Entspannte Kinder lernen besser - Sabine Seyffert - E-Book

Entspannte Kinder lernen besser E-Book

Sabine Seyffert

4,3

Beschreibung

Mangelnde Konzentration, Stress und Ängste sind die häufigsten Auslöser von Lernproblemen in der Grundschule. Eltern spüren das häufig beim Kampf um die Hausaufgaben: Das Kind macht Flüchtigkeitsfehler oder ist müde und abgelenkt. Sabine Seyffert zeigt, wie man Abc-Schützen spielerisch Ruheoasen verschafft. Denn: Entspannte Kinder lernen nicht nur besser, sondern haben auch mehr Spaß!

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Sabine Seyffert

Entspannte Kinder lernen besser

Sabine Seyffert

Entspannte Kinder lernen besser

Wie Eltern ihre Kinder vom Schulstress befreien können

Mit vielen Übungen und Tipps für Grundschulkinder

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de. abrufbar

ISBN 978-3-86910-736-3 (EPUB)

ISBN 978-3-86910-747-9 (PDF)

ISBN 978-3-86910-619-9 (Print)

Die Autorin: Sabine Seyffert ist staatlich anerkannte Erzieherin, Entspannungspädagogin und psychologische Beraterin. Sie führt eine Praxis für Entspannungspädagogik und bietet seit über zehn Jahren Kurse, Aus- und Fortbildungen an. Sie zählt zu den renommiertesten Experten für Kinderentspannung.

© 2012 humboldt

Eine Marke der Schlüterschen Verlagsgesellschaft mbh & Co. KG,

Hans-Böckler-Allee 7, 30173 Hannover

www.schluetersche.de

www.humboldt.de

Autorin und Verlag haben dieses Buch sorgfältig geprüft. Für eventuelle Fehler kann dennoch keine Gewähr übernommen werden.

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der gesetzlich geregelten Fälle muss vom Verlag schriftlich genehmigt werden.

Lektorat:               Angelika Lenz, Steinheim a. d. Murr

Covergestaltung:  DSP Zeitgeist GmbH, Ettlingen

Coverfoto:            Gladskikh Tatiana/shutterstock

Inhalt

Vorwort

Einführung

Der Umgang mit diesem Buch

Der ideale Ort zum Lernen

Nützliche Dinge für den Schreibtisch

Der ideale Ort zum Entspannen

Wie die Entspannungsübungen durchgeführt werden

Entspannen nach Plan

Ich freu mich auf die Schule!

Tipps für einen gelungenen Schulstart.

Vorschulprogramme

Ein Besuch in der Grundschule

Große Paten für kleine Schulanfänger

Für ein gutes Miteinander

Vorfreude ist die schönste Freude

Von früher erzählen

Der Schulweg will geübt sein

Lernen kann man immer und überall

Hurra, Lernen macht Spaß!

Spielerisch nebenbei lernen

Lernspaß rund um Buchstaben

Apfel beginnt mit A

Mein Name ist Marie

Geschickt buchstabiert

Ich helfe dir und du hilfst mir

Quatschdiktat

Chinesisch oder was?!

Welcher Buchstabe kann das nur sein?

Name, Farbe, Tier

Verflixtes Abc

Hallo, Oma Meier am Apparat?

Was beginnt mit S?

So schreibt man den Buchstaben P

Wo steckt denn bloß ein X?

Abc-Stempel

Mein Abc-Ordner

Hurra, die Post ist da!

E-Mail für mich

Ups, ein Fehler!

Lernspaß rund um Zahlen

Zahlen legen

Welche Zahl ist hier verschwunden?

Fix gewürfelt

Einmaleins-Übungspass

Suchbild

Malen nach Zahlen

Zahlenbilder

Krabbelsack

Der Taschenrechner hilft

Überall sind Zahlen

Zahlen malen

Kleine 1-2-3-Collagen

1-2-3-Memory

Ich mach mit, denn ich bin fit!

Übungen, die zur Mitarbeit motivieren

1-2-3-mal melden

Komm, mach mit!

Zwei gute Gründe

Mein Leitsatz für heute

Meine Leseschnecke Lea

Ich dir und dann du mir!

Tipps aus der Mottenkiste

Wenn ich vor meiner Klasse steh

Was red ich denn da bloß?

Theater, Theater!

Für alle Fälle gewappnet

Lesen und verstehen

Meine beste Freundin

Bei uns sitzen Sie in der ersten Reihe!

Fragen erlaubt!

So machen Hausaufgaben Spaß!

Tipps für das Lernen zu Hause

Ich schreib mir alles von der Seele

Meinem Kuscheltier erzähl ich alles

Mein heutiger Schultag

Die Seele baumeln lassen

Her mit dem frischen Sauerstoff!

Die Füße vertreten

Versunken im Spiel

Wutnickel im Anmarsch?

Viele bunte Luftballons

Ganz ruhig und wunderbar entspannt

Koffer zu und weg damit!

Arbeitspläne

Licht in der Mitte des Tunnels

Ich lerne mit allen Sinnen

Übungen zur Schulung der Sinne

Hören

Lauter Geräusche im Kinderzimmer

Was ist da drin?

Horch, was kommt von draußen rein

Mein Schulweg

Riechen

Bunter Obstkorb

Ih, wie riecht denn das?

Oh, wie riecht das gut!

Schmecken

Errätst du diesen Saft?

Hm, das schmeckt wie …

Tasten und fühlen

Was hast du da im Krabbelsack?

In meinem Mäppchen ist was los

Das Abc

Stimmt die Rechnung oder nicht?

Sehen

Auf dem Schreibtisch tut sich was

Welcher Buchstabe fehlt denn hier?

Etwas stimmt hier nicht!

Wen hab ich vergessen?

Was gehört da gar nicht hin?

Ich erinnere mich genau

Lustiges Gedächtnistraining

Die Schule find ich …

Ich packe meinen Schulranzen

Lustige Namenskette

Obstschlange

Name, Schulfach und noch mehr

Eckenrechnen

Wer buchstabiert am schnellsten?

Was zeigt das Bild?

Doppelwortkette

Superhirn

Ich lauf und tanz mir den Kopf frei

Bewegungs- und Reaktionsspiele

Mein Punchingball

Recken und Strecken

Ich schüttle alle Sorgen ab

Wenn ich durch meinen Körper reise

Übers Gras und durch das Laub

Riesengroß und klitzeklein

Auf meiner Wolke

Tanz mit Rhythmiktüchern

Ich tanz mich frei von allen Sorgen

Welcher Fuß ist an der Reihe?

Wer fängt den frechen Stock?

Los doch, fang!

Achtung, aufgepasst!

Wohin mit meiner Wut?

Komm, lass dich verwöhnen!

Wohltuende Massagen und Berührungen

Tipps zur richtigen Durchführung

Wenn meine Augen brennen

Meine Ohren hören alles

Meine Ohren suchen die Stille

Ein kleiner Spatz auf meinem Kopf

Die Kraft in meinen Händen

Ein kleiner Igel geht spazieren

Ein Besuch im Zoo

Zauberkugel

Wenn meine Handgelenke schmerzen

Oh, wie gern werd ich massiert …

Ich atme ein und aus

Atemübungen, die die Aufmerksamkeit fördern

Ein tiefer Atemzug

Ich spüre meinen Atem

Kannst du meinen Atem spüren?

Wattepusten

Mein Ballon ist dick und rund

Ich habe einen Zauberatem

Einatmen – ausatmen

Lass die Angst schrumpfen

Tief in mir liegt eine Quelle

Ich bin ganz ruhig und entspannt

Stilleübungen und Meditationen

Ein schöner Morgen

Körper und Gedanken

Mein Körper ist schwer wie ein Stein

Was mich stört und was mich ablenkt

Beim Klang der Schale

Ich sehe alles rosarot

Wortmeditation: MUT

Wortmeditation: KONZENTRATION

Kleine Kerze, leuchte hell

Farbmeditation

Komm mit auf eine kleine Reise!

Mit Fantasiereisen entspannen und Ängste abbauen

Tipps zum richtigen Erzählen von Fantasiereisen

Die Geschichte vom allerkleinsten Sonnenstrahl

Der Zaubertrank, der mutig macht

1-2-3, alle Angst ist schnell vorbei

Die Muschel der Konzentration

Der weise Baum

So mag ich die Schule

Ich mal mir mein Klassenzimmer

Hilfreiche Aromaöle

Wie Aromatherapie wirkt

Wie man Aromaöle einsetzt

Aromaöle für mehr Konzentration

Entspannende Aromaöle

Eine wichtige Kleinigkeit zum Schluss

Anhang

Weitere Bücher zum Thema Entspannung für Kinder

Bücher zum Thema Massage

Bücher mit Fantasiereisen zum Entspannen

Ratgeber

Aromatherapie

Beschäftigungsbücher

Spiele

Tonträger

Seminare mit der Autorin

Hinweis

Kursiv gesetzte Textstellen weisen in den einzelnen Übungen, Massagen oder Fantasiereisen darauf hin, dass diese Passagen dem Kind vorgesprochen oder vorgelesen werden

Vorwort

In meinen Entspannungskursen, Fortbildungsseminaren und Veranstaltungen zum Autogenen Training höre ich von vielen Eltern sowie Pädagoginnen und Pädagogen, dass Kinder zunehmend unter Konzentrationsschwierigkeiten und Schulängsten leiden. Viele fragen mich nach Wegen und Möglichkeiten, wie sie die Kinder beim Lernen hilfreich unterstützen und ihnen die Ängste vor anstehenden Klassenarbeiten, einer gefährdeten Versetzung und ähnlichen Dingen nehmen können.

Da ich in meinen Kursen bisher mit Entspannungsübungen, Fantasiereisen und Konzentrationsübungen sehr positive und gute Erfahrungen gemacht habe, möchte ich Ihnen in diesem Buch einfache Übungen zeigen, die den Kindern ein entspanntes, freudiges Lernen ohne Stress ermöglichen. Gerade in unserer heutigen Zeit und einem hektischen, fordernden Schulalltag wird es zunehmend wichtiger, dass wir den Kindern gangbare Wege aufzeigen, wie sie entspannt lernen können. Denn unsere sehr leistungsorientierte Gesellschaft sowie die Bedingungen in der Schule, die sich erheblich zum Nachteil verändert haben, fordern unsere Kinder so sehr wie nie zuvor. Viele erleben bereits im Kindergartenalter Stress. Viel zu oft zählt nur die erbrachte Leistung und häufig macht man sich nicht die Mühe, den Hintergrund zu erforschen, wieso ein Kind diese Leistung nicht erbringen konnte. Betrachtet man unter diesem Aspekt auch einmal den Alltag der Familien, der sich im Laufe der letzten Jahre stark verändert hat, weil immer mehr Familien getrennt leben oder beide Elternteile ganztags berufstätig sind, wird ganz deutlich: Unsere Kinder brauchen Hilfe.

Die Klassen werden wieder größer und eine Zahl von etwa 30 Schülern ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Die Kinder aber haben in derart großen Gruppen häufig Probleme, sich durchzusetzen, sich erfolgreich zu behaupten und dem Unterricht aufmerksam und konzentriert zu folgen – es sind einfach zu viele Mitschüler im Raum. Die Geräuschkulisse im Klassenzimmer ist entsprechend hoch und die Lehrer und Lehrerinnen haben unter diesen Umständen überhaupt nicht die Möglichkeit, gezielt auf jeden Einzelnen mit seinen Fragen und Problemen einzugehen oder individuelle Hilfestellung zu leisten.

Und zu Hause beginnt dann meist der Kampf um die Hausaufgaben. Die Kinder sind müde und unkonzentriert. Sicher kennen Sie als Eltern diese Situation nur allzu gut. Selbst einfache Aufgaben werden mit zahlreichen Flüchtigkeitsfehlern gelöst, weil den Kindern einfach die nötige Aufmerksamkeit fehlt.

Aus diesen Gründen halte ich es für außerordentlich wichtig und sinnvoll, den Kindern und insbesondere Ihnen als Eltern zu zeigen, wie die Kinder durch einfache Übungen zurück zu ihrer inneren Ruhe finden, abschalten und entspannen können und somit neue Kraft und Energien für ihren stressigen Schulalltag sammeln können. Denn eine entspannte, harmonische Atmosphäre und innere Ausgeglichenheit sind die Voraussetzung dafür, dass die Kinder aufmerksam und konzentriert arbeiten können. Zudem fördern diese Dinge die natürliche Lernbereitschaft der Kinder, die sie in aller Regel ja schon in sich tragen.

Auf diesem Weg zum entspannten Lernen ohne Stress wünsche ich allen Kindern und natürlich auch Ihnen als Eltern alles Gute und viel Erfolg. Insbesondere wünsche ich allen kleinen Abc-Schützen einen gelungenen Schulstart und viel Freude während der gesamten Schulzeit!

Ihre

Sabine Seyffert

Einführung

Die Übungen und Spielaktionen in diesem Buch sind einfach und ohne großen Aufwand durchzuführen. In der Fülle der verschiedenen Ideen und Angebote finden Sie mit Sicherheit auch Anregungen, die genau für Ihr Kind oder Ihre Kinder passend sind. Doch auch eine ansprechende Umgebung ist wichtig, damit sie optimal entspannen und lernen können.

Der Umgang mit diesem Buch

Die in diesem Buch enthaltenen Übungen, Geschichten und Aktionen lassen sich mit Kindern etwa ab dem Vorschulalter durchführen. Zum Beispiel zu Hause, und zwar vor den Hausaufgaben oder vor dem Lernen für eine anstehende Klassenarbeit. Wenn die Kinder mit den Übungen vertraut sind, können sie sie dann auch eigenständig und ohne fremde Hilfe in der Schule machen, während des Unterrichts, vor einer Klassenarbeit oder einfach dann, wenn die Aufmerksamkeit und Konzentration nachlässt.

Die Übungen sind in verschiedene Kapitel eingeteilt, denen jeweils eine kleine theoretische Einleitung vorangestellt ist. Darin erfahren Sie als Eltern, wieso gerade diese Übungen von Bedeutung sind und bei welchen Problemen Ihres Kindes sich diese am besten einsetzen und durchführen lassen. Natürlich ist jedes Kind eine eigenständige Persönlichkeit mit speziellen Vorlieben und Vorstellungen. Und sicher gibt es in diesem Buch auch Übungen, die nicht zu Ihrem Kind oder Ihrem Alltag passen.

Doch unter der Vielzahl von Ideen wird mit Sicherheit auch allerhand für genau Ihr Kind dabei sein. Verschaffen Sie sich einfach einen Überblick, blättern Sie ein bisschen und treffen Sie dann eine Auswahl. Sie müssen natürlich nicht alle Übungen und Aktionen durchführen – es sind nur Angebote. Viele Übungen können Sie übrigens auch problemlos abändern und nach Ihren Vorstellungen gestalten.

In der Regel sind die Übungen und Geschichten so angelegt, dass Sie diese mit Ihrem Kind allein zu Hause durchführen können. Da reicht es vollkommen aus, wenn Sie als Elternteil den „zweiten Mitspieler“ abgeben. Für einige wenige Übungen braucht man jedoch mehr Mitspieler als nur ein einziges Kind; in diesen Fällen ist eine Mindestteilnehmerzahl angegeben. Solche Übungen können Sie dann beispielsweise anbieten, wenn Ihr Kind Besuch hat, oder selbstverständlich auch bei Kindergeburtstagen oder anderen Anlässen, wenn Sie die Konzentration Ihrer kleinen Gäste spielerisch etwas fördern möchten. Außerdem erfahren Sie am Anfang der Übungen und Aktionen, welches Material Sie dafür benötigen. Findet sich keine Angabe zum Material, brauchen Sie nichts weiter zur Durchführung. Es wurde großen Wert darauf gelegt, dass man möglichst gar kein Zusatzmaterial braucht, damit die Übungen einfach umsetzbar sind und der Geldbeutel geschont wird. Wenn dennoch Material notwendig ist, sind es überwiegend solche Dinge, die man in jedem Haushalt beziehungsweise Kinderzimmer findet.

Auf diese Weise können Sie sich stets ganz schnell einen Gesamtüberblick verschaffen, wenn Sie mit Ihrem Kind oder mehreren Kindern eine der Übungen durchführen möchten.

Der ideale Ort zum Lernen

Der ideale Ort zum Lernen sollte so gestaltet sein, dass Ihr Kind eine freie Fläche an einem Schreibtisch zur Verfügung hat, an dem es seine Aufgaben in aller Ruhe erledigen kann. Denn ein vollgestellter, beladener Tisch lenkt das Kind nur unnötig ab, weil dem Auge zu viele Reize geboten werden. Außerdem kann es seine benötigten Materialien nicht ausbreiten, wenn schon zu viele andere Dinge auf dem Tisch herumliegen. So verliert das Kind den Überblick.

Ermöglichen Sie Ihrem Kind die Ruhe, die es zum Lernen benötigt, und akzeptieren Sie, wenn es alleine gelassen werden will, um seine Aufgaben zu erledigen. Viele Lehrer bitten die Eltern sogar, nicht bei den Hausaufgaben zu helfen. Nur so haben sie einen Überblick, ob das Kind alles verstanden hat und ob das Pensum der Aufgaben dem Können und Wissensstand des Kindes angemessen ist.

Auch Geschwisterkinder sollten sich während der Hausaufgabenzeit nicht im Zimmer des Schulkinds aufhalten. Denn ständiger Lärmpegel oder unnötige Unterbrechungen reißen Ihr Kind aus der Konzentration.

Das Zimmer sollte vor dem Lernen oder Erledigen der Hausaufgaben stets gut gelüftet werden, denn schlechte, stickige Luft hemmt die Aufnahmefähigkeit und mindert so die nötige Konzentration beim Lernen!

Sinnvoll ist es, wenn Ihr Kind einen konstanten Arbeitsplatz hat, an dem es seine Aufgaben erledigen kann, und dieser nicht von Tag zu Tag wechselt. Vielleicht überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, welcher Platz sich für die Hausaufgaben und zum Lernen am besten eignet, und erörtern auch die Gründe, die dafür sprechen. Richten Sie diesen Platz dann mit einem entsprechenden Tisch, Stuhl sowie einer Lichtquelle ein, damit er Ihrem Kind zur Gewohnheit wird.

Der Schreibtisch sollte so stehen, dass genug Licht auf ihn fällt. Denn Dämmerlicht oder zu wenig Lichteinfall strengt die Augen zu sehr an. Auch dies kann die Konzentration beim Lernen erheblich beeinträchtigen. Können Sie den Schreibtisch nicht an ein Fenster stellen, sollten Sie dafür sorgen, dass am Tisch eine geeignete Schreibtischlampe angebracht ist, die den Arbeitsplatz ausreichend gut beleuchtet. Ebenso wichtig wie das Licht ist auch die passende, bequeme Sitzmöglichkeit. Ihr Kind sollte keine Verrenkungen machen müssen, um am Tisch gut schreiben oder lesen zu können. Am besten eignen sich Schreibtischstühle für Kinder, deren Sitzhöhe und Rückenlehne sich der Größe entsprechend verstellen und anpassen lassen. Sie beugen auch Haltungsschäden im Kindesalter vor.

Ganz wichtig ist außerdem, dass Ihr Kind sich an diesem Ort wohlfühlt. In behaglicher Atmosphäre lernt es sich einfach besser, schneller und leichter. Motivieren Sie Ihr Kind, eigene Ideen und Vorstellungen miteinzubringen: Wie soll der ideale Ort für die Hausaufgaben beschaffen sein? Versuchen Sie mit geeigneten, pfiffigen Utensilien, diesen Ort wirklich einladend zu gestalten, damit sich Ihr Kind auch gerne dort aufhält und ihn entsprechend nutzen kann.

Nützliche Dinge für den Schreibtisch

Eine stapelbare Ablage für Collegeblöcke, Kopien, Schnellhefter und ähnliche Dinge

Ein Stifteköcher, damit die Stifte ordentlich aufgeräumt und allzeit griffbereit sind

Eine Pinnwand für wichtige Notizen, Infos und dergleichen

Einen bunt (und selbst) gestalteten Stundenplan oder Wochenplan zur Übersicht

Für Kinder geeignetes Lernmaterial wie beispielsweise Rechenschieber, Lernkartei und Ähnliches

Nützliche Schreibtischutensilien wie Locher, Anspitzer, Radiergummi, Kleber, Schere etc.

Ein Papierkorb für alte Schmierzettel und anderen Abfall

Ein kleines Regal oder Ähnliches, das Schulbücher, Lexika, Lernhefte usw. stets griffbereit hält

Der ideale Ort zum Entspannen

Wenn Sie mit Ihrem Kind eine der in diesem Buch vorgestellten Entspannungsübungen, Meditationen oder Fantasiereisen durchführen möchten, sollten Sie unbedingt für absolute Ruhe sorgen und ein Schild mit der Aufschrift „Bitte nicht stören!“ an die Türe hängen. Schaffen Sie sich und vor allen Dingen Ihrem Kind freien Platz am Boden. Im Kinderzimmer oder einem anderen Raum in der Wohnung kann Ihr Kind diese Übungen im Liegen auf einem sauberen Teppich, einer Decke oder auf dem Bett machen. Für Ihr Kind ist es sicherlich am gemütlichsten, wenn ihm ein kleines Kissen und eventuell eine Decke zum Hineinkuscheln zur Verfügung stehen. Achten Sie aus diesem Grund auch auf einen wohltemperierten Raum. Denn nur dann, wenn es nicht zu kalt ist und Ihr Kind nicht friert, kann es sich in die Entspannung fallen lassen und wirklich einen Moment lang abschalten.

Wie die Entspannungsübungen durchgeführt werden

Legt Ihr Kind sich während der Übungen auf den Boden, sollte es nach Möglichkeit ganz gerade auf dem Rücken liegen, sodass die Beine etwa hüftbreit auf dem Boden liegen, die Fußspitzen leicht nach außen fallen und die Arme rechts und links neben dem Oberkörper liegen. Dabei sind die Hände geöffnet, sodass die Handinnenflächen guten Bodenkontakt haben. Im Liegen fällt es dem Körper meist wesentlich leichter zu entspannen, weil er diese Haltung von der Nacht beziehungsweise dem Schlafen her kennt. Es kann vorkommen, dass manche Kinder sich erst an diese Übungshaltung gewöhnen müssen. Zeigen Sie einfach vor jeder Übung, die sie gemeinsam durchführen, welche Übungshaltung ideal ist. So wird sich Ihr Kind schnell daran gewöhnen.

Beim Üben sollte Ihr Kind die Augen geschlossen halten, damit es besser in die Übung hineinfindet und durch nichts anderes abgelenkt wird. Sollte Ihr Kind Probleme damit haben, seine Augen zu schließen oder geschlossen zu halten, so bitten Sie es einfach, sich einen Punkt an der Decke zu suchen, den es während der Übung fixiert. Sicherlich werden Ihrem Kind die Augen dann nach einer Weile von ganz alleine zufallen.

Wenn Ihr Kind mit den Übungen bereits Erfahrungen gesammelt hat, können die Übungen zum Teil auch im Sitzen gemacht werden. Ihr Kind bleibt dabei einfach auf seinem Stuhl sitzen, verschränkt am besten seine Arme auf dem Tisch und legt seinen Kopf dann auf dieses „Armkissen“. So wird es durch nichts mehr abgelenkt und kann ganz ungestört der Übungsanweisung folgen.

Zu guter Letzt ist es noch wichtig, dass Sie sich Zeit nehmen und derartige Ideen nicht mal eben schnell zwischen Tür und Angel praktizieren. Zum einen signalisieren Sie so, dass Sie für Ihr Kind da sind und sich Zeit nehmen. Und zum anderen wollen Sie Ihrem Kind durch diese Anregungen, Spiele etc. auch vermitteln, wie wichtig ausreichende Pausen, Ruhe und Entspannung sind. Dies sollten Sie als Eltern Ihrem Kind als gutes Vorbild vorleben und nicht den

Druck, der ohnehin schon auf dem Kind lastet, noch erhöhen.

Gehen Sie diese Übungen und Spielideen wirklich gelassen an. Wenn es mal nicht klappt, ist dies nicht weiter schlimm. Misserfolg gehört nun mal zum Leben, wie der Erfolg, auch wenn man diesen natürlich lieber erlebt! Ein Olympiasieger oder Hochleistungssportler erbringt auch nicht täglich – und schon gar nicht auf Knopfdruck – jedes Mal Höchstleistung oder stellt gar einen neuen Weltrekord auf.

Außerdem ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Schließlich machen Sie sich als Eltern ja Gedanken, sonst hätten Sie dieses Buch nicht in den Händen. Und Ihr Kind wird es allein schon genießen, dass Sie Zeit zusammen verbringen und aktiv mit daran arbeiten, mehr Ruhe in den Alltag zu bringen. Denken auch Sie stets daran: „In der Ruhe liegt die Kraft!“

Entspannen nach Plan

Hier noch ein kleiner Tipp, wie Sie und Ihr Kind kontrollieren können, ob es auch wirklich jeden Tag eine Ruhephase eingelegt hat: Führen Sie eine Art Stundenplan zum Entspannen!

Dazu erstellen Sie einen selbst entworfenen Plan in Tabellenform, den Ihr Kind ganz nach seinen eigenen Wünschen gestalten und ausschmücken kann. Dieser Plan enthält von Montag bis Freitag alle Tage, an denen das Kind in die Schule geht. Darunter befinden sich freie Kästchen, die es zu füllen gilt. Hat Ihr Sohn oder Ihre Tochter beispielsweise am Montagnachmittag eine gezielte Entspannung wie eine Fantasiereise oder Massage durchgeführt, malt er oder sie ein Kreuz in das Kästchen.

So haben Sie beide jederzeit im Blick, ob sich das Kind am jeweiligen Tag auch wirklich eine Auszeit vom Alltagsstress gegönnt hat. Und wenn nicht, sollte sich das in Zukunft ändern!

Ich freu mich auf die Schule!

Mit großer Spannung und Freude erwarten die meisten Kinder ihren ersten Schultag. Jetzt sind sie keine Kindergartenkinder mehr, sondern gehören endlich zu den „Großen“! Damit ihre Erwartungen nicht enttäuscht werden und die Schulzeit ein voller Erfolg wird, ist es ganz wichtig, sie auf diesen neuen Lebensabschnitt vorzubereiten.

Tipps für einen gelungenen Schulstart

Leider nimmt die Zahl der Kinder, die Angst vor der Schule haben, zu. Dabei macht Schule doch Spaß! Und wer gerne zur Schule geht, wird auch Freude am Lernen haben und erfahrungsgemäß keine größeren Probleme bei Klassenarbeiten oder den Hausaufgaben bekommen. Denn mit Spaß und Freude geht einem alles leichter von der Hand. Angst dagegen blockiert und nimmt die Bereitschaft, Neues zu entdecken und zu erforschen, sowie die Neugier, mehr wissen zu wollen!

Aus diesem Grunde ist es ganz hilfreich und wichtig, dass Sie Ihr Kind auf die Schule vorbereiten und ihm Zweifel, etwaige Ängste und Sorgen nehmen. Denn ist der Start erst einmal gut geglückt, ist ein wichtiger Grundstein für zukünftigen Schulerfolg gelegt.

Daher bekommen Sie zu Anfang einige Tipps und Ideen mit auf den Weg, die in Ihrem Kind die Freude auf den Schulstart wecken und dafür sorgen, dass es auch weiterhin gern zur Schule geht. Natürlich ist jeder Familienalltag anders geregelt und auch die Schulen unterscheiden sich zum Teil sehr. Doch bei der Fülle an Ideen und Vorschlägen finden Sie bestimmt das ein oder andere, das Ihnen für Ihre spezielle Situation passend scheint.

Vorschulprogramme

Das letzte Kindergartenjahr hat begonnen und somit für Ihr Kind die Zeit als „Maxikind“ oder „Kindergartenriese“ oder wie auch immer die Vorschulkinder in der Einrichtung genannt werden. Ein spannendes Jahr, in dem es aber auch heißt, die Kinder entsprechend zu fördern, damit keine Langeweile aufkommt. In den meisten Einrichtungen gibt es spezielle Vorschulprogramme, in denen die Kinder schon auf die Grundschule vorbereitet werden, um die Vorfreude zu wecken, aber auch um die Kinder in wichtigen Dingen wie Stillsitzen und Zuhören, Verkehrserziehung sowie bedeutsamen motorischen Fähigkeiten wie Schneiden mit der Schere, Zeichnen mit Stiften usw. zu schulen.

Ein Besuch in der Grundschule

Viele Kindergärten folgen den Einladungen von Grundschulen und statten diesen vorab einen Besuch ab, bei dem die Vorschulkinder am Vormittagsgeschehen und Unterricht teilnehmen können. So lernen sie einige Grundschulen der näheren Umgebung kennen und gewinnen einen ersten Eindruck.

Sollte der Kindergarten, den Ihr Kind besucht, nicht mit Grundschulen der Umgebung zusammenarbeiten, wird es sicher auch so möglich sein, die von Ihnen favorisierte Grundschule zu besichtigen. Sprechen Sie mit dem Sekretariat, dem zuständigen Lehrer oder dem Direktor, um einen Unterrichtsbesuch abzusprechen. Vielleicht haben Sie auch Bekannte mit älteren Geschwisterkindern oder kennen Kinder aus der Nachbarschaft, über die Sie den Kontakt herstellen können.

Wenn Sie Glück haben, findet vor dem Schulstart ein Kennenlerntag statt, an dem die Kinder ihre Mitschüler und den Klassenlehrer kennenlernen. Das nimmt schon mal die erste Angst und beantwortet die entscheidende Frage, ob der beste Freund beziehungsweise die beste Freundin auch wirklich in dieselbe Klasse kommt. So gewinnen die Kinder einen ersten Eindruck und können beruhigt in die großen Ferien starten oder die letzten Wochen im Kindergarten verbringen.

Die meisten Schulen organisieren einmal im Jahr ein großes Schulfest. Gehen Sie mit Ihrem Kind hin und genießen Sie die ausgelassene Atmosphäre. So kann Ihr Kind erleben, dass Schule auch großen Spaß macht!

Einige Schulen veranstalten zum Jahresende auch ein Martinsfest oder einen Laternenumzug, vielleicht sogar einen Kindersachenflohmarkt oder Weihnachtsbasar. Nutzen Sie solche Events, damit die zukünftige Grundschule Ihrem Kind vertraut wird und es neugierig auf mehr macht!

Große Paten für kleine Schulanfänger