Beschreibung

Von einer Sekunde auf die andere steht seine Welt kopf! Der Selfmade-Millionär Trent Remmington erfährt, dass der Mann, der ihn großgezogen hat, nicht sein Vater ist. Damit allerdings nicht genug: Er hat plötzlich Halbgeschwister und einen Großvater, der sich sehnlichst wünscht, seine Enkel kennenzulernen. Um herauszufinden, was an der ganzen Verwandtschaftssache dran ist, fliegt Trent nach Montana. Aber hier erwartet ihn gleich die nächste Überraschung: die sexy Rothaarige, die ihn nach einer heißen Nacht sitzen ließ. Welche Rolle spielt sie in diesem ganzen Familienchaos? Trent ist fest entschlossen, alle Geheimnisse zu lüften - und Gina erneut in sein Bett zu locken …

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 306

oder

Lisa Jackson

Geheimnisvolle Herzen

Aus dem Amerikanischen von Irene Fried

MIRA® TASCHENBUCH

MIRA® TASCHENBÜCHER

erscheinen in der HarperCollins Germany GmbH,

Valentinskamp 24, 20354 Hamburg

Geschäftsführer: Thomas Beckmann

Copyright © 2016 by MIRA Taschenbuch

in der HarperCollins Germany GmbH

Titel der nordamerikanischen Originalausgaben:

Lone Stallion’s Lady

Copyright © 2000 by Harlequin Books S.A.

Harlequin Enterprises Ltd., Toronto

Published by arrangement with

Harlequin Enterprises II B.V./S.àr.l

Konzeption/Reihengestaltung: fredebold&partner gmbh, Köln

Umschlaggestaltung: pecher und soiron, Köln

Titelabbildung: Harlequin Enterprises S.A., Schweiz;

Redaktion: Mareike Müller

ISBN 978-3-95576-605-4

www.mira-taschenbuch.de

Werden Sie Fan von MIRA Taschenbuch auf Facebook!

eBook-Herstellung:

readbox publishing, Dortmund

www.readbox.net

Alle handelnden Personen in dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

PROLOG

Kincaid-Ranch

Whitehorn, Montana

„Laura, ich habe wirklich schlechte Nachrichten“, meinte Garrett Kincaid, während er sich eine Tasse Kaffee eingoss. Anschließend stellte er die Emaille-Kanne wieder zurück in die Glut des Lagerfeuers, die noch schwelte. Dunkle Kohlestückchen glühten rot, und Tausende Sterne glitzerten am Nachthimmel über dem Gebirgskamm der Crazy Mountains. Irgendwo in der Nähe heulte ein Kojote.

Laura antwortete ihm nicht. Wie denn auch? Sie war vor Jahren verstorben. Doch nachdem er sie knapp ein halbes Jahrhundert lang geliebt und mit ihr zusammengelebt hatte, musste er einfach manchmal mit seiner Frau sprechen. Ein Teil von ihr war noch immer in seiner Nähe, daran glaubte er fest – wenn auch nur in seinem Herzen.

Als er nahe am Feuer kniete und an dem heißen, bitter schmeckenden Getränk nippte, versuchte er, die Einsamkeit zu verdrängen, die ihn nie ganz losließ. Nachdenklich betrachtete er Ricco, seinen Paint-Horse-Hengst, der im Schein der Flammen graste.

„Laura, auch wenn Larry unser Erstgeborener war: Wir wissen beide, wie viele Fehler er hatte.“ Gequält schloss Garrett die Augen. „Larry glaubte nie, dass Regeln auch für ihn galten. Mit seiner Trinkerei, Spielerei, Raucherei und seinen Frauengeschichten hat er sich selbst viel zu früh ins Grab gebracht.“ Garrett fühlte den Kloß im Hals und fragte sich nicht zum ersten Mal, ob er bei seinem einzigen Jungen versagt hatte. Ob er zu geradlinig, zu unbeugsam für seinen eigensinnigen Sohn gewesen war. Doch für Reue war es nun zu spät. „Liebling, da er nun ebenfalls von uns gegangen ist, möchte ich nicht schlecht über ihn reden. Verflucht, ich habe ihn fast so sehr geliebt wie du. Ich hoffe nur, dass er das gewusst hat.“

Stirnrunzelnd streckte Garrett ein Bein im hohen Gras aus. Das Rauschen des Baches konnte er nun, da es durch das Frühjahrshochwasser angestiegen war, deutlich hören. „Ich habe die Sachen unseres Sohnes durchgeschaut und eine Schatulle gefunden, in der er private Dokumente und dergleichen aufbewahrte. Anscheinend hat sich unser Sohn in seinen Teenagerjahren seine Hörner nicht ganz abgestoßen. Und als wäre das nicht genug, hat er auch noch eine ganze Schar Jungen gezeugt. Sechs an der Zahl. Vielleicht auch sieben, doch da bin ich mir nicht so ganz sicher. Ich habe einen Detektiv mit der Suche beauftragt.“

Er hielt inne und beobachtete, wie der Mond am Himmel strahlte. Das hier war wahrlich das Gelobte Land.

„Die Detektivin heißt Gina Henderson. Sie ist ein süßes Ding und dazu noch brillant. Ohne viel Aufhebens hat sie sechs unserer unehelichen Enkel aufgespürt, Laura. Ein höllisch gutes Mädchen ist sie. Du hättest sie gemocht.“ Bei dem Gedanken an die kurvige Rothaarige musste Garrett lächeln. „Sie wird nächste Woche hierherkommen und versuchen, Larrys Jüngsten aufzuspüren, falls es ihn wirklich gibt. Bis dahin muss ich aber alle unsere Enkel anrufen und ihnen von ihrem Vater erzählen. Denn sie haben keinen Schimmer, dass in ihren Adern Kincaid-Blut fließt.“ Er seufzte. Durch die Berge wehte ein laues Lüftchen, das durch die Zweige der Drehkiefer am Rande der Wiese strich.

„Laura, was für ein Durcheinander! Ich wünschte, du wärst hier, um mir zu helfen. Ich werde bei Larrys Söhnen alles wiedergutmachen und in Ordnung bringen. Es bricht mir beinahe das Herz, wenn ich daran denke, dass unser Junge so … na ja, so verdammt verantwortungslos gewesen ist. Andererseits haben wir es schon immer gewusst, nicht wahr? Larry war von Anfang an ein ungestümer Bursche.“

Garrett stellte sich das hübsche Gesicht seiner Frau vor. Wahrscheinlich ist es besser, dass sie nichts von Larrys Unbesonnenheit geahnt hat, dass sie nicht hatte darunter leiden müssen, dass so viele Kinder von ihrem Vater im Stich gelassen worden sind, dachte er. Garrett rieb sich den Nacken und spürte mit einem Mal die Last seiner 72 Jahre. Er leerte die Tasse mit einem Schluck und kippte den Bodensatz ins Feuer. Die Kohlen zischten und rauchten.

„Als Ersten werde ich Trent Remmington anrufen. Er ist zwar nicht der Älteste, aber er scheint mir derjenige zu sein, der eine anständige Vaterfigur am nötigsten gehabt hätte. Ich fürchte, er könnte Larry sehr ähnlich sein. Trent ist ein Rebell, hat es im Ölgeschäft weit gebracht. Heute steht er ganz gut da. Damals hat er kaum die Highschool geschafft und oft genug die Nerven seiner Mutter strapaziert. Sein Zwillingsbruder und er sind in dem Glauben aufgewachsen, der Ehemann ihrer Mom wäre auch ihr Vater. Um ihre Erziehung haben sich Nannys gekümmert.“ Garrett schnaubte bei dem Gedanken und goss die Kaffeekanne über dem Gras aus. „Blake hat sich angepasst. Trent hingegen war ein richtiger Satansbraten. Ein echter Eigenbrötler. Ist er immer noch, schätze ich.“ Sobald er sich streckte, knackten Garretts Knie, und er merkte den Anflug von Arthritis in seiner Hüfte. Er kickte Staub in das Lagerfeuer und packte die Reste eines Sandwichs und die Kanne in seine Satteltasche. Wie stellte man es an, einem Mann zu sagen, dass alles, was er ein Leben lang für wahr gehalten hatte, eine Lüge gewesen war?

Man tat es einfach. Garrett sammelte die restlichen Sachen zusammen und verstaute sie ebenfalls in der Satteltasche. Das Feuer erlosch, und er schaute den Berg hinab zum Herzen der Ranch, wo ein halbes Dutzend Lichter aus Schlafbaracke und Ställen zu ihm heraufleuchteten. Die silberfarbene Beleuchtung der drei Sicherheitslampen spiegelte sich auf den Schuppendächern und auf der Vorderseite des Haupthauses, das leer stand. Schon seit Jahren.

Na ja, das würde sich nun ändern.

Gott, wie sehr er Laura vermisste. Sie hatte fest zu ihm gehalten, in den guten wie in den schlechten Tagen ihrer Ehe. Niemals hatte er sie überleben wollen, doch man konnte sich weder aussuchen, wie man in diese Welt kam, noch wie man sie verließ.

Er entschied sich, Trent noch in derselben Nacht in Houston anzurufen, und ignorierte den Schmerz in der Hüfte. Dann lief er hinüber zu Rocco und tätschelte den weißen Fleck auf dem Hals des Hengstes. „Lass uns gehen“, sagte er, schlang die Satteltasche über das Sattelhorn, griff nach den Zügeln und schwang sich nach oben.

Noch einmal hörte er das einsame Heulen des Kojoten und blickte zum Himmel. Eine Sternschnuppe schoss am Himmel entlang. Garrett lächelte, denn er deutete es gerne als ein Zeichen seiner Frau.

„Danke fürs Zuhören, Liebling“, flüsterte er in den Wind. Er zog an den Zügeln, und der große Hengst und er machten sich auf den Weg nach unten.

1. KAPITEL

„Jetzt mal langsam, ja?“ Trent Remmington schrie fast schon in das Handy, das er sich fest ans Ohr hielt, um den Mann am anderen Ende der Leitung zu verstehen. Regen trommelte gegen die Windschutzscheibe, und das Krachen des Donners war lauter als das Getöse des Verkehrs in diesem Teil Houstons. „Wer sind Sie? Und was wollen Sie?“ Ihm war, als hätte der Alte gesagt, er wäre sein Großvater. Doch das war völlig unmöglich.

Trent steuerte seinen BMW durch die Straßen, die langsam von dem plötzlichen Regenguss überflutet wurden. Wasser spritzte unter seinen Reifen hervor, die Scheibenwischer klatschten hin und her, und ein altes Garth-Brooks-Lied tönte aus den Boxen. Scheinwerfer blendeten ihn, während er schnell in die Straße einbog, in der er in einem Apartment-Hochhaus wohnte, das ihm auch gehörte.

„… Kincaid … mein Sohn … dein Vater … tot … gerade seine Papiere gefunden …“

Er konnte kaum hören, was der Mann sagte. „Einen Moment“, presste er hervor und schaltete das Radio aus, gerade als er den Wohnungskomplex erblickte. Er drückte auf den Garagentoröffner, lenkte den Wagen in die Tiefgarage und stellte sich auf seinen Parkplatz. Die Leitung brach zusammen.

„Toll! Einfach toll!“ Er stopfte das Handy in die Tasche seiner Wildlederjacke und stieg aus. Schultern und Kragen seiner Jacke waren nass: das Ergebnis des wilden Sprints von einem Anwaltsbüro zu seinem Auto. Hier in der Garage mit den zischenden Rohren und dem Zementboden war es heiß und drückend.

Während er zum Aufzug ging, seinen Schlüssel benutzte und in das oberste Stockwerk fuhr, wo er seine Suite – der Ort, den er sein Zuhause nannte – betrat, lauschte er, ob das verdammte Telefon noch einmal klingeln würde. Die Jalousien waren hochgezogen. Hinter seinen Ledercouches und den Tischen aus Rosenholz, Glas und Messing hatte man einen herrlichen Ausblick über die Stadt. Die Fenster waren beschlagen, die Klimaanlage lief auf Hochtouren. Doch durch die zum Teil klaren Fensterscheiben konnte er Blitze sehen, die vom Himmel mit einer Helligkeit zu Boden zuckten, die anscheinend mit dem Lichterglanz Houstons wetteiferte.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!