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Die neue Praxis Dr. Norden - So war es nicht geplant, doch Dr. Danny Norden betrachtet es als Chance. Äußere Umstände zwingen ihn zu einem Neustart. Und diesen nimmt Danny tatkräftig in Angriff, auch, wenn er mit Abschied, Trennung, Wehmut verbunden ist. Dr. Danny Norden praktiziert jetzt in seiner neuen, modernen, bestens ausgestatteten Praxis. Mit Kompetenz, Feingefühl und Empathie geht er auf seine Patienten zu und schafft ein Klima, das die Genesung fördert: eben Dr. Danny Norden, wie er leibt und lebt, und er wird immer besser! Daniel und Olivia nutzten das schöne Wetter am Samstagvormittag für einen Ausflug mit den Zwillingen zum Badesee. Oda und Vincent liebten es, im Wasser zu planschen. Bisher kannten sie nur ihren aufblasbaren Pool, der im Garten stand. Jetzt würden sie zum ersten Mal Bekanntschaft mit einem See machen. Der Feringasee war genau richtig für Familien mit kleinen Kindern. An seinem Ostufer fiel das Wasser durch einen breiten Sandstrand sanft ab, das waren ideale Voraussetzungen, um unter der Anleitung der Eltern schwimmen zu lernen. Die weiten Wiesen und die Schatten spendenden Bäume versprachen den Badegästen einen erholsamen Tag. Daniel, in blauen Badeshorts, und Olivia in einem Badeanzug in zartem Minze-Farbton, der wundervoll zu ihrem hellroten Haar passte, hatten ihre Decke unter einem Ahornbaum ausgebreitet, und die Zwillinge konnten es kaum erwarten, bis es endlich ins Wasser ging. Beide trugen gelbe Badehosen, rote Hütchen und rote Schwimmflügel und wackelten aufgeregt mit den Ärmchen und Beinchen, um ihren Eltern zu zeigen, wie sehr sie sich über diesen Ausflug freuten. »Also dann, sehen wir mal, wie euch das große Wasser gefällt«, sagte Daniel und nahm Oda auf seine Arme. »Mama, Vince auch Wasser«, bat Vincent Olivia und streckte die Ärmchen nach seiner Mutter aus, die ihr langes Haar zu einem Pferdeschwanz band. »Keine Sorge, mein Schatz, wir sind gleich bei ihnen«, sagte Olivia. Sie zog das Haarband noch ein wenig fester, danach hob sie Vincent hoch und ging mit ihm zum Seeufer. Das Wasser war dort nur etwa knöcheltief, gerade richtig für Kinder, die nur ein bisschen planschen wollten. Daniel und Olivia stellten die Zwillinge ins Wasser und hielten sie unter den Armen fest. Die Zwillinge konnten so mit den Beinchen strampeln und sich dabei vorwärtsbewegen. »Wir sollten mit ihnen zu einem Schwimmkurs gehen«
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Seitenzahl: 111
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Daniel und Olivia nutzten das schöne Wetter am Samstagvormittag für einen Ausflug mit den Zwillingen zum Badesee. Oda und Vincent liebten es, im Wasser zu planschen. Bisher kannten sie nur ihren aufblasbaren Pool, der im Garten stand. Jetzt würden sie zum ersten Mal Bekanntschaft mit einem See machen.
Der Feringasee war genau richtig für Familien mit kleinen Kindern. An seinem Ostufer fiel das Wasser durch einen breiten Sandstrand sanft ab, das waren ideale Voraussetzungen, um unter der Anleitung der Eltern schwimmen zu lernen. Die weiten Wiesen und die Schatten spendenden Bäume versprachen den Badegästen einen erholsamen Tag.
Daniel, in blauen Badeshorts, und Olivia in einem Badeanzug in zartem Minze-Farbton, der wundervoll zu ihrem hellroten Haar passte, hatten ihre Decke unter einem Ahornbaum ausgebreitet, und die Zwillinge konnten es kaum erwarten, bis es endlich ins Wasser ging. Beide trugen gelbe Badehosen, rote Hütchen und rote Schwimmflügel und wackelten aufgeregt mit den Ärmchen und Beinchen, um ihren Eltern zu zeigen, wie sehr sie sich über diesen Ausflug freuten.
»Also dann, sehen wir mal, wie euch das große Wasser gefällt«, sagte Daniel und nahm Oda auf seine Arme.
»Mama, Vince auch Wasser«, bat Vincent Olivia und streckte die Ärmchen nach seiner Mutter aus, die ihr langes Haar zu einem Pferdeschwanz band.
»Keine Sorge, mein Schatz, wir sind gleich bei ihnen«, sagte Olivia. Sie zog das Haarband noch ein wenig fester, danach hob sie Vincent hoch und ging mit ihm zum Seeufer.
Das Wasser war dort nur etwa knöcheltief, gerade richtig für Kinder, die nur ein bisschen planschen wollten. Daniel und Olivia stellten die Zwillinge ins Wasser und hielten sie unter den Armen fest. Die Zwillinge konnten so mit den Beinchen strampeln und sich dabei vorwärtsbewegen.
»Wir sollten mit ihnen zu einem Schwimmkurs gehen«, sagte Daniel, als die Zwillinge vor Freude quietschten.
»Wir könnten auch versuchen, ihnen selbst das Schwimmen beizubringen«, entgegnete Olivia.
»Ja, Mama, Vince, schwimm!«, rief Vincent begeistert.
»Du willst wirklich schwimmen?«, fragte Olivia.
»Ja, schwimme«, bekräftigte Vincent seinen Wunsch.
»Gut, dann versuchen wir es«, sagte Olivia und ging mit ihm so weit in den See hinein, bis es ihm zur Taille reichte. Nachdem sie neben ihm in die Hocke gegangen war, legte sie ihren Sohn behutsam auf den Bauch, stützte ihn mit den Armen und achtete darauf, dass sein Gesicht nicht ins Wasser eintauchte.
»Vince, schwimm!«, rief er und ruderte mit Armen und Beinen.
»Papa, Oda auch schwimmen«, bat Oda, die ihrem Bruder fasziniert zuschaute.
»Dann versuchen wir beide es auch«, sagte Daniel. Er legte Oda neben Vincent aufs Wasser und unterstützte sie mit seinen Armen.
»Schwimm schön!«, rief Oda und bewegte sich ebenso wie ihr Bruder.
»Zumindest haben sie keine Angst vor Wasser, daran besteht wohl kein Zweifel«, stellte Daniel fest.
»Dann müssen wir ihnen nur noch die richtigen Bewegungen beibringen und melden sie danach zum Seepferdchen an«, sagte Olivia lächelnd.
»So ungefähr in drei Jahren könnte das sein.«
»Ich weiß, es heißt, dass Kinder erst ab dem vierten Lebensjahr richtig schwimmen können. Aber vielleicht sind unsere Kinder ein bisschen schneller«, entgegnete Olivia und schaute auf die Zwillinge, die ganz offensichtlich viel Spaß hatten.
»Eltern glauben immer, dass ihre eigenen Kinder etwas ganz Besonderes sind.«
»Das sind sie auch.«
»Richtig, für ihre Eltern, das heißt aber nicht, dass sie Wunderkinder sind.«
»Das ist mir doch bewusst, es war ja nur so ein Gedanke«, entgegnete Olivia lächelnd.
»Es sind unsere Kinder, da darfst du so denken. Wir sind auch nur Eltern, wir dürfen von den zukünftigen Erfolgen unserer Kinder träumen.«
»Solange wir unsere Träume nicht zu ihren machen. Wir werden unsere Kinder stattdessen dabei unterstützen, ihre eigenen Träume zu verwirklichen.«
»Das ist die Antwort, die ich von einer Psychologin erwarte.«
»Ja, ich weiß«, entgegnete Olivia und betrachtete Daniel mit einem liebevollen Lächeln.
Nach ein paar Minuten stellten sie die Kinder wieder auf ihre Füßchen und liefen mit ihnen durch das Wasser zurück zum Ufer. Sie trockneten sie mit ihren Badetüchern ab und setzten sich mit ihnen auf die große bunte Decke. Danach nahmen sie die blauen Eimerchen und die Schaufeln aus dem Korb, den sie mitgebracht hatten, und ließen Oda und Vincent im Sand spielen.
Noch waren erst ein paar Familien mit Kindern und eine junge Frau, die auf einem Liegestuhl lag, den sie mitgebracht hatte, an diesem Strand. Wirklich entspannt schien die Frau aber nicht zu sein. Sie sah sich immer wieder um, so als würde sie befürchten, dass sie jemand beobachtete.
»Mama, Frau schwimmen gehen«, stellte Oda fest, als sie aus ihrem Liegestuhl aufstand und zum Wasser ging.
»Ja, das mache ich«, sagte die junge Frau und winkte den Zwillingen lächelnd zu.
Sie fühlt sich unsicher, dachte Olivia, als sie über das angesetzte Röckchen ihres schwarzen Badeanzuges strich, das ihr wohl helfen sollte, ihre recht füllige Figur zu kaschieren.
»Seht mal das Schlachtschiff!«, rief einer der drei Jugendlichen, die in diesem Moment aus dem Wasser kamen. Er hatte ein auffälliges Tattoo auf seinem rechten Oberarm, das an Superman erinnerte. Er und seine beiden Begleiter sahen die junge Frau grinsend an und versperrten ihr den Weg zum See.
»Was soll das? Lasst mich bitte vorbei«, sagte sie und wollte um die drei Jungen, die etwa 16 Jahre alt waren und knielange Badehosen trugen, herumgehen.
»Lass das, Fetti, sonst läuft der See über«, sagte der kleinste der drei.
Die junge Frau antwortete nicht mehr darauf und versuchte ihnen stattdessen erneut auszuweichen.
»Du solltest ins Meer schwimmen gehen, unter den Walen fällst du sicher nicht auf«, sagte der größte und dünnste von ihnen, der eine zitronengelbe Sonnenbrille trug.
»Warum tut ihr das?«, fragte die junge Frau.
»Weil wir es können und du schwach bist«, entgegnete der mit der Sonnenbrille sehr fies.
»Daniel, wir sollten uns einmischen, die lassen die arme Frau nicht in Ruhe«, machte Olivia Daniel auf die Auseinandersetzung aufmerksam.
Er hatte sie zuerst nicht beachtet, weil er bäuchlings auf der Decke lag und mit den Zwillingen im Sand spielte, während Olivia sich aufgerichtet hatte, um die Teefläschchen für die beiden aus der Kühltasche zu nehmen.
»Lasst mich in Ruhe!«, fuhr die Frau in diesem Moment die drei Jungen an und wich ein paar Schritte vor ihnen zurück.
»Wer sich derart vollstopft, fällt eben auf, Schlachtschiff«, sagte der mit der Sonnenbrille, der offensichtlich der Anführer war, da die beiden anderen ihm feixend zustimmten.
»Seid still!«, schrie die junge Frau mit verzweifelter Stimme und lief mit Tränen in den Augen in einem weiten Bogen um die drei herum zum Wasser.
»Es reicht«, sagte Daniel und sprang auf.
»Lauf, Fetti, lauf!«, riefen die Jungen der Frau nach und klatschten in die Hände, als sie eilig auf das Wasser zulief.
Plötzlich geriet sie ins Stolpern, fiel hin und schlug mit dem Kopf auf den Rest eines abgesägten Baumstammes.
»Der Frachter ist gekentert!«, rief der Junge mit der Brille und die beiden andern johlten zustimmend.
»Frau, aua!«, rief Vincent aufgeregt.
»Wirklich gut gemacht!«, fuhr Daniel die Jugendlichen an, kümmerte sich aber nicht weiter um sie, sondern lief zu der jungen Frau, die sich mühsam wieder aufrichtete.
»Wie geht es Ihnen? Können Sie aufstehen?«, fragte er und ging neben ihr in die Hocke.
»Ich weiß nicht, mir ist ein bisschen schwindlig«, antwortete sie und fasste sich an den Kopf.
»Sie haben sich verletzt. Ich hole etwas zum Verbinden«, sagte Daniel, als er die blutende Wunde an ihrer Stirn sah.
»Vielen Dank, aber es geht schon. Ich fahre am besten gleich nach Hause.«
»Das sollten Sie nicht tun. Sie könnten sich eine Gehirnerschütterung zugezogen haben. Darf ich Sie kurz untersuchen? Ich bin Arzt, mein Name ist Daniel Norden. Wie ist Ihr Name?«
»Elisa«, sagte sie leise.
»Haben Sie Kopfschmerzen, oder ist Ihnen übel, Elisa?«, fragte er sie.
»Nein, mir ist nur ein wenig schwindlig«, sagte sie und fuhr mit beiden Händen unter ihr schulterlanges dunkles Haar, um ihren Kopf zu betasten.
»Das Schlachtschiff wird geborgen!«, rief der kleinste der Jungen und hatte ganz offensichtlich seinen Spaß daran, die junge Frau leiden zu sehen.
»Was gefällt euch daran, einen anderen Menschen zu demütigen?«, fragte Olivia die Jungen. Sie war aufgestanden, behielt aber die Zwillinge weiterhin im Blick.
»Es ist funny, und die steckt das schon weg, die hat ein dickes Fell«, behauptete der Junge mit der Sonnenbrille.
»Nein, das hat sie nicht, sie hätte jetzt auch tot sein können, ist euch das überhaupt klar?!«, fuhr Olivia sie an.
»Quatsch, die ist doch nur ausgerutscht«, entgegnete der Junge mit dem Tattoo.
»Aufgrund eures Verhaltens. Ihr sucht nach Anerkennung mit eurem Verhalten, wollt vor den Mädchen punkten, so funktioniert das aber nicht. Mädchen lieben Helden, ihr seid keine Helden. Helden quälen niemals einen schwächeren, und er schon gar nicht«, sagte Olivia und deutete auf das Superman-Tattoo. »Im Gegenteil, er würde dieser Frau helfen.«
»Sie kennen sich aber gut mit Superman aus. Ich meine, für eine Frau Ihres Alters«, entgegnete der Junge mit der Sonnenbrille.
»Superman gibt es bereits seit über 80 Jahren, das solltest du eigentlich wissen, wenn du ihn so verehrst und sein Abbild auf deinem Arm herumträgst.«
»Ich werde einen Krankenwagen rufen«, sagte Daniel, der zur Decke kam, um das Verbandszeug zu holen. Das führten sie für alle Fälle immer bei sich. Er zog sein Telefon aus der grünen Strandtasche, die auf der Decke stand, und wählte die Notrufnummer.
»Ins Krankenhaus?«, fragte der Junge mit dem Tattoo und schien zum ersten Mal verunsichert.
»Bringt euch das endlich zum Nachdenken?«, fragte Olivia.
»Wir haben doch nur Spaß gemacht«, murmelte der Junge mit der Sonnenbrille.
»Vielleicht macht ihr euch zur Abwechslung einmal nützlich und versucht den Schaden zu begrenzen. Geht zur Straße und zeigt dem Krankenwagen, wohin er fahren muss«, wandte sich Daniel den Jungen zu, nachdem er den Krankenwagen gerufen hatte.
»Ab mit euch«, forderte Olivia die Jungen auf.
»Ist ja gut, wir gehen ja schon«, sagte der mit der Sonnenbrille, der offensichtlich nicht mehr so ganz von diesem Spaß überzeugt war.
»Nicht abhauen, sondern auf den Krankenwagen warten!«, rief Olivia ihnen nach.
»Männer böse?«, fragte Vincent.
»Ja, Männer böse«, sagte Oda.
»Nein, niemand ist mehr böse, alles ist wieder gut«, beruhigte Olivia die Zwillinge, setzte sich zu ihnen auf die Decke und nahm sie in ihre Arme. Offensichtlich ist in der Erziehung dieser Jungen etwas nicht gut gelaufen, dachte sie. Dass Jugendliche über die Stränge schlugen und sich wichtig machten, war etwas ganz Normales, aber andere Menschen zu demütigen, das ging zu weit.
»Ich muss aufstehen, ich bin zu schwer, um mit einer Bahre getragen zu werden. Ich will das auf keinen Fall, weil mir das unendlich peinlich wäre, wenn die Sanitäter oder die Sanitäterinnen an ihre Grenzen kämen«, sagte Elisa, als sie von Daniel erfuhr, dass sie ein Krankenwagen abholen würde.
»Machen Sie sich nicht so viele Gedanken«, entgegnete Daniel.
»Bitte, ich will laufen«, bat Elisa erneut.
»Wir bekommen das hin«, versicherte ihr Daniel und blieb bei ihr, bis der Krankenwagen eintraf.
Die Sanitäter stellten ihren Wagen auf dem Seeweg ab, der ein Stück erhöht lag. Als sie ausstiegen, rief Daniel ihnen zu, dass sie keine Trage benötigten.
»Danke«, sagte Elisa, als die beiden Sanitäter in den roten Jacken gleich darauf zu ihnen an den Strand kamen.
»Hallo, Doktor Norden«, begrüßte der ältere der beiden Daniel. Er war schon einige Male in der Praxis Norden gewesen, um Patienten abzuholen, die Daniel ins Krankenhaus hatte einweisen müssen.
»Verdacht auf Gehirnerschütterung nach einem Sturz«, erklärte Daniel.
»Alles klar«, entgegnete der Sanitäter. »Und Sie wollen wirklich laufen?«, wandte er sich Elisa zu.
»Ja, bitte, ich schaffe das«, versicherte sie ihm.
»In Ordnung, dann helfen wir Ihnen auf«, sagte er.
Die drei Jungen standen noch immer in der Nähe des Krankenwagens und sahen zu, wie Elisa mit gesenktem Kopf und gestützt von den beiden Sanitätern zur Straße hinaufging.
»Sorry!«, rief der mit der Sonnenbrille, als Elisa noch einmal kurz aufschaute.
Bevor Elisa antworten konnte, stürmten sie davon. Das war ein erster Schritt, das macht Hoffnung, dass ihre Erziehung doch nicht komplett versagt hat, dachte Olivia, die die drei beobachtet hatte.
Die größeren Kinder, die sich am Strand versammelt hatten, als der Krankenwagen eingetroffen war, verloren sofort wieder das Interesse an dem Zwischenfall, nachdem der Wagen sich in Bewegung setzte und aus ihrem Blickfeld verschwand. Auch die Erwachsenen, die mit ihren Kleinkindern auf den Armen, das Geschehen aus der Ferne beobachtet hatten, wandten sich jetzt wieder dem Wasser zu.
»Alles wieder gut?«, fragte Vincent, als Daniel, der Elisa zum Krankenwagen begleitet hatte, zurückkam.
»Ja, mein Schatz, es ist alles wieder gut«, versicherte ihm Daniel.
»Wir sollten noch einmal mit ihnen ins Wasser gehen, das lenkt sie von dem Vorfall ab«, raunte Olivia Daniel zu.
»Das machen wir«, antwortete er. »Wie wäre es, wollen wir noch einmal schwimmen gehen?«, wandte er sich den Zwillingen zu.
»Ja, schwimmen gehen!«, riefen die beiden gleichzeitig und warfen die Schaufeln, die sie in den Händen hielten, in den Sand.
*
Nach ihrem Ausflug am Samstag zum Badesee hatten Olivia und Daniel den Nachmittag mit den Zwillingen im Garten verbracht. Und auch Sonntag musste der aufblasbare Swimmingpool erst einmal wieder genügen. Sonntags bei schönem Wetter war es an den Badeseen einfach zu unübersichtlich, um mit den Zwillingen hinzugehen. Was für Ophelia natürlich nicht galt, sie war mit Freundinnen zum See im Olympiapark gefahren und würde erst am Abend wieder zurück sein.
