Der schöne Schwan - Ulrich Franz - E-Book

Der schöne Schwan E-Book

Ulrich Franz

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Beschreibung

Für jeden etwas dabei, für unsere Kleinen zum vorlesen und mitmachen, für die älteren Leser lustige und spannende Geschichten. Ob Jungen oder Mädchen, für alle interessant. Eine Kasperpuppe die sich langweilt und von einem Narr umgestimmt wird. Eine Made die einige Vögel veralbert und sich nicht verspeisen lässt. Spatzen die sich einen Plan machen, um an den Kuchen eines kleinen Mädchens zu kommen. Eine Fliege die glaubt so schnell zu sein, dass sie niemand fangen kann. Eine Katze, die wissen möchte, ob die Zahnpasta schmeckt.

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Seitenzahl: 121

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Ulrich Franz

Der schöne Schwan

Geschichten nicht nur für unsere Kleinen

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Kapitel 1 Kasperle und der Narr

Kapitel 2Pippi und Struppi

Kapitel 3Der freche Spatz

Kapitel 4Kuckuck, wo bist du?

Kapitel 5Kasperle und der Eierdieb

Kapitel 6Die Made

Kapitel 7Der Kampf mit der Zahnpasta

Kapitel 8Der Frosch und die Fliege

Kapitel 9Der Hecht und die Plötze

Kapitel 10Der schöne Schwan

Kapitel 11Ein Marienkäfer namens Martin

Kapitel 12Erwin der Leuchtkäfer

Kapitel 13Der Pfannenkuchen (Berliner)

Kapitel 14Die diebische Elster

Kapitel 15Der Möchtegern

Impressum neobooks

Kapitel 1 Kasperle und der Narr

Ulrich Franz

Der schöne Schwan

und andere

Geschichten für unsere Kleinen

aber auch für ältere Leser

Inhaltsverzeichnis

Kurzgeschichten

Kasperle und der Narr

Pippi und Struppi

Der freche Spatz

Kuckuck, wo bist du?

Kasperle und der Eierdieb

Geschichten für etwas Ältere

Die Made

Kampf mit der Zahnpasta

Der Frosch und die Fliege

Der Hecht und die Plötze

Der schöne Schwan

Ein Marienkäfer namens Martin

Erwin der Leuchtkäfer

Der Zauberpfannenkuchen (Berliner)

Die diebische Elster

Der Möchtegern (Ein Gedicht)

Ferli, eine Kasperpuppe sitzt einsam in seiner Ecke und grübelt. „... ach wie schön wäre es, nicht immer allein herumzusitzen, und einen Freund zum Spielen zu haben.“ Als hätte das jemand gehört, klopft es an Kasperles Tür und so eine komische Puppe mit einer noch komischeren Mütze fragt: „Lässt du mich zu dir?“ Ferli, unser Kasper fragt misstrauisch: „Bist du sicher, dass du zu mir willst? Ich kenne doch keinen, mit so einer dummen Holzpuppe wie mir, will doch keiner spielen!“

Die Puppe, oder was die oder der auch ist, schlägt einen Purzelbaum und steht vor Ferli lachend auf: „Nicht du bist dumm, aber dein Geschwätz. Sieh mich an, ich bin Pluzzo, ein lachender Narr. Komm, spiele mit mir und lach mal wieder!“

Ferli weiß nicht was er von der fremden Puppe, die ein Narr sein will, halten soll. Zu eigenartig sieht der Narr aus. Allein nur deswegen könnte Ferli lachen, will aber den nicht beleidigen. „Warum hat deine Mütze so viele Zipfel?“, fragt Ferli dann doch. Pluzzo der Narr muss über Ferlis Frage lachen, antwortet aber: „Das ist keine Mütze Kasper, sieh mal genauer hin, das ist eine Narrenkappe. Sieh doch mal, an jeder Spitze hängt ein Glöckchen, womit ich alle Kinder zum Lachen bringe!“

„Toll, zwar habe ich auch so einen Zipfel an meiner Mütze, aber da ist kein Glöckchen dran. Kannst du mit den Glöckchen auch Musik machen?“ Und ob Pluzzo damit Musik machen konnte. Leicht seinen Kopf hin und her wiegend, machten die Glöckchen: „Klingeling, klingklong, Klingeling, klingklong.“ Ferli springt von seiner Bank und muss sich vor Lachen den Bauch halten. „Ist das putzig Pluzzo, was du so alles für Töne von dir geben kannst? Schade das ich mit meiner Zipfelmütze so etwas nicht kann. Bestimmt nur deswegen, weil ich nur einen Zipfel an meiner Mütze habe.“ Der Narr lacht über Ferlis Einfältigkeit: „Hast du nicht daran gedacht, dass deine Mütze keine Glöckchen besitzt?“ Ferli sieht seine Fehler ein und antwortet, verschämt den Zipfel seiner Mütze über die Augen haltend: „Ja, das schon.“ Dann aber ruft er überlegen: „Dafür ist aber mein Zipfel länger als deine Drei.“ Lachend schlägt Kasperle einen Purzelbaum und singt dabei: „Tritratrulala Kasperle ist wieder da, tritratrulala Kasperle ist da!“

Unser kleiner Narr Pluzzo ist begeistert, als er Ferli plötzlich so lustig singen hört. „Komm, sing weiter und ich mache Musik dazu!“, fordert er Kasperle auf. Der ließ sich das nicht zweimal sagen. Einen weiteren Purzelbaum schlagend, singt er noch einmal sein „Tritratrulala“ und von Pluzzos Kappe erklang das bekannte „Klingeling, klingklong“ dazu. War das nicht lustig? Wisst ihr noch was Kasperle sang, dann wiederholt doch einmal Ferlis Gesang!

Toll habt ihr euch das gemerkt! Selbst Ferli und Pluzzo sind begeistert und Ferli der kleine Kasper schlägt vor lauter Freude einen Purzelbaum.

Aber ich wette, die Töne welche von Pluzzos Glöckchen kamen, wisst ihr bestimmt nicht mehr, oder? --- Pluzzo lauscht, scheinbar kann er eure Antwort nicht verstehen, wiederholt doch noch einmal die Klänge seiner Glöckchen, aber lauter! Und von überall her war jetzt ein „Klingeling, klingklong“ zu hören. Toll habt ihr das gemacht, Ferli und Pluzzo schlagen sich gegenseitig in die Hände und freuen sich mit euch.

„Das war gut gemacht“, meint Ferli, „lass uns Freunde sein und uns auf der ganzen Welt Kinder glücklich machen!“ Pluzzo ist einverstanden und so blieben beide bis zum heutigen Tag gute Freunde. Überall wo ein Zirkus mit Kasper auftrat, war auch der kleine Narr Pluzzo dabei, jedenfalls oft. Auch in vielen Puppentheatern könnt ihr Ferli den Kasper erleben, der manchmal nur als Kasper auftritt. Aber manchmal ist auch Pluzzo der Narr dabei und gemeinsam bringen sie dann viele Kinder zum Lachen.

Kapitel 2Pippi und Struppi

Pippi spielt mit ihrem Dackel im Park verstecken. Struppi, ihr kleiner Dackel soll sie mit verbundenen Augen suchen, während Pippi sich hinter einem Busch versteckt. Struppi aber gefallen die verbundenen Augen nicht mehr und versucht sich den Schal mit den Pfoten abzustreifen. Pippi hatte das aber sehr gut gemacht. Vor Ärger den komischen Schal nicht abzubekommen, knurrt Struppi wütend, und wälzt sich dabei im Gras. Dass seine kleine Herrin ruft: „Struppi, wo bin ich? Komm, such mich!“, stört Struppi nicht. Er hat eigentlich keine Lust mehr auf Versteck spielen, aber Hunger. Aber hatte Pippi nicht noch ein belegtes Brot von ihrer Mutter bei sich? Den Geruch des mit Wurst belegten Brotes in der Nase, macht er sich über den Beutel her, indem die begehrte Beute sein müsste. Dass Pippi ihn immer noch ruft, stört Struppi nicht, aber wo ist denn die verflixte Stulle geblieben? Der Dackel ahnt Schlimmes, hatte seine kleine Herrin die etwa schon aufgegessen? Aber dann schnuppert er und glaubt Pippis leckere Wurst auf dem Brot zu riechen. Wo Pippi sich versteckt hatte, war der feinen Nase des Dackels nicht entgangen. Mit wenigen Sprüngen stand er an Pippis Versteck und bellte siegessicher. Seine kleine Herrin interessierte Struppi dabei weniger, dafür aber ihre mit Wurst belegte Stulle umso mehr.

Pippi freut sich das Struppi sie gefunden hat und streichelt ihn lobend. Aber den kleinen Hund interessiert ihr Lob jetzt nicht so sehr. Neugierig schnuppert der an ihrer Hand und versteht nicht, wo das belegte Brot geblieben ist. Aber auch Pippi versteht Struppi nicht und denkt: „Dackel können doch ganz schön nervig sein! Anstatt sich zu freuen mich gefunden zu haben, schnuppert der nur an meiner Hand.“ Aber als der zu einem Tütchen im Gestrüpp rennt, ahnt Pippi was Struppi will. Noch bevor der mit der Tüte samt Inhalt verschwindet, kann sie Struppi ihr mitgebrachtes Essen abnehmen. Der gibt aber nicht auf und springt immer wieder nach der Tüte. Nur hält Pippi die so hoch, dass er nicht herankommt. Bettelnd setzt Struppi sich jetzt vor seine kleine Herrin und wedelt mit seinem Schwanz. Pippi hatte begriffen worum es dem Dackel geht und beruhigt den: „Komm Struppi, dann essen wir beide eben Mamas Wurststulle!“

Als hätte er verstanden, folgt er Pippi, die zu dem ziemlich zerzausten Beutel zurückgeht und sich ins Gras setzt. Aus der geretteten Tüte nimmt sie eine halbe Klappstulle und fängt zu essen an. „Hat die mich vergessen?“, denkt sich Struppi und bellt Pippi an. Die aber fast in ihre Tüte und gibt ihrem kleinen Spielgefährten die andere Hälfte. Zufrieden legt der Dackel sich auf seinen Bauch und verspeist das Brot.

Müde geworden will Struppi jetzt etwas schlafen, aber Pippi legt ihm die Leine an und meint: „Komm Struppi, schlafen kannst du auch zu Hause!“ Dem Dackel ist jetzt alles Recht, wenn er nur nicht mehr suchen muss. Ebenfalls müde, trottet Pippi neben Struppi nach Hause, wo beide sich schon auf ihren gemütlichen Schlafplatz freuen.

Kapitel 3Der freche Spatz

Lyssa saß mit ihrer Mutter auf einer Parkbank. Gemeinsam aßen beide ihren Streuselkuchen und beobachten mehrere Spatzen, die sich um etwas stritten. „Hast du denen von deinem Kuchen etwas zugeworfen?“, fragt Lyssas Mutter.

„Nein, den esse ich doch lieber selber! Wollen wir nachsehen Mutter, worum die sich streiten?“

„Da wirst du kein Glück haben Mädchen, die fliegen doch davon, sobald du dich denen näherst!“ Bedrückt musste Lyssa ihrer Mutter Recht geben, schien aber zu überlegen. Plötzlich stand sie auf, brach dann doch ein Stück von ihrem Kuchen ab und wollte den Vögeln entgegengehen.

„Ich denke, du isst den Kuchen lieber selbst Lyssa, hast du es dir anders überlegt?“ Lyssa will ihrer Mutter antworten, doch als sie zu der sah, kam ein Spatz zu ihrer Hand und verschwand mit dem abgebrochenen Kuchenstück. Verblüfft sah Lyssa dem Vogel hinterher. Ihre Mutter lachte, als sie in das Gesicht ihrer Tochter sah, aber auch die musste jetzt lachen.

Beide setzten sich wieder auf die Bank und sahen dem kleinen frechen Vogel zu. Lange blieb der Spatz nicht allein, kaum das er sich auf den Weg setzte, machten ihm andere Spatzen den großen Krümel streitig. Zum Piepen sah das aus und Lyssa musste wieder lachen. Vor allem wie der Spatz, der ihr den Krümel geklaut hatte den verteidigte, machte ihr Spaß. Sich aufplustern und laut piepsend, versuchte der Spatz seine unerwünschten Gefährten los zu werden.

Mitleidig brach Lyssa einen weiteren Krumen von ihrem Kuchen und wollte den, den anderen Vögeln zu werfen. Aber der freche Spatz hatte es bemerkt und setzte sich abwartend auf Lyssas Schulter. Die war stolz darüber und hoffte den füttern zu können. Noch bevor sie dazu kam, hatte sich der Vogel den Krumen geschnappt und war schon wieder verschwunden.

Wieder versuchten die anderen Spatzen ein Stück davon abzubekommen, was auch zum Teil gelang. Zwar freute sich Lyssa darüber, sah aber auf ihren immer kleiner werdenden Kuchen. Auch die Spatzen schielten darauf und hofften noch etwas davon abzubekommen. Als würden die sich unterhalten und einen Plan machen, wie sie an Lyssas Kuchen gelangen könnten, saßen die piepsend auf dem Boden. Es sah fast so aus, als bettelten die um Lyssas letztes Stück Kuchen.

Schneller wie erwartet, kamen mehrere Spatzen auf Lyssa zugeflogen und schienen sich tatsächlich einen Plan ausgeheckt zu haben. Während ein Spatz direkt auf Lyssas Schuh seinen Darm entleerte, setzte sich der freche Spatz vor ihr auf den Boden. Der muss wohl auch der stärkste von den Vögeln sein. Dicht vor Lyssa sitzend, schien der auf etwas zu warten.

Mutter und Tochter ärgerten sich über die Schweinerei auf Lyssas Schuh. Mit einem Taschentuch versuchte sie den zu reinigen. Genau darauf hatte der Vogel gewartet, denn jetzt war der Rest vom Kuchen unbeobachtet. Noch bevor Lyssa eingreifen konnte, war der Vogel damit verschwunden. Viel zu groß für den Spatz, konnte der das Stück nicht halten und es fiel zu Boden. Sofort waren die anderen Spatzen zur Stelle und der Streit ging von vorne los. Lyssa war jetzt dem Weinen näher als dem Lachen. Dennoch freute sie sich darüber, dass der Frechste von den Spatzen nicht alles für sich behalten konnte.

Verärgert über die Frechheit der kleinen Vögel und die Sauerei auf Lyssas Schuh, verließ sie mit ihrer Mutter den Park. „Siehst du Töchterchen, wenn sich einer streitet, freut sich auch immer ein Anderer“, meinte Lyssas Mutter.

„Glaubst du Mutter, der Spatz hat mir mit Absicht auf den Schuh gemacht, nur um an meinem Kuchen zu gelangen?“

„Wenn das der Plan der Vögel war, hatten die wie du siehst, damit Erfolg. Daran siehst du meine Kleine, für alles was du erreichen willst, benötigst du einen Plan. Dein Plan sollte es sein, gut in der Schule zu lernen, damit auch du später Erfolg hast und solche Pläne schmieden kannst.“

Kapitel 4Kuckuck, wo bist du?

Ein Ratespiel für die Kleinen

So wie es bei Frau Kuckuck üblich, lässt die ihre Jungen von anderen Eltern versorgen. Dazu muss sie ein Vogelnest finden, indem schon Vogeleier sind und sie die ihren dazu legen kann. So auch unsere Frau Kuckuck, die gerade durch den Wald fliegt um nach passenden Nestern für ihre Eier zu suchen. Gleich mehrere Nester fand sie, in denen sich auch Eier von den Vögeln befanden, welchen das Nest gehörte. Eines ihrer Eier schob Frau Kuckuck in einem Rotkehlchennest unter. Zwei weitere versteckte sie in zwei Nester im Schilf der Teichrohrsängern. Da die Inhaberin gerade auf Futtersuche für ihre schlüpfenden Sprösslinge war, konnte Frau Kuckuck ihre Eier unbemerkt dort ablegen.

Dank eurer Hilfe weiß Frau Kuckuck nun, wie viele Eier sie noch verstecken muss, und flog davon. Sich neue Nester für ihre Eier zu suchen war keine leichte Aufgabe, zumal viele Vögel ihr nicht gut gesonnen waren. Eine Krähe die gerade ihre Eier ausbrütete, sah den suchenden Kuckuck. Ärgerlich krächzte sie dem entgegen: „Lass mich ja mit deinen Eiern zufrieden, ich hab schon genug zu tun, meine Kleinen großzuziehen!“

Danke liebe Kinder, jetzt wusste Frau Kuckuck wo sie nicht mehr zu suchen brauchte und flog in ein anderes Gebiet. Auch hier gab es die Rotkehlchen, welche gerade ihre Eier ausbrüteten. Zwei Nester hatte sie gefunden und überlegte, wie viele Eier sie hier ablegen konnte. Normalerweise schob sie immer nur ein Ei den Gasteltern unter, aber da es hier zu wenige Nester gab, hatte Frau Kuckuck keine Wahl. In der Hoffnung, dass den Bewohnern der Nester zwei fremde Eier nicht auffallen, legte sie in den beiden Nestern jeweils zwei Eier ab. Da noch zwei Eier übrig waren, suchte Frau Kuckuck nach weiteren Eltern, die ihre Jungen groß ziehen mussten.

Frau Kuckuck konnte ihr Glück nicht fassen, an einem nahen See gab es gleich mehrere Nester der Teichrohrsänger. Hätte sie das geahnt, hätte sie zuvor jeweils nur ein Ei bei den Rotkehlchen versteckt. So benötigte sie nur noch zwei Nester für ihre beiden Eier und versteckte die dort. Dass die fremden Eltern ihre Eier ausbrüten und später versorgen mussten, störte sie nicht. Habt ihr mitgezählt, wie viele Eier Frau Kuckuck insgesamt versteckt hat? - Richtig liebe Kinder, neun Eier hatte sie versteckt!