Geschichten aus meinem Leben - Karl Heinz Struve - E-Book

Geschichten aus meinem Leben E-Book

Karl Heinz Struve

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Beschreibung

Dieses Buch wurde aus handschriftlichen Aufzeichnungen von Karl Heinz Struve erstellt. Der Text ist nicht in chronologischer Reihenfolge verfasst und er enthält auch Lücken. Als Erinnerung an Karl Heinz wurde dieses Buch in erster Linie für seine Angehörigen erstellt.

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Seitenzahl: 72

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Erster Anfang

Aus meiner Kindheit! (Erinnerungen) Am 31. Januar 1925 haben meine Eltern geheiratet.

Am 29. März wurde ich in Luhnstedt geboren und in der Kirche zu Jevenstedt auf den Namen Karl Heinz getauft. Meine Eltern übernahmen den Betrieb meines Großvaters Eggert Rohwer. Meine Erinnerungen: Am Ende der Küche wo nun das Bad ist befand sich mein Kinderzimmer mit der Tür zur großen Küche. Als meine Eltern irgendwo zu besuchen waren zog ein starkes Gewitter auf. Ich, drei Jahre alt hatte große Angst und so schlief das junge Mädchen de Köksch bei mir und meine Mutter hat sie denn wohl ausgeschimpft dass sie bei einem Jungen geschlafen habe. Zum Klo musste ich zur Küche zum Flur hinaus und hinterm Schweinestall zum „Tante Meyer“ über der Jauchegrube, dort waren schön geschnittene Zeitungsstücke und dienten als Klopapier. Als mein Bruder Johannes im Juli geboren wurde musste ich bald mein Zimmer räumen und von der großen Diele die Treppe hoch in der Bodenstube schlafen wo auch auf dem Boden all das Futter Korn lagerte. Meine Mutter erzählte, ich bin einmal die Treppe runter gefallen und habe mir das Schlüsselbein gebrochen.

Silvester ging meine Mutter mit mir zu Nachbarn und ich konnte ein Gedicht über den Weihnachtsmann aufsagen und bekam dann Schokolade und Kekse.

Mit vier Jahren lernte ich schon Radfahren. Aufsteigen und den Hof bis zur großen Scheune hinunter da beim Absteigen kippte ich immer um da bin ich einfach in die Hecke rein gefahren. So stand das Fahrrad fest und ich konnte absteigen denn unten an der Straße zur Meierei war gegenüber von Schneider Holm ein offener Bach da hatte ich immer große Angst. Käthe Holm schaute immer zu und meinte ich solle bald mal schwimmen lernen. Von der anderen Hausseite ging es durch viele Obstbäume zur oberen Straßenseite.

Dort war der Gasthof, dort wurde gefeiert und getanzt und am anderen Morgen konnten wir sehen wie man in der Nacht auf unserem Rasen gekämpft hatte, die Kommunisten und die von der SA. Dort lagen auch mal Messer und Dolche. Nach den Osterferien der Schüler wurde auch ich 1931 eingeschult. einige meiner Mitschüler kannte ich schon vor der Schulzeit von Geburtstagsfeiern. Da war Guschi Hohn der Schneiderjunge, Hans Jürgen Strafen der Kaufmannsjunge und später mein allerbester Freund und Markus Reuten auch ein Bauernjunge und Max Sievers der Gärtnerjunge und Katariene Beimers unsere Eltern kamen immer zusammen und Katriene Jahn die hatten einen großen Bauernhof und auch Anneliese Tronsfeld vom Bauernhof wo unsere Koppel oben am Bahnhof war wo auch Annie Kiekse auf dem Bauernhof wohnte und dann war da noch Hannes Kühl der war später der Klügste in unserer Klasse im ersten Schuljahr. Bei Bauer Jahn kamen meine Eltern auch oft zu Besuch und ich habe viel mit Katriene Jahn gespielt, sie war ein großes und kräftiges Mädchen. Unser Lehrer hieß Lehrer Zenk er wohnte oben am Bahnhof sein Sohn war 1 Jahr jünger wie ich und wir spielten sehr oft zusammen. Er schickte uns auch am Monatsende immer zum einkaufen und Kaufmann Strafen und der sollte immer anschreiben und der fragte dann „kommt dein Vater denn auch bald selber da steht noch mehr angeschrieben“ einmal kam ich etwas zu spät in die Schule ich hatte noch für die Kaninchen des anderen Kaufmanns Futter gepflückt und meine Hände waren ganz schmutzig, die sollte ich erstmal waschen dort draußen im Schulhof war die Wasserleitung mit Kaltwasser davon ging der Löwenzahnschmutz nicht weg da musste ich bis zur Pause in der Klasse in der Ecke stehen. Im zweiten Schuljahr gingen wir immer bei der Meierei dort wo die Bauern ihre Kartoffeln dämpfen ließen als Schweinefutter aber junge die haben geschmeckt. Im zweiten Schuljahr hatten wir auch Tanzschule in der Gastwirtschaft. Und denn war in Luhnstedt auch in jedem Jahr Ringreiten und der Umzug der Reiter endete immer bei Sönsfeld auf der großen Wiese dort wurde dann groß gefeiert und wir Kinder saßen oben auf der Joll tranken Sprudel und schauten von oben schön zu, die Sönfeldkinder, waren 3 Mädel und alle waren sie gleich hübsch. In Luhnstedt war ja der Bahnhof und dann mal nach Rendsburg mitfahren zu dürfen war für uns Kinder ein großes Ereignis, so eine große Stadt.

Neben Kühen, Schweinen und Pferden sowie Hühnern und Gänsen hatte Vater auch eine Fohlenstute und in Sellhorn war die Hengststation dort durften wir immer mit und haben dort gerne gespielt.

Einmal kamen meine Eltern erst abends spät von dort zurück, ich war bei Hans Jürgen Stafen zur Geburtstagsfeier wir haben dort in der Loo immer von den braunen Pferden Zucker genascht. Die Feier war vorbei und weil bei uns keiner war bin ich abends Richtung Sollhorn barfuß los gelaufen da kamen meine Eltern und mein kleiner Bruder schon mit Licht am Wagen endlich und Mutter meinte „Wenn wir dich hier nicht gesehen hätten, da hätte ich denn wohl auch barfuß wieder nach Hause laufen müssen“.

Röhrmoos bei Niesgrau! Um Ostern rum kauft mein Großvater aus Kalleby für meine Eltern eine kleine Katenstelle mit 6 ha Land und ein Sägewerk in Röhrmoos. Es war eine Person als Sägemeister eingestellt doch die Arbeiten waren alle nur für Gut Rundhof so verkaufte mein Vater selbiges, die große Blocksäge und die großen Hallen dorthin und lebte von der Katenstelle. Der Kuhstall war mit im Wohnblock und Schweine und Pferdestall in der sehr großen Scheune. Die Kühe gaben so viel Milch und man lebte vom Milchgeld das immer in der Monatshälfte ausgezahlt wurde und so lange wurde beim Kaufmann, beim Bäcker und Schlachter angeschrieben. Auch Sauen hatte mein Vater und Ferkel wurden verkauft und Mutter verkaufte viel Eier an den Kaufmann. Der Händler war meist Hanne Jakobsen aus Vogelsang. Auch Pferde wurden öfter gehandelt und auch Fohlen gezüchtet. Mein Bruder Johannes und ich hatten gerade die Mumps, ganz dicke Gesichter und schauten aus dem Fenster wenn die Kinder aus Stausmark an unserem Haus vorbei nach Kappelheck über den Fußweg zur Schule gingen. Diese erzählten dann wir waren ganz dicke Kinder, weil sie nur unsere Gesichter sahen. Nach den Osterferien musste ich dann auch nach Koppelheck in die Schule, dort waren wir Gastschüler, denn unsere Felder gehörten zur Gemeinde Birzhaft und so war Bojum die Schule wohin wir nach dem vierten Schuljahr mussten. Denn Bojum wollte gerne die Gastschüler um 3 klassig zu bleiben.

Bruder Johannes war erst 4 Jahre und als er für die Grundschule nach K0ppelheck eingeschult wurde musste ich dann nach Bojum, das waren 4 Kilometer und nach Koppelheck nur 1 Kilometer Fußweg. Die 4 Asmüssenkinder und Edith Hummerich mussten auch nach Bojum und so hatten wir alle Fahrräder und fuhren oft bei Vaskossmühle über die Bahngleiße der Kleinbahn weil es 1 Kilometer Abkürzung war. Noch war Bojum 3 klassig aber später auch nur 2 klassig. Lehrer Mangelsen war der Lehrer und die großen Klassen hatten Lehrer Werner und als der nach Laböe versetzt wurde war er denn Lehrer Mangelsen und der 2 Klassenlehrer Hausschild. Als wir mit der 1. Klasse Lehrer Werner in Laböe besuchten war es sein Sohn Erich Werner, er war 1 Jahr jünger, der meinte von all den Bäumen mit Sauerkirschen könnten wir ruhig essen, seine Mutter brauche sie nicht, doch wollte sie selbige einmachen und nun waren sie weg. Mit unseren Dampfer fuhren wir dann weiter nach Kiel rein und kamen uns alle Boote der Marine entgegen so wurden die ersten unserer Mitschüler schnell „Seekrank“ und später waren wir es denn alle und haben nur noch gebrochen. Später haben wir dann gegenüber der Schule auf dem Feld Hanf geerntet und mit dem Lohn dafür eine Klassenfahrt nach Schönhagen gemacht das war ganz was besonderes.

Auf dem Feld bei der Hanfernte war ich ganz in meinem Element und habe immer gepfiffen. Lehrer Mangelsen meinte wenn meine schöne Pfeife mal junge bekäme, ob er denn davon eine abbekäme.

Einmal haben wir auch beim Schuldiener aus seinem Garten die Zwetschgen vom Zweig geklaut. Der hing so über, ich habe ihn