Erdbeeren im Winter - Heike Wenig - E-Book

Erdbeeren im Winter E-Book

Heike Wenig

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Beschreibung

Schreiben bedeutet für Heike Wenig in Farben getauchte Phantasien. Inspirationen zu ihren Gedichten nimmt sie aus intensiven Gesprächen (u.a. mit ihren Patienten) und emotionalen Erlebnissen. So sieht sie im Ausdruck in lyrischen Worten für sich die Möglichkeit, außer eigenen Gedanken, Gefühlen und Eindrücken vor allem auch das widerzuspiegeln, was andere Menschen fühlen und erleben. Sie ist vielseitig interessiert an Menschen und am Leben, malt und schreibt Lyrik und Prosa.

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Seitenzahl: 40

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Heike Wenig

Erdbeeren im Winter

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

das glück ist ein kleiner scheuer vogel

ich verharre im augenblick

nebel über dem herbst des lebens

Mörikes blaues band

die natur eine künstlerin

nachtgespenster

Impressum neobooks

das glück ist ein kleiner scheuer vogel

meine gedichte –

nicht gelebte erinnerungen

sie öffnen dir

die tore aller möglichkeiten

nimm das wort

das verbindungen schafft

zu mir zu dir zu allen

steck es der friedenstaube

in den schnabel

und verfolge

vom boden des lebens aus

ihren flug in die unendlichkeit

ich schreibe

nicht um euch gefällig zu sein

nicht um mit wohlgesetzten worten

zu beeindrucken

nicht um die welt zu verbessern

nicht um zu ruhm zu gelangen

ich schreibe

um die worte

die mein unterbewußtsein zusammenfügt

in die freiheit zu schicken

atemlos läuft

der gedanke

er läuft hinterher

dem wort

er stolpert

und fällt

fällt hinein

in die gräben

den furchen des hirns

er klettert hinauf

zu den windungen

ohne sicheren halt

stürzt ab

ins bodenlose

er schlägt den

doppelten salto

in der trompete

des ohrs

er schwimmt

zerfließt

zergeht

zurück bleiben

einzelne buchstaben

heimatlos entwurzelt

geier zerschnäbeln sie

totenwächter

in schwarzen fräcken

in meinem kopf

entsteht ein gedanke

ich will ihn fassen

er bewegt sich fort

langsam wie eine spinne

krabbelt er an der decke

ich folge ich

will ihn erhaschen

schnell wie eine ameise

läuft er vor mir her

ich will ihn

mit beiden händen fassen

als fliege erhebt er sich

in die luft

fliegt davon

und kehrt zurück

immer dann

wenn ich ihn zu vergessen scheine

endlich erwische ich ihn

und betrachte ich

ihn besitzend

erscheint er mir unwichtig

ich vergesse ihn

das glück

ist ein kleiner scheuer vogel

er zeigt mir

die schönheit der schöpfung

ich folge

der spur meiner sehnsüchte

schaue

einen sonnenaufgang an

laufe

barfuss durch eine taufrische wiese

betrachte

den sternenhimmel

und finde

den raum der stille und freiheit

ich komme

endlich mit mir selbst in berührung

und fühle

die ruhe meines herzens

lass uns hochzeit feiern

geliebter

der davoneilende mond

hat das heute

wachgeküßt

führ mich hin zum altar

geliebter

über das blaue meer

die fischlein in der tiefe

werden uns

weiße lilien streuen

unsere seelen wandern

hand in hand

durch die waldkirche

venus und mars

sind unsere trauzeugen

duftende kamille

erfüllt die luft

vor dem alten weisen mann

beugen wir sanft

unser knie

und leisten den

ewigen schwur unserer liebe

wir feiern hochzeit

geliebter

zusammen sind wir stark

die welt ist unser

wir sind die welt

ein wort

auf der suche

nach dir

es durchstreift

die wogenden felder

es strömt hinweg

mit dem tosenden

fluss

es flattert im wind

wie ein wehrloser

schmetterling

es fliegt zu dir

auf den breiten schwingen

des adlers

bei dir angekommen

legt es sich als liebkosung

auf deine lippen

dort

ist es zuhause

bei dir

deine geträumten worte

sind geahnte liebkosungen

ich verspüre poesie

in meinem herzen

schreibe meine sehnsüchte

auf die segel der hoffnungen

und schicke das boot

hin zu dir

auf den flügeln des windes

du sendest worte

als liebkosung

auf meine gefurchte stirn

dein gehauchter atem

fächelt kühlung

für meinen dürstenden körper

deine liebe legt sich

wie tau

auf die narben meiner seele

ich pflücke dir

rosen im schnee

jage entlang der

wellentäler

hin über den gletscher

und wickle

deinen stern

vom horizont

ein in den

hauch der erinnerung

liebesworte will ich dir sagen

geliebter

untermalt von dem lockenden

jubilieren der himmelsvögel

liebeslieder will ich dir singen

geliebter

begleitet vom hellen gesang der

stummen fische

liebesglocken will ich dir leuten

geliebter

reflektiert von ungezählten glocken

der gesamten welt

liebesfunken will ich dir zünden

geliebter

verstärkt von den glitzernden sternen

am klaren himmel

liebesbilder will ich dir malen

geliebter

gestaltet aus den prächtigen farben

der natur

liebesfeuer will ich dir brennen

geliebter

befeuert von der unendlichen macht

der poesie

geliebter

ich will dich herausholen

aus der kälte der nacht

erlösen von deiner taubheit und blindheit

mit dem kuss meiner lippen

geliebter

hauche ich dir

meinen lebensatem ein

komm gib mir deine hand

lass uns zusammen

achterbahn fahren

hoch hinauf in den himmel

wir fahren hinauf

und sausen hinab

geniessen

den rausch der geschwindigkeit

ich spüre deine nähe

du hast deinen arm

um meine schultern gelegt

wir sind uns ganz nah

am höchsten punkt

erheben wir uns

gemeinsam in die luft

breiten unsere schwingen aus

wir fliegen arm in arm

zur sonne empor

landen weich

in einem wolkenflaum

abgetrennt von zeit und raum

lieben wir uns

engelgleich sanft und zart

gleiten wir zum höhepunkt unserer liebe

in meinem herzen

schlägt die russische seele

voll liebessehnsucht

balaleikamelodien

erfüllen mich mit wehmut

herzrevolte

im baumschatten

tanzt die feuerfrau

den jahreszeitenblues

wenn die nacht

den tag umarmt

die laute stille der zeit

atmet zärtlich

auf mondspuren und

sonnenpfaden

flüsternde wasserwesen

gleiten dahin