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1930 – Fünf Prostituierte werden in der Dezemberkälte Londons ermordet. 2008 – Fünf Frauen erinnern sich an ihr Ableben in ihren früheren Leben. Alle eint dieselbe quälende Frage. Wer hat sie ermordet und warum?
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Seitenzahl: 264
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Natascha Skierka
Der Wind flüstert Deinen Namen
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Prolog
Melissa
Antoinette
Evelynn
Valora
Roza
Sarah Jane
Das Treffen
Viktors Geburtstag
Tanz der Seelen
Epilog
Impressum neobooks
Eine Hand legte sich von hinten um ihren Hals und schnürte ihr die Luft zum Atmen ab.
Erschrocken wehrte sie sich gegen ihren Angreifer und verfluchte sich für die unsagbare Dummheit die sie begangen hatte, noch einmal hinaus zu gehen. Und das alles nur weil Charlie mal wieder nicht genug von seinen heiß geliebten Whisky bekommen konnte. Es war kalt und sie hatte sich wahrlich etwas schöneres vorstellen können, als in einer kalten Dezembernacht, im Jahre des mehr oder weniger vorhandenen Herrn 1930, auf die gefrorenen Straßen Londons hinaus zu treten, um ihren Körper für den unbändigen Durst ihres angetrauten Ehegatten feilzubieten.
Aber da sie keine andere Wahl hatte, entweder die Kehle ihres Mannes feucht zu halten oder von dessen Faust halb bewusstlos geprügelt zu werden, tat sie lieber was er sagte. Außerdem schmerzte immer noch ihr linkes Bein von seinen letzten Wutanfall und es fühlte sich noch ein wenig an wie ein schlabbriger Ast, der kurz davor war frische Knospen sprießen zu lassen und den man nach belieben hin und her biegen konnte, ohne das es ihm etwas auszumachen schien. Im Moment war ihr das jedoch herzlich egal, da die Hand die sich um ihre Kehle gelegt hatte, sich nicht darum zu kümmern schien, wie es ihrem Bein ging, geschweige denn das Charlie Kramer auf seinen Gott verdammten Whisky wartete.
Ein irres, schrill klingendes Lachen drang an ihre Ohren und sämtliche Härchen, die sich momentan an ihren Körper befanden richteten sich auf. Elizabeth verfluchte sich erneut und hätte in diesen Moment lieber die Faust ihres Mannes in Kauf genommen, der sich das Recht heraus nahm seine Frau zu züchtigen, als von einen Wahnsinnigen Irren umgebracht zu werden. Oh ja, dachte sie und versuchte sich immer heftiger gegen ihren Widersacher zur Wehr zu setzen, sie wusste das er sie umbringen würde. Daran bestand keinerlei Zweifel. Vielleicht handelte es sich sogar um diesen Jack the Ripper, wie alt er jetzt auch immer sein mochte und den alle Welt immer noch zu suchen schien, dachte sie irrsinnigerweise. Und vielleicht, spann ihr Verstand den Gedanken fort, als befänden sich momentan keine Hände um ihren Hals, hatte er sich auf seiner Flucht ja wieder hierher verirrt, um seine perfiden Taten wieder aufzunehmen.
Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken und sie gab ein keuchendes Geräusch von sich, als sie hörte wie ein Dolch zischend, aus seiner kurzen Scheide gezogen wurde. Entsetzt schloss sie die Augen, packte die Handgelenke ihres Gegners und versuchte sich schreiend von ihm zu befreien. Und tatsächlich sie schaffte es seine Hände von ihren Hals zu entfernen, aber noch bevor sie die neu gewonnene Freiheit genießen und nach Luft schnappen konnte, hatte er sie auch schon bei den Röcken gepackt und zu Fall gebracht. Sie stürzte mit dem Gesicht voran, in den gefrorenen Schnee und schmeckte dessen pelzige Kühle, sowie ihr eigenes metallenes Blut.
Ächzend packte sie sich an die Stirn und versuchte sich aufzurichten, während der Unbekannte sie mit dem Fuß in den Rücken trat, um sie wieder zurück auf den Boden zu befördern. Nein, dachte sie verzweifelt, während ihr stumme Tränen über das Gesicht liefen und in der klirrenden Kälte auf den Wangen gefroren. Nein, nein, nein! Das passierte alles gar nicht. Nicht jetzt und nicht hier und vor allen Dingen nicht ihr. Der Fremde nahm den Fuß von ihren Rücken und die Plötzlichkeit mit der wieder Luft durch ihre Lungen strömte, ließ sie vor Schmerz zusammen zucken.
Es fühlte sich beinahe so an, als hätte sich eine Rippe in diese gebohrt, aber so sagte sie sich, mit einer Logik von der sie nicht sagen konnte, wo sie ausgerechnet in diesen Moment herstammte, das konnte nicht sein. Wärme breitete sich über ihren Rücken aus und der kalte Wind zerrte unbarmherzig an der Stelle, wo der Dolch ihre Kleidung und Haut durchtrennt hatte. Leise lachend drehte der Unbekannte sie auf den Rücken und sie zuckte zusammen, als sie direkt auf der Wunde zum Liegen kam.
Stöhnend schloss sie die Augen, öffnete sie aber einen Moment später wieder, weil sie dem Menschen in die Augen blicken wollte, der gerade dabei war sie umzubringen. Sie wollte sein Gesicht sehen, wollte es sich einprägen, damit sie ihn bei seinen Gott anklagen konnte, damit die Erzengel oder wer auch immer, ihn nicht durch Gottes Himmelspforte ließen, sondern auf den direkten Weg, in seine persönliche kleine Hölle schickten, während sie sich mit ihren Göttern, Göttinnen und Ahnen verband, um sich auf ihr nächstes Leben vorzubereiten.
Aber sie hatte kein Glück, der Unbekannte hatte sein Gesicht unter einer Kapuze verborgen, die jegliche Konturen und Merkmale nicht einmal ansatzweise erkennen lassen wollte. Frustriert schnaubte sie und zuckte zusammen, als ein heftiger Schmerz sie durchfuhr.
Sie schmeckte immer mehr Blut in ihren Mund und der Wind oder die Schmerzen, vielleicht aber auch beides trieben ihr weitere Tränen in die Augen. Ihr Blick verschleierte und klärte sich abwechselnd. In einer der klaren Phasen, erkannte sie das in der tief liegenden Kapuze zwei Löcher hinein geschnitten worden waren und zwei, amüsiert wirkende braune Augen mit gelblich schimmernden Sprenkeln, sie triumphierend anblickten. Kalte Schauer fuhren ihr über den Rücken und sie versuchte sich aufzurichten.
Etwas das Braunauge nicht zuließ und sie mithilfe seines Fußes erneut gegen den eisigen Boden presste. „Sh-sht,“ machte er dabei und ihre Finger gruben sich in den gefrorenen Schnee, während Braunauge leise anfing zu summen. Sie kannte die Melodie. Es war eine alte Weise, deren Namen sie vergessen hatte, die sie aber wieder in die Zeit zurückversetze, als sie ein kleines Kind gewesen war, während ihre Mutter versuchte ihre jüngeren Geschwister, durch ein Wiegenlied, zum einschlafen zu bringen. Entsetzt riss sie ihre Augen auf und fixierte ihn mit ihren Augen.
Wie konnte er es wagen sie so zu demütigen? Reichte es ihm denn nicht, das sie vollkommen hilflos hier im Schnee lag, der gerade versuchte ihre Kleidung an sich zu ketten, und verblutete? Musste er sie dann auch noch so verhöhnen, indem er ihren Tod mit einem alten Wiegenlied begleitete?
„Bastard,“ zischte sie mit zusammengebissenen Zähnen und er schlug sie mit der Hand in der sich immer noch das Messer befand ins Gesicht.
Sie spürte den Schnitt kaum, den es verursachte und sie musste gegen ihren Willen lachen, als das Blut auf ihrer Wange gefror. „Bastard,“ flüsterte sie lauter und ihr Lachen wurde immer hysterischer. „Mögen die Ahnen...,“ begann sie verstummte aber abrupt, als der Fremde sich zu ihr hinunter beugte und ihr erneut die Kehle zudrückte bis ihr Lachen abebbte. Hysterie wich erneuter Panik und ebenso abrupt wie beim ersten Mal ließ er sie wieder los. Sanft streichelte er über ihre unverletzte Wange. Die unerwartete Liebkosung irritierte sie so sehr, das sie nicht gleich verstand, was er tat, als er die Klinge an ihren Hals setzte, während er ihre Augen mit einer Macht fixierte die sie vor Angst lähmte.
Er summte wieder und als sie endlich begriff was er vorhatte, hatte er auch schon den Dolch von einer Seite zur anderen gezogen und ihre Halsschlagadern durchtrennt, die dafür sorgten, das ihr kostbares Lebenselixier zum Herzen transportiert wurden und wieder zurück. Sie gab gurgelnde Geräusche von sich und ertrank in ihren eigenen Blut. Ihre Sicht verschlechterte sich rapide, während der Unbekannte Fremde seine Kapuze nach hinten schob und leise lachte. „Ich bin....,“ flüsterte er, aber das unheimliche Wispern des Windes, verschluckte seinen Namen und zerstreute ihn in alle vier Himmelsrichtungen.
Elizabeths Kopf fiel zur Seite und das letzte woran sie dachte, war das sie nun noch nicht einmal mehr die Möglichkeit hatte, ein letztes Mal die Wintersonnenwende und die Rückkehr des Lichtes zu feiern. Lautes Piepen drang an ihre Ohren, doch sie schaffte es nicht ihre Hände zu heben, um sie vor diesen unsäglichen Krach zu beschützen. Es wurde immer schneller und lauter und schneller und lauter bis....sie mit lauten Krachen aus ihren Bett fiel und sich dabei fast den Kopf an ihren Nachtschrank anschlug.
Sie warf dem Wecker einen bösen Blick zu und rappelte sich, die Decke um ihren Körper geschlungen, wieder auf. Melissa warf einen Blick auf ihr Bett, in dem Greg friedlich den Schlaf der Gerechten schlief, während sie gerade den schlimmsten Traum aller Zeiten hinter sich hatte.
Das allerschlimmste war jedoch, das sie wusste das es kein Traum gewesen war, sondern ein Blick in eines ihrer früheren Leben. Woher sie das wusste war ihr schleierhaft, da sie eigentlich nicht wirklich damit gerechnet hatte, doch noch eine Erinnerung an eines dieser zu haben. Woher nahm sie also nun die Gewissheit, das sie gerade ihr eigenes brutales Ableben in einen ihrer früheren Leben, gesehen hatte?
Melissa wusste es nicht und am liebsten hätte sie den Traum unter der Kategorie Alpträume abgetan, aber ein innerer Drang in ihr hinderte sie daran und beharrte weiterhin darauf das die Bilder, die sie gesehen hatte, der Wahrheit entsprachen. Sie blickte erneut auf die Uhr, die unbarmherzig voran schritt und entschied sich dafür heute zuhause zu bleiben. Nach diesen Traum konnte sie unmöglich zur Arbeit gehen und so tun als wäre nichts geschehen.
Mit der Decke um den Körper geschlungen ging sie in die Küche und machte sich einen ziemlich starken Kaffee. Melissa schaltete den Computer ein, während das schwarze Gebräu emsig in die Kanne lief und seinen wohltuenden Duft im gesamten Haus verbreitete.
Einer Eingebung folgend tippte sie den Namen der Frau ein, von der ihr Unterbewusstsein ihr sagte, das sie diese einmal gewesen war und holte überrascht Luft, als tatsächlich Suchergebnisse erschienen. Sie klickte auf das erste Ergebnis und hielt den Atem an, als das Bild einer Frau erschien, dessen Gesicht sie für einen kurzen Moment durch die Augen ihres Mörders gesehen hatte, bevor der Wecker sie aus ihren Träumen geholt hatte. Sie schluckte, las die kurze Zusammenfassung die sich unter Elizabeth Kramers Bild befand und hielt inne. Dort standen Dinge die sie eigentlich nicht wissen konnte, die sie aber dennoch wusste, als würde es sich um ganz normale Erinnerungen handeln. Desweiteren regte sie sich ein wenig darüber auf, das irgend ein Idiot den Namen ihres einstigen Vaters falsch geschrieben hatte. Sie holte sich eine Tasse Kaffee, durchstöberte weitere Seiten, rief im Geschäft an, das sie heute nicht kommen würde und hätte noch nicht einmal mitbekommen, das Greg aufgestanden war, wenn er sie nicht von hinten umarmt hätte. Erschrocken sprang sie vom Stuhl auf, brachte ihn so zu Boden und ließ dabei zu allen Überfluss auch noch die Tasse fallen, die mit einem klirrenden Geräusch zerbrach und Gregs Pyjama, in ein seltsam anmutendes Kunstwerk verwandelte. Ihre Atmung wurde schneller und entsetzt blickte sie ihn an, bevor sie sich neben ihn hin kniete und ihm eine Hand auf den Oberkörper legte.
„Hast du dir weh getan?“ erkundigte sie sich besorgt, während ihre Augen prüfend über seinen Körper flogen. „Nein,“ meinte er schnell und rappelte sich wieder auf, bevor er ihr ein beruhigendes Lächeln zuwarf. „Das einzige was Schaden erlitten hat, ist mein Ego, das mich ein Mädchen so leicht zu Fall bringen konnte,“ meinte er und Melissa verdrehte die Augen. „Und nun erzähl mir warum du dich so vor mir erschreckt hast, bevor ich mir noch Sorgen machen muss.“ Gerührt blickte sie ihn an und befand, das sie in diesen Leben, wirklich immenses Glück mit ihren Ehemann gehabt hatte, wenn man bedachte was für ein Arschloch Charlie Kramer gewesen war. Sie setzten sich mit zwei neu gefüllten Tassen Kaffee an den Tisch und sie erzählte ihm von ihren Traum. „Ich verstehe,“ murmelte er und musterte sie, als könne er nicht wirklich glauben, das aus ihren Mund zu hören. Das war schließlich einer der Punkte, an denen ihre Meinung auseinander ging. Vor allen Dingen aber hätte sie es nie für möglich gehalten, einmal ein solches Gespräch mit ihm zu führen, indem es um sie und ihr früheres Leben ging. Schließlich war dies bis jetzt, aufgrund der fehlenden Erinnerung, völlig undenkbar für sie gewesen. Sie kam sich ein wenig komisch vor, aber Greg hörte ihr geduldig zu und ergriff ihre Hand.
„Seltsam,“ meinte sie und er blickte sie fragend an.
„Was ist seltsam?“ „Das ich dieses frühere Leben nicht in Zweifel ziehe,“ erwiderte sie und ein leises Lächeln breitete sich auf seinen Gesicht aus. „Und warum tust du es nicht?“ „Weil mein Gefühl mir sagt das ich diese Frau, diese Elizabeth Kramer einmal gewesen bin und ich mich ihr verbunden fühle. Und vielleicht hört sich das jetzt ein wenig übertrieben an,“ fügte sie hinzu und blickte ihn ein wenig unbehaglich an, „aber es ist als wäre sie ein Teil von mir, der verloren ging und den ich nun wiedergefunden habe.“
„Das hört sich ganz und gar nicht seltsam an,“ meinte er und küsste sie auf die Stirn, bevor er ihr in die Augen sah. Melissa atmete langsam ein und wieder aus, während ihr bewusst wurde, das Greg und sie mehr als nur dieses eine Leben, diese eine Liebe verband. Dennoch ahnte niemand von beiden, das noch mehr Seelen in diese Sache verwickelt waren und die ganze Geschichte erst ihren Anfang nahm, beziehungsweise in dieser ihrer Lebenszeit fortgesetzt wurde.
Elizabeth Kramer Melissa Donahue
*16.07.1900, Longuich *16.07.1977, London
†12.12.1930, London † ?
Prostituierte Musikalienhändlerin
Der süße verborgenes Summen
Sind Bienen die nicht verstummen,
In ihren Korb ein Königreich
Der Seelen die alle sind gleich.
Im August 2008
Erneut ging sie sämtliche Seiten durch und kam zu dem Schluss, das es sich nicht mehr ganz so erstaunlich anfühlte, einen Beweis für ein früheres Leben zu haben. Obwohl, es da eine kleine, aber ziemlich hartnäckige Stimme gab, die versuchte ihr einzureden, das es vollkommen unmöglich war. Diese stammte jedoch aus ihrer katholisch geprägten Kindheit und versuchte, noch immer, ihren heidnischen Weg steiniger zu gestalten, als es unbedingt notwendig war. Und zu diesen Steinen gehörte auch der Glaube an die Reinkarnation, die ein wichtiger Bestandteil vieler heidnischen Lebensrichtungen, auch der ihren war, das es doch schon ein wenig verwunderlich war, das sie sich so gegen die offensichtliche Existenz einer wirklichen Wiedergeburt versperrte. Bis jetzt!
Noch immer flimmerten die Daten ihres früheren Lebens auf dem Bildschirm und schienen sie nicht nur eines besseren zu belehren, sondern schafften es auch noch gleichzeitig diese kleine innere Stimme, die seit jeher wie ein Damoklesschwert über ihren Kopf schwebte, für immer verstummen zu lassen. Elizabeth Kramer, geboren am 16.07.1900 in Longuich, gestorben am 12.12.1930 in London.
Dies und einige wenige Stichpunkte zu ihren Leben waren dort ebenso verzeichnet, wie das was sie nach außen hin dargestellt hatte. Denn niemand von ihnen wusste, das Elizabeth Kramer von Kindesbeinen an, dem alten Weg gefolgt und eine vehemente Gegnerin der Institution Kirche gewesen war, obwohl sie nach außen hin ein anderes Leben geführt hatte, bis sie nach London gekommen war und es eine Wende nahm, von der sie nicht hatte ahnen können, das es ihr Leben einmal so beeinflussen würde.
Ihr Vater, so erinnerte sie sich, war Schreiner gewesen und hatte nebenbei Weinfässer für die umliegenden Winzer hergestellt, wenn er nicht gerade dabei war Möbel oder dergleichen zu zimmern. Ihre Geschwister waren alle jünger als sie, zwei ihrer Brüder Peter und Matthias sind, gerade erst vierzehn und fünfzehn im ersten Weltkrieg gefallen, weil sie unbedingt an die Front wollten. Der verbliebene Bruder Joseph, war nur verschont geblieben, weil er gerade erst sieben gewesen war und ihre Mutter ihm damit gedroht hatte, sie würde ihn in eines der Weinfässer stecken, wenn er es wagen sollte seinen Brüdern zu folgen. Ihre beiden Schwestern Erna und Hilde, hatten nur knapp eine Lungenentzündung überlebt. Kurz bevor sie mit Charlie einen jungen englischen Offizier, deutscher Herkunft nach London ging, starb Erna an einer weiteren Lungenentzündung.
Aber selbst wenn es sie dazu drängte bei ihrer Familie zu bleiben, um ihr beizustehen, hatte sie Charlie in seine Heimat folgen müssen. Sie waren nicht nur bereits verheiratet, sondern sie erwarteten auch ihr erstes Kind, das sie Charlie Jr. nannten und der mit zwei Jahren aus dem ersten Stock des Mietshauses fiel, in dem sie lebten und sich das Genick brach. Sie war zu diesen Zeitpunkt mit ihren zweiten Kind schwanger, das sie aufgrund des Schocks und einer daraus resultierenden Frühgeburt verlor. Charlie traf der Verlust seines Sohnes sehr und drängte sie dazu ein weiteres Kind zu bekommen. Als sie ein halbes Jahr später erneut schwanger wurde und neun Monate darauf einer gesunden Tochter das Leben schenkte die sie Charleen nannte, spürte sie zum ersten Mal Charlies Enttäuschung. Er hatte sich einen Sohn gewünscht und was hatte sie ihm gegeben, eine Tochter die noch nicht einmal in der Lage dazu sein würde, den Namen weiterzugeben. Elizabeth versuchte ihn zu beruhigen und versprach ihm ihr bestes zu geben, damit das nächste Kind der ersehnte Sohn wurde. Aber das Schicksal spielte nicht mit und sie verlor die nächsten drei Kinder, in den ersten Trimestern. Das vierte der ersehnte Sohn, starb kurz nach der Geburt und Charlie, der sich furchtbar über die Unfähigkeit seiner Frau aufregte, ihm keinen Sohn schenken zu können verprügelte sie.
Kurze Zeit später besuchte sie ihre Schwester Hilde, doch es war kein gewöhnlicher Besuch, sie war von zuhause fortgelaufen, weil sie ebenso wie ihre große Schwester in die große weite Welt hinaus wollte. Aber Elizabeth wusste das sie nicht bleiben konnte, da es Charlie gar nicht gefallen würde, auch noch ihre kleine Schwester mit durchzufüttern. Sie beschloss Hilde ins Vertrauen zu ziehen und bat ihre Schwester die kleine Charleen mitzunehmen, weil sie befürchtete das ihr etwas geschehen würde. Charlie erzählte sie völlig Tränen aufgelöst das ihre Schwester sich einfach mit ihren Kind auf und davon gemacht hatte, was ihn nicht sonderlich zu interessieren schien. Er meinte nur, das jetzt wo das Plag fort wäre, sie wohl endlich in der Lage dazu wäre ihm endlich den lang ersehnten Sohn zu schenken.
Alle Versuche scheiterten und Charlie ertränkte seinen Kummer immer mehr im Alkohol, er verlor seine Arbeit, weil er das Leben seiner Kollegen in Gefahr brachte und zwang sie dazu ihren Körper anderen Männern anzubieten, damit er sich weiterhin betrinken konnte. Melissa zuckte zusammen, als sie daran dachte, wohin sie das geführt hatte und sie fragte sich ob es Charlie überhaupt bewusst gewesen war, das sie nicht wieder zurück gekommen war.
Hatte er überhaupt mitbekommen das man sie ermordet hatte? Und hatte er eigentlich um sie getrauert oder hatte er demjenigen, der ihn möglicherweise über ihr Ableben unterrichte hatte angesehen und ihn um den nächsten Drink angebettelt?
Tränen traten ihr in die Augen und verschleierten ihr die Sicht. Sie wollte und konnte immer noch nicht glauben, das ihr das passierte. Schniefend wischte sie sich die Tränen aus den Augen und wandte sich erneut dem Computer zu und machte sich wieder auf die Suche nach Dingen, die sie noch nicht wusste. Als sie einige Stunden und mehrere Klicks später auf eine Seite stieß, in der ihr Name, ihr früherer Name, korrigierte Melissa sich, im Zusammenhang mit Jack the Ripper genannt wurde, lief ihr ein eiskalter Schauer über den Rücken. Sie tippte seinen Namen und ihren Namen als Suchbegriff ein, aber nur diese eine Seite erschien und sie durchforstete sie wie ein Bluthund, der eine Fährte aufgenommen hatte. Neben ihren Namen fand sie vier weitere und die Vermutung des Webmasters, das da wohl jemand in Jacks Fußstapfen getreten war oder er sogar selbst für diese Morde verantwortlich war. Da er aber mit seiner Meinung alleine stand, rühmte er sich damit wahrscheinlich der einzige zu sein, der wirklich Jacks Spur verfolgen konnte.
Melissa runzelte die Stirn und setzte sich die Arme ineinander verschränkt zurück. Die vier Namen die unter ihren standen sagten ihr nichts. Mary Stevenson, Kathrin Conway, Ruby Tanner und Eileen Weber. Angestrengt dachte sie nach, aber es machte weder Klick noch sonst etwas.
Seufzend klickte sie auf den ersten Namen der unter ihren stand, um sich das dazugehörige Foto anzusehen, aber auch das sagte ihr nichts. Die anderen drei dagegen ließen einen weiteren prickelnden Schauer über ihren Rücken laufen, der sich sogar ihres Mundes ermächtige und sie das Gefühl hatte, jeden Moment ihr spärliches Frühstück wieder von sich zu geben. Sie räusperte sich und versuchte sich zusammen zu reißen während sie auf die Bilder ihrer ehemaligen „Kolleginnen“ starrte.
Kitty Kat, Rubicon und Lynn, wie sie sich selbst auf der Straße genannt hatten und die ihr geholfen hatten Fuß zu fassen, damit Charlie sie mehr oder weniger in Ruhe ließ. Sie wusste nicht mehr, ob das ungewöhnlich gewesen war, oder nicht. Jedenfalls waren die drei zu guten Freundinnen geworden, wenn man das überhaupt so nennen konnte und hatten sie sogar einige Male vor Charlies Zorn in Sicherheit gebracht, weil sie nicht genug Geld mit nach Hause brachte.
Tränen liefen ihr übers Gesicht und sie streckte ihre Hand aus und berührte mit den Fingerspitzen den Bildschirm, während sie um sie trauerte und nicht fassen konnte, das ihre Freundinnen dasselbe Schicksal wie sie ereilt hatte. Waren sie vielleicht ebenso wie sie wieder geboren worden und turnten nun irgendwo auf der Welt herum, fuhr es ihr durch den Kopf. Zunächst schüttelte sie aus alter Gewohnheit den Kopf, hielt inne und neigte den Kopf zur Seite. Warum nicht, dachte sie, auch wenn ihr bewusst war, das die Hoffnung sich in diesen Leben wieder zu finden, geringer war, als die berühmte Nadel im Heuhaufen zu finden.
Sie blickte ihren Namen an und holte tief Luft. Wollte sie wirklich wissen, was der Webmaster über sie geschrieben hatte? Ja, dachte sie, und konnte der Versuchung nicht widerstehen, auf ihren Namen zu klicken.
Der Anblick ihres Totenbildes raubte ihr schier den Atem und sie hätte sich beinahe selbst nicht erkannt, wenn da nicht dieses kleine Muttermal gewesen wäre, das sich unter ihren linken Ohr befand. Sie holte tief Luft und versuchte sich zu beruhigen, bevor sie all die Dinge las, die sie ohnehin schon wusste. Die Ermittlungen hatten nichts ergeben und als sie Charlies Namen las, erfuhr sie das er sich kurz nachdem er von ihren Tod erfahren hatte, in einer Art Nacht und Nebelaktion, in den Tower geschlichen und sich von diesem in den Tod gestürzt hatte. Eine Welle der Zuneigung erfasste sie und das Gefühl, das sie ihm scheinbar doch nicht so egal gewesen war, erleichterte sie immens.
Selbst über ihre Tochter Charleen fand sie etwas. Sie wuchs bei ihren Eltern auf und heiratete Ende des zweiten Weltkriegs einen Amerikaner, der im Gegensatz zu Charlie in Longuich blieb und die Schreinerei ihres Vaters übernahm. Der Bericht endete und sie starrte noch eine ganze Weile auf den Bildschirm, bevor sie den Computer endlich ausschaltete und nach dem Telefon griff.
***
Sie spürte das etwas vor sich ging. Etwas das auf gar keinen Fall geschehen durfte und das ihr Leben, auf eine Weise erschweren würde, wenn sie nichts dagegen unternahm. Aber das Gefühl alleine, sagte ihr noch lange nicht, gegen was und vor allen Dingen wen sie da kämpfte. Nichts.
Da war absolut nichts. Kein Anhaltspunkt, keine Spur, noch nicht mal ein Name, der ihr hätte weiterhelfen können. Wie in aller Welt sollte sie dieses gottverdammte Leben genießen, wenn sie dauernd jemand dabei störte es zu leben. Wie oft musste sie noch wieder geboren werden, bis diese Gott verfluchten Seelen, endlich begriffen, das sie gegen sie absolut keine Chance hatten.
Sie seufzte tief und lange, während sie den klebrig süßen Nektar des Pfirsichs von der Brust, ihres Angebeteten leckte. Wie schade, dachte sie und ein Kichern durchlief ihren Körper. Wie äußerst schade das sie ihn danach nicht mehr gebrauchen konnte. Sie bewegte sich mit ihm im Einklang der scheinbar nie enden wollenden Begierde, während sie bereits jedes noch so kleine Detail durch ging, wie sie ihn langsam und genüsslich aussaugen würde. Na ja, lachte sie und warf den Kopf zurück, rein bildlich gesehen.
Sie war zwar fasziniert von Vampirgeschichten und den prickelnden Hauch den der dunklere Teil der Magie mit sich brachte, aber nachdem sie einmal ihr eigenes Blut gekostet hatte, hatte sie der scheußlich metallene Geschmack dermaßen angewidert, von weiteren etwaigen Experimenten, Abstand nehmen lassen. Was nutzte ihr jegliches Ritual, wenn allein schon der Gedanke an diesen ekelhaften Geschmack, dieses bereits verdarb, bevor sie es überhaupt begonnen hatte. Ein tiefes Lachen stieg in ihrer Kehle auf, während sie ihr Tuch aus dem zurück gebundenen Haar entfernte, und ihren zukünftigen Opfer, damit über die Brust fuhr.
Seine Reaktion rief ein diabolisches Lächeln hervor und sie verband ihm spielerisch die Augen, während sie das zuvor präparierte Getränk ergriff und es ihm einflößte. Das darin enthaltene Schlafmittel würde schon bald seine Wirkung zeigen und innerhalb kürzester Zeit, würde ihr namenloser Schönling, der Vergangenheit angehören. Sobald sie ihm den Dolch ins Herz gerammt hatte, fügte sie gedanklich hinzu. In dieses wunderbare kleine, überaus wichtige Organ, das etwa so groß wie eine Faust war und über die Venen sauerstoffarmes Blut zum rechten Vorhof und die rechte Kammer beförderte um von dort aus in die Lunge gepumpt zu werden, wo es mit Sauerstoff angereichert wurde, um seine Reise nun als sauerstoffreiches Blut, in den linken Vorhof und die linke Kammer fortzusetzen, um den Körper und jede seiner Zellen, mit all den lebenswichtigen Substanzen zu versorgen, ohne die dieser nicht überleben konnte.
Tja ja, dachte sie und zog den Dolch, den dieser Dummkopf für eine Attrappe gehalten hatte heraus und bohrte die Spitze in ihren Zeigefinger, bis der kostbarste aller Nektare, aus ihm hervorquoll.
Sie zeichnete ein altes Symbol auf seine Brust, direkt über den Herzen und als er sich unter ihr bewegte, zuckte sie zusammen. Warum zur Hölle schlief der Bastard nicht? Hatte das Schlafmittel etwa nicht gewirkt oder was war hier los. „Was ist?“ flüsterte er und sie zuckte beim Klang seiner Stimme zusammen. „Wieso bewegst du dich nicht weiter?“ „Scht...,“ machte sie und legte ihm die Finger auf die Lippen. „Lass dich einfach nur fallen und denk an nichts.“ „Was hast du vor,“ lachte er und sie wusste das es ein Fehler gewesen war, seine Hände nicht ans Bett zu fesseln.
Aber nun gab es kein zurück mehr. Er war bereits gesegnet und dem Untergang geweiht. „Nun,“ meinte sie und verlieh ihrer Stimme einen Unterton der Belustigung, während sie inbrünstig darum betete das er sich nicht allzu sehr wehrte. „Schon einmal etwas von der hawaiianischen Vulkangöttin Pele gehört?“
„Nein,“ erwiderte er während ihre Fingerspitzen mit seiner Brustwarze spielten, „ich kenne nur den Fußballer.“ Sie verdrehte die Augen und musste sich immens zusammenreißen, damit der Augenblick seine magische Wirkung nicht verlor. „Das ist schade,“ seufzte sie und er legte interessiert den Kopf zur Seite. „Was macht diese Göttin denn?“ wollte er wissen und sie sah ihre Chance gekommen.
Bühne frei, für deine letzte Geschichtsstunde, dachte sie und ließ den Dolch wenige Zentimeter über seinen Brustkorb schweben. „Nun sie wohnt im Krater Halemaumau des Vulkans Kilauea, kann sich je nach Bedarf von einer alten Frau, in ein junges Mädchen verwandeln und sie ist sehr jähzornig.“ Der Mann unter ihr lachte und eine Frage schwang darin mit.
Er fragte sich sicherlich was das alles mit ihren Zusammensein zu tun hatte und sie wollte ihn nicht enttäuschen und ihm die Antwort vorenthalten.
Aber momentan machte es ihr diebischen Spaß ihn noch ein wenig auf die Folter zu spannen. „Vor allen Dingen dann, wenn man ihr kein Opfer in Form einer, in einen Palmenblatt eingewickelten, Flasche Gin darbringt.“
„Und was passierte mit denjenigen die es nicht taten?“ wollte er in einen derart resignierten Ton wissen, das sie beinahe zugestochen hätte. Im letzten Moment hielt sie inne und beherrschte ihre Wut, ob eines solchen Idioten. „Nun,“ flüsterte sie leise und verführerisch, „diejenigen, hauptsächlich Männer, wurden von der Lava verschlungen.“
Er vibrierte vor Lachen und versuchte die Augenbinde herunter zu nehmen. „Warum überrascht mich das....“ weiter kam er nicht, denn sie stach erbarmungslos in die Mitte des Symbols. Er keuchte kurz auf, während er sich fassungslos aufbäumte und sie mit seinen haselnussbraunen Augen ansah, als hätte er gerade den Teufel persönlich erblickt.
„Leb wohl, mein Geliebter,“ flüsterte sie sarkastisch und küsste ihn in einen Anflug von Selbstironie auf die Lippen, bevor sie von ihm herunter kletterte und sich wieder anzog, als sei nichts besonderes geschehen.
Sie zog ihren Dolch aus ihm heraus und betätigte einen Knopf, der sich hinter dem Portrait ihrer verstorbenen Großmutter befand, nach der sie benannt worden und dessen Reinkarnation sie war und beförderte den Körper in einen verborgenen Gang, der hinunter in den Keller führte, wo ein sehr alter, großer Ofen stand, in dem einst unschuldiges Brot, frisch und knusprig gebacken wurde.
Sarah Jane schürte noch einmal die Glut, die sie vor wenigen Stunden entfacht hatte und bugsierte den Körper mithilfe eines großen Schiebers in den alten Steinbackofen. „Auf nimmer wiedersehen, du nichtsnutziger kleiner Bastard,“ flüsterte sie im vollen Bewusstsein, das er sie noch hören konnte und ließ die Klappe herunter, bevor sie wieder nach oben ging, den Gang schloss und sich ein heißes Bad einließ.
Lachend wusch sie sich seine Berührungen von der Haut und stellte sich vor wie sein Körper ganz langsam geröstet wurde, bevor er schließlich immer kleiner wurde und geschwärzt in sich zusammenfiel, während nur noch Knochen, von diesen durch trainierten Körper übrig blieben. Eigentlich schade, fuhr es ihr durch den Kopf, wo sie doch solch einen Spaß mit ihm gehabt hatte.
Aber nun war er unwiderruflich tot und sie musste sich ein neues Opfer suchen. Diesmal eines das sie ein wenig länger foltern würde, dachte sie und ein Lächeln breitete sich auf ihren Gesicht aus, während sie sich in die Wanne hinein gleiten ließ, bis das Wasser ihre Nasenlöcher berührte.
Tief Luft holend tauchte sie unter, bis sie den Druck auf ihren Lungen spürte, den der Sauerstoffmangel verursachte und sie in einen Zustand der Wonne versetzte. Nach Luft lechzend tauchte sie wieder auf, während das heiße Wasser samt Schaum, über den Rand schwappte und den Boden mit seinen nach Jasmin duftenden Essenzen benetzte. Lachend erhob sie sich und fühlte sich wie Pele persönlich während sie ihr Haar hoch steckte und sich in ein überdimensional großes Handtuch wickelte und mit einer Eleganz die Wanne verließ, als wäre sie die Königin von Saba persönlich.
Nur schade, das dem Hohelied Salomos nicht mehr Beachtung geschenkt wurde, dachte sie. Es war das einzige das ihr aus der Bibel gefiel, da es nicht nur die Seelen der Menschen berührte sondern sich auch ihrer Körper ermächtigte und beides miteinander verband. Wenn die Menschen es denn zuließen, fügte sie hinzu, während sie sich in alle vier Himmelsrichtungen verneigte und die Sehnsucht der Braut sich in ihre Gedanken stahl. Auf meinem Ruhelager in den Nächten suchte ich den Geliebten meiner Seele. Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht. So will ich denn aufstehen und umher gehen in der Stadt, auf den Märkten und in den Straßen, um den Geliebten meiner Seele zu suchen. Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht. Es trafen mich die umher gehenden Wächter in der Stadt „Saht ihr den Geliebten meiner Seele?“ - kaum war ich an ihnen vorüber, fand ich den Geliebten meiner Seele. Ich ergriff ihn und will ihn nicht loslassen, bis ich ihn zum Haus meiner Mutter gebracht habe, zur Kammer meiner Gebärerin.
Wie wunderschön, dachte sie seufzend und der letzte Teil des Gespräches zwischen den Liebenden hallte in ihren Gedanken wieder.
