Die Firma - Marie Eleonore - E-Book

Die Firma E-Book

Marie Eleonore

0,0
2,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Der Chef einer Firma ist sehr streng. Was aber keiner weiss, er lässt seine Mitarbeiter bespitzeln. Als dann noch einige von ihnen spurlos verschwinden, kommt die Sache ins Rollen. Hinter was für Sachen er wirklich steckt, kann keiner erahnen. Da sträuben sich einem die Haare zu Berge.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 226

Veröffentlichungsjahr: 2023

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Marie Eleonore

Die kriminellen Machenschaften des Chefs einer Softwarefirma

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Impressum neobooks

Kapitel 1

Wir schreiben 9. Oktober 2004. Markus, ein Junger Mann mit 22 Jahren

will bei der zweitgrößten Softwarefirma in Washington sich bewerben,

obwohl die Negativschlagzeilen dieses Unternehmens überall schon länger

bekannt sind, ist er ganz verrückt darauf, hier zu arbeiten. Er schlägt auch

die Warnungen seines besten Freundes Robert in den Wind, der ihn davor

warnt, sich bei dieser Firma zu bewerben. Aber Markus ist das alles egal, es

ist sein Traum, sich bei dieser Firma zu bewerben. Denn er hält im

Gegensatz zu vielen anderen Leuten sehr viel von dem Chef des

Unternehmens, nicht einmal im Traum kann er sich vorstellen, was ihn

noch alles in Zukunft erwarten wird bei dieser Firma.

Nachdem Markus die Bewerbung an die Firma geschrieben hat, dauert es

noch ungefähr 14 Tage, und er bekommt Antwort. Der Chef des

Unternehmens schreibt ihm, dass er ihn einstellen wird. Markus kann es

noch gar nicht glauben, dass die Wahl nun auf ihn gefallen ist, wo es doch

bestimmt noch viele andere Bewerber gibt, die sich dafür besser

qualifizieren würden, denkt er zumindest. Aber Markus hat es in diesen

Sachen mächtig drauf, und weiß eigentlich gar nicht, wie gut er ist, er

unterschätzt sich oft selbst.

Es ist am 23. Oktober 2004, als Markus bei der Firma zu arbeiten anfängt.

Zum ersten Mal sieht er den Leiter des Softwareunternehmens persönlich.

Aus dem Fernsehen hat er ihn schon viele Male gesehen. Aber dass er ihm

so schnell einmal persönlich begegnen würde, hätte er sich nicht träumen

lassen. Er hat wirklich nicht im Traum daran gedacht, dass er von dieser

Firma eingestellt wird. Denn die Erwartungen dieser Firma an ihre

Mitarbeiter waren sehr hoch geschraubt. Es handelt sich schließlich um die

zweitgrößte Firma auf der Welt.

Als nun Markus an diesem frühen Morgen des 23. Oktobers 2004 vor den

Toren dieser Firma steht, ist er aber ganz schön aufgeregt, denn es wird

sich ja noch erst zeigen, ob er sich auch würdig erweist. Die dreimonatige

Probezeit musste ja noch erfolgen, und ob sie ihn am Ende behalten

würden, da war er sich ja auch nicht sicher. Wie gesagt, er unterschätzt

sich halt immer gern.

Als er aber 10 Minuten später dem Chef dieser Firma gegenüber steht,

zerstreuen sich bei ihm alle Bedenken, denn den Leuten gegenüber ist

dieser Mann eigentlich immer höflich und zuvorkommend. Markus fühlt

sich sofort zu diesem Mann hingezogen, denn es ist leider Markus Nachteil,

dass er sich viele Male nur von den äußeren persönlichen Vorteile der

Leute faszinieren lies und eigentlich nicht gleich so sehr hinter die Fassade

schauen wollte. Wie gesagt, an diesem Morgen des 23. Oktobers zerstreuten

sich bei Markus die Bedenken, dass er hier eine schlechte Wahl getroffen

haben soll, und er versteht eigentlich seinen Freund Robert nicht, warum

dass dieser immer so negativ eingestellt ist, wenn von dieser Firma die Rede

ist. Dieser Mann ist doch wirklich nett, glaubt er.

Noch ahnte Robert nicht, dass die Gutgläubigkeit seinem neuen Chef

gegenüber das spätere Todesurteil für seinen Freund Robert sein sollte.

Aber zunächst weiter in den Ereignissen.

Der Chef des zweitgrößten Softwareunternehmens auf der Welt ist 49 Jahre

alt und heißt mit Namen Harry Plott. Aber der Altersdurchschnitt seiner

Mitarbeiter liegt bei 29 Jahren. Wenn also jemand 29 bis 30 Jahre alt ist,

gilt er bei dieser Firma schon als alt. Denn Harry Plott achtet sehr darauf,

dass er nur sehr junge Mitarbeiter einstellt, am besten gleich von der

Hochschule, damit sie noch keine langen anderen Betriebserfahrungen

haben, und er sie gleich für sich vereinnahmen konnte. Das waren auch so

seine Geschäftspraktiken. Aber alles das schlägt Markus in den Wind, er

war so verrückt und besessen darauf, hier zu arbeiten, dass dieser Mann

schon fast vollkommen für ihn war.

Als Harry Plott Markus mit den Mitarbeitern der Firma bekannt gemacht

hat, zeigt er ihm anschließend seinen Arbeitsplatz als Programmierer. So

hatte der Chef des Softwarekonzerns schließlich auch mal seine Karriere

begonnen, als Programmierer und im Laufe von über 2 Jahrzehnten hatte

er sich diese Softwarefirma aufgebaut, die ihn zum mehrfachen Milliardär

machte. Dass aber seine Geschäftspraktiken viele Male mehr als zweifelhaft

waren, das will Markus einfach nicht sehen.

Denn Harry Plott bevorzugt es, Firmen, die etwas machen, was ihm nicht

gefällt, einfach aufzukaufen, ob diesen das passt, oder nicht. Aber er hat ja

schließlich das Geld dazu. Nur war bekannt, dass seine Geschäftspraktiken

auch früher schon zweifelhaft waren, als er noch nicht so bekannt war.

Aber für Markus ist dieser Mann einfach der Größte und sein Vorbild,

denn so gedenkt er auch zu werden.

Als nun Markus an diesem Morgen des 23. Oktobers gegen 8 Uhr an seinem

neuen Arbeitsplatz sitzt, kann er sich gar nicht vorstellen, was er für ein

Glück gehabt hat, hier angestellt zu werden. Der erste Tag in dieser Firma

lässt sich gut an und Markus geht abends zufrieden zu Bett in seiner neuen

Wohnung in Washington, die er sich gemietet hat, denn er musste für

diesen Job hier umziehen.

Als Markus gegen 10 Uhr Abends sich schon hingelegt hat, ruft plötzlich

sein Freund Robert an, er ärgert sich zunächst, dass ihn dieser aus dem

Bett klingelt, aber er geht doch schließlich ans Telefon.

Markus fragt den Freund, was es denn so Wichtiges gäbe, dass er ihn um

diese Zeit aus dem Bett holen muss, aber dieser begann nun wieder sofort

über Markus neuen Arbeitsplatz herzuziehen und über seinen Chef Harry

Plott.

Robert erzählt Markus am Telefon, dass er erfahren habe, dass vor einigen

Tagen ein Mitarbeiter des zweitgrößten Softwarekonzerns zwei Tage nach

seiner Anstellung bei dieser Firma verschwunden war. Markus verstand

nicht, was ihn das angehen sollte, vielleicht wollte halt dieser nicht mehr bei

der Firma arbeiten und ist einfach nicht mehr gekommen. Das sagte er

auch seinem Freund Robert.

Aber daraufhin erklärte ihm dieser, dass dieser Mitarbeiter nicht mehr nur

nicht bei der Arbeit erschienen war, sondern dass er auch nicht mehr nach

Hause kam, denn dieser wohnte noch bei seinen Eltern, der Verschwundene

war ebenfalls 22 Jahre alt, und dessen Eltern suchten natürlich nach ihm,

aber er war wie von der Bildfläche verschwunden. Einen Tag nach dem

Verschwindens des Mitarbeiters der Firma fragten die Eltern bei Chef

Harry Plott nach, ob er nicht wüsste, warum ihr Sohn die Firma verlassen

habe und auch bei ihnen nicht mehr aufgetaucht war.

Als Harry Plott den Eltern daraufhin erklärte, dass er auch nicht wisse, was

in ihn gefahren sein soll, konnten diese nichts mehr anderes machen als die

Polizei einzuschalten.

Zu dieser Zeit hegte noch niemand Zweifel, dass Harry Plott selber etwas

mit dem Verschwinden des Jungen Mannes zu tun haben könnte. Denn

wenn auch die Geschäftspraktiken dieses Mannes manchmal brutal waren,

aber an so etwas dachte dann doch noch niemand.

Nun, als Markus seinem Freund Robert erklärte, dass er auch nicht wüsste,

was es mit dem Verschwinden dieses Mannes auf sich hatte, erklärte ihm

dieser darauf, dass er den Chef des Softwarekonzerns selber in Verdacht

habe, hinter dem Verschwinden dieses Mannes zu stecken.

Markus erklärte seinem Freund Robert daraufhin, dass er sich das alles

nur einbilden würde, weil er Harry Plott nicht leiden konnte, oder vielleicht

war er auch neidisch, weil er, Markus diese tolle Anstellung gefunden hatte.

Aber das sagte er ihm natürlich nicht.

Auf jeden Fall warnte Robert seinen Freund Markus weiterhin bei dieser

Firma zu arbeiten, denn er traute diesem Harry Plott fast alles zu, so eine

große Abneigung hegte er gegen diesen Mann.

In den kommenden Tagen geschah es auch, dass die beiden Freunde ein

immer schlechteres Verhältnis zueinander hatten, denn Robert hatte trotz

seiner Qualifikationen als Programmierer immer noch keine Anstellung

gefunden, aber zu dieser Firma wollte er nicht um alles in der Welt gehen

so wie sein Freund Markus. Lieber blieb er noch einige Wochen oder

Monate arbeitslos, irgendwann würde er schon etwas finden, hofft er.

Aber irgendwie ging das Gespräch Markus doch nicht mehr aus dem Sinn

und er musste immer wieder daran denken. Aber er glaubte auf keinen

Fall, dass Harry Plott etwas damit zu tun haben sollte, das konnte er sich

von diesem netten Mann einfach nicht vorstellen.

Klar, als Geschäftsmann musste man schon manchmal hart sein, aber was

sollte da das Verschwinden eines Mitarbeiters etwas damit zu tun haben,

das konnte Markus sich beim besten Willen nicht vorstellen. Also, sein

Freund Robert musste doch wirklich verrückt sein, Harry Plott als so etwas

wie einen Mörder zu betrachten, denn auf das lief es doch hinaus, was er

ihm hatte sagen wollen.

Es begab sich aber am zweiten Arbeitstag von Markus, dass er seinen Chef

Harry Plott auf diesen Fall ansprach, natürlich nicht so, dass es auffiel,

aber irgendwie kamen sie auf Mitarbeiter zu sprechen, und als sie ungefähr

beim Thema waren, fragte Markus Harry Plott nach diesem Mann, der vor

zwei Tagen hier gearbeitet hatte, und nun auf einmal von heute auf morgen

nicht mehr kam.

Harry Plott erzählte daraufhin Markus die Geschichte, dass er auch nicht

wüsste, warum dieser Mitarbeiter nach erst zwei Tagen Anstellung

plötzlich nicht mehr erschienen sei, er habe sich darüber gewundert,

aber man konnte ja nichts machen, dieser Mann war 22 und wenn er bei ihm,

Harry Plott, nicht mehr arbeiten  wollte, dann könne er halt auch nichts  machen.

Er erklärte Markus, dass er seine Mitarbeiter schließlich nicht festhalten kann,

 wenn sie nicht mehr wollen. Er konnte sie ja nicht zwingen, bei ihm zu arbeiten.

Als Markus dann nachhakte, warum dieser Mann nicht mehr nur nicht zur

Arbeit kam, sondern ganz von der Bildfläche verschwunden sein soll, war

das Gesicht Harry Plotts nun schon bald nicht mehr ganz so freundlich wie

sonst üblich.

Harry Plott fragte auch Markus, warum ihn diese Geschichte so bewegen

würde, da er diesen Mann doch gar nicht gekannt habe, daraufhin erklärte

Markus, dass er es halt seltsam finden würde, wenn Leute plötzlich nicht

mehr bei der Arbeit erscheinen und auch noch ganz verschwinden würden.

Als er diese Zweifel hegte, herrschte ihn Harry Plott plötzlich an und sagte,

dass er sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern sollte, und nicht in

fremden Sachen herumschnüffeln. So unbeherrscht hatte er Harry Plott

bisher noch nicht kennen gelernt, aber es gab für alles ein erstes Mal.

Nachdem Markus zum ersten Mal erlebt hatte, dass Harry Plott ihn auf

diese Art-rund Weise anschnauzte, benahm er sich die weiteren Tagen ein

bisschen vorsichtiger gegenüber Diesem. Er bildete sich auch ein, dass

Harry Plott ihn immer schief ansah, wenn er ihm die nächsten Tagen in der

Firma begegnete.

Dieser schien das natürlich auch zu bemerken, und eines Nachmittags, als

er Markus alleine auf dem Gang seiner Firma traf, zog er ihn zu sich heran,

und entschuldigte sich bei Markus für das schlechte Benehmen vor ein paar

Tagen. Harry Plott erklärte Markus, dass er in der letzten Zeit etwas

gestresst sei und er deshalb oftmals aus der Haut fahren würde, aber er

hätte alles nicht so gemeint.

Harry Plott weihte auch Markus ein, dass das Justizministerium schon

Jahre hinter ihm her sei, er aber nichts verbrochen habe. Er, Harry Plott,

würde das alles nicht mehr verstehen, und deshalb sei er in der letzten Zeit

auch etwas genervt.

Markus versuchte nach diesem Versöhnungsgespräch die Sache

einigermaßen zu vergessen, aber er verstand wirklich nicht, warum ihn

Harry Plott so abgekanzelt hatte. Er hatte ihn doch nur gefragt, was es mit

diesem Fall auf sich hat, und ob er eine Antwort wisse, was hatte das mit

dem Justizministerium zu tun? Das war doch ein ganz anderer Fall,

irgendwie bekam er die Sache nicht mehr ganz aus dem Kopf heraus.

In den weiteren Tagen aber hatte Markus so viel zu tun, dass er die Sache

doch fast völlig vergaß, wäre da nicht wieder sein Freund Robert gewesen,

der ihn wieder eines Abends anrief und Neuigkeiten über Harry Plott

seinem Freund unterbreitete.

Robert erklärte Markus am Telefon, dass die Polizei dabei war, das

Verschwinden des Mitarbeiters des Softwarekonzerns zu untersuchen und

dabei waren Diese auf etwas gestoßen, was an sich schon seltsam war.

Ungefähr 200 Meter von der Softwarefirma entfernt, hatte man das

Fahrrad gefunden, das dem verschwundenen Mitarbeiter gehörte. Warum

hatte es Dieser einfach da liegen gelassen? Das musste doch einen Grund

haben, der Mitarbeiter war verschwunden, aber das Fahrrad lag da und

niemand fragte mehr danach.

Es sah doch ganz so aus, als wäre diesem Mann wirklich was passiert,

versuchte Robert seinem Freund klarzumachen. Markus vermied es aber,

seinem Freund von der Reaktion Harry Plotts zu erzählen, sonst würde

Dieser sich noch mehr einbilden als sowieso schon.

Als Robert schließlich merkte, dass er bei seinem Freund nicht mehr

fruchten konnte, beendete er das Gespräch wenige Minuten später, Robert

war endlich klar, er konnte Markus nicht mehr überzeugen, zu sehr war

Dieser von diesem Harry Plott begeistert, als dass da noch irgendwelche

Kritik fruchten würde.

In den weiteren Tagen war Markus eigentlich ganz froh, dass sein Freund

ihn nun nicht mehr anrief, so musste er sich nicht ständig rechtfertigen,

warum nur um alles in der Welt er bei dieser Firma hatte angefangen zu

arbeiten.

Aber irgendwie musste Markus doch immer wieder daran denken, was ihm

sein Freund da alles erzählt hatte. Auch kam es ihm komisch vor, dass sein

Chef Harry Plott nicht schon selbst davon erzählt hatte, dass man das

Fahrrad des Vermissten 200 m von der Softwarefirma entfernt gefunden

hatte.

Deshalb wartete Markus einen günstigen Moment ab, um Harry Plott

danach zu fragen. Er hatte zwar Angst, dass er wieder komisch angemacht

werden würde, aber er musste irgendwie den Dingen auf den Grund gehen,

denn er war doch ein bisschen selbstkritischer, als mancher von ihm

glaubte.

Als Markus das Gespräch mit Harry Plott auf den Vermissten mit dem

Fahrrad lenkte, war dieser doch ganz erstaunt und tat so, als wüsste er die

Sache mit dem Fahrrad noch gar nicht. Deshalb konnte es Harry Plott sich

nicht leisten, wieder aus der Rolle zu fallen, deshalb spielte er den

Erstaunten. Deshalb spürte auch Markus noch keinen Verdacht, weil sich

sein Chef diesmal nicht auffallend verhalten hatte.

Es gingen weitere Tage hin und Markus arbeitete sich in dieser Firma ganz

gut ein. Sein Chef war mit ihm auch mehr als ganz zufrieden. Und noch

bevor die Probezeit rum war, wurde er zu Harry Plott ins Büro bestellt. Er

dachte zuerst schon, was denn nun kommen würde, dann aber war er doch

ganz erstaunt, als sein Chef ihm schon eine Gehaltserhöhung geben wollte.

Auch teilte ihm Harry Plott mit, dass es natürlich selbstverständlich war,

dass er die Probezeit bestanden hätte und nicht nur bestanden, sondern er

wäre so gut, wie schon lange keiner mehr vor ihm. Nach diesen Ereignissen

bedankte sich Markus bei Harry Plott und versprach, sich auch weiter

anzustrengen.

Im Verlauf der weiteren Tage kam es Markus zwar immer wieder vor, wie

wenn sein Chef ihn immer beobachten würde, wenn er vorbeikam. Aber

wahrscheinlich bildete er sich das nur ein, so glaubte er. Denn Harry Plott

kam es in der Tat komisch vor, warum Markus ihn immer wieder nach

dem Verschwinden des früheren Mitarbeiters ausfragte.

Es war jetzt schon ein Vierteljahr vergangen, und obwohl die Eltern des

Vermissten längst die Polizei eingeschaltet hatten, kamen Diese mit ihren

Ermittlungen leider auch nicht weiter.

Harry Plott besaß eigentlich nicht nur eine Firma. Er hatte überall seine

Finger mit im Spiel. Er war auch Aufsichtsratsvorsitzender von einer

bekannten Biotechnologiefirma. Doch die genauen Zusammenhänge mit

dem Verschwinden seines früheren Mitarbeiters mit dieser

Biotechnologiefirma, in der Harry Plott im Aufsichtsrat saß, die sollte zu

diesem Zeitpunkt noch niemand begreifen.

Es vergingen weitere fünf Tage und Markus bekam zu hören, dass er die

Probezeit bestanden hatte. Das hatte er auch erwartet, er wusste ja, dass

Harry Plott mehr als zufrieden mit ihm war. Er hätte auch fast schon den

Vorfall mit dem verschwundenen Mitarbeiter vergessen, hätte nicht in den

nächsten Tagen wieder sein alter Freund Robert angerufen. Bestimmt

würde er ihn wieder nerven, so dachte er. Aber Markus nahm das Telefon

ab und hörte sich diesmal auch wieder an, was ihm sein Freund zu erzählen

hatte. Aber diesmal zog Dieser nicht über Harry Plott her, wahrscheinlich

hatte er gemerkt, dass es Markus nicht sonderlich interessieren würde.

Markus und Robert unterhielten sich über ganz belanglose Dinge, und sie

machten miteinander aus, wann sie sich einmal wieder treffen würden.

Denn Robert hatte jetzt auch eine Anstellung gefunden. Und diese Firma

war die Konkurrenz zu Harry Plotts Firma. Das gefiel natürlich Robert

und wahrscheinlich hatte ihn die Wahl, bei einer Konkurrenzfirma von

Harry Plott anzufangen, mehr als mit Genugtuung erfüllt.

Markus wunderte sich zwar, dass Robert diesmal nicht über seinen Chef

herzog, als er aber hörte, dass Dieser bei einer Konkurrenzfirma

angefangen hatte zu arbeiten, begriff er, dass dieses Robert mit

Schadenfreude erfüllen würde.

Markus arbeitete sich in den darauffolgenden Wochen immer besser in

seiner Firma ein und als eine geraume Zeit herum war, bestellte ihn sein

Chef Harry Plott wieder in sein Büro. Würde er diesmal wieder eine

Gehaltserhöhung bekommen? Er wusste es nicht, und lies sich überraschen.

Als Markus das Büro seines Chefs betrat, saß dieser dort und sah ihn mit

durchstechenden Augen an. Irgendwie war es Markus unbehaglich zumute

an diesem Tag. Irgendwie war heute etwas anderes auf dem Programm als

eine Gehaltserhöhung, das spürte er.

Als sich Markus dann vor seinen Chef hinsetzte, sah ihn Dieser mit

durchdringenden Augen an. Markus verstand überhaupt nicht, was Harry

Plott heute von ihm wollte. Aber nach einiger Zeit hatte sich die Sache

geklärt, sein Chef stellte ihm doch tatsächlich die Frage, weshalb er sich

immer wieder nach dem verschwundenen Mitarbeiter erkundigt hätte,

dabei hatte er doch schon einige Zeit gar nicht mehr danach gefragt. Aber

irgendwie schien die Sache seinem Chef keine Ruhe zu lassen, das spürte

Markus und so langsam kam ihm diese Sache doch mehr als komisch vor.

Markus musste deshalb wohl oder übel sagen, dass er schon einige

Gerüchte über das Verschwinden von dem früheren Mitarbeiter Harry

Plotts gehört hatte. Daraufhin wollte sein Chef wissen, von wem er das

gehört hatte. Er sagte natürlich nicht, dass er diese Informationen zum

großen Teil von seinem früheren Freund hatte. Markus sagte einfach, dass

diese Sache vielen Leuten keine Ruhe lies, weil man eben das Fahrrad

gefunden hatte und den Mann bis heute noch nicht. Es war auch sonst

nirgends eine Spur zu entdecken, keine Kleidungsstücke, nichts.

Als Markus seinem Chef nun klar gemacht hatte, weshalb er immer wieder

danach gefragte hatte, machte Dieser plötzlich eine Bemerkung, diese

erstaunte Markus doch sehr. Irgendwie musste Harry Plott von seinem

Freund Robert erfahren haben, dass Dieser bei einer Konkurrenzfirma

arbeitete. Aber das war seltsam, denn woher kannte Harry Plott eigentlich

überhaupt Robert? Als Markus Harry Plott Dieses fragte, antwortete

Dieser, er würde überhaupt nicht verstehen, warum Robert bei einer

Konkurrenzfirma angefangen hatte, da er doch bei ihm schon so gut wie

eingestellt gewesen wäre. Das versetzte Markus einen Schlag ins Gesicht.

Das war selbst für ihn neu, Robert hatte ihm nie erzählt, dass er sich auch

bei Harry Plott beworben hatte. Aber warum hatte sich Robert überhaupt

bei ihm beworben, obwohl er ihn nicht leiden konnte?

Markus fragte Dieses natürlich seinen Chef. Dieser wusste es natürlich

nicht, aber er wusste, dass Robert bei einer Konkurrenzfirma war. Markus

wollte natürlich wissen, woher sein Chef es wusste. Aber auf diese Frage

bekam er eine Antwort, dass er am liebsten wieder rückwärts aus dem

Büro gegangen wäre.

Harry Plott sagte ganz offen, wahrscheinlich konnte er mich nicht leiden.

Und obwohl dies die Wahrheit war, verstand Markus nicht, warum in alles

in der Welt es sein Chef wusste.

Markus konnte nur noch herumstottern, er verstand die Welt nicht mehr,

hatte sein Chef etwa magische Fähigkeiten? Das gab es doch gar nicht, und

Markus verstand auch nicht, weshalb Robert ihm nicht gesagt hatte, dass

er sich auch bei Harry Plott beworben hatte.

Wenn er Robert in nächster Zeit treffen würde, wollte er das alles ganz

genau wissen, das schwor er sich. Was wurde hier nur gespielt? Markus

verstand die Welt nicht mehr. Nachdem sein Chef noch eine Weile

versuchte, ihn, Markus, auszufragen, aber dabei keinen Erfolg hatte, gab

ihm Dieser zu verstehen, dass somit jetzt die Sache erledigt sei. Markus war

es nur mehr als recht, dass er endlich aus dem Büro verschwinden konnte.

Das alles war ihm so langsam mehr als unangenehm.

Die ganze Sache ging Markus die nächsten Tage überhaupt nicht mehr aus

dem Kopf und er konnte den Tag nicht mehr erwarten, wo er sich wieder

mit seinem alten Freund Robert treffen würde.

Als es dann soweit war, gab es Robert sofort auch zu, dass er sich auch bei

der Firma von Harry Plott beworben hatte. Er hätte auch schon eine

Zusage gehabt, aber die negativen Berichte über diesen Harry Plott hätten

ihn dann dazu veranlasst, nicht bei dieser Firma anzufangen. Damit musste

sich Markus halt zufrieden geben, er konnte Robert ja nicht zwingen, bei

der Firma zu arbeiten, das war jedem selbst überlassen. Aber diese

Ereignisse haben es fertiggebracht, dass das Misstrauen gegenüber seinem

Chef jetzt doch immer mehr zunahm.

Irgendwie hatte Markus das Gefühl, dass an dieser Sache mehr als etwas

faul war. Vielleicht konnte er in den nächsten Tagen versuchen, etwas von

seinen Mitkollegen herauszukriegen. Vielleicht wussten die was über den

Verschwundenen.

Bei nächster Gelegenheit fragte er Kalle, dieser war auch 22 Jahre alt, und

etwa ein viertel Jahr länger in der Firma als Markus. Mit Kalle verstand

sich Markus am besten und Diesen wollte er bei nächster Gelegenheit auch

einmal danach fragen.

Doch in nächster Zeit wollte es der Zufall, dass Kalle ganz alleine davon

anfing, über diese Sache zu reden. Kalle erzählte Markus, dass er diesen

verschwundenen Mitarbeiter eigentlich hätte gut leiden können, soweit man

dieses nach nur zwei Tagen überhaupt sagen konnte. Aber zumindest der

erste Eindruck war so.

Aber Kalle sagte, Harry Plott und dieser verschwundene Mitarbeiter hätten

sich von Anfang an nicht gut verstanden. Er verstand zwar nicht, weshalb

ihn Harry Plott dann eingestellt hatte, aber wahrscheinlich war das erst

hinterher so gewesen, dass die beiden sich nicht verstanden hätten.

Natürlich wusste auch Kalle nicht, dass der verschwundene Mitarbeiter

eigentlich als verdeckter Ermittler bei dieser Firma angefangen hatte zu

arbeiten, das wusste natürlich niemand. Larry, so hieß der verschwundene

Mitarbeiter, war in diese Firma eingestellt worden, um Harry Plott zu

beobachten, was der so alles trieb, um das FBI mit Informationen zu

versorgen.

Dem FBI war natürlich schon längst klar, das Harry Plott etwas mit der

Sache zu tun hatte. Aber das konnten sie den Eltern von Larry nicht sagen,

denn es sollte ja noch niemand wissen, dass dieser Larry als verdeckter

Ermittler tätig war, sonst würde man Harry Plott nie hinter seine

kriminellen Machenschaften kommen. Wenn irgendetwas davon schon jetzt

in die Öffentlichkeit drang, konnte man die Ermittlungen nämlich

vergessen. Deshalb bewahrte man noch Schweigen.

Es waren nämlich in der Vergangenheit schon etliche Menschen

verschwunden. Die arbeiteten zwar nicht in der Firma von Harry Plott,

aber sie kannten ihn oder wohnten in der Nähe von der Softwarefirma. Es

war ja schon komisch, dass ihn alle verschwundenen Leute kannten oder in

seiner Nähe wohnten. Das konnte doch alles kein Zufall mehr sein, darüber

war sich das FBI im Klaren. Sie mussten wohl oder übel noch einen

verdeckten Ermittler einschleusen, doch ob noch einmal jemand nach

diesen Ereignissen diese Aufgabe übernehmen würde, war ja nicht klar.

Es hatten nicht alle Leute Lust auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden.

Ob sie da noch einmal jemanden finden würden, war fraglich. Und so war

es dann auch, sie fanden keinen Freiwilligen mehr für diese Aufgabe.

Niemand wollte sich mehr dem Risiko aussetzen, das gleiche Schicksal zu

erleiden.

So erfuhr das FBI eines Tages, dass Markus bei seinem Chef Harry Plott

gut angesehen war, da Dieser die Arbeit mehr als zur Zufriedenheit

erledigte. Vielleicht würde das FBI ihn einmal fragen, für Markus müsste

es doch ein leichtes Spiel sein, seinen Chef vielleicht auszufragen und ihm

hinterher zu spionieren, natürlich unauffällig.

In den nächsten Tagen würden sie Markus einmal fragen, ob er sich dazu

bereit erklären würde.

Als Markus in den nächsten Tagen nach Feierabend die Softwarefirma

verließ, wartete das FBI schon draußen auf ihn, natürlich schon in einiger

Entfernung der Softwarefirma, damit Harry Plott sie nicht sehen konnte.

Sie durften nicht noch einmal ein Risiko eingehen, dass wieder jemand

verschwand.

Markus hörte sich die Sache der Beamten des FBI an. Er war nicht sofort

bereit, als verdeckter Ermittler zu fungieren, aber nach einer Weile hatte er

sich die Sache doch anders überlegt und machte mit. Denn irgendwie kam

ihn sein Chef immer unheimlicher vor, und Markus spürte schon eine

Weile, dass Dieser manches zu verbergen hatte.

Markus sagte also den Beamten zu, sich in Zukunft dieser Sache zu

widmen. Aber vorsichtig musste er sein, denn dass sein Chef ihm gegenüber

immer misstrauischer wurde, bemerkte Markus natürlich auch. Deshalb

musste er auf der Hut sein. Wenn aber dieser Harry Plott wirklich in

kriminelle Machenschaften verwickelt war, musste ihm das Handwerk

gelegt werden, das war klar. Deshalb auch erklärte er sich dazu bereit, die

Sache aufzuklären.

Als Markus nach dieser Zusammenkunft mit dem FBI am nächsten Tag die

Firma betrat, war alles anders als sonst. Und es würde auch nicht mehr so

werden als sonst. Nun nahmen die Dinge alle einen anderen Gang, als sich

das Markus jemals gedacht hatte. Aber wie gesagt, man musste diesen

Dingen auf den Grund gehen, vielleicht hatte Robert gar nicht so unrecht,

als er Markus davon abriet, bei dieser Firma zu arbeiten. Diese Erkenntnis

traf Robert immer mehr.

Aber nun war es einmal so, und es war nicht mehr zu ändern, er musste das

Beste daraus machen, vielleicht würde er noch einmal einen ganz großen

Kriminalfall aufklären. Wie recht Markus damit hatte, wusste er zu diesem

Zeitpunkt noch gar nicht.

Der kommende Tag ließ sich eigentlich für Markus gut an. Am frühen

Morgen schon traf er seinen Chef. Er schien freundlich, aber irgendwie

spürte Markus, dass auch dieses bestimmt gespielt war. Natürlich tat

Markus so, als würde er das nicht bemerken und unterhielt sich mit Harry

Plott an diesem Tag über ganz belanglose Dinge. Das war es dann auch

schon.

Markus bemerkte im Verlauf des Tages, dass ihn sein Chef ab- und zu,

wenn er die Abteilung, in der er arbeitete, betrat, von hinten beobachtete,

aber er tat natürlich so, als würde er es nicht bemerken. Als eine Weile rum

war, sah Markus, dass sich Harry Plott Kalle zuwandte und mit ihn redete,

er hätte zu gerne gewusst, was er von Diesem wollte. Aber er musste warten

bis nachher, vielleicht würde es ihm Kalle ja erzählen.

Kurz vor Feierabend hakte sich Markus bei Kalle unter und fragte ihn, was

Harry Plott denn von ihm gewollt hätte. Dieser antwortete, also, er wollte

wissen, warum du immer wieder nach dem verschwundenen Mitarbeiter

fragst, ich habe ihm natürlich nichts gesagt, ich habe ihm gesagt, ich wüsste

es nicht. Dann hat er noch eine Weile mit mir geredet und ist dann

gegangen, wie du ja sehen konntest.

Diese Sache war jetzt natürlich recht brisant für Markus. Wahrscheinlich