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Der Liebesroman mit Gänsehauteffekt begeistert alle, die ein Herz für Spannung, Spuk und Liebe haben. Mystik der Extraklasse – das ist das Markenzeichen der beliebten Romanreihe Irrlicht: Werwölfe, Geisterladies, Spukschlösser, Hexen und andere unfassbare Gestalten und Erscheinungen erzeugen wohlige Schaudergefühle. Fröstelnd rieb sich Alice mit den Händen über die Schultern. Sie fühlte sich plötzlich unwohl in ihrer Haut und sehnte sich nach Dannys Nähe. Da vernahm sie hinter sich tappende Schritte. Erschrocken wirbelte sie herum – und erstarrte. Eine schlaksige nachtschwarze Gestalt huschte durch die Eingangshalle und verschmolz im nächsten Moment mit einem Schatten. Alice glaubte ihren Augen nicht zu trauen. Hatte sie da eben nicht eine der skurillen Koboldgestalten gesehen, die die Säulen und das Treppengeländer zierten? Sie taumelte rückwärts in das Empfangszimmer. Dabei stolperte sie über den Saum ihres Morgenmantels und schlug der Länge nach hin. Im selben Moment schwanden ihr die Sinne. Das letzte, was sie sah, war ein häßliches, verzerrtes Gnomengesicht mit rotglühenden Augen, die sie höhnisch anstarrten. Sie vernahm ein irres, gackerndes Gekicher. Dann wurde alles schwarz vor ihren Augen… »Möchtest du lieber im Auto sitzen bleiben?« fragte Danny fürsorglich. Er sah Alice mit seinen hellbraunen Augen von oben bis unten verliebt an. Dann verharrte sein Blick auf Alices gewölbten Bauch, der sich deutlich unter dem Kleid abzeichnete. In Dannys Augen spiegelte sich der wolkenverhangene graue Himmel, der seine Pupillen ein wenig trüber erscheinen ließ und ihnen das lebensfrohe Leuchten nahm, das Alice so sehr liebte. Regen klatschte gegen die Windschutzscheibe und prasselte heftig aufs Autodach. Jetzt, da Danny den Motor ausgeschaltet hatte, konnte Alice die Regentropfen deutlich hören. Er hämmerte hektisch auf das Blech, als handelte es sich um unzählige kleine Kobolde, die anklopften und unbedingt hereingelassen werden wollten, weil sie sich draußen in dem schummerigen Zwielicht
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Seitenzahl: 110
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Fröstelnd rieb sich Alice mit den Händen über die Schultern. Sie fühlte sich plötzlich unwohl in ihrer Haut und sehnte sich nach Dannys Nähe. Da vernahm sie hinter sich tappende Schritte. Erschrocken wirbelte sie herum – und erstarrte. Eine schlaksige nachtschwarze Gestalt huschte durch die Eingangshalle und verschmolz im nächsten Moment mit einem Schatten. Alice glaubte ihren Augen nicht zu trauen. Hatte sie da eben nicht eine der skurillen Koboldgestalten gesehen, die die Säulen und das Treppengeländer zierten? Sie taumelte rückwärts in das Empfangszimmer. Dabei stolperte sie über den Saum ihres Morgenmantels und schlug der Länge nach hin. Im selben Moment schwanden ihr die Sinne. Das letzte, was sie sah, war ein häßliches, verzerrtes Gnomengesicht mit rotglühenden Augen, die sie höhnisch anstarrten. Sie vernahm ein irres, gackerndes Gekicher. Dann wurde alles schwarz vor ihren Augen…
»Möchtest du lieber im Auto sitzen bleiben?« fragte Danny fürsorglich. Er sah Alice mit seinen hellbraunen Augen von oben bis unten verliebt an. Dann verharrte sein Blick auf Alices gewölbten Bauch, der sich deutlich unter dem Kleid abzeichnete.
In Dannys Augen spiegelte sich der wolkenverhangene graue Himmel, der seine Pupillen ein wenig trüber erscheinen ließ und ihnen das lebensfrohe Leuchten nahm, das Alice so sehr liebte.
Regen klatschte gegen die Windschutzscheibe und prasselte heftig aufs Autodach. Jetzt, da Danny den Motor ausgeschaltet hatte, konnte Alice die Regentropfen deutlich hören. Er hämmerte hektisch auf das Blech, als handelte es sich um unzählige kleine Kobolde, die anklopften und unbedingt hereingelassen werden wollten, weil sie sich draußen in dem schummerigen Zwielicht fürchteten.
Entschieden schüttelte Alice den Kopf, so daß eine Strähne ihres gewellten, dunkelbraunen Haares in ihr Gesicht fiel.
»Natürlich werde ich mitkommen«, meinte sie bestimmend und stupste Danny mit dem Zeigefinger gegen die Nase. »Oder glaubst du, ich lasse dich allein entscheiden, wo wir in Zukunft zusammenleben und unsere Kinder aufziehen werden?«
»Ich habe nur Angst, du könntest dich bei diesem Sauwetter erkälten«, entgegnete Danny. Seine Stirn zog sich in Falten. »In deinem Zustand mußt du besonders aufpassen.«
Alice lächelte glücklich. Sie fand es rührend, wie Danny sich um sie sorgte. Aber dadurch würde sie sich in ihrer Bewegungsfreiheit nicht einschränken lassen.
Versonnen schaute sie an Danny vorbei nach draußen. Hinter dem Vorhang aus rinnendem Regenwasser zeichneten sich undeutlich die Umrisse einer alten Villa ab. Aus dem Dach ragten zwei runde schlanke Türme, die jeweils mit einem Spitzdach versehen waren und lange gotische Fenster aufwiesen, die jedoch genauso dunkel und unbeleuchtet waren, wie all die anderen Fenster des Gebäudes. Tannen und Eichen umgaben das Haus und ließen es düster und abweisend aussehen. Nicht unweit der Villa erhob sich ein schwarzes Grabkreuz, das unheilverkündend und verwittert aus dem wildwuchernden Gras ragte.
Das Grabmal erinnerte Alice unwillkürlich daran, wie sie Danny kennengelernt hatte. Sie liebte diesen starken jungen Mann über alles. Zwar kannte sie ihn erst knapp ein Jahr, aber es kam ihr trotzdem so vor, als würde sie schon ewig mit ihm zusammenleben – so vertraut und lieb war er ihr in dieser kurzen Zeit geworden. Sie konnte sich gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne ihn wäre.
Schon bei ihrem ersten Zusammentreffen hatte Alice deutlich gespürt, daß Danny etwas ganz Besonderes war. Sie hatten sich in seltsamer Weise romantisch auf einem Londoner Friedhof kennengelernt.
Alice war eine leidenschaftliche Landschaftsmalerin. Sie liebte die besonderen Motive und hatte es mit ihrem Können schon so weit gebracht, daß ein angesehenes Londoner Atelier ihre Bilder ausstellte und verkaufte.
Auf den Friedhof hatte es sie gezogen, weil die Frühlingssonne die alten Grabmale und die frisch erblühten Blumen auf den Gräbern besonders zauberhaft und verklärt aussehen ließ.
Alice suchte sich einen geschützten Platz unter den tiefhängenden Zweigen einer Trauerweide und baute dort ihre Staffelei auf. Dann begann sie zu malen.
Alice bevorzugte Aquarellfarben, da sich mit den Pastelltönen dieser feinen Wasserfarben die Stimmungen, die Alice auf ihren Bildern einfangen wollte, am besten darstellen ließ.
Selbstvergessen und in ihre Arbeit vertieft saß sie da und malte. Die Strahlen der Frühlingssonne fielen schräg durch die Büsche und Bäume des alten Friedhofs und zauberten goldene Lichtflecken auf die moosbewachsenen Grabsteine.
Da tauchte plötzlich ein Trauerzug auf.
Alice war erst ein wenig erschrocken, da sie nicht damit gerechnet hatte, daß heute eine Beerdigung stattfinden sollte.
Vier Männer im schwarzen Smoking und mit weißen Handschuhen trugen den dunklen Eichensarg, der mit Blumenkränzen geschmückt war. Zwei junge Männer und ein Priester trotteten in schleppendem Gang hin-ter dem Sarg her. Ihre Gesich-
ter waren von Trauer gezeichnet und wirkten im goldenen Licht der Frühlingssonne sonderbar blaß.
Da hob einer der Männer plötzlich den Blick und schaute in Alices Richtung, gerade so, als hätte er bereits vermutet, daß da jemand unter der Trauerweide saß.
Alice zuckte kaum merklich zusammen, als sie der Blick aus den hellbraunen Augen des Mannes traf. In seinem schwarzen unbändigen Haar schimmerten einige verirrte Sonnenstrahlen. Die geraden Brauen waren zusammengezogen, so als würde der junge Mann trüben, finsteren Gedanken nachhängen.
Doch plötzlich hellte sich die Miene des jungen Mannes auf. Ein geheimnisvolles Leuchten trat in seine hellbraunen Augen, und ein kaum wahrnehmbares Lächeln umspielte seine Lippen.
Alice schlug unwillkürlich die Augen nieder. Ein eigenartiges prickelndes Gefühl ergriff plötzlich Besitz von ihr. Der Blick des Fremden war auf unerklärliche Weise tief in ihr Inneres gedrungen.
Plötzlich kam sie sich auf dem Friedhof fehl am Platze vor. Sie fühlte sich wie ein unerwünschter Voyeur.
Dieses Gefühl wurde noch verstärkt, als der Trauerzug plötzlich in ihrer unmittelbaren Nähe anhielt. Die Träger ließen den Sarg von ihren Schultern.
Erst jetzt bemerkte Alice, daß sich dort ein frisch ausgehobenes Grab befand.
»Wie konnte dir das nur entgehen?« flüsterte sie mit einem unbehaglichen Gefühl.
Alles in ihr drängte danach, die Staffelei und die Farben zusammenzupacken und den Friedhof so rasch wie möglich zu verlassen.
Doch da bemerkte sie, daß der junge Mann mit den hellbraunen Augen sich verstohlen zu ihr umsah, so als gehorche er einem inneren Zwang, dem er sich nicht widersetzen konnte.
Eine seltsame Erregung, wie sie sie noch nie zuvor erlebt hatte, stieg in Alice auf. Sie stellte verwundert fest, daß sie sich zu dem Fremden sehr stark hingezogen fühlte.
»Unsinn!« flüsterte sie und schüttelte unwillig den Kopf. »Was ist bloß los mit dir, Alice?«
Aber ihre Gefühle waren stärker als ihr Verstand. Alice brachte es nicht fertig, ihren Platz einfach zu verlassen.
Im Gegenteil. Plötzlich wurde sie von einem wahren Schaffensfieber ergriffen. Und während der Priester seine Grabrede hielt, holte Alice ihren Skizzenblock hervor und begann Zeichnungen von der kleinen Trauergemeinde anzulegen. Sie fertigte genaue Studien von dem fremden jungen Mann an und wunderte sich, wie gut es ihr gelang, ihn mit nur wenigen Bleistiftstrichen zu porträtieren.
Schließlich befaßte sie sich wieder mit dem angefangenen Aquarellgemälde und fing an, die Trauergemeinde in das Bild hinein zu malen.
Alice war in ihre Arbeit so sehr vertieft, daß sie mit einem spitzen Schrei zusammenfuhr, als sie plötzlich angesprochen wurde.
Verwirrt schaute sie von ihrer Staffelei auf.
Vor ihr stand der geheimnisvolle junge Mann. Lächelnd und mit unverhohlener Neugierde sah er sie an.
»Was finden Sie an einer Beerdigung so faszinierend?« wiederholte er seine Frage, die Alice vor lauter Schreck gar nicht verstanden hatte.
»Entschuldigen Sie«, stammelte sie verwirrt. »Ich wollte Sie in Ihrer Trauer bestimmt nicht stören. Ich war ganz überrascht, als Sie hier aufkreuzten. Und dann brachte ich es irgendwie nicht fertig, meine Arbeit abzubrechen…«
Alice verstummte. Es kam ihr so vor, als würde sie nur Unsinn von sich geben.
Der Mann sagte nichts. Statt dessen trat er nun unaufgefordert hinter Alice und schaute über ihre Schulter.
»Ein sehr stimmungsvolles Bild«, lobte der Fremde, wobei seine Stimme sich plötzlich ein wenig traurig anhörte.
»Wenn Sie darauf bestehen, werde ich das Bild zerreißen«, beeilte Alice sich zu erklären. Ihr war es unangenehm, daß der Fremde sah, daß sie ihn auf ihrem Bild verewigt hatte.
Der Fremde schüttelte entschieden den Kopf. »Das wäre mir überhaupt nicht recht«, erwiderte er ein wenig streng. »Das Bild ist wunderschön. Es fängt die Stimmung auf der Beerdigung meines Vaters sehr gut ein.«
Der Fremde verstummte und räusperte sich verlegen.
Alice blickte verstohlen zu ihm auf und sah, daß sich Tränen in seinen Augen sammelten.
»Es… es tut mir sehr leid um Ihren Vater«, meinte sie mit belegter Stimme. »Es muß sehr hart sein, wenn man einen Menschen verliert, der einem nahe stand. Ich selbst habe so etwas noch nicht durchmachen müssen. Ich bin in einem Waisenheim aufgewachsen. Meine Eltern habe ich nie kennengelernt.«
Alice machte eine wegwerfende Handbewegung. »Aber was rede ich da. Sicher langweile ich Sie nur.«
»Sie langweilen mich in keiner Weise«, erwiderte der Fremde. »Im Gegenteil. Es tut gut, sich mit Ihnen zu unterhalten. Ich würde Ihnen ihr Bild gerne abkaufen. Als Erinnerung an diesen traurigen Tag. Oder trennen Sie sich von Ihren Werken nicht so gern?«
»Doch, schon«, meinte Alice und machte dabei eine unbeholfene Geste. Der Fremde verwirrte sie. Er wühlte ihre Gefühle auf, ohne daß es dafür einen ersichtlichen Grund gab.
»Ich werde Ihnen das Bild schenken, wenn Sie möchten«, meinte sie spontan. »Es ist nur leider noch nicht trocken.«
Ein verschmitztes Grinsen huschte über die Lippen des Fremden. »Dann werde ich es mir wohl später bei Ihnen abholen müssen«, meinte er betont sachlich.
Alice spürte, wie ihr Herz vor Freude einen doppelten Schlag tat. Sie würde diesen geheimnisvollen, aufregenden Mann wiedersehen. Nichts war ihr lieber als das.
Da rief der zweite junge Mann, der beim Grab neben dem Priester stehengeblieben war, dem Fremden etwas zu und winkte herrisch.
Alices Gesprächspartner seufz-te. »Mein großer Bruder will, daß ich wieder zum Grab zurückkehre«, meinte er bedauernd. »Peter ist ein wenig streng und altmodisch. Aber ich weiß, daß mein Vater es mir nicht übelgenommen hätte, wenn er gewußt hätte, daß ich auf seiner Beerdigung eine charmante, reizende Frau kennenlerne.«
Er streckte Alice die Hand hin und stellte sich dann knapp vor: »Danny Jacobs. Ich arbeite für eine kleine Software-Firma und entwickle Computerspiele.«
»Alice Wundabra«, stellte sich Alice nun ihrerseits vor.
Sie genoß den festen warmen Griff seiner Hand – und das angenehme Prickeln, das von ihr auf sie übersprang und ihren ganzen Körper durchflutete.
»Ich bin Landschaftsmalerin. Meine Gemälde werden in einer kleinen Galerie in der City ausgestellt«, fügte sie mit zittriger Stimme hinzu.
Peter rief erneut. Diesmal klang seine Stimme noch ungeduldiger und grollender.
Rasch nannte Alice ihre Adresse. Dann wandte sich Danny
ab und eilte zu seinem Bru-
der…
Gleich am nächsten Nachmittag erschien Danny bei Alices kleinem Appartement, das sich in einem Randbezirk der Londoner City befand. Sie verbrachten den ganzen Tag zusammen und erzählten sich von ihrer Kindheit und Jugend. Es herrschte eine harmonische, prickelnde Atmo-sphäre zwischen ihnen, und sie beschlossen, sich in Zukunft öfter zu treffen. Vier Monate später heirateten sie. Kurz darauf bemerkte Alice, daß sie von Danny schwanger war.
Dies lag nun schon vier Monate zurück. Die beiden waren nun auf der Suche nach einem geeigneten Haus, in dem sie zusammen leben und eine Familie gründen konnten. Sie waren sich allerdings schnell darüber einig geworden, daß sich dieses Haus auf dem Land befinden sollte. Die Großstadt reizte sie nicht. Und auch für ihre Kinder er-
schien es ihnen schöner, auf dem Land aufzuwachsen.
»Was ist mit dir?« fragte Danny plötzlich und legte Alice einen Arm um die Schulter. »Du wirkst plötzlich so abwesend.«
Ein verklärtes Lächeln huschte über Alices Lippen.
»Ich mußte daran denken, wie wir uns kennengelernt haben«, flüsterte sie und hauchte Danny einen Kuß auf den Mund.
Danny grinste. »Ich glaube, Peter hat es mir noch immer nicht verziehen, daß ich ausgerechnet auf der Beerdigung unseres Vaters die Frau meines Lebens gefunden habe.«
Alice nickte betrübt. »Er kam nicht einmal zu unserer Hochzeit«, murmelte sie betroffen.
Danny machte eine wegwerfende Handbewegung. »Wenn er erst einmal Onkel geworden ist, wird er sich bestimmt ändern«, behauptete er. »Peter hat ein weiches Herz. Unser kleiner Nachwuchs wird Peter sicherlich für alles entschädigen.«
»Unser Kleiner?« hakte Alice nach und lächelte amüsiert. »Was macht dich so sicher, daß es ein Junge wird?«
Danny zuckte gleichmütig mit den Schultern. »Nenn es Eingebung«, erwiderte er lapidar.
Ungeduldig schaute er auf seine Armbanduhr.
»Die Maklerin müßte längst hier sein«, murmelte er und blickte zu der Villa mit den zwei schlanken Türmen hin. »Man könnte fast meinen, sie lege keinen besonderen Wert darauf, die alte Villa zu verkaufen.«
»Von außen betrachtet, sieht das Gebäude ja auch ziemlich abweisend und düster aus«, bemerkte Alice. »Es gibt aber mit Sicherheit ein gutes Motiv für Landschaftsbilder ab.«
Da näherte sich dem Wagen plötzlich ein dunkler Schatten. Er trug einen flatternden schwarzen Umhang und einen Schlapphut, der tief in die Stirn gedrückt war.
Ein greller Blitz zuckte vom Himmel. Seine weitverästelten Lichtfinger gingen irgendwo hinter der unheimlichen Villa nieder, so daß die schwarze Silhouette mit den beiden Türmen und dem Spitzdach sich für einen Moment überdeutlich vom wolkenbedeckten Himmel abhob.
Etwas von dem flackernden Widerschein fiel unter den Hut der Gestalt und beleuchtete sein Gesicht.
Alice erstarrte. Ein bleicher Totenschädel starrte mit leeren Augenhöhlen unter dem Hut hervor. Unwillkürlich krallte sie ihre Finger in Dannys Unterarm.
