Beschreibung

Die berührende Liebesgeschichte zwischen einem Mädchen, das vor ihrem Leben flieht, und einem Jungen, der für sein Leben kämpft. Jo zählt die Tage, bis sie nach Kreta auswandern kann - endlich 18 Jahre alt, endlich unabhängig, endlich frei. In Kreta möchte sie ein neues Leben anfangen, mit Koch, ihrem Kumpel aus dem Restaurant, in dem sie kellnert. Doch als dieser verschwindet, sieht Jo, dass Koch nicht der einzige Mensch ist, dem Jo am Herzen liegt. Der unscheinbare, geradezu unsichtbare Amar ist es, der sich nun um Jo kümmert, bei ihr bleibt, egal, wie sehr sie ihn von sich stößt. Der ihr die Schönheit des Lebens zeigt, wie nur er sie sehen kann. Sabine Both alias Franziska Moll trifft den Ton der Jugendlichen auf den Punkt und zeigt, dass Hoffnung und Lebensmut nicht nur aus Liebe, sondern auch aus Freundschaft erwachsen kann.

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Seitenzahl: 208

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Noch elf Tage

Ich bin zu spät. Wie immer. Er sagt, weil ich damit nachdrücklich darauf hinweisen will, dass es mich gibt. Ich sag, weil ich noch eine rauchen wollte. Er schaut über die Brille. Auch das wie immer. Nur die Haare sind anders. Stehen nicht starr um ihn herum wie ein grauer Heiligenschein, sondern bewegen sich im Wind des Ventilators. Ich setze mich, er auch, schlägt die dünnen Beine übereinander, sinkt zusammen in Schildkrötenposition, nimmt den Füller, das Klemmbrett, auf dem schon ein stattlicher Packen liegt. Alles, was er über mich aufgeschrieben hat. Auch jetzt schreibt er, obwohl ich noch nichts gesagt habe. Vielleicht hält er fest, wie ich aussehe, was ich anhabe, ob ich böse gucke oder nett. Vielleicht schreibt er auch nur eine Einkaufsliste. Tofu. Sojamilch. Glutenfreies Müsli. Was so einer eben isst.

»Heiß draußen«, sagt er.

»Und es stinkt«, sage ich.

Koch sagt, nur eine kleine Delle in der Umlaufbahn, nur ein Stück näher dran, und die Sonne würde uns alle grillen – ein großes Feuerwerk aus versengten Haaren und verkohlter Haut, Fleisch und Knochen. Wie das erst stinken würde. Wie wenn Haare in die Kerzenflamme geraten. Nur eben multipliziert mit knapp sieben Milliarden. Das ganze Universum würde damit eingenebelt. Es kommt aber nicht dazu. Der Kosmos rührt sich nicht. Wir schrammen wie eh und je haarscharf an der Katastrophe vorbei.

»Da hat sich die Müllabfuhr aber genau den richtigen Zeitpunkt ausgesucht für ihren Streik, was?«, sagt er.

»Ich schätze, das ist kein Zufall.«

»Das schätze ich auch. Die Leute sollen vermissen, was sie sonst nie beachten.«

»Geschickt.«

»Die Müllabfuhr?«

»Sie.«

»Ich?«

»Wir sprechen doch schon nicht mehr von der Müllabfuhr, oder?«

Er grinst. »Johanna, immer auf Zack.«

Ich sage nichts mehr, also schweigen wir. So läuft das hier. Er versucht es mit Gestichel, und wenn nichts zurückkommt, dann warten wir, bis ich doch noch etwas sage. Wenn ich die ganze Stunde nichts sage, bekommt er seine Kohle trotzdem. Und nützen tut es auch, sagt er. Weil, wer sich nicht ablenken kann, der denkt über etwas Bedeutendes nach, auch wenn er nichts darüber sagt. Heute stimmt das. Ich denke an Koch.

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