Gestopft - Andreas Henschel - E-Book

Gestopft E-Book

Andreas Henschel

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Beschreibung

Am Heiligabend geht der Unternehmer Ottmar Dornbusch, in dessen Betrieb Enten- und Gänseleberpastete hergestellt wird, gegen Mitternacht zu Bett. In einem kurzen Gespräch teilt er seiner Frau noch mit, dass er am ersten Weihnachtsfeiertag im Unternehmen nach dem Rechten sehen muss… Einen Tag später ist es schon dunkel als er seinen Kontrollgang antreten will, und alles erscheint ihm unheimlich, anders als gewohnt. Als eine weiße Gestalt – halb als Gans, halb als Engel verkleidet – auftaucht, glaubt er zunächst, seine Angestellten wollen ihn zum Fest mit einem Geschenk überraschen. Doch das erweist sich als folgenschwerer Irrtum. Schreckliche Ereignisse nehmen ihren Lauf …

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Seitenzahl: 16

Veröffentlichungsjahr: 2012

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Gestopft

Ein Weihnachts-Thriller

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Kapitel 1

Impressum

Kapitel 1

Gestopft

‚Vom Himmel hoch, da komm ich her…‘ Der Fabrikant Ottmar Dornbusch drückt den Ausschalter der nagelneuen, edlen 999 Euro teuren Beschallungsanlage, die er und seine Hildegard sich heute „gegenseitig geschenkt“ hatten. Aber kurz vor Mitternacht des Heiligabend will er sich die ‚gute neue Mär‘ nicht mehr antun. Auf einen Hieb schluckt er den Rest aus seinem Whiskyglas. „Das war‘s für heute“, murmelt er in seinen Bart. Kurz wirft er noch einen müden Blick auf die übermannsgroße, reich geschmückte Blautanne.

          Stolz verschränkt er die Arme vor der Brust. „Prachtvoll! Das ist mein Werk.“ Die Jubelworte kann er sich nicht verkneifen. Mit Bravour hatte er seine einzige familiäre Pflichtübung zum Fest gemeistert und sich dafür ausgiebig feiern lassen. Ein Erfolgsmensch wie er braucht Lob wie sein tägliches Brot. Er ist süchtig danach.

Und doch runzelt Ottmar die Stirn. Nein, die drei Gänsekeulen aus Plastik, die da baumeln, haben im trauten Heim nichts zu suchen. Hastig streift er sie von den Zweigen. Zurück in den Karton! An sein florierendes Unternehmen, in dem massenhaft Gänseleberpastete produziert wird, will er daheim nicht erinnert werden. Und schon gar nicht zum Fest! Aber ein Glücksfall war es schon, dass er vor elf Jahren dem Rat seines französischen Freundes Jean folgte und von der Fertigung verschiedener Schinkenvarianten auf Gänseleberspezialitäten umstieg. Just in dieser Zeit wussten schließlich immer mehr deutsche Gourmets jene Köstlichkeit zu schätzen.