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dieses leben ist ein gebet ich halte es in den wind
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Seitenzahl: 26
Veröffentlichungsjahr: 2017
„sprich nur ein wort, so wird meine seele gesund“
(Matthäus 8:8)
einklang
ein gebet
innenklang
wenn du betest
gelichtet
von angesicht zu angesicht
eine kapelle bauen
ein wehen
am abgrund
sich dem staub zuneigen
reinheit im herzen
wach sein
demutigkeit
demut
nicht mehr zu retten
die ganze litanei
dämonen
ehrfurcht
frieden
zwei arten des schweigens
was zum hören gehört
in der wüste
die wahrheit der wüste
trockenzeit
wüstenwind
außer rand und band
aus tiefster not
im neben
an der quelle
achtsam
der weg zur quelle
den tag meistern
was ist gott?
alles ist gott
helles blau
gott ist kristallisationen
hingabe an gott
gott –
bilder
dem bleibenden
das gebet des tages
so oder so
hinhalten
was ist körper?
lebendig
der vorüber geht
schutzmantel
klungen
mit dir tanzen meine füße
hinaufgegangen
der garten
nachtwache
keine zwischenwelt
tief in der nacht
längst bevor
ohne dich
umgang mit dämonen
warum ist das lamm ein hirte
jeden tag
rede mit mir!
nach der auferstehung
ich höre die bitten noch heute
auf-recht-stehen
unkariert
inmitten von lärm
ein lebensgesetz
da sein
kleines licht
tiefer als zuvor
singen
dank tausend mal
meer der seele
sonne atmen
es klopft
ausklang
ich bin ein gebet
in gedenken an
jörg böhme
dieses leben
ist ein gebet
ich halte es
in den wind
es atmet ein, es atmet aus
lacht, weint
scheint mit der sonne
und regnet
ich halte es
in den wind
dieses gebet
das ich bin.
wenn du schreist
sprengst du die schlösser aller sinnestore
wenn du weinst und seufzt und bittest
benetzt du die wüste mit regen
wenn du dankst
streust du samen auf das herzfeld
wenn du tanzt und lachst und springst
wirfst du sonnenstrahlen auf alle gewächse
wenn du still lauschst
öfnest du die fenster zum himmel
und den fels für die quelle
wenn du die stirn neigst
wenn du betest
verändert sich die welt.
der himmel
ist mein meister
er lehrt mich
das wesentliche:
weite und klarheit
am tag
und das licht der sterne
in der nacht
er leuchtet mir
er klärt mich
er hellt mich blau
bis das denken schweigt
in der stille der dunkelheit
höre ich ihn –
ich lichte mich
ich weite mich
und erblaue.
von angesicht zu angesicht
von himmel zu mensch
nur stille und lauterkeit
von auge zu auge
der wind auf dem berg
von helle und zärtlichkeit
von herz zu herz
ein blauer blumengarten
wurzelt sich tief hinein
von flug zu flug
ein alabasterner albatros
schwebt durch felsengestein
von geist zu geist
kein einziger engel
kein wort, kein gedicht
