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Die kleine Affenbande ist die beste und bekannteste Detektivgruppe im Urwald vom Kongo. Ihr erster Fall führt sie auf die Spur von Sternchens Verschwinden.
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Seitenzahl: 35
Veröffentlichungsjahr: 2015
Das Buch widme ich meinem Enkel
Finn Benjamin Spilarewicz
Wo alles begann
Wie alles begann
Das Unglück
Der Plan
Eine erste Spur?
Der nächste Morgen
Eine unvorhergesehene Entwicklung
Eine schreckliche Entdeckung
Wie soll es weitergehen?
Es geht los!
Der Angriff
Die Freiheit
Es gibt noch viel zu tun
Die letzten Minuten
Der Rückzug aus der Gefahr
Das Ende des Abenteuers
Ruhig lag der Regenwald in der untergehenden Sonne. Die Baumkronen der riesigen Bäume mit ihren frischen Blättern schlossen ihn oben ab wie eine große Decke. Kaum ein Laut drang nach außen. Es war wie immer noch sehr warm und die Feuchtigkeit, die durch häufigen Regen entsteht, umfing alles wie ein nasser Schal. Am Boden roch es leicht moderig.
Doch es war nicht ruhig im Regenwald, es schien nur so. Alle Tiere, die hier lebten, bereiteten sich auf die kommende Nacht vor. Und es gab viele Tiere. Nur hörte man sie nicht, denn der Regenwald war dicht und undurchdringlich. Ameisen, viele andere Insekten und Vögel suchten ihre Schlafstätten zwischen den Blättern auf, ja sogar Frösche lebten hier manchmal auf den Bäumen.
Der Regenwald war so dicht, dass die Bäume in verschiedenen „Stockwerken“ wuchsen. Die größten Bäume waren so hoch wie große Hochhäuser und bekamen das meiste Licht, ein Stockwerk niedriger wuchsen die Bäume nicht mehr so hoch wie die großen, sie ergatterten nur noch etwas Licht und dann kamen Büsche und die kleinen und jungen Bäume, die schon fast im Dunklen standen.
Sie waren oft bewachsen mit wunderschönen Blumen. Ganz unten am Waldboden gab es fast kein Licht mehr und er war bedeckt mit feuchten, verfaulten Blättern und ganz kurzen Pflanzen. Das war kein guter Lebensraum für Frösche, deshalb waren sie zum Teil nach oben gezogen. Weil die Bäume und Büsche in Etagen wuchsen, gab es so viele Bäume und deshalb war der Regenwald auch so undurchdringlich.
Auch die großen Regenwaldbewohner waren müde, der Leopard suchte sich einen dicken Ast zum schlafen und die Affen zogen sich in ihre Reviere zurück, in denen sie sich gemütliche Schlafnester gebaut hatten. Sogar die großen Elefanten wanderten langsam in die Gebiete, in denen sie gute Schlafplätze finden konnten.
Der Regenwald war auch die Heimat von Wolle. Das war ein lebhafter Schimpansenjunge, er lebte im Kongo im Regenwald mit seiner großen Familie, die aus seinen Eltern, vielen Tanten und Onkeln, Cousins, Cousinen, Freunden und Geschwistern bestand. Sie alle lebten hier in einem Revier.
Wolle sah ein bisschen anders aus als die übrigen Schimpansen, er hatte viele dichte, lockige Haare und sein dunkles Fell war deshalb sehr wuschelig. Wie weiche Wolle. Alle anderen Affenkinder mochten gerne mit Wolle schmusen und kuscheln, weil es sich so gut anfühlte. Das nervte ihn ein bisschen, er zierte sich oft und sagte, kuscheln ist Mädchensache, aber insgeheim liebte er es doch.
Wolle fand es toll, hoch oben auf den Bäumen zu spielen, hier konnte man prima toben, klettern und von Ast zu Ast fliegen. Er war ein schneller Kletterer, er schlug seine Spielkameraden immer um Längen.
Übermütig sprang er viele Meter weit, manchmal konnte er sich nur knapp mit seinen Fingern festhalten und es störte ihn auch nicht, dass er schon einige Male abgerutscht und auch abgestürzt war.
Und er ging gerne zur Affenschule. Wolle war ein guter Schüler, er wusste schon fast alles über die vielen Pflanzen, die im Regenwald wuchsen. Und er kannte die meisten Tiere, die hier lebten. Nicht alle, denn es gab hier so viele, dass er sie noch nicht alle gesehen hatte. Er war ja noch ein junger Affe.
Auch wusste er einiges über Menschen. Es gab einige wenige Stämme, die im Regenwald lebten und einige Menschen, die aus anderen Ländern kamen. Die sahen komischer aus als die, die hier lebten. Wolle wusste genau Bescheid über diese Menschen, der Affenlehrer hatte den Kindern ja in der Schule von ihnen erzählt und vor ihnen gewarnt. Er sagte, dass diese anders aussehenden Menschen oft nicht Gutes im Sinn hätten und alle Tiere sich vor ihnen in Acht nehmen sollten.
