Einer muss da sein … - Pater Alexander Holzbach SAC - E-Book

Einer muss da sein … E-Book

Pater Alexander Holzbach SAC

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Beschreibung

Am 15. September 2019 wurde im Limburger Dom der Pallottiner-Pater Richard Henkes seliggesprochen. Er war 1900 im Westerwald geboren worden und starb am 22. Februar 1945 im KZ Dachau. Freiwillig hatte er sich in den Quarantänebereich zu todkranken Mitgefangen begeben. Der Grund seiner Gefangenschaft war sein kompromissloser Einsatz für die Würde jedes Menschen zu einer Zeit, als diese Würde Millionen Menschen abgesprochen wurde. Der Blick auf das Kreuz schärfte bei Pater Henkes den Blick für seine Mitmenschen. Zitate aus seinen Briefen, Gebete, die seine Spiritualität spiegeln, und Gedanken zu seinem Lebenszeugnis damals geben Impulse für heute. Denn zu jeder Zeit gibt der Glaube Kraft, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen und die Freude am Leben nicht zu verlieren.

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Seitenzahl: 27

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhalt

Einer muss da sein …

Nachwort

Quellennachweise

Fotonachweise

Publikationen und Information

Autor

Einer muss da sein …

… es zu sagen. Das war die Antwort auf die Bitte seiner besorgten Eltern, vorsichtiger zu sein. Pater Richard Henkes hatte früh das Menschenbild des Nationalsozialismus als unchristlich durchschaut und das biblischchristliche dagegen gehalten. Das brachte ihn in Konflikt mit dem Nazi-Regime. Er aber blieb seiner Haltung treu und sprach offen aus, dass es kein unwertes Leben gibt und dass alle Menschen die gleiche Würde haben. Als er den Abtransport von Kranken der Heilanstalten im heute polnischen Branitz Mord nannte und den Offizieren der Wehrmacht die Soldaten des Römerreiches vor Augen stellte, die für Jesus Christus den Märtyrertod auf sich genommen hatten, kam das Fass zum Überlaufen.

Impulse von und zumseligen Pater Richard Henkes

Pater Henkes kommt ins Gefängnis und dann in das KZ Dachau. Hier lernt er Tschechisch. Er war in den letzten beiden Jahren seines Lebens Zeuge von Spannungen zwischen Deutschen und Tschechen geworden. Er vermittelte. Und nach dem Krieg wollte er versöhnen. Dazu kam es nicht. In der freiwilligen Pflege todkranker Mithäftlinge steckte er sich an und starb 44jährig.

Am 15. September 2019 hat ihn im Auftrag von Papst Franziskus Kardinal Kurt Koch im Limburger Dom seliggesprochen. Das war ein großes Fest für sein Heimatbistum und für die ganze pallottinische Familie. Auch viele Menschen aus Polen und Tschechien waren dabei.

In den letzten Jahrzehnten ist eine wunderbare Freundschaft zwischen dem Geburtsort von Pater Henkes und dem Ort, in dem er als Pfarrer tätig war und der heute in Tschechien liegt, gewachsen.

Auf Pater Henkes zu schauen, lohnt, denn sein Zeugnis damals gibt viele Impulse für heute. Davon reden Gedanken und Gebete seines Lebens und der Feier der Seligsprechung. Die kurzen Zitate aus seinen Briefen geben Einblick in sein Herz und seine Seele. Er war ein Mann unglaublichen Gottvertrauens, obschon er in Zeiten von Krise und Krankheit auch mit Zweifeln kämpfte. Er war ein Mann, der in schwieriger Zeit seine Christus-Nachfolge mit allen Konsequenzen lebte. Der beste Henkes-Kenner, Pater Manfred Probst, schreibt: „Die Briefe von Pater Henkes geben keinen Hinweis darauf, dass er zu politischem Widerstand aufgerufen hätte. Sein Widerstand besteht in der Brandmarkung der nationalsozialistischen Weltanschauung und einem mutigen, öffentlichen Eintreten für den christlichen Glauben und die Würde der Menschen aller Völker und Rassen.“

Pater Richard HenkesFotografie von 1937

P. Alexander Holzbach SAC

Gott der Wahrheit und der Liebe, du hast Pater Richard Henkes berufen, ein Leben lang auf dich zu vertrauen, für Wahrhaftigkeit einzustehen und Menschen zu versöhnen.Du hast ihm die Kraft gegeben, Kreuzträger zu sein und sein Leben für andere hinzugeben. Lass uns wachsam und entschieden sein, heute unserer Berufung zu folgen, damit die Menschen in der Würde leben können, die du allen geschenkt hast.Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.

Amen

Pater Richard HenkesGemälde von Karlheinz Uhl, Augsburg

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