Ein Leben ohne Licht? - Carmen von Lindenau - E-Book

Ein Leben ohne Licht? E-Book

Carmen von Lindenau

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Beschreibung

Die neue Praxis Dr. Norden - So war es nicht geplant, doch Dr. Danny Norden betrachtet es als Chance. Äußere Umstände zwingen ihn zu einem Neustart. Und diesen nimmt Danny tatkräftig in Angriff, auch, wenn er mit Abschied, Trennung, Wehmut verbunden ist. Dr. Danny Norden praktiziert jetzt in seiner neuen, modernen, bestens ausgestatteten Praxis. Mit Kompetenz, Feingefühl und Empathie geht er auf seine Patienten zu und schafft ein Klima, das die Genesung fördert: eben Dr. Danny Norden, wie er leibt und lebt, und er wird immer besser! »Was hast du, Frederick? Quälen dich etwa schon wieder diese Kopfschmerzen?«, fragte Nina und sah ihren Bruder mitfühlend an. »Ja, schon, aber das ist nur der Stress, die Schmerzen werden bestimmt verschwinden, sobald sich hier alles eingependelt hat«, entgegnete der junge Koch. »So habe ich mir das aber nicht vorgestellt. Ich wollte nie, dass du dich derart verausgabst, nur damit wir uns unseren Traum vom eigenen Restaurant erfüllen können.« »Am Anfang wird es schwer werden, das wussten wir. Und jetzt mach dir nicht so viele Sorgen um mich. Wir öffnen in einer Stunde, und wir wollen unsere Gäste doch nicht enttäuschen«, entgegnete Frederick und versuchte, seine Schwester zu beruhigen. »Wir sind Zwillinge, wenn du leidest, leide ich auch. Es muss dir also gut gehen, damit es auch mir gut geht«, erklärte Nina mit einem tiefen Seufzer. »Wie gesagt, mach dir keine Sorgen, und jetzt lass uns weitermachen, sonst denken unsere Leute noch, wir verkriechen uns im Büro, um geschäftliche Probleme zu besprechen, die auch sie betreffen. Glücklicherweise haben wir diese Probleme aber nicht, was bedeutet, dass mein Stress sich immer weiter abbauen wird«, versicherte Frederick seiner Schwester, die neben ihm am Fenster stand. »Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass unsere Entscheidung, dieses Restaurant zu übernehmen, richtig war«, sagte er und legte seinen Arm um Ninas Schultern. Vom Bürofenster aus konnten sie auf die Terrasse schauen, die zu ihrem Restaurant gehörte.

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Seitenzahl: 109

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Die neue Praxis Dr. Norden – 34 –Ein Leben ohne Licht?

Für Frederick bricht eine Welt zusammen

Carmen von Lindenau

»Was hast du, Frederick? Quälen dich etwa schon wieder diese Kopfschmerzen?«, fragte Nina und sah ihren Bruder mitfühlend an.

»Ja, schon, aber das ist nur der Stress, die Schmerzen werden bestimmt verschwinden, sobald sich hier alles eingependelt hat«, entgegnete der junge Koch.

»So habe ich mir das aber nicht vorgestellt. Ich wollte nie, dass du dich derart verausgabst, nur damit wir uns unseren Traum vom eigenen Restaurant erfüllen können.«

»Am Anfang wird es schwer werden, das wussten wir. Und jetzt mach dir nicht so viele Sorgen um mich. Wir öffnen in einer Stunde, und wir wollen unsere Gäste doch nicht enttäuschen«, entgegnete Frederick und versuchte, seine Schwester zu beruhigen.

»Wir sind Zwillinge, wenn du leidest, leide ich auch. Es muss dir also gut gehen, damit es auch mir gut geht«, erklärte Nina mit einem tiefen Seufzer.

»Wie gesagt, mach dir keine Sorgen, und jetzt lass uns weitermachen, sonst denken unsere Leute noch, wir verkriechen uns im Büro, um geschäftliche Probleme zu besprechen, die auch sie betreffen. Glücklicherweise haben wir diese Probleme aber nicht, was bedeutet, dass mein Stress sich immer weiter abbauen wird«, versicherte Frederick seiner Schwester, die neben ihm am Fenster stand. »Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass unsere Entscheidung, dieses Restaurant zu übernehmen, richtig war«, sagte er und legte seinen Arm um Ninas Schultern.

Vom Bürofenster aus konnten sie auf die Terrasse schauen, die zu ihrem Restaurant gehörte. Sie war mit Granitsteinen gepflastert und wurde von Lorbeerbäumchen eingerahmt. Die beiden Kellner in den schwarzen Stoffhosen und den weißen Hemden, die zu ihrer Belegschaft gehörten, hatten bereits die weißen Tischdecken auf die runden Tische gelegt, Windlichter mit neuen Kerzen aufgestellt und die mit hellem Kunstleder gepolsterten Sitze der Stühle mit einem feuchten und einem trockenen Tuch gesäubert.

Die Schiebetür zum Restaurant des L-förmigen Flachbaus war geöffnet. Es war ein eleganter Raum mit dunklen Fliesen, cremefarbenen Tischen und Stühlen. Ein Kronleuchter an der Decke und Wandleuchten mit kerzenförmigen Birnen sorgten am Abend für eine romantische Stimmung.

Das Restaurant hatte sich bereits durch seinen Vorbesitzer einen guten Ruf erworben, den Frederick und seine Schwester auf jeden Fall beibehalten wollten. Die Lage am Ufer eines Sees innerhalb des Olympiageländes zog jeden Tag viele Gäste an, und bisher waren alle von der Küche der neuen Besitzer hellauf begeistert.

»Es ist eine wundervolle Location, ich bin gern hier, nur nicht auf Kosten deiner Gesundheit«, sagte Nina und lehnte ihren Kopf an die Schulter ihres Bruders. Frederick war einen halben Kopf größer als sie, aber sie hatten beide das gleiche dunkle Haar und grünbraune Augen. Auch wenn sie lächelten oder besorgt dreinschauten, war die Ähnlichkeit der beiden unübersehbar.

»Mit mir ist alles in Ordnung, und jetzt lass uns in die Küche gehen«, bat Frederick seine Schwester. In Wahrheit aber war nicht alles in Ordnung. Diese Kopfschmerzen, die ihn seit Wochen plagten, wurden heftiger und die Tabletten, die er dagegen einnahm, halfen immer weniger.

Er musste endlich zur Ruhe kommen, sonst würde er seinen Alltag nicht mehr lange meistern können. Seit ein paar Tagen sah er auch hin und wieder alles nur verschwommen. Es war immer nur für ein paar Sekunden, aber es war ein Zustand, der ihm Angst machte, obwohl er sich auch dieses neue Symptom als Folge seines Stresses zu erklären versuchte.

Als er die Küche gleich darauf betrat, ging es ihm sofort ein wenig besser. Kochen war sein Metier, und er wusste, dass er diese Kunst außergewöhnlich gut beherrschte. Doch ein Restaurant zu leiten, verlangte mehr als eine gute Küche. Glücklicherweise konnte er einen großen Teil davon Nina überlassen. Er kümmerte sich um den Einkauf und das Kochen, sie um den Rest, was nicht bedeutete, dass er sie mit der Organisation ihres Unternehmens allein ließ. Sie trafen alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam und besprachen die Abläufe in ihrem Restaurant. Er hoffte, dass Nina die Belastung, die der Alltag mit sich brachte, auch weiterhin ohne gesundheitliche Probleme bewältigte.

Die Küche ist wirklich das Prunkstück des Restaurants, dachte Frederick. Die Wände des großen Raumes waren weiß getüncht, der Boden mit den schwarzen und weißen Fliesen war absolut sauber, ebenso die Schränke und Arbeitsflächen aus Edelstahl, die an den beiden Längsseiten des Raumes standen. Auch die Kochplatten der Öfen und die Anrichten in der Mitte des Raumes waren frisch gereinigt und entsprachen den Hygienevorschriften eines modernen Betriebes.

Auf Rieke und Gerrit, die beiden jungen Köche, die ihn bei seiner Arbeit unterstützten und bereits mit den Vorbereitungen für das Abendessen beschäftigt waren, konnte er sich uneingeschränkt verlassen. Sie hatten ihre Ausbildung erst kürzlich abgeschlossen und sahen es als Auszeichnung an, nun von Frederick in die Geheimnisse der gehobenen Kochkunst eingeweiht zu werden. Sie waren sicher, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis die Küche ihres neuen Chefs mit einem der begehrten Michelin Sterne ausgezeichnet wurde.

Genau wie Frederick trugen Rieke, eine zierliche blonde Frau mit lachenden hellen Augen und Gerrit, ein groß gewachsener junger Mann mit einem freundlichen runden Gesicht, weiße Kochschürzen und weiße Kochmützen.

»Alles in Ordnung, Chef?«, fragte Gerrit, der einen Rotkohl in feine Streifen schnitt, als Frederick zu ihnen in die Küche kam.

»Alles bestens«, antwortete er. »Wie weit seid ihr?«

»Die Tomatensuppe und die Gemüsesuppe für die Vorspeisen sind fertig, du kannst sie kosten«, sagte Rieke und trat von dem Herd zurück, auf dem zwei große Töpfe standen. Sie reichte Frederick einen Löffel, damit er die Suppen versuchen konnte.

»Sehr gut, beide«, lobte er die Arbeit seiner Mitarbeiter, nachdem er die Suppen probiert hatte.

»Danke«, entgegnete Rieke sichtlich stolz auf das Lob ihres Chefs.

Auch Gerrit bedankte sich bei Frederick, weil er wusste, dass er sie nur lobte, wenn sie ihn wirklich mit ihren Kochkünsten überzeugten. In letzter Zeit kam das allerdings immer seltener vor, was aber nicht an ihrer Arbeit lag, sondern an den Kopfschmerzen, die ihn so häufig plagten, wie Nina ihm und Rieke versichert hatte. »Ich kümmere mich jetzt um das Dessert«, sagte er, als Frederick den Teig zubereitete, den er für seine hausgemachten Kräuternudeln benötigte.

»Nur zu«, antwortete Frederick, ohne aufzusehen.

»Es geht ihm wieder nicht gut«, raunte Rieke Gerrit zu, als er den Kühlschrank am anderen Ende der Küche öffnete, um die Himbeeren und die Sahne herauszunehmen, die Zutaten für die Himbeerkokoscreme, die auf der Speisekarte stand.

»Er sollte sich mal untersuchen lassen«, entgegnete Rieke leise, die auf der Arbeitsplatte neben dem Kühlschrank rote und gelbe Paprika in schmale Streifen schnitt.

»Sehe ich auch so«, stimmte Nina den beiden zu, die kurz in die Küche kam, um nach ihrem Bruder zu sehen, und das Gespräch mit angehört hatte. »Könnt ihr uns einen Arzt empfehlen?«, fragte sie. Frederick und sie waren erst vor einiger Zeit von Augsburg nach München gezogen und hatten bisher noch keinen Arzt gebraucht.

»Wir gehen beide in die Praxis Norden. Sollte ich sie bewerten, dann würde ich im Vergleich zu den anderen Praxen mindestens sechs Sterne vergeben«, sagte Rieke.

»Auf jeden Fall«, stimmte Gerrit ihr sofort zu.

»Braucht man dort einen Termin?«, wollte Nina wissen.

»Nur für bestimmte Untersuchungen, ansonsten kann jeder während der Sprechzeiten hingehen. Das bedeutet allerdings auch, dass man eine Weile warten muss, wenn gerade viel los ist.«

»Das nehme ich in Kauf. Danke für den Tipp«, bedankte sich Nina bei Rieke.

»Ist etwas?«, wollte Frederick wissen, als er die drei miteinander tuscheln sah.

»Nicht nur ich mache mir Sorgen um dich«, antwortete Nina.

»Ich sagte doch, dass es mir gut geht«, entgegnete Frederick genervt, weil er noch immer nicht wahrhaben wollte, dass nicht nur Nina mitbekam, dass er unter diesen Kopfschmerzen litt.

»Das möchte ich von einem Arzt bestätigt bekommen. Wir gehen morgen zu Doktor Norden«, sagte Nina, die sich ihrem Bruder genähert hatte und ihre Hand auf seine Schulter legte.

»Ich …«

»Lass es gut sein, Frederick«, unterbrach sie ihn sofort, weil sie sich nicht mehr auf seine Beschwichtigungen verlassen wollte. »Ich bin deine große Schwester, und kleine Brüder hören auf ihre großen Schwestern.«

»Du pochst auf die zehn Minuten, die du älter bist als ich?«, entgegnete Frederick und schob ihre Hand von seiner Schulter.

»Zehn Minuten mehr Lebenserfahrung sind zehn Minuten, die ich dir voraushabe«, erklärte Nina schmunzelnd und verließ mit den Speisekarten für das aktuelle Tagesmenü die Küche.

»Weitermachen«, sagte Frederick, als Rieke und Gerrit ihn ansahen.

»Ja, Chef«, antworteten die beiden gleichzeitig und wandten sich wieder ihrer Arbeit zu.

*

Nina musste die Sorge um ihren Bruder erst einmal hinten anstellen. Bald würden die Gäste eintreffen, und sie wollte sie mit den beiden Kellnerinnen, zwei hübschen jungen Frauen Ende zwanzig, die auch zu ihrem Team gehörten, willkommen heißen. Die beiden hatten die Tische bereits mit weißen Tischdecken eingedeckt und falteten nun die gelben Stoffservietten, die sie danach verteilen würden. Genau wie Nina trugen sie schwarze Röcke und weiße Blusen.

»Tisch eins und drei sind für acht Uhr reserviert«, sagte Nina, die in ihr Reservierungsbuch geschaut hatte, das auf dem Tresen aus dunklem Holz lag, auf dem auch die elektronische Kasse stand.

»Schon erledigt«, antworteten ihr die beiden Kellnerinnen mit einem freundlichen Lächeln.

»Dann kann es ja losgehen«, entgegnete Nina, ging zu der breiten Glastür zur Straße hin und zog sie auf.

Eine halbe Stunde später waren bereits die meisten Tische auf der Terrasse besetzt, und auch im Restaurant selbst hatten einige Gäste Platz genommen. In der Küche hingen die Zettel mit den Bestellungen an der Pinnwand neben dem Eingang, und Frederick dirigierte die Abläufe in der Küche. Die Tabletten, die er genommen hatte, linderten die Kopfschmerzen ein wenig und so lief auch an diesem Abend alles glatt. Die Gäste waren wie immer zufrieden und lobten die gute Küche, wie Nina ihren Köchen versicherte.

»Es bleibt doch bei unserem Vorhaben morgen?«, fragte Nina, als sie und Frederick kurz nach Mitternacht das Restaurant verließen.

»Mal sehen, wie es mir morgen geht«, antwortete Frederick und hielt ihr die Beifahrertür seines Geländewagens auf, den er sich gekauft hatte, weil er gern in den Bergen unterwegs war.

»Die Sprechstunde beginnt um neun. Wir sollten um halb neun aufbrechen, damit wir nicht so lange warten müssen«, entgegnete Nina und tat, als hätte sie Fredericks Einwand nicht gehört.

»Wie du meinst«, murmelte er und ging um das Auto herum.

»Meine Meinung zählt«, erklärte Nina, als Frederick sich gleich darauf hinter das Steuer setzte.

»Ja, ich weiß«, seufzte er und ließ den Motor an.

*

»Wie geht es dir heute?«, fragte Nina, als Frederick am nächsten Morgen in T-Shirt und Schlafhose in die Küche des Reihenhauses kam, das sie gemeinsam gemietet hatten, als sie von Augsburg nach München gezogen waren.

Solange sie beide in keiner festen Beziehung lebten, konnten sie so eine Miete einsparen und sich auch die Hausarbeiten teilen, was sie beide als eine gute Lösung betrachteten. Nina hatte zwei Zimmer mit Bad im Dachgeschoss, Frederick zwei Zimmer mit Bad im ersten Stock, Wohnzimmer und Küche im Erdgeschoss teilten sie sich.

»Es geht mir eigentlich ganz gut«, antwortete er auf Ninas Frage, setzte sich zu ihr an den bereits für das Frühstück gedeckten Tisch und goss sich eine Tasse Kaffee ein.

»In einer Dreiviertelstunde sollten wir uns auf den Weg machen«, sagte sie und reichte ihm das Körbchen mit dem geschnittenen Vollkornbrot, das sie beide gern zum Frühstück aßen.

»Du willst es wohl wirklich wissen«, murrte Frederick.

»Ja, unbedingt«, sagte Nina und schaute durch die geöffnete Terrassentür in den Garten.

Diese Verbindungstür der Küche zum Garten hin hatte Nina gleich gefallen, als sie das Haus zum ersten Mal besichtigt hatten. Auch das Haus ihrer Eltern, in dem sie und ihr Bruder aufgewachsen waren, hatte einen direkten Zugang von der Küche zum Garten. Sie erinnerte sich gern an die Zeit, als Frederick und sie noch Kinder gewesen waren, morgens in der Küche saßen und ihre Mutter mit frischen Kräutern für das Frühstück aus dem Garten hereinkam.

»Gut, dann bringen wir diesen Besuch hinter uns«, sagte Frederick, weil er wusste, dass seine Schwester ohnehin keine Ruhe geben würde.

»Gute Entscheidung, Bruderherz«, entgegnete Nina und klopfte Frederick freundschaftlich auf die Schulter.

*

Nina hatte gleich nach dem Betreten der Praxis Norden das Gefühl, an einer guten Adresse zu sein, genau wie Rieke es ihr prophezeit hatte. Die helle Empfangsdiele, das Wartezimmer mit den gelben Sesseln und den hochgewachsenen Grünpflanzen, das nur durch eine Glaswand von der Diele getrennt war, alles machte einen freundlichen und einladenden Eindruck.

Auch die beiden jungen Frauen hinter dem Tresen, die eine zierlich mit hellblondem langem Haar, die andere ein wenig größer mit kinnlangem dunkelblondem Haar, waren ihr sofort sympathisch. Sie trugen türkisfarbene T-Shirts und weiße Hosen und wandten sich Frederick und ihr mit einem freundlichen Lächeln zu.

»Du musst nicht hier warten, du kannst auch einkaufen gehen oder irgendetwas anderes machen«, raunte Frederick Nina zu, weil es ihm auf einmal merkwürdig erschien, dass er sich von seiner Schwester zum Arzt begleiten ließ, obwohl er doch noch bei bester Gesundheit war, wie er glaubte.

»Ich denke, es ist besser, wenn ich bleibe«, sagte Nina und hakte sich bei ihrem Bruder unter. Sie wollte nicht riskieren, dass er es sich im letzten Moment doch noch einmal anders überlegte und die Praxis wieder verließ.