Ein Escort zu Weihnachten - Lilly An Parker - E-Book
Beschreibung

Jan ist einer der erfolgreichsten Anwälte New Yorks und sein Glück bei den Frauen ist legendär - und vollkommen mieserabel. Egal ob es der weibliche Grinch ist, eine eifersüchtige Ex-Freundin oder eine Dramaqueen erster Güte, seit elf Jahren greift er bei seinen Weihnachts-und-Silvester-Dates regelmäßig in die "Horror-Kiste". Doch dieses Jahr hat sein bester Freund genug! Um endlich einmal eine Feier der Anwaltskanzlei ohne Pannen über die Bühne zu bekommen, schenkt er Jan eine Escortdame aus der exquisiten und kostspieligen SM-Agentur "Office-Escort". Allerdings ist kostspielig hier keine Frage des Geldes, denn die Begleiterin verlangt als Preis lediglich ihrerseits einen Begleitservice zur Familienweihnachtsfeier ... über alle Tage ... in Island ... verkleidet ... mit dem Motto "Horror-Weihnachten" ... Und plötzlich ist sich Jan nicht mehr sicher, ob die elf Jahre zuvor nicht lediglich eine Trockenübung waren für das, auf das er sich nun einlassen soll. Immerhin steht er nun mitten am Arsch der Welt mit einem der hässlichsten Albino-Engel-Escorts und muss gute Laune und Weihnachtsspaß vortäuschen oder selbst zum Grinch werden. Und von Erotik oder gar Liebe ist auch weit und breit nichts zu sehen - oder guckt Jan nur nicht richtig hin?

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl:96


Lilly An Parker und Jennifer SchreinerEin Escort zu WeihnachtenEine Office Escort-Novelle

www.Elysion-Books.com

Lilly An Parker

ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die sich bisher hauptsächlich im Liebesromanbereich einen (anderen) Namen gemacht hat. Neben Wollmäusen und Staubratten züchtet sie seltene Pflanzen wie die Wollustlilie oder die Aphrodisiaka.

2010 »Heiß«

2011 »Office Escort – Das Sekretärinnenspiel«

2014 »Merry XXX-Mas – Der Weihnachtsdeal« (»Office Escort«-Reihe) und »Office Escort – Schlagzart« (im Buch »Lila – der letzte Versuch«).

2016 sind die Office-Escort-Novellen »Schlagfertig« (im Buch mit »Singapore Nights«) und »Ein Escort zu Weihnachten« erschienen.

Jennifer Schreiner

gründete Elysion-Books 2010 und betreut dort zurzeit 40 Autoren, 85 fertiggestellte Projekte und die Planung für die kommenden drei Jahre.

Die Romane »Zwillingsblut« und »Honigblut« sind in überarbeiteter Auflage dort erschienen, ebenso der Abschluss der Vampirtrilogie »Venusblut«.

Weiter sind von ihr die erhältlich: »Satanskuss« (Erotic Fantasy) und »ErosÄrger« (Urban Fantasy). Sie schreibt an den Serien »Office Escort« und »Catch and Kiss« mit.

2016 ist im Pro-Talk-Verlag ihr erster Chick-lit erschienen: »Ich bin dann mal ganz anders«

Für 2017 ist ein erotischer Roman »Fick mich – wenn du kannst« bei Elysion-Books geplant.

Beide Autorinnen gestalten neben der Office-Escort-Reihe auch die »Catch & Kiss«-Serie mit, an der verschiedene Autor/innen schreiben und die die unterschiedliche Varianten von »der Widerspenstigen Zähmung« aufwerfen. Diese Zähmungen variieren von hart zu zart und sind nur bedingt politisch und moralisch korrekt

Lilly An Parker und Jennifer Schreiner

Ein Escort zu

Weihnachten

eine Office-Escort Novelle

www.Elysion-Books.com

Lilly An Parker und Jennifer SchreinerEin Escort zu Weihnachten(Eine Office Escort – Novelle)ELYSION-BOOKS

1. Auflage: September 2016

VOLLSTÄNDIGE AUSGABE

ORIGINALAUSGABE© 2016 BY ELYSION BOOKS GMBH, LEIPZIGALL RIGHTS RESERVED

UMSCHLAGGESTALTUNG: Ulrike Kleinertwww.dreamaddiction.deFOTO: © Bigstockphoto/SeanPavonePhoto© Bigstockphoto/luckybusinessLAYOUT &WERKSATZ: Hanspeter Ludwigwww.imaginary-world.de

ISBN 978-3-945163-71-9www.Elysion-Books.com

Inhalt

Weihnachtsfalle

Ein Albino-Engel

Ehrliche Weihnachten

Sexy vs. Zombie

Sexismus

Knecht Ruprecht

Entblößt

Ein Geschenk

Hüttenspiele

Unterwäscheninspektion

Flucht auf dem Höhepunkt

Silvester

Vorwort von Lilly An Parker

Ich muss mich bei Elysion-Books bedanken, dass mein Escort- Service in diesem tollen Verlag ein Zuhause bekommen hat.

Als ich anfing, eine SM-Begleitagentur zu entwerfen, die sich auf Business-Service spezialisiert hat, war der Office-Escort ein Novum. Nicht nur auf dem deutschsprachigen Markt, sondern auch weltweit. Generell als Begleitagentur, aber erst recht als eine Agentur für dominante Damen, die sich Männern widmet, die alles haben und mit Geld kaufen können.

Der Slogan war so einfach wie simpel: Grenzenlose Erregung, unvorstellbare Gier, sich immer weiter steigerndes Verlangen. Es ist ein Spiel um Dominanz, Lust und Leidenschaft für diejenigen, die ansonsten alles haben oder haben können: unmoralisch, sexy, der ultimative Kick. Aber wie lange will Mann widerstehen?

Inzwischen schreiben meine beiden »Buddys« Katinka Uhlenbrock und Jennifer Schreiner (The publisher herself) an der Serie mit (Danke auch Euch beiden dafür!) und wir haben einen guten Weg gefunden, unsere Arbeit zu optimieren.

Und auch die Agentur ist ein wenig flexibler geworden, die Escorts bedient auch Frauen und die Angestellten sind in allen Spielarten des BDSM bewandert, so dass für wirklich jeden Geschmack etwas dabei ist:

Ich wünsche Euch viel Spaß mit diesem Buch und auch den anderen Texten aus meinem Escort-Service,

Eure Lilly An

Buch»Office-Escort: Das Sekretärinnenspiel«, 2011

Novelle»Office-Escort Novelle: Merry X-Mas«, 2014»Office-Escort Novelle: SchlagZart«, 2015»Office-Escort Novelle: SchlagFertig – Ein Rockstar zum Küssen«, 2016»Office-Escort Novelle: Ein Escort zu Weihnachten«, 2016

geplant:»Office-Escort: (K)ein Rockstar zum Küssen, Novelle 2017Office-Escort: (K)ein Anwalt zum Küssen, Novelle 2017»Office-Escort: (K)ein Filmstar zum Küssen, 2 Novellen 2017(Buch: »Strictly Business«)»Office-Escort: (K)ein Geschäftsmann zum Küssen, 3 Novellen 2017(Buch: Business as usual)

»Office-Escort: n.n.« im Match-Books-Verlag, 2018»Office-Escort: Die Chefsache«, 2018

Weihnachtsfalle

Ich knallte die Ordner auf den Tisch und drehte mich um, um meinen Geschäftspartner böse anzublicken.

»Du hast was?«, fauchte ich ungläubig. Und dass Tom nicht einmal jetzt den Anstand hatte einsichtig oder gar ein wenig beschämt zu wirken, fachte meine Wut noch weiter an.

»Ich bin durchaus in der Lage, mir selbst jemanden als Begleitung zu suchen!«, maulte ich deswegen. Leider wuchs sein Grinsen durch meinen Protest nur noch in die Breite.

»Ehrlich!«, fügte ich hinzu und war gegen meinen Willen derjenige, der ein wenig beschämt klang. »Ich bin nur noch nicht dazu gekommen.«

»Genau«, stimmte mir Tom mitleidig zu, »du hattest ja auch nur ein ganzes Jahr lang Zeit.«

Ich brummte etwas Böses, von seiner Selbstgefälligkeit genervt, und setzte mich auf die Couch in meinem Büro. Dass er im Grunde Recht hatte, war mir eigentlich egal – uneigenlicht leider nicht – und als lese mein Freund meine Gedanken, zählte er eine Reihe meiner Exfreundinnen oder Kurzaufrisse auf, die mich teilweise allein durch ihre Anwesenheit beinahe in den Wahnsinn getrieben hätten. Unter anderem auch auf fast jeder Silvesterfeier, die Tom und ich in den letzten … uppsss … zehn Jahren veranstaltet hatten.

»Elf«, korrigierte mein Kon-genialer Geschäftspartner und schüttete sich einen Whiskey ein. »Mit Brigitte hast du es geschafft, dir ganze zwei Jahreseinstiege zu versauen.«

Ich schlug mir mit der flachen Hand an die Stirn und gab mich geschlagen.

»Aber muss es gleich ein Escortmädel sein?«, brummte ich immer noch leicht verstimmt und nahm das gefüllte Glas entgegen, was er mir reichte »Ich habe es doch nun wahrlich nicht nötig, Geld dafür zu bezahlen, dass mich eine Frau datet.«

Ein Fakt, denn ich war einsfünfundachzig groß, trainiert, sah gut aus und spätestens wenn man mein Outfit und mein Auto mit einbezog – beides zeugte von einem nicht uninteressanten Bankkonto – waren es die Frauen, die mich ansprachen.

»Und da liegt der erste Fehler«, argumentierte Tom.

»Hör auf, meine Gedanken zu lesen!«, befahl ich.

»Dann sprich doch nicht alles laut aus, was in deinem Kopf vor sich geht«, lachte der. »Außerdem sind die meisten Frauen, die dich ansprechen, hinter deinem Geld her.«

»Na, schönen Dank auch«, gab ich bissig zurück. So langsam überlegte ich, ob ich eingeschnappt sein sollte.

»Der andere Teil will nur Sex, weil du gut aussiehst«, neckte Tom weiter.

»Okay, jetzt überlege ich ernsthaft, ob ich ernsthaft eingeschnappt sein soll«, drohte ich, was Tom erst Recht zum Lachen brachte.

»Bei Escort-Mädchen weißt du wenigstens, was sie wollen und was du bekommst.«

»Bei meinem Glück nicht!« Ich seufzte und versuchte, die Liste meiner bisherigen Begleiterinnen zu verdrängen, die Tom eben aufgelistet hatte. Es ging nicht. Jedes einzelne horrorartige Silvester, jede nervenaufreibende Weihnachtsfeier mit ihnen hatte sich unausweichlich in mein Gehirn gebrannt. Normalerweise hielt ich diese Erinnerungen streng unter Verschluss und mit mindestens drei Ketten gesichert, aber Tom hatte einen Dietrich und einen Bunsenbrenner mitgebracht und meine Mechanismen nachhaltig zerstört.

»Deswegen habe ich dir ja auch entsprechende Dame ausgesucht!«, erklärte Tom, als habe er Murphys Law durchaus mit einkalkuliert.

»Wieso bin ich nicht überrascht?«, meinte ich resigniert.

»Hast du wenigstens darauf geachtet, dass sie meinem Typ Frau entspricht?

»Du hast einen bestimmten Typ, auf den du abfährst?« Tom klang überrascht und schien nun geistig ebenfalls die Liste meiner Ex-Freundinnen abzugehen.

»Habe ich schon mal erwähnt, dass ich dich nicht leiden kann?«, fragte ich meinen besten Freund.

»Also soweit ich deinen Typ Frau kenne, ist er oberflächlich, sexgeil und geldgierig – ansonsten hast du keine Präferenzen …vielleicht noch dunkelblond …« Tom prostete mir zu und nahm einen Schluck von der bernsteinfarbenen Flüssigkeit. »Also nein. Ich habe eine Frau gewählt, die nicht deinem Typ entspricht.«

Ich knurrte. »Hättest du nicht wenigstens auf sexgeil achten können?«

»Du kennst die Regeln vom Office Escort?«

»Jaja…«, meinte ich, nur noch ein klitzekleines bisschen genervt. Schließlich buchten wir häufig Damen von dieser Escort-Firma. Hauptsächlich, weil sie gut aussahen und extrem zuverlässig waren. Mal abgesehen von sexy und Kundenorientiert. Etwas, was wir auf unseren Betriebsfeiern nutzten und natürlich hatte ich die Regeln verinnerlicht.

»Wenn du eine Prostituierte willst …«, begann Tom.

»… dann buche ich eine«, ergänzte ich gehorsam.

»Oder du gehst in einen Club und lässt dich aufreißen – kostet dich dann ungefähr genauso viel«, schlug Tom hilfsbereit vor.

Spielerisch schlug ich nach meinem Geschäftspartner, aber er war schneller und wich meinem Boxschlag aus.

»Wie heißt sie denn?«, erkundigte ich mich. Vielleicht kannte ich sie ja sogar und konnte mich auf das Wiedersehen freuen?

»Sie ist neu«, erklärte Tom. »Sie arbeitet noch keine vier Monate in diesem Land für den Escort Service.«

»Das habe ich doch gar nicht gefragt«, protestierte ich, ergänzte aber in meiner Liste, dass sie anscheinend vorher schon für den Escort-Service gearbeitet und entsprechende Erfahrungen hat.

»Ich bin Gedankenleser!«, behauptete mein Gegenüber.

»Und wie sieht sie aus?«, erkundigte ich mich.

»Gut.«

»Gr…«

»Nix grrr…«, meinte Tom lachend und korrigierte: »… gut. Mit g.u.t. Da kommt kein »r« drin vor.«

»Wie ist ihre Haarfarbe, ihre Größe, die Optik, ihr Bildungsstand etc.?«, versuchte ich an mehr Informationen zu gelangen, doch Tom verdrehte nur die Augen, bevor er meinte: »Hat sie, gibt es, schnuckelig, ausgebildet und intelligent.«

»Sind wir zwei echt befreundet?«, hakte ich nach, weil mir so langsam Zweifel an Toms Absichten kamen.

»Du liebst mich!«, behauptete Tom selbstsicher. Aber der war ja auch nicht ohne sein Wissen von mir verkuppelt worden.

»Nach Silvester immer noch?«, fragte ich misstrauisch.

Tom hielt meinem Blick nicht stand und sah zur Seite, bevor er ein »Äh… ja?!« von sich gab.

»Wo kommt das »Äh« her?« Jede Faser in mir wollte meinen besten Freund schütteln und ein Bild von der Mieze verlangen – und nur die Tatsache, dass Tom noch nie – NIE – etwas getan hatte, was mir hätte schaden können, verhinderte, dass ich ihn anbrüllte.

»Ihr seht euch eher«, gab er kleinlaut zu und füllte sein Glas abermals.

»Eher?« Ich stampfte mit dem Fuß auf und selbst in meinen Ohren klang meine Frage böse.

»Jaaa…«, druckste Tom, trommelte mit den Fingern auf dem Wagen mit den Gläsern und der Karaffe herum und schüttete schließlich auch mir ein zweites Glas ein, um es mir zu reichen.

»Ja?« Ich blieb skeptisch und fragte konkreter: »Wie viel eher?«

»Sie liebt Weihnachten.«

Sie liebt Weihnachten?«, wiederholte ich entsetzt. Dann atmete ich tief durch, erinnerte mich an die letzten elf Weihnachtsfeiern und meinte schließlich: »Okay, damit kann ich einen Tag lang leben.«

»Äh…«, machte Tom. Dieses Mal relativ leise.

»Da war noch ein zweites Äh?!«, meinte ich. Zu wütend, um wirklich verärgert zu klingen.

»Ein Wochenende?«, meinte mein Geschäftspartner vorsichtig.

»Ein Wochenende?«

»Das war der Preis«, gab Tom zu.

»Der Preis?«, wiederholte ich. Wann genau war ich denn zum Echo geworden? Dann begriff ich und brüllte ihn an: »Bist du irre? Du hast doch wohl nicht eingewilligt?«

Der Jurist vor mir sah zu Boden und wurde nun immerhin rot. Nur weil er seine Traumfrau bei dem Begleitservice gefunden hatte, musste er doch nicht mein Leben verpfänden!

»Deine Idee – dein Preis!«, wetterte ich.

»Elle würde mir die Lunge rausreißen«, lachte Tom, schüttelte sich dann aber bei dem Gedanken, alle Weihnachtsfeiertage mit einem Office-Escort als Sidekick zu verbringen.

Zu Recht!, dachte ich böse.

»Aber du hattest so viele blöde Weihnachten, direkt vor dem blöden Silvester …«, begann Tom kleinlaut.

»… da haste dir gedacht, ich will alles Gute nachholen?«, fragte ich und fiel unbewusst ins Ruhrpottdeutsch zurück. Dabei setzte ich mein Glas so heftig ab, dass der Inhalt überschwappte und sich eine bernsteinfarbene Pfütze auf dem Tisch ausbreitete.

»Alles Gute?« Dieses Mal war es an Tom, Echo zu spielen. »Dann freu dich doch!«

»Hallo? Erde an Tom? Ich hasse Weihnachten!« Ich stand auf, um einen Lappen für den Tisch zu holen.

»Aber doch nur, weil die letzten so schrecklich waren.«

Während ich die Pfütze entfernte, dachte ich über die Aussage nach und nickte schließlich. Wahrscheinlich hatte Tom Recht. Ein schönes Weihnachten wäre wirklich mal eine nette Abwechslung!