Der große Krieg - 4: Die Schlacht um Le Cateau - Arthur Conan Doyle - E-Book

Der große Krieg - 4: Die Schlacht um Le Cateau E-Book

Arthur Conan Doyle

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Beschreibung

Arthur Conan Doyle ist nicht nur Erfinder von Sherlock Holmes und Autor unzähliger Kriminalgeschichten. Seine epische Geschichte des Ersten Weltkriegs und der Geschehnisse in Frankreich und Flandern gehört zu dem Besten, das jemals über den Krieg geschrieben wurde. Dies ist Band 4: Die Schlacht um Le Cateau.

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Der große Krieg

Teil 4: Die Schlacht um Le Cateau

Arthur Conan Doyle

Jürgen Beck

Inhalt:

Die Schlacht um Le Cateau

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

Die Schlacht um Le Cateau, A. C. Doyle

Jazzybee Verlag Jürgen Beck

86450 Altenmünster, Loschberg 9

Deutschland

ISBN:9783849645441

Übersetzer: Jürgen Beck

www.jazzybee-verlag.de

www.facebook.com/jazzybeeverlag

[email protected]

Die Schlacht um Le Cateau

1.

Wir haben uns bereits mit dem Rückzug von Smith-Dorriens 2. Korps beschäftigt, der sich unter dem Schutz von Allenbys Kavallerie über den gesamten 25. August 1914 hinzog. Die Spitzen der Kolonnen erreichten Le Cateau gegen 3 Uhr nachmittags, während die Nachhut bis in die Nacht in Kämpfe verwickelt war und schließlich in sehr erschöpftem Zustand einrückte. Die 4. Division, die noch immer frisch war, erwies einen guten und sogar lebenswichtigen Dienst, indem sie die müden Einheiten durch ihre Reihen passieren ließ und als eine Art Gelenkverbindung diente, auf welche die Kavallerie immer wieder zurückgreifen konnte.

Sir John French hatte nochmals überlegt, ob er sich in Le Cateau nicht dem Feind stellen sollte. Er hatte zweifellos das Gefühl, dass die ganze Angelegenheit ausweglos war, sollte er nicht in der Lage sein seine Armee dort zu konsolidieren. Am Abend des 25. zog er mit seinem Stab nach St. Quentin, hinterließ aber den Befehl, dass der Rückzug am nächsten Morgen weitergehen solle. Smith-Dorrien verbrachte den Nachmittag damit die Stellungen abzugehen, aber erst am 26., um 2 Uhr morgens, konnte er mit Sicherheit sagen, wo sich all seine versprengten und ausgelaugten Einheiten befanden. Ungefähr zum gleichen Zeitpunkt berichtete General Allenby, dass seine Kavallerie weit auseinander gerissen worden war: zweieinhalb Brigaden standen in Chatillon, ungefähr neun Kilometer östlich von Le Cateau, während sich die restlichen eineinhalb Brigaden in Ligny, gute fünf Kilometer westlich derselben Stadt befanden. General Smith-Dorriens Truppen waren verstreut, müde und liefen Gefahr, ihre Moral zu verlieren, da sie sich im Angesicht eines ständig drückenden Feindes immer mehr zurückziehen mussten. Dauert solch ein Erlebnis zu lange an, verwandelt es selbst eine Armee, die aus den besten Soldaten besteht, in nichts weniger als bloßes Gesindel. Daher gab er dem Oberbefehlshaber telefonisch eine dringende Stellungnahme und zeigte auf, dass seine einzige Hoffnung, den deutschen Vormarsch aufzuhalten, darin lag, den Gegner mit einem heftigen Gegenschlag zu treffen. "Das einzige, was die Männer tun können, wenn sie nicht in der Lage sind zu stehen, ist sich hinzulegen und zu kämpfen", sagte er. Sir John gab dieser Ansicht statt unter der Voraussetzung, dass der Rückzug so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden sollte. Smith-Dorrien, dem neben seinem eigenen Korps die Kavallerie, die 4. Division und die 19. Brigade understanden, erließ sofort Befehle für den Kampf, von dem er wusste, dass er in den nächsten Stunden beginnen musste.

Bedingt durch die Lücke von zwölf Kilometern zwischen den nächsten Punkten der beiden Korps, hingen beide Flanken in der Luft. Daher befahl Smith-Dorrien, dass die Kavalleriebrigaden aus Chatillon die östliche Flanke decken sollten, während der Rest der Kavallerie die westliche Seite schützte. Über letztere machte er sich die wenigsten Sorgen, da er wusste, dass Sordets französische Kavallerie dort in der Nähe war.

Die erschöpfte Infanterie, die nun schon eine Woche marschiert war und drei Tage und fast genau so viele Nächte gekämpft hatte, brachte sich in Stellung so gut sie konnte, einige nordwestlich von Le Cateau, einige in der Stadt und manche entlang einer Linie völlig unzureichender Stellungen, die zivile Arbeitskräfte eilig ausgehoben hatten. Im frühen Morgengrauen nahmen sie ihre Positionen ein, während die 5. Division rechts der Stadt lag. Innerhalb dieser Division lag die 14. Brigade ganz rechts, links davon die 13. und die 15. wiederum links von dieser. Westlich der 5. Division lag die 3., deren Stellungen die Dörfer Troisville (9. Brigade), Audencourt (8. Brigade) und Caudry (7. Brigade) schützten. Hinter Caudry lagen eineinhalb Brigaden Kavallerie in Reserve, um den linken Flügel zu stärken. Von Caudry aus zog sich die Linie langsam nach hinten zurück, um einer Umgehungsaktion begegnen zu können, und reichte bis Haucourt. Dieser Teil wurde von Snows 4. Division gehalten. Sordets Kavallerie hatte sich am Tag zuvor hinter den britischen Linien bewegt und lag nun an der linken Flanke und hinter der Armee. Es gab Gerüchte über von Süden herannahende französische Streitkräfte, welche die Herzen der ausgelaugten Männer jubeln ließen. Dennoch konnten sie sich für den Moment nur auf ihre eigene Tapferkeit verlassen. Zählte man die Sollstärken der Einheiten zusammen, ergab dies insgesamt 70000 Mann. Der Gegner belief sich auf mindestens vier Armeekorps plus zwei Divisionen Kavallerie – das sind ungefähr 170000 Mann sowie eine übermächtige Artillerie. Spätere Berichte zeigten, dass die Kanonen aller fünf Armeekorps für die Schlacht zusammengezogen worden waren.