Dr. Stefan Frank 2859 - Stefan Frank - E-Book

Dr. Stefan Frank 2859 E-Book

Stefan Frank

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Beschreibung

Dr. Selina und Dr. Pierre Merlinger führen das Leben, von dem viele träumen: erfolgreiche Kinderärzte, glückliche Ehe, ein vierjähriger Sohn, eine eigene Praxis in Grünwald. Sie gelten als Vorzeigepaar, als perfekt eingespieltes Team - beruflich wie privat. Man nennt sie "die Unbesiegbaren". Und dann trifft sie das Undenkbare, als bei ihrem kleinen Sohn Yannis eine lebensbedrohliche Erkrankung diagnostiziert wird ...

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Seitenzahl: 119

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Inhalt

Cover

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Ein starkes Team

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Impressum

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsbeginn

Impressum

Ein starkes Team

Sie glaubten sich unbesiegbar, doch dann ...

Dr. Selina und Dr. Pierre Merlinger führen das Leben, von dem viele träumen: erfolgreiche Kinderärzte, glückliche Ehe, ein vierjähriger Sohn, eine eigene Praxis in Grünwald. Sie gelten als Vorzeigepaar, als perfekt eingespieltes Team – beruflich wie privat. Man nennt sie »die Unbesiegbaren«. Und dann trifft sie das Undenkbare, als bei ihrem kleinen Sohn Yannis eine lebensbedrohliche Erkrankung diagnostiziert wird ...

»Und damit hebe ich mein Glas auf zwei meiner begabtesten Studenten und liebsten Kollegen – auf Selina und Pierre Merlinger! Und auf die künftig beste Kinderarztpraxis in Grünwald!«

Wie angekündigt hob Dr. Stefan Frank sein Glas mit sprudelndem Champagner und trank dem jungen Paar, das strahlend im Kreis der Gratulanten stand, zu.

Selina Seifert und Pierre Merlinger hatten in der Tat zu den Studenten gehört, die er als Praktikanten in seiner Praxis betreut hatte. Die beiden waren nicht nur begabt engagiert und mitfühlend, sondern auch ehrgeizig und nicht unterzukriegen. Sie hatten sich aus kleinen Verhältnissen hochgearbeitet, sich ihr Studium selbst erarbeitet, und dass sie sich jetzt, mit knapp über dreißig, als Kinderärzte mit eigener Praxis selbstständig machten, hatten sie ebenfalls einzig und allein aus eigener Kraft geschafft.

Die heutige Feier ihrer Praxiseröffnung war der Höhepunkt ihrer gemeinsamen Karriere.

Die versammelten Gäste brachen in Jubel und Applaus aus.

»Ein Hoch auf die neue Praxis!«

Stefan beugte sich zu seiner geliebten Lebensgefährtin Alexandra, die an seiner Seite stand, hinunter, sah ihr tief in die Augen und stieß mit ihr an.

»Sie haben es geschafft«, sagte er. »Auch wenn die meisten der hier Versammelten es wohl für unmöglich gehalten haben, dass es so schnell und ohne jede finanzielle Unterstützung gelingen kann.«

»Ja, die beiden sind wirklich ein starkes Team«, stimmte Alexandra ihm mit einem Lächeln zu. »Helene hat mir neulich erzählt, dass man sie hinter vorgehaltener Hand die Unbesiegbaren nennt.«

Helene Braun war die Kollegin, mit der gemeinsam Alexandra ihre Praxis als Augenärztin betrieb.

»Ich kann mir gut vorstellen, dass Selina und Pierre sich so fühlen«, sagte Stefan, während die übrigen Gäste den Sturm auf die kalten Platten begannen. »Sie haben buchstäblich mit nichts angefangen, und dann sieh dir an, wo sie heute stehen. Was immer sie sich vorgenommen haben, ist ihnen gelungen.«

Alexandra nickte gedankenverloren. »Erst das Studium. Von der Uni immer sofort zu irgendwelchen Jobs, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Die meisten jungen Leute stehen so etwas nicht lange durch, aber Selina und Pierre haben es sogar innerhalb der Regelstudienzeit geschafft ...«

»Und kaum waren sie fertig und hatten ihre Assistentenstellen sicher, haben sie geheiratet und die Anzahlung für ihr Haus geleistet«, ergänzte Stefan. »Statt sich wenigstens eine Atempause zu gönnen, haben sie sofort das nächste Ziel angesteuert.«

Die beiden Merlingers hatten mit gerade fünfundzwanzig Jahren ein baufälliges Häuschen erworben, das günstig zu haben gewesen war. In Eigenregie hatten sie es abends, nach der Arbeit, restauriert, bis es ein richtiges Schmuckstück geworden war. Das perfekte Heim für eine junge Familie.

»Und dann ist Yannis gekommen«, sagte Alexandra. »Ebenfalls so perfekt, wie ein Kind nur sein kann.«

»Ja, Yannis ist wirklich ein großartiger kleiner Kerl«, stimmte Stefan zu.

Er hatte Selina Merlingers Schwangerschaft vor vier Jahren betreut und war auch bei der Entbindung des kleinen Jungen zur Stelle gewesen.

»Ich kann Selina und Pierre nur bewundern, wie sie das alles unter einen Hut bekommen«, sagte Alexandra in Gedanken. »Ich habe mich einmal in einer Tagungspause mit Selina darüber unterhalten und sie gefragt, wie sie das machen. ›Wir haben einander‹, war alles, was sie gesagt hat. ›Immer jemanden zum Festhalten.‹«

»So wie wir beide«, sagte Stefan lächelnd, nahm Alexandras Hand und berührte sie mit den Lippen. »Bei uns fragen sich ja auch viele, wie wir unseren Alltag zwischen zwei vollbelegten Arztpraxen meistern.«

»Aber wir haben eine Menge Lebenserfahrung im Rücken, haben Frau Quandt als Hilfe und kein kleines Kind«, wandte Alexandra ein. »Ich habe manchmal Angst, dass die beiden sich zu viel abverlangen.«

»Da könntest du recht haben«, sagte Stefan.

Auf Frau Quandt, den guten Geist ihres gemeinsamen Haushalts, wollte er in der Tat nicht verzichten müssen, und so sehr er es bedauerte, keine eigenen Kinder zu haben, hatte er immer gewusst: Mit seiner Art, sich in seinem Beruf ganz für die Patienten einzusetzen, würde sich eine Familie nur schwer vereinbaren lassen.

Auch Selina und Pierre Merlinger waren Ärzte mit Leib und Seele, und Stefan konnte nur hoffen, dass Alexandra nicht richtig lag.

»Vielleicht schalten sie jetzt, wo sie all ihre Ziele erreicht haben, ja einen Gang herunter«, meinte er.

Alexandra lachte auf. »Das glaubst du doch wohl selbst nicht. Einen Gang herunterschalten mit einer neu eröffneten Praxis? Ich denke, dass das schlichtweg unmöglich ist, weißt du besser als jeder andere.«

»Ja, ich fürchte, das weiß ich«, musste Stefan zugeben.

An der Stelle mussten sie ihr Gespräch unterbrechen, denn gerade in diesem Augenblick kamen Selina und Pierre Merlinger Arm in Arm und strahlend auf sie zu.

Die beiden waren nicht nur ein starkes Team, sondern auch ein wirklich schönes Paar, dachte er. Selina mit ihrer schlanken, grazilen Figur, dem glatten, rotbraunen Haar und den ausdrucksvollen dunklen Augen war eine ausgesprochen aparte Frau, und Pierre, der von seiner früh verstorbenen französischen Mutter das dichte dunkle Haar und die grünbraunen Augen geerbt hatte, war ein Mann, nach dem Frauen die Köpfe drehten.

Sein Charme tat ein Übriges. Er gehörte zu den Männern, von denen es hieß, er könne an jedem Finger fünf haben, doch er hatte nur Augen für seine Frau.

»Alexandra! Stefan!«, herzlich breitete Pierre die Arme aus und schloss einen nach dem anderen darin ein. »Wir freuen uns so, dass ihr es einrichten konntet. Und dein Trinkspruch, Stefan – vielen, vielen Dank dafür.«

»Verdient ist verdient«, versicherte Stefan und klopfte dem anderen die Schulter. »Ihr beiden habt hier wirklich etwas Beachtliches auf die Beine gestellt.«

»Wir verdanken euch so viel«, gestand Selina gerührt. »Nicht nur, weil ihr uns praktisch geholfen habt und wir so vieles von dir lernen durften, Stefan. Sondern auch, weil wir ihr immer an uns geglaubt habt. Das hat sonst niemand getan.«

Beide, Selina und Pierre, hatten keinen familiären Rückhalt. Sie hatten sich immer nur aufeinander verlassen können.

»Was wir getan haben, haben wir gern getan«, bekannte Alexandra. »Und allzu viel war es sowieso nicht, denn ihr beide habt ja so gut wie alles im Alleingang gemacht. Ich finde, es ist höchste Zeit, dass ihr euch nun auch einmal eine Pause gönnt. Einen schönen Familienurlaub zum Beispiel.«

»Oh ja, das wäre ein Traum«, gestand Selina sofort. »Einmal mit Yannis ans Meer, das wäre wirklich wunderbar.« Viel leiser fügte sie hinzu: »Zeitlich und finanziell ist das aber zurzeit leider nicht machbar.«

»Die Einrichtung der Praxis hat Unsummen verschlungen«, fügte Pierre hinzu. »Aber wem sage ich das. Ihr kennt es ja selbst am besten. Deshalb müssen eben solche Wünsche noch eine Weile warten. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.«

Schiebt nur nichts allzu lange auf, durchfuhr es Stefan. Sein Leben hatte ihn gelehrt, dass es keinen größeren menschlichen Fehler gab als den, anzunehmen, man hätte ewig Zeit. Als Arzt erfuhr man tagtäglich, wie schnell diese scheinbare Ewigkeit vorbei sein konnte. Die Gewissheit, seine Zeit wenigstens intensiv genutzt zu haben, war in solchen grausamen Situationen oft ein Trost.

»Wo ist denn Yannis heute?«, fragte Alexandra. »Um mitzufeiern, ist es wohl ein bisschen zu spät für ihn?«

Die Eröffnungsfeier fand am Abend statt, und es war bereits nach acht Uhr. Dennoch hatte Stefan eigentlich damit gerechnet, dass der kleine Junge in den Praxisräumen herumlaufen würde.

»Er ist daheim, mit einem Babysitter«, antwortete Selina. »Nicht ideal, ich weiß, zumal wir noch keinen regelmäßigen Babysitter gefunden haben, der dann auch eine geliebte Bezugsperson für ihn sein könnte. Mir ist wirklich nicht wohl dabei, ihn mit einer fast Fremden allein zu lassen. Aber ich hätte auch ein schlechtes Gewissen, wenn er unseretwegen so lange aufbleiben müsste. Für einen Vierjährigen ist das einfach zu anstrengend.«

»Wir wollen keine Eltern sein, die ihr Kind zu ihren beruflichen Verpflichtungen mitschleppen, auch wenn diese überhaupt nicht kindgerecht sind«, erklärte Pierre und strich Selina über den Rücken. Offenbar spürte er, dass diese sich mit Gewissensbissen quälte. »Zu Hause ist er besser aufgehoben, und die junge Frau, die ihn betreut, ist uns sehr empfohlen worden.«

»Bestimmt gibt sie sich Mühe, es Yannis besonders schön zu machen, und er genießt es«, sagte Alexandra beruhigend. »In der Regel verkraften Kinder so etwas doch gut. Und am Wochenende verbringt ihr dafür umso mehr Zeit miteinander.«

Beide nickten.

»Wir tun unser Bestes, um am Wochenende tolle Sachen mit ihm zu unternehmen«, sagte Selina.

»Morgen gehen wir ins Kino, Paw Patrol schauen«, berichtete Pierre mit einem sympathischen Grinsen. »Bis er meine Vorliebe für James Bond teilt, wird wohl noch eine Weile vergehen, aber am Sonntag gehen wir ins Deutsche Museum. Auf die Flugmodelle dort stehen wir beide.«

»Ich ziehe Paw Patrol vor«, sagte Selina lachend. »Aber wenn unser Yannis Spaß hat, habe ich ihn auch.«

Alexandra und Stefan tauschten einen Blick, der Stefan versicherte, dass seine Liebste dasselbe dachte wie er.

Er hätte ganz sicher auch Spaß, wenn ihr zu Hause auf dem Sofa sitzen und Lotti Karotti spielen würdet, lauteten seine Gedanken. Frühstück im Bett, Toben im Garten, abends Pizza und ein Film, auch damit ließ sich ein wunderschöner Tag als Familie bestreiten. Das ausgeklügelte Programm für den Kleinen war liebevoll gemeint, aber zum Ausruhen würden seine Eltern dabei nicht kommen. Und gerade das hatten sie bei ihren Verpflichtungen nötig.

»Leider müssen wir uns jetzt wieder um die anderen Gäste kümmern«, sagte Pierre. »Aber wir vier müssen uns unbedingt demnächst einmal treffen und richtig unterhalten. Warum kommt ihr nicht an einem der nächsten Wochenenden einen Abend zu uns? Wir laden euch zum Essen ein, kochen ein tolles Menü ...«

»Käse und Cracker tun's auch«, sagte Alexandra. »Ihr müsst euch unseretwegen nicht noch mehr Arbeit aufhalsen. Wichtig ist doch die Zeit in netter Gesellschaft.«

»Wir machen es aber gerne«, erwiderte Selina. »Unsere Gäste sollen sich bei uns wohl fühlen, und euch beiden verdanken wir so viel. Ich rufe dich an wegen eines Termins, ja?«

Die vier verabschiedeten sich voneinander, und die beiden Merlingers mischten sich wieder unter die Gäste. Alexandra und Stefan beschlossen, sich auf den Heimweg zu machen und zu Hause, in trauter Zweisamkeit, ein Sandwich zu essen. Auch für sie war Zeit füreinander ein kostbares Gut, das sie genossen, wann immer es sich bot.

»Du hast mit deinem Ausdruck den Nagel auf den Kopf getroffen«, sagte Stefan, während sie eng umschlungen durch den schönen Frühlingsabend nach Hause gingen. »Ein starkes Team, in jeder Hinsicht. Sie wissen, was sie wollen, und sie ziehen an einem Strang.«

»Das ist es, was ihnen die Kraft gibt«, sagte Alexandra. »Ihre Liebe und Verbundenheit, der Blick auf dieselben Ziele. Ich mag beide sehr gerne, und ich wünsche ihnen, dass niemals etwas geschieht, das dieses Band zerstört.«

»Ich auch«, murmelte Stefan nachdenklich. »Solange alles gut geht, hält man es ja für unzerstörbar. Aber es gibt im Leben eben Belastungen, die selbst die stärkste Liebe auf die Probe stellen.«

Wie auf ein Zeichen blieben sie beide stehen, nahmen sich in die Arme und küssten sich zärtlich und leidenschaftlich zugleich. Sie hatten beide in ihrem Leben solche Belastungen kennengelernt, und ihr Kuss war wie ein Versprechen, dass ihre Liebe ihnen standhalten würde.

***

»Wenn du mich fragst, war das ein voller Erfolg, meinst du nicht auch, mein Herz?« Pierre fuhr den Wagen auf ihre Zukunft, hielt an und sah strahlend zu Selina hinüber. Er war zweifellos ebenso müde wie sie, doch wie immer strahlte er eine Energie aus, die manchmal regelrecht unheimlich war.

»Ja, die Gäste sahen aus, als hätten sie Spaß«, sagte Selina ein wenig lahm und unterdrückte ein Gähnen.

»Und du?«, fragte ihr Mann die liebevoll. »Hattest du keinen?«

»Doch, doch natürlich«, versicherte Selina eilig. »Es ist einfach toll, das alles zu sehen und zu wissen: Das haben wir uns aufgebaut, und es ist nun unsere Zukunft. Ich bin einfach nur müde. Und ich fürchte, ich mache mir ein bisschen Sorgen wegen Yannis.«

»Aber das brauchst du doch nicht, mein Liebes.« Pierre legte seine starken Arme um sie, in denen Selina sich so geborgen fühlte, und zog sie an sich. »Wir haben doch vor einer Stunde noch mit Marlene getextet, und sie hat bestätigt, dass alles hervorragend gelaufen ist.«

»Ich weiß ja«, sagte Selina und versuchte zu lächeln. »Aber das ist eben mein Mamaherz. Das macht sich trotzdem Sorgen und beruhigt sich nicht, ehe es sich nicht selbst überzeugt hat, dass unser kleiner Schatz wohlbehalten schlafend in seinem Bett liegt.«

»Das weiß ich doch«, sagte Pierre und küsste sie auf die Augen. »Und auch dafür liebe ich dich. Weil du eine so wunderbare Mutter für unseren Yannis bist.«

Selina schreckte auf. Ihre Müdigkeit war mit einem Schlag verflogen.

»Bin ich das wirklich, Pierre?«, fragte sie. »Ich bin mir da manchmal nicht so sicher.«

»Aber warum denn nicht, mein Schatz?«, Fragend hob er seine dunklen, elegant geschwungenen Brauen in die Stirn. »Du hast doch keinen Grund zum Zweifeln. Du umgibst Yannis mit so viel Liebe, du informierst dich, liest alles, was mit Kindern zu tun hat, damit er die beste nur mögliche Kindheit bekommt. Und unser Yannis ist ein fröhlicher, kerngesunder kleiner Junge, der seine Mami anhimmelt.«

»Und seinen Papi noch viel mehr«, ergänzte Selina mit einem Lächeln, doch gleich darauf wurde sie wieder ernst. »Neulich hat er so begeistert von seinem Freund Caspar aus dem Kindergarten erzählt, mit dem er in der gleichen Schwimmgruppe ist und immer mit der Autorennbahn spielt. Ich wusste nicht einmal, dass in seinem Kindergarten ein Caspar ist, geschweige denn, dass Yannis mit ihm befreundet ist.«

»Und dafür verurteilst du dich?«, fragte Pierre ungläubig. »Dafür, dass du bei all der Arbeit, die du in letzter Zeit hattest, nicht den Namen von jedem kleinen Kindergartenfreund unseres Sohnes weißt?«

»Ich fürchte, ich weiß überhaupt keinen Namen von einem seiner Kindergartenfreunde«, erwiderte Selina. »Und ich frage mich eben, ob wir nicht zu viel arbeiten. Ob wir mehr Zeit für Yannis haben sollten.«