Die magische goldene Berührung - Caroline von Oldenburg - E-Book

Die magische goldene Berührung E-Book

Caroline von Oldenburg

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Beschreibung

König Midas hat eine Leidenschaft: Er liebt Gold über alles. Doch obwohl er in seiner Schatzkammer bereits viel Gold angehäuft hat, genügt ihm das noch lange nicht! Midas wird eine besondere Gabe geschenkt, die ihn zum glücklichsten Mann der Welt werden lässt. Doch sehr schnell wird die Gabe zum Fluch ...

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Seitenzahl: 28

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Die magische goldene Berührung

Die magische goldene Berührung Es war einmal ein sehr reicher König ...Impressum

Die magische goldene Berührung

Eine Geschichte von König Midas

Es war einmal ein sehr reicher König ...

Es war einmal ein sehr reicher König, der hieß Midas, und der hatte eine kleine Tochter, von der niemand außer mir je gehört hatte, und deren Namen ich entweder nie gekannt oder ganz vergessen habe. Weil ich also seltsame Namen für kleine Mädchen liebe, habe ich beschlossen, sie Goldmarie zu nennen.

Dieser König Midas liebte das Gold mehr als alles andere auf der Welt. Er schätzte seine Königskrone vor allem deshalb, weil sie aus diesem glänzenden Edelmetall bestand. Wenn er etwas noch ein wenig mehr liebte, dann war es das kleine Mädchen, das so fröhlich um den Schemel ihres Vaters spielte. Aber je mehr Midas seine Tochter liebte, umso mehr wünschte er sich auch noch mehr Reichtum. Sein ganzes Leben strebte er danach, um noch reicher zu werden.

Er glaubte, dass das Beste, was er für dieses liebe Kind tun konnte, wäre - ihr den unermesslichsten Berg gelber, glitzernder Münzen zu vermachen, der je aufgehäuft worden war, seit es die Welt gibt. So schenkte er all seine Gedanken und seine ganze Zeit diesem einen Ziel.

Wenn er jemals einen Augenblick lang die goldfarbenen Wolken des Sonnenuntergangs betrachtete, wünschte er sich, dass sie aus echtem Gold wären, und er hätte dann die goldenen Wolken gern in seinen Tresor hinein gequetscht. Wenn die kleine Goldmarie ihm mit einem Strauß Butterblumen und Löwenzahn entgegenlief, pflegte er zu sagen: "Aber, aber, liebes Kind! Nur wenn diese Blumen wirklich so golden wären, wie sie aussehen, nur dann wären sie es auch wert, gepflückt zu werden! "

Man sollte jedoch wissen: In seinen früheren Tagen, bevor er so vollständig von diesem wahnsinnigen Verlangen nach Reichtum besessen war, hatte König Midas eine große Vorliebe für Blumen. Er hatte einen Garten angelegt, in dem die größten, schönsten und süßesten Rosen wuchsen, die je ein Sterblicher gesehen oder gerochen hatte.

Diese Rosen wuchsen immer noch im Garten, so groß, so schön und so duftend, wie damals, als Midas noch viel Zeit damit verbrachte, sie anzuschauen und ihren Duft einzuatmen. Wenn er sie jetzt überhaupt ansah, dann nur, um zu berechnen, wie viel der Garten wert wäre, wenn jedes der zahllosen Rosenblüten ein dünnes Goldplättchen wäre.

Und obwohl er einst der Musik zugetan war (trotz einer müßigen Geschichte über seine Ohren, die angeblich denen eines Esels ähnelten), war die einzige richtige und angenehme Musik für den armen Midas jetzt das Klirren einer Münze gegen eine andere.

Mit der Zeit (denn die Menschen werden immer dümmer, wenn sie sich nicht bemühen, weiser und weiser zu werden), war Midas so unvernünftig geworden, dass er es kaum noch ertragen konnte, einen Gegenstand zu sehen oder zu berühren, der nicht aus Gold war.

Er machte es zu seiner Gewohnheit, einen großen Teil eines jeden Tages in einem dunklen Raum zu verbringen, unter der Erde, im Keller seines Palastes. Hier bewahrte er seinen Reichtum auf.

In dieses düstere Loch - es war kaum besser als ein Kerker - begab Midas sich, wenn er besonders glücklich sein wollte. Hier, nachdem er die Tür sorgfältig von innen verriegelt hatte, nahm er einen Beutel mit Goldmünzen, eine Goldschale, die so groß wie eine Waschschüssel war, oder einen schweren Goldbarren oder etwas Goldstaub, und brachte alles aus den dunklen Ecken des Raumes in den einen hellen und schmalen Sonnenstrahl, der aus dem kerkerartigen Fenster fiel.