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Mit den spannenden Arztromanen um die "Kurfürstenklinik" präsentiert sich eine neue Serie der Extraklasse! Diese Romane sind erfrischend modern geschrieben, abwechslungsreich gehalten und dabei warmherzig und ergreifend erzählt. Die "Kurfürstenklinik" ist eine Arztromanserie, die das gewisse Etwas hat und medizinisch in jeder Hinsicht seriös recherchiert ist. Nina Kayser-Darius ist eine besonders erfolgreiche Schriftstellerin für das Genre Arztroman, das in der Klinik angesiedelt ist. 100 populäre Titel über die Kurfürstenklinik sprechen für sich. Viktor Renger schlug den Kragen seiner Jacke hoch. Es war frisch an diesem Morgen, die Ostsee vor Rügen war braungrau, kleine Schaumkronen tanzten auf den Wellen. Der Himmel war bleifarben, die Wolken hingen tief. Gestern noch hatte strahlend die Sonne geschienen, doch es sah nicht so aus, als werde sie sich auch heute wieder zeigen. »Dann eben nicht!« brummte er vor sich hin. Der Sand war feucht, er blickte sich um: Noch waren seine Fußspuren zu sehen, aber es würde nicht mehr lange dauern, bis sie verschwunden waren. Die Redensart ›auf Sand gebaut‹ fiel ihm ein: Nichts hielt sich lange hier am Strand, weder die Burgen, die die Kinder bauten, noch die Spuren der Spaziergänger. An diesem Morgen schien er ganz allein unterwegs zu sein, aber es war ja auch noch sehr früh. Wer hier Urlaub machte, schlief länger. Und wer hier lebte und arbeitete, hatte um diese Zeit anderes zu tun als spazieren zu gehen. Eine schmale Gestalt tauchte plötzlich in seinem Blickfeld auf. Er kniff die Augen zusammen. Wahrscheinlich führte jemand seinen Hund aus… Aber er konnte keinen Hund entdecken. Die Gestalt kam rasch näher, er erkannte jetzt, daß es eine Frau war. Langsam ging er weiter. Schon oft war er mit Menschen ins Gespräch gekommen, die er bei seinen morgendlichen Erkundungsgängen an den Stränden Rügens getroffen hatte. Einige Minuten Unterhaltung nur, das war ihm genug. Er war hier, um mit sich ins Reine zu kommen, und das ging am besten allein. Aber manchmal fühlte er sich einsam, und dann war ihm ein zufälliges Gespräch ohne weitere Verpflichtungen gerade recht.
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Seitenzahl: 113
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Viktor Renger schlug den Kragen seiner Jacke hoch. Es war frisch an diesem Morgen, die Ostsee vor Rügen war braungrau, kleine Schaumkronen tanzten auf den Wellen. Der Himmel war bleifarben, die Wolken hingen tief. Gestern noch hatte strahlend die Sonne geschienen, doch es sah nicht so aus, als werde sie sich auch heute wieder zeigen. »Dann eben nicht!« brummte er vor sich hin.
Der Sand war feucht, er blickte sich um: Noch waren seine Fußspuren zu sehen, aber es würde nicht mehr lange dauern, bis sie verschwunden waren. Die Redensart ›auf Sand gebaut‹ fiel ihm ein: Nichts hielt sich lange hier am Strand, weder die Burgen, die die Kinder bauten, noch die Spuren der Spaziergänger. An diesem Morgen schien er ganz allein unterwegs zu sein, aber es war ja auch noch sehr früh. Wer hier Urlaub machte, schlief länger. Und wer hier lebte und arbeitete, hatte um diese Zeit anderes zu tun als spazieren zu gehen.
Eine schmale Gestalt tauchte plötzlich in seinem Blickfeld auf. Er kniff die Augen zusammen. Wahrscheinlich führte jemand seinen Hund aus… Aber er konnte keinen Hund entdecken. Die Gestalt kam rasch näher, er erkannte jetzt, daß es eine Frau war. Langsam ging er weiter. Schon oft war er mit Menschen ins Gespräch gekommen, die er bei seinen morgendlichen Erkundungsgängen an den Stränden Rügens getroffen hatte. Einige Minuten Unterhaltung nur, das war ihm genug. Er war hier, um mit sich ins Reine zu kommen, und das ging am besten allein. Aber manchmal fühlte er sich einsam, und dann war ihm ein zufälliges Gespräch ohne weitere Verpflichtungen gerade recht.
Nun hatte die Frau ihn ebenfalls entdeckt, und unwillkürlich verlangsamte sie ihre Schritte. Ihre bis dahin entspannte Haltung veränderte sich, fast sah es so aus, als wittere sie Gefahr. Das war natürlich lächerlich – was konnte ihr hier schon passieren? Zwar war der Strand menschenleer, aber wenn sie laut schrie, gab es immer jemanden in der Nähe, der sie hören würde.
Da er gemächlich weiterging, entspannte sie sich wieder. Aber vielleicht war es auch nur seine Einbildung gewesen, daß sie Angst gehabt hatte? Wenn man viele Stunden des Tages mit sich allein war, als Gesellschaft nur die eigenen Gedanken hatte, konnte man schon einmal auf wunderliche Ideen kommen. Und vielleicht war sie ja ebenso allein hier wie er.
»Guten Morgen«, sagte er höflich und deutete ein Lächeln an, als sie fast auf gleicher Höhe waren. Er ging noch langsamer als zuvor, um ihr zu zeigen, daß er einem kurzen Gespräch nicht abgeneigt war.
»Guten Morgen«, erwiderte sie. Sie hatte eine wohlklingende Stimme, die ein wenig heiser klang. Im Gegensatz zu ihm ging sie so schnell weiter wie zuvor – offenbar wollte sie sich nicht unterhalten.
Viktor hatte bereits festgestellt, daß sie ungewöhnlich attraktiv war: Dunkelblonde Haare, große, ein wenig traurig blickende Augen, deren Farbe irgendwo zwischen Blau und Grün lag – und ein zauberhafter Mund mit einer Oberlippe, die ein wenig zu voll war. Fast sah es aus, als schmolle sie. Der Mund ließ sie sehr jung und verletzlich aussehen. Viktor wußte plötzlich, daß er sie auf keinen Fall einfach so vorübergehen lassen wollte.
»Ungemütlich heute, nicht wahr?« fragte er und blieb einfach stehen.
Sie war schon halb an ihm vorbei, blieb aber nun notgedrungen ebenfalls stehen – unhöflich wollte sie offenbar nicht erscheinen.
»Sehr!« bestätigte sie und sah aufs Wasser hinaus. »Aber mir macht das nichts aus. Ich finde es schön so.«
Er stellte sich neben sie. »Ich eigentlich auch«, sagte er nachdenklich. »Aber nicht immer. Ab und zu brauche ich die Sonne, dann sieht sofort alles heller und freundlicher aus, es hängt von meiner Stimmung ab. Im Augenblick geht es mir aber wie Ihnen: Das Wetter entspricht meiner Stimmung, und deshalb bin ich ganz zufrieden damit.«
Sie wandte den Kopf und betrachtete ihn aufmerksam. Ihr Blick machte ihn verlegen. Schließlich sagte sie. »Merkwürdig, aber was Sie eben gesagt haben, entspricht ziemlich genau meinen Gefühlen. Meine Stimmung ist so wie das Wetter – und deshalb stört es mich wohl auch nicht. Alle anderen jammern und sind unzufrieden, weil sie nicht am Strand liegen können. Ich bin mir schon ein wenig verschroben vorgekommen, weil ich in das allgemeine Gejammer nicht einstimmen konnte und wollte.«
»Wollen wir ein Stück zusammen gehen oder möchten Sie lieber allein sein?« fragte Viktor, und er war stolz darauf, daß seiner Stimme nicht anzuhören war, welche Antwort er sich wünschte.
»Eigentlich…«, begann sie, unterbrach sich jedoch sofort wieder.
Ruhig wartete er darauf, daß sie weitersprach. Sein Herz klopfte heftig, und seine beiden Hände in den Taschen seiner Jacke ballten sich unwillkürlich zu Fäusten. Sag ja, flehte er stumm, bitte, sag ja!
»Von mir aus«, antwortete sie schließlich. »Aber erwarten Sie keine angeregte Unterhaltung von mir. Danach ist mir nämlich nicht zumute. Und ich will auch nicht, daß wir Namen, Adressen und Telefonnummern tauschen. Ist das in Ordnung?«
Das war ziemlich ungewöhnlich, aber er willigte trotzdem ein. »Kein Problem«, versicherte er.
Sie nickte und ging weiter, er paßte sich ihrer Geschwindigkeit an. Es dauerte fast fünf Minuten, bis sie den Mund wieder öffnete, um etwas zu sagen. »Es ist angenehm, mit Ihnen hier zu laufen«, sagte sie. »Danke, daß Sie mich begleiten.«
»Ich finde es auch angenehm. Übrigens bin ich jeden Morgen um diese Zeit hier. Manchmal treffe ich Menschen, manchmal nicht. Wenn die Sonne scheint, ist natürlich mehr los am Strand.«
Sie nickte. »Ich weiß. In den letzten Tagen war ich allerdings ein wenig später unterwegs.« Sie sah ihn an und lächelte. »Wenn Sie wollen, gehen wir morgen wieder zusammen. Oder müssen Sie schon abreisen?«
»Nein, ich bleibe noch. Wie lange, das kann ich noch nicht sagen. Ich muß… ich muß in Ruhe über einiges nachdenken, und deshalb habe ich mir eine Auszeit verordnet.«
Sie blieb stehen und rief mit allen Anzeichen des Erstaunens: »Wie merkwürdig! Mir geht es genauso. Ich habe mich hierher zurückgezogen, damit ich mir über einiges klar werde – ich finde, das geht nirgends so gut wie am Meer. Ich habe überlegt, ob ich in den Süden fahren soll, aber jetzt bin ich froh, hier zu sein. Und ich werde so lange bleiben, bis ich genau weiß, was ich will.«
Er hütete sich davor, sie zu fragen, was für ein Problem es war, über das sie nachdenken mußte. Das wäre aufdringlich gewesen. Er selbst wollte ja auch nicht unbedingt über das reden, was ihn nach Rügen getrieben hatte. In seinem Inneren sah es viel zu chaotisch aus, als daß er darüber hätte sprechen können – er konnte ja kaum einen klaren Gedanken fassen. Aber irgendwann würde sich das ändern – ja, es hatte sich in den vergangenen Tagen bereits geändert.
Sie verfielen wieder in Schweigen, und Viktor dachte ein wenig undeutlich darüber nach, wie wenige Frauen er bisher kennengelernt hatte, mit denen man gut schweigen konnte. Er warf einen schnellen Blick zur Seite – und unvermutet trafen sich ihre Augen. Verlegen lächelte er.
Sie blieb ernst und wandte den Blick wieder nach vorn. Noch immer schweigend verließen sie den Strand, und sie verabschiedete sich freundlich, aber bestimmt von ihm.
Er faßte sich ein Herz und sagte. »Bis morgen.«
»Bis morgen«, erwiderte sie ruhig und lief mit langen Schritten weiter. Wenig später war sie verschwunden, und Viktor kehrte in sein Hotel zurück. Auf einmal war er sehr hungrig und freute sich aufs Frühstück.
*
»Typisch Camilla, immer mit den Kopf durch die Wand!« schimpfte Herbert Kramann erregt. Er saß mit seiner Frau Jeannette beim Frühstück, hatte aber noch nichts angerührt. »Hinterläßt uns drei Zeilen und verschwindet einfach. Das ist doch unerhört, wie stehen wir denn jetzt da? Ich begreife sie einfach nicht!«
»Sie will Jonas Richter nicht heiraten, Herbert«, sagte Jeannette mit ihrer sanftesten Stimme. Er hatte sie vor über fünfundzwanzig Jahren in Paris kennengelernt und sich sofort in sie verliebt. Bereits drei Monate später waren sie verheiratet gewesen – und sie waren noch immer glücklich miteinander.
»Was sagst du da? Sie ist mit ihm verlobt!«
»Ich weiß. Ich glaube trotzdem, daß sie ihn nicht heiraten will.«
»Aber vor einem halben Jahr wollte sie es noch!« rief er und rührte so heftig in seinem Kaffee, daß etwas davon auf die Untertasse schwappte. Grimmig betrachtete er die Bescherung. Vom Personal war niemand in der Nähe, Herbert Kramann wollte bei den Mahlzeiten mit seiner Frau allein sein, es störte ihn, wenn ständig jemand hinter ihm stand. Er suchte nach einer Papierserviette und wischte den braunen See damit auf.
»Sie ist erwachsen, Jeannette«, fuhr er dann fort, »sie kann doch nicht ständig ihre Meinung wechseln!«
»Ständig ist übertrieben«, erwiderte Jeannette. Sie hatte sich den charmanten Akzent der deutsch sprechenden Französin bewahrt, obwohl sie die Sprache ihrer Wahlheimat längst perfekt beherrschte. »Ich glaube, sie hat damals nur eingewilligt, weil sie wußte, daß du diese Verbindung gern sehen würdest. Aber dann ist ihr klar geworden, daß sie einen Fehler gemacht hat. Oder sie ahnt es zumindest.«
»Hast du mit ihr darüber gesprochen?« fragte Herbert mißtrauisch. »Gibt es etwas, was du weißt und ich nicht?«
Jeannette lächelte und tätschelte ihm die Hand. »Ich bin eine Frau, Herbert, und Frauen wissen instinktiv eine Menge Dinge, von denen Männer nichts ahnen, jedenfalls wenn es um ihre Töchter geht. Wahrscheinlich weiß Camilla selbst noch nicht genau, was sie will – aber ich bin wirklich ziemlich sicher, daß sie Jonas nicht heiraten möchte. Wenn sie wiederkommt, wird sie uns das sagen.«
»Aber einfach so zu verschwinden! Und noch nicht einmal zu sagen, wohin sie gefahren ist, das ist unerhört, Jeannette! Und unreif ist es auch.«
»Das finde ich nicht. Sie kommt hier nicht zur Ruhe. Wie soll sie in Berlin nachdenken, wo sie Jonas ständig sieht, wo jeder davon ausgeht, daß sie ihn bald heiratet? Sie hat hier doch gar keine Zeit zum Nachdenken!«
»Und ihr Beruf?« knurrte Herbert. »Sie soll die Firma eines Tages übernehmen, da läuft man nicht einfach weg.«
»Sie hat Urlaub genommen«, erinnerte ihn seine Frau. »Und der steht ihr zu. Sie hat sich außerdem die Zeit ausgesucht, in der sie am ehesten abkömmlich ist.«
Herbert Kramann hatte eine Modefirma aufgebaut, er war mit exklusivem Design groß herausgekommen. Seine Modelle waren hervorragend geschnitten und teuer, wer es sich leisten konnte, kaufte bei ihm. Zu seiner großen Freude hatte Camilla nicht nur seine Begabung, sondern auch seine Leidenschaft für Mode geerbt. So würde sich der Führungswechsel im Hause Kramann nach und nach vollziehen, ganz behutsam und ohne großen Bruch, und das Unternehmen würde in der Familie bleiben.
Er war noch immer nicht besänftigt. »Mag ja alles sein«, brummte er und griff endlich nach einem Brötchen, »aber es ist nicht in Ordnung, daß sie Urlaub nimmt, ohne das mit mir abzusprechen. Bisher war es so üblich, daß wir…«
Jeannette unterbrach ihn vorsichtig. »Herbert, sie wollte weg, ohne sich von uns hineinreden zu lassen! Es hätten mit Sicherheit wieder tausend Gründe dagegen gesprochen, daß sie gerade jetzt Urlaub nimmt. Sie hat Zeit für sich gebraucht und eine Entscheidung getroffen, die sie für vernünftig hielt!«
Er schnitt das Brötchen auf und ließ es dann sinken. »Und wie stellst du dir das mit Jonas Richter vor?« fragte er. »Mal angenommen, du hättest recht mit deiner Vermutung, dann ist das ein Skandal, Jeannette. ›Geplatzte Verlobung im Hause Kramann‹ – ich sehe die Schlagzeilen doch schon!«
»Wir haben es bisher ganz gut geschafft, unsere Familie aus den bunten Blättern herauszuhalten«, widersprach sie ihm ruhig, »es hat nur kleine Notizen über die Verlobung gegeben, dann wird es eben kleine Notizen über deren Lösung geben. Und fertig. Besser, sie trennen sich jetzt, als sich später scheiden zu lassen.« Nach einer kurzen Pause fügte sie hinzu: »Außerdem ist es immer noch möglich, daß ich mich irre.«
»Aber das glaubst du nicht«, stellte er fest.
»Nein«, gab sie zu, »das glaube ich nicht.«
Er trank einen Schluck Kaffee und klagte dann: »Nicht einmal das Frühstück schmeckt mir! Das schlägt mir alles auf den Magen, Jeannette. Solche Aufregungen vertrage ich nicht mehr. Ich habe eine große Modefirma zu leiten, ich muß mir Gedanken um die neue Kollektion machen, ich trage die Verantwortung für viele Arbeitsplätze – ich brauche Ruhe zum Arbeiten!«
»Die wirst du bald wieder haben«, versicherte sie. »Außerdem gehören Aufregungen zum Leben, das verläuft nun einmal nicht immer so, wie wir es gern hätten.«
Ihm fiel keine passende Erwiderung mehr ein, und so fing er endlich an zu frühstücken.
Sie atmete erleichtert auf. Es war leichter gegangen, als sie befürchtet hatte. Nun konnte sie nur noch hoffen, daß Camilla ihre Fehlentscheidung auch tatsächlich rückgängig machen würde. Jonas Richter war ein netter Mann, aber Camilla würde mit ihm nie glücklich werden können. Das war ihr selbst leider auch erst zu spät klar geworden, sonst hätte sie etwas unternommen, um die Verlobung zu verhindern.
Aber zuerst hatte ja wirklich alles so perfekt ausgesehen! Jonas stellte exklusive Stoffe her, seine Firma belieferte die Kramanns seit mehreren Jahren. Er war ein freundlicher, gutmütiger Mann, aber leider ein schrecklicher Langweiler. Er hatte nur seine Stoffe im Kopf, andere Gesprächsthemen gab es für ihn nicht.
Unwillkürlich seufzte Jeannette auf. Ihrer eigenwilligen Tochter war er auf keinen Fall gewachsen, die Ehe hätte von Anfang an keine Chance gehabt. Die Verlobung war ein Fehler gewesen, zustande gekommen auch deshalb, weil die geschäftliche Verbindung so überaus erfolgreich war.
Aber man sollte eben, dachte Jeannette, während sie ihrem Mann und sich neuen Kaffee einschenkte, Liebe und Geschäft auseinanderhalten. Camilla war eine Frau, die einen starken Mann brauchte, der sie auch einmal zum Lachen brachte. Vielleicht sogar einen Mann, der mit dem ganzen Modezirkus überhaupt nichts zu tun hatte.
