Die Sehnsucht der Schöpfung - Don Atkin - E-Book

Die Sehnsucht der Schöpfung E-Book

Don Atkin

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Beschreibung

Wie sieht die Zukunft der Gemeinde Jesu Christi aus? Was muss geschehen, damit die Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes die Erde erfüllt? Es steht nicht länger zur Debatte, dass Gott in unseren Tagen seine Gemeinde wiederherstellt. Von den Enden der Erde ist ein deutlicher Schrei zu hören. Eine tiefe Sehnsucht bricht sich Bahn. Gottes Schöpfung gibt sich nicht länger damit zufrieden, Opfer einer selbst- oder religionszentrierten Weltsicht zu sein. Jesus will eine Sichtweise wiederherstellen, in deren Mittelpunkt das Reich Gottes steht. Don Atkin zeigt unmissverständlich auf, dass Vater- und Sohnschaft das Herzstück des Apostolischen sind und dass sich dies durch das Zusammenwirken der Gaben im Leib Christi, vor allem aber durch authentische Jüngerschaftsbeziehungen, praktisch auswirkt. Er bietet einen präzisen Verständnisrahmen für alle, die verstehen wollen, was ein legitimer, praktischer apostolischer Dienst ist und welche Rolle dieser Dienst für die Wiederherstellung der Gemeinde spielt.

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Seitenzahl: 313

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Don Atkin

Die Sehnsucht der Schöpfung

Das Herz der apostolischen Leidenschaft

GloryWorld-Medien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Auflage 2017

© 2010 Don Atkin; Originaltitel: „Creation’s Cry – The Heart of Apostolic Passion“

© der deutschen Ausgabe: 2017 GloryWorld-Medien, Xanten, Germany, www.gloryworld.de

Alle Rechte vorbehalten

Bibelzitate sind, falls nicht anders gekennzeichnet, für das Neue Testament der Neuen Genfer Übersetzung, 2009, entnommen, für das Alte Testament der Elberfelder Bibel, Revidierte Fassung von 1985. Weitere Bibelübersetzungen:

HFA: Hoffnung für alle, Basel und Gießen, 1983LUT: Lutherbibel, Revidierte Fassung von 1956ZÜR: Zürcher Bibel (Ausgabe 2007)

Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst.

Übersetzung: rdeLektorat/Satz: Manfred MayerUmschlaggestaltung: Kerstin & Karl Gerd Striepecke, www.vision-c.deFoto: istock

ISBN (epub): 978-3-95578-428-7

ISBN (Druck): 978-3-95578-328-0

 

 

Stimmen zum Buch

Mir gefällt Don Atkins Gabe der Einfachheit. Sein jüngstes Buch, „Die Sehnsucht der Schöpfung“, serviert uns grundlegende apostolische Wahrheiten in überschaubaren Portionen und praktischen Prinzipien – es ist ein brillantes Handbuch des apostolischen Lebens im Neuen Bund.

Ebenso genau wie elegant zeigt er, wie Vater- und Sohnschaft das Herzstück des Apostolischen sind und dass sich dies durch das Zusammenwirken der Gaben im Leib Christi, vor allem aber durch authentische Jüngerschaftsbeziehungen, praktisch auswirkt. Er verdeutlicht, dass die apostolische Botschaft des „Christus in uns – die Hoffnung der Herrlichkeit“ so beschaffen ist, dass sie sich mittels der apostolischen Methode des Jüngermachens exponentiell multipliziert.

Ganz besonders gefällt mir sein einzigartiges Verständnis geistlicher DNA. Das wird meiner Einschätzung nach verhindern, dass die gegenwärtige apostolische Reformation zu einer Totgeburt, zu lediglich einer weiteren menschlichen Autoritätsstruktur wird. Es stellt wieder her, dass der Wesenskern des Neuen Bundes in geistlicher Sohnschaft besteht und dass apostolisch lebende Menschen diejenigen sind, die diese Saat – und damit den Gehorsam gegen den Vater – kultivieren.

Don steht in vorderster Front jener bahnbrechenden apostolischen Ausdrucksweisen des Neuen Bundes, die sich in unseren Tagen Geltung verschaffen. Zeile für Zeile verströmt dieses Buch apostolische Gnade; es strotzt vor Weisheit, geronnen aus einem Leben des Dazulernens und der Opferbereitschaft – Don bringt die Dinge auf den Punkt wie kein anderer. Ich kann es kaum abwarten, dieses Buch an all unsere Freunde weiterzugeben.

David Orton,Lifemessenger-Mission, Melbourne (Australien)

 

Seit vielen Jahren bin ich mit Don Atkin befreundet und bewundere ihn als Kollegen. Er ist ein Mann des Wortes Gottes, der Weisheit und einer großen Liebe zur Gemeinde Jesu. Seine Feder ist eine fruchtbare Quelle der Offenbarung und tiefer geistlicher Einsichten. Das vorliegende Buch jedoch, „Die Sehnsucht der Schöpfung“, bildet seinen Herzschlag für das Apostolische noch ausgiebiger ab, als ich es aus seinen früheren Schriften herauslesen konnte. Es stellt einen Sammelband dar, der einige frühere Veröffentlichungen mit neueren vereinigt. Sie erscheinen hier erstmals zusammen, um der Tiefe und Breite seiner ausgedehnten Erkenntnisse zur Thematik des Apostolischen besser gerecht zu werden.

Seite für Seite scheint Dons tiefe Sorge um die Gemeinde als Gottes Instrument der Gnade und des Heils auf Erden durch. Leidenschaftlich geht es ihm darum, dass die in Römer 8 bekundete Sehnsucht der Schöpfung endlich beantwortet wird. Er sehnt die Zeit herbei, in der die geistlichen Söhne Gottes enthüllt werden und sich die Erlösung aller Dinge ereignen wird. Zu Recht erkennt er, dass es die Gemeinde und die Berufenen Gottes sind, die diese Realität in die Existenz bringen werden.

Allen, die Gottes Wort predigen und lehren, empfehle ich dieses Buch. Ich glaube, dass jeder aufmerksame Christ aus der Lektüre dieser Seiten Gewinn ziehen wird.

Dr. Dr. Ronald E. Cottle

 

 

„Die Sehnsucht der Schöpfung“ ist das geistlichste, biblisch fundierteste Buch, das bis heute zum Thema des Apostolischen erschienen ist. Don Atkin schreibt nicht auf dem Boden von Theorien oder guten Ideen, sondern aus einem ganzen Leben voll echter Erfahrung und fortwährenden Lebens und Wandels im Geist. Den Leser der „Sehnsucht der Schöpfung“ erwarten ausgewogene Wahrheiten hinsichtlich der Realität des Apostolischen unter Verzicht auf trennende lehrmäßige Differenzen. Dies ist ein Buch für heute von einem Verfasser, der für eine Zeit wie diese geboren wurde.

Ron McGatlin, www.openheaven.com

 

Es steht nicht länger zur Debatte, dass Gott in unseren Tagen seine Gemeinde wiederherstellt. Das ist Wirklichkeit. Von allen vier Enden der Erde ist ein Schrei zu hören. Gottes Schöpfung gibt sich nicht länger damit zufrieden, Opfer einer Weltsicht zu sein, die selbstzentriert oder religionszentriert ist. Jesus ist auf die Erde gekommen, um eine Sichtweise wiederherzustellen, in deren Mittelpunkt das Reich Gottes steht.

„Die Sehnsucht der Schöpfung“ ist ein Trompetenstoß, der die Gemeinde dazu bewegen will, sich wieder ihrer Zukunft zuzuwenden. Ihre Apostolizität ist das wahre Kennzeichen ihrer Authentizität. Dieses Buch ist frisch, lebendig und mitreißend. Es verhilft Ihnen zu einem „Abba-Erwachen“, erschließt Ihnen neu das Herz des Vaters. Ich empfehle es dem Leib Christi nachdrücklich.

Dr. Ron King

 

 

„Die Sehnsucht der Schöpfung“ ist weit entfernt von den üblichen Büchern und Lehren zum Thema Apostel. Don Atkin hat ein Buch vorgelegt, das die Lücken zwischen dem apostolischen Genius und den Disziplinen apostolischer Mission ausfüllt. Er bringt Elemente aus mehr als fünfzig Jahren apostolischen Dienstes, apostolischer Erkenntnisse und Offenbarungen ein. Er löst sich von Titeln und Hierarchien, um zu zeigen, dass der apostolische Auftrag ein Mandat zum Dienen ist. Ich fand das Buch erfrischend und zugleich biblisch herausfordernd angesichts der irrtümlichen Botschaften, die heute auf dem Markt sind und uns auf unserem Weg mehr Verwirrung als Lösungen eingebracht haben. „Die Sehnsucht der Schöpfung“ stellt der kommenden Generation ein zuverlässiges Modell zur Verfügung, ebenso wie es der vorigen eine Richtschnur liefert, an der sie sich ausrichten kann.

Robert Ricciardelli, Converging-Zone-Netzwerk

 

 

Etwas ganz Neues! Gott legt einen Gang zu, um eine ganze Gemeinde, die gelähmt ist von Programmen für religiöse Verbraucher, in einen apostolischen Virus zu verwandeln. Don Atkin ist einer von denen, deren Leben von dieser seismischen Erschütterung gepackt wurde. Beim Lesen dieses Buches kann es Ihnen passieren, dass Sie eine Reise antreten, an deren Ende Sie in etwas hineingezogen werden, wovon Sie immer geträumt haben, sich aber niemals vorstellen konnten, dass es wahr werden könnte. Aber es ist schon da. Lassen Sie sich von Don in seiner väterlichen Art an die Hand nehmen und dorthin führen.

Wolfgang Simson, Autor („Häuser, die die Welt verändern“)

 

 

Man sagt, das Markenzeichen eines guten Lehrers sei, komplexe Dinge für jeden verständlich zu machen. Eines der Markenzeichen eines wahren Propheten und Apostels indes besteht darin, dass er die wichtigen verborgenen und/oder verlorenen Wahrheiten Gottes nimmt und im Herzen des Volkes Gottes spürbaren Hunger nach diesen Wahrheiten auslöst. Werden diese Wahrheiten verdaut, so tragen sie dazu bei, die wahre, mitunter verborgene apostolische DNA zu manifestieren, die Gottes Volk in sich trägt. Ich glaube, „Die Sehnsucht der Schöpfung“ wird machtvoll dazu beitragen, einen gesunden Appetit auf die Dinge wiederzuerwecken, auf die es wirklich ankommt. Wenn Don von Wahrheiten wie der „apostolischen Migration“ und der Genialität und Einfachheit spricht, die es dem einen Genius höchstselbst erlaubt, zu unserem täglichen Genius zu werden, richtet er eine Festtafel voller erstaunlich gesunder, lebensverändernder Wahrheiten an.

Einer der Riesen, die heute Krieg gegen Gottes Volk führen, ist der religiöse Riese, der uns einredet, Programme und Methoden würden uns Gott näherbringen. Dieser wütende Riese hält viele davon ab, wahre Intimität mit Gott zu suchen und die Frucht davon zu genießen, also einen inkarnatorischen Lebensstil zu führen. Don schleudert einen gewaltigen Stein auf diesen Riesen, was viele in die Lage versetzen wird, ihrem religiösen Denken den Todesstoß zu versetzen und danach aus der wahren Herzenserkenntnis Gottes heraus zu leben.

Ein weiterer breiter und beunruhigender Trend, den er sich zur Brust nimmt, ist der Aufbau von geistlichen Dienstwerken rund um bloße Salbung und Begabung, denen man dann das Etikett „apostolisch“ anklebt. Schon das Kapitel „Das Herz des apostolischen Dienstes“, in dem er sich damit auseinandersetzt, ist den ganzen Preis des Buches wert. Ganz besonders schätze ich Dons Fähigkeit, das scheinbare Geheimnis des Wandels mit Gott unter der Leitung und Kraft des Heiligen Geistes in praktische Alltagsanwendbarkeit umzusetzen. Allein aus den Implikationen seines Satzes „Es bleibt ein Geheimnis, warum die Leute es darauf anlegen, so viele natürliche Dinge zu vergeistlichen, während es Gott darum geht, so viele geistliche Dinge natürlich zu machen“ könnte man ein ganzes Buch machen.

Don verdient Dank dafür, „Die Sehnsucht der Schöpfung“ geschrieben zu haben. Aber mehr als das: Wir dürfen ihm auch dafür danken, dass er ein lebendiges Beispiel dessen ist, was er schreibt. Es ist das eine, eine Botschaft zu haben, aber etwas ganz anderes, diese Botschaft zu sein! „Die Sehnsucht der Schöpfung“ ist nichts anderes als Dons in Worte gefasster Lebensstil, der uns dazu ermutigen möchte, dass wir die Wirklichkeit, als Söhne Gottes zu leben, kennen und umsetzen.

Marc A. Dupont, Mantle of Praise Ministries

 

 

Inhalt

Zum Geleit

Vorwort: Wesen und Genius der Gemeinde

Einführung

Teil I: Ein persönliches Zeugnis apostolischer Migration

 

Teil II: Die zweite Inkarnation: Apostolischer Genius auf der Erde

Einführung

1 Die Saat im Sohn

2 Die Inkarnation

3 Saat und Ernte

4 Söhne des Reiches

5 Genetik, DNA und die neue Schöpfung

6 In seinem Bild

7 Apostolischer Genius in Aktion

8 Apostel und apostolischer Genius

9 Die inkarnatorische und missionale Gemeinde

10 Die Vollendung aller Dinge in Christus

Teil III: Das Herz des apostolischen Dienstes

Einführung: Die Ersten werden die Letzten sein

1 Der apostolische Mantel: Autorität, Salbung und Wirkungskreis

2 Das apostolische Mandat: die Ausbreitung des Reiches Gottes

3 Die apostolische Mission: den Grund legen

4 Die apostolische Botschaft: Sohnschaft – Christus in dir

5 Die apostolische Motivation: Die Erde mit der Herrlichkeit Gottes füllen 143

6 Die apostolische Methode: Geisterfülltes Weitergeben

7 Der apostolische Mentor

8 Die apostolische Manifestation: eine apostolische Gemeinde

9 Das apostolische Maß: Ziel und Vision

Teil IV: Die Rolle der Apostel innerhalb des Priestertums aller Gläubigen

Einführung

1 Hirten

2 Visionäre

3 Baumeister

4 Fundamentleger

5 Zurüster

6 Aufseher

7 Strategen

8 Väter

9 Autorität

10 Wirkungskreise

11 Gegenseitige Abhängigkeit

12 Frucht

Schlussfolgerung: Eine weltweite Gemeinschaft von Aposteln

Teil V: Die Nationen zu Jüngern machen – Eine Person nach der anderen

Einführung

1 Mein Zeugnis

2 Die feine Kunst des Gehorsams

3 Das Beispiel Jesu

4 Persönliche Disziplinen

5 Geistliche Disziplinen in der Familie

6 Geistliche Disziplinen im sozialen Leben

7 Geistliche Disziplinen in Geldangelegenheiten

Schlussfolgerung: Disziplinen im geistlichen Dienst

Schlussgedanken: Nachrüstung oder Neugestaltung?

 

Dank

Ich danke mis amigos Greg Austin und Steve Crosby dafür, dass sie mir ein ehrliches Feedback gegeben und dann die „Sehnsucht der Schöpfung“ mit ihren Geleitworten versehen haben. Es gibt mir Sicherheit, dass wir in diesen unerforschten Gewässern gemeinsam unterwegs sind.

Sehr dankbar bin ich meinen Freunden Ron Cottle, Marc Dupont, Ron King, Ron McGatlin, David Orton, Rob Ricciardelli und Wolfgang Simson, die viele Stunden in die Lektüre des Manuskripts gesteckt und dann Empfehlungen zum Buch geschrieben haben.

Und dann gibt es da meinen Schwiegersohn und meine Tochter, Jeff und Denise Douglas, die uns mit ihren Computerfertigkeiten und ihrer Bereitwilligkeit, zu jeder Tages- und Nachtstunde erreichbar zu sein, online und im Cyberspace halten. Durch sie spielt die Tatsache, dass wir technologisch echt herausgefordert sind, keine Rolle mehr.

Am meisten danke ich aber Jesus dafür, dass er mir Barbara gegeben hat. Sie hat mir zur Seite gestanden und die Folgen des Eiferns und Strebens meiner Adoleszenzjahre durchlitten. Ich gebe ohne Weiteres zu, ihr erstes „Kind“ gewesen zu sein. Sie ertrug den langen, schmerzhaften Weg des Absterbens meiner selbstsüchtigen Bestrebungen und ist bis heute meine beste Freundin und engste Vertraute geblieben. Danke, Barbara, für deine geduldige prophetische Wegführung, deine herausragende Befähigung, einen auf die Probe zu stellen, und dafür, dass unser Zuhause durch dich eine Oase der Liebe und des Friedens geblieben ist.

Gott hat mich mit wunderbaren Menschen umgeben, von denen jeder seinen Anteil an der Formung und dem Segen meines Lebens hat. Ich bin ein sehr dankbarer Mann.

 

 

Zum Geleit

In den vergangenen 35 Jahren sind mir jede Menge Leute begegnet, die beanspruchten, Apostel zu sein. Die meisten von ihnen waren Heuchler, Möchtegern-Apostel und Leute, die illegitimerweise auf ihre eigene Erhöhung aus waren. Unter all jenen habe ich vielleicht ein halbes Dutzend kennengelernt, die echt waren. Einer davon ist Don Atkin. Don und Barbara spiegeln den Aposteldienst Jesu auf eine Weise wider, wie sie ausschließlich seine Gnade, Liebe, Zucht und die Erfahrung des täglichen Lebens hervorbringen können.

Inmitten der lärmenden Stimmen, die heutzutage um Aufmerksamkeit heischen, was das Apostolische angeht, ist die Stimme Don Atkins eine, auf die es sich wirklich zu hören lohnt. Wenn Don redet, höre ich hin. Ich ermutige Sie, auf die gereifte apostolische Weisheit zu hören, die im „Schrei der Schöpfung“ steckt, und sie auf Ihr Leben anzuwenden.

Dr. Stephen Crosby,Stephanos Ministries (www.stevecrosby.org)

 

 

Das Universum wird durch Gottes Strategie und seinen ewigen Vorsatz in Gang gehalten. Nichts, was er getan hat oder je tun wird, geschieht ohne endgültige, ewige Absicht. Gott ist kein Mensch, dass er etwas begänne, versuchte oder wagte, ohne in seiner Allwissenheit schon das Ziel, die nötigen Mittel und das vollendete Werk seines Willens klar festgelegt zu haben. Alles, was Gott tut, ist vollendet, noch ehe es begonnen hat, und alles, was er verkündet, steht da, noch ehe es sichtbar erscheint.

Auf seiner Reise vom Paradies in die Gegenwart hat der Mensch so manches Mal Fortschritte gemacht, öfter aber ist er ziellos herumgeschweift. Wie Ebbe und Flut haben sich Einzelne und ganze Gesellschaften erhoben und sind wieder versunken, und dabei hat jede Generation ihre Spuren im Sand der Zeit hinterlassen.

Zahllose Erdenkinder haben sich von dem beständigen Trachten danach, das Leben, seinen Zweck und Gottes ultimativen Plan für die Menschheit zu begreifen, einnehmen lassen, und die meisten von ihnen sind unbefriedigt am Ort ihrer letzten Ruhe angelangt, mit unbeantworteten Fragen, „die Verheißungen nicht erlangt habend“. Ihre Zeugnisse stimmen darin überein, dass sie vereinzelte Blicke in die Herrlichkeit erhascht haben, ihre Erkenntnis aber bestenfalls Stückwerk war.

Dieses überaus notwendige Buch schickt sich nicht an, die ganze Breite geistlichen Suchens abzudecken. Es bietet aber einen präzisen Verständnisrahmen für diejenigen, die in diesen letzten Tagen verstehen wollen, was ein legitimer, praktischer apostolischer Dienst ist und welche Rolle der apostolische Dienst spielen wird, während wir gemeinsam der verheißenen Manifestation „der Fülle dessen, der alles in allen erfüllt“ entgegensehen.

Don Atkin beschreibt dieses Geschehen treffend, enthüllt er doch hier den stillen und doch deutlichen Schrei des Kosmos nach dem Erscheinen und der Manifestation der verheißenen Söhne Gottes. Auf diesen Seiten entdecken wir ein Herz, das verschlungen wird von dem Wunsch, dass die „Sehnsucht der Schöpfung“ bald beantwortet werden möge. Wir entdecken hier das Herz apostolischer Leidenschaft für eine müde gewordene, von der Sünde zerschlissene Welt auf der Suche danach, was Wahrheit ist.

Don hat seine Arbeit so angelegt, dass der Leser sowohl das Verlangen Gottes für alle Zeitalter besser und tiefer verstehen kann als auch die Rolle, die wir, seine Mitarbeiter, dabei zu spielen haben, damit die „Sehnsucht der Schöpfung“ beantwortet wird.

Dem Leser sollte klar sein: Die Worte in diesem Buch entspringen weder den sterilen Elfenbeintürmen theoretischer Vermutungen noch den verstaubten Bibliotheken beständig wiedergekäuter Dialoge. Der Autor hat viel mehr geleistet als zu forschen und zu sammeln, zusammenzustellen und zu ordnen. Die Worte dieses Buches sind Ergebnis eines lebenslangen Bittens, Suchens und Anklopfens. „Die Sehnsucht der Schöpfung“ umfasst ein lebenslanges Trachten, Gottes Herz für seine Schöpfung zu verstehen.

In großer Ähnlichkeit zu Mose, der vierzig Jahre lang in der Wüste zuerst das Alte verlernen und dann das Neue erlernen musste und von Gott zu Einzelhaft verurteilt war, hat Don in der Gefangenschaft seines Forschens innige Gemeinschaft mit dem „Ich bin“ höchstselbst gefunden.

Genauso, wie Mose die ausgedörrten, menschenfeindlichen Wüsten zwischen Ägypten und dem Jordan durchlitt, hatte auch Don in seinem Geist ein ähnliches Ziel vor Augen: zu erleben, dass Gottes Volk unter dem Joch von Golgatha zu wahrer geistlicher Freiheit gelangt. Wie Mose dem unsichtbaren Gott folgte, folgte auch Don seinem unsichtbaren Freund und ist jetzt zurückgekehrt, um uns herrliche Wahrheiten mitzuteilen und uns einen besseren Weg zu zeigen.

Weit mehr als eine Schatztruhe apostolischer Schriften, ist „Die Sehnsucht der Schöpfung“ ein Wegweiser für diejenigen, deren glühender Herzenswunsch es ist, dem Offenbarwerden und der Manifestation der verheißenen Söhne Gottes auf Erden beizuwohnen und daran teilzuhaben.

Da dieses Werk sowohl auf der Forschung als auch der Erfahrung beruht, findet der Leser darin nicht nur eine große Hoffnung und Erwartung im Blick auf das Kommende, sondern vielleicht sogar seine eigene Rolle auf der großen Bühne der Ewigkeit.

Dr. Greg Austin,Gründer und Präsident von g2k (www.gregaustin.org)

 

 

Vorwort: Wesen und Genius der Gemeinde

Von Art Katz1

 

 

 

 

Kein Wort sollte uns lebendiger in den Sinn geschrieben sein als das Wort „apostolisch“. Dieses Wort bringt alles über Wesen und Genius2 der Gemeinde zum Ausdruck, und auch alles, was Gott von ihr erwartet und mit ihr vorhat. Wie mit allen anderen großen Begriffen der Bibel ist es auch mit diesem Wort: Kein Wörterbuch gibt uns eine Definition dafür. Es ist ein Wort, das wir ergreifen und von dem wir ergriffen werden müssen, und es ist ein Wort, das dem Missbrauch anheimgefallen ist und wiederhergestellt werden muss. Diese Wiederherstellung wird nicht billig, sondern jeden Preis wert sein.

Losgelöst von diesem Wort, können wir auf Erden nichts erlangen, was Ewigkeitsbedeutung oder unmittelbaren Wert hat. Ich habe wahrscheinlich nur wenig Geduld für das, was man überkonfessionelle Werke nennt, für Zwischenlösungen, die man in unserer Generation aus Mangel an einer Gemeinde dieses Schlages aufgerichtet hat. Sie sind bestenfalls Gottes temporäre Lösung. Seine wahren Werke indes müssen einer wahren Gemeinde entspringen, und zwar von einer ganz bestimmten Art von Gemeinde, wie sie einst in Antiochien begründet wurde.

Mit Eifersucht wacht Gott über dem Wort „apostolisch“. Der Herr bezeichnet sich selbst als „Hohepriester und Apostel“ unseres Bekenntnisses. Wenn die Gemeinde auf der Grundlage der Apostel und Propheten erbaut ist, müssen wir die tiefe Bedeutung jenes Wortes erfassen, um ein Teil dessen sein zu können, wofür es steht – und wir müssen auch die Konfiguration der apostolischen Dinge begreifen, wodurch die Gemeinde erst zur Gemeinde wird.

 

 

1 Art Katz, 1929–2007; ArtKatzMinistries.org – Abdruck mit Erlaubnis.

2 Begabung, Geist, Genialität.

Einführung

In meinem inwendigen Menschen hallt fortwährend die Leidenschaft des Vaters für sein Reich, seine Herrschaft und Herrlichkeit, welche die Erde einmal erfüllen soll, wider. Jesu Leidenschaft für seine Braut, dass sie an seiner Seite inthronisiert werde, bewegt mein Herz, sie mit seiner Liebe zu lieben. Und die Leidenschaft des Heiligen Geistes für kreative Freiheit hält mich davon ab, irgendetwas auf eigene Faust zu probieren.

Es ist viele Jahre her, dass Gottes Reich mir zur Leidenschaft und zum Anliegen wurde. Als wir vor der Notwendigkeit standen, unserem Dienst einen Namen zu geben, entschieden wir uns für Kingdomquest1, denn wir „trachten am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit“ (Mt 6,33 LUT). Die Auswirkungen dieses Trachtens verschaffen uns immer noch klarere Einblicke in das, worum es Gott geht.

Das erste Drittel meines Lebens verbrachte ich damit, erwachsen zu werden, im zweiten Drittel gründete ich Gemeinden und Dienstwerke, und das gegenwärtige dritte Drittel verbringe ich damit, für die Ismaels, die menschlichen Versuche der ersten zwei Drittel Buße zu tun. Durch viele Fehlschläge bin ich zu meinem jetzigen Erfolgsniveau gelangt.

Erfolg nach menschlichen Maßstäben ist trügerisch, ja sogar irrelevant. Wer von uns kann ihn schon auf korrekte Weise erzielen?

Die einzig angemessene Antwort des Glaubens auf das Evangelium vom Reich Gottes ist die Entscheidung, tagtäglich das Leben Christi (dessen Geist in uns ist) zu führen. Darin entdecken wir, wie der Vater Erfolg sieht, und darin liegt der Schlüssel zu reifender Sohnschaft, der Voraussetzung für Gottes ultimative Absicht für seine Schöpfung. Gottes ewiges Ziel ist eingehüllt in die Offenbarung seiner Herrlichkeit durch viele Söhne (Hebr 2,20).

Jesus, „der Erstgeborene unter vielen Brüdern“ (Röm 8,29), sagte seinen Jüngern: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Joh 14,9).

… und lernte, obwohl er Sohn war, an dem, was er litt, den Gehorsam; und vollendet (vollkommen gemacht) ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden (Hebr 5,8-9 ELB).

Unsere Zubereitung dazu, den Vater den Nationen zu offenbaren und die ganze Schöpfung aus der Gebundenheit der Verderbnis zu befreien, erfordert, dass wir zu seiner Ebenbildlichkeit wiederhergestellt werden – ein Prozess, der Leiden miteinschließt.

 

Kein Leiden, keine Herrlichkeit (Röm 8,18)!

Wenn wir aber Kinder sind, sind wir auch Erben – Erben Gottes und Miterben mit Christus. Dazu gehört allerdings, dass wir jetzt mit ihm leiden; dann werden wir auch an seiner Herrlichkeit teilhaben. Im Übrigen meine ich, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen, wenn wir an die Herrlichkeit denken, die Gott bald sichtbar machen und an der er uns teilhaben lassen wird.Ja, die gesamte Schöpfung wartet sehnsüchtig darauf, dass die Kinder Gottes in ihrer ganzen Herrlichkeit sichtbar werden. Denn die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, allerdings ohne etwas dafür zu können. Sie musste sich dem Willen dessen beugen, der ihr dieses Schicksal auferlegt hat.Aber damit verbunden ist eine Hoffnung: Auch sie, die Schöpfung, wird von der Last der Vergänglichkeit befreit werden und an der Freiheit teilhaben, die den Kindern Gottes mit der künftigen Herrlichkeit geschenkt wird. Wir wissen allerdings, dass die gesamte Schöpfung jetzt noch unter ihrem Zustand seufzt, als würde sie in Geburtswehen liegen (Röm 8,17-22).

Ich weiß nicht mehr, wann es geschah, dass das Seufzen / der Schrei der Schöpfung an mein inneres Ohr drang. Ich lebe täglich, Minute für Minute, in Hörweite ihrer Stimme. Der Einfluss ihres Schreis hat mein Weltbild allmählich geformt und geprägt. Allein die feste Hand des Anfängers und Vollenders unseres Glaubens verhindert, dass ich unter der Last meiner Leidenschaft, die Schöpfung zum Heil befreit zu sehen, zusammenbreche. Zweifellos ist dies die vorrangige Last apostolischer Authentizität, wie es die inspirierten Schriften des Paulus zeigen.

In früheren Generationen verstand man unter dem Begriff „Missionar“ jemanden, dessen ganze Aufmerksamkeit darauf gerichtet war, die Verlorenen zu erreichen. Zwar ist ein Apostel ein „Gesandter“ im selben Sinne wie der Missionar vergangener Zeiten, doch geht seine Last über die Errettung von Seelen hinaus. Das apostolische Ohr ist darauf eingestellt, den Schrei der Schöpfung nach Erlösung zu hören, das leidenschaftliche Verlangen danach, aus der Gebundenheit der Verderbnis befreit zu werden. Diese Befreiung beginnt mit geretteten Seelen, in der Fülle aber wird sie durch reife Söhne verwirklicht. Die apostolische Last ist missional, umfasst aber weit mehr als das, was man normalerweise unter dem Begriff „missionarisch“ versteht.

Es mag sein, dass man manche Menschen fälschlich als Apostel sieht, weil sie ausgeprägte Leitungsgaben haben oder gute öffentliche Redner sind. Das Beispiel des Paulus indes (vgl. 1 Kor 2,1-5) legt es nahe, diesen Schluss zu hinterfragen. Paulus war gut ausgebildet. Seine irdischen Referenzen konnten sich sehen lassen. Und doch nahm er eine Haltung der Demut ein und bezeugte die Sinnlosigkeit alles Natürlichen im Gegensatz zum inwendigen Leben Christi (Phil 3).

Diejenigen, die noch jung in ihrer apostolischen Berufung sind, werden auf ihren individuellen Lebensbahnen unweigerlich an Weggabelungen („Kreuzungen“) kommen, an denen sie sich immer wieder neu entscheiden müssen, ob sie ihren Lohn in diesem Leben empfangen wollen oder das gekreuzigte Leben führen wollen, das Christus in anderen freisetzt.

Es gibt ein Prinzip, das sich auf den Wandel in Sohnschaft anwenden lässt; es wurde durch den Sohn Gottes selbst vorgelebt und durch wahre Apostel anderen gezeigt: „Wer sein Leben erhalten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden“ (Mt 10,39). Treue Nachfolger Jesu dürfen vom Geist Gottes, der in ihnen ist, erwarten, dass er ihnen die Herzen und Motive von Männern und Frauen offenbart, indem er die Frucht ihrer Entscheidungen offenlegt: „Wessen Reich baut er bzw. sie?“

Der apostolische Ruf ist begleitet von „Geburtswehen“, einem „Seufzen“, das sich in tiefer Fürsorge äußert. Johannes schreibt die Metapher, das Wortbild, fort, das vor ihm Paulus benutzte:

Das [von der Frau geborene] Kind war ein männlicher Nachkomme, jener Sohn… [der] mit eisernem Zepter über alle Völker regieren wird (Offb 12,5 b).

Ich glaube, das „eiserne Zepter“ ist Gottes Liebe, die niemals aufhört. Der Psalmist schreibt: „Dein Stock und dein Hirtenstab geben mir Trost“ (Ps 23,4 c). Apostolische Authentizität sollte sich in väterlicher Liebe widerspiegeln. In dem Maß, in dem wir den Leib Christi wirklich lieben, lieben wir ihn selbst und sind seinem Anliegen hingegeben.

Der Same der Sohnschaft, der apostolische Genius, ist ein geistliches Geheimnis, das im zweiten Teil dieses Buches zu erörtern sein wird. Ein Geheimnis muss man nicht verstehen, um es zu glauben, sich darauf einzulassen und daran festzuhalten. Ich weiß einfach, dass der Schrei der Schöpfung nicht dahin geht, dass der eine Sohn Gottes, sondern die vielen Söhne Gottes geoffenbart werden (Röm 8,19).

Der eine Sohn bleibt nicht allein. „Wenn es [das Weizenkorn] aber stirbt, bringt es viel Frucht“ (Joh 12,24 b), d. h., es reproduziert sich vielfältig. Der Plan des Vaters, Multiplikation und Ernte, wird die Erde mit seiner Herrschaft und Herrlichkeit erfüllen (Röm 8,29; Hebr 2,10; Joh 17,22). Seine göttliche Absicht, mit der Schöpfung begonnen, wird sich zu gegebener Zeit erfüllen.

Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich. Und sie sollen herrschen über die Fische des Meers und über die Vögel des Himmels, über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die sich auf der Erde regen.Und Gott schuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie untertan, und herrscht … (Gen 1,26-28 a).

Können Sie sich ein kristallenes Meer gereinigter Menschen vorstellen, die völlig frei von Selbstsucht, total durchsichtig und erfüllt mit Jesus sind, dass sie die Welt mit dem Leben des Geistes und dem Evangelium vom Reich Gottes überfluten? Genau das wird die vollendete Frucht nachhaltigen apostolischen Dienens sein.

Da ich in diesem Buch verschiedene Schriften zusammenfasse, werden Ihnen dieselben Themen in verschiedenen Zusammenhängen begegnen. Es wird sich auch das eine oder andere wiederholen. Ich habe mich entschlossen, nicht in den Texten herumzupfuschen, weil ich die Zusammenhänge in ihrer ursprünglichen Form aufrechterhalten möchte.

Es ist meine Freude und mein Vorrecht, Sie zu unserer Reise einzuladen, unserer apostolischen Migration. Seien Sie gesegnet, in Ihrem Glauben ermutigt und inspiriert, sich auf Ihre eigene Reise, Leidenschaft und Lebensaufgabe in Christus einzulassen.

1 Etwa: „Trachten nach dem Reich [Gottes]“; Anm. d. Übersetzers.

 

TEIL I: EIN PERSÖNLICHES ZEUGNIS APOSTOLISCHER MIGRATION

 

 

Die Ökonomie des Reiches Gottes

Ich gestehe gerne ein, dass der folgende Bericht über die Erfahrungen dieses einen „Haushaltes unter Gott“ sehr begrenzt ist und weder die volle Bedeutung des Wortes „Ökonomie“ noch die Dimensionen der Ökonomie des Reiches Gottes annähernd erfasst. Trotzdem glaube ich, dass er dazu beitragen wird, gläubige Menschen im Glauben zu stärken.

Es ist meine Überzeugung, dass wir in dieser geschichtlichen Epoche mehr Erkenntnis über die Ökonomie Gottes brauchen. Die meisten Gläubigen haben ihr Vertrauen bislang auf die Wirtschaftssysteme der Menschheit gesetzt. Massen von Menschen sind beunruhigt angesichts des Schwankens und Zusammenbrechens der heutigen Märkte in den letzten Jahren; zugleich wird dies hoffentlich vielen Gläubigen die Augen für die einzig wirklich existenzfähige Option öffnen: die Ökonomie des Reiches Gottes.

Gläubige, die sozusagen ihre Schäfchen in den Hürden der Welt ins Trockene gebracht haben, fragen sich, ob es noch irgendein Sicherheitsnetz für ihre Zukunft gibt. Wir können bezeugen: Ja, es gibt eines. Aber es geht dabei weder um einfache Lösungen noch Glaubensformeln. Die Ökonomie des Reiches Gottes garantiert nicht Ihr Bankguthaben bis 200.000 Dollar, sondern verlangt die völlige Aufgabe jedweder Eigentumsrechte, die Beschränkung darauf, treue und gehorsame Verwalter zu sein.

Wir haben diese Entscheidung 1963, vor mehr als 50 Jahren, getroffen und haben es nie bereut oder waren enttäuscht. Anderen ist die Haushalterschaft über weit größere materielle Reichtümer anvertraut worden. Unser Zeugnis dreht sich mehr um das spannende Leben, täglich, Stunde um Stunde, völlig davon abhängig zu sein, dass der Bankier im Himmel die notwendigen Mittel von dort zur Erde schickt. Er kommt niemals zu spät und selten zu früh. Wir hoffen, dass Ihr Glaube kräftig wachsen wird und Sie ermutigt werden, Ihren Blick in eine sinnerfüllte Zukunft voller aufregender Abenteuer zu richten.

Sammelt euch keine Reichtümer hier auf der Erde, wo Motten und Rost sie zerfressen und wo Diebe einbrechen und sie stehlen. Sammelt euch stattdessen Reichtümer im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie zerfressen und wo auch keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Reichtum ist, da wird auch dein Herz sein.Das Auge gibt dem Körper Licht. Ist dein Auge gut, dann ist dein ganzer Körper im Licht. Ist dein Auge jedoch schlecht, dann ist dein ganzer Körper im Finstern. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, was für eine Finsternis wird das sein!Ein Mensch kann nicht zwei Herren dienen. Er wird dem einen ergeben sein und den anderen abweisen. Für den einen wird er sich ganz einsetzen, und den anderen wird er verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und zugleich dem Mammon.Deshalb sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um das, was ihr an Essen und Trinken zum Leben und an Kleidung für euren Körper braucht. Ist das Leben nicht wichtiger als die Nahrung, und ist der Körper nicht wichtiger als die Kleidung? Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte, und euer Vater im Himmel ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein Leben auch nur um eine einzige Stunde verlängern? Und warum macht ihr euch Sorgen um eure Kleidung? Seht euch die Lilien auf dem Feld an und lernt von ihnen! Sie wachsen, ohne sich abzumühen und ohne zu spinnen und zu weben. Und doch sage ich euch: Sogar Salomo in all seiner Pracht war nicht so schön gekleidet wie eine von ihnen. Wenn Gott die Feldblumen, die heute blühen und morgen ins Feuer geworfen werden, so herrlich kleidet, wird er sich dann nicht erst recht um euch kümmern, ihr Kleingläubigen?Macht euch also keine Sorgen! Fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um diese Dinge geht es den Heiden, die Gott nicht kennen. Euer Vater im Himmel aber weiß, dass ihr das alles braucht. Es soll euch zuerst um Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit gehen, dann wird auch das Übrige alles dazugegeben (Mt 6,19-33).

Apostolische Migration ist nicht nur etwas für ein paar besondere Gläubige. Sie steht für einen Lebensstil, der Synonym für authentisches Christsein ist. Wir befinden uns auf einer Reise von unserer Rolle innerhalb der Menschheit hin zu unserer Rolle in der Stadt, deren Erbauer und Schöpfer Gott ist. Die Reise beginnt damit, dass das uns vertraute Leben endet. Das eine Leben endet an einem rohen Kreuz und ein neues Leben beginnt mit der Auferstehung aus den Toten.

Jesus Christus ruft uns dazu auf, dass wir – durch den Glauben – an seinem Tod teilhaben, damit wir ebenso durch den Glauben auch an seinem Leben, dem Leben in der Kraft des Heiligen Geistes, teilhaben können. (Das ist absolut grundlegend für jede Teilhabe am Leben des Reiches Gottes und der sich daraus ergebenden Ökonomie des Reiches.)

Aber wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt, werdet ihr mit seiner Kraft ausgerüstet werden, und das wird euch dazu befähigen, meine Zeugen zu sein – in Jerusalem, in ganz Judäa und Samarien und überall sonst auf der Welt, selbst in den entferntesten Gegenden der Erde (Apg 1,8).

Es war durch religiöse Tradition bedingt, dass sich hingegebene Männer aus jeder Nation unter dem Himmel zum Zeitpunkt der Ausgießung des Heiligen Geistes während des Pfingstfestes in Jerusalem aufhielten:

Wir sind Parther, Meder und Elamiter; wir kommen aus Mesopotamien und aus Judäa, aus Kappadozien, aus Pontus und aus der Provinz Asien, aus Phrygien und Pamphylien, aus Ägypten und aus der Gegend von Zyrene in Libyen. Sogar aus Rom sind Besucher hier, sowohl solche, die von Geburt Juden sind, als auch Nichtjuden, die den jüdischen Glauben angenommen haben. Auch Kreter und Araber befinden sich unter uns (Apg 2,9-11a).

Selbst durch ihren religiösen Traditionalismus hindurch sah Gott ihre echte Hingabe. Es war entweder wunderhaftes Reden oder wunderhaftes Hören, das sie alle dazu brachte, die Apostel in ihren jeweiligen eigenen Sprachen zu vernehmen. An einem Tag erlebten dreitausend von ihnen, dass ihr Leben für immer verwandelt wurde, in einem Augenblick, als sie die Verheißung des Vaters ganz persönlich empfingen und erlebten.

Mir geht es dabei weniger darum, dass wir von diesem Sprachenwunder begeistert sind. Wichtiger ist mir, dass Migration – apostolische Migration – und die übernatürliche Versorgung Gottes inmitten unserer Lebensumstände uns aufwühlt! Lesen Sie das Buch „Die Taten des Heiligen Geistes“1. Es ist eine wahre Geschichte realer Menschen.

Der zeitliche Ablauf deutet scheinbar darauf hin, dass die Gläubigen ein wenig „Nachhilfe“ gebraucht haben, um auf ihrem Weg in die „entferntesten Gegenden der Erde“ aus Jerusalem hinaus (oder über Jerusalem hinweg) zu kommen. Schließlich hatten sie’s ja in Jerusalem erlebt und waren nicht scharf darauf, woanders hinzugehen. Aber Gott versteht sich sehr gut darauf, Umstände zu benutzen, um uns dahin zu bringen, wo er uns haben will!

Noch am selben Tag [sieben Kapitel liegen dazwischen] brach über die Gemeinde in Jerusalem eine schwere Verfolgung herein. Alle, die an Jesus glaubten, flohen und zerstreuten sich über das ganze Gebiet von Judäa und Samarien; nur die Apostel blieben in Jerusalem zurück … Die Christen, die aus Jerusalem geflohen waren, machten überall, wo sie hinkamen, das Evangelium bekannt (Apg 8,1.4).

Vom Westen in den Osten

Eine große Prüfung hatten wir 1968 zu bestehen, als wir das warme, sonnige Kalifornien zugunsten des kalten, schneereichen nördlichen Teils des Staates New York hinter uns ließen. Als wir von Napa wegfuhren, hatten wir unsere vier kleinen Töchter, einen vollen Benzintank und achtzig Dollar dabei.

Es war mir geglückt, für dreihundert Dollar einen 17 Jahre alten, knapp vier Meter langen Wohnwagen zu erstehen, den ich innen mit einer Art Segeltuch-Hängematte aufmotzte, sodass wir alle sechs dicht beieinander schlafen konnten. Im Kleiderschrank war gerade mal Platz für eine Garnitur zum Wechseln pro Person, alles andere befand sich, in Kartons oder Koffern verstaut, im Laderaum unseres Kombis.

Irgendwer (vielleicht ein Engel?) hatte für Barbara und die vier Mädchen zwei Sätze farblich aufeinander abgestimmter Kleider angefertigt, was das Augenmerk besonders der älteren Damen in den Gemeinden auf sich zog, die wir besuchten. Die Mädchen stellten sich vorne hin und sangen, und dann hielt ich Abend für Abend, Meile für Meile und Staat für Staat meine immer gleiche Predigt. Die Mädchen kannten die Botschaft längst auswendig und sagten sie mir oft vor.

An vielen Tagen fuhren wir vierhundert bis fünfhundert Meilen und kamen abends gerade rechtzeitig an unserem Zielort an, um uns auf einer Raststätte rasch zurechtzumachen und „pünktlich zur Gemeinde zu kommen“. Zwischen Juni und August fuhren wir kreuz und quer durchs Land und predigten in vielen Wochen achtmal in sieben Tagen (sonntags zweimal). Hätten wir gewusst, was wir heute wissen, so hätten wir diesen Lebensstil vielleicht als „apostolische Migration“ (apostolische Wanderschaft) bezeichnet. Damals aber waren wir schlicht im Reisedienst unterwegs und vertrauten Gott für seine Versorgung, welche sich in der Regel durch Liebesopfer ergab. Der heutige schnelle Lebensstil hat solche Reisen unmöglich gemacht, da das potentielle Publikum mit Fußball, Tanz, Kinder-Sportevents oder was auch immer beschäftigt ist.

Unser Plan war, gerade rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres in Rochester einzutreffen. Wir hatten keine Ahnung, woher wir das Geld nehmen sollten, um ein Haus zu mieten, geschweige denn Winterkleidung für unsere Mädchen zu kaufen. Aber wir zweifelten nicht. Dazu gab es auch keinen Grund. So gut wir es irgend verstanden, lebten wir den Lebensstil des Reiches Gottes; der Vater liebt uns ja mehr als die Vögel des Himmels!

Unsere Sommerreise begann in Südkalifornien, wo uns die Frau des Pastors einen Karton voller Marken-Winterkleidung mitgab, die ihre Tochter im sonnigen, warmen Anaheim nicht brauchte. Mit diesem besonderen Geschenk versorgte der Vater unsere zweite Tochter. In Nebraska versorgte uns eine andere Pastorenfrau mit noch gut brauchbaren abgelegten Kleidungsstücken für unsere beiden jüngsten Töchter.

Eine Freundin in Ohio schließlich stellte diverse Winterröcke für unsere Älteste zur Verfügung, und Barbaras Schwester in Pennsylvania schenkte Debbie diverse Pullover. Als wir endlich im Staat New York angekommen waren, auspackten und die Röcke aus Ohio zusammen mit den Pullovern aus Pennsylvania in den Schrank hängten, entdeckten wir, dass sie in den Farben alle haargenau zusammenpassten. Niemandem hatten wir erzählt, dass wir Kleider brauchten.

Von Indiana nach Ohio

Gehen wir nochmal ein paar Wochen zurück, um eine weitere Reihe wunderbarer Versorgungen zu erzählen. Wir waren spätabends auf der Autobahn quer durch Indiana unterwegs, um noch in Ohio anzukommen, bevor wir uns in unserem „Luxusappartement“, dem 3,60-Meter-Wohnwagen, Baujahr 1951, schlafen legten. Knall – peng! Ein Reifen am Wohnwagen war geplatzt.

Ich hatte Mühe, das Gespann unter Kontrolle zu halten, bremste langsam ab und kam auf dem Randstreifen zum Stehen. Ich bemerkte ein Auto, das direkt hinter uns anhielt, und dann flammte auch schon das gleißende, blaue Blinklicht auf. Unser Vater platziert seine „Engel“ strategisch immer genau an den richtigen Stellen, um uns aufzuhelfen. Dieser Engel in Blau trat genau in dem Moment hinten am Wohnwagen neben mich, in dem uns aufging, dass der Reifen nicht zu reparieren sein würde.

Jetzt mal Punkt für Punkt: Die Geschichte spielt 1968. Der Wohnwagen hat das Baujahr 1951. Die Reifengröße ist 600 x 16. 16-Zoll-Reifen waren seit Jahren nicht mehr hergestellt worden. Der Autobahnpolizist funkte eine Werkstatt an der nächsten Ausfahrt an, und ob Sie’s glauben oder nicht: Ein einziger, genau passender Stahlgürtelreifen fand sich im hintersten Eck des Lagers! (So ist das in der „Reich-Gottes-Ökonomie“!) Bei Gott ist nichts unmöglich.