Echt ungerecht! - Claudia Herrmann - E-Book

Echt ungerecht! E-Book

Claudia Herrmann

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Beschreibung

Henrike ist wütend. Wütend, enttäuscht und traurig, weil die Erwachsenen einfach über ihren Kopf hinweg entschieden haben, dass ihre beste Freundin Sonja mit ihrer Familie wegziehen soll. Niemand kommt mehr an sie heran. Schafft ihre Patentante Coco es, sie aus der Reserve zu locken und einen Kompromiss zu finden? Traurigkeit und Wut, Angst, Mitleid und Neid. Auch Kinder machen in ihrem Alltag immer wieder Erfahrungen mit diesen Gefühlen. Oft sind sie damit überfordert und sehen keinen Ausweg aus der vertrackten Situation. Die Aufgabe von uns Erwachsenen besteht nun darin, unsere Kinder in dieser Hilflosigkeit abzuholen und mit positiven Gedanken und Engagement dabei zu unterstützen, mit diesen Emotionen richtig umzugehen und eine Lösung für das Problem zu finden. Henrike, Jonas, Billy und Nicolas befinden sich alle in scheinbar aussichtslosen Situationen. Schuld sind immer die Erwachsenen! Jonas ist stolz, weil er zum ersten Mal ohne seine Eltern Urlaub machen darf. Doch dann machen sich Angst und Panik in ihm breit und am liebsten würde er zu Hause sein. Schafft er es, diese Angst zu überwinden? Die Oma aus der Nachbarschaft soll nach einem Sturz in ein Seniorenheim ziehen. Dass sie weiterhin alleine in ihrem Haus wohnen bleibt, scheint ausgeschlossen. Doch Billy und seine Freunde können sich mit dem Gedanken nicht anfreunden und versuchen alles, um den Umzug in das Seniorenheim zu verhindern. Reichen die einfachen Ideen und das Engagement der Kinder dazu aus? Nicolas ist sauer auf seine Eltern, die ihm scheinbar alles verbieten. Voller Neid schaut er auf seinen Freund Philip, der wirklich alles hat, was man sich nur denken kann. Er hingegen soll mit seinen Eltern und kleinen Geschwistern Ausflüge machen. Wie langweilig! Oder hat er es mit seiner Familie vielleicht doch gar nicht so schlecht getroffen? In kindgerechter Weise wird in vier Vorlesegeschichten der Umgang mit verschiedenen Gefühlen anschaulich dargestellt.

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Seitenzahl: 31

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Für Lasse und Helena

Claudia Herrmann ist Jahrgang 1972 und Diplom-Geographin. Sie hat lange in der Reisebranche gearbeitet und dabei verschiedene Länder und Kulturen kennengelernt. Sie liebt es, kleine Geschichtenentdecker mit einem Koffer voll an bunten Bildern auf die Reise durch die Welt der Phantasie zu schicken. Ihr eigener Koffer steht derzeit wieder ausgepackt in ihrer Heimatstadt am Rande des nördlichen Ruhrgebiets.

Miriam Walkenbach ist Jahrgang 1974, Diplom-Geographin und Journalistin für Web-TV und interaktives Fernsehen. Einige Zeit hat sie in der Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet und dabei viele unterschiedliche Länder bereist. Seit mehreren Jahren arbeitet sie als freie Lektorin und lebt mit Mann und zwei Kindern wieder in ihrer alten Heimat, im Sauerland.

erzählt von Miriam Walkenbachmit Illustrationen von Claudia Herrmann

Vorlesegeschichten für Kinder ab 5über Wut im Bauch, Angst im Nackenund unfaire Eltern

Inhaltsverzeichnis

Gemein und unfair!

Ich bin doch schon groß!

Wir lassen dich nicht im Stich, Tante Lene!

Ich will andere Eltern!

Gemein und unfair!

Ich will aber nicht“, schluchzt Henrike und verkriecht sich mit ihrem Kuschelschaf Brunhilde in den hintersten Winkel ihres Kleiderschranks.

„Ach Mäuschen, nun komm doch bitte endlich da raus“, seufzt Mama. „Du kannst dich doch nicht den ganzen Tag im Schrank verstecken. Komm, lass uns zusammen was spielen.“

Henrike reagiert nicht.

Mama weiß nicht mehr, was sie noch machen soll. Sie schafft es einfach nicht, Henrike aufzumuntern. Auch Papa gelingt es nicht. Und sogar Toni, Henrikes kleiner Bruder, weiß nicht mehr, wie er seine Schwester zum Lachen bringen soll.

Letzte Woche hat Henrikes beste Freundin Sonja im Kindergarten erzählt, dass sie mit ihrer ganzen Familie an die Nordsee zieht. Sonjas Vater hat dort eine neue Arbeit gefunden.

Und seitdem ist Henrike schon traurig, wenn sie morgens aufsteht, und sie ist wütend, wenn sie aus dem Kindergarten nach Hause kommt. Spielen will sie mit niemandem.

Seit Tagen kommt Sonja mit einem verheulten Gesicht in den Kindergarten. Niemand hat sie gefragt, ob sie wegziehen will. Niemand hat sie gefragt, ob sie in einen neuen Kindergarten gehen möchte, in dem sie niemanden kennt.

Und niemand hat Henrike gefragt, ob sie damit einverstanden ist. Schließlich verliert sie ihre allerbeste Freundin. Das ist gemein! Gemein und unfair! Sonja und Henrike sind wütend! Ausgerechnet an die Nordsee! So weit weg!

Heute war der letzte Tag, an dem Sonja und Henrike im Kindergarten zusammen spielen konnten. Ab morgen sind Ferien. Und nach den Ferien geht Sonja schon in einen neuen Kindergarten. Deshalb ist Henrike heute besonders traurig und lässt sich durch nichts aufmuntern. Sie möchte nur in ihrem Kleiderschrank sitzen und Brunhilde alles erzählen.

Von den Erwachsenen versteht sie ja doch keiner!

„Henrike, Tante Coco ist da! Sie hat dir ein Geschenk mitgebracht! Und es gibt Erdbeerkuchen mit Sahne!“, ruft Toni und klopft energisch an Henrikes Schranktür. „Komm in die Küche!“

Toni ist erst vier und kann gar nicht verstehen, warum Henrike so unglücklich ist.

„Nein, ich komme nie mehr hier raus!“, brüllt Henrike ihn an. „Nie mehr! Und ein Geschenk will ich auch nicht!“

Dann eben nicht, denkt Toni, und flitzt zurück in die Küche. Schließlich möchte er nicht auf Erdbeerkuchen mit Sahne verzichten. Henrike bleibt den halben Nachmittag in ihrem Kleiderschrank sitzen. Nur einmal kommt sie kurz raus, weil sie aufs Klo muss.

Tante Coco ist Henrikes allerliebste Patentante. Eigentlich ist sie gar nicht Henrikes richtige Tante, sondern die beste Freundin ihrer Mama. Mama und Coco kennen sich schon seit dem Kindergarten und deshalb hat Mama sie damals, als Henrike geboren wurde, gefragt, ob sie nicht Henrikes Patentante werden möchte.

Tante Coco wohnt zwar in derselben Stadt, ist aber sehr viel unterwegs und deshalb nur selten