Ein hörendes Herz - Cordula Leidner - E-Book

Ein hörendes Herz E-Book

Cordula Leidner

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Beschreibung

Am Ende eines Tages zurückblicken, innehalten und das Herz für das Wesentliche weiten: So kann eine tragende Nähe zwischen dem Alltag und den Vorstellungen Gottes von unserem Leben entstehen. Diese bewusste Übung - auch "Gebet der liebenden Aufmerksamkeit" genannt - ist eine Zeit der Freiheit. Sie dient dazu, Spielräume für die Bewusstwerdung und die Entwicklung geistlichen Wachstums zu schaffen und unseren Blick auf die eigene Lebenswirklichkeit zu schärfen.

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Seitenzahl: 103

Veröffentlichungsjahr: 2012

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Cordula und Ottmar LeidnerEin hörendes HerzJeden Tag Gottes Spuren finden

Ignatianische Impulse

Herausgegeben von Stefan Kiechle SJ, Willi Lambert SJ und Martin Müller SJ

Band 57

Ignatianische Impulse gründen in der Spiritualität des Ignatius von Loyola. Diese wird heute von vielen Menschen neu entdeckt.

Ignatianische Impulse greifen aktuelle und existentielle Fragen wie auch umstrittene Themen auf. Weltoffen und konkret, lebensnah und nach vorne gerichtet, gut lesbar und persönlich anregend sprechen sie suchende Menschen an und helfen ihnen, das alltägliche Leben spirituell zu deuten und zu gestalten.

Ignatianische Impulse werden begleitet durch den Jesuitenorden, der von Ignatius gegründet wurde. Ihre Themen orientieren sich an dem, was Jesuiten heute als ihre Leitlinien gewählt haben: Christlicher Glaube – soziale Gerechtigkeit – interreligiöser Dialog – moderne Kultur.

Cordula und Ottmar Leidner

Ein hörendes Herz

Jeden Tag Gottes Spuren finden

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.d-nb.de> abrufbar.

© 2012 Echter Verlag GmbH, Würzburgwww.echter-verlag.deUmschlag: Peter HellmundDruck und Bindung: CPI – Clausen & Bosse, LeckISBN978-3-03551-8 (Print)978-3-04668-2 (PDF)978-3-06077-0 (ePub)

Inhalt

Zum Einstieg

Vorwort

Lebensgestaltung:Was den Menschen Mensch sein lässt

Willi Lambert SJ

Vom »Examen« des heiligen Ignatius von Loyolazum »Gebet der liebenden Aufmerksamkeit«

Cordula und Ottmar Leidner

Gewissenserforschung

Franz Kardinal Hengsbach

Praktische Erfahrungen eines geistlichenBegleiters

Josef Maureder SJ

»Die guten ins Töpfchen …«?Impulse zum Tagesrückblick

Renate Kern

Der »Tagesrückblick« in der Hl. Schrift?

Cordula und Ottmar Leidner

Ein anderer Weg zum Ziel: das Pausengebet

Willi Lambert SJ

Den Tag vor dem Abend loben

Karl Rahner SJ

Von der Innenseite der Hand in die Innenseitemeines Lebens

Lutz Müller SJ

Hallo, Herr, hier bin ich

Mirjam Frankenstein

Tagesausstieg

Frank Beyersdörfer

Tagesrückblick – mit Kindern

Elisabeth Wedding

Wie ein Gespräch mit meiner besten Freundin

Gertrud Himmel CJ

Tagesrückblick – im Park

Klaus Mertes SJ

Um den Tag zu vollenden – Komplet

Franz-Josef Bode

Gebet der liebenden Aufmerksamkeit – eines evangelischen Pfarrers

Heiner Bludau

Allianz Gebet – Wir Beide

Monika Sander

Mein Herr und mein Gott!

Ich kann nicht beten

Es begann auf einem Blatt Papier

Elisabeth Maulhardt

Mit Gott auf du und du

Das entlastet meine Seele

All-mit-täglich

Confidently Let God Act –vertrauensvoll Gott wirken lassen

James E. Grummer SJ

Heilige Momente

Tagesauswertung zu zweit

Josef Erbacher

Das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit –grafisch

MJK

Tagesschau

Mach du es, Herr!

Klaus Pfeffer

Jesus’ Blood Never Failed Me Yet

Hier bin ich

Marie-Luise Hentzelt

Gebet der liebenden Aufmerksamkeit –traumtief im Garten

Albert Herchenbach

Literaturhinweise

Lieber Gott,

bis jetzt geht’s mir gut heute!

Ich habe noch nicht getratscht,

nicht die Beherrschung verloren,

war noch nicht muffelig, gehässig,

egoistisch und zügellos.

Ich hab noch nicht gejammert,

geklagt, geflucht oder Schokolade gegessen.

Die Kredit-Karte

hab ich auch noch nicht belastet.

Aber

in etwa einer Minute

werde ich aus dem Bett klettern

und dann

brauche ich wirklich deine Hilfe. …

(unbekannt)

Vorwort

Wir möchten zu Beginn bekennen: Die Erarbeitung dieses Bändchens wurde zwei Leuten anvertraut, die mit dem »Tagesrückblick« oder wie man ihn nennen mag, immer noch gewisse Schwierigkeiten haben. Trotz jahrzehntelanger Versuche haben wir beide nie das Gefühl entwickelt, ihn »richtig zu machen«. Irgendwann haben wir angefangen, das zu akzeptieren: Hier geht es um etwas ziemlich Intimes, etwas Außerordentliches an Beziehung. Und Beziehungsdinge sind halt nicht einfach. Entsprechend war die »Schwangerschaft« damit von Widerständen reich gesegnet. Viele Monate überwog das Gefühl, es handle sich um heiligen Boden, der einfach nicht zwischen zwei Buchdeckel passen will. Am Ende siegte die Einsicht, dass im Fragmentarischen und Widersprüchlichen selbst Wahrheit liegen mag.

Die Beiträge dieses Bändchens verdanken wir fast ausnahmslos lebenden Menschen am Anfang des 21. Jahrhunderts, von der Hausfrau bis zum Bischof, vom kranken Ruheständler bis zur tatendurstigen Studentin. Sie exponieren sich und geben ein Stück ihrer authentischen Lebenswirklichkeit, ihrer Haltungen, manchmal auch ihrer Poesie preis. Dafür möchten wir besonders danken, denn ohne diese Bereitschaft wäre das Projekt sinnlos gewesen.

Einige der Seiten sind fast leer. Wir haben diesen Beiträgen bewusst ihre schmerzhafte Wortlosigkeit gelassen, denn sie erscheinen uns außerordentlich wichtig. Wer geistlich begleitet, hört von solchen Gebeten nicht so selten. Vielleicht sind sie sogar als Tagesrückblick häufiger als die in ganzen Sätzen und in der empfohlenen Schrittfolge. Sie sollen in dieser Sammlung die unbedingte Ermutigung aussprechen, sich auch dann Gott anzuvertrauen, wenn Entsetzen oder Scham alles Reden einfriert. Viele Menschen haben erlebt, dass solche fast wortlosen Gebete in Versteinerung und Not trotzdem von größtem Wert sind. Vielleicht finden sie sogar häufigere und intensivere Erhörung als die in guten Tagen. Halbwegs geordnete Tage ohne große Sorgen und Kummer sind ein Geschenk, nach dem sich viele Menschen vergeblich sehnen. An solchen Tagen dürfen wir danken und loben und tanzen. Auch davon ist hier die Rede, auch das geben wir gerne weiter.

Im Frühjahr 2012

Cordula und Ottmar Leidner

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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