Der Fluch des Rosetta Stone
Ein Sherlock-Holmes-Roman in der Tradition The Strand Magazine
Adrian Vogler
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Inhalt
Titelseite
Impressum
Vorwort des Herausgebers
Prolog
Die Steine von Rashid
Akt 1
Kapitel 1: Ein beunruhigender Brief
Kapitel 2: Die Verlobte des Ägyptologen
Fortsetzung folgt
Vorwort des Herausgebers
Als Sir Arthur Conan Doyle im späten 19. Jahrhundert begann, die Abenteuer von Sherlock Holmes im Strand Magazine zu veröffentlichen, geschah etwas Bemerkenswertes: Die Geschichten wurden nicht nur still konsumiert – sie wurden gelebt. Die Leser diskutierten Theorien, schrieben an die Redaktion und machten den Detektiv zu einem Teil ihrer eigenen Realität. Spannung entstand damals nicht durch hastiges "Binge-Reading", sondern durch das exquisite Warten auf die nächste Ausgabe.
Mit Sherlock Holmes und der Fluch des Rosetta Stone möchten wir genau dieses Gefühl zurückholen.
Dieser Roman ist mehr als nur Text; er ist eine Zeitreise. Wir knüpfen bewusst an die Tradition des Fortsetzungsromans an. Kapitel für Kapitel entfaltet sich ein Fall, der Logik, Geschichte und einen Hauch des Unheimlichen verbindet – ganz im Geiste der großen viktorianischen Detektivgeschichten.
Das Begleitmagazin: Ihr Schlüssel zur Welt von 1882
Um das Erlebnis zu vervollständigen, erscheint begleitend zu diesem Roman ein fiktives Magazin im Stil des legendären Strand Magazine. Zeitungsartikel, Essays und Randnotizen spiegeln die Atmosphäre des Jahres 1882 wider und laden dazu ein, den Fall aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, die Watson in seinen Aufzeichnungen vielleicht übersehen hat.
Über den im Buch enthaltenen QR-Code gelangen Sie zum Download dieser historischen Begleiter.
Ihre Stimme in der Baker Street
Doch dieses Magazin versteht sich nicht als abgeschlossene Sammlung. Ganz im Sinne seiner historischen Vorbilder sind Leserbriefe ausdrücklich erwünscht. Wenn Sie Gedanken, Theorien oder Zweifel zum Fall äußern möchten – schreiben Sie uns. Schlüpfen Sie in die Rolle eines zeitgenössischen Lesers oder bleiben Sie ein moderner Beobachter.
Ausgewählte Zuschriften werden in zukünftigen Ausgaben des Magazins aufgegriffen. Möge diese Geschichte nicht nur gelesen, sondern mitgedacht werden. Denn wie Sherlock Holmes selbst einmal sinngemäß bemerkte: Die Wahrheit zeigt sich oft erst dann, wenn man innehält – und genau hinsieht.
Der HerausgeberIm Januar 2026
Prolog
Die Steine von Rashid
Ägypten, 19. Juli 1799
Die sengende Hitze des ägyptischen Sommers lag über dem Nildelta wie eine erstickende Decke. Selbst jetzt, da die Sonne ihren Zenit bereits überschritten hatte, flimmerte die Luft über den sandsteinfarbenen Mauern von Fort Julien, und der Schweiß rann den Männern des französischen Ingenieurkorps in Strömen über die sonnenverbrannten Gesichter.
Leutnant Pierre-François Bouchard wischte sich mit dem Ärmel seiner verstaubten Uniform über die Stirn und betrachtete die Fortschritte an der nördlichen Befestigungsmauer. Zweiundzwanzig Mann arbeiteten dort, ihre Spitzhacken blitzten rhythmisch im gleißenden Licht, während sie den harten Boden aufbrachen, um das Fundament für eine neue Geschützstellung zu legen. Die Festung nahe der Stadt Rashid — von den Europäern „Rosetta" genannt — sollte Teil der Verteidigungslinie werden, die Napoleons ägyptische Eroberung gegen die Briten und Osmanen sichern würde.
Bouchard war ein methodischer Mann von dreiunddreißig Jahren, mit wachen grauen Augen und einem akkurat gestutzten Schnurrbart, der bereits von grauen Fäden durchzogen war. Als Absolvent der École Polytechnique in Paris hatte er gelernt, die Welt in Messungen und Berechnungen zu erfassen, in Winkeln und Gewichten, in der reinen Sprache der Mathematik. Die Expedition nach Ägypten war nun seit einem Jahr im Gange, und die anfängliche Euphorie — das Versprechen von Ruhm und Entdeckung, das General Bonaparte so eloquent beschworen hatte — war längst der staubigen Routine des Garnisonlebens gewichen.
Und doch gab es Momente, in denen Bouchard diese fremde Landschaft mit anderen Augen sah. Momente, in denen die Überreste einer Zivilisation, die älter war als Rom, älter als Griechenland, älter als alles, was Europa kannte, aus dem Sand ragten und ihn daran erinnerten, dass unter seinen Stiefeln Jahrtausende schlummerten.
Die Festung selbst war auf den Ruinen einer älteren Struktur errichtet worden — arabische Mauern über mamelukischen Fundamenten über den Resten einer ptolemäischen Befestigung. Schicht über Schicht, wie die Seiten eines Buches, das in einer Sprache geschrieben war, die niemand mehr lesen konnte.
„Mon Lieutenant!"
Die Stimme riss Bouchard aus seinen Gedanken. Ein junger Soldat — kaum zwanzig, mit dem rötlichen Haar und den Sommersprossen eines Bretonen — winkte aufgeregt vom Nordwall herab. Sein Name war Leblanc, erinnerte sich Bouchard, ein fleißiger Bursche, der vor der Revolution Steinmetz gewesen war.
„Wir haben etwas gefunden!"
Bouchard legte die Baupläne beiseite, die er studiert hatte, und machte sich auf den Weg durch das Gewirr aus Schubkarren, Holzbalken und schwitzenden Arbeitern. Die Expedition Napoleons war nicht nur ein militärisches Unterfangen — der General hatte auch einhundertfünfzig Wissenschaftler und Gelehrte mitgebracht, die sogenannten „savants", die jeden Aspekt dieses uralten Landes dokumentieren sollten. Botaniker katalogisierten Pflanzen, die Herodot beschrieben hatte. Astronomen berechneten die Ausrichtung der Pyramiden. Und Archäologen gruben in Tempeln, deren Götter seit Jahrhunderten vergessen waren.
Jede Entdeckung könnte von Bedeutung sein, hatte Bonaparte persönlich angeordnet. Frankreich bringt nicht nur Bajonette nach Ägypten, sondern auch die Fackel der Aufklärung.
Bouchard erreichte die Grabungsstelle und blieb abrupt stehen.
Die Männer hatten beim Ausheben der Fundamente ein Stück Mauerwerk freigelegt — offensichtlich Teil einer älteren Struktur, die unter der arabischen Festung begraben lag. Und dort, halb im Erdreich verborgen, eingekeilt zwischen zwei Granitblöcken, lag etwas, das selbst Bouchards nüchternen Ingenieurverstand für einen Moment innehalten ließ.
Es war ein massives Fragment einer antiken Stele, fast vier Fuß hoch und mehr als zwei Fuß breit, aus einem dunklen, grau-rosa gesprenkelten Stein, der im Sonnenlicht fast schwarz wirkte. Die unregelmäßige Form — oben abgebrochen, die linke Seite relativ gerade, die rechte in einem schrägen Winkel abgefallen — deutete darauf hin, dass es einst Teil eines größeren Monuments gewesen war. Aber was Bouchards Aufmerksamkeit fesselte, war die Oberfläche.
Sie war poliert, glatt wie das Gesicht eines Spiegels, und über jeden Zoll zogen sich Inschriften — nicht eine, nicht zwei, sondern drei verschiedene Schriftarten, säuberlich in horizontalen Bändern angeordnet.
„Es trägt Zeichen, Monsieur," sagte Leblanc, der neben ihm in die Hocke gegangen war. Seine Stimme hatte jenen ehrfürchtigen Tonfall, den selbst einfache Soldaten annahmen, wenn sie den Überresten des alten Ägypten gegenüberstanden. „Verschiedene Arten. Sehen Sie?"
---ENDE DER LESEPROBE---