Design Thinking - Roman Simschek - E-Book

Design Thinking E-Book

Roman Simschek

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  • Herausgeber: UVK
  • Kategorie: Fachliteratur
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2019
Beschreibung

Dieses Buch gibt einen hervorragenden Überblick über ein Thema, das aus der gegenwärtigen Welt des agilen Projektmanagements nicht mehr wegzudenken ist: Design Thinking ist eine Sammlung von Werkzeugen, Methoden und Grundsätzen, welche Teams unterstützen, Lösungen zu komplexen Fragestellungen zu erarbeiten. Die Anwendung aus Sicht des Nutzers steht dabei immer im Vordergrund. Design Thinking weist sehr viele Schnittmengen mit Agilität auf und bietet daher eine ideale Ergänzung zu modernen Projektmanagementmethoden wie SCRUM. Das Buch richtet sich nicht nur an kreative Mitarbeiter in Startups, die auf Innovation setzen wollen und müssen. Es bietet auch etablierten Unternehmen, die eine frische Sicht auf die Optimierung ihrer Produkte und Dienstleistungen werfen möchten, ein effektives Toolset, um Kreativität und ein agiles Mindset zu fördern.

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Seitenzahl: 109

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Roman SimschekFabian Kaiser

Design Thinking

Innovationen effektiv managen

Roman Simschek und Fabian Kaiser sind die Gründer und Inhaber der Agile Heroes GmbH, einer der führenden Beratungen zum Thema Agiles Projektmanagement und Innovation. Sie beraten in Deutschland, Österreich und der Schweiz namhafte Unternehmen und helfen ihnen dabei, ihre Initiativen und Projekte erfolgreich zu machen.

www.agile-heroes.de

Online-Angebote oder elektronische Ausgaben sind erhältlich unter www.utb-shop.de

Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.ddb.de> abrufbar.

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

ISBN 978-3-7398-3010-0 (Print)

ISBN 978-3-7398-8010-5 (E-PDF)

ISBN 978-3-7398-0216-9 (E-PUB)

© UVK Verlag München 2019 – ein Unternehmen der Narr Francke Attempto Verlag GmbH & Co. KG

UVK Verlag

Nymphenburger Strasse 48 · 80335 München

Tel. 089/452174-65

www.uvk.de

Narr Francke Attempto Verlag GmbH & Co. KG

Dischingerweg 5 · 72070 Tübingen

Tel. 07071/9797-0

www.narr.de

Vorwort

Verehrte Leserin, verehrter Leser,

danke, dass du dich zum Kauf dieses Buches entschieden hast. Vielleicht hast du dieses Exemplar auch im Zuge eines Trainingsbesuches bei uns erhalten. Auch dafür und für dein Vertrauen danken wir dir sehr.

Design Thinking und andere agile Projektmanagementmethoden sind heute nicht mehr aus dem Berufsalltag vieler Unternehmen wegzudenken. Ob Apple, Uber, SAP, EBay, AirBnB, Google, Facebook, Amazon oder Spotify, alle vertrauen auf agile Methoden und Design Thinking, um wettbewerbsfähig zu bleiben und immer wieder neue Trends und Innovationen auf den Markt zu bringen.

Aber nicht nur Weltkonzerne setzten auf Agilität. Auch immer mehr traditionelle Unternehmen sowie Startups erkennen den Mehrwert dieser Herangehensweise.

In diesem Buch wollen wir dir einen Einblick in die Welt des Design Thinking und der Agilität geben.

Das Buch beginnt mit einem allgemeinen Teil, in dem wir auf den Ursprung der Methode, den Begriff und die Grundpfeiler des Design Thinking eingehen. Wir werden Rahmenbedingungen, Prinzipien, Teamzusammenstellungen und Prozessphasen beleuchten.

Im nächsten Kapitel beschreiben wir detailliert den Design-Thinking-Prozess mit seinen sechs Phasen. Zu jeder Phase werdet Ihr mehrere Techniken und Methoden kennenlernen, die Ihr in der Praxis anwenden könnt.

Das darauffolgende Kapitel geht auf die Anwendung von Design Thinking in der Praxis ein. Hier beschäftigen wir uns mit allen Aspekten, die wichtig für eine erfolgreiche Einführung von Design-Thinking-Methoden und des Design Thinking Mindsets im Unternehmen und / oder einem Team sind.

Im letzten Kapitel stellen wir die Prinzipien der Agilität sowie weiterer agilen Methoden, die mit dem Design Thinking kompatibel sind, vor.

In diesem Buch verzichten wir aus Gründen der besseren Lesbarkeit auf Doppelbezeichnungen und verwenden das generische Maskulinum. Diese Formulierung bezieht sich natürlich ausdrücklich auch auf weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten.

Wie du bereits gemerkt hast, duzen wir unsere Leser. Wir sind der Meinung, dass in der aktuellen schnellen Welt, in der wir leben, das „Du“ einfacher zu schreiben und zumindest hier in diesem Buch die richtige Wahl ist.

Solltest du Fragen haben, kannst du dich jederzeit gerne an uns wenden!

Dieses Buch und seine Aktualität und Weiterentwicklung leben von der Kommunikation mit Euch. Deswegen freuen wir uns auf Eure Anregungen, Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge.

Fabian Kaiser [email protected]

Roman Simschek [email protected]

Wir sind auch telefonisch erreichbar unter (069) 244 046 44.

Wir wollen an dieser Stelle Lisa Ziemer danken, die in hervorragender und engagierter Weise uns bei der strukturellen und inhaltlichen Erstellung dieses Buch unterstützt hat. Ohne sie wäre dieses Buch nicht möglich gewesen.

Herzlichsten Dank und viel Erfolg

Roman SimschekFabian Kaiser

Frankfurt am Main, September 2019

Video anschauen: Vorwort

In diesem Video geben die Autoren eine Einführung und einen Überblick über den Aufbau und die Struktur des Buchs.

www.agile-heroes.de/dtvorwort

Inhaltsübersicht

1Design Thinking Grundlagen

2Design-Thinking-Prozess

3Design Thinking in der Praxis

4Design Thinking und andere agile Methoden

Glossar

Informationsquellen und Literatur

Abbildungsverzeichnis

Stichwortverzeichnis

Inhalt

Vorwort

1Design Thinking Grundlagen

1.1Was ist Design Thinking?

1.2Warum ist Design Thinking so erfolgreich?

1.3Design Thinking: Ursprung

1.4Designer vs. Design Thinker

1.5Design Thinking: Grundpfeiler

1.6Prinzipien

1.7Rahmenbedingungen

1.8Team

1.9Phasen

2Design-Thinking-Prozess

2.1Kick-off-Workshop

2.2Phase 1: Verstehen

2.2.1Brainstorming: Erste Annahmen

2.2.2Semantische Analyse

2.2.3Sweet-und-Sour-Spot-Methode

2.2.4User Journey Map

2.2.5Value Chain

2.3Phase 2: Beobachten

2.3.1Stilles Beobachten / Fly on the Wall

2.3.2Interviews

2.3.3Vorbereitung

2.4Interviewtechniken

2.4.1Offene Fragen

2.4.2Die 5-Whys

2.4.380/20

2.4.4Interview-Struktur

2.4.5Länge und Anzahl der Interviews

2.5Interview-Arten

2.5.1Straßeninterviews

2.5.2Fokusgruppen

2.5.3Tiefergehende Interviews

2.5.4Direkte Auswertung

2.5.5Interview Synthese

2.5.6Dot Voting

2.5.7Bedürfnis vs. Hürde

2.5.82x2-Matrix

2.6Phase 3: Standpunkt generieren

2.6.1Personas

2.6.2Extreme Nutzer

2.6.3Design Thinking Challenge

2.7Lösungsphasen-Kick-off-Workshop

2.8Phase 4: Ideen finden

2.8.1Crazy 8

2.8.26-3-5-Methode oder Build on Ideas of Others

2.8.3SCAMPER

2.8.4Walt-Disney-Methode

2.9Phase 5: Prototypen entwickeln

2.9.1Wireframes, Mockups und Klickdummies

2.9.2Landing Pages

2.9.3Videoprototypen

2.9.43D-Prototypen

2.10Phase 6: Testen

2.10.1Geschichten des Scheiterns

2.10.2Experiment Board

2.11Evaluierungs-Workshop

2.12Iterationen

2.13Challenge Abschluss-Workshop

3Design Thinking in der Praxis

3.0.1Business Model Canvas

3.0.2Lean Canvas

3.0.3Stakeholder-Matrix

3.0.4Retrospektiven

3.1Tools

3.1.1Timebox

3.1.2Post-Its

3.1.3Nützliches Material

3.2Checklisten

3.2.1Vor dem Design-Thinking-Prozess

3.2.2Während des Design-Thinking-Prozesses (Problemraum)

3.2.3Während des Design-Thinking-Prozesses (Lösungsraum)

3.2.4Nach dem Design-Thinking-Prozess (Retrospektive)

4Design Thinking und andere agile Methoden

4.1Agilität

4.2Design Thinking Sprint / Google Sprint

4.2.1SCRUM

4.2.2Kanban

4.2.3Systems Thinking

4.2.4Service Design

4.2.5Lean StartUp

4.2.6PRINCE 2 Agile

4.2.7Extreme Programming

4.2.8Fazit

Glossar

Informationsquellen und Literatur

Abbildungsverzeichnis

Stichwortverzeichnis

1Design Thinking Grundlagen

1.1Was ist Design Thinking?

Design Thinking bezeichnet eine Sammlung von agilen Methoden, Tools und Techniken, die – in Kombination – Teams unterstützen, komplexe Probleme zu lösen und Innovationen zu schaffen. Ziel ist es, nutzerzentrierte Ideen zu entwickeln, zu testen und somit den größtmöglichen Wert für Unternehmen, Stakeholder und Nutzer zu generieren.

Gerade in Startups ist Design Thinking die Methode, um Innovation zu fördern und Kreativität freizusetzen; insbesondere wenn wenige Daten vorhanden sind beziehungsweise das Problem noch recht unspezifisch und / oder sehr komplex ist.

Natürlich werden Design-Thinking-Methoden auch in etablierten großen Unternehmen tagtäglich genutzt – vor allem um Produkte und Dienstleistungen zu optimieren, neue Zielgruppen und Nischen zu erschließen und wenn die Problemstellungen sehr nutzerzentriert sind.

Was genau dies bedeutet, werden wir auf den nächsten Seiten erörtern.

1.2Warum ist Design Thinking so erfolgreich?

Immer mehr Unternehmen wenden Design-Thinking-Methoden an, um Prozesse effizienter und Produkte wettbewerbsfähiger zu machen.

Design-Thinking-Methoden unterstützen Teams dabei, Wirtschaftlichkeit, Machbarkeit und Mehrwert von Lösungen (Mensch, Technik, Wirtschaft) zu erörtern und miteinander zu vereinbaren.

Innovationen, die auf dem Markt bestehen wollen, müssen die Schnittmenge zwischen diesen Aspekten (Mensch, Technik, Wirtschaft) treffen und dabei die Machbarkeit innerhalb der Organisation beachten.

Unternehmen stehen heutzutage vor anderen Herausforderungen als noch vor 30 Jahren: Globale Märkte, wachsende Konkurrenz, Kunden, die Zugang zu fast unbegrenzten Informationen haben, die Wichtigkeit von Kundenrezensionen und sich immer rasanter verändernde Bedingungen. Unternehmen sehen sich daher gezwungen, neue Produkte, Features und Services in immer kürzeren Abständen auf den Markt zu bringen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Dies ist auch mit Risiken verbunden. Ein neues Produkt, das nicht vom Markt angenommen wird, bringt nicht nur finanzielle Schäden mit sich, sondern kann die Reputation und somit den Erfolg eines Unternehmens nachhaltig schädigen. Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen kann dies schnell zu einer ernsthaften Krise führen.

Wie können wir also sicherstellen, dass Innovationen beziehungsweise Weiterentwicklungen von Produkten erfolgreich sind? Das Anwenden der Design-Thinking-Methode gibt hierzu natürlich keine 100%ige Garantie. Studien haben jedoch gezeigt, dass Unternehmen, die Design Thinking anwenden, durchaus signifikante positive Entwicklungen bei der Einführung von neuen Produkten sowie der Optimierung bestehender Produkte verzeichnen. Unternehmen, die Design-orientiert arbeiten, haben den S&P-Index über 10 Jahre mit 219% out-performt und haben über einen 1,5-mal größeren Marktanteil.

Design Thinking ist unter anderem deshalb so erfolgreich, weil es beide Aspekte vereint:

Wir beschäftigen uns mit den Fragen: Was braucht der Kunde, um ein bestimmtes Problem zu lösen?

Und: Wie können wir ihm helfen, dieses Problem auf eine andere Art zu lösen als es in der Vergangenheit getan wurde oder wie die Konkurrenz es tut?

Der Design-Thinking-Prozess ist darauf ausgelegt, genau das zu erreichen.

1.3Design Thinking: Ursprung

Design Thinking ist derzeit ein Megatrend. Immer mehr Unternehmen, Teams und Startups nennen Design Thinking als eine der wichtigsten Methoden zur (Weiter-)Entwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen; deshalb sollten wir Design Thinking nicht als „irgendein Hype“ abtun. Den Ursprung der Design-Thinking-Prinzipien können wir bereits Anfang des vergangenen Jahrhunderts finden.

Bauhaus

Die grundlegenden Ideen und Prinzipien des Design Thinking haben ihre Wurzeln bereits in Entwicklungen in den 1920er Jahren. Damals wurde in der Bauhaus-Bewegung der Grundsatz „Form follows function“ populär. Dies bedeutet, dass danach gestrebt wurde, Gegenstände nach Funktionen, nicht nach Ästhetik zu entwickeln. Dies ist auch eines der Kernprinzipien des Design Thinking.

Systems Thinking

In den 1970er Jahren wurde Systems Thinking immer beliebter. Dies beschreibt eine Methode, Probleme in komplexen Systemen zu lösen. Wie beim Design Thinking ist es wichtig, sich nicht zu früh auf eine Lösung festzulegen.

Design Thinking

Bekannteste Väter des Design Thinking sind der Informatiker Terry Winograd und David Kelly, der Gründer der Innovationsagentur IDEO aus Kalifornien. In Deutschland gilt der SAP-Gründer Hasso Plattner als einer der wichtigsten Pioniere des Design Thinking.

In den 1980er Jahren führte David Kelley erstmals die Design-Thinking-Phasen in seiner Agentur ein. Insbesondere der Fokus auf die ersten Phasen, die sich ausschließlich damit befassen, Problem und Nutzerverhalten zu verstehen, revolutionierte das Innovationsmanagement.

Heute

Viele Unternehmen wie z.B. Apple, SAP, Amazon, Google und Lego wenden heute Methoden des Design Thinking an. 71% der Unternehmen, die Design Thinking nutzen, berichteten in einer Studie aus dem Jahre 2017, dass die Einführung von Design-Thinking-Methoden Unternehmenskultur, Produkterfolg und Kundenzufriedenheit maßgeblich gesteigert hat. 10% der Fortune 500-Unternehmen nennen Design Thinking als Priorität Nummer 1.

1.4Designer vs. Design Thinker

Zunächst einmal sollten wir den Unterschied zwischen einem Designer und einem „Design Thinker“ klären. Den Begriff „Designer“ bringen viele Menschen mit Berufen wie Grafik-, Mode-, oder Produktdesigner in Verbindung. Diese Tätigkeiten verbinden wir häufig mit Kreativität, Ästhetik und gestalterischem Talent.

Diese Fähigkeiten haben bei Design Thinking-Anwendern keine hohe Priorität. Design Thinking ist vielmehr eine wissenschaftliche Methode. Sie ermöglicht es einem Team, durch einen klar definierten Prozess mit strukturierten Phasen schneller Lösungen für komplexe Probleme zu finden, die zuvor niemand erkannt hat. Natürlich sollte auch hier eine gewisse Kreativität gegeben sein. Diese hat jedoch nichts mit einer Fähigkeit, sondern mit einer analytischen Vorgehensweise zu tun, welche die Kreativität bei den Teammitgliedern freisetzt.

1.5Design Thinking: Grundpfeiler

Bevor mit dem eigentlichen Design-Thinking-Prozess begonnen wird, sollte das Design-Thinking-Team bestimmte Grundpfeiler definieren. Diese sind sozusagen das Set-up bzw. der Rahmen, der geschaffen werden sollte, bevor der Prozess gestartet wird.

Jeder Design-Thinking-Prozess ist anders, und es ist essentiell, den Design-Thinking-Prozess dementsprechend von Anfang an zu gestalten und gegebenenfalls auch während des Prozesses anzupassen.

Abbildung 1: Design Thinking: Grundpfeiler

Die 4 Grundpfeiler sind:

gemeinsame Prinzipien

Festlegung bestimmter Rahmenbedingungen

Verständnis des Prozesses

Zusammenstellung des Teams

Diese Aspekte dürfen bereits während der Vorbereitungsphase – der sogenannten Phase 0 – festgelegt werden. Aber auch hier gilt natürlich: „Learning by Doing“ oder „fail early and adjust.“ Die frühzeitige Definition dieser Aspekte gewährleistet eine klare Gestaltung des weiteren Design-Thinking-Prozesses.

1.6Prinzipien

Um Design Thinking erfolgreich umzusetzen, darf eine gewisse Kultur gegeben sein. Teammitglieder und Umfeld leben und fokussieren dabei bestimmte Werte und Prinzipien (das agile Mindset).

1)Es ist erlaubt – sogar erwünscht – Fehler zu machen – ganz nach dem Motto „Fail fast and learn“.

2)Iterationen und ein kontinuierlicher Lernprozess ermöglichen es, Ideen und Lösungsansätze zu verbessern und den größtmöglichen Wert für den Nutzer zu schaffen.

3)Der Nutzer steht im Zentrum des Problems beziehungsweise der daraus resultierenden Ideen. Nur wenn das Team den Standpunkt, die Herausforderungen und die Bedürfnisse des Nutzers wirklich kennt und versteht, kann es erfolgreich nachhaltige Lösungen generieren.

4)Um das zu erreichen, dürfen auch „verrückte“ Ideen geäußert und verfolgt werden. Kreativität soll gefördert, „out oft he box“-Ideen respektiert und mit Offenheit begegnet werden.

5)Teammitglieder kommunizieren auf Augenhöhe und etablieren eine konstruktive Feedback-Kultur.

6)Auch die Räumlichkeiten sind wichtig. Möbel, Material und Werkzeuge sollten flexibel genutzt werden können.

Und „Don’t be afraid of Chaos“ – keine Angst vor Chaos während den Anfangsphasen des Prozesses. Das Team setzt auf Quantität; das heißt, eine Vielzahl von Ideen darf generiert werden. Das kann unter Umständen etwas chaotisch wirken. Aber keine Sorge, der Design-Thinking-Prozess ist so strukturiert, dass das Chaos in jeder weiteren Phase einem sehr klaren Fokus weichen wird.

1.7Rahmenbedingungen

Bevor mit dem eigentlichen Design-Thinking-Prozess begonnen wird, legt das Team bestimmte Rahmenbedingungen fest. Dies ist wichtig, damit alle Teammitglieder sowie Stakeholder ein gemeinsames Verständnis vom Prozess, von der Philosophie und dem Nutzen dieser Herangehensweise vereint. Nur wenn Transparenz und persönliche Motivation gegeben sind, kann ein Design-Thinking-Prozess maximal erfolgreich sein.

Ist Design Thinking im Umfeld noch unbekannt? Dann ist eine kurze Einführung sehr hilfreich. Auch das Umfeld soll die gleiche Vorstellung vom gemeinsamen Ziel und dem sogenannten „Gameplan“ haben. Weitere Fragen, die sich das Team stellt, lauten vielleicht:

Wie lautet die Zielvision?