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Der junge Geschäftsmann Anson Moore führt seine Sekretärin Violet, genannt Vi, immer tiefer in die sinnliche Welt zwischen Lust und Schmerz ein. Die gefügige Sub in ihr sucht er vergebens, denn Vi denkt überhaupt nicht daran, ihm das dominante Leben einfach zu machen. Seine Leidenschaft und ihre Neugier für Fesselspiele bieten Anson die Gelegenheit, eine für Vi neue sexuelle Richtung einzuschlagen.
Ob sich Vi davon wirklich erfreut zeigen wird, bleibt abzuwarten. Anson ist sich in einem Punkt jedoch sicher: Er wird sich das Zepter nicht aus der Hand reißen lassen.
Ein prickelndes Wochenende liegt vor ihnen und setzt die aufmüpfige Brat, im wahrsten Sinne des Wortes, ordentlich unter Strom.
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Veröffentlichungsjahr: 2026
Autorin: Finja Jinski
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Kurzbeschreibung
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Empfehlung: Die Sekretärin (1) - Stumme Schreie der Lust
Empfehlung: Die Sekretärin (2) - Stille Begierde
Empfehlung: Falkenträume - Der Hexenprozess
Titelseite
Cover
Inhaltsverzeichnis
Buchanfang
Der junge Geschäftsmann Anson Moore führt seine Sekretärin Violet, genannt Vi, immer tiefer in die sinnliche Welt zwischen Lust und Schmerz ein. Die gefügige Sub in ihr sucht er vergebens, denn Vi denkt überhaupt nicht daran, ihm das dominante Leben einfach zu machen. Seine Leidenschaft und ihre Neugier für Fesselspiele bieten Anson die Gelegenheit, eine für Vi neue sexuelle Richtung einzuschlagen. Ob sich Vi davon wirklich erfreut zeigen wird, bleibt abzuwarten. Anson ist sich in einem Punkt jedoch sicher: Er wird sich das Zepter nicht aus der Hand reißen lassen. Ein prickelndes Wochenende liegt vor ihnen und setzt die aufmüpfige Brat, im wahrsten Sinne des Wortes, ordentlich unter Strom.
Es war unangenehm heiß in der Galerie für moderne Kunst, doch Anson Moore ahnte, dass dies durchaus beabsichtigt war. Die spärlich bekleideten Damen, welche die Gäste mit Getränken und kleinen Häppchen versorgten, sollten nicht mit dem Makel einer Gänsehaut versehen sein. Daher hatte man an diesem Freitagabend darauf verzichtet, die Klimaanlagen einzuschalten. Die tatsächlich Leidtragenden waren die Herren, die in ihren eleganten Anzügen schwitzten.
An Ansons Seite stand Violet und wirkte sichtlich nervös. Das lag weder an ihrem freizügigen Kleid, welches tiefe Einblicke gewährte, noch an der Menge der Menschen um sie herum. Schüchtern war sie beileibe nicht, viel mehr rührte ihre Anspannung von der gigantischen Fotografie, die das Herzstück der Ausstellung war. In mattes Silber gerahmt, zeigte dieses Bild einen Mann und eine Frau, die in Seile geschnürt eine optische Symbiose eingingen. Beide waren nackt, nur das gekonnte Spiel aus Licht und Schatten verbarg die intimsten Körperpartien. Kein anderes Bild zog mehr Aufmerksamkeit auf sich. Der Mann, dessen geölte dunkle Haut einen Kontrast zur Blässe der Frau bot, berührte sie lediglich mit der Stirn. Wobei das nicht ganz stimmte. Die beiden Körper waren an mehreren Stellen miteinander verbunden, doch diese eine war nicht von der Künstlerin Marlene inszeniert worden. Genau das machte diese Berührung für Vi so bedeutend. Sie war die Frau auf dem Bild und der junge Mann stand direkt neben Marlene und warf ihr hin und wieder ein sanftes Lächeln zu. Anson vermutete, dass es auch für ihn ein seltsames Gefühl war, den Blicken, die zwischen ihm und der Fotografie hin und her wanderten, standzuhalten. Es wirkte beinahe, als würden die Besucher von einem Objekt zum anderen schauen.
Anson erinnerte sich an den Tag, an dem dieses Meisterwerk der Shibari-Kunst entstanden war. Er hatte seine Sub ein weiteres Mal in die Villa im viktorianischen Stil begleitet, wo sie das erste Mal der Domina Marlene begegnet waren. Der Raum, den sie für ihre Fesselungen nutzte, hatte an diesem Tag mehr wie ein Fotostudio gewirkt. Vi, die eher das Temperament einer Wildkatze denn einer gehorsamen Lustsklavin hatte, war ihm eingeschüchtert vorgekommen. Den Begriff Sub nutzte er im Zusammenhang mit Vi selten, denn in BDSM-Kreisen wurden Frauen wie sie allgemein als Brat bezeichnet. Freche Göre traf es ebenso passend, da sie gar nicht daran dachte, ihm seine Dominanz leicht zu machen. Ja, sie wollte in gewisser Weise beherrscht werden, doch musste sich Anson als ihr Dom dabei sehr ins Zeug legen, denn sie provozierte ihn oft genug bis aufs Blut. Vi war, nach mehreren äußerst gehorsamen Damen, seine erste Brat und Anson hatte sich neu auf ihre speziellen Wesenszüge einstellen müssen. Mit Zwang oder gar Gewalt erreichte er bei ihr überhaupt nichts und ein solches Verhalten entsprach ohnehin nicht seiner Art. Demütigungen waren ihm nie luststeigernd vorgekommen, selbst wenn es sowohl dominante als auch devote Menschen gab, die darin einen gewissen Reiz sahen. Er hatte seinen eigenen Weg gefunden, ihr Temperament in die richtigen Bahnen zu lenken und die Aussicht auf einen Kuss als Belohnung zog mehr als jeder Befehl.
Vi hatte ihm klar zu verstehen gegeben, dass sie nur zu gerne Erfahrungen mit den Seilen machen wollte. Doch als es soweit gewesen war, hatten sie die Eindrücke in dem Raum und die Nähe des Mannes, an den sie gebunden werden sollte, überwältigt.
Marlenes dunkelhäutiger Lustsklave hatte ihr letztlich die Bedenken genommen. Seine Domina hatte ihm gestattet, mit Vi über das zu sprechen, was ihr bevorstand und sie hatte neuen Mut gefasst. Anson war die ganze Zeit mit im Raum gewesen. Seine Gefühle hatten von Faszination bis Neid gereicht, dass eine andere Frau seiner Brat diese Erfahrung schenken konnte. Die Tatsache, dass der junge Mann sie mit seiner Berührung an der Stirn gänzlich zur Ruhe kommen ließ, hatte ihn gefreut und gleichzeitig schmerzlich getroffen. Dies wäre Ansons Aufgabe gewesen, doch hatte er lediglich als Zuschauer der Szene fungiert. Das entstandene Bild hing in einem kleineren Abzug in seinem privaten Spielzimmer. Es war ein Geschenk der Domina Marlene. Zudem hatte sie Anson angeboten, ihn als Schüler anzunehmen, falls er daran Interesse fand. Er hatte zugesagt und die ersten Grundlagen der Shibari-Kunst erlernt.
Vi riss ihn aus seinen Gedanken, indem sie ihn sanft am Arm berührte. Er schüttelte den Kopf und versuchte, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Liebevoll legte er seinen Arm um sie und küsste sie auf die Stirn. „Möchtest du noch bleiben und dich weiter bewundern lassen oder wollen wir uns auf den Weg nach Hause machen?“ Gemeint war seine Wohnung, von der er hoffte, dass es bald auch ihre sein würde. Vi war die erste Frau, mit der er zusammenleben wollte. Keine Sub vorher hatte ihn derart berührt, dass er ihr dieses Angebot gemacht hatte. Sie sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an und atmete schwer. Sie hasste es, wenn er ihr Entweder-oder-Fragen stellte, auf die sie nicht antworten konnte. Doch, sie konnte, allerdings in Gebärdensprache, die er nur lückenhaft beherrschte. Oftmals ertappte er sich dabei, dass ihm ihre Stummheit so selbstverständlich geworden war, dass er es hin und wieder vergaß. Sie nahm es ihm nicht übel, denn das Letzte, was sie wollte, war eine Sonderbehandlung aufgrund ihrer Einschränkung. Sie legte ihre Hände übereinander und zog sie dann zur entgegengesetzten Seite weg. Sie hatte genug von dieser Vernissage. Anson hielt Ausschau nach Marlene, denn es wäre unhöflich zu gehen, ohne sich zu verabschieden. Sie war in ein Gespräch vertieft und er begnügte sich damit, nur kurz zu unterbrechen. Anschließend ließ er Vi ihren Trenchcoat bringen und die beiden verließen umschlungen die Galerie.
Anson schloss die Tür auf und legte den Schlüssel auf der Kommode im Flur ab. Er ging in die Küche, um eine Flasche Wein und zwei Gläser zu holen. Wie angenehm kühl und ruhig es hier war. Die Hitze des Sommers wurde von der Klimaanlage draußen gehalten. Als er das Wohnzimmer betrat, saß Vi auf dem Sofa, ihr Kleid war über die Lehne geworfen und ihre Schuhe lagen auf dem Boden, und massierte sie sich ihre strapazierten Füße. Anson stellte die Gläser auf den Couchtisch und schenkte ihnen ein. Er reichte Vi ein Glas und setzte sich zu ihr. „Gib her“, sagte er und meinte damit ihre Füße. Sie schüttelte den Kopf und zog ihre Beine an. „Das war keine Bitte!“, entgegnete er und sie wedelte abwehrend mit ihrer Hand. „Blödsinn! Sie riechen nicht, sie sind nur völlig verkrampft, was bei diesen Schuhen auch kein Wunder ist!“ Vi hatte für den Abend High Heels getragen, die zwar sexy aussahen, aber das Stehen oder sogar das Sitzen zur Qual machten. Anson hatte solchen Schuhen noch nie viel abgewinnen können. Er liebte gepflegte Frauenfüße, auch wenn er es nicht als seinen Fetisch ansah. High Heels und gesunde Füße waren in seinen Augen ein Widerspruch in sich. Schließlich gab Vi doch nach und streckte ihre Beine aus und Anson begann, die Verspannungen in Vis Beinen und Füßen mit geschickten Bewegungen zu lösen. Momente wie diese genossen sie beide und kosteten sie endlos aus. Nach einer Weile bewegte Vi ihre Zehen und ließ ihre Fußgelenke kreisen. Die Anspannung, welche sie in der Galerie nicht losgelassen hatte, war von ihr abgefallen und sie rekelte sich auf dem Sofa.
