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Stell dir vor, du arbeitest monatelang an einer genialen App – und kurz vor dem großen Schulwettbewerb ist sie plötzlich spurlos verschwunden. Genau das passiert Leo. Aufgeben? Keine Chance. Zusammen mit Mia, Timo und Sarah gründet er die Schatten-Ermittler – und startet eine rasante Jagd nach der Wahrheit. Mit Drohne, Technik und Köpfchen verfolgen die Junior-Detektive jede Spur durch Eichenfels. Doch schnell wird klar: Das ist kein harmloser Diebstahl. Hinter dem App-Rätsel steckt ein Netz aus Lügen, falschen Fährten und einem Gegner, der erstaunlich gut vorbereitet ist. Führt alles wirklich zum mysteriösen IT-Lehrer? Und warum tauchen plötzlich Hinweise auf einen alten Fall von Industriespionage auf? Als der Täter ihren Schritten immer einen Zug voraus zu sein scheint, gerät sogar die Freundschaft der vier ins Wanken. Gibt es einen Verräter in den eigenen Reihen? "Die Schatten-Ermittler – Das App-Rätsel" ist ein spannender Kinderkrimi voller High-Tech, Rätsel und Teamwork – perfekt für alle, die mitermitteln, Kombinationen knacken und Geheimnisse lüften wollen. Schnapp dir dein Notizbuch – und finde heraus, wer hinter dem App-Rätsel steckt!
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Seitenzahl: 50
Veröffentlichungsjahr: 2026
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Robert Heinrich
Einleitung
Der Geist im System
Spuren im digitalen Nebel
Das Erbe der Spione
Showdown im Netz
Der letzte Algorithmus
Abschluss Kapitel
Willkommen zu Die Schattenermittler Das App Rätsel. Einem eBook von Robert Heinrich. Leo ist verzweifelt als seine selbst programmierte App für einen Schulwettbewerb plötzlich spurlos verschwindet. Zusammen mit seinen Freunden Mia Timo und Sarah gründet er die Schattenermittler um den Dieb mit Drohnen und Computerwissen zu jagen. Die Spuren führen zu einem geheimnisvollen Informatiklehrer und einem alten Fall von Industriespionage in ihrer Stadt Eichenfels. Doch der Täter scheint jeden ihrer Schritte zu kennen was sogar zu Misstrauen innerhalb der Freundesgruppe führt. Gemeinsam müssen die jungen Detektive das Rätsel lösen und beweisen dass ihre Freundschaft stärker ist als jedes Verbrechen. Bevor das Abenteuer beginnt kommen hier noch ein paar rechtliche Hinweise für dich. Das gesamte Werk inklusive aller Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede
Verwertung außerhalb der gesetzlichen Grenzen ist ohne Zustimmung unzulässig. Die Geschichte und alle Charaktere sind frei erfunden. Begleite Leo und seine Freunde auf ihrer spannenden Jagd nach der Wahrheit durch Eichenfels. Wir wünschen viel Spaß beim lesen.
K A P I T E L
Das kühle Leuchten des Monitors war die einzige Lichtquelle im dunklen Zimmer. Draußen peitschte der Herbstregen gegen die Scheibe – ein rhythmisches Trommeln, das heute Abend wie ein nervöses Warnsignal klang. Leo starrte auf den Bildschirm. Seine Hände schwebten eingefroren über der Tastatur. Sein Atem ging flach. Was er dort sah – oder vielmehr nicht sah – widersprach jeder Logik. Der Ordner war leer. Nicht einfach nur unvollständig. Er war vollkommen, absolut leer.
Noch vor zwei Stunden befand sich hier das Herzstück seiner Arbeit der letzten sechs Monate: seine App für den Landeswettbewerb. Tausende Zeilen Code, komplexe Algorithmen, Grafikassets. Alles bereit für den finalen Kompilierungsvorgang. Er hatte sich nur eine kurze Pause in der Küche gegönnt, sich schon ausgemalt, wie er morgen die Demoversion präsentieren würde. Den Stolz seines Informatiklehrers hatte er fast spüren können. Und nun? Ein weißes Fenster, das ihn höhnisch anstarrte. Null Objekte. Leo schluckte schwer. Er klickte auf den Zurück- Button, dann wieder auf den Ordner. Er hämmerte auf die Fünf, um die Ansicht zu aktualisieren. Nichts. Die gähnende Leere des digitalen Raums blieb. Kalte Panik stieg in ihm auf. Er riss den Papierkorb auf. Sauber, als wäre der Computer fabrikneu. Schweiß brach auf seiner Stirn aus. Hektisch öffnete er die
Kommandozeile, seine Finger flogen über die Tasten. Er tippte Befehle, um versteckte Dateien anzuzeigen, suchte nach Dateinamen, die er im Schlaf kannte. Main punkt py. Datenbank punkt sql. Die Antwort des Systems blieb gleichgültig: Datei nicht gefunden. Leo lehnte sich zurück, das Leder seines Stuhls knarrte. Das war unmöglich. Daten verschwanden nicht einfach spurlos. Selbst bei einem Crash gab es Fragmente. Aber sein Computer lief ruhig, der Lüfter summte monoton. Keine Warnmeldung, kein Virus, keine Lösegeldforderung. Es war, als hätte es seine App nie gegeben. Ein Geist im System. Ein Blick auf die Uhr: Neunzehn Uhr dreißig. In weniger als vierzehn Stunden war Abgabe. Ohne das Projekt war nicht nur der Wettbewerb gelaufen. Er
würde mit leeren Händen vor der Klasse stehen, und die Geschichte vom Computer, der die App gefressen hatte, würde ihm niemand abkaufen. Er brauchte Hilfe. Er brauchte die Besten. Mit zitternden Fingern griff er nach seinem Smartphone und öffnete den Gruppenchat. Notfall. Code Rot. Kommt sofort zu mir. Es ist alles weg. Er zögerte nicht, drückte auf Senden. Mia, Timo und Sarah würden wissen, dass er diesen Tonfall nicht leichtfertig benutzte. Während er wartete, starrte er weiter auf den leeren Ordner. Er versuchte, die Minuten seiner Abwesenheit zu rekonstruieren. Hatte er ein Geräusch gehört? Das Fenster war auf Kipp, der Regen spritzte auf das Brett. Aber im zweiten Stock kam niemand herein. Seine Eltern waren unten im Wohnzimmer; sie hätten Schritte
auf der Treppe gehört. Zehn Minuten später klingelte es. Kurz darauf polterten Schritte die Treppe hinauf. Timo stand im Rahmen, die Brille vom Regen beschlagen, dicht gefolgt von Mia und einer besorgten Sarah. "Was ist passiert?", fragte Timo ohne Umschweife. Er sah Leos Blässe und wusste sofort, dass es ernst war. "Sieh es dir selbst an", krächzte Leo und drehte den Stuhl zur Seite. Timo warf seinen nassen Rucksack in die Ecke und übernahm den Platz am Schreibtisch. Mia und Sarah traten näher. "Der Wettbewerbsordner?", fragte Sarah leise. Leo nickte nur. Timo schwieg. Seine Hände glitten über die Tastatur, wiederholten Leos Schritte, nur schneller, präziser. Er
prüfte Protokolldateien und Systemereignisse. "Wann warst du das letzte Mal am Rechner?" "Vor etwa fünfundvierzig Minuten. Ich war kurz essen." "Hast du den Rechner gesperrt?" "Nein. Ich dachte, ich bin ja gleich wieder da." Mia wandte sich vom Bildschirm ab und begann, den Raum zu scannen. Sie ging zum Fenster. "Es war gekippt?" "Ja, wegen der Luft." Mia fuhr über das Fensterbrett und leuchtete mit ihrer Handylampe flach über den Teppich darunter. "Hier ist es trocken", stellte sie fest. "Bei diesem Wetter gäbe es Wasserflecken oder Schlamm, wenn jemand eingestiegen wäre." "Also kein Einbruch?", fragte Sarah hoffnungsvoll.
"Zumindest kein gewaltsamer Einstieg durch das Fenster", korrigierte Mia und prüfte das Türschloss. "Und deine Eltern haben niemanden gesehen?" "Der Fernseher läuft laut." "Leute", unterbrach Timo sie mit harter Stimme. "Das müsst ihr sehen." Die drei drängten sich um den Monitor. Timo hatte ein Fenster geöffnet, gefüllt mit Kolonnen von Hexadezimalzahlen. "Was ist das?", fragte Sarah. "Ich habe die Sektoren der Festplatte ausgelesen", erklärte Timo und zeigte auf einen Block von Nullen. "Normalerweise markiert das Betriebssystem gelöschte Dateien nur als 'frei'. Man kann sie wiederherstellen. Aber das hier? Das ist nicht gelöscht. Das ist gewiped."
