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Je besser Kix seinen Hund kennenlernt, desto klarer wird ihm, wie wenig er eigentlich von Sam weiß. Da ist die Entdeckung, dass Sam zwölf statt zehn Zehen hat – an den Hinterläufen hat er jeweils sechs –, noch die harmloseste. Sam ist nach wie vor ein rätselhafter Hund. So legt er sich immer direkt vor Papas oder Großvaters Auto, wenn sie gerade vom Hof fahren wollen. Oder er ist plötzlich still und in sich gekehrt und starrt nur mehr vor sich hin. Am Schlimmsten aber ist, dass Sam mitten im kanadischen Winter plötzlich verschwindet. Ist ihm etwas zugestoßen? Findet er nicht mehr nach Hause zurück? Zusammen mit seinem Großvater macht Kix sich auf die Suche nach Sam. - Warmherzig und liebevoll! - Eine gelungene Fortsetzung von „Ein Hund wie Sam“ mit dem besten Hund der Welt - Ehrlich und aufrichtig, wie immer bei Edward van de Vendel!
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Veröffentlichungsjahr: 2014
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Alle deutschen Rechte CARLSEN Verlag GmbH, Hamburg 2014
Originaltextcopyright © 2012 by Edward Van de Vendel,
Originalillustrationscopyright © 2012 by Philip Hopman
Originalverlag: Em. Querido`s Uitgeverij B.V., Amsterdam
Originaltitel: De raadsels van Sam
Umschlagtypographie: Kerstin Schürmann, formlabor,
unter Verwendung einer Illustration von Philip Hopman
Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
Layout und Satz: Gunta Lauck
Lektorat: Katja Maatsch
E-Book-Umsetzung: readbox publishing GmbH, Dortmund
ISBN: 978-3-646-92669-9
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Es war Abend.
Kix lag in seinem Bett und wartete auf den Schlaf und auf die Träume. Mondlicht schien durch die Vorhänge, es wurde vom Schnee draußen in sein Zimmer zurückgeworfen.
Er fragte sich, wann er wohl zu alt zum Vorlesen sein würde. Hoffentlich dauerte das noch etwas, denn seine Mutter hatte gerade mit einer neuen Geschichte von dem Vampirkaninchen Bunnicula angefangen. Die Bunnicula-Bücher waren die witzigsten Bücher, die Kix kannte. Zum Glück gab es eine ganze Serie davon. Und mit neuneinhalb durfte man sich doch bestimmt noch vorlesen lassen!
Danach dachte Kix natürlich an Sam.
Sam war der Hund, der Anfang des Sommers beschlossen hatte, dass er zu Kix gehören wollte. Und auch ein bisschen zu Emilia, Kix’ kleiner Schwester. Sam war einfach irgendwann angekommen und nicht mehr fortgegangen.
Er war ein geheimnisvoller Hund. Letzte Woche hatten Kix und seine Mutter Sams langes weißes Haar ausgebürstet und dabei entdeckt, dass Sam zweiundzwanzig Zehen hatte. An seinen Vorderpfoten hatte er die üblichen fünf, wie es sich gehörte, aber an seinen Hinterpfoten hatte er jeweils sechs.
»Ist das normal für Berghunde?«, hatte Kix gefragt, und seine Mutter hatte daraufhin im Internet nachgeschaut.
Es war nicht normal.
Es war eines der Rätsel von Sam.
Kix lauschte, ob er Sam heulen hörte. Das tat Sam jeden Abend, wenn die Züge in der Ferne vorbeifuhren. Sie tuteten vor der Kurve, und dann jaulte Sam in derselben Tonhöhe mit.
In seinem Jaulen steckte manchmal eine verborgene Mitteilung, eine Nachricht für Kix. Das hatte Kix noch nie jemandem erzählt, aber er war sich sicher, dass es so war.
Manchmal sagte Sam Kix mit seinem Jaulen Gute Nacht, aber manchmal erzählte er auch, dass es ihm gut gefiel hier bei ihnen auf der kleinen Farm. Dass er mit den Pferden Freundschaft geschlossen hatte. Und auch mit Springerchen und Holly, den anderen Hunden.
Manchmal sagte Sam Entschuldigung. Entschuldigung, dass ich wieder eine Nacht lang fort gewesen bin. Denn das machte Sam ab und zu. Er war ein Hund für draußen, der selbst entschied, wo er schlief und bei wem er wohnte. Kix wusste, dass er darüber nicht bestimmen konnte.
Aber jetzt erklang plötzlich ein ganz anderes Gejaule.
Kix erkannte es und saß sofort senkrecht im Bett. Darauf hatte er schon seit einer Woche gewartet: Es kam aus der Ferne, es kam von den Kojoten.
Meistens hielten sich die Kojoten fern von den Farmen, aber manchmal versuchten sie nachts ein Huhn zu reißen oder ein Kaninchen. Sie sahen aus wie kleine Wölfe und sie jaulten ulululululuuuu – Kix hörte, wie ihr Ruf durch den kalten Wind zu seinem Schlafzimmerfenster geweht kam.
Es klang gespenstisch und unheimlich, aber eigentlich brauchte er sich vor Kojoten nicht zu fürchten, denn die fraßen nun wirklich keine Menschen. Und Hühner oder Kaninchen gab es auf der Farm von Kix nicht.
Außerdem: Wenn die Kojoten tatsächlich über die Eisenbahngleise kamen, ging Papa hinaus und leuchtete ihnen mit der großen Taschenlampe in die Augen. Das mochten sie nicht, und dann ergriffen sie die Flucht: ulululululuuuu!
Dieses Jahr kamen sie ziemlich nahe. Durch den frühen Wintereinbruch waren sie besonders hungrig und besonders frech. Papa erzählte schon seit einigen Tagen beim Frühstück, er habe nachts schon wieder hinausgemusst.
Ulululululuuuu!
Kix fand es schade, dass er das bisher immer verschlafen hatte. Aber heute Abend hörte er sie. Sie heulten und heulten und es klang schrill und gemein.
Kix sprang aus dem Bett und rannte zu seiner Schlafzimmertür.
Papa stand im Flur, er zog seine Jacke an. Er sah Kix und brummte: »Drinbleiben, du!«
»Aber …«, sagte Kix.
»Nein«, sagte Papa.
Kix ging wieder in sein Zimmer, lief zum Fenster und schob die Vorhänge beiseite.
Da kam sein Vater. Er ging zum Rand des Feldes hinter ihrem Haus. Er hatte die Riesentaschenlampe dabei und ein Stück Holz.
Kix spürte, wie stark sein Herz auf einmal pochte, denn er hatte sie entdeckt, er sah die Kojoten! Es waren mindestens fünf oder sechs. Sie trieben sich ein Stück von seinem Vater entfernt herum, aber sie kamen näher.
Papa hob die Lampe hoch und leuchtete damit direkt auf ihre Köpfe.
Aber warum liefen sie weiter? Warum hielt das Licht sie nicht wie sonst zurück? Und sie heulten auch nicht mehr, sondern fiepten, als hätten sie Schmerzen!
Kix stellte sich auf die Zehenspitzen. Warum hatte Papa das Stück Holz mitgenommen? Befürchtete er, sich verteidigen zu müssen? Gingen die Kojoten also doch auf Menschen los? Vielleicht nicht normalerweise, aber heute Abend schon?
Plötzlich begann er in seinem Schlafanzug zu zittern. Er wollte das Fenster öffnen und Papa zurufen, er solle ins Haus kommen. Aber dann sah er, dass die Kojoten doch stehen geblieben waren. Dass sie sich jetzt doch nicht mehr weitertrauten.
Und er sah auch, dass sie ungefähr zwanzig Meter von Papa entfernt einen Kreis bildeten.
Um etwas herum. Um einen Hund herum.
Um Sam.
Sam! Es war, als ob Kix ein Hammer träfe. Ein unsichtbarer Hammerschlag, mitten auf den Kopf. Denn plötzlich fiel ihm wieder ein, dass irgendwann früher einmal ein kleiner Hund angegriffen worden war. Mitten am Tag. Eine Bande von Kojoten hatte ein frei herumlaufendes Hundejunges geraubt, von der Hundewiese mitten im Dorf. Das hatte Kix völlig vergessen! Sicher, Sam war groß und stark, aber das hier waren sechs Kojoten, sechs!
Die Kojoten fiepjaulten jetzt noch lauter, und sie machten wilde Sprünge. Sie umkreisten Sam, waren nur wenige Schritte von ihm entfernt. Sie versuchten ihn anzugreifen, mit noch einem Schlenkersprung und noch einem Schlenkersprung.
Sie benahmen sich, als wären sie toll. Wegen der Lichtstrahlen aus Papas Taschenlampe. Und wegen Sam.
Kix wusste nicht, was er tun sollte. Gab es irgendwo noch so ein Stück Holz? Dann konnte er sich neben seinen Vater stellen. Oder warte – Papas Gewehr? Wo lag das, wo hielt er das versteckt?
Aber dann passierte es.
Sam war die ganze Zeit über sitzen geblieben. Ohne sich zu bewegen. Er hatte in aller Ruhe auf die Wichtigtuer um sich herum geblickt. Aber plötzlich stand er auf, als ob es ihm jetzt reichte.
Er bellte. Einmal. Laut.
Zweimal. Genauso laut.
Die Kojoten erschraken und innerhalb einer Sekunde schossen sie davon. Jaulend, voller Angst. Kix konnte sie schon fast nicht mehr sehen.
Sam war der Chef. Er hatte in seinem Leben vielleicht schon eine Million Kojoten verjagt. Er spielte eine Weile mit ihnen, er ließ sie lachend näher kommen, bis er es leid war: wuff, genug!
Es war großartig.
Papa kam kopfschüttelnd herein und fragte: »Hast du das mitbekommen?«
»Ja«, flüsterte Kix. Er war so stolz auf seinen Hund, dass es ihm fast die Stimme verschlug.
»Wetten«, meinte Papa lachend, »dass wir hier den ganzen Winter keinen Kojoten mehr sehen?«
Beim Frühstück am nächsten Morgen erzählte Kix Emilia, wie Sam die Kojoten in die Flucht geschlagen hatte. Mama kochte Kaffee für sich, und Papa war schon zur Arbeit.
»Es war wie ein Wunder«, sagte Kix. »Die Kojoten wurden einfach irre im Kopf.«
Emilia dachte kurz nach. Um ihren Mund hatte sie Schokocreme. »Überhaupt kein Wunder«, sagte sie dann. »Wilde Tiere verjagen, das war doch sein Beruf!«
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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