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Die Geschichten erzählen von einer Familie, der Hausfrau und Mutter Britta, dem Kassierer Kai und deren Kinder Tim und Patricia. Zusammen erleben sie aufregende Abenteuer, sei es mit wilden Tieren, auf dem Eis, in der Schule, im Badesee und, und, und.........
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Seitenzahl: 33
Veröffentlichungsjahr: 2015
Kapitel: Auftritt mit Hindernissen
Kapitel: Aufregende Ferien
Kapitel: Ein schöner Tag in der Stadt
Kapitel: Schule ohje – Schule okay
Kapitel: Zwischenfall im Tierpark
Kapitel: Der Traum vom Libero
Kapitel: Gefährliches Eis
Kapitel: Frohe Weihnachtszeit
Heute war es ziemlich neblig, und der austretende Rauch der nahe gelegenen Fabrikschornsteine vermischte sich noch mit dem Dunst, so dass man die Hand nicht vor Augen sah.
Es war folglich November und die Leute verkrochen sich in ihren Häusern bei einer heißen Tasse Kaffee oder Tee.
Der kleine Tim kniete vor dem Küchentisch und versuchte, den dunkelgrauen Kartäuser-Kater namens Felix hervor zu locken, um mit ihm zu spielen. Er hatte ein weißes Tennisbällchen an eine Schnur gebunden. Aber der machte keine Anstalten, auf dieses ständige "Komm Felix, miez miez" einzugehen. Eingerollt wie ein Igel, schien er zu schlafen. Man vernahm nämlich ein leises Schnarchen.
Seine ältere Schwester Patricia vergrub die Nase in ein Musikmagazin für junge Leute. Hier waren sie abgebildet, ihre großen Vorbilder. Sie wollte auch einmal Sängerin werden. Das hatte sie sich ganz fest vorgenommen.
Mutter erledigte ihre Einkäufe und Väter gehen meistens irgendeiner Arbeit nach. So auch Kai Buchner. Er besaß eine Vertrauensstellung als Kassierer bei einer namhaften Frankfurter Bank, während Britta Buchner nur für den Haushalt und die Kinder da war. Sie sah hübsch aus. Eine Frau, die mit ihren 35 Jahren fast alles meisterte und sich mit Ihrem Mann prima ergänzte.
Als Britta nach Hause kam, gab Tim seine "Lockversuche" auf, und Patricia legte ihr Heft beiseite, weil Mutter jedem eine Kleinigkeit mitgebracht und dabei auch Felix nicht vergessen hatte.
„Morgen wird Patricia schon 14. Jahre alt!“ dachte Britta. Im Kofferraum lagerte sie eine Karaoke-Anlage, die sie bei der guten Qualität günstig erstanden hatte. Nachdem Patricia schlief, trug die Mutter die Anlage ins Haus. Es sollte eine Überraschung werden.
Zum Frühstück erschien das Geburtstagskind schon sehr früh in der Küche. Sie konnte es kaum erwarten, dieses "Etwas" zu sehen, welches in dem großen Karton mit der roten Schleife steckte. Sie riss die Verpackung auf, machte große Augen und stieß einen Freudenschrei aus. Sie fiel der Mutter um den Hals und küsste sie auf beide Wangen. So etwas hatte sie sich schon immer gewünscht.
Am Nachmittag kamen 10 Schulfreunde zu Kaffee und Kuchen, und natürlich wurde ein Karaoke-Wettbewerb gestartet. Felix verzog sich wieder unter den Küchentisch, denn das Gekrächze und Gejammer war nichts für seine empfindsamen Katzenohren.
Als Patricia an die Reihe kam, war alles Gerede plötzlich verstummt. Jeder lauschte der glockenhellen und dennoch festen Stimme. Sie erntete dafür tosenden Applaus, und alle baten um eine Zugabe.
Britta nahm es mit Genugtuung zur Kenntnis. Es erfüllte sie so etwas wie Stolz und sie dachte, dass das Kind unbedingt gefördert werden müsse.
Als Kai Buchner am Abend nach Hause kam, berichtete sie ihm, dass die Kinder vom Gesang seiner Tochter sehr begeistert waren. Er kannte die Starallüren von Patricia, willigte aber dann doch ein, sie auf eine Musikschule zu schicken.
14 Tage später sprach Britta bei Professor Fröhlich vor, der seit Jahren eine bekannte Musikschule leitete, die dazu noch einen guten Ruf besaß.
Patricia gab dem Professor die Hand. Der musterte das heranwachsende Kind, und sein Urteil fiel wohlwollend aus. Es gab nichts zu bemängeln bei ihr. Sie war groß gewachsen und eine blonde Lockenpracht fiel ihr bis auf die Schultern. Ihre Wangen hatten eine rötliche Färbung angenommen, was wohl an der Aufregung lag.
Beim Vorsingen gab Patricia alles, was möglich war, und Professor Fröhlich nickte ein paar Mal mit dem Kopf und dachte, dass die Kleine durchaus Talent hatte. Die kleinen Unsicherheiten ließen sich noch beheben.
6 Monate besuchte Patricia nun schon die Musikschule, als der alte Herr ein Experiment mit ihr wagte. Er meldete sie bei einem Sängerwettbewerb an.
