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Die vierteilige englischsprachige Serie wurde zwischen 2013 und 2016 veröffentlicht. In diesen Büchern sind die Schulungen der Inka-Schamanen enthalten. Sie bilden die Grundlage für dieses Handbuch. Diese Buch sammelt den Reichtum traditioneller Inka-Rituale, Zeremonien, Reinigungen und Heilungstechniken. Man kann es als Studienbuch, Nachschlagewerk oder Anleitungsbuch verwenden. Interessierte anderer schamanistischer Traditionen und diejenigen, die Selbstheilung anwenden möchten, können ebenfalls davon profitieren. Zum ersten Mal ist ein klarer und praktischer Leitfaden dieser jahrhundertealten Inka-Tradition in deutscher Sprache verfügbar. Diese Ausgabe ist eine Hommage an die authentische naturheilkundliche Weisheit der Inka-Schamanen der Hohen Anden von Peru. Die Lehren über den Schamanen der Mutter Erde, den Pampamesayok, sind von Liebe, Gegenseitigkeit, Dankbarkeit und Bescheidenheit durchdrungen. Ihre Mission ist es, die Weisheit des Herzens zu verbreiten.
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Seitenzahl: 297
Veröffentlichungsjahr: 2024
Inge Teunissen & Peter Geraedts
Die Welt der lebendigen Energie
Inka-Schamanismus in der Praxis
© 2022 and © 2024 Inge Teunissen & Peter Geraedts
Dieses Buch darf in keiner Weise und in keiner Form ohne die Erlaubnis der Autoren kopiert, gespeichert oder vervielfältigt werden. Eine Ausnahme bildet ein kurzer Auszug, der in einer Rezension oder in einem Artikel aufgenommen wird.
Original Titel: De wereld van levende energie. Incasjamanisme in de praktijk
Original Verlag: Trophonios Publishing, www.trophonios.nl
Erste Auflage: September 2022
Übersetzung: Peter Geraedts
Cover design und Gemälde, Zeichnungen im Buch: Peter Geraedts
ISBN 9789403752488
Einige Jahrzehnte zuvor kamen die Q’ero-Schamanen aufgrund einer jahrhundertalten Prophezeiung aus ihren Dörfern in den hohen Bergen der peruanischen Anden herabgestiegen. Sie kamen, um ihr traditionelles Inka-Wissen und ihre Kenntnisse in die Welt zu bringen. Aus der tief empfundenen Überzeugung heraus, dass ihr altes Wissen positive Auswirkungen haben und einen wichtigen Unterschied in der kommenden neuen Zeit machen könnte, reisten sie mit Dolmetschern nach Westeuropa und Nordamerika, um Heilungen, Einweihungen, Workshops und Schulungen für westliche Menschen anzubieten.
So kamen sie bald jedes Jahr in die Niederlande, nach Belgien, Schweden und Deutschland, und im Jahr 2011 begannen sie eine eigene, authentische Ausbildung, um westliche Menschen auf dem Pfad des Pampamesayok zu unterrichten und einzuführen. Ihr altes Wissen wurde in diesen Jahren durch Inge Teunissen in einer vierteiligen englischsprachigen Serie mit dem Titel "The Path of the Energetic Mystic" aufgezeichnet, basierend auf der englischen Übersetzung ihres damaligen Dolmetschers Dennis Alejo Mango. Inzwischen hat sich ihr altes Wissen und ihre Weisheit in Europa weiterverbreitet. Was im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts in Wohnzimmern begann, breitete sich aus. Absolventen der Q’ero-Schamanen begannen wiederum Workshops und Schulungen in den Niederlanden, Belgien und Deutschland anzubieten. Aus verschiedenen Gründen gab es Bedarf an einer Ausbildung in dieser besonders schönen, alten Heiltradition in mehreren Sprachen.
Dass dieses Arbeitsbuch jetzt in deutscher Übersetzung vorliegt, ist das Ergebnis einer umfangreichen Zusammenarbeit zwischen beiden Autoren. Peter Geraedts, Autor mehrerer Bücher und Absolvent eines belgischen Schamanen auf dem Inka Pfad, kam mit dem Verlag in Kontakt, der die englischsprachige Serie von Inge Teunissen veröffentlicht hatte. Bei Gesprächen mit dem Verlag über die Veröffentlichung seines Romans brachte Peter zur Sprache, dass er eine umfangreiche Zusammenfassung der Zeremonien, Rituale und Heilungstechniken aus der Serie erstellt hatte. Er erzählte auch, dass ihn einige Q’ero-Schamanen ermutigt hatten, ihr altes Wissen und ihre Weisheit als Schriftsteller zu teilen und zu verbreiten. Der interessierte Verlag brachte Inge und Peter miteinander in Kontakt. Da beide Autoren ihr Wissen über das Inka-Schamanismus weitergeben möchten, begannen sie an einer deutschen Übersetzung zu arbeiten.
Sie kannten sich nicht, aber ihre Zusammenarbeit bei der Erstellung dieses Buches erwies sich als überraschend ergänzend. Die Arbeitssitzungen verliefen reibungslos, inspirierend und voller Leidenschaft und Bewunderung für diesen alten Medizinpfad der Inka. Aus dieser Leidenschaft heraus wurde dieses Arbeitsbuch geschrieben. Es ist eine Hommage an diese traditionelle, naturheilkundliche Weisheit, die für uns beide einen tiefgreifenden, positiven Einfluss auf unser persönliches Leben hat. Daher danken wir aus tiefstem Herzen allen Q’ero-Schamanen, die im Laufe der Jahre in eine völlig andere Welt gereist sind als ihre eigene und den Mut aufgebracht haben, den Kulturschock zu überwinden, um ihr Wissen mit uns Westlern zu teilen und zu verbreiten.
Die Absicht dieses Buches ist die weitere Verbreitung des Inka-Schamanismus, da sie der Meinung sind, dass die Weisheit der Q’ero-Schamanen einen großen Unterschied in den Lebensumständen der Menschen, in der Gesellschaft und in der Umwelt bewirken kann. Der Weg der Inka-Schamanen ist von Liebe und Leben aus dem Herzen, von Dankbarkeit für alles, was uns die Erde und das uns umgebende Universum gibt, von Bescheidenheit und einem einfachen, auf Gegenseitigkeit basierenden Lebensstil - den die Q’ero ayni nennen - durchdrungen. Es ist als Lehrbuch für Studenten auf dem Pfad des Inka-Schamanismus und als Nachschlagewerk für Heiler auf diesem Pfad gedacht. Für diejenigen, die Schulungen oder Workshops im Inka-Schamanismus geben, kann dieses Buch als Anleitung dienen. Es ist auch für Praktizierende anderer schamanistischer Traditionen, für Interessierte an diesem Pfad und für Menschen, die Selbstheilung anwenden möchten, gedacht. Denjenigen, die mit dieser Materie noch nicht vertraut sind, aber diesen Weg gerne gehen möchten, empfehlen sie, sich nach einer erfahrenen Lehrerin oder einem erfahrenen Lehrer auf dem Inka Pfad umzusehen, um mit den Ritualen, Zeremonien und Heilungstechniken zu üben und sich als Schamanin oder Schamane zu entwickeln.
Wie bereits erwähnt, basiert das Buch auf der vierteiligen Serie "The Path of the Energetic Mystic". Diese Bücher sind das Ergebnis einer direkten Übersetzung der Lehren der Q’ero-Schamanen. Dieses Buch ist jedoch ausdrücklich beschreibend. Am Ende jedes Kapitels ist eine Quellenangabe enthalten, die auf die Serie verweist, so dass der ursprüngliche englische Text leicht zu finden ist. Obwohl die Gliederung der Themen in der Serie im Wesentlichen beibehalten wurde, haben sie einigen Themen oder Ritualen einen anderen Platz gegeben, da dies hier logischer war. Darüber hinaus haben sie zusätzliches Wissen und Weisheit aus unseren Notizen aufgenommen, die größtenteils während ihrer Ausbildung auf diesem Pfad entstanden sind. Einige Übungen, Rituale und Heilungstechniken wurden bisher nicht veröffentlicht. Es wird auch etwas ausführlicher auf das Thema schamanische Reisen und Meditationspraxis eingegangen, da die Q’ero-Schamanen darüber relativ knapp waren. Wenn auf Notizen Bezug genommen wird, wird dies ebenfalls unter der Quellenangabe am Ende jedes Kapitels angegeben.
Teil 1 ist eine Einführung in den schamanischen Pfad des Pampamesayok, auch bekannt als Hüter der Mutter Erde. Die Themen in diesem Teil über die Prophezeiungen und die Kosmologie der Q’ero-Schamanen bieten einen Rahmen, innerhalb dessen die später beschriebenen Zeremonien und Rituale einen klaren Platz und eine klare Bedeutung erhalten. Die behandelten Zeremonien und Rituale bilden die ersten Schritte auf diesem Pfad.
Die Essenz von Teil 2 wird durch das energetische Herz und den Zyklus der Emotionen gebildet, die wir als Menschen durchlaufen, um zur Weisheit zu wachsen. Darüber hinaus wird ausführlich erläutert, wie man in den Schichten der Mutter Erde reist und wie man mit den vielen reinen Erdenergien, Wesen und energetischen Werkzeugen arbeitet, um Heilungsprozesse zu unterstützen. Die Übungen und Rituale in diesem Teil sind vor allem auf Selbstheilung ausgerichtet. Der Kern von Teil 3 besteht aus der Weisheit der Q’ero-Schamanen über das Universum und wie man als Heiler mit der reinen Energie von Galaxien, Planeten und Himmelswesen arbeitet. Darüber hinaus wird in diesem Teil ausführlich auf zwei Flusssteinen, den hucha rumi, eingegangen, mit denen eine Reihe von tiefgreifenden Reinigungsritualen durchgeführt werden kann. Der letzte und vierte Teil handelt hauptsächlich von der vollständigen Mesa.
Es wird ausführlich erläutert, wie man mit mehreren Mesa-Steinen Heilungen durchführt und heilende Teiltechniken während der Heilung anwendet. In diesem Teil wird auch ein Überblick über die drei großen Einweihungen auf diesem Pfad des Pampamesayok gegeben. Der Aufbau eines eigenen Medizinbündels, der Mesa, wird in jedem der vier Teile dieses Buches ausführlich behandelt. Die Mesa ist schließlich die wichtigste Medizin eines Pampamesayok. Alle beschriebenen Zeremonien, Rituale, Übungen und Heilungstechniken werden mit einer kurzen Einführung versehen, in der ihre Absicht erläutert wird. Da die Q’ero-Schamanen und die von ihnen geheilten Menschen beiden Geschlechtern angehören, wechseln wir im Text willkürlich zwischen männlichen und weiblichen Pronomen.
Abschließend ist ein Quechua-Wörterbuch mit Erklärungen enthalten.
Beide Autoren hoffen, dass die Leser dieses Buch als wertvolle Ergänzung auf dem Pfad des Inka-Schamanismus empfinden.
Inge Teunissen und Peter Geraedts
Der erste Teil dieses Buches ist eine Einführung in den schamanischen Pfad des Pampamesayok, des Hüters der Mutter Erde, nach der Tradition der Q’ero-Schamanen aus den hohen Anden von Peru. Die Themen in Teil 1 über ihre Prophezeiungen und Kosmologie bieten einen Rahmen, innerhalb dessen die später beschriebenen Zeremonien und Rituale einen klaren Platz und eine klare Bedeutung erhalten. Die beschriebenen Zeremonien und Rituale bilden neben dem Erlernen einiger wichtiger spiritueller Worte die ersten Schritte auf diesem Pfad für Studenten und Interessierte.
Die Q’ero-Indianer sind direkte Nachkommen der alten Inka. Während der spanischen Eroberung Südamerikas im 16. Jahrhundert flohen sie an entlegene Orte in den hohen Anden, wo sie für die spanischen Eroberer unerreichbar waren. Die ursprünglichen Lehren ihrer ahnenkundigen Medizinmänner und -frauen wurden unverändert von Generation zu Generation weitergegeben. Durch jahrhundertelange Isolation sind ihr Wissen und ihre Weisheit authentisch geblieben. Ein Teil dieser mündlich überlieferten Weisheit betrifft ihre Prophezeiungen. Wir diskutieren eine wichtige Prophezeiung, nämlich die Umwälzung, die als "die neue Zeit" bezeichnet wird. Laut den Q’ero-Schamanen ist es eine Zeit, in der die Inka, ihre Vorfahren, zurückkehren.
Eine der Prophezeiungen der Q’ero-Schamanen - die in ihrer eigenen Sprache "paqos" genannt werden - spricht von einer Umwälzung. Diese Periode - "Pachakuti" auf Quechua - bricht gemäß der Prophezeiung an, wenn die Gletscher der hohen Anden schmelzen und die Temperatur auf der Erde steigt. Dieser Pachakuti ist eine Zeit sich verändernder kosmischer Energie und Schwingung. Es ist auch eine Zeit, in der möglicherweise neue Krankheiten auftreten können, wie Hautkrankheiten. Hormonelle Veränderungen können ebenfalls auftreten. Während des Pachakuti erhalten die Menschen die Möglichkeit, mit den Vorfahren und verstorbenen Seelen zu kommunizieren. Auch unsere Verbindung mit Pachamama, Mutter Erde, wird in dieser Zeit für uns spürbarer. Gemäß ihrer Prophezeiung ist es eine Zeit, ihr altes Wissen und ihre Weisheit mit anderen zu teilen.
Inzwischen ist es über 30 Jahre her, dass dieser Pachakuti begann. Damals begannen die Eiskappen in den Anden zu schmelzen. Die Q’ero paqos verließen ihre Dörfer hoch in den Bergen, um nach 500 Jahren der Isolation ihr Wissen und ihre Weisheit zu verbreiten. Zunächst geschah dies in nahegelegenen Städten in Peru. Die Q’ero paqos hatten Schüler außerhalb ihrer eigenen Dörfer, Peruaner und Ausländer. Sie heilten die lokale Bevölkerung. Durch den Kontakt mit Westlern, darunter Joan Parisi Wilcox, Elisabeth Jenkins und Alberto Villoldo, sahen sie Möglichkeiten, die Prophezeiung weiter zu erfüllen, indem sie ihr Wissen und ihre Weisheit außerhalb von Peru verbreiteten. Derzeit reisen viele Q’ero paqos um die Welt, um ihr Wissen zu teilen und so Pachamama und der Menschheit zu helfen.
Anfang der 1990er Jahre begann gemäß den paqos eine Zeit des Wandels für Mensch und Erde. Dies entfaltet sich in verschiedenen Phasen, die mit den Veränderungen der Positionen verschiedener Planeten und Sternensysteme zusammenhängen. Dadurch wurden kosmische Portale geöffnet, die Einfluss auf die Energie und Schwingung der Erde und der Menschheit haben.
Laut ihrer Prophezeiung fand der wichtigste Wendepunkt im Jahr 2012 statt. Ab diesem Jahr begann die neue Zeit: Mosoq Tiempu. Während der Sonnenwende am 21. Juni 2012 befanden sich laut den paqos vier Himmelskörper in einer Linie: die Sonne, Venus, Orion und Merkur. Auch am 21. Dezember 2012 standen wiederum mehrere Planeten in einer Linie. Dies führte laut ihnen zu einer Erhöhung der Frequenz von Erde und Menschheit. Dadurch konnten die Menschen empfindsamer für das werden, was in ihnen und um sie herum geschieht. Immer mehr Menschen spüren den Schmerz von Mutter Erde, der durch die Art und Weise verursacht wird, wie wir mit ihr umgegangen sind und immer noch umgehen. Die Q’ero paqos gehen davon aus, dass Mutter Erde ein Bewusstsein hat und dass ihr Schmerz Erdbeben, Hurrikane und Katastrophen verursacht. Ebenso werden mehr Menschen empfindsamer dafür, wie mit dem Tierreich umgegangen wird, und viele gehen bewusster mit ihrer Ernährung um.
Im Jahr 2012 hatte der Übergang zur neuen Zeit drei Phasen, in denen sich immer wieder kosmische Portale öffneten. Dadurch entstand ein besserer Zugang zu unserem Bewusstsein und unserem Unterbewusstsein, und es entstand eine stärkere Verbindung zwischen unserem physischen Körper und unserem Energiefeld. Die paqos laden ihre Schüler ein, aktiv an diesem Veränderungsprozess mitzuarbeiten, unter anderem durch die Heilung von aufkommenden Emotionen. Durch mehr Aufmerksamkeit für das Bewusstwerden von Schattenseiten, Projektionen und egoistischen Tendenzen verbessern wir unsere körperliche Gesundheit und stärken unsere Verbindung zu anderen Menschen und zur Welt.
Es ist auch im Nachhinein möglich, Kontakt zu der Energie der im Jahr 2012 geöffneten kosmischen Portale aufzunehmen und diesen Veränderungsprozess einzugehen. Außerdem ist der Übergang nicht auf diese Phasen beschränkt, sondern geht kontinuierlich weiter. Auch heute noch erleben wir immer noch Frequenzveränderungen. (1)
Die Gründungslegende der Q’ero-Indianer erzählt, dass in alten Zeiten die Anden von einem Kriegerstamm namens Wari beherrscht wurden. Durch ihre kriegerischen Handlungen verursachten sie allgemeine Instabilität und Chaos. Vater Sonne und Mutter Mond schickten daher Manco Capac und Mama Ocllo gemeinsam auf die Südhalbkugel, um Harmonie zu bringen. Mama Ocllo und Manco Capac trugen einen goldenen Stab bei sich. Manco Capac warf seinen goldenen Stab mehrmals, bis er an der Stelle in der Erde stecken blieb, an der sich heute die Stadt Cusco befindet. So entstand das Inka-Reich mit dieser Stadt als Zentrum. Zu dieser Zeit stand die agrarische Gesellschaft am Anfang und es entstand ein Lebensstil, der auf Gegenseitigkeit zwischen den vielen Stämmen in den Anden basierte. Es war eine Zeit des aktiven Handels zwischen den indigenen Viehzüchtern, die in den hohen Bergen lebten, und den Kleinbauern in den tiefer gelegenen Gebieten. Tiere und Felle, Kartoffeln und Getreide, Salz, Zucker und Gewürze wurden auf lokalen Märkten getauscht. Eine Zeit des Friedens brach an.
Die Fortsetzung des Inka-Reiches im Mittelalter verstärkte diesen friedlichen Trend. Durch Heirat zwischen Familienangehörigen der Stammeshäuptlinge und der königlichen Familie wurden die Stämme in das Reich integriert und es entstand letztendlich ein ausgedehntes und sehr gut organisiertes Reich mit Straßen, Wassersystemen, architektonisch berühmten Gebäuden und Tempeln sowie Lagerstätten für Lebensmittel und Kleidung für alle Bewohner. Nach einer Zeit des Wohlstands von hundert Jahren, in der Arm und Reich gut lebten, leitete die Ankunft der spanischen Kolonisten eine Zeit der Ausbeutung, Gewalt und Krankheit ein. Das Inka-Reich brach schnell zusammen, und die Anzahl der Toten unter der indigenen Bevölkerung war enorm. Die Spanier übernahmen die Kontrolle und führten auch gewaltsam den Katholizismus ein. Die Inka wurden nicht nur physisch getötet, sondern auch ihr indigener Glaube, ihre Seele, wurde zerstört. Die Inka werden immer noch von Schamanen aus den Anden geehrt. Während Zeremonien und Ritualen widmen sie sich der Heilung ihrer Seele. Indigene Frauen weben auch weiterhin Symbole in ihre Tücher als Erinnerung und Ehrerbietung an die Inka. Während der Eroberung durch die Spanier flohen Inka-Stämme in die Berge oder tief in den Dschungel des Amazonas, um der Verfolgung durch die Spanier zu entkommen. Dies geschah auch bei den Q’ero-Indianern, bei denen sich herausstellte, dass sie direkte Nachkommen der Inka sind.
Abgesehen von gelegentlichen Kontakten mit den spanischen Kolonisten lebten die Q’ero-Indianer isoliert vom Rest. Mit Ausnahme gelegentlicher Kontakte mit den spanischen Kolonisten lebten die Q’ero-Indianer isoliert vom Rest der Welt. Der erste Kontakt, den westlich ausgebildete Wissenschaftler mit den Q’ero-Indianern in den Bergen hatten, fand 1955 statt. Eine Expedition unter der Leitung des Kulturanthropologen Don Oscar Nuñez del Prado traf nach Jahrhunderten der Isolation erstmals auf sie. Der Verdacht der direkten Abstammung von den Inka wurde nicht nur bestätigt, weil die Q’ero die alte Inka-Sprache sprachen, sondern auch durch die bei ihnen noch in Gebrauch befindlichen Quipus. Da die Inka keine schriftliche Sprache kannten, verwendeten sie den Quipu als Gedächtnisstütze: ein großes Seil mit daran befestigten kleineren Schnüren und Knoten. Die Knoten stehen unter anderem für Ereignisse, Daten oder Zahlen.
Für diejenigen, die mehr über die spanische Eroberung des Inka-Reiches und die Prophezeiungen der Inka lesen möchten, empfehlen wir die Bücher "The Conquest of the Incas" von John Hemming und "The Secret of the Incas. Myth, Astronomy and the War against Time" von William Sullivan.
Nach den Q’ero-Paqos besteht das gesamte Universum aus lebendiger Energie. Es ist die Quelle, aus der alles hervorgeht. Die Welt der lebendigen Energie nennen sie Kawsay Pacha. Sterne und Planeten, Flüsse und Meere, Berge und Steine, Bäume und Pflanzen, Häuser, Möbel und Fahrzeuge, Nahrungsmittel, Menschen und Tiere bestehen alle aus lebendiger Energie und stehen energetisch miteinander in Verbindung. Wie ein Schmetterling, der mit seinen Flügeln eine leichte Vibration in der Luft verursacht, die auf der anderen Seite der Welt zu einem Sturm heranwachsen kann. Die Welt der lebendigen Energie, ihre Einheit und Verbundenheit, ist die Essenz der Kosmologie der Q’ero-Paqos. In Zeremonien, Ritualen und Heilungen verbinden sie sich mit diesen kosmischen Energien. Indem sie diese "lesen", entwickeln sie sich zu Meistern der Heilung auf energetischer Ebene.
Eine ausführliche Beschreibung der Welt der lebendigen Energie findest du in dem Buch "Masters of the Living Energy. The Mystical World of the Q’ero of Peru" von Joan Parisi Wilcox.
Die Q’ero-Schamanen unterscheiden zwei Hauptarten von kosmischer Energie. Reine Lichtenergie, auf Quechua "Sami" genannt, und schwere Energie, auch "Hucha" genannt. In der Regel tragen Menschen schwere Energie in sich, die durch Konflikte, Gewalt, Wettbewerb oder Wut verursacht wird. Manchmal können auch Tiere schwere Energie tragen, und Hucha kann an bestimmten Orten in der Natur oder in Häusern und Gebäuden auftreten. Diese Unterscheidung zwischen reiner und schwerer Energie ist nicht die Unterscheidung zwischen Gut und Böse. Die Paqos fällen kein Urteil darüber; beide sind einfach nur Energie.
Die kosmologische Vorstellung der Q’ero umfasst drei Welten. Die Oberwelt - "Hanaq Pacha" auf Quechua - die Mittelwelt - "Kay Pacha" - und die Unterwelt - "Ukhu Pacha". Die Unterwelt und die Oberwelt haben für die Q’ero-Paqos eine ganz andere Bedeutung als in der christlichen Religion. In diesem Glauben ist die Unterwelt die Hölle, in der der Teufel herrscht. Für die Paqos ist die Unterwelt die innere Welt von Mutter Erde, in der sich verschiedene Ebenen von Tempeln und Wesen mit reiner, heilender Energie befinden. Ähnliches gilt für ihre Vorstellung von der Oberwelt. Sie haben keine Vorstellung von einem Himmel wie in der christlichen Religion.
Die drei Welten haben jeweils einen spirituellen Torwächter, der geehrt und angerufen wird, wenn die Paqos schamanische Reisen zwischen den Welten unternehmen. Für diese Reisen ist die Erlaubnis dieser Torwächter erforderlich. Sie schützen den Paqo während seiner Reise. Einige dieser Torwächter sind die Inka-Könige von einst.
In ihrer Schöpfungslegende des Universums erschuf der Gott Wiraqocha die Sonne und den Mond. Vater Sonne und Mutter Mond brachten die Sterne zur Welt. Die Q’ero-Paqos betrachten sich selbst als Sternenkinder. Wenn man sie fragt, woher sie kommen, werden viele von ihnen sagen, dass sie von den Plejaden kommen, einer Sternengruppe von sieben Schwestern. Dieses Sternensystem ist im Winter in Westeuropa sichtbar und liegt in der Nähe des Orion. Das astrologische Wissen der Paqos ist sehr umfangreich. Die Position der Sonne, des Mondes, der Planeten und Sternensysteme war für sie immer entscheidend, um Zeitpunkte und Perioden zu unterscheiden. Dies galt unter anderem für das Säen und Ernten, den Tagesrhythmus, die zahlreichen Feiern und Festivals, Begegnungen und ihre Prophezeiungen.
Die Sonne ist für die Q’ero-Schamanen eine wichtige Gottheit. Sie betrachten sich als das Volk der Sonne und sehen die Sonne als Medizingott und Lehrer. Die berühmte ovale goldene Scheibe, die in der wichtigsten Inka-Tempelanlage in der Stadt Cuzco, der damaligen Hauptstadt des Inka-Reiches, hing, symbolisierte dies. Die goldene Scheibe war das greifbare Symbol zwischen den Inka und dem Sonnengott. Der Tempel Qori Kancha in Cuzco war das spirituelle Zentrum des Inka-Reiches.
Die Sonnenwenden im Juni und Dezember sind für die Paqos wichtige Feiertage. Darüber hinaus ehren sie auch Mutter Mond während der Vollmondzyklen mit Zeremonien.
Die Q’ero-Paqos sprechen über unseren Planeten als die Mutter und betrachten die Erde als einen Mutterleib. Pachamama ernährt uns und gibt uns alles, was wir brauchen. Um in einer wechselseitigen Beziehung mit ihr zu leben, ehren die Q’ero-Indianer sie häufig mit Opfergaben und nutzen alles, was sie von ihr erhalten, auch durch Recycling. Diese wechselseitige Beziehung wird im Quechua als "ayni" bezeichnet und ist ein zentrales Konzept in ihrer Lebensweise. Wenn sie zum Beispiel morgens Essen zubereiten, wird dies im Laufe des Tages vollständig aufgegessen. Essen zu verschwenden bedeutet für sie, schwere Energie zu erzeugen und einen Ausdruck von Respektlosigkeit.
Die Medizin der Q’ero-Paqos wird ebenfalls von Mutter Erde geschenkt: Steine und Kristalle, Kokablätter, Kräuter, Blumen, Wolle, tierische Fette und Tierhäute. Sie gibt uns heilende Energie und wenn wir aufmerksam sind, kann sie uns durch Zeichen beraten. Die Q’ero-Paqos leben daher in Harmonie und Dankbarkeit mit Mutter Erde, was sie täglich auf vielfältige Weise zum Ausdruck bringen.
Der Weg der Q’ero-Schamanen ist auch der Weg der Berge. Sie glauben an die natürliche Kraft der Berge - "Apu" in Quechua - und ehren sie wie Mutter Erde. Jeder Paqo hat einen Gebirgsberg, einen Berg, der in der Nähe seiner Geburt liegt und mit dem er energetisch eng verbunden ist. Jeder Berg in den Anden trägt für sie eine gewisse heilende Energie, die für jeden Paqo unterschiedlich sein kann.
Der Berg Umantay steht für viele Paqos für Weisheit. Wenn sie Fragen zu ihrer Arbeit als Paqo haben, machen sie eine Reise zu diesem Berg, verbringen dort einige Zeit im Gebet und in Besinnung und errichten einen Despacho oder eine Apachita, um den Berg zu ehren. Eine Apachita ist ein Gebilde aus aufeinandergestapelten Steinen mit der Mesa oben drauf.
Der Berg Salkantay wird von vielen von ihnen als ein weiblicher Berg betrachtet. Es ist der Berg, in dem die Göttin Tomasa Huaman Tik’lla residieren soll, die Göttin der Freiheit. Dieser Berg kann besucht werden, um sie zu treffen. Manchmal, als eine Art Pilgerreise, besteigen Paqos den höchsten Gipfel eines Berges, um ihre Seele mit Salqa zu reinigen, der reinsten Energie auf einem Berggipfel. In Zeremonien, Ritualen und Heilungen rufen sie die heilende Energie der Berge herbei.
Die Q’ero unterscheiden drei Hauptarten von Schamanen. Diejenigen, die hauptsächlich mit Mutter Erde in Kontakt stehen, werden Pampamesayok genannt; sie sind die Hüter der Mutter Erde. Darüber hinaus gibt es Schamanen, die hauptsächlich mit den Bergen und der oberen Welt in Kontakt stehen. Diese Schamanen werden Altomesayok genannt. Um ein Altomesayok zu werden, muss man laut Tradition dreimal hintereinander vom Blitz getroffen werden. Es gibt nur wenige, die das überleben. Schließlich gibt es den sogenannten Kuraq Akulleq, was "weiser Mann" bedeutet. Es ist ein Paqo, der viel Erfahrung auf dem Weg gesammelt hat und von der Q’ero-Gemeinschaft ausgewählt wird.
Neben kosmischen Göttern wie dem Schöpfer Wiraqocha, der Sonne und dem Mond kennen die Paqos sieben Göttinnen. Eine von ihnen residieret im Titicacasee-See, die anderen in den Bergen der Anden. Sie werden Ňusta’s genannt. Die Paqos kennen viele weitere Ňusta’s, aber diese sieben Göttinnen sind die wichtigsten Helferinnen von Mutter Erde. Jede Göttin entspricht auch einem der sieben Haupt Chakren. Die Paqos führen Einweihungen durch, um Schüler und Interessierte in die heilige Energie dieser Göttinnen einzuführen.
Es ist möglich, eine separate Ňusta-Mesa zusammenzustellen. Karen van Doesburg beschreibt diese Göttinnen und Einweihungen ausführlich in ihrem Buch "Die 7 Göttinnen Einweihungen aus den Anden. Kanchis Ňusta Karpay. Alte Weisheit für ein neues Zeitalter".
Bei Zeremonien, Heilungen und Einweihungen verbinden sich die Q’ero-Schamanen mit dieser unsichtbaren Welt kosmischer Kräfte und Wesen, mit Mutter Erde, den Bergen und ihren Göttinnen. Sie rufen sie an und sie kommen, ohne dass sie um Hilfe bitten müssen, wie es im christlichen Glauben üblich ist. Denn die Q’ero-Paqos leben bereits im Paradies.
Mama Ocillo: Die Göttin des Lichts und der Erdung, Chakra 1
Donna Mujia: Die Göttin der Emotionen, Chakra 2
Mama Simona: Die Göttin des Ursprungs, der Vorfahren, Chakra 3
Donna Teresa: Die Göttin des Herzens, Chakra 4
Maria Sakapana: Die Göttin des Windes und der Kommunikation, Chakra 5
Huana Huaman Tik’lla: Die Göttin der Vision, Chakra 6
Tomasa human Tik’lla: Die Göttin der Weisheit und Freiheit, Chakra 7
Die Q’ero-Schamanen sind nicht nur Meister darin, mit lebendiger Energie zu arbeiten, sondern ihr Weg ist vor allem ein Weg des Herzens, der Liebe. Viele ihrer Rituale, Heilungen und Einweihungen im Westen zielen darauf ab, Menschen wieder in Einklang mit weiblicher Energie zu bringen, ihren Geist zur Ruhe zu bringen und sie mit ihrem Herzen und ihrer Seelenbestimmung zu verbinden. Sie lehren ihre Schüler, im Einklang und in Harmonie mit der Erde und anderen Menschen zu leben. Das ist die Essenz des Weges des Pampamesayok.
Um dieses Gefühl der Einheit zu erreichen und Liebe zu sein, ist es für die Schüler der Paqos erforderlich, sich ihrer individualistischen Züge bewusst zu werden. Diese trennen sie nämlich von der Erfahrung der Welt und von anderen Menschen. Dies führt nicht nur zu Einsamkeit, Konkurrenz und Eifersucht, sondern auch zu einem Hang zur Unbescheidenheit und zur falschen Aneignung von Dingen. Es ist charakteristisch für die Lebensweise der Q’ero, dass das Wort "mein" in ihrer Sprache nicht existiert und dass der Weg eines Q’ero-Paqos von Bescheidenheit, Dankbarkeit, Gleichheit und Harmonie geprägt ist.
Um sich von solchen individualistischen Zügen, von sich selbst und von ihren Schülern zu lösen, verwenden die Q’ero-Paqos Humor. Sie spielen gerne, sie lieben es, sich gegenseitig und ihre Schüler auf den Arm zu nehmen und ihnen so einen Spiegel vorzuhalten. Diese Verspieltheit - "Puqllay" auf Quechua - ist eine wichtige Methode, um einander wachsam zu halten und die Schüler zu trainieren.
Eine weitere wichtige Art und Weise, wie die Q’ero-Paqos ihre Schüler und andere Menschen mit ihrem Herzen und ihrer Seelenbestimmung in Verbindung bringen, sind die drei großen Einweihungen - "Hatun Karpay" auf Quechua. Die erste Einweihung, die "Munay Karpay", öffnet das Herz. Die zweite Einweihung, die "Yachay Karpay", sorgt für klare Visionen. Die dritte Einweihung, die "Llank’ay Karpay", zielt darauf ab, in der Welt aktiv zu sein und aus dem Herzen und mit Weisheit zu handeln (für weitere Informationen über diese Einweihungen siehe Teil 4, Kapitel 9). Der Weg der Q’ero-Paqos ist ein lebendiger Weg. Er entwickelt sich ständig weiter. Die Paqos greifen auf altes Wissen aus ihrem Gedächtnis zurück, wenn sie es gerade brauchen, und sind offen für neues Wissen, das sie auf ihren Reisen in der Welt sammeln. Darüber hinaus entwickeln alle Paqos ihre eigene Weisheit und werden von westlichen Werten und Normen beeinflusst. Regeln, Methoden und Strukturen geben den Schülern also wenig Halt, außer der Entwicklung ihrer eigenen reinen Absicht und liebevollen Haltung. (2)
Das Erschaffen eines heiligen Raumes In der Tradition der Q’ero Paqos ist es üblich, vor Zeremonien, Ritualen und Heilungen einen heiligen Raum zu erschaffen. Dies geschieht durch eine Anrufung der reinen Kräfte der Windrichtungen und der vier Krafttiere der Anden, die mit ihnen verbunden sind. Gefolgt von den Kräften des Universums, wie Vater Sonne, Mutter Mond, den Sternensystemen und dem Gott Wiraqocha. Schließlich die Kräfte von Mutter Erde und möglicherweise auch von den Bergen und Göttinnen der Anden.
Eine solche Anrufung wird als "Invokation" bezeichnet, was auch als Gebet betrachtet werden kann. Durch das Öffnen des heiligen Raumes entsteht eine direkte Verbindung zu all diesen reinen Kräften, und der Paqo, andere anwesende Personen und der Raum werden geschützt. Da die Sonne für die Q’ero Paqos die wichtigste lebensspendende Kraft ist und daher als wichtiger Gott betrachtet wird, beginnt die Anrufung im Osten, wo die Sonne aufgeht. Dabei wendet sich der Paqo in diese Himmelsrichtung, hebt beide Arme an, ehrt die Kräfte des Ostens im Gebet und ruft die Energie herbei, während er eine Ratsche schüttelt. Anschließend wendet er sich nach Süden und ruft auf die gleiche Weise reine Kräfte herbei. Danach folgen Westen und Norden. Dabei ruft er auch bei jeder Himmelsrichtung die dazugehörigen Krafttiere an: im Osten den Kondor, im Süden die Schlange, im Westen den Puma und im Norden den Kolibri. Danach richtet der Paqo sich an die kosmischen Kräfte und dann an die Kräfte von Mutter Erde. Schließlich ist es auch möglich, das eigene Herz in die Anrufung einzubeziehen, indem man beide Hände darauflegt.
Es liegt im Ermessen des Paqos, ob er den heiligen Raum nach einer Zeremonie oder Heilung offenlässt oder schließt. Ein geöffneter heiliger Raum ist maximal sieben Tage wirksam und muss danach durch eine neue Anrufung bestätigt werden. Das Schließen erfolgt auf die gleiche Weise wie das Öffnen des heiligen Raumes, mit der Absicht, die angerufenen Kräfte ziehen zu lassen und mit den Worten "urpichay sonqoy" zu danken, was "Danke, mit einer Taube aus meinem Herzen" bedeutet. Die Paqos laden Schüler, die ihren Weg gehen, ein, im Laufe der Zeit ihre eigene Invokation zu gestalten. Um die Tradition der Q’ero Paqos zu ehren, folgt hier zunächst die Invokation eines der Paqos in ihrer Sprache, dem Quechua, gefolgt von der Deutsche Übersetzung.
In Quechua Sprache:
Tawantin Suyukuna
Anti suyo, hampuy hampuy Kondorpa kallpan
Chay sumaq kallpaykita chaskiykuskaikiko
Inti Tayta sumaq k’anchaynikita qoykuwayku
Sonqoykuta kichariwayku Sumaq k’anchaynikiwan!
Hayaya
Qolla suyo, hampuy hampuy Mach’aqwaypa kallpanta qoykuwayku
Chay allpa patapi, sumaqta yacharichiwayku puriyta Sumaq ňawikywan!
Hayaya
Conti suyo, hampuy hampuy Hatun choquechinchay
Hatun yachaynikita qoykuwayku Allinta khawachiwayku
Sumaq kallpaykiwan puririchiwayku!
Hayaya
Chinchay suyo, hampuy hampuy Q’omer q’ente, hatun q’ente Misk’iykita reqsirichiwayku chay sumaq t’ikaqta
Sonqoykita t’ikarichiwayku!
Hayaya
Pachamama, hampuy hampuy pachamamita!
Kay maňakuskaykuman hatun kallpaykita qoykuwayku Chuchu sayanaykupaq kanwan kushka mamita!
Hayaya
Geister des Ostens, kommt und heilt, was unsere Seele bereits geheilt hat. Kraft des Kondors, wir öffnen uns für deine einzigartige, heilige Energie, die so wunderbar ist. Vater Sonne, erleuchte uns mit deinem strahlenden Licht. Öffne unsere Herzen mit deinen reinen Strahlen! Hayaya
