Der Pfad der Engel - Sven Krebs - E-Book

Der Pfad der Engel E-Book

Sven Krebs

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Beschreibung

Tenshi ist eine der ältesten, wenn nicht sogar die älteste, Religion der Welt. Sie ist ca. 200.000 Jahre alt und ist über die Jahrtausende unverändert geblieben. Obwohl sie so alt ist, ist sie doch sehr modern. Gleichberechtigung von Männern, Frauen und Kindern, die Akzeptanz von Homosexuellen, der Schutz von Tieren und Natur, um nur ein paar wenige zu nennen, sind fester Bestandteil von Tenshi. Aufzeichnungen und Schriften, wie in anderen Religionen, gibt es nicht. Das Wissen über Tenshi wurde und wird heute noch von einer Generation zur nächsten mündlich weitergegeben. Die erste schriftliche Aufzeichnung darüber ist dieses vorliegende Buch. Gerade weil es keine Aufzeichnungen gibt, verwundert es doch etwas, dass es unverändert geblieben ist. Man sollte doch meinen dass bei einer mündlichen Überlieferung einiges weggelassen wird und anderes hinzugefügt wurde. Doch das, so versicherten mir mehrere „Anhänger“, sei nicht der Fall gewesen. Man solle in sein Herz hören und dort wäre Tenshi von Geburt an bei jedem Menschen fest verankert und sie haben recht.

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Seitenzahl: 109

Veröffentlichungsjahr: 2014

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„Für den Allmächtigen Gott und die Gemeinschaft der Engel, sowie für alle Menschen dieser Erde!“

VORWORT

ÜBER DIESES BUCH

WAS IST TENSHI?

DIE GRUNDLAGEN VON TENSHI

VON DER URZEIT BIS ZUR NEUZEIT: VERFOLGUNG!

DER ANFANG DIESER WELT

WER IST GOTT?

DORI – DIE STADT DER ENGEL

GEMEINSCHAFTEN

DIE GEMEINSCHAFT DER ENGEL

DIE 21 ENGELSTUGENDEN

GEBOTE UND VERBOTE

ALLGEMEINE GEBOTE UND VERBOTE

GEBOTE UND VERBOTE NACH DEN TUGENDEN

TAGE ZUM FEIERN UND BESINNEN

TEMPEL

GRUNDGEBETE

NACHWORT

Vorwort

Als ich 14 war, bekamen wir im Religionsunterricht einen Auftrag. Jeder sollte eine Religion erfinden an die wir glauben können. Es musste alles enthalten sein: Gebete, Dogmen, Rituale usw. Dafür bekamen wir sechs Monate zeit. Das ganze sollte an einem Projekttag den Schülern vorgestellt werden.

Ich tat mich sehr schwer damit. Religionen interessierten mich zwar, aber wie soll man eine Religion bzw. einen Glaubensgrundsatz erfinden? Von früher Kindheit an war ich evangelisch getauft und erzogen worden. Das Christentum an sich hatte für mich keinen Reiz, andere Religionen dafür umso mehr.

In den kommenden Monaten recherchierte ich, las Bücher und vertiefte mich in die Welt von bekannten, nicht bekannten und längst vergangenen Religionen und Kulturen. Ich probierte dies und das aus, sprach und schrieb mit Gelehrten und war am Schluss nur noch konfuser als zuvor.

Ich war gerade am Aufgeben und überlegte mir schon die Sätze, die ich meinem Lehrer sagen würde um zu erklären das ich es mal wieder nicht geschafft habe eine Aufgabe zu Ende zu bringen. Noch einmal überflog ich meine Aufzeichnungen und da war es. Die Idee!

Was haben „fast“ alle Religionen gemeinsam oder sagen wir „alle“? In allen Religionen gibt es Engel! Konnte dass ein Zufall sein? Wieso glauben alle Religionen an Engel? Gibt es dafür einen Grund?

Einen Monat weiterer Recherche kam auf mich zu und die Lösung wurde immer klarer. Wenn alle Religionen an Engel glauben, dann muss es eine Ursprungsreligion gegeben haben in der Engel eine große Rolle spielten. Ich entwickelte daraus mein Religions-Projekt und hatte keine Ahnung wie nah ich der Realität gekommen war. Ich brauchte einen Namen und so kam ich über die lateinischen Wörter „angelo“ für Engel und „theismus“ für den Glauben an den einen Schöpfergott zu dem Namen „Angelotheismus“.

Ich stellte an jenem Projekttag im Frühling 1993 meine Religion vor und belegte den ersten Platz. Danach verschwand das Manuskript in einer staubigen Ecke meines Bücherregals. Im Laufe meines Lebens erlitt ich immer wieder Schicksalsschläge und verlor dadurch langsam aber sicher mein Selbstvertrauen. Als ich 20 Jahre alt wurde und in einer großen Sinnkrise steckte, erhoffte ich mir von Pfarrern und Priestern eine Lösung und einen Ausweg. Doch ich bekam immer nur zu hören „Die Wege des Herrn sind unergründlich.“ oder „Es ist Gottes Wille!“. Nein, von denen konnte ich keine Hilfe erwarten. Es kam sogar soweit, das ich aus der Kirche austritt. Ich war der festen Überzeugung, dass es keinen Gott geben konnte.

An einem Dienstagmorgen als ich mir die Frage stellte ob und warum ich aufstehen sollte, ich hatte eine schwere Depression entwickelt, fiel ein besonders heller Sonnenstrahl durch einen Spalt des Rollladens auf ein Buch in meinem Regal. Ich reagierte erst nicht darauf aber der Sonnenstrahl war so hell, heller als normal. Etwas zog mich in Richtung dieses Buches und als ich es in die Hand nahm, erlosch der Sonnenstrahl plötzlich. Ich dachte zuerst ich hätte halluziniert aber das Papier dieses Buches war warm, genauso als hätte es in der Sonne gelegen. Ich öffnete den Rollladen um besser lesen zu können und stellte erstaunt fest, dass gar keine Sonne schien!

Ich ließ das Buch vor Schreck fallen und ging erstmal eine Zigarette rauchen. Doch die Sonne schien wirklich nicht, es war grau und es begann zu regnen. Ich ging wieder in mein Zimmer. Auf dem Boden lag immer noch dieses Buch das sich bei näherer Betrachtung als ein Haufen geheftetes Papier entlarvte. Es war mein Manuskript von dem Religions-Projekt. War es ein Zeichen? Wenn ja von wem? War es mein Nachbar der mit einer besonders hellen Taschenlampe in mein Zimmer leuchtete? Warum war das Papier dann warm gewesen?

Ich las das Manuskript und richtete schließlich mein Leben darauf aus. Anfangs stieß ich auf Unverständnis bei Freunden, Kollegen und Bekannten. Nun, das war auch nicht anders zu erwarten, denn mein Bekanntenkreis setzte sich aus Christen, Muslimen und Buddhisten zusammen. Jeder versuchte mir seine Religion schmackhaft zu machen, doch je mehr Unverständnis mir entgegengebracht wurde, umso stärker wurde mein Glaube. Dieser Glaube war es, der mich aus der Depression holte und er war dafür Verantwortlich, dass ich mein Leben endlich selbst in die Hand nahm.

An einem Abend saß ich mit ein paar Freunden in geselliger Runde und wir kamen auf das Thema Religion zu sprechen. „Welcher Religion gehörst du eigentlich an?“ fragte mich eine junge Frau, die ich an diesem Abend erst kennengelernt hatte. Ich antwortete „Ich bin Angelotheist.“ Die Seitengespräche verstummten und alle sahen mich an. „Was ist das?“ fragte die junge Frau interessiert. Ich erklärte es ihr und sie war so daran interessiert, dass wir uns am nächsten Tag trafen um das Gespräch darüber zu vertiefen. Diese junge Frau hat sich danach entschieden ebenfalls als Angelotheistin zu Leben. Sie war es auch, die mich dazu brachte eine Webseite zu diesem Thema zu veröffentlichen. Kaum war die Webseite online, gab es die ersten beleidigenden E-Mails. Ich wurde als Sektierer beschimpft, Satanist und Hxxxxsohn, um nur die harmlosesten zu nennen. Es gab handgeschriebene Briefe von Menschen die nicht verstanden warum ich Jesus nicht als Erlöser annahm und E-Mails die mich einluden eine Moschee zu besuchen. Aber es gab auch Drohungen gegen mich und meine Familie, mein Briefkasten wurde angezündet, anonyme Anrufe, Schmierereien an der Hauswand und sogar Besuch von der Polizei. Irgendjemand hatte mich wegen Volksverhetzung angezeigt und ausgesagt, ich würde Neo-Nazi Treffen in meinem Haus abhalten. Die Ermittlungen wurden eingestellt und der Anzeigende zu einer Bewährungsstrafe wegen Falschaussage und übler Nachrede verurteilt. Auf einen Zivilprozess verzichtete ich. 2012 ging dann die Webseite „angelotheismus.de“ endgültig vom Netz.

Aber es gab auch positive Briefe und E-Mails. Menschen nahmen sich „meine“ Religion zu Herzen und lebten danach. Ein fünfzehnjähriges Mädchen schrieb mir, das meine Webseite sie davon abgehalten hätte sich das Leben zu nehmen als ihr Freund sie verlassen hatte. Ein Italiener schrieb „Nachdem mich meine Frau verlassen hatte und die Kinder mitnahm, hatte ich nichts mehr. Deine Webseite hat meinem Leben wieder eine Richtung gegeben. Ich habe mit meiner Frau gesprochen und sie hat mir verziehen. Jetzt kann ich wieder meine Kinder sehen.“

Aber das Beste waren zahlreiche Briefe und E-Mails von Menschen aus allen Teilen der Erde, die mir schrieben dass es solch eine Religion schon gibt! Ein älterer Japaner schrieb, dass diese Religion „Tenshi no pasu“ (japanisch für „Pfad der Engel“) oder kurz „Tenshi“ genannt wird. Aus Sri Lanka erhielt ich eine E-Mail in der dieser Glaube „Ēñcals pātai“ genannt wurde, was wiederum für „Weg“ oder „Pfad der Engel“ steht. Auch aus Peru erhielt ich eine Mail in der diese Religion „Sendero de los Angeles” genannt wird.

Doch egal wie dieser Glaube in der Welt genannt wird, die Inhalte sind immer dieselben und dieses Wissen wird innerhalb der Familien von einer Generation auf die nächste weitergegeben. Es ist fast wie ein Schatz der stets gut behütet wird. Einer Schätzung nach leben ca. 2000 Menschen auf der ganzen Welt nach den Regeln dieser Religion. Dies war auch der Ansporn zu diesem Buch.

Dieses Buch ist keine Esoterik und auch keine Satire, auch wenn es hin und wieder etwas flapsig geschrieben ist. Es ist ein Handbuch über eine oder vielleicht sogar “die” älteste Religion der Welt die innerhalb von Familien die Jahrtausende und etliche Übergriffe und Missionierungen überstanden hat.

Möge dieses Buch allen Lesern und Leserinnen die gleiche Kraft und Zuversicht schenken, die mir dieser Glaube einst gab und immer geben wird. Mögen alle Suchenden ihren Pfad finden und ihn Leben.

Der Autor am Jahresfest 2014

Über dieses Buch

Da ich mittlerweile aus allen Teilen der Erde Berichte, Erzählungen und Briefe von Menschen bekommen habe die Tenshi praktizieren und jede Sprache ein anderes Wort für ein und dasselbe verwendet, musste eine Entscheidung her.

Im Deutschen Sprachgebiet ist diese Religion weitgehend unbekannt, daher gibt es auch keine korrekten Deutschen Übersetzungen. Die meisten Unterlagen darüber habe ich aus Japan bekommen.

Daher verwende ich in diesem Buch bei Begriffen für die es keine Deutsche Übersetzung gibt, die Japanischen Begriffe und verwende die deutschen Begriffe wo es möglich ist.

Daher lautet der Name für diese Religion „Tenshi“ anstatt des von mir einst erfundenen Kunstwortes „Angelotheismus“. Die japanischen Begriffe sind in Romaji geschrieben, der japanischen Lautschrift und für jeden leicht zu lesen.

Dieses Buch gliedert sich in die Teile „Theorie“ und „Praxis“ um Übersichtlich zu bleiben. Die einzelnen Themen sind so geschrieben, dass man das Buch nicht von vorne bis hinten Durchlesen muss (was ich jedoch hoffe), sondern das der Leser ganz nach Belieben in diesem Buch blättern kann um das zu lesen was gerade interessant erscheint.

Ich wünsche mir und hoffe, dass dieses Buch dazu beiträgt die Akzeptanz von Tenshi zu erhöhen und dass viele Leser Tenshi in ihr Herz lassen.

Hinweis

Viele Dinge die Sie hier lesen, werden von der Wissenschaft oder Theologen mit Verachtung gestraft oder lächerlich gemacht. Der Inhalt dieses Buches ist eine Zusammenfassung von mündlichen Überlieferungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit!

Was ist Tenshi?

Tenshi ist eine der ältesten, wenn nicht sogar die älteste, Religion der Welt. Sie ist ca. 200.000 Jahre alt und ist über die Jahrtausende unverändert geblieben. Obwohl sie so alt ist, ist sie doch sehr modern. Gleichberechtigung von Männern, Frauen und Kindern, die Akzeptanz von Homosexuellen, der Schutz von Tieren und Natur, um nur ein paar wenige zu nennen, sind fester Bestandteil von Tenshi. Aufzeichnungen und Schriften, wie in anderen Religionen, gibt es nicht. Das Wissen über Tenshi wurde und wird heute noch von einer Generation zur nächsten mündlich weitergegeben. Die erste schriftliche Aufzeichnung darüber ist dieses vorliegende Buch.

Gerade weil es keine Aufzeichnungen gibt, verwundert es doch etwas, dass es unverändert geblieben ist. Man sollte doch meinen dass bei einer mündlichen Überlieferung einiges weggelassen wird und anderes hinzugefügt wurde. Doch das, so versicherten mir mehrere „Anhänger“, sei nicht der Fall gewesen. Man solle in sein Herz hören und dort wäre Tenshi von Geburt an bei jedem Menschen fest verankert und sie haben recht.

Sie merken sicherlich, dass ich mich davor Drücke hier von Gläubigen oder Mitgliedern zu sprechen. Denn ob Tenshi nun eine Religion, Glaubensgrundlage oder einfach nur eine Lebenseinstellung ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Auf der anderen Seite gibt es eine Schöpfungsgeschichte, die ziemlich von den Schöpfungsgeschichten anderer Religionen abweicht. Es gibt eine sehr genaue Beschreibung von Gott, Engeln und dem Himmel.

Wir glauben daran, andere würden sagen wir wissen, dass alle die auf der Erde leben einmal im Himmel waren. Wir Engel (japanisch „Tenshi“) haben uns gegen Gott verschworen und wurden des Himmels verwiesen. Seither leben wir als gewöhnliche Menschen auf dieser Erde und müssen unser Dasein auf dieser Welt fristen, die für uns die Hölle ist. Wir müssen Tugendhaft und Sündenfrei leben um Gott zu beweisen dass wir es verdient haben wieder den Himmel betreten zu dürfen.

Grob gesagt war es das schon. So einfach kann eine Religion sein, oder? Nein, weit gefehlt. Tenshi ist Religion, Lebenseinstellung, Wegweiser und harte Arbeit. Ja, es ist sehr harte Arbeit, denn der Zugang zum Himmel fällt uns nicht in den Schoß. Wir sind täglich, ach was rede ich, minütlich Versuchungen und Verfehlungen ausgesetzt. Diese Versuchungen und Verfehlungen zu erkennen und sie zu meiden ist Tenshi, der Pfad der Engel.

Manchmal werden auch Vergleiche mit der christlichen Gruppierung „Engelswerk“ gezogen. Doch „Engelswerk“ ist wahrscheinlich nur der plumpe Versuch gewesen Tenshi dem Christentum unterzuordnen und hat rein gar nichts mit Tenshi zu tun.

Allerdings findet sich bei dem Kirchenvater Origenes (vermutlicher Name „Origenes Adamantius“, 185 bis 254 n.Chr., christlicher Gelehrter und Theologe) der erste – und bis dahin der einzige – schriftliche Hinweis auf die Tenshi Religion. So schrieb Origenes, dass sich die Engel von Gott entfernten als dieser ihnen den freien Willen schenkte. Dadurch wurden einige zu Menschen und mussten den Himmel verlassen, aber nicht ohne die Möglichkeit durch Tugend und gottgefälliges Leben in den Himmel zurückzukehren. Origenes wäre damals beinahe als Häretiker aus der christlichen Kirche geworfen worden. Auch schrieb Origenes von der Wiedergeburt die zu damaligen Zeiten eine Säule im Glaubensgebäude war und fest zum christlichen Glauben gehörte, später aber durch das 5. Konzil von Konstantinopel (553 n. Chr.) verboten wurde. Damals wurden aus den biblischen Texten alle Stellen entfernt, die auf die Wiedergeburt hindeuteten. Doch das Christentum ist nicht die einzige Religion die Tenshi verleugnete und bis heute verleugnet obwohl die Wahrheit den Gelehrten bekannt war und ist.