Ein Sturz ins kalte Wasser - Laura Martens - E-Book

Ein Sturz ins kalte Wasser E-Book

Laura Martens

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Beschreibung

Dr. Baumann ist ein echter Menschenfreund, rund um die Uhr im Einsatz, immer mit einem offenen Ohr für die Nöte und Sorgen seiner Patienten, ein Arzt und Lebensretter aus Berufung, wie ihn sich jeder an Leib und Seele Erkrankte wünscht. Seine Praxis befindet sich in Deutschlands beliebtestem Reiseland, in Bayern, wo die Herzen der Menschen für die Heimat schlagen. Der ideale Schauplatz für eine besondere, heimatliches Lokalkolorit vermittelnde Arztromanserie, die ebenso plastisch wie einfühlsam von der beliebten Schriftstellerin Laura Martens erzählt wird. In einem Nebenraum des Restaurants »Benji« fand an diesem Samstagabend die Abschiedsparty für Dr. Mara Bertram statt, zu der Dr. Eric Baumann seine Angestellten eingeladen hatte. den Raum wunderschön geschmückt. Es gab Rostbraten und verschiedene Salate. Zum Nachtisch hatte sich Benjamin Ahlert ein Spezialdessert einfallen lassen. »Ich weiß noch gar nicht, wie ich in Zukunft ohne dich auskommen soll, Mara«, sagte Eric in der kleinen Rede, die er im Anschluß an das Essen hielt. »Es war eine schöne Zeit mit dir gewesen. Es wird schwer sein, einen Ersatz für dich zu finden.« Die junge Ärztin stand auf und meinte: »Ich möchte die Zeit in deiner Praxis nicht missen, Eric. Ich habe eine Menge von dir lernen können und vor allen Dingen…«, sie blickte liebevoll Dr. Martin Hellwert an, »… habe ich es dir zu verdanken, daß ich Martin kennenlernen durfte.« Die Tür des Nebenzimmers öffnete sich, und Erika Bohn trat ein. Sie hatte ihr bestes Kleid angezogen und war am Vormittag beim Friseur gewesen. Im Moment wirkte sie ziemlich gehetzt. »Bitte entschuldigen Sie, daß ich erst jetzt komme«, bat sie und wandte sich dann direkt an Dr.

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Seitenzahl: 110

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Der Arzt vom Tegernsee – 51 –Ein Sturz ins kalte Wasser

Laura Martens

In einem Nebenraum des Restaurants »Benji« fand an diesem Samstagabend die Abschiedsparty für Dr. Mara Bertram statt, zu der Dr. Eric Baumann seine Angestellten eingeladen hatte. Michaela Ahlert,

die Frau des Besitzers, hatte

den Raum wunderschön geschmückt. Es gab Rostbraten und verschiedene Salate. Zum Nachtisch hatte sich Benjamin Ahlert ein Spezialdessert einfallen lassen.

»Ich weiß noch gar nicht, wie ich in Zukunft ohne dich auskommen soll, Mara«, sagte Eric in der kleinen Rede, die er im Anschluß an das Essen hielt. »Es war eine schöne Zeit mit dir gewesen. Es wird schwer sein, einen Ersatz für dich zu finden.«

Die junge Ärztin stand auf und meinte: »Ich möchte die Zeit in deiner Praxis nicht missen, Eric. Ich habe eine Menge von dir lernen können und vor allen Dingen…«, sie blickte liebevoll Dr. Martin Hellwert an, »… habe ich es dir zu verdanken, daß ich Martin kennenlernen durfte.«

Die Tür des Nebenzimmers öffnete sich, und Erika Bohn trat ein. Sie hatte ihr bestes Kleid angezogen und war am Vormittag beim Friseur gewesen. Im Moment wirkte sie ziemlich gehetzt. »Bitte entschuldigen Sie, daß ich erst jetzt komme«, bat sie und wandte sich dann direkt an Dr. Baumann: »Ich mußte noch einiges für Michaela erledigen. Sie fährt morgen in den Urlaub.«

Katharina Wittenberg, die Haushälterin des Arztes, sah Frau Bohn kopfschüttelnd an. »Warum denken Sie nicht auch einmal an sich selbst?« fragte sie. »Michaela ist bereits über fünfundzwanzig. Ich meine, eine junge Dame dieses Alters sollte gelernt haben, ihre Sachen zu richten.« Es machte sie wütend, daß sich Erika so von ihren Kindern ausnutzen ließ. Nicht einmal den gemütlichen Abend, zu dem Dr. Baumann eingeladen hatte, schienen sie ihr zu gönnen.

»Michaela hat so viel zu tun, Frau Wittenberg«, verteidigte Erika Bohn sofort ihre Tochter. »Sie geht den ganzen Tag arbeiten.«

Eric mußte seiner Haushälterin hundertprozentig recht geben. Erika Bohn hatte vier Kinder, und keines von ihnen schien in der Lage zu sein, selbst für seine Sachen sorgen zu können. Selbst der älteste Sohn Wolfgang, der schon lange ausgezogen war, brachte ihr nach wie vor seine Kleidung zum Waschen und zum Bügeln. Der Arzt wußte allerdings auch, daß man Erika kaum noch ändern konnte. Sie war überzeugt, nach wie vor für ihre Kinder sorgen zu müssen, und vergaß allzu oft sich selbst darüber.

Er stand auf und rückte für die Putzfrau einen Stuhl. »Bitte, setzen Sie sich, Frau Bohn«, bat er. »Daß Sie zu spät gekommen sind, macht nichts. Die Küche bietet trotzdem noch einiges für Sie.«

Benjamin Ahlert erschien keine fünf Minuten später und brachte höchstpersönlich das Essen für Erika. »Guten Appetit, Frau Bohn«, wünschte er.

»Danke«, erwiderte sie. »Das sieht ja köstlich aus.«

»Das schmeckt auch so«, sagte Mara Bertram und lächelte ihr zu.

Katharina Wittenberg blickte zu Franziska Löbl hinüber, die mit ihrem Verlobten an der Längsseite der Tafel saß. Manfred Kessler schien nur Augen für die junge Frau zu haben. Da Franziska seit einem Unfall in ihrer Kindheit nicht mehr sprechen konnte, unterhielt sie sich mit ihm in der Gebärdensprache. Manfred hatte sie innerhalb weniger Wochen gelernt, um seiner zukünftigen Frau das Leben etwas zu erleichtern. So mußte sie nicht aufschreiben, was sie zu ihm sagen wollte.

Allen fiel auf, welches Einvernehmen zwischen den jungen Leuten herrschte. Und auch Dr. Baumann und seine Haushälterin, die erst etwas Bedenken gegen Herrn Kessler gehabt hatten, waren inzwischen überzeugt, daß die beiden später eine gute Ehe führen würden. Sie hatten sich ein Haus in Bad Wiessee gekauft und lebten bereits dort.

Auch Tina Martens, Erics Sprechstundenhilfe, hatte ihren Freund Joachim mitgebracht. Die junge Frau schaute zu dem Hund hinunter, der es sich ihr zu Füßen bequem gemacht hatte. Obwohl Franzl zu Beginn des Essens eine große Portion Fleisch bekommen hatte, war er noch auf Betteltour gegangen und hatte von jedem einen Obulus verlangt. Nun schlief er den Schlaf der Gerechten.

Die Ahlerts kamen mit vier Flaschen Sekt. Sie stellten sie vor Mara Bertram auf den Tisch. »Schließlich müssen wir alle auf Sie anstoßen, Frau Doktor«, meinte Benjamin. »Wir werden Sie in der Praxis von Doktor Baumann zwar vermissen, freuen uns aber dennoch mit Ihnen.«

»Es wird bestimmt eine gewaltige Umstellung für Sie sein, Frau Doktor Bertram«, sagte Michaela. »Zum Glück soll es sich bei Doktor Häußermann um einen sehr umgänglichen Mann handeln.«

»Und selbst, wenn es nicht so wäre, würde es nicht viel ausmachen«, warf ihr Mann ein. »Immerhin werden Sie im Januar seine Praxis übernehmen.«

»Eine Umstellung wird es auf jeden Fall«, erwiderte sie junge Ärztin. »Und ehrlich gesagt, es wird mir etwas bange, wenn ich daran denke, daß ich schon am Montag nicht mehr in der Praxis von Doktor Baumann arbeite.« Sie schaute zu Franzl hinunter, der es sich inzwischen neben ihr bequem gemacht hatte. »Und dich werde ich natürlich auch vermissen, Franzl.« Liebevoll streichelte sie ihn.

»Kaum zu glauben, daß Sie einmal vor Franzl Angst hatten«, bemerkte Katharina Wittenberg. Sie konnte sich noch gut an den Tag erinnern, an dem sie Mara kennengelernt hatte. Damals war ihr die junge Ärztin äußerst unsympathisch gewesen.

»Franzl hat mir beigebracht, daß nicht jeder Hund so bissig ist wie der, der mich als Kind angefallen hat«, sagte Mara. »Was nicht heißen muß, daß ich um manche Hunde nicht auch heute noch einen großen Bogen mache. Kindheitserinnerungen sind nicht so leicht abzuschütteln.«

Dr. Martin Hellwert legte den Arm um ihre Schultern. »Ich

habe beschlossen, mir einen Neufundländer anzuschaffen«, scherzte er.

»Zutrauen würde ich es dir ohne weiteres, Martin«, erklärte seine Freundin und küßte ihn auf die Wange.

»Werden Sie wieder einen Praxisassistenten einstellen, Doktor Baumann?« erkundigte sich Michaela Ahlert, nachdem sie alle zusammen auf Maras Zukunft angestoßen hatten.

Dr. Baumann nickte. »Ja, das werde ich wohl tun. Die Arbeit wäre sonst kaum zu schaffen.« Er schenkte Tina Martens ein bedauerndes Lächeln. »Während der nächsten Zeit werden wir beide alle Hände voll zu tun haben«, sagte er. »Leider hat sich auf meine Annonce wegen einer weiteren Sprechstundenhilfe auch noch niemand gemeldet. Sieht aus, als müßten wir uns vorläufig so behelfen.«

»Wird uns wohl kaum etwas anderes übrigbleiben«, erwiderte die junge Frau. »Zum Glück habe ich es gelernt, auch mit dem Ozongerät umzugehen.«

Erika Bohn tupfte sich die Lippen mit der Serviette ab. »Haben Sie schon gehört, daß Frau Gabler und Herr Hofmeister im nächsten Monat heiraten?« erkundigte sie sich.

»Nein«, sagte Mara Bertram.

»Ich habe auch noch nichts davon gehört«, bemerkte Tina. »Neulich habe ich Andrea Stanzl und Klaus Riedl in der Stadt gesehen. Sie sind Arm in Arm am See spazierengegangen. Vielleicht nehmen sie die Hochzeit auf dem Leinerhof zum Anlaß, ihre Verlobung zu verkünden.«

»Davor müssen sie noch eine fast uneinnehmbare Festung stürmen«, meinte Katharina Wittenberg. »Klaus’ Großmutter dürfte mit ihrer Verlobung überhaupt nicht einverstanden sein. Sie kann Frau Stanzl nach wie vor nicht leiden. Als ich Beate Riedl neulich beim Einkaufen getroffen habe, hat sie kein gutes Haar an der jungen Frau gelassen.«

»Hoffen wir, daß sie zur Vernunft kommt«, warf Eric ein. »Sie ist eifersüchtig auf Andrea und meinte, weil sie ihren Enkel großgezogen hat, müßte er nun Tag und Nacht für sie dasein. Frau Gabler hat deswegen schon des öfteren mit ihr gesprochen. Leider scheint die alte Frau unbelehrbar zu sein.«

»Wenn sie so weitermacht, wird sie ihren Enkel verlieren«, warf Benjamin Ahlert ein.

Mara Bertram und ihr Freund standen auf und gingen durch die Verbindungstür auf den schmalen Balkon hinaus, der sich an der Längsseite des Restaurants entlangzog. Eine mit Efeu bewachsene Mauer schirmte ihn gegen die große Terrasse ab, die auf den See hinausführte und die wie jeden Abend voll besetzt war. Martin Hellwert legte den Arm um die Schultern der jungen Ärztin. Schweigend blickten sie zum nachtdunklen Himmel hinauf.

»Weißt du, daß ich ein bißchen Angst habe?« fragte Mara nach einer Weile.

»Das kann ich verstehen«, antwortete Martin. »Ein neuer Anfang ist immer schwierig, aber ich weiß, daß du es schaffen wirst. Und wenn du im Januar die Praxis von Doktor Häußermann übernimmst, werden die Patienten aus allen Himmelsrichtungen kommen, um sich von dir behandeln zu lassen.« Er zog sie an sich. »Du bist eine wundervolle Ärztin, Mara.«

»Ich kann es kaum noch abwarten, bis du in meine Praxis eintrittst.« Sie drehte sich ihm zu und blickte ihm in die Augen. »Ich hätte niemals gedacht, daß nach meinem Fiasko mit Jürgen jemals ein Mann wieder so wichtig für mich werden könnte, wie du es bist.«

»Das ist das Schönste, was mir je gesagt wurde«, meinte Dr. Hellwert und küßte sie.

*

Barbara Schneider bog zu der kleinen Appartementanlage ab, in der sie ein Studio gemietet hatte. Es war früher Nachmittag. Die lange Fahrt von Frankfurt nach Rottach-Egern hatte sie ziemlich ermüdet. Sie freute sich darauf, erst einmal etwas auszuruhen und dann am See spazierenzugehen.

Kaum hatte sie junge Frau vor dem Hauptgebäude der Appartementanlage gehalten, als ihr auch schon Maria Huber, die Besitzerin, entgegenging. Freundlich begrüßte sie Barbara und stellte sich vor. »Hatten Sie eine schöne Fahrt, Frau Schneider?« erkundigte sie sich.

Barbara nickte. »Ich hatte Glück und bin nicht ein einziges Mal in einen Stau geraten«, erwiderte sie.

»Ihr Studio liegt gleich dort vorn.« Maria Huber wies zu einem flachen Gebäude, das von einer breiten Veranda umgeben wurde, von der mehrere Türen abgingen. »Sind Sie schon einmal am Tegernsee gewesen, Frau Schneider?«

Barbara zögerte einen Augenblick, bevor sie sagte: »Ja, in Tegernsee selbst.«

»Dann wissen Sie ja, was Sie an unserem See so alles erwartet«, meinte die Wirtin, während sie mit Barbara über den Hof ging. »Falls Sie Lust haben, morgens im Haupthaus zu frühstücken, so können Sie es jederzeit.« Sie nahm einen Schlüsselbund aus ihrer Schürzentasche und schloß auf. »Bitte!« Mit einer großartigen Geste wies sie ins Studio.

»Ab und zu werde ich es bestimmt«, antwortete die junge Frau und ging an ihr vorbei. Vom ersten Augenblick an war sie begeistert. Das Wohnzimmer mit der kleinen Küche und der Schlafnische wirkte genauso gemütlich, wie es auf dem Bild im Reiseprospekt ausgesehen hatte. Das Bad war geräumig und mit schwarzweißen Kacheln gefliest. Die Armaturen glänzten vor Sauberkeit.

»Gefällt es Ihnen?«

»Ja, es gefällt mir«, sagte Barbara. Sie folgte Maria Huber ins Hauptgebäude hinüber, um die notwendigen Formalitäten zu erledigen und sich auch dort ein wenig umzusehen.

Eine halbe Stunde später packte Barbara ihren Koffer und die Reisetasche aus, brühte sich eine Tasse Kaffee auf und setzte sich auf ihren Teil der Veranda, um ihn dort in aller Ruhe zu trinken.

Die junge Frau dachte daran, wie sehr sie den Tegernsee als Kind geliebt hatte. Es hatte für sie kaum etwas Schöneres gegeben, als mit ihrer Mutter auf den See hinaus zu rudern, später irgendwo an Land zu gehen und zu picknicken. Doch diese Zeit war lange vorbei. Sie fragte sich, ob es richtig gewesen war, hierher zurückzukehren.

Es war kurz vor halb sieben, als Barbara sich in ihren Wagen setzte, um zu einem nahen Restaurant zum Abendessen zu fahren. Danach wollte sie die Gegend erkunden. Sie konnte es kaum noch erwarten, all die Orte aufzusuchen, an denen sie mit ihrer Mutter glücklich gewesen war. Als sie jedoch auf die Straße hinausfuhr, überlegte sie es sich anders und schlug den Weg nach Tegernsee ein.

Langsam wurde es dunkel. Rund um den See gingen die Lichter an und spiegelten sich im Wasser. Ein unendlicher Frieden schien über dem ganzen Tal zu liegen.

Barbara erreichte die Schwaighofer-Straße und folgte ihr entlang des Sees. Hinter dem Point bog sie zur Innenstadt von Tegernsee ab. Schon bald erreichte sie die Rosenstraße. Die junge Frau stellte ihren Wagen auf einem Parkplatz ab und ging zu Fuß zum Elektrogeschäft Schneider.

Das Haus, in dem sich das Elektrogeschäft befand, hatte sich in den vergangenen Jahren kaum verändert. Es wirkte noch genauso schäbig, wie sie es in Erinnerung hatte, und hätte längst einen neuen Anstrich gebraucht. Sie bemerkte, daß von den Fensterläden im ersten Stock der Lack abblätterte. An den Fenstern hingen vergilbte Gardinen. Eine von ihnen wies einen deutlichen Riß auf. Es waren dieselben Gardinen, die schon bei ihrem letzten Besuch vor zehn Jahren vor den Fenstern gehangen hatten.

Kaum zu glauben, daß dieses Haus einem wohlhabenden Mann gehörte, dachte Barbara. Sie konnte es nicht verstehen. Wider Erwarten hatte sie gehofft, daß Guido Schneider sich in den letzten Jahren geändert hatte. Wie es aussah, war es nicht der Fall.

Die junge Frau überquerte die Straße und besah sich die Auslagen des Geschäftes. Wenigstens bei der Ausstattung der Schaufenster hatte Guido Schneider nicht gespart. Es gab eine große Vase mit frischen Blumen, die vor dem Bild eines Brautpaars stand, das einen Staubsauger ausprobierte, schöne Lampen, mehrere teure Keramiktiere und eine dekorative Schale mit Obst auf einem Herd.

Barbara wandte sich der Eingangstür des Geschäftes zu. Schon streckte sie die Hand aus, um die Tür zu öffnen, als sie im letzten Moment zurückzuckte. Sie brachte es nicht fertig, das Geschäft zu betreten. Aufseufzend versuchte sie, durch das Schaufenster in den Laden zu spähen. Verbittert preßte sie die Lippen zusammen, als sie hinter dem Tresen einen großen, hageren Mann bemerkte, dessen Gesicht so verkniffen wirkte, als würde auf seinen Schultern alles Leid der Welt ruhen.