Die Ampelchen 1. Aus den Ampeln, fertig, los! - Anna Böhm - E-Book

Die Ampelchen 1. Aus den Ampeln, fertig, los! E-Book

Anna Böhm

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Beschreibung

Wenn Ampelchen lebendig werden Clärchen will ihrer Mama unbedingt beweisen, dass sie ein gutes Schlüsselkind ist – denn sonst muss sie jeden Nachmittag zur altmodischen Tante Winnifred. Doch gleich am ersten Schultag wird es richtig wild: Clärchen und Emre machen aus Versehen zwölf Ampelchen lebendig! Mit den wirbeligen, neugierigen Wesen wird ihr Leben zur lustig-chaotischen Katastrophe. Leider kriegt auch der fiese Finn aus der 6a Wind von der Sache, und der hat seine eigenen – natürlich fiesen – Pläne mit den Ampelchen… Die Ampelchen 1. Aus den Ampeln, fertig, los: Ein kurzweiliges Leseabenteuer voller Humor und Magie - Die Ampelchen sind da! Turbulente Reihe für Kinder ab 7 Jahren mit frechen kleinen Wesen, die den Alltag von zwei Kindern auf den Kopf stellen. - Lesen macht Spaß: Unterhaltsam geschrieben von der Einschwein- und Tierpolizei-Erfolgsautorin Anna Böhm. - Fröhlich gestaltet: Farbige Illustrationen in Grün und Rot von Sandy Thißen erwecken die frechen Ampelmännchen zum Leben. - Thema Schlüsselkind: Die Freundschaftsgeschichte hilft Eltern, ihre Kinder einfühlsam auf die Selbstständigkeit und das Alleinsein vorzubereiten. - Leicht zu lesen: Das witzige Kinderbuch eignet sich hervorragend zum ersten selbständigen Lesen für Grundschulkinder ab 7 Jahren. Lustig und leicht zu lesen: Die Erfolgsautorin Anna Böhm sorgt mit ihren witzigen Büchern über die liebenswerten und chaotischen Ampelmännchen für kurzweilige Lesestunden.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Über dieses Buch

Moment mal – sind das Ampelchen?

Aus einer Ampel? Ja, genau die. Clärchen und Emre machen sie aus Versehen lebendig, und sofort wird ihr Leben zur lustig-chaotischen Katastrophe. Leider kriegt auch der fiese Finn aus der 6a Wind von der Sache, und der hat seine eigenen – natürlich fiesen – Pläne mit den Ampelchen …

Der erste Tag von allem

Am Montag früh um sieben Uhr stand Clärchen gemütlich im Bad und ahnte nicht, dass sie nur eine Stunde von einem riesigen Abenteuer entfernt war. Es ist ein Rätsel, wie Clärchen es schaffte, gleich am ersten Tag des neuen Schuljahrs in ein so großes Abenteuer hineinzustolpern. Und merkt euch bitte das Wort Stolpern. Aber im Moment stand Clärchen noch ahnungslos mit ihrer Zahnbürste vor dem Spiegel, denn auch große Abenteurer müssen ab und an ganz normale Dinge tun.

Anstatt sich die Zähne zu putzen, machte sie vor dem Spiegel witzige Posen und hielt ihren neuen Schlüssel hoch. Genau genommen waren es drei Schlüssel: Haustür, Wohnungstür, Briefkasten. Das hatte echt mickrig ausgesehen, und Clärchen hatte noch fünf Anhänger dazugetan, jetzt war es ein dickes Schlüsselbund, das bunt leuchtete und laut klapperte.

Es war nämlich der erste Tag, an dem Clärchen allein nach Hause ging und einen eigenen Schlüssel dabeihatte. Schlüsselkind – so hatte Mama es genannt.

Apropos Mama. Sie stand neben Clärchen und machte sich ordentlich schick, denn es war auch ihr erster Tag. Sie war Verkäuferin und fing eine neue Arbeit an.

»Bin ich nicht zu aufgedonnert?«, fragte Mama und zog ihren Lippenstift nach.

»Du siehst schön aus«, sagte Clärchen.

Besorgt sah Mama zu, wie Clärchen ihr großes Schlüsselbund auf dem Kopf balancierte und dabei tanzte. In den letzten Tagen hatte sie sich oft gefragt, ob Clärchen schon groß genug war, um allein zu bleiben.

»Bitte verlier deinen Schlüssel nicht,

Das ist mein Ernst«, sagte sie.

»Ich doch nicht!«, rief Clärchen fröhlich.

»Nicht auf Schränke klettern. Sturzgefahr!«, sagte Mama. »Nicht so viel naschen. Und kein Internet, bitte.«

»Krieg ich alles hin.« Clärchen winkte ab und hielt die Zahnbürste mit der Oberlippe fest.

sagte sie.

»Kein Feuer. Und nicht mit dem Sekundenkleber basteln!«

»Nur wenn mir langweilig ist«, sagte Clärchen und grinste.

»Einfach nichts Dummes oder Gefährliches tun!«, sagte Mama.

»Darf ich mit den scharfen

spielen?«, fragte Clärchen frech.

Mama verzog das Gesicht. »Lass lieber die Finger davon, sonst fehlt am Ende einer.«

Die beiden lachten.

Mama verpasste Clärchen einen Kuss, dann hastete sie aus der Wohnung und die Treppen runter.

Clärchen war allein. Plötzlich bekam sie einen dicken Kloß im Hals. Sie rannte hinter Mama her, umarmte sie und schnupperte an ihrem Kleid. »Ich hab dich sehr lieb.«

»Ich dich auch, Knödel. Hab einen schönen Tag.«

»Du auch! Du sollst immer einen schönen Tag haben.«

Oben fiel die Wohnungstür zu. Mama und Clärchen sahen sich an.

»Na, du hast ja jetzt einen Schlüssel«, sagte Mama, aber dann sah sie Clärchens schiefes Grinsen. Das große, bunte Schlüsselbund lag noch im Bad – stattdessen hielt Clärchen ihre Zahnbürste in der Hand.

Mama seufzte, rannte die Treppen nach oben und schloss die Tür wieder auf. Besorgt betrachtete sie ihre Tochter.

»Hach, ich weiß nicht!«, sagte sie. »Vielleicht solltest du doch lieber zu Tante Winnifred gehen.«

»Nein! Bitte nicht, Mama. Ich schaff das! Ich krieg das supi-prima hin. Ab heute bin ich groß!«, versprach Clärchen. »Sehr groß.«

Mal ehrlich: Das würdet ihr auch sagen, wenn ihr sonst zu Tante Winnifred müsstet. Die gute Dame wohnte im Nachbarhaus, direkt an der Ecke. Sie war zwar nicht die echte Tante von Clärchen, aber sie wollte gern so genannt werden. Das gehörte sich so, fand sie. Tante Winnifred war nicht nur streng, pingelig und altmodisch. Nein, vor allem hatte sie fest vor, aus Clärchen eine feine junge Dame zu machen, was auch immer das sein sollte. Sie hatte rosa Hausschuhe gekauft und Häkelnadeln und ein kleines Bügeleisen zum Spielen. Man sollte bei ihr immer gerade sitzen und sich benehmen und leise sprechen und eine Serviette benutzen und lauter solche Dinge. Außerdem sammelte sie altes Spielzeug, mit dem man nicht spielen durfte, und das fand Clärchen sehr seltsam.

Deshalb musste Clärchen unbedingt das beste Schlüsselkind aller Zeiten werden – sonst drohte Tante Winnifred.

Mama seufzte noch einmal sehr ausgiebig. »Na gut, wir probieren es erst mal ohne Tante Winnifred. Aber wenn es hier Chaos gibt …«

Mehr musste sie nicht sagen, denn Clärchen wusste, was mit Chaos gemeint war. Sie war sozusagen Fachfrau in Sachen

Mama hastete zur Arbeit.

Clärchen zog ihre liebste Jeansjacke an, die sie sogar im Hochsommer und im Tiefwinter trug. Ja, ihr war etwas mulmig zumute ohne Mama. Hatte sie an alles gedacht?

Schuhe? Japs, an den Füßen.

Schlüssel? Den hielt sie fest umklammert, damit sie ihn auch ja nicht vergaß.

Dann trat sie aus der Wohnungstür und schloss zweimal ab. Leicht und frei hopste sie die Treppen nach unten. Ein bisschen zu leicht und frei, sonst klapperte immer …

Clärchen betastete ihren Rücken. Japs! Da fehlte was. Sie rannte zurück und holte ihren Schulranzen.

Das ging ja gut los!

Was ist denn hier los?

Es ist ein Wunder, was Kinder alles können. Zu den größten Wundern gehört es sicherlich, dass sie es schaffen, mit Hunderten anderen Kindern pünktlich in der Schule anzukommen. Und das ist noch nicht alles! Sie haben ihre Schultaschen und Brote dabei, ihre Hausaufgaben und Sportbeutel und sogar beide Schuhe. Und das jeden Tag! Man sollte Kindern morgens gleich als Erstes eine Eins dafür geben, dass sie es mal wieder pünktlich mit Hab und Gut in die Schule geschafft haben. Ein kleines Meisterwerk!

Aber um so ein Kind geht es hier nicht. Es geht um Clärchen. Im letzten Jahr hatte sie die meisten Verspätungen auf dem Zeugnis. Also, die meisten Verspätungen von der ganzen Schule. Sogar mehr als der fiese Finn aus der 6a, vor dem alle zitterten. Das war selbst Mama zu weit gegangen, und die hielt eine Menge aus. Sollte Clärchen in diesem Jahr wieder so oft zu spät kommen – ihr ahnt es vielleicht schon –, würde

aushelfen und Clärchen morgens zur Schule bringen. Clärchen stellte sich vor, wie Tante Winnifred ihren Kamm zückte und direkt vor dem Schultor nicht nur sich selbst kämmte, sondern auch gleich noch alle Kinder, die sie erwischte. Einfach nur peinlich.

Daher war Clärchen wild entschlossen, pünktlich in der Schule einzutrudeln.

Clärchen und ihre Mama wohnten in einer kleinen Stadt, in der es viele alte Häuser gab. Ihr Haus war gelb, hatte grüne Fensterläden und aufgemalte Blumen. Auf der anderen Straßenseite gab es einen schönen grünen Platz. Er hieß Tulpenplatz, und im Frühling blühten dort wirklich Tulpen.

Als Clärchen an diesem besonderen Morgen aus ihrem gelben Haus trat, stoppte sie. An der gemütlichen Kreuzung direkt vor ihrem Haus standen mehrere Fußgängerampeln – und dort war einiges los! Ein Mann in einem knallorangen Anzug hockte vor einem grauen Kasten, der am Straßenrand stand.

Clärchen stellte sich dicht hinter ihn und guckte zu, wie er an Kabeln und Schaltern hantierte. Der Mann hieß übrigens Bernd.

»Was machst du?«, fragte Clärchen.

»Vielleicht mal Nudeln?«, sagte Bernd. Seine Gedanken waren nämlich gerade bei der Frage, was er zum Abendbrot kochen sollte. Kartoffeln? Aber die hatte es die letzten drei Tage schon gegeben. Reis? Mochte seine Frau nicht.

»Doch nicht zum Essen!«, sagte Clärchen. »Was machst du an dem Kasten?«

Bernd erklärte, dass es ein Steuerkasten war und dass man damit einstellen konnte, wann das rote Ampelchen in der Fußgängerampel aufleuchtete und wann das grüne.

sagte Bernd und schaltete von Grün auf Rot.

Ihr merkt es schon: Clärchen hatte längst vergessen, dass sie pünktlich in der Schule sein wollte. Sie streckte ihre Hand nach einem besonders großen roten Knopf aus.

»Nicht anfassen!«, keuchte Bernd erschrocken. »Das ist der Superschalter.«

»Was passiert dann?«, fragte Clärchen.

»Keine Ahnung, hab noch nie draufgedrückt«, sagte Bernd.

Ein zweiter oranger Mann stand auf einer Leiter, die an einer Fußgängerampel lehnte. Er war dabei, die Ampel an der Rückseite aufzuschrauben. Der Mann hieß Tomek, trug einen Bart, einen Zopf und ein Stirnband – und er liebte Ampeln. Er sammelte sie sogar und hatte welche in seinem Wohnzimmer zu stehen. In der Weihnachtszeit blinkten sie.