Der Klinikkompass - Martin Huber - E-Book

Der Klinikkompass E-Book

Martin Huber

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Beschreibung

Der Patientenratgeber für den Krankenhausaufenthalt Der Klinikkompass Medikament abrupt abgesetzt: Suizidgedanken Markus König: Ich hätte mir beinahe mit einem Messer die Pulsadern aufgeschlitzt, das nur, weil ich ein Medikament von einem Tag auf den anderen abgesetzt habe! Dass dieses Medikament solche Nebenwirkungen hat, dass ich Suizidgedanken entwickle, das hätte ich nie für möglich gehalten. Hätte das verhindert werden können? - Ja Zu wenig Blutplättchen und ein Medikament mit Nebenwirkungen sorgte für eine Hirnblutung und Tod. Sabine Scharte: Wenn ich gewusst hätte, dass ein übliches Medikament bei Hauterkrankungen und zu wenige Thrombozyten (Blutplättchen) im Blut zum Tode meines Vaters führen können, ich hätte mich vorher über die Neurodermitis und die Behandlung informiert, vielleicht würde er dann noch leben. Hätte das verhindert werden können? Ja Damit Du solche Situationen nicht erleben musst, liefert Dir dieses Buch konkrete Tipps, praktische Strategien und Antworten, zu sich über Krankheiten und die Behandlung umfassend informieren Komplikationen, wie Infektionen, Blutungen und Stürze vermeiden. Die richtigen Fragen stellen Die Operation gut vorbereiten Aktiv und erfolgreich durch den Krankenhausaufenthalt Nur wenn alle, also Du als Patientin bzw. Patient, Ärzte, Pflegekräfte und weitere Berufsgruppen im Gesundheitswesen ihrer Verantwortung bewusst sind, kann der Klinikaufenthalt erfolgreich ablaufen und Komplikationen können verhindert werden. Therapie und Pflege ist nur in echter Teamarbeit erfolgreich, in der Patienten eine entscheidende Rolle spielen. Wissen mit Engagement mit Teamarbeit sorgt für einen erfolgreichen Klinikaufenthalt. www.klinikkompass.info

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Seitenzahl: 107

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu Handeln; erstens durch Nachdenken, das ist das Edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist das Leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist das Bitterste.Konfuzius chinesischer Philosoph und Staatsmann

Frau Beckmann: „Die Aussage, ins Krankenhaus gehen zu müssen, traf mich wie ein Schlag aus heiterem Himmel.

Mit meinen Ängsten war ich alleine, viele Informationen haben mir gefehlt und im Internet war ich mit der Suche total überfordert.

Zum Glück hatte meine Freundin Eva vom Klinikkompass gelesen. Er hat mir viele erste offene Fragen beantwortet und mir aufgezeigt, wo es weitere Informationen gibt, die mir weiterhelfen und was ich aktiv tun kann, um schnell wieder gesund zu werden.

Der Klinikkompass war für mich wie ein Lotse, der mich durch das Krankenhauslabyrinth führte“

Der Autor, Martin Huber, litt an einem Kopftumor, der lange Jahre unerkannt blieb, was mit einem langwierigen Leidensweg mit Symptomen, wie massivem Schwindel, innerer Unruhe, Schluckbeschwerden, Ohrgeräuschen (Tinnitus) und einer Gesichtsnervreizung mit stärksten Schmerzen (Trigeminusneuralgie) verbunden war.

Der Tumor, glücklicherweise gutartig, wurde im April 2018 in der Neurochirurgie der Universitätsklinik Freiburg erfolgreich operiert.

Der Autor schlüpfte dadurch hautnah in die Patientenrolle.

Dieser Perspektivenwechsel eröffnete ihm einen direkten Blick auf die Situation von Patienten in der Klinik und lieferte ihm viele wertvolle Impulse für dieses Buch.

Martin Huber selbst ist von Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger und als Diplom Pflegepädagoge in der Ausbildung von angehenden Pflegekräften in der Altenpflege sowie Gesundheits- und Krankenpflege am Oekumenischen Institut für Pflegeberufe in der Ortenau gGmbH in Offenburg engagiert.

Als Berufsschullehrer hat er im Rahmen der Begleitung von Auszubildenden in der Pflege vielfältigen Einblick in die pflegerische und ärztliche Praxis in unterschiedlichen Kliniken und Fachdisziplinen.

Er organisiert Wundexpertenkurse nach Richtlinien der ICW (Initiative Chronische Wunden) und Fachtage für Pflegekräfte, Ärzte und weitere Gesundheitsfachberufe an der Akademie für Gesundheitsberufe und Wundmanagement (Therapiezentrum Chronische Wunden Ortenau) in Lahr.

Berufspolitisch ist er im Katholischen Pflegeverband und im Landespflegerat Baden-Württemberg engagiert.

Wenn alle Patienten im Krankenhaus

umfassendere Informationen erhalten und annehmen,

um sich bewusst mit ihrer Erkrankung auseinanderzusetzen

um sich besser auf den Klinikaufenthalt vorzubereiten

um sich aktiver am Behandlungserfolg zu beteiligen.

Viel Leid, viele Ängste und Sorgen, viele Infektionen, viele Stürze, viele weitere schmerzliche Komplikationen könnten dadurch verhindert werden!

Die vertrauensvolle und wertschätzende Zusammenarbeit zwischen Patienten, Angehörigen, Ärzten, Pflegekräften und weiteren Berufen in der Klinik wäre entschieden verbessert!

ein mehr an Therapieerfolgen verbunden mit Zeit- und Kostenersparnis wären noch realisierbarer! und

Die Zufriedenheit bei allen Akteuren wäre weiter erhöht!

Martin Huber

Dieses Buch ist ein hilfreicher Ratgeber, der sich an aktuellen Erkenntnissen aus Medizin, Pflege und Psychologie orientiert. Die Ratschläge im Buch wurden vom Autor sorgfältig erwogen und geprüft. Dennoch kann keine Garantie übernommen werden, auch in Hinsicht auf Druckfehler. Eine Haftung des Autors für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist daher ausgeschlossen.

Für die Inhalte der in dieser Publikation enthaltenen Links und Webseiten von Dritten wird keine Haftung übernommen, da sie nicht zu eigen gemacht werden, sondern lediglich auf deren Stand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung verweisen.

Printed in Germany

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Inhaltsverzeichnis

ICH BEREITE MICH VOR: DENKEN – FÜHLEN – HANDELN

DER 10-PUNKTE-PLAN

DIE RICHTIGE VORBEREITUNG IST ALLES

1.1. W

O BEKOMME ICH WELCHE

I

NFORMATIONEN

?

1.2. Ü

BUNG MACHT DEN

M

EISTER

1.3. C

HECKLISTE

V

ORBEREITUNG

K

LINIK

-A

UFENTHALT

1.4. P

ERSÖNLICHE

D

ATEN ZUSAMMENSTELLEN

1.5. K

LINIK

-ABC, W

EGWEISER

, K

OMPASS UND

C

O

.

HYGIENE, DAS MUSS SEIN

DAS PATIENTENZIMMER

3.1. D

IE

R

AUMAUFTEILUNG

3.2. W

O IST WAS

?

3.3. D

AS

K

RANKENHAUSBETT

3.4. D

ER

N

ACHTTISCH

3.5. D

IE

N

ASSZELLE

VORBEUGEN IST BESSER ALS JAMMERN

4.1. B

LUTUNGEN

4.2. B

LUTGERINNSEL DÜRFEN NICHT TÖDLICH SEIN

4.3. K

EIME LAUERN ÜBERALL

– I

NFEKTIONEN VORBEUGEN

4.4. O

BSTIPATION VORBEUGEN

4.5. S

TURZ GEBANNT

WENN

G

EFAHR ERKANNT

4.6. V

ERSCHLUCKEN

,

ICH DOCH NICHT

DER TAG IM KRANKENHAUS

5.1. D

EN

B

LUTDRUCK UNTER

K

ONTROLLE BRINGEN

5.2. I

CH BEKOMME EINE

I

NFUSION

5.3. W

ELCHE

P

ILLEN HAB ICH DENN

?

5.4. W

ENN

B

LUT ABGENOMMEN WIRD

5.5. D

IE

A

RZTVISITE

5.6. U

NTERSUCHUNGEN

5.7. T

AGE VOR DER

O

PERATION

5.8. E

IN

T

AG VOR DER

O

PERATION

5.9.

DER

O

PERATIONSTAG

5.10. N

ACH DER

O

PERATION

5.11.

DIE

K

ÖRPERPFLEGE

5.12. D

IE

E

NTLASSUNG PLANEN

DIE MITPATIENTEN

6.1.

DIE

N

ERVENSÄGE

6.2. D

ER

M

IESMACHER

6.3.

DER

M

OTIVATOR

6.4. D

ER

M

UNTERMACHER

6.5.

DER

I

NSIDER

DIE ÄRZTE

DIE PFLEGEKRÄFTE

WER SETZT SICH FÜR MICH EIN?

9.1. A

KTIONSBÜNDNIS

P

ATIENTENSICHERHEIT

9.2. P

ATIENTENFÜRSPRECHER

9.3. S

ELBSTHILFEGRUPPEN

9.4. D

IE

K

RANKENKASSE

9.5. V

ERBRAUCHERZENTRALEN

9.6. F

ACHANWÄLTE

M

EDIZINRECHT

WIE KANN ES BESSER WERDEN?

10.1. A

US

F

EHLERN LERNEN

-

IMMER BESSER WERDEN

10.2. W

IR ALLE SITZEN IN EINEM

B

OOT

LITERATUR, DIE WEITERHILFT

INTERNETADRESSEN FÜR PATIENTEN

HILFREICHE DOKUMENTE

13.1. Z

EITSTRAHL

13.2. K

LINIKTAGEBUCH

13.3. P

ATIENTENHANDBUCH

13.4. F

ORMULARE ZUM

A

USDRUCKEN

GESUNDHEITS-APPS

DANKSAGUNG!

STICHWORTVERZEICHNIS

WIE GEHT ES WEITER?

Ich bereite mich vor: denken – fühlen – handeln

mental – emotional – aktiv – effektiv

Gedanken – Inspirationen – Mentale Sätze

Ich informiere mich

, setze mich bewusst mit meiner Krankheit und dem Klinikaufenthalt auseinander - denn dadurch kann ich entsprechend denken, fühlen und handeln

Ich erkenne

, wie machtvoll meine Gedanken sein können!

Ich kann nur frei sein

, wenn ich für mich Verantwortung übernehme!

Denken – Wie denke ich über meine Erkrankung, was erwarte ich von meinem Klinikaufenthalt?

Viele von uns sagen: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Es wird schon gut gehen. Im Krankenhaus sind die Experten“.

Aber alles über sich ergehen lassen und sich nur ins Krankenhausbett legen birgt viele Gefahren und Risiken. Wir würden uns doch auch sicherer fühlen, wenn wir uns zu einer Moorwanderung anmelden, um die Löcher wissen, wo sie sind, in die wir zu versinken drohen. Vergleichbar mit dem Weg durch ein Moor ist ein Klinikaufenthalt: Nur wer sich mit dem Weg auseinandersetzt, sich informiert und plant, kann den Weg mitentscheiden!

Deshalb: Umso besser ich mich informiere, desto eher kann ich meine Situation auch positiv bewerten und mich sicherer fühlen.

Über meine Erkrankungen informiere ich mich so, dass ich anstehende Entscheidungen bezogen auf diagnostische und therapeutische Maßnahmen treffen kann. Mir ist bewusst, dass ich für den Erfolg der Krankenhausbehandlung mitverantwortlich bin.

So wie ich die Situation bewerte, habe ich einen entscheidenden Einfluss darauf, welche Informationen ich bekomme, weil ich interessiert und ohne Vorbehalte nachfrage. Und wenn ich mich aktiv und bewusst damit auseinandersetze, welche vorbeugenden bzw. unterstützenden Maßnahmen ich selbst regelmäßig und aktiv durchführen kann, kann ich entscheidend meinen Therapieerfolg vergrößern.

Wenn ich motivierende Gedanken entwickle und eine positive Einstellung habe, dann kann ich schneller gesund werden und auch schneller die Klinik verlassen.

Fühlen – Welche Ängste/ Sorgen belasten mich?

Mit Ängsten gehe ich offen um, damit sie mich nicht blockieren. Ich lasse sie zu und frage mich: „Was kann ich tun? Was lerne ich daraus? Meine Ängste und Sorgen bespreche ich mit meinen nächsten Angehörigen, Ärzten und Pflegekräften, damit ich mich von ihnen soweit als möglich befreien und erfolgreiche Strategien entwickeln kann.

Denn nicht die Ängste beherrschen mich – sondern ich beherrsche meine Ängste!

Die Frage: „Warum leide ich unter diesen Ängsten?“ blockiert mich.

Die Frage: „Was hilft es mir, dass ich diese Angst durchlebe?“ oder „Was ziehe ich daraus für jetzt und in Zukunft?“ bringt mich entscheidend weiter.

Wenn ich meine Ängste und Sorgen bewusst bespreche und angehe, dann setzt es in mir Energien frei, die mir neue Chancen und Perspektiven aufzeigen.

Handeln – möchte ich ein Adler oder ein Schaf sein?

Wie oben bereits erwähnt, geht es darum, nicht wie ein Schaf in der Opferrolle zu sein.

Es geht darum, dass ich erkenne, welche Möglichkeiten ich selbst habe, wenn ich mich aktiv mit meiner Erkrankung auseinandersetze.

Ich möchte mich frei wie ein Adler fühlen und meinen bewussten Weg gehen können, im Umgang mit der Erkrankung. Echte Freiheit kann ich nur erreichen, wenn ich eine entsprechende Verantwortung für mich und mein Gesundwerden übernehme.

Wenn ich mich informiere und aktiv bleibe, dann werde ich Strategien entwickeln bzw. Maßnahmen ergreifen und so manche Komplikation, wie eine

Wundinfektion,

eine Obstipation

oder eine Frustration vorbeugen können.

Der 10-Punkte-Plan

(Ich-Regeln), Sicher durch das Krankenhaus

1. Ich lebe soweit möglich gesund – Krankenhausaufenthalt vermeiden: Ich lebe gesund, bewege mich regelmäßig, ernähre mich ausgewogen, verzichte soweit möglich auf Nikotin und Alkohol, dann vermeide ich evtl. einen Krankenhausaufenthalt

2. Ich hole mir eine Zweitmeinung ein: evtl. ist eine OP oder Behandlung im Krankenhaus überhaupt nicht notwendig

3. Ich gehe in das richtige Krankenhaus: Ich suche das für mich richtige Krankenhaus aus. Dazu nutze ich entsprechende Informationsquellen, wie Bekannte, aber auch Internetseiten der Krankenkassen und seriöse Verbraucherportale

4. Ich hole Informationen ein: Ich informiere mich auf der Homepage des Krankenhauses und auf entsprechenden Informationsplattformen über meine Erkrankungen, Untersuchungen und Therapieoptionen, den nur ein informierter Patient wird ein gesunder Patient!

5. Ich bereite mich vor: Ich bereite mich, wenn möglich, auf den Krankenhausaufenthalt umfassend vor, in dem ich einen Koffer im Vorfeld packe und auch die passenden Dokumente, wie Krankenakten, Befunde, Impfbuch, etc. zusammentrage. Wenn ich im Vorfeld weiß, was auf mich zukommt, kann ich entsprechende Übungen durchführen

6. Hände schütteln – besser nicht!: Ich werde keinem Arzt und keiner Pflegekraft im Krankenhaus die Hand schütteln, dadurch fange ich mir über diesen Weg keine Infektionen ein.

7. Ich frage nach, wenn ich etwas nicht verstanden habe. Die falsche Behandlung, falsche Ernährung oder die falschen Medikamente – nicht mit mir!

8. Es soll mit mir und nicht über mich gesprochen werden: Bei der Visite frage ich nach, damit ich darüber informiert werde, was mit mir geschieht. Wenn ich mit falschen Namen angesprochen werde, hake ich ein.

9. Ich gebe Bescheid, wende mich an die Pflegekraft bzw. an den Arzt, wenn ich mich unwohl fühle

10. Ich lasse mich entlassen, erst wenn es mir soweit gut geht, dass ich zu Hause zurechtkomme und ich alle Informationen erhalten habe, die ich benötige.

Erklärungen zum 10-Punkte-Plan

1. Ich lebe gesund – dadurch kann ich so manchen Krankenhausaufenthalt vermeiden: Moderate Bewegung, ausgewogene Ernährung (mediterrane Mischkost) und genügend Trinken, sowie, wenn möglich, auf Alkohol und Nikotin verzichten sind wesentliche Faktoren, die Erkrankungen und Einschränkungen im Leben reduzieren oder sogar verhindern können. So lassen sich viele Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil vorbeugen, wie etwa Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen. Die Lebensfreude darf dabei aber nicht zu kurz kommen. Es kommt wie so oft auf den goldenen Mittelweg an.

2. Ich hole mir eine Zweitmeinung ein: evtl. ist ein Krankenhausaufenthalt bzw. eine Operation überhaupt nicht notwendig. Mittlerweile gibt es zahlreiche Berichte und Untersuchungen, dass so manche Kliniken operieren, nur um die Fallzahlen nach oben zu schrauben. Spezielle Chefarztverträge sind in Verruf geraten, weil das Honorar bzw. Bonuszahlungen mit der Anzahl der durchgeführten, für die Klinik lukrativen Operationen gekoppelt wurden. Deshalb lohnt es sich, als informierter Patient, eine zweite Expertenmeinung einzuholen, die von vielen Krankenkassen auch bezahlt wird.

Wenn die Notaufnahmen überfüllt sind, liegt das auch oft daran, dass so manche Menschen mit Erkrankungen, wie Schnupfen, Fieber von nicht höher als 38°C oder kleinen Verletzungen, etc. in die Klinik gehen.

Aber ein Bereitschaftsarzt oder der eigene Hausarzt wären die bessere Anlaufstelle, denn dadurch erhalten die Patienten, die wirklich eine akute Situation haben, wie etwa einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt in zahlreichen Situationen notwendige medizinische Hilfe erst verspätet, weil das Klinikpersonal mit Bagatell-Behandlungen beschäftigt ist.

Deshalb sollten wir immer prüfen, ist eine Fahrt ins nächste Krankenhaus wirklich notwendig?

Zur Sicherheit ist ein Anruf beim Hausarzt bzw. beim Bereitschaftsarzt oder eben über den Rettungsdienst sinnvoll, dass abgeklärt werden kann, ob der Weg ins Krankenhaus notwendig ist, oder eben nicht:

112

Rettungsdienst

116 117

ärztlicher Bereitschaftsdienst

(jeweils ohne Vorwahl deutschlandweit)

Folgender Test kann eine Entscheidungshilfe sein:

Test „Krankenhaus – ja oder nein“

Liegen bei Dir eine der folgenden Beschwerden vor, dann solltest Du notfallmäßig ins Krankenhaus gehen bzw. sofort die Rettungsleitstelle unter 112 anrufen:

Diese Liste kann als allgemeine Hilfe dienen, und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Ja

starke Schmerzen (nicht auszuhalten)

Schmerzen in Brustbereich oder Bauchgegend

Atemnot (Angst zu ersticken)

Gleichgewichtsstörungen

Sehstörungen

Lähmungserscheinungen

Bluthusten oder –spucken

Mehrfaches unerklärliches Erbrechen