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Die neue Praxis Dr. Norden - So war es nicht geplant, doch Dr. Danny Norden betrachtet es als Chance. Äußere Umstände zwingen ihn zu einem Neustart. Und diesen nimmt Danny tatkräftig in Angriff, auch, wenn er mit Abschied, Trennung, Wehmut verbunden ist. Dr. Danny Norden praktiziert jetzt in seiner neuen, modernen, bestens ausgestatteten Praxis. Mit Kompetenz, Feingefühl und Empathie geht er auf seine Patienten zu und schafft ein Klima, das die Genesung fördert: eben Dr. Danny Norden, wie er leibt und lebt, und er wird immer besser! »Hier könnte ich tagelang bleiben und mich in meiner Fantasie verlieren«, erklärte Sophia, als das Licht ausging und die Projektion des Sternenhimmels in der gewölbten Kuppel des Planetariums auch all die anderen Besucher in hörbares Erstaunen versetzte, die an diesem Abend zu einem Vortrag über Titan, einen der Saturnmonde, gekommen waren. »Es ist unglaublich aufregend, sich vorzustellen, dass all diese Sterne, die wir hier als Projektion sehen, in Wirklichkeit existieren. Ich würde zu gern einmal ins All fliegen. Aber vermutlich wird mir dieser Wunsch niemals erfüllt werden«, seufzte Lydia, die in dem Sessel neben Sophia saß. »In Zukunft soll es möglich sein, dass jeder, der möchte und gesundheitlich dazu in der Lage ist, einen Flug ins All buchen kann«, sagte Thomas, Lydias Freund, der in dem anderen Sessel neben ihr saß. »Diese Flüge gibt es doch bereits. Neulich hat ein Milliardär drei Frauen und einem Mann diesen Wunsch erfüllt. Er hat einen dreitägigen Flug um die Erde für die vier gesponsert.« »Würde ich über genügend Geldmittel verfügen, dann würde ich mich darum bemühen, dir ein Ticket für einen Weltraumausflug zu besorgen«, versicherte ihr Thomas und streichelte ihr liebevoll über das Haar. »Wenn du über genügend Geldmittel verfügen würdest, dann würdest du mich natürlich begleiten. Oder etwa nicht?« »Natürlich würde ich dich begleiten«, antwortete Thomas lächelnd. »In einigen Jahren werden diese Raumflüge erschwinglicher werden«, sagte Markus, der sich in dem Sessel neben Sophia zurückgelehnt hatte. »Du meinst, man muss dann nicht mehr Milliardär sein, sondern nur noch zigfacher Millionär?«
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Seitenzahl: 119
Veröffentlichungsjahr: 2022
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»Hier könnte ich tagelang bleiben und mich in meiner Fantasie verlieren«, erklärte Sophia, als das Licht ausging und die Projektion des Sternenhimmels in der gewölbten Kuppel des Planetariums auch all die anderen Besucher in hörbares Erstaunen versetzte, die an diesem Abend zu einem Vortrag über Titan, einen der Saturnmonde, gekommen waren.
»Es ist unglaublich aufregend, sich vorzustellen, dass all diese Sterne, die wir hier als Projektion sehen, in Wirklichkeit existieren. Ich würde zu gern einmal ins All fliegen. Aber vermutlich wird mir dieser Wunsch niemals erfüllt werden«, seufzte Lydia, die in dem Sessel neben Sophia saß.
»In Zukunft soll es möglich sein, dass jeder, der möchte und gesundheitlich dazu in der Lage ist, einen Flug ins All buchen kann«, sagte Thomas, Lydias Freund, der in dem anderen Sessel neben ihr saß.
»Diese Flüge gibt es doch bereits. Neulich hat ein Milliardär drei Frauen und einem Mann diesen Wunsch erfüllt. Er hat einen dreitägigen Flug um die Erde für die vier gesponsert.«
»Würde ich über genügend Geldmittel verfügen, dann würde ich mich darum bemühen, dir ein Ticket für einen Weltraumausflug zu besorgen«, versicherte ihr Thomas und streichelte ihr liebevoll über das Haar.
»Wenn du über genügend Geldmittel verfügen würdest, dann würdest du mich natürlich begleiten. Oder etwa nicht?«
»Natürlich würde ich dich begleiten«, antwortete Thomas lächelnd.
»In einigen Jahren werden diese Raumflüge erschwinglicher werden«, sagte Markus, der sich in dem Sessel neben Sophia zurückgelehnt hatte.
»Du meinst, man muss dann nicht mehr Milliardär sein, sondern nur noch zigfacher Millionär?«, fragte Lydia.
»In näherer Zukunft wird es wohl noch darauf hinauslaufen. Aber irgendwann könnte es schon einen organisierten Weltraumtourismus geben.«
»Irgendwann heißt, so in 50 bis 60 Jahren vielleicht.«
»Könnte sein.«
»Das bedeutet, wenn ich mir diesen Ausflug vielleicht leisten kann, bin ich zu alt, um ihn noch antreten zu können.«
»Möglicherweise macht auch die Medizin Fortschritte und wir sind dann noch gar nicht richtig alt, sondern noch mopsfidel«, mischte sich Sophia in die Unterhaltung zwischen Markus und Lydia ein.
»Mopsfidel, das habe ich ja noch nie gehört«, kicherte Lydia.
»Ist wohl ein älterer Ausdruck, aber du weißt ja, der Adel und seine Traditionen«, entgegnete Sophia schmunzelnd.
»Leute, es geht los«, machte Thomas die anderen auf den jungen Mann aufmerksam, der in diesem Moment die runde Bühne in der Mitte der Kuppel betrat.
»Guten Abend, meine Damen und Herren«, sagte er und stellte sich als Roger Leining vor, der Physiker, der an diesem Abend den Vortrag über den Saturnmond Titan halten würde.
»Ich glaube, es ist sein erster Vortrag hier im Planetarium«, raunte Lydia Sophia zu.
»Dann drücken wir ihm mal fest die Daumen, dass er sein Publikum gut unterhält«, antwortete Sophia. Roger gehörte zu den Patienten der Praxis Norden. Sie hatten sich beide schon hin und wieder mit ihm unterhalten. Er war ein sympathischer junger Mann, der vor Kurzem einer jungen Frau beigestanden hatte, die an heftigen Schluckbeschwerden litt, die niemand für ernst genommen hatte. Erst als Roger sie in die Praxis Norden brachte und Daniel um Hilfe bat, wurde die Ursache, eine verschluckte und inzwischen eingewachsene Fischgräte, gefunden.
Die Besucher lehnten sich nun alle in ihren bequemen Sesseln zurück, schauten an die Decke der Kuppel, ließen sich zuerst die Sternenbilder erklären, die von der Erde aus mit bloßem Auge zu sehen waren und blickten dann auf den Titan, der als vergrößerte Projektion zwischen den Sternbildern erschien.
»Da unter der eisigen Oberfläche des Mondes ein Ozean vermutet wird und die Möglichkeit primitiven Lebens besteht, gilt Titan in unserem Sonnensystem als einer der erdähnlichsten Himmelskörper«, ließ Roger sein Publikum wissen und sprach dann ausführlich über die Daten, die von der Wissenschaft bisher über Titan gesammelt wurden.
Als das Licht nach einer Stunde wieder anging, brauchte das Publikum erst einen Moment, um nach dem Blick ins Universum wieder in die Wirklichkeit zurückzufinden. Auch Lydia blieb noch einen Moment zurückgelehnt in ihrem Sessel sitzen und schaute sich in dem Raum um.
»Sieh mal, da drüben, das ist doch Herr Marik«, raunte Lydia Sophia zu.
»Stimmt, das ist Herr Marik«, stimmte Sophia ihr zu, als auch sie den älteren Mann erkannte, der zu den Patienten der Praxis Norden gehörte.
»Und die Frau drei Sessel von ihm entfernt, ist Frau Lichter.«
»Da haben also zwei unserer Patienten, genau wie wir, Interesse an den Sternen.«
»Das auch, aber das meine ich nicht. Sieh mal genau hin«, forderte Lydia ihre Freundin und Kollegin auf.
»Verstehe«, flüsterte Sophia, als ihr klar wurde, was Lydia ihr sagen wollte.
Otto Marik und Erna Lichter schienen sich ganz offensichtlich füreinander zu interessieren. Otto schaute immer wieder zu Erna hinüber, die so tat, als würde sie es nicht bemerken. Sie wartete einen Moment und schaute dann zu Otto, der seinerseits so tat, als bekäme er es nicht mit.
»Soweit ich weiß, sind die beiden doch alleinstehend«, stellte Lydia fest.
»Frau Lichter hat mir erst neulich erzählt, als sie zum EKG da war, dass sie zwar ganz gut allein zurechtkommt, es aber auch schön fände, wenn da jemand wäre, mit dem sie ihr Leben teilen könnte.«
»Wie es aussieht, ist da jemand, der sie gern näher kennenlernen würde. Vielleicht sollten wir ein bisschen nachhelfen.«
»Ich weiß nicht, ob das eine wirklich gute Idee ist. Und überhaupt, wie sollten wir das anstellen?«, wollte Sophia von Lydia wissen.
»Ich weiß es noch nicht, aber wir könnten darüber nachdenken.«
»Oder ihr lasst sie einfach selbst entscheiden, was sie tun wollen«, sagte Markus, der gehört hatte, worüber die beiden sich unterhielten.
»Guter Einwand«, stimmte Thomas ihm zu.
»Frau Lichter ist 68 und Herr Marik 73, wer weiß, wie viel Zeit ihnen noch bleibt«, entgegnete Lydia.
»Sie wirken beide noch recht agil«, stellte Thomas fest, als Frau Lichter und Herr Marik sich mit den anderen Besuchern in ihrer Reihe erhoben und Roger Leining folgten, der den Interessierten einen Blick durch das Teleskop auf dem Dach angeboten hatte.
Erna Lichter, die noch immer als Bildhauerin arbeitete, war eine schlanke Frau mit hellem kurzem Haar. Sie trug einen weinroten Hosenanzug und bewegte sich mit einer eleganten Leichtigkeit. Otto, der als Restaurator für Deckengemälde an vielen Orten auf der Welt gewesen war, hatte noch immer eine sportliche Figur, weißes lockiges Haar und trug eine Brille mit einem dunklen Rahmen.
»Sie würden doch gut zusammenpassen oder etwa nicht?«, wandte sich Lydia ihren Freunden zu.
»Wir könnten dafür sorgen, dass sie demnächst in der Praxis aufeinandertreffen«, schlug Sophia vor.
»Das ist eine sehr gute Idee«, stimmte Lydia ihr zu.
»Da das nun geklärt ist, wie wäre es, wenn wir uns auch den Saturn ansehen würden?«, fragte Markus.
»Das machen wir auf jeden Fall«, sagte Sophia, und Lydia und Thomas stimmten ihr zu.
Da nicht alle Besucher dem jungen Physiker auf das Dach folgten, um sich den Saturn anzusehen, herrschte dort kein großes Gedränge. Lydia und Sophia beobachteten Erna und Otto, die ein Stück weiter vorn bei den Wartenden standen, nicht nebeneinander, aber nah genug, um sich immer wieder heimlich anzuschauen.
»Es ist aufregend, sich gerade neu zu verlieben«, flüsterte Lydia.
»Ja, es ist, als würden die Gefühle Achterbahn fahren«, stimmte Sophia ihr zu.
»Das bedeutet aber nicht, dass ihr euch wieder neu verlieben wollt oder etwa doch?«, fragte Markus.
»Ich bin bereits verliebt, mein Schatz«, antwortete Sophia lächelnd, stellte sich auf die Zehenspitzen, strich zärtlich durch Markus dunkle Locken und küsste ihn.
»Und du, was ist mit dir?«, wollte Thomas von Lydia wissen und legte seinen Arm um ihre Taille.
»Ich habe den Mann an meiner Seite, den ich haben möchte und den ich liebe«, sagte sie und sah den attraktiven jungen Mann mit den blonden Haaren und den dunklen Augen voller Zuneigung an.
»Danke, das wollte ich hören«, sagte Thomas und zog Lydia liebevoll an sich.
»Wir wurden entdeckt«, raunte Sophia Lydia zu und schubste sie sanft in die Seite, als Frau Lichter, die gerade durch das Teleskop geschaut hatte, an der Reihe der Wartenden vorbeiging und ihnen freundlich winkte.
»Noch weiß sie ja nichts von unserer geheimen Mission«, entgegnete Lydia leise und winkte genau wie Sophia mit einem freundlichen Lächeln zurück.
Ein paar Minuten später hatte auch Herr Marik durch das Teleskop geschaut und winkte ihnen zu, als er auf dem Weg zur Treppe an ihnen vorbeikam.
»Ihr wollt also wirklich Partnervermittlung spielen?«, fragte Thomas, nachdem Otto außer Hörweite war.
»Ich denke schon«, entgegnete Lydia.
»Einen Versuch ist es wert«, schloss sich Sophia ihr an.
»Die beiden, um die es geht, erscheinen mir noch topfit. Sie könnten euren Plan durchschauen.«
»Dann müssen wir eben einen klugen Plan entwickeln«, sagte Lydia.
»Sollte sich jemand trotzdem gestalkt oder sonst wie belästigt fühlen, dann stehe ich euch selbstverständlich als Anwalt zur Verfügung«, versicherte Markus Sophia und Lydia.
»Danke, mein Schatz, ich weiß doch, dass wir auf dich zählen dürfen«, entgegnete Sophia lachend.
»Immer wieder gern«, antwortete Markus schmunzelnd.
Wenig später standen die vier dann auch vor dem Teleskop. Nachdem sie ein paar Worte mit Roger gewechselt hatten, schaute zuerst Lydia hinein.
»Wow, eine Kugel inmitten von glitzernden Ringen, und das ist kein Bild, sondern echt«, stellte Lydia voller Staunen fest, während sie durch das Teleskop schaute.
»Ich sagte doch, der Besuch hier wird sich lohnen«, entgegnete Sophia, die Lydia und Thomas vorgeschlagen hatte, Markus und sie an diesem Abend zu begleiten.
»Du hattest Recht, es war eine richtig gute Idee«, stimmte Lydia ihr zu und gab den Platz am Teleskop für Sophia frei. »Eine richtig gute Idee, die uns auf eine weitere Idee gebracht hat«, stellte sie fest.
»Du sprichst von der Partnervermittlung, nehme ich an«, sagte Thomas.
»Ja, schon«, antwortete Lydia lächelnd und lehnte ihren Kopf an seine Schulter.
*
»Guten Morgen, hattet ihr einen schönen Abend?«, fragte Daniel, als er am nächsten Tag Lydia und Sophia bei einer Tasse Kaffee in der Küche der Praxis antraf. Noch hatte die Sprechstunde nicht begonnen, und sie hatten ein paar Minuten Zeit für sich.
»Wir haben den Saturn durch das Teleskop betrachtet. Es war nur ein winziger Ausschnitt des Universums, aber dieser Anblick hat mich wieder daran erinnert, wie großartig und voller Wunder diese Welt ist. Möchtest du auch einen Kaffee?«, fragte Lydia, nachdem sie Daniel von ihrem Erlebnis vorgeschwärmt hatte.
»Nein, vielen Dank, ich habe gerade erst Kaffee getrunken. Valentina hat uns heute mal wieder mit einem großartigen Frühstück verwöhnt. Rührei mit Kräutern, Baguette, Salat und Obst«, sagte Daniel.
»Ich finde es schön, dass du immer mit deiner Familie gemeinsam frühstückst. Falls es irgendwie möglich ist, werde ich es genauso halten, wenn ich einmal eine Familie habe«, erklärte Sophia.
»In Adelskreisen ist es doch ohnehin üblich, dass sich die ganze Familie am Frühstückstisch trifft, umsorgt von der stets bereiten Dienerschaft«, spielte Lydia schmunzelnd auf Sophias adlige Herkunft an.
»Markus und ich leben nicht nach diesen alten Traditionen. Ich halte nichts von diesem Standesdünkel, zumal ich inzwischen längst weiß, dass unser Blut nicht blau, sondern ebenso rot wie das aller Menschen ist«, sagte Sophia lächelnd.
»Welch eine wunderbare Erkenntnis, sonst wäre es wohl nicht möglich, dass wir beide beste Freundinnen wären«, entgegnete Lydia und nahm Sophia kurz in den Arm. »Wir haben gestern auch zwei unserer Patienten im Planetarium gesehen«, wandte sie sich Daniel zu, der eine kleine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank holte, die er mit in sein Sprechzimmer nehmen wollte.
»Ich gehe davon aus, dass einige unserer Patienten sich für das Universum und seine Geheimnisse interessieren.«
»Ja, stimmt, aber wir haben zwei Menschen gesehen, die sich offensichtlich sympathisch sind, das aber noch voreinander verbergen«, sagte Lydia und erzählte Daniel, was sie für Erna und Otto planten.
»Solltet ihr es nicht besser den beiden überlassen, ob sie sich näher kennenlernen wollen?«
»Ich sehe schon, du bist ebenso skeptisch wie Markus und Thomas. Aber manchmal verpassen Menschen ihre Chance, weil sie sich nicht trauen.«
»Frau Lichter und Herr Marik sind sicher alt genug, um zu wissen, was sie wollen.«
»Ja, schon, aber ein kleiner Schubs kann sicher nichts schaden.«
»Dem stimme ich zu«, sagte Sophia, als Daniel sie anschaute. »Zumal wir uns dabei gar nicht groß anstrengen müssen. Frau Lichter kommt doch wegen ihres Rheumaleidens regelmäßig zum Blutabnehmen zu uns, und Herr Marik ist zurzeit wegen seiner Arthrose bei dir in Behandlung. Die Akupunktur scheint übrigens gut anzuschlagen. Mir ist gestern nicht aufgefallen, dass er Schmerzen beim Laufen hat.«
»Er meinte neulich schon, dass ihm die Behandlung guttut«, sagte Daniel.
»Unsere Patienten sind äußerst zufrieden mit deiner Entscheidung, ihnen diese Art der Behandlung anzubieten«, sagte Sophia.
»Traditionelle Heilmittel sollten die moderne Medizin ergänzen, deshalb habe ich an diesen Fortbildungsseminaren teilgenommen und werde es auch weiterhin tun.«
»Deine Patienten werden es dir danken.«
»Wichtig ist doch nur, dass ich Ihnen helfen kann. Ich gehe dann mal in mein Sprechzimmer, ich habe noch einige Anrufe zu erledigen. Viel Glück für eure Partnervermittlung«, sagte Daniel lächelnd und verließ die Küche. Da er wusste, dass die beiden höflich und diskret vorgehen würden, sollten sie ihren Plan in die Tat umsetzen, wollte er sich nicht weiter in ihr Vorhaben einmischen.
»Ich werde nachher mal nachsehen, wann Frau Lichter das nächste Mal zum Blutabnehmen kommt und Herr Marik zur Akupunktur«, sagte Lydia, als auch sie und Sophia gleich darauf die Küche verließen.
»Weil du daran denkst, einen der beiden Termine zu verlegen, damit sie zur selben Zeit in der Praxis sind?«, fragte Sophia.
»Es wäre eine Gelegenheit für sie, sich zu sehen.«
»Stimmt, wir sollten es versuchen«, sagte Sophia und ging zur Praxistür, um sie aufzuschließen.
Da die ersten Patienten des Vormittages bereits vor der Tür warteten, herrschte gleich reger Betrieb vor dem Empfangstresen. Sophia und Lydia hatten erst einmal keine Zeit, sich um eine mögliche Terminverlegung im Sinne ihrer Partnervermittlung zu kümmern.
»Wir werden uns in der Mittagspause der Angelegenheit annehmen«, raunte Sophia Lydia zu, die die eintreffenden Patienten in die Patientenliste für diesen Vormittag eintrug.
»So machen wir es«, stimmte Lydia ihr zu.
*
»Olivia hat gerade angerufen. Sie lässt fragen, ob ihr zum Mittagessen zu uns kommen wollt. Valentina hat ihren berühmten Tomaten-Auberginenauflauf vorbereitet und euch wohl gleich miteingeplant«, sagte Daniel, als er nach der Vormittagssprechstunde zu Sophia und Lydia an den Tresen kam.
»Ich habe in der Mittagspause nichts vor, ich würde gern zu euch kommen«, entgegnete Sophia.
