Krings · Fremdsprachenlernen mit System
Hans P. Krings, Professor für Angewandte Linguistik an der Universität Bremen, studierte Romanische Philologie, Sozialwissenschaften, Pädagogik und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum und legte das Erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Französisch und Italienisch ab. Er lehrte an den Universitäten Hildesheim, Bochum, Paris-Nanterre und Bremen, wo er zuletzt sieben Jahre lang Wissenschaftlicher Direktor des Fremdsprachenzentrums der Hochschulen im Land Bremen (FZHB) war. Er unterrichtete viele Jahre Französisch, Italienisch sowie Deutsch als Fremdsprache in verschiedenen Ländern und an verschiedenen Einrichtungen (Universitäten, Volkshochschulen, private Sprachschulen). Er hat zahlreiche Bücher und Fachartikel publiziert und ist auch Autor des Internetportals Der Bremer Schreibcoach (www.bremer-schreibcoach.uni-bremen.de).
HANS P. KRINGS
Fremdsprachenlernenmit System
Das große Handbuch der besten Strategienfür Anfänger, Fortgeschrittene und Profis
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INHALT
Vorwort
TEIL I: Good to know – Zur Einleitung und zur Einstimmung
1 Zur Einleitung – Was Sie von diesem Buch erwarten dürfen und wie Sie es benutzen können
2 Zur Einstimmung – Was Sie über Sprachen und Sprachenlernen wissen sollten
2|1 Fluch oder Segen? – Warum die Vielsprachigkeit der Menschheit beides ist
2|2 Wenig Vielfalt – Sprachen lernen in Deutschland
2|3 Unteres Mittelfeld – Sprachen können in Deutschland
2|4 I can English, and how! – Von den Gefahren der Selbstüberschätzung
2|5 Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt – Was macht eigentlich das Sprachenlernen so mühsam?
2|6 Mezzofanti & Co. – Können wir von Sprachgenies lernen?
2|7 Die Big Five – Was zum erfolgreichen Fremdsprachenlernen unabdingbar ist
2|8 Lernkatalysatoren – Was Fremdsprachenlernen effizient macht
2|9 Dabeisein ist nicht alles – Warum Sie die Möglichkeiten von Fremdsprachenunterricht kritisch einschätzen sollten
2|10 Die Basisstrategie: Werden Sie Ihr eigener Lernmanager
TEIL II: Lernziele klären und die richtigen Lernvoraussetzungen schaffen
3 Maßnahmen zum Maßnehmen – Wie Sie Ihren individuellen Sprachlernbedarf ermitteln und bedarfsgerechte Lernziele definieren
3|1 Denken Sie über Ihren Sprachlernbedarf nach
3|2 Machen Sie sich Ihre individuellen Lerngründe bewusst
3|3 Bestimmen Sie die Zielsprache und die benötigte Sprachvariante
3|4 Bestimmen Sie Ihren Sprachlernbedarf nach Grundkompetenzen und Anwendungssituationen
3|5 Bestimmen Sie Ihren fachsprachlichen Lernbedarf
3|6 Bestimmen Sie Ihr Zielniveau mithilfe des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR)
3|7 Bestimmen Sie Ihre Lernziele anhand von Prüfungen und Zertifikaten
4 Bestandsaufnahme – Wie Sie sich realistisch einstufen
4|1 Verlassen Sie sich nicht auf subjektive Einschätzungen
4|2 Stufen Sie sich mit den Deskriptoren des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) ein
4|3 Machen Sie einen Einstufungstest im Internet
4|4 Nehmen Sie an institutionellen Einstufungstests teil
4|5 Stufen Sie sich durch Teilnahme an einer Zertifikatsprüfung ein
5 Auf den richtigen Mix kommt es an – Wie Sie ein Erfolg versprechende Lernarrangement entwickeln
5|1 Erwägen Sie andere Unterrichtsformen als klassischen Großgruppenunterricht
5|2 Entwickeln Sie Ihre Fähigkeit zum Selbstlernen
5|3 Erwägen Sie Tutoring und Coaching
5|4 Erwägen Sie ein Präsenz-Sprachlerntandem
5|5 Erwägen Sie ein E-Mail- oder Videotelefonie-Sprachlerntandem
5|6 Bilanzieren Sie Ihre Lernvoraussetzungen und konzipieren Sie Ihr individuelles Lernarrangement
5|7 Ermitteln Sie die zur Verfügung stehenden Unterrichtsangebote
5|8 Prüfen Sie die zur Verfügung stehenden Unterrichtsangebote und wählen Sie das für Sie passende aus
5|9 Verschaffen Sie dem Fremdsprachenlernen einen Platz in Ihrem Leben
6 Treibstoff fürs Lernen – Wie Sie Motivation schaffen und erhalten
6|1 Betreiben Sie ein Motivationsressourcen-Management
6|2 Malen Sie sich das Ziel aus
6|3 Verschaffen Sie sich Erfolgserlebnisse in der Anwendung der Sprache
6|4 Visualisieren Sie Ihren Lernfortschritt
6|5 Führen Sie ein Lerntagebuch und nutzen Sie ein Sprachenportfolio
6|6 Verbinden Sie das Fremdsprachenlernen mit Hobbys und persönlichen Interessen
6|7 Unterrichten Sie die Fremdsprache
6|8 Stellen Sie die Ursachen einer Motivations-Erosion fest
TEIL III: Eine neue Sprache lernen – Strategien für Anfänger und Aufbauer
7 Fremdsprachenunterricht effizient nutzen
7|1 Prüfen und bewerten Sie die Unterrichtsbedingungen
7|2 Bewerten Sie Ihren Lehrer mithilfe einer Checkliste
7|3 Ziehen Sie aus Mängeln und Problemen die richtigen Konsequenzen
7|4 Beeinflussen Sie das Lernklima positiv
7|5 Seien Sie im Unterricht mental aktiv und nutzen Sie auch die impliziten Lernangebote
7|6 Entwickeln Sie ein konstruktives Verhältnis zum Lehrer und nutzen Sie seine Kompetenz
7|7 Verbinden Sie Unterricht mit begleitendem Selbstlernen
8 Selbstlernmaterialien richtig auswählen und einsetzen
8|1 Nehmen Sie die Auswahl von geeignetem Lernmaterial von Anfang an aktiv in die Hand
8|2 Machen Sie sich die Vor- und Nachteile elektronischer Lernmaterialien bewusst
8|3 Suchen und finden Sie geeignetes Lernmaterial
8|4 Nutzen Sie kostenloses Lernmaterial im Internet
8|5 Prüfen Sie Lernmaterial auf seine Eignung
8|6 Arbeiten Sie mit mehreren Lehrwerken
9 Ins Lesen einsteigen
9|1 Fangen Sie so früh wie möglich mit dem Lesen an
9|2 Lesen Sie didaktische oder didaktisierte Texte
9|3 Bevorzugen Sie Lehrwerke mit leicht zugänglichen Vokabelangaben
9|4 Lesen Sie Easy Readers
9|5 Lesen Sie Sprachlernzeitschriften
9|6 Lesen Sie Texte mit Übersetzung
9|7 Lesen Sie Comics und Cartoons
9|8 Klären Sie schon beim Lesen die richtige Aussprache
9|9 Bevorzugen Sie Lehrwerke mit Ausspracheinformationen
9|10 Klären Sie die Aussprache mithilfe von Wörterbüchern
9|11 Machen Sie sich mit den Symbolen der Internationalen Lautschrift IPA vertraut
9|12 Prägen Sie sich die Aussprache schon beim Lesen ein
9|13 Machen Sie sich mit fremden Schriftsystemen vertraut
9|14 Machen Sie sich Verständnisprobleme in Texten bewusst
9|15 Pflegen Sie die Kunst des intelligenten Ratens
9|16 Raten Sie auf der Grundlage Ihrer Muttersprache
9|17 Nutzen Sie schon vorhandene Kenntnisse in anderen Fremdsprachen
9|18 Aktivieren Sie Ihren potenziellen Wortschatz ohne Vokabellernen
9|19 Leiten Sie die Bedeutung von Wörtern aus Wortbildungsbestandteilen ab
9|20 Achten Sie bei zusammengesetzten Wörtern auf die Determinationsrichtung
9|21 Benutzen Sie zweisprachige Wörterbücher zur Erschließung fremdsprachiger Texte
9|22 Nutzen Sie die Vorteile elektronischer Wörterbücher
9|23 Nutzen Sie kostenlose Nachschlagewerke im Internet
9|24 Nutzen Sie Scan-and-translate-Stifte
9|25 Übersetzen Sie aus der Fremdsprache in die Muttersprache zur Bewusstmachung von schwierigen Inhalten
10 Ins Hören einsteigen
10|1 Fangen Sie so früh wie möglich mit dem Hörverstehen an
10|2 Achten Sie bei der Auswahl von Lehrmaterial auf Umfang und Art der Hörverstehensmaterialien
10|3 Nutzen Sie lehrwerkunabhängige Hörverstehens-Materialien für Anfänger
10|4 Nutzen Sie reine Hörkurse
10|5 Arbeiten Sie mit Hörverstehensmaterialien aus dem Internet
10|6 Üben Sie das Hörverstehen nur individuell und nach Ihren Bedürfnissen
10|7 Schöpfen Sie die Möglichkeiten des reinen Hörverstehens ohne Verständnishilfen aus
10|8 Sichern Sie das Hörverstehen durch mehrkanalige Verarbeitung
10|9 Lassen Sie sich entspannt berieseln
11 Ins Sprechen einsteigen
11|1 Bringen Sie Ihre Lernziele für das Sprechen in eine sinnvolle Reihenfolge
11|2 Machen Sie sich die Bedeutung der Aussprache klar
11|3 Klären Sie die Lautzusammensetzung von Wörtern
11|4 Machen Sie sich das Lautinventar Ihrer Fremdsprache bewusst und setzen Sie es zu Ihrer Muttersprache in Beziehung
11|5 Achten Sie besonders auf bedeutungsunterscheidende Lautpaare
11|6 Achten Sie auf die richtige Betonung
11|7 Trainieren Sie Ihre Sprechartikulatorik unabhängig von Texten
11|8 Klopfen Sie die Betonung schwieriger Wörter mit
11|9 Trainieren Sie Ihre Sprechartikulatorik im Textzusammenhang
11|10 Sorgen Sie vor dem freien Sprechen für ausreichenden Input
11|11 Bauen Sie Sprechhemmungen ab
11|12 Entwickeln Sie Strategien für die Bewältigung von Verstehens- und Ausdrucksproblemen
11|13 Bauen Sie einen Fundus an Routineformulierungen auf
11|14 Entwickeln Sie eigene Gesprächsbausteine
11|15 Üben Sie Manöverkritik
12 Ins Schreiben einsteigen
12|1 Bringen Sie Ihre Lernziele für das Schreiben in eine sinnvolle Reihenfolge
12|2 Fokussieren Sie gezielt Rechtschreibschwierigkeiten
12|3 Nutzen Sie Hörtexte für Diktate
12|4 Sammeln Sie erste eigene Schreiberfahrungen
13 Wortschatz aufbauen
13|1 Verabschieden Sie sich von traditionellen Vorstellungen vom Vokabellernen
13|2 Klären Sie Ihren Wortschatzbedarf qualitativ
13|3 Klären Sie Ihren Wortschatzbedarf quantitativ und ermitteln Sie Ihren Wunschwortschatz
13|4 Vertrauen Sie dem Prozess des impliziten Wortschatzerwerbs
13|5 Nutzen Sie Wortschatzlisten in Lehrwerken
13|6 Nutzen Sie Vokabelboxen
13|7 Nutzen Sie thematische Wortschatzzusammenstellungen
13|8 Nutzen Sie Audio-Vokabeltrainer
13|9 Nutzen Sie elektronische Wortschatztrainer
13|10 Nutzen Sie Lernmaterialien zum Wortschatz in Übungsform
13|11 Achten Sie auf die richtige Wortschatzauswahl
13|12 Kontextualisieren und personalisieren Sie Ihren Wortschatz
13|13 Achten Sie auf das richtige Chunking
13|14 Achten Sie auf die richtige Wiederholungstechnik
13|15 Setzen Sie zusätzliche Erinnerungshilfen sparsam ein
13|16 Benutzen Sie Lernwörterbücher
14 Grammatik lernen
14|1 erabschieden Sie sich von traditionellen Vorstellungen von Grammatiklernen
14|2 Vertrauen Sie dem Prozess des impliziten Grammatiklernens
14|3 Setzen Sie Grammatikwissen zunächst nur als reines Verstehensinstrument ein
14|4 Analysieren Sie fremdsprachige Sätze, die Sie nicht verstehen
14|5 Analysieren Sie fremdsprachige Sätze, die Sie verstehen
14|6 Setzen Sie die richtigen grammatischen Nachschlagewerke ein
14|7 Prüfen Sie Grammatikübungen kritisch auf ihr Lernpotential
15 Richtig üben
15|1 Machen Sie sich die Möglichkeiten und Grenzen des Übens bewusst
15|2 Nutzen Sie alle verfügbaren Quellen für Übungen
15|3 Wählen Sie Übungen nach Qualitätskriterien aus
15|4 Schöpfen Sie das Lernpotential einer Übung voll aus
TEIL IV: Vorhandene Sprachkenntnisse systematisch ausbauen – Strategien für Fortgeschrittene
16 Lesen so weit das Auge reicht – Die Lesekompetenz ausbauen
16|1 Stimmen Sie Ihre Lernstrategien auf Ihre Lesekompetenzziele ab
16|2 Richten Sie Ihren Text-Input an Ihrem Anwendungsbedarf aus
16|3 Setzen Sie Strategien zur Vorentlastung des Verstehens ein
16|4 Beschaffen Sie sich fremdsprachige Bücher und Zeitschriften
16|5 Nutzen Sie das Internet als kostenlosen Zugang zu fremdsprachigen Texten
16|6 Perfektionieren Sie Ihre Basis-Texterschließungsstrategien
16|7 Erweitern Sie Ihre Kenntnis von Wörterbuchtypen
16|8 Benutzen Sie auch enzyklopädische Nachschlagewerke und Internetquellen
16|9 Setzen Sie fortgeschrittene Texterschließungsstrategien ein
17 Gehört, verstanden, gelernt – Die Hörverstehenskompetenz ausbauen
17|1 Stimmen Sie Ihre Lernstrategien auf Ihre Hörkompetenzziele ab
17|2 Machen Sie sich technisch fit für professionelles Hörverstehenstraining
17|3 Nutzen Sie didaktische Hörverstehensmaterialien für Fortgeschrittene
17|4 Nutzen Sie Audiobücher
17|5 Nutzen Sie fremdsprachige Filme auf DVD oder Blu-ray
17|6 Nutzen Sie Videoportale im Internet
17|7 Nutzen Sie fremdsprachiges Internet-Radio
17|8 Nutzen Sie fremdsprachige Podcasts
17|9 Nutzen Sie fremdsprachiges Fernsehen
17|10 Nutzen Sie Gelegenheiten zum Hörverstehen ›vor Ort‹
17|11 Nutzen Sie Songtexte zum Hörverstehen
17|12 Reduzieren Sie den Schwierigkeitsgrad von Hörtexten durch die richtige Textauswahl
17|13 Reduzieren Sie den Schwierigkeitsgrad von Hörtexten durch Vorentlastung
17|14 Entwickeln Sie Ihre Hörverstehenskompetenz mit Textkontrolle
17|15 Entwickeln Sie Ihre Hörverstehenskompetenz ohne Textkontrolle
17|16 Nutzen Sie Ihren Tandempartner für Ihr Hörverstehen
17|17 Arbeiten Sie systematisch mit fremdsprachigen Filmen mit und ohne Untertitelung sowie mit Audiodeskription
18 The missing link – Aus Input Output machen
18|1 Bringen Sie die Input-Output-Spirale in Gang
18|2 Wenden Sie die Spot-the-gap-Strategie an
18|3 Wenden Sie die Spot-the-difference-Strategie an
18|4 Memorieren Sie den Wortlaut von Texten
18|5 Wenden Sie die Customize-Strategie an
18|6 Nutzen Sie Redemittelsammlungen
19 Die Königsdisziplin – Gesprächskompetenz erweitern
19|1 Machen Sie sich klar, was das Sprechen schwierig macht
19|2 Überprüfen Sie die Ergebnisse der Strategien für Anfänger
19|3 Praktizieren Sie »schriftliches Probesprechen«
19|4 Testen Sie systematisch Ihr fremdsprachiges Ausdruckspotential und ermitteln Sie Lücken
19|5 Machen Sie sich mit dem Aufbau Ihres zweisprachigen Wörterbuchs vertraut 480
19|6 Suchen und finden Sie im zweisprachigen Wörterbuch das richtige Äquivalent
19|7 Überprüfen Sie die Äquivalentangaben aus dem zweisprachigen im einsprachigen Wörterbuch
19|8 Reagieren Sie auf echte Lücken im Wörterbuch mit der richtigen Strategie
19|9 Verschaffen Sie sich Feedback von Ihrem Lehrer
19|10 Verschaffen Sie sich Feedback von Ihrem Tandempartner
19|11 Trainieren Sie Ihre Sprechartikulatorik anhand vorgegebener und eigener Texte
19|12 Führen Sie Selbstgespräche in der Fremdsprache
19|13 Schließen Sie sich einer fremdsprachigen Theatergruppe an
19|14 Nutzen Sie auch im Inland jede Gelegenheit, die Fremdsprache anzuwenden 506
19|15 Planen Sie einen längeren Auslandsaufenthalt
19|16 Bereiten Sie den Auslandsaufenthalt richtig vor
19|17 Nutzen Sie den Auslandsaufenthalt optimal für Ihren Spracherwerb
19|18 Bereiten Sie fremdsprachige Gespräche vor
19|19 Zeichnen Sie Ihre Gespräche in der Fremdsprache auf und bearbeiten Sie sie systematisch nach
20 Die Spezialdisziplin – Schreibkompetenz erweitern
20|1 Machen Sie sich klar, was Schreiben schwierig macht
20|2 Überprüfen Sie die Ergebnisse der Strategien aus dem Anfängerteil
20|3 Lernen Sie den Schreibprozess in Phasen zu zerlegen
20|4 Sorgen Sie für texttypspezifischen fremdsprachigen Input
20|5 Nutzen Sie Formulierungshilfen
20|6 Führen Sie eine gründliche Planungsphase durch
20|7 Führen Sie eine gründliche Materialsammlung in der Fremdsprache durch
20|8 Erstellen Sie zunächst nur eine Rohformulierung
20|9 Nutzen Sie fremdsprachliche Synonymwörterbücher und Thesauri
20|10 Nutzen Sie Kollokationswörterbücher
20|11 Revidieren Sie in mehreren Textdurchgängen und fokussieren Sie dabei jeweils einen Aspekt
20|12 Machen Sie sich Ihre fremdsprachlichen Realisierungsprobleme bewusst
20|13 Überprüfen Sie die Rechtschreibung Ihres Textes
20|14 Überprüfen Sie die Wortwahl Ihres Textes
20|15 Überprüfen Sie die Grammatik Ihres Textes
20|16 Nutzen Sie das Internet als Corpus
20|17 Sorgen Sie für viel Schreibpraxis
20|18 Sorgen Sie für ausreichendes Feedback auf Ihre Textentwürfe
Schlusswort
Anhang
Lösungen zu den Übungen
Testauswertung Wunschwortschatz (zu Abschnitt 13|3)
Anmerkungen
Danksagung
VORWORT
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn Sie dieses Buch in der Hand halten, dann gehören Sie wahrscheinlich zu der großen Zahl von Menschen, die beabsichtigen, eine neue Fremdsprache zu lernen oder vorhandene Fremdsprachenkenntnisse aufzufrischen und zu erweitern. Oder Sie haben bereits damit begonnen.
Dafür kann es viele Gründe geben: Sie machen gern Urlaub im Ausland. Sie möchten Menschen aus anderen Ländern kennenlernen oder bereits bestehende Kontakte vertiefen. Sie wollen Ihre beruflichen Einstellungs- oder Aufstiegschancen verbessern. Sie möchten ein Praktikum, ein Studiensemester oder gar ein ganzes Studium im Ausland absolvieren. Sie möchten ein Fremdsprachenstudium aufnehmen oder einen Sprachenberuf ergreifen. Sie müssen Fremdsprachenkenntnisse in einer Prüfung nachweisen. Sie arbeiten im Export, im Flugverkehr, in der Tourismusbranche, in einer internationalen Organisation oder in einem international tätigen Unternehmen. Sie haben viele Kontakte mit Kunden, Geschäfts-, Projekt- oder Kooperationspartnern, Kollegen und Kolleginnen, die kein Deutsch sprechen. Sie sind oft auf internationalen Messen und Ausstellungen im Einsatz. Sie müssen viele fremdsprachige Fachtexte lesen oder selbst welche schreiben. Sie haben mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen aus Migrations- oder Flüchtlingsfamilien zu tun. Sie haben einen Partner mit einer anderen Muttersprache, wollen mit seiner Familie kommunizieren und gemeinsame Kinder zweisprachig erziehen. Sie wollen mit Menschen im Ausland in einer Fremdsprache mailen, simsen, chatten, skypen. Sie wollen mit dem Sprachtraining Ihre grauen Zellen fit halten, und dies bis ins hohe Alter. Vielleicht haben Sie einfach nur Spaß an neuen Herausforderungen und interessieren sich auch ohne äußeren Anlass für fremde Sprachen und Kulturen.
Doch was immer Sie motiviert, sich mit Fremdsprachen zu beschäftigen, Sie sind in guter Gesellschaft. Allein in Deutschland machen sich jedes Jahr Millionen Menschen auf, um Fremdsprachen zu lernen. Sie wenden oft viel Zeit und Energie auf. Die meisten träumen insgeheim von einem großen Ziel: sich in der Fremdsprache mühelos verständigen zu können. Doch nur wenige kommen an diesem Traumziel tatsächlich an. Viele bleiben unterwegs irgendwo stecken. Warum eigentlich? Liegt es nur an ihrem mangelnden Durchhaltevermögen?
Ein Grund ist zweifellos, dass Sprachen ziemlich komplexe Lerngegenstände sind. Um eine Sprache perfekt zu beherrschen, muss man nicht nur nach hunderten von Regeln tausende Wörter grammatisch zu richtigen Äußerungen kombinieren können, sondern auch noch für eine potenziell unendliche Menge von Situationen wissen, welche dieser Kombinationen jeweils die angemessene ist. Die Mühelos- und Turbotempo-Versprechungen mancher Lehrwerke, Sprachschulen, Kursanbieter oder Internetseiten sind schon deshalb unrealistisch, wenn nicht gar unseriös. Lernabbrüche wegen nicht erfüllter Erwartungen sind eine typische Folge falscher Versprechungen.
Doch es gibt noch einen weiteren Grund, warum so viele Fremdsprachenlerner hinter ihren zweifellos vorhandenen Möglichkeiten zurückbleiben: Sie haben nicht die richtigen Strategien. Eine falsche Strategie ist besonders häufig zu beobachten: die Verantwortung für den Lernerfolg an einen Lehrer oder eine Lehrerin abzugeben. Das ist bequem, aber ineffizient. Lernprozesse kann man nicht delegieren. Lernen kann immer nur in unserem eigenen Kopf stattfinden. Nach individuellen Bedürfnissen und nach eigenen Regeln. Dieses Buch plädiert dafür, das Steuer des Lernens selbst in die Hand zu nehmen. Es lädt Sie ein, den intelligenten, selbstbestimmten Lerner in Ihnen zu entdecken. Den Lerner, für den Kursunterricht immer nur eine Option unter anderen ist. Den Lerner, der das Wissen und die pädagogische Kompetenz von Lehrern nutzt, dabei aber immer sein eigener Lernmanager bleibt.
Zu diesem Ziel stellt Ihnen das Buch einen umfassenden Werkzeugkasten erprobter, fundierter Strategien zur Verfügung. Und dies für alle Teilkompetenzen (Lesen, Hören, Sprechen, Schreiben) und für alle Lernniveaus (Anfänger, Fortgeschrittene, Profis). Für alle Lernertypen und für alle Lernmotivationen (Studium, Beruf, Reise, Kontakte). Für alle, die Prüfungen ablegen oder Zertifikate erwerben möchten. Für das Lernen im Inland und im Ausland. Für das Lernen in Kursen, Gruppen, Tandems und für das reine Selbststudium.
Das umfassende Ziel erklärt auch den Umfang des Buchs, der Sie auf den ersten Blick vielleicht ein wenig abschreckt. Aber natürlich müssen Sie dieses Buch nicht erst als Ganzes lesen, bevor Sie die darin enthaltenen Ratschläge anwenden können. Es ist so geschrieben, dass es sich auch zum Lesen in Etappen, zum Nachschlagen und zum Quereinsteigen eignet. Sprechende Überschriften machen es Ihnen leicht, schnell die Ratschläge zu finden, die Sie gerade für Ihr aktuelles Lernen brauchen. Ich empfehle ausdrücklich eine Nach-und-nach-Lektüre, kombiniert mit dem Ausprobieren der vorgestellten Strategien. Doch wie auch immer Sie die Lektüre anlegen, sie ist eine Investition in den Erfolg Ihres Fremdsprachenlernens, für jetzt und für die Zukunft.
Das Buch ist das Ergebnis meines eigenen langjährigen Lernens, Lehrens und Forschens rund um das Thema Fremdsprachen. Auch meine Tätigkeit als Direktor des Fremdsprachenzentrums der Hochschulen im Land Bremen (FZHB) hat ihre Spuren hinterlassen. Es war mir ein Anliegen, die gesammelten Erfahrungen weiterzugeben an alle, die die Leidenschaft für Fremdsprachen mit mir teilen.
Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, viel Freude bei der Lektüre, viele nützliche Einsichten und umfassenden Erfolg beim Anwenden der Strategien, die Ihnen dieses Buch in großer Zahl präsentiert.
Ihr Hans P. Krings
TEIL I