Der geheime Stundenplan - Dominik Mikulaschek - E-Book

Der geheime Stundenplan E-Book

Dominik Mikulaschek

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Beschreibung

**„Der geheime Stundenplan“** ist ein spannendes und humorvolles **Kinderbuch ab 8 Jahren** voller **Rätsel, Abenteuer und Geheimnisse** in der Schule. Wer **Schulgeschichten**, **Detektiv-Abenteuer**, clevere Kinderhelden und eine geheimnisvolle Atmosphäre liebt, findet hier eine mitreißende Geschichte mit **vielen Bildern**, Spannung und Witz. Milo Mertens (9) merkt sofort, dass an diesem Montagmorgen etwas nicht stimmt. In der Regelberg-Grundschule ist zwar wie immer alles streng organisiert, doch im offiziellen Stundenplan taucht plötzlich eine seltsame Lücke auf. Zwischen Mathe und Sachkunde fehlt eine ganze Unterrichtsstunde – einfach verschwunden. Als Milo gemeinsam mit der klugen Fina Fuchs und dem chaotisch-liebenswerten Turbo einen zweiten, geheimen Plan entdeckt, wird aus einem normalen Schultag ein echtes **Rätsel-Abenteuer**. Auf dem mysteriösen lila Aushang steht etwas von **„Projekt Doppel-Plan“** und einem Fach, das noch nie jemand auf einem Zeugnis gesehen hat: **„Stille-Analyse und Regel-Treue“**. Kurz darauf bekommt Turbo eine Zuweisung zu einem **Zusatzunterricht** in **Raum 102** – nur dass dieser Raum offiziell gar nicht existiert. Als Inspektor Ordnung auftaucht, der strengste Mann der Schule, wird klar: Hier läuft etwas, das niemand sehen soll. Milo und Fina beginnen heimlich zu ermitteln. Warum verändert sich der Stundenplan vor ihren Augen? Wieso piepen die Scanner wegen „ungeplanter Anwesenheit“? Und was verbirgt sich hinter der glatten Wand, in der plötzlich eine geheime Tür erscheint? Je tiefer die Kinder in das Geheimnis eintauchen, desto gefährlicher wird ihr Abenteuer. Denn wer im falschen Moment am falschen Ort ist, landet schneller im Zusatzunterricht, als er „Formular A38“ sagen kann. **„Der geheime Stundenplan“** ist eine spannende Mischung aus **Kinderkrimi**, **Schulabenteuer**, **Detektivgeschichte** und **Rätselbuch für Kinder**. Die Geschichte verbindet Humor, Spannung und originelle Ideen mit einer Welt voller seltsamer Regeln, geheimer Räume und überraschender Wendungen. Dabei stehen Freundschaft, Mut, Teamwork und kluges Nachdenken im Mittelpunkt. Dieses **Abenteuerbuch für Kinder ab 8** eignet sich ideal für Jungen und Mädchen, die: * spannende **Kinderbücher mit Rätseln** lieben * gern Geschichten über **Schule, Geheimnisse und Detektive** lesen * humorvolle und gleichzeitig aufregende Abenteuer mögen * ein Buch mit **vielen Bildern** und einer starken Handlung suchen Perfekt zum **Selbstlesen** oder **Vorlesen** – für zuhause, unterwegs oder als Geschenk für neugierige Kinder. Wer **spannende Kinderbücher ab 8 Jahren**, **Schulgeschichten mit Geheimnissen**, **Rätsel-Abenteuer** und clevere Heldinnen und Helden mag, wird Milo, Fina und Turbo lieben. Ein geheimnisvoller Stundenplan. Ein Raum, den es nicht geben dürfte. Und drei Kinder, die herausfinden wollen, was wirklich hinter den Regeln ihrer Schule steckt. **„Der geheime Stundenplan“** ist ein fantasievolles, spannendes und witziges Kinderbuch über Mut, Freundschaft und die Frage, was passiert, wenn Pläne plötzlich anfangen zu lügen.

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EPUB
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Seitenzahl: 133

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Dominik Mikulaschek (geb. 1983 in Linz) schreibt Kinderbücher, bei denen man noch „nur ein Kapitel“ liest – und plötzlich ist es doch später. Er liebt Rätsel, die man wirklich lösen kann, Regeln, die man höflich ignoriert (wenn es sein muss) und Geschichten, in denen Freundschaft stärker ist als jedes Klemmbrett. Seine Abenteuer sind spannend, aber nie zu gruselig: Es geht ums Entdecken, ums Zusammenhalten – und um dieses kribbelige Gefühl, wenn man merkt: Hier stimmt was nicht … und wir sind die Ersten, die es merken.
Dominik Mikulaschek
Der geheime Stundenplan
Kinderbuch ab 8 | Rätsel, Abenteuer, viele Bilder
tredition GmbH
© 2026 Dominik Mikulaschek
Druck und Distribution im Auftrag des Autors:
tredition GmbH, Heinz–Beusen–Stieg 5, 22926 Ahrensburg, Deutschland
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist der Autor verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne seine Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag des Autors, zu erreichen unter: Dominik Mikulaschek, Holzwurmweg 5, 4040 Linz, Austria.
Kontaktadresse nach EU–Produktsicherheitsverordnung:
Kapitel 1 – Eine Stunde, die niemand hatte
Milo Mertens (9) war sich ziemlich sicher, dass die Welt am Montagmorgen ein wenig schief hängte, und das lag nicht nur an seinem linkem Socken, der heute partout keine Lust auf seine Ferse hatte. In der Regelberg-Grundschule roch es wie immer nach einer Mischung aus frisch gewischtem Linoleum, alten Turnmatten und der strengen Sorte Minzpastillen, die Inspektor Ordnung wie kleine, bürokratische Munition kaute. Über dem Haupteingang leuchtete das erste Schild des Tages, das in fetten Buchstaben verkündete: EINTRITT NUR MIT GEORDNETEN GEDANKEN UND GEPUTZTEN SCHUHEN. Milo sah an sich herunter, entdeckte einen kleinen Fleck Schokoladenpudding auf seinem Turnschuh und beschloss, dass dieser Fleck heute als „künstlerische Freiheit“ durchging. Er schlenderte in Richtung seines Klassenzimmers, als sein Blick am großen Schaukasten im Flur hängen blieb, wo der offizielle Stundenplan hinter dickem Glas wie ein wertvoller Schatz bewacht wurde. Normalerweise war dieser Plan so spannend wie eine Packung Knäckebrot, aber heute stimmte etwas mit den Uhrzeiten nicht, oder Milo hatte über Nacht die Fähigkeit verloren, Zahlen zu lesen. Zwischen der zweiten Stunde Mathe und der dritten Stunde Sachkunde klaffte eine Lücke, die dort gestern noch nicht gewesen war, eine Art Zeit-Loch für Fortgeschrittene. Milo rieb sich die Augen, aber die Zeile blieb leer, zumindest auf dem offiziellen Papier, das den blauen Stempel „ARR – Abteilung Plan & Pflicht“ trug. „Plan-Anomalie detektiert“, flüsterte eine Stimme hinter ihm, die so sachlich klang, dass sie eigentlich nur von Fina Fuchs stammen konnte. Fina stand da, die Haare zu zwei logischen Zöpfen geflochten, und hielt bereits ihren gelben Textmarker wie ein Laserschwert umklammert. „Milo, nach meinen Berechnungen haben wir gerade exakt fünfundvierzig Minuten Freizeit gewonnen, oder die Schule hat vergessen, die Existenz dieser Stunde zu beantragen“, stellte sie fest. In diesem Moment kam Turbo angeschliddert, was eigentlich verboten war, da das Schild an der Ecke eindeutig SCHLIDDERN NUR NACH REGENFALL untersagte. Turbo bremste so abrupt ab, dass seine Gummistiefel ein Geräusch machten wie eine beleidigte Ente auf einer Hupe. „Leute, habt ihr das gesehen?“, keuchte er und hielt einen zerknitterten Zettel hoch, der aussah, als hätte er einen Nahkampf mit einer Waschmaschine hinter sich. Auf dem Zettel stand in amtlicher Druckschrift: ZUSATZUNTERRICHT FÜR TARIK TAN – RAUM 102 – BEGINN: JETZT. Milo runzelte die Stirn, denn Raum 102 existierte in seinem Kopf genauso wenig wie ein vegetarisches Haifischbecken im Pausenhof. „Turbo, wir haben jetzt gar keinen Unterricht, guck auf den Plan“, sagte Milo und deutete auf das große, weiße Feld im Schaukasten. Turbo kratzte sich am Kopf, was dazu führte, dass seine Haare noch ein bisschen mehr in alle Himmelsrichtungen abstanden, als sie es ohnehin schon taten. „Aber der Plan-Scanner am Eingang hat gepiept, als ich vorbeigegangen bin“, jammerte er und deutete auf sein Handgelenk, wo der Ruhe-Wächter nervös blinkte. Tatsächlich gab der Scanner an der Wand ein hohes, schneidendes Geräusch von sich: PIIEP-PIIEP-ZU-PÜNKTLICH. „Warnung! Ungeplante Anwesenheit in Sektor B! Bitte begeben Sie sich unverzüglich in den Zusatzunterricht!“, dröhnte eine computergesteuerte Stimme aus einem kleinen Lautsprecher über dem Schaukasten. Milo spürte, wie sich seine Nackenhaare aufstellten, denn Zusatzunterricht war an der Regelberg-Grundschule das Codewort für „Viel Spaß beim Auswendiglernen von Inventarlisten“. „Das ist unlogisch“, sagte Fina und biss auf das Ende ihres Markers, was sie immer tat, wenn eine Tabelle nicht aufging. „Pläne lügen in Minuten, aber dieser hier lügt in ganzen Unterrichtseinheiten, und das ist statistisch gesehen eine Katastrophe.“ Milo sah sich um und bemerkte, dass der Flur merkwürdig leer war, fast so, als hätten alle anderen Kinder einen geheimen Geisterzug in eine andere Dimension genommen. Das einzige, was sich bewegte, war der Sekundenzeiger der großen Wanduhr, der sich mit einem trockenen KLACK-KLACK vorwärts schob, als würde er jeden Schritt protokollieren. Plötzlich bemerkte Milo einen kleinen, unscheinbaren Aushang, der direkt unter dem Schweige-Schild mit der Aufschrift ÜBER PLAN SPRICHT MAN NICHT klebte. Es war ein zweites Blatt Papier, das viel dünner war als das offizielle und einen merkwürdigen, lila Stempel trug, den Milo noch nie gesehen hatte. „Guck mal hier“, flüsterte Milo und trat näher an den Aushang heran, während sein eigener Ruhe-Wächter anfing, im Takt seines Herzschlags zu vibrieren. Auf dem Papier stand in winzigen Buchstaben: PROJEKT DOPPEL-PLAN – NUR FÜR PERSONAL DER STUFE ULTRA-GRAU. Darunter war ein Stundenplan abgebildet, der genau die Lücke füllte, die Milo gerade eben noch im offiziellen Schaukasten bestaunt hatte. Für die aktuelle Uhrzeit war dort ein Fach eingetragen, das Milo noch nie auf einem Zeugnis gesehen hatte: STILLE-ANALYSE UND REGEL-TREUE. „Das ist keine Stunde, das ist eine Falle“, kombinierte Milo, während er spürte, wie das kribbelige Gefühl in seinen Fingern zunahm. „Turbo, dieser Raum 102 steht nur auf diesem lila Plan, auf dem offiziellen gibt es ihn gar nicht!“ Turbo sah von seinem Zettel zum lila Plan und wieder zurück, als würde er versuchen, zwei Puzzles gleichzeitig zu lösen, bei denen die Teile nicht passten. „Heißt das, ich bekomme Zusatzunterricht in einem Raum, den es gar nicht gibt?“, fragte er und sah aus, als würde er am liebsten sofort eine Runde rückwärts rennen. Fina trat einen Schritt vor und strich mit ihrem Finger über das Papier, wobei sie peinlich darauf achtete, keine Fingerabdrücke zu hinterlassen, da das als „Sachbeschädigung durch Fettmoleküle“ galt. „Dieser Plan hat einen anderen Rhythmus, Milo. Die Pausen sind kürzer, die Stunden fangen früher an und es gibt keine Zeit für… nun ja, für Quatsch“, stellte sie fest. Milo sah zum Ende des Flurs, wo Inspektor Ordnung gerade mit seinem Klemmbrett bewaffnet aus dem Lehrerzimmer trat und die Umgebung scannte wie ein hungriger Falke. Der Inspektor trug heute einen Anzug, der so grau war, dass er vermutlich sogar im Dunkeln Schatten warf, und seine Brille glänzte vor bürokratischer Vorfreude. „Mertens! Fuchs! Tan!“, bellte er, und sein Ruf klang wie ein Stempel, der auf ein leeres Formular kracht. „Warum befinden Sie sich nicht an Ihrem zugewiesenen Aufenthaltsort gemäß der aktuellen Zeitrechnung?“ Milo wollte gerade auf das große Loch im offiziellen Stundenplan deuten, aber der Schaukasten war plötzlich leer – das offizielle Blatt Papier war spurlos verschwunden. Nur noch der lila Plan klebte an der Wand, aber als Milo blinzelte, stand dort plötzlich Mathe statt STILLE-ANALYSE. „Aber Herr Inspektor, da war gerade noch ein anderer Plan…“, setzte Milo an, doch Inspektor Ordnung schnitt ihm das Wort mit einer Handbewegung ab, die keine Widerrede duldete. „Es gibt nur einen Plan, und über Plan spricht man nicht, das wissen Sie ganz genau, Mertens“, schnarrte er und tippte mit seinem Zeigefinger auf das Schweige-Schild. Sein Gesicht war so ausdruckslos wie ein unbeschriebenes Blatt Papier, aber in seinen Augen blitzte ein kleiner Funke von etwas, das Milo gar nicht gefiel. Er machte eine Notiz auf seinem Klemmbrett, wobei das Kratzen des Stiftes in der plötzlichen Stille des Flurs wie ein Donnergrollen wirkte. „Tan, Sie haben eine Zuweisung für den Zusatzunterricht erhalten. Folgen Sie mir unverzüglich, bevor ich Ihnen einen Strafpunkt wegen ungenehmigter Verspätung erteile“, befahl er. Turbo warf Milo einen verzweifelten Blick zu, als würde er gleich von einem riesigen Aktenordner verschluckt werden, und trottete hinter dem Inspektor her. Milo und Fina blieben zurück und starrten auf die leere Stelle im Schaukasten, wo gerade noch die Wahrheit geklebt hatte. „Hast du das gesehen?“, flüsterte Milo, als der Inspektor und der traurige Turbo um die Ecke verschwunden waren. „Der Plan hat sich verändert, während wir davorstanden, Fina! Das ist, als würde die Schule versuchen, unsere Erinnerung wegzuradieren.“ Fina nickte langsam und holte ihr geheimes Notizheft aus der Tasche, in das sie bereits die ersten Beobachtungen skizzierte. „Pläne lügen in Minuten, Milo, aber dieser hier lügt direkt in unsere Gesichter. Wir müssen herausfinden, was PROJEKT DOPPEL-PLAN wirklich bedeutet, bevor die ganze Schule im Zusatzunterricht verschwindet.“ Milo spürte, wie sein Herz schneller schlug, und das lag diesmal nicht an der Angst vor einem Strafpunkt, sondern an der Lust auf ein echtes Geheimnis. Er sah auf die Uhr an der Wand, die immer noch KLACK-KLACK machte, aber Milo hatte das Gefühl, dass jede Sekunde nun doppelt zählte. Wenn Turbo wirklich in einem Raum war, der offiziell nicht existierte, dann lief in dieser Schule etwas gewaltig schief, und zwar nach einem System, das keine Pausen vorsah. „Wir folgen ihnen“, sagte Milo entschlossen und griff nach seinem Ranzen, als wäre er ein Werkzeugkasten für Detektive. „Aber wir müssen vorsichtig sein, Milo“, warnte Fina und markierte eine Stelle auf ihrem Handgelenk. „Wenn der Plan-Scanner uns erwischt, während wir offiziell gar nicht da sind, landen wir schneller im Archiv, als du 'Formular A38' sagen kannst.“ Milo grinste, denn er wusste, dass für einen geheimen Stundenplan nur eine Sache half: ein noch geheimerer Plan von ihnen selbst. Sie schlichen den Flur entlang, wobei Milo peinlich darauf achtete, nur auf die dunklen Fliesen zu treten, da diese laut Hausordnung weniger Schallwellen reflektierten. Hinter der nächsten Ecke hörten sie das rhythmische Quietschen von Inspektor Ordnungs Schuhen, die klangen, als würden sie den Boden im Sekundentakt disziplinieren. Milo wagte einen Blick um die Ecke und sah, wie der Inspektor vor einer völlig glatten Wand stehen blieb, an der absolut keine Tür zu sehen war. „Hier ist Ihr Raum, Tan. Treten Sie ein und konzentrieren Sie sich auf die Stille“, sagte der Inspektor und drückte gegen eine Stelle im Mauerwerk, die sich lautlos nach innen schob. Turbo schluckte schwer, warf einen letzten Blick zurück in den leeren Gang und verschwand in der Dunkelheit hinter der Wand, die sich sofort wieder schloss. Milo und Fina starrten auf die Stelle, an der gerade noch eine Tür – oder zumindest ein Loch – gewesen war, doch die Wand sah jetzt wieder so aus, als hätte dort seit hundert Jahren niemand mehr geatmet. „Raum 102 ist eine Tarnung, Fina. Er ist gar kein Teil des Gebäudes, er ist ein Teil des geheimen Plans“, flüsterte Milo aufgeregt. Er trat an die Wand und tastete die Steine ab, aber sie fühlten sich kalt und solide an, ganz ohne einen geheimen Mechanismus für unbefugte Kinderhände. „Wir brauchen Beweise, Milo. Echte, papierne Beweise, die wir Inspektor Ordnung unter die Nase halten können, wenn der Doppel-Plan zusammenbricht“, sagte Fina und notierte die Koordinaten der Wand in ihr Heft. In diesem Moment erklang erneut der Plan-Scanner am Ende des Flurs, aber diesmal war der Ton tiefer und bedrohlicher als zuvor. PIIEP-PIIEP-EXISTENZFEHLER. „Unzulässige Zeitnutzung in Sektor C festgestellt! Bitte weisen Sie Ihre Anwesenheit durch ein gültiges Zeit-Dokument nach!“, rief die Stimme, die nun fast ein bisschen nach dem Ober-Inspektor klang. Milo spürte, wie die Panik ganz kurz an seinen Knöcheln knabberte, doch dann sah er etwas Weißes auf dem Boden liegen, direkt vor der unsichtbaren Tür. Es war ein kleiner Schnipsel Papier, der offensichtlich aus Turbos zerknittertem Zettel gefallen war, als die Wand ihn verschluckt hatte. Milo bückte sich blitzschnell und schnappte sich den Schnipsel, während das Licht im Flur für eine Sekunde flackerte, als würde die Schule blinzeln. Auf dem Schnipsel war kein Text zu sehen, sondern nur ein zweiter, kleinerer Stundenplan, der exakt über den ersten geklebt war. „Das ist es, Fina! Der Beweis für den Doppel-Plan!“, flüsterte Milo und zeigte ihr das kleine Stück Papier, auf dem eine Uhrzeit markiert war, die es eigentlich gar nicht geben durfte. Fina nahm den Schnipsel und hielt ihn gegen das fiese Neonlicht der Decke, wobei ihre Augen hinter der Brille groß wurden. „Milo, nach diesem Plan beginnt die nächste Stunde erst in drei Jahren, oder wir befinden uns gerade in einer Zeitschleife für Anfänger“, stellte sie trocken fest. Doch bevor Milo antworten konnte, hörten sie schwere Schritte, die nicht vom Inspektor stammten, sondern viel metallischer und rhythmischer klangen. Jemand kam den Gang herauf, und dieser Jemand hatte garantiert keinen Antrag auf gute Laune ausgefüllt. Milo stopfte den Schnipsel tief in seine Tasche und wusste, dass die Stunde, die niemand hatte, gerade erst angefangen hatte, richtig gefährlich zu werden.
Kapitel 2 – Turbo ist plötzlich „im Zusatzunterricht“