Das Zerbrechen unserer Kultur - Michael Johanni - E-Book

Das Zerbrechen unserer Kultur E-Book

Michael Johanni

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Beschreibung

Liebe Leserin, lieber Leser, an vielen Orten dieser Welt gibt es regelmäßige Bemühungen Menschenrechtsverletzungen zu verringern. Doch sobald es zu echten Verbesserungen kommen könnte, stoßen soziale und moralische Errungenschaften erneut gegen Mauern. Auffällig ist, dass der bewusste Blick auf eine menschlich verbindliche Kultur in nahezu allen Lebensbereichen fehlt, weshalb es immer wieder zu würdemissachtenden Vorgängen kommt. Es ist demnach äußerst wichtig, ein tieferes Verständnis für eine menschlich empathiegeprägte Kultur in die Praxis umzusetzen. Michael Johanni 2025 Menschenrechtsaktivist

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Seitenzahl: 87

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Kultur braucht Raum und Luft, sie in einem vorgefertigten Rahmen zu belassen, begrenzt unsere Lebensqualität.

Drei Wegweiser

Menschlichkeit

mit Menschlichkeit fördern

***

Gerechtigkeit durch

Wahrheit erzeugen

***

Frieden durch

Friedfertigkeit herbeiführen

Inhalt

Drei Wegweiser

Prolog

Kultur ist existenziell

Kulturverständnis

Wie ich das „kulturelle Verständnis“ definiere

Kultur – Unser Denken

Kultur und Moral

Kultur – Lebensphilosophie

Geht Kultur ohne Harmonie?

Sprache ist Kultur

Kultur? Zerstörung durch „Künstliche Intelligenz“

Kultur – Zusammenhalt

Kulturelles Verhalten gegenüber Kindern

Kultur und Familie

Kultur und Tiere

Kulturelles Verhalten? Unternehmen

Kultur? Lohngestaltung

Kulturelles Verhalten? Berufspolitiker

Kultur? Kriegswaffen, Kriege

Kultur? Der Soldat

Kultur? Die Andersdenkenden

Kultur? Fortschritt …

Kultur? Menschenbild

Kultur? Obdachlosigkeit

Kultur? Sackgasse - Einsamkeit

Kultur? Neid

Kultur – Eine ehrliche Entschuldigung

Kultur – Grundbedürfnisse

Kultur – Stützwerk Würde

Du bist wertvoll

Kultur – Die Geschichte eines Mannes

Ein wenig über mich

Meine bisherigen Werke

Weitere Informationen

Herzlichen Dank

Freiheit

Prolog

Eigentlich könnten wir alle ein zufriedenes, sinnerfülltes Dasein führen – eigentlich.

Doch in welchem Zustand, in welchen Gesellschaftsverhältnissen leben wir?

Warum tragen die meisten Menschen fast permanent Ängste mich sich?

Ängste vor der undurchsichtigen Zukunft.

Angst, den Job zu verlieren, vor dem Vorgesetzten, vor Behörden, in die Armut hinabzufallen, eine wahrheitsgemäße Meinung zu äußern, die Kosten für den Zahnarzt und Medikamente nicht mehr zahlen zu können, ohne Wohnung zu sein und obdachlos zu werden.

Nicht einmal ansatzweise kann bei diesen beklemmenden Vorgängen von einer kulturgeprägten Gesellschaft die Rede sein – mehr noch, eine solche existiert größtenteils überhaupt nicht.

Sollte es zu einem früheren Zeitpunkt unter der Bevölkerung und zwischen der selbsternannten Elite und den Bürgern ein wahres, kulturelles Verständnis füreinander gegeben haben – ich meine ein wirklich niveauvolles, würdebeachtendes Miteinander in allen Bereichen – so wurde selbst dieses Mindestmaß an kulturellem Verhalten seit einigen Jahren (ausgehend von 2025) mit perfiden Mitteln nahezu völlig entwurzelt.

Die Hoffnung, die zugleich Motivation sein sollte, besteht jetzt im nüchternen Erkennen des Ist-Zustandes, in der klaren Sicht auf die Geschehnisse unserer Gegenwart.

Sobald wir illusionsfrei wahrnehmen, dass unsere Kultur, insbesondere die zwischenmenschliche, zerbrach, muss dies für uns bedeuten, das Zerbrochene mit allen Kräften wieder aufzubauen.

Es ist nun einmal unvermeidlich, sich zuerst mit den Tatsachen möglichst objektiv zu befassen, bevor der zweite, wichtige Schritt in die Praxis umgesetzt wird.

Bei all dem steht zweifelsfrei außer Frage, dass wir Menschen sehr wohl in der Lage sind, eine von echter Kultur geprägte Gemeinschaft zu bilden – eine Lebensweise, die uns mit kulturellem Verständnis zusammenführt und mit der wir Kummer, Not und Leid ganz überwiegend auflösen.

Wir brauchen die Kraft der inneren Kultur!

Wir alle kommen in diese Welt, um in Würde zu leben – nicht, um nur zu überleben.

Kultur ist existenziell

Der Begriff „Kultur“ kann selbstverständlich in viele Richtungen interpretiert werden.

Doch schon darin ist eine gewisse Richtungslosigkeit enthalten, weil eben Interpretationen leicht von Wesentlichem ablenken können.

Es ist aber genau das Wesentliche, das über unser aller Lebensqualität entscheidet.

Deshalb muss es für uns wichtig sein, den bisherigen Blick auf Kultur zu erweitern. Besser noch, wir kristallisieren die Quintessenz heraus.

Denn es geht um nichts Geringeres als um das Existenzielle unserer Spezies – und dies ist leider nicht gesichert.

Mit einem kulturellen Bewusstsein, welches sich zuerst durch das gegenseitige Beachten unserer Menschlichkeit vergegenwärtigen sollte, können wir das gesellschaftliche Zerbrechen stoppen und das positive Fortbestehen der Menschheit ermöglichen.

Es ist keineswegs wichtig, ob wir mit schlechten oder mittelmäßigen Gesellschaftsverhältnissen einigermaßen zurecht kommen.

Entscheidend ist, ob unsere Lebensqualität tatsächlich einem gesunden, würdebeachtenden Dasein entspricht.

Kulturverständnis

Als ich noch damit zögerte, meinen Kopf gerade in den Wind zu halten, ich unbelehrt war, was die zwischenmenschlichen und gesellschaftspolitischen Zusammenhänge betraf, konnte ich mit Aussagen, die das Wort Kultur inne hatten, nichts anfangen.

Mit den Jahren schritt ich dann, wie jeder von uns, beispielweise an einer Kirche oder einem Gemälde vorbei und nahm dabei doch tatsächlich an, endlich verstanden zu haben, was mit Kultur gemeint sei. So blieb ich zu jener Zeit innerhalb meiner kleinen Denkvorstellungen.

Woher sollte ich damals wissen, dass die Vielseitigkeit unseres menschlichen Daseins noch nicht einmal in einen großen Denkrahmen passt?

Niemand hatte mir zur damaligen Zeit, bis zu meinem ungefähr 20. Lebensjahr, auch nur ansatzweise vermittelt, inwieweit menschliche Eigenschaften, Verhaltensweisen, kulturelle Bestrebungen sowie gesellschaftliche Normen wie auch Gesetze miteinander verwoben sind.

Diesbezüglich weiß ich heute, dass es bislang überhaupt nur wenige Menschen gibt, die sich dieser äußerlich oft nicht direkt erkennbaren Verbindungen bewusst werden, obgleich diese unser tägliches Leben erheblich mitbestimmen.

Ich möchte mir nicht anmaßen, die unsagbare Größe und die außerordentliche Bedeutung des gesamten Kulturwesens alleine mit diesem Buch veröffentlichen zu können.

Und doch erlaube ich mir, meine bisherigen Erkenntnisse und die zahlreichen Erfahrungen zum Wohlwollen meiner Mitmenschen und der gesellschaftlichen Weiterentwicklung niederzuschreiben.

Nur das, was wir wirklich anstreben ist erreichbar.

Dass die Völker dieser Erde stets aufs Neue versuchen, ihre jeweils eigene Kultur zu leben und zu pflegen, gehört ohne Wenn und Aber zu den besten, menschlichen Errungenschaften.

Wir brauchen die Traditionen, die uns Vertrautheit und damit emotionale Sicherheit vermitteln. Wer diese wertvollen, kulturellen „Schutzschirme“ zerstören möchte, wird von dunklen Ideologien angetrieben und muss gestoppt werden!

Das Festhalten an Traditionen, die uns allgemein als Kultur bekannt sind, reicht dennoch nicht aus, um eine Lebensform zu erhalten, die unseren vielseitigen, menschlichen Möglichkeiten tatsächlich entspricht.

Ein deutlich breiteres, tieferes Verständnis von Kultur, und damit meine ich auch unsere innere Kultur, welche schon grundsätzlich in uns allen vorhanden ist, hat die geistige und emotionale Kraft, einen Großteil der gesellschaftspolitischen Missstände jeder Art zu verringern oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Dies gilt gleichsam für die vielen zwischenmenschlichen Probleme, die sich allerdings überwiegend erst durch die gesellschaftspolitischen Verirrungen entwickeln.

So liegt es nahe, unser Gedankengut, hinsichtlich des noch unklaren kulturellen Verständnisses, einer genaueren Überprüfung auszusetzen.

Unser bisheriges Kulturverständnis bedarf einer unmissverständlichen, mentalen Erweiterung, die uns verstehen lässt, dass Kultur an sich sowie das gesamte Kulturwesen für unser wichtiges Verhältnis zur Wahrheit eine bedeutende Rolle spielt, dies gilt ebenso für das existenzielle Verlangen nach Freiheit.

Mit dieser Einsicht, die für unser menschliches Fortbestehen dringend nötig ist, können wir uns auf den Weg machen, das Substanzielle der vielfältigen, kulturellen Möglichkeiten allen Lebensbereichen zugänglich zu machen.

In unserem eigenen Interesse müssen wir Blockaden lösen, die uns davon abhalten, offen und selbstbewusst nach einer menschlich moralischen Weiterentwicklung zu streben.

Wer es mit dem Menschsein und der positiven, menschlichen Vielfalt wirklich ernst meint, wer die deutliche Verbesserung der Gesellschaftsverhältnisse aufrichtig unterstützen will, wird das sinnvoll Moralische und das starke, kulturelle Bedürfnis als natürliche Einheit erkennen. Wenn nicht unmittelbar, so jedoch nach und nach.

Sobald wir uns nicht länger an der obligatorischen Vorstellung von Kultur festhalten, wir Kultur nicht nur als etwas elitäres oder rein künstlerisches ansehen, fördern wir damit ein tieferes Verständnis für Zusammenhänge. Und dies wiederum wird unsere Lebensqualität spürbar verbessern.

An diesem Punkt können wir folgende, brisante Frage stellen: Erreichen wir die gewünschte Lebensqualität nur über das tägliche Arbeiten, so, wie uns regelmäßig suggeriert wird oder, braucht es zuerst den gemeinsamen Nenner für ein wirklich kulturell-moralisches Verhalten, eben gerade bezüglich des Miteinanders?

Unser tägliches Dasein setzt sich aus zahlreichen, ineinanderfließenden Vorgängen zusammen. Das eine ergibt das andere.

Nichtsdestominder hängt alles von einzelnen Entscheidungen ab, die wir selbst treffen oder, die für oder gegen uns getroffen werden. Jeder einzelnen Entscheidung liegen zuvor bestimmte Abläufe zugrunde.

Dies bedeutet auch, dass Entscheidungen ein Resultat vorangegangener Denk- und Handlungsaktivitäten sind.

Vorausgesetzt, unsere Aktivitäten und Entscheidungen finden auf der Basis von Wahrheit und eines wohlgemeinten Miteinanders statt, weil wir endlich in der Lage sind, ein weiterentwickeltes, kulturelles Verständnis in die Praxis umzusetzen, kann gelingen, das für uns alle wünschenswerte Ziel einer aufrichtigen Weltgemeinschaft zu erreichen.

Wenn wir Menschen der Natur nicht entsprechen, überholt sie uns, bevor wir ihr wertvolles Geschenk, das Leben, überhaupt begreifen.

Wie ich das kulturelle Verständnis definiere

Das Wort „Kultur“ (lat. cultura) kann als Sammelbegriff für unzählige Denk- und Verhaltensformen eingestuft werden.

Auch die verschiedenen Religionen bilden jeweils für sich eine Form der Kultur.

Dort tritt überwiegend ein bestimmter Glaube in den Vordergrund, weshalb die kulturelle Mannigfaltigkeit innerhalb von Religionsgemeinschaften oft nicht leicht erkennbar ist.

Das wahrhaftige, kulturelle Verständnis geht mehr oder minder mit kreativen Denkprozessen einher, welche den Status quo überwinden wollen, um nach existenziellen Verbesserungen zu streben. Es will sich durch sich selbst fortentwickeln und sucht in der Art des Freigeistes die geistige Herausforderung – sowohl mit innerer Zwiesprache als auch durch äußere Bereicherung.

Wo üblicherweise von Kultur die Rede ist, wird oft etwas gemeint, das außerhalb des Täglichen und Gewöhnlichen vor sich geht, oder in der Vergangenheit praktiziert oder erstellt wurde.

Damit ist unschwer sichtbar, dass kulturelle Bedürfnisse im Allgemeinen eben an feste Normen und Rituale gebunden sind, weshalb es im Sinne unserer Lebensqualität bislang zu keinem wirklichen kulturellen Verständnis kam.

Der Besuch eines Museums beispielsweise, hat in unserer Gegenwart (2025) nicht mehr den Stellenwert wie noch vor ca. 20 oder 30 Jahren.

Solche Ausflüge, wenn sie stattfinden, werden dennoch als kulturelle Höhepunkte bewertet.

Vor allem wenn es um historische Ereignisse und längst verstorbene Künstler geht, zeigt sich die menschliche Neugierde zumindest bei einem Teil der Bevölkerung noch immer recht präsent.

Die Interessierten befinden sich im guten Glauben, auf diese Weise Kultur zu leben, was zu einem gewissen Maße selbstverständlich auch zutrifft.

Unverständlich dabei ist, dass es darüber hinaus an universellem, kulturellem Verständnis fehlt.

Der zu schnelle Blick oder fehlende Eigenreflexion verhindern das Erkennen, dass alles miteinander zusammenhängt.

Das gelebte, kulturelle Verständnis ist gleichsam ein sich Hineindenken in das zwischenmenschlich sittliche und harmoniefördernde Verhalten jedes Individuums, jeder Gruppe sowie der Gesellschaft – verbunden mit dem ernsthaften Anspruch auf eine positive, moralische Verbindlichkeit. Beim Erreichen dieser Ebene sind wir bereits auf dem besten Weg, unsere kulturellen Bedürfnisse vom Unterbewusstsein ins Bewusstsein zu rücken und Kultur nicht mehr nur als zugeschnürtes Paket mit den immerselben Adressen wahrzunehmen. Stattdessen geben wir ihr, der Kultur, die Aufmerksamkeit, die sie benötigt, damit wir uns durch ihre inspirierende Energie zu feinsinnigen, menschenzugewandten Kulturwesen entwickeln.

Mit diesen Erkenntnissen und dem Praktizieren kultureller Lebensart in jedem Bereich, erzeugen wir, und dies ist gesichert, ein enges, verbindliches Miteinander für eine wirklich menschliche Gesellschaft.

Wenn wir immer nur mit Menschen reden wollen, die eins zu eins unserer Meinung sind, bleiben wir innerhalb eines kleinen Denkrahmens, ohne Wissensbereicherung.

Kultur Unser Denken

Wir Menschen denken ständig, und natürlich ist dabei entscheidend, was wir denken.