er hob seine Geliebte mit einer kraftvollen Bewegung auf den Tisch. Seine Handflächen strichen sinnlich ihre Schenkel entlang und spreizten sie. Er beugte sich vor und vergrub sein Gesicht in ihrem Schoß, glitt mit den Fingern seiner rechten Hand zwischen ihre Schamlippen und öffnete sie, um seiner Zungenspitze leichteres Spiel zu schenken.

Ericas Wangen glühten und ihre Lippen fühlten sich trocken an. Ihr Gastgeber schien den Anblick ihres erregten Gesichtsausdrucks zu genießen.

Mit fordernder Zunge leckte der Mann den Spalt entlang, saugte an der anschwellenden Klitoris, bis seine Geliebte seufzend mit dem Rücken auf die Tischplatte sank und sich seinen Zärtlichkeiten überließ. Mit den Lippen bedeckte er ihre Scham, doch Erica ahnte, dass er weiterhin ihre Lust züngelte, sie in sich aufsog und gierig trank. Sie beobachtete, wie er zwei Finger an ihrem feuchten Eingang rieb und seiner Partnerin ein leises Stöhnen stahl. Der Mann drängte die Fingerspitzen bis zu den ersten Fingergelenken in sie hinein, entzog sie der heißen Enge, nur, um sie dann noch tiefer in sie zu versenken.

Simon lehnte sich mit einem Glas Weißwein zurück, schien sich jedoch nur am Rande für das Treiben in der Mitte des Tisches zu interessieren. Seine Aufmerksamkeit konzentrierte sich offensichtlich auf Ericas Reaktionen.

Der junge Mann drückte die Beine seiner Gespielin zu ihrer Brust. Ihre Scham lag glänzend und weit offen vor ihm und er leckte sich die Lippen. Erica bemerkte, dass sein Kimono auseinanderklaffte und ihr einen Blick auf seine mächtige Erektion gewährte. Er öffnete das Seidenband und ließ den Stoff achtlos von seinen Schultern zu Boden gleiten. Nackt und hart stand er vor seiner Geliebten, griff nach dem Schaft seines Geschlechts und rieb die pralle Eichel am Eingang ihrer Scham. Sie bog den Kopf in den Nacken, drängte ihre Hüften gegen seinen Schwanz, als bettelte ihr Körper danach, dass er sie endlich ausfüllte. Er nahm sich Zeit, schob ein Stück seiner Schwanzspitze in sie hinein, entzog sich jedoch seiner aufstöhnenden, gierigen Gespielin wieder - sehr zum Bedauern von Erica, der ein leises Seufzen über die Lippen rann.

Mit angehaltenem Atem durchlitt sie mit der erregten Frau die süße Qual dieses Spiels. Sie bemerkte das Kommen und Gehen des Butlers nicht und starrte gebannt auf das Treiben der beiden. Ein hartnäckiges Pochen hatte sich zwischen ihren Schenkeln breitgemacht und die anfangs vor Scham erröteten Wangen brannten vor Erregung.

Der Mann knetete sanft die Brüste seiner Gespielin, während er seinen mit pulsierenden Adern durchzogenem Schaft weiterhin zwischen ihren Schamlippen rieb. Sie keuchte vor Lust und leckte sich hektisch die Lippen. Er packte ihre Beine, legte sich ihre zart gerundeten Waden über die Schultern, griff nach seinem Schwanz und dirigierte die pralle Eichel erneut an ihren engen Eingang. Er drang mit der Spitze ein, hielt inne und stieß bis zum Anschlag in sie hinein. Wieder wartete er und ging in einen Rhythmus über, der lange, intensive Stöße zuließ. Die Frau auf dem Tisch schien sich die Erregung zu verbeißen, sie keuchte und stöhnte abwechselnd unterdrückt.

Um Erica war es längst geschehen. Ihr entschlüpfte ein sehnsuchtsschweres Seufzen. Erschrocken sah sie zu Simon und erkannte anhand seines feinen Lächelns, dass es ihm nicht entgangen war.

Er nahm sie härter, gieriger, und sein Stöhnen mischte sich mit ihrem Keuchen. Er hielt sie an den Oberschenkeln und schob seinen Schwanz unerbittlich in sie hinein. Ein lang gezogenes Wimmern aus ihrer Kehle kündete die ersten Explosionen ihres Höhepunktes an. Kurz darauf drang ein Schrei aus seinem Mund, mit dem er sich zuckend in ihr entlud. Keuchend und schwitzend sackte er über ihrem Körper zusammen und genoss offensichtlich mit ihr das Nachglühen der Erlösung. Eine Weile später verließen die beiden schweigend den Raum und Erica blieb zitternd mit Simon zurück.

Sie wagte nicht, ihn anzusehen, denn jetzt kehrte die Scham über ihr hemmungsloses Anstarren des Schauspiels zurück und ließ ihr Gesicht glühen. Sie konnte es nicht verbergen und erntete ein tiefes Auflachen, das sie noch mehr beschämte. Erica schwankte zwischen Verlegenheit und Erregung, das Gesehene wühlte sie innerlich auf. Der Seidenstoff ihres Höschens war feucht und ihr Schoß pochte gierig.

„Fühlst du dich wohl, Erica?“

„Du willst mich provozieren, oder?“

Ihm stand der Schalk in den Augen und das amüsierte Zucken um seine Lippen schürte ihre Wut auf ihn.

Er ging um ihren Stuhl herum und blieb hinter ihr stehen. Seine Finger glitten an ihrem Hals entlang und hinterließen ein hitziges Kribbeln. Simon beugte sich über ihre Schulter und stellte sein Glas ab. Sie spürte seine Handflächen warm und sanft in ihrem Nacken. Die Daumenkuppen kneteten zärtlich die geschwungenen Muskeln, strichen über ihre Schlüsselbeine, tiefer hinunter. Seine Fingerspitzen tasteten spielerisch über den Ansatz ihres Busens.

Erica war nicht in der Lage, es zu unterbinden, oder etwas zu sagen. Sie bemerkte nicht, wie die beiden Trägerchen über ihre Arme rutschten und ihre vollen Brüste entblößten. Ihre Knospen zogen sich hart und erregt zusammen und das Kribbeln in ihrem Körper nahm zu.

„Es hat dich angemacht, nicht wahr?“ Seine Stimme drang wie durch einen Nebel aus Lust und köstlicher Gier zu ihr, ließ ihren Bauch beben und schickte die Botschaft wie einen hitzigen Blitz in ihren Schoß.

Lüstern kniff und drückte er ihre Brustspitzen mit Zeigefinger und Daumen.

Sie zerfloss vor Erregung, als gäbe es eine direkte Verbindung von den Brustwarzen zu ihrer Klitoris. Sie war kurz davor, ihre Hände zwischen ihre Schenkel gleiten zu lassen, doch stattdessen krampften sich ihre Finger um den zarten Stoff ihres Kleides. Ein unterdrücktes Stöhnen entwich ihr, als sie etwas Hartes zwischen ihren Schulterblättern spürte.

Simon stand so dicht hinter ihr, dass sie deutlich seine Erektion durch die Lederhose in ihrem Rücken fühlte. „Sag mir, dass ich aufhören soll und ich tue es, Erica.“

Allein, wie er ihren Namen betonte, besaß etwas so Sinnliches, dass ein wohliges Kribbeln über ihre Haut kroch. Sie nickte und schüttelte gleich darauf den Kopf. „Sie … du verwirrst mich.“ Erica erkannte sich kaum wieder, sie vermisste ihr typisches Selbstbewusstsein und genoss es gleichermaßen, auf diese Art verführt zu werden. Wie ferngesteuert lehnte sie ihren Kopf an seinen Bauch, als Simon sich wieder aufrichtete. Zärtlich strich er ihr einige Haarsträhnen aus der Stirn und liebkoste ihre erröteten Wangen.

Sein Flüstern drang tief in ihre Seele. „Es steht dir frei, jederzeit zu gehen und dieses Spiel zu beenden.“ Er löste sich von ihr, schob das Gedeck vor ihr zur Mitte des Tisches, stellte sich breitbeinig an die Tischkante und betrachtete sie eingehend.

Ein verschmitzter Ausdruck stahl sich auf ihr Gesicht, als sie zu ihm aufsah. Prinzipien sind nur Grenzen, die man sich selbst auferlegt. Sie straffte ihren Körper und hob selbstbewusst ihr Kinn. „Dieses Spiel, wie du es nennst, beginnt, mir zu gefallen.“ Ihr Blick wanderte genüsslich an seinem Oberkörper hinab, bis ihre Augen auf seinem gewölbten Schoß haften blieben. Es wirkte für sie wie eine wortlose Aufforderung, sich zu bedienen und die Neugierde in ihr wuchs, zu erfahren, was sich unter dem Leder so erregt ausprägte. Sie zögerte, wollte ihn zappeln lassen, doch sein Ausdruck war direkt, nicht bettelnd, sondern wie ein Befehl.

Tu es … sagte er … Ich will, dass du es tust … Das angedeutete Lächeln verschwand von seinen Mundwinkeln und machte einem gebieterischen Gesichtsausdruck Platz, der sie wohlig schaudern ließ. Behutsam glitten seine Fingerspitzen über ihre Wange, ihr Kinn entlang zu ihrem fein geschwungenen Mund. Sein Daumen drängte sich zwischen ihre Lippen, schob sich tiefer hinein.

Ihre Hände zitterten, nestelten nervös an den Knöpfen seiner Hose und öffneten sie. Er half ihr, das Hemd aus dem Bund zu ziehen und entledigte sich des weißen Stoffes. Das Tattoo auf seiner Brust schlängelte sich als Flammentribal bis hinauf über seine Schulter und schien sich auf seinem Rücken fortzusetzen. Der Ausdruck auf seinem Gesicht war eine Mischung aus gebieterischem Befehl, ihn zu befreien, ihn mit dem Mund zu verwöhnen und gleichzeitig der zärtlichen Beruhigung, es würde ihr gefallen. Sacht nahm er ihr Gesicht in seine Hände, streichelte mit den Daumenkuppen ihre Wangen und zog sie näher zu sich. Simon sprach nicht aus, was er verlangte, doch Gestik und Blick wirkten unnachgiebig und ließen keine Gegenwehr zu.

Erica griff in seine Hose und betrachtete seinen harten, mit Adern durchzogenen Schwanz. Seine rosige Eichel ragte zu ihr empor. Sie war überrascht, wie schön er war, und wie sehr er verführte, dem Verlangen seines Besitzers nachzugeben.

Simon schloss die Augen und zog ihr Gesicht noch weiter an seinen Schoss, bis ihre Lippen gegen seinen Schaft stießen.

Automatisch öffnete sie ihren Mund, leckte über die pralle Eichel und schmeckte die erste Lust, die in einem Tropfen heraustrat.

Simon seufzte, als sich ihre feuchten Lippen um seinen Schwanz legten. Seine Pobacken spannten sich und es hielt ihn nicht lange an der Tischkante. Breitbeinig stand er vor ihr, schob seine Hüften ihren Lippen entgegen und umfasste ihren Kopf.

Sie ließ ihn gewähren, ließ sich von ihm das Tempo vorgeben und hielt still.

Seine Schwanzspitze drängte tiefer an ihren Gaumen, vorsichtig darauf bedacht, nicht zu weit zu stoßen. Sie schmeckte die Hitze seiner seidigen Haut, griff mit beiden Händen an seine lederbedeckten Schenkel und spielte mit der Zunge an der Unterseite seines Schaftes.

Er keuchte, bog den Kopf in den Nacken und bewegte sich in ihrem Mund vor und zurück. Seine Fäuste gruben sich in ihr Haar, umfassten ihren Nacken und sein Becken stieß wieder und wieder in ihre feuchte Mundhöhle.

Es entging ihr nicht, wie schwer es ihm fiel, das erregende Lippenspiel zu unterbrechen und sich selbst zu zügeln. Für einen Augenblick hielt er ihren Kopf in seinen Händen und blickte gierig auf sie herab.

In ihren Augen musste er das entdecken, was er hatte wecken wollen. Sein Gesichtsausdruck verriet es ihr. „Ich wollte dich vom ersten Moment an.“

„Nimm mich! Mach mit mir, was du willst.“

Zufriedenheit zuckte um seine Mundwinkel. Seine Lippen berührten ihre Stirn, eine so innige Geste, dass ihr Herz einen Schlag ausließ, um danach umso wilder weiterzupochen.

Er zog sie vom Stuhl empor, legte seine Arme um ihren Körper, seine Hände auf ihren Po und zog sie dicht an sich. Sein Atem roch nach Champagner und strich über ihr Gesicht. Sein Blick fesselte sie, schickte ihr einen wohligen Schauder den Rücken hinab und setzte sich überschlagende Fantasien in ihr frei.

Sich einem solchen Mann und seinen Wünschen auszuliefern, wäre ihr vor der ersten Begegnung mit ihm niemals in den Sinn gekommen.

Er streifte ihr die Träger ab, das Kleid glitt raschelnd zu Boden. Vor ihr hockend zog er ihr seidiges Höschen von ihren Schenkeln. Seine Augen streichelten ihre Rundungen, berührten ihre Haut und schmeichelten ihrer Weiblichkeit. Sanft strichen seine warmen Hände an ihren Armen empor, und als er ihre Schultern ergriff, zuckte sie nicht einmal zusammen. Mit einem Ruck drehte er sie um und ließ sie los.

„Ich will dich auf dem Bett sehen, auf dem Bauch, mit gespreizten Beinen. Dort wartest du auf mich!“ Sein Tonfall gestattete keine Widerworte und sie folgte nur zu gern diesem geflüsterten Befehl.

Sie ging auf das Fußende zu, kniete sich auf die Bettdecke und reckte ihm verführerisch ihr Hinterteil entgegen. Erica kroch auf allen vieren weiter und blieb wie gewünscht liegen. Ihre Schenkel öffnete sie nur leicht und bettete ihr Gesicht seitlich in die Kissen. Sie hörte ihn eine Schublade öffnen, gab jedoch ihrer Neugierde, ihn zu beobachten, nicht nach.

Als er neben ihr auftauchte, erkannte sie Seidenbänder in seiner Hand. Simon griff nach ihrem Handgelenk und fesselte sie an den Pfosten des Betthimmels, ging auf die andere Seite, verfuhr mit der anderen Hand und den Fußgelenken auf die gleiche Weise und testete die Knoten mit Bedacht.

Sie war nicht stramm gefesselt, er hatte ihr Spielraum gelassen, ihre Schenkel konnte sie dennoch nicht schließen. Erica lauschte in die Stille. Das Rascheln deutete an, dass er sich der Lederhose entledigte, das Bett schwankte hinter ihr und er kniete sich zwischen ihre Beine.

Er schwieg, schob seine Finger unter ihren Bauch und brachte sie mit leichtem Druck auf die Knie.

Als sie sich aufstützen wollte, schob er ihren Kopf sanft mit einer Hand im Nacken zurück auf das Kissen. Den Hinweis verstand sie ohne Worte und verharrte in der Stellung.

Seine Arme tauchten zwischen ihre Beine, hoben ihren Unterleib empor, bis ihre Schenkel auf seinen Schultern ruhten. Sein Atem strich über die Innenseiten ihrer Beine, ihren Po entlang und seine Zunge vergrub sich in ihrer Scham.

So weit überstreckt hatte sie Schwierigkeiten, zu atmen, und sein gieriges Lecken in ihrem feuchten Spalt presste ihr die verbliebene Luft aus den Lungen. Sie keuchte, spannte ihre Oberschenkel und versuchte ihm ihre Hüften entgegenzudrängen.

Seine Zunge flatterte zärtlich über ihre Schamlippen, umkreiste ihre Klitoris und sein Mund saugte ihre Lust auf. Er stieß die Zungenspitze so weit es ihm möglich war in sie hinein und ließ sie kreisen. Sein Zungenspiel raubte ihr den letzten Rest Verstand, bis sie aufstöhnte und zuckend unter seinen Lippen explodierte.

Nachdem er sie aus der Schwebe zurück auf das Bett hob, sackte sie kraftlos und zitternd zusammen, doch er war unnachgiebig, befahl ihr, erneut ihr Hinterteil zu heben.

Sie spürte seine Eichel an ihre Scham drängen und zog scharf den Atem ein, als er sich mit einem harten Ruck in sie bohrte. Er hielt inne, sie fühlte das Nachbeben in ihrem engen, feuchten Fleisch, das rhythmisch um ihn zuckte. Simons Schwanz war so prall, dass er sie gänzlich ausfüllte und verzückt aufstöhnen ließ. Er gab ihr einen Moment Zeit, sich an das Gefühl zu gewöhnen, bevor er sich in ihr bewegte. Tiefe langsame Stöße folgten, während seine Hände ihre Hüften umfassten und ihren Leib seinen Bewegungen entgegenzogen. Allmählich baute sich erneut die Gier in ihr auf, und als sie versucht war, lustvoll ihren Oberkörper aufzubäumen, spürte sie seinen harten Griff in ihrem Nacken, der sie unnachgiebig hinunter presste.

Sein Atem streifte ihren Hals. Er fickte sie schneller und gieriger, bis sein Becken an ihre Pobacken klatschte.

Ehe sie so weit war, drang ein krächzendes Stöhnen aus seiner Kehle und er entlud sich unter heftigem Zucken in ihr. Atemlos entzog er sich ihr, obwohl sie empört ihr Recht einforderte und ihre Scham an ihn drängte. Er gab ihrem Wunsch nicht nach. Sie wollte betteln, doch sie war zu heiser vor aufgestauter Lust, um ein Wort von sich zu eben. Ehe sie sich versah, setzte er sich neben sie und strich ihr sanft die Wirbelsäule entlang.

Simon legte ihr vorsichtig eine blickdichte Augenbinde an. Erst als sich ein weicher warmer Körper an ihren Rücken schmiegte, registrierte sie, dass sie nicht mehr allein waren.

Samtweiche Lippen küssten ihren Nacken und bescherten ihr gegen ihren Willen eine Gänsehaut. Ihr war sofort klar, dass diese Berührungen von einer Frau stammten, etwas, dass sie nie zuvor erlebt und gewollt hatte. Dennoch war sie den behutsamen Liebkosungen ausgeliefert und ahnte, dass Simon irgendwo saß, ihnen zusah und jede ihrer Reaktionen verfolgte. Ericas Gesicht glühte, sie spürte, wie sehr diese Mischung aus Widerwillen, weiblicher Zärtlichkeit und dem Wissen, beobachtet zu werden, sie erregte.

Die Frau strich hauchzart mit ihren langen Fingernägeln über Ericas Haut und schickte ein Beben durch ihren Leib.

Ein katzenhaftes Schnurren drang in ihr Ohr, vibrierte in ihrem Kopf, und als sich die weichen Lippen an ihrem wehrlosen Körper entlang küssten, rekelte Erika sich wohlig unter ihrer Wohltäterin. Ihren Po bedeckten neckende Bisse, nährten das Pochen in ihrer Scham und entlockten ihr ein zaghaftes Stöhnen. Zierliche Fingerspitzen schoben sich in ihren Schoß, teilten ihre Schamlippen und tasteten nach ihrer Klitoris. Die Lust überflutete sie, kehrte mit einer derartigen Wucht zurück, dass sie ihre Hüften kreisen ließ und sich der streichelnden Hand entgegenstreckte. Ericas Körper gierte danach, befriedigt zu werden. Zwei Finger bohrten sich in ihr Geschlecht, bewegten sich, krümmten sich an der engen Biegung und reizten sie an einer sensiblen Stelle, die ein solches Beben auslöste, das sie augenblicklich aufschrie und ein Orgasmus sie wie Schockwellen überkam.

Erschöpft blieb Erica liegen, rang nach Luft und krallte ihre Fäuste in das Laken. Die Augenbinde hatte sie blind gemacht, doch ihre übrigen Sinne geschärft. Sie spürte eine weitere Berührung. Nicht so weich, nicht so sanft wie zuvor und anders als bei Simon. Sie stockte, war da etwa ein weiterer Mann?

Kräftige Hände drehten sie auf den Rücken, sodass sich die Bänder an ihren Gelenken überkreuzten und spannten. Jetzt war sie gänzlich ausgeliefert und wehrlos.

Sie merkte, dass dieser Kerl über ihr kniete, nach ihren vollen Brüsten fasste und die Rundungen knetete. Seine Daumenkuppen rieben ihre Spitzen. Der Griff, mit dem er ihren Busen verwöhnte, war ungewohnt hart und erregend zugleich. Sie fühlte das Nachglühen ihres Höhenpunktes noch in sich, als erneute Lust ihren Leib ergriff.

Etwas Hartes schob sich über ihr Brustbein, dann spürte sie, wie der Mann ihre weichen Brüste zusammendrückte. Erst jetzt nahm sie wahr, dass er sie benutzte, ohne sie weiter zu reizen und auf ihre Erlaubnis zu warten. Dieser Kerl stillte rücksichtslos seine Lust an ihrem Körper.

Wo war Simon? Sah er zu? Hatte er sie mit diesem Fremden allein gelassen? Oder war er es selbst? Der Schwanz des Mannes drängte sich in die Höhle, die ihre Busen formten und sein Keuchen drang an ihre Ohren. Erica zerrte an den Fesseln, warf den Kopf hin und her, um die Augenbinde loszuwerden, doch nichts half.

„Shhh, ruhig, kleines Luder, ich bin gleich so weit.“ Der Unbekannte raunte ihr heiser die Worte zu und rieb seinen Riemen weiter zwischen ihren Brüsten.

Die Stimme klang fremd für sie. War es Simon?

Er stöhnte lauter. Obwohl sie sich dagegen sperrte, so benutzt zu werden, pulsierte ihre Scham vor Erregung. Sie zappelte unter ihm, wollte es nicht zulassen, nicht eingestehen, dass es ihr gefiel. Ein wildfremder Typ, der sich nahm, ohne zu fragen, ohne auf sie zu achten, der hemmungslos seine Lust an ihr stillte. Aber genau das machte den Reiz an diesem Spiel aus. Erica rang nach Atem.

Was, wenn der Mann … in ihr Gesicht? Sie schluckte, wandte ihr Kopf zur Seite.

Als er keuchend kam, traf er ihre Brüste, ihren Hals, ihr Haar. Befriedigtes Aufstöhnen drang durch den Raum. „Siehst du, Schätzchen, das war doch halb so schlimm!“ Der Hohn und die Grobheit in seiner flüsternden Stimme schürte ihre Wut. Wieder riss sie an ihren Fesseln, aber Simon hatte sie so gut geschnürt, dass sich jeder an ihrem Körper satt vögeln konnte, wie es ihm oder ihr beliebte, ohne dass es ihr möglich war, sich zu wehren. Ihr Verstand sagte Nein, doch ihr Schoß zerfloss vor Lust.

War der Kerl gegangen? Sie hatte die Tür nicht gehört. Kräftige Hände drehten sie zurück auf den Bauch und sie spürte abermals weiche Lippen an ihrer Scham, eine gierige Zunge, die sich an der Spalte entlang zu ihrem engen, feuchten Eingang leckte, sich hineinbohrte. Hände umschlangen ihre Schenkel und hoben ihren Po. Erneut bemerkte sie, dass jemand auf das Bett stieg, zum Kopfteil kletterte und ihren Oberkörper anhob, bis sie auf allen vieren kniete. Die Zungenspitze in ihrem Schoß brachte sie zum Stöhnen und der Mann, der vor ihrem Gesicht kniete, drang sanft sein pulsierendes Geschlecht zwischen ihre Lippen. Mit heiserem Keuchen glitt er tiefer in ihre Mundhöhle.

Sie konnte seine Lust riechen, spürte, dass er seinen Schwanz so steuerte, dass er in langsamem Tempo in ihren Mund hinein- und hinausglitt, während die Zunge in ihrer Scham sie um den Verstand leckte. Der Mann vor ihr hielt inne, entzog ihr den Schaft und kletterte vom Bett. Auch die weichen Lippen zwischen ihren Schenkeln hatten aufgehört, sie zu liebkosen. Die beiden Personen schienen die Positionen zu wechseln. Behutsame Hände griffen nach ihrem Kopf, zogen ihn tiefer, bis sie weibliche Lust roch.

Sollte sie …?

Ihr blieb keine Zeit, abzuwägen, denn hinter ihr schob sich ein Schwanz unerbittlich in ihr Fleisch. Durch dieses herrlich ausfüllende Gefühl riss sie mit einem heiseren Stöhnen ihren Kopf in den Nacken. Wieder zogen die sanften Hände ihr Gesicht hinunter. Vorsichtig tastete ihre Zunge nach dem vertrauten, aber ungewohnten Geschlecht. Süße Nässe benetzte ihre Zungenspitze und ein herbsalziger Duft stieg ihr in die Nase. Die Hände zogen sie tiefer, bis ihr Mund gegen die Schamlippen stieß. Erika leckte, züngelte, schmeckte die Frau, glitt die feuchten Falten entlang und hörte das genüssliche Schnurren. Sie ahnte, dass es die Wohltäterin sein musste, die zuvor ihr diese Lust bereitet hatte. Gierig vergrub Erica ihr Gesicht zwischen den geöffneten Schenkeln und ließ ihre Zunge flattern.

Erika zog scharf den Atem ein, als sie merkte, wie sich sanft, aber unnachgiebig, eine Daumenkuppe in ihren Anus bohrte. Sie hielt die Luft an, spürte den sachten Schmerz, der wie Wellen in ihrem Leib nachbebte. Die Stöße in ihrer Scham hörten nicht auf. Im Gegenteil, der Mann behielt das erregend langsame Tempo bei, sein Daumen hielt still, ließ sie das Gefühl kennenlernen, und eine Mischung aus süßem Schmerz und Erregung sammelte sich in ihrem Inneren.

Begierig, die Erfüllung zu erlangen, pressten die weiblichen Hände wieder ihren Kopf hinunter, als sich der Daumen tiefer in ihren Hintern bohrte und stöhnend gab sie ihrer Zunge freien Lauf, leckte gierig die geschwollene Perle, bis die Frau lustvoll aufschrie und zuckend kam. Den Finger tief in ihrem Anus, sank Erica mit dem Oberkörper auf die Decke.

Er stieß schneller und das Gefühl, beidseitig ausgefüllt zu sein, raubte ihr den Atem, betörte ihre Sinne. Als der Daumen begann, sich in ihr zu bewegen, kam sie erneut heftig und ohne Vorwarnung und löste damit den Orgasmus des Fremden in ihr aus. Wieder und wieder entlud er sich in ihr. Erst als er alles in sie gepumpt hatte, zog er seinen Daumen vorsichtig aus ihr heraus und löste sich von ihr.

Sie hörte, wie die Tür ins Schloss fiel. Jemand strich ihr sanft eine schweißnasse Strähne aus dem Gesicht. Erica hatte völlig die Orientierung verloren und ihr Körper fühlte sich an, als wären unzählige Schwänze in ihr gewesen, viele Hände über ihre Haut gestrichen, tausend Zungen, die sie geleckt hatten. Eigentlich hätte sie sich benutzt und gedemütigt fühlen müssen, doch tatsächlich breitete sich ein Gefühl von Sättigung, Befriedigung und gänzlicher Zufriedenheit in ihr aus wie wohlige Wärme. Die Augenbinde löste sich wie durch Zauberhand und sie blickte erst undeutlich, dann nach einer Weile klar in Simons Gesicht, der entspannt neben ihr auf dem Bett saß.

„Wo warst du?“ Ihre Stimme war unsicher und zittrig.

Seine Augen blitzten. „Was glaubst du, wo ich war?“

Sie wusste es nicht. „Warum die Fremden?“

Er hob die Augenbrauen. „Welche Fremden?“

Sie schwieg für einen Moment.

„Die beiden anderen Männer und die Frau!“ „Die Frau war eine Tischdame, aber von welchen Männern sprichst du, Erica?“

Sie legte die Stirn in Falten und hatte das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Nur die sanften Streicheleinheiten von Simon hielten sie tröstlich und geborgen im Hier und Jetzt.

„Ich würde dich niemals mit fremden Männern teilen.“

Sie kuschelte sich erschöpft in seine Arme. Ob das die Wahrheit war? Erica hegte ihre Zweifel.

KAPITEL 2: VERBOTENE FRÜCHTE

„Sie fliegen in etwa einer Stunde. Denken Sie daran, der Kunde ist König.“

Auf Trents Glasschreibtisch lag die aktuelle Ausgabe der größten Tagezeitung der Stadt mit einem Titelbild, das Erica neben Simon DiLucca auf dem roten Teppich der Restaurantpremiere zeigte. Sie zwang sich, nicht mit den Augen zu rollen und nickte. Es war offensichtlich, dass ihr Name in aller Munde war und Donald Trents Auftragsbücher füllte, damit verbunden war die Tatsache, dass er seine Vorurteile gegenüber der brünetten Innenarchitektin endlich at Acta legen musste.

Zu viel Titten und zu wenig Geschäftssinn, sein sonst so starkes Argument war verstummt und Erica konnte ihre diebische Freude nicht verbergen. Jeder, der im Büro anrief, wollte exklusiv sie buchen. Sie hätte die Aufträge gern selbst ausgewählt, dennoch flog sie auf Anweisung zu dem nächsten Kunden nach Los Angeles.

Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Objekt um ein neues Domizil eines bekannten Rocksängers handelte. Den Musiker bekam Erica nicht ein Mal zu Gesicht, aber sein extrem nerviger Assistent klebte ihr am Hintern. Sein Name war Joffrey und die Bauarbeiter machten hinter seinem Rücken Schwulenwitze über ihn, äfften ihn nach, und wenn Joff nicht in ihrer Nähe war, konnte sie sich das Grinsen nicht verkneifen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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