Die Tochter des Verräters - Fabian Vogt - E-Book
Beschreibung

Ingelheim im Jahr 788. Karl der Große hat die fränkischen Edelmänner und Statthalter zu einem prächtigen Reichstag eingeladen. Hier will er seine Macht endgültig sichern. Seinen Widersacher Herzog Tassilo lässt er wegen Hochverrats zum Tode verurteilen. Doch Tassilos Tochter Cotani schmiedet einen äußerst verführerischen Plan, um ihren Vater zu retten … Ein atemberaubender historischer Roman über den "Gründervater Europas". Voller Liebe, Intrigen und Sehnsucht - mit einer erzählerischen Leidenschaft, die die Zeit Karls des Großen ganz neu lebendig werden lässt.

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Seitenzahl:192

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Fabian Vogt

Die Tochter des Verräters

Ein atemberaubender historischer Romanum Karl den Großen

© 2013 Brunnen Verlag Gießen

www.brunnen-verlag.de

Lektorat: Eva-Maria Busch

Umschlaggestaltung: Sabine Schweda

Umschlagbild: akg images; shutterstock; istockphoto

Satz: DTP Brunnen

Herstellung: GGP Media, Pößneck

ISBN 978-3-7655-1590-3

eISBN 978-3-7655-7105-3

FÜR COTANI

„Karl, allergnädigster, erhabener,

von Gott gekrönter, großer

Friede bringender Kaiser,

der das Römische Reich regiert

und durch Gottes Barmherzigkeit

auch König der Franken

und Langobarden ist.

Offizieller Titel Karls

Gutes Tun ist besser als gutes Wissen,

doch geht das Wissen dem Tun voraus.

Maxime Karls

Karl. Du bist ein Vorbild!

Für die Großen des Reiches –

beim Regieren ihrer Untertanen.

Für die Krieger – beim Ausüben ihrer militärischen Kunst.

Für die Kleriker – bei der rechten Betrachtung der Religion.

Für die Gelehrten – beim klugen Philosophieren.

Dungal (irischer Gelehrter)

Inhalt

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Worterklärungen

1

In der Nähe von Fulda, im Jahr 788

Der Junge rannte den Bach entlang. Hinunter ins Dorf, das in der weiten Fulda-Aue lag, als hätte es jemand dort vergessen. Der schmale, ausgetretene Pfad war an diesem Morgen übersät mit abgerissenen Ästen und Gestrüpp, das der Sturm der vergangenen Nacht umhergeweht hatte. Der Zwölfjährige musste seinen Lauf immer wieder durch kleine Sprünge unterbrechen, um nicht zu stolpern.

Sein Atem klang jetzt flach und hoch und vermischte sich mit dem ersten Zirpen der Zikaden, während seine blassen Beine unermüdlich unter dem fleckigen Hemd hervorsprangen. Ein Hauch von Frühling wehte durchs Tal. Sanft. Vorangetrieben durch die letzten Böen des Unwetters, das nun vor der übermütigen Sonne flüchtete.

Endlich erreichte der Junge die ersten Hütten und wandte sich nach rechts zum Haus des Schmieds, das genau in der Mitte der Ansiedlung thronte. Ein hoch aufragendes Gebäude mit filigranen Schnitzereien und einer weiß grundierten Jahreszahl im Querbalken. Vor der Eingangstür hielt er keuchend an, schluckte mehrfach, schmeckte den metallenen Geschmack der Anstrengung im Mund und wartete dann, bis sich sein galoppierendes Herz zumindest ein wenig beruhigt hatte.

Er lauschte aufmerksam den Kinderstimmen, die aus dem Inneren der Werkstatt drangen und gerade das kleine Einmaleins skandierten: „… drei mal sieben ist einundzwanzig … vier mal sieben ist achtundzwanzig … fünf mal sieben ist fünfunddreißig … sechs mal sieben ist zweiundvierzig …“

Immer noch schwer atmend öffnete der Junge die Tür und ging hinein. Auf dem Boden rund um den heißen Schmiedeofen saßen etwa fünfzehn Kinder zwischen vier und vierzehn Jahren und starrten gebannt auf den jungen Mann vor ihnen, der die Rechenübung anführte, als dirigiere er einen Chor im Gottesdienst: „… sieben mal sieben ist neunundvierzig … acht mal sieben ist sechsundfünfzig …“

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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