Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Viele Kritiker der Bibel stören sich an den grausamen Opferriten und dem Blutkult des Alten Testaments, der Tanach, und vor allem an den Mosaischen Gesetzen. Viele Christen und Theologen stören sich, wenn sie ehrlich sind, ebenfalls daran. Für viele Menschen ist das sogar ein Hindernis, an den Gott der Bibel zu glauben. Die Autorin hat lange zu diesem Thema geforscht, gesammelt und nachgedacht und hat dabei viel Neues und Überraschendes entdeckt. Begeben Sie sich mit der Autorin auf eine blutige Reise durch die Bibel und wagen Sie, mit ihr nochmals ganz neu auf diese Stellen zu sehen. Lernen Sie dabei diesen Großen Gott kennen!
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 207
Veröffentlichungsjahr: 2018
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Meine Buchreihe ,GOTT und das BLUT':
Von dieser Reihe wird es weitere Bände geben. Geplant sind Folgende.
Teil 2: Von Abraham, Isaak bis Josef
Teil 3: Mose und die Opfergesetze
Teil 4: Josua bis Micha
Teil 5: Das Neue Testament: Jesus
Wenn Ihr gerne Info wollt, wann das nächste Buch der Reihe heraus kommt, nehme ich Euch gerne in den Verteiler auf und informiere Euch. Ihr bekommt eine kurze Mailinfo bei jeder Neuerscheinung von mir, wenn Ihr eine Mail schreibt an [email protected]
Siehe auch der Hinweis am Ende des Buches.
Die Autorin:
Ewa Kristist Neuphilologin, Sprach- und Übersetzungswissenschaftlerin. Darüber hinaus besitzt sie zahlreiche weitere Abschlüsse. Sie beschäftigt sich seit über 35 Jahren mit der Bibel, auch im Urtext, und mit anderen religiösen Schriften und Literaturen. Sie lebt und arbeitet in Bayern mit ihrer Familie, im Großraum München. Gerne kann sie auch gebucht werden, zum Beispiel für Veranstaltungen, Konferenzen, für Gemeinden, Kirchen, Reden und Predigten etc.. Kontakt für Reden, Predigten, Seminare und Workshops [email protected]
Eine Bemerkung:
Vorwort, Einleitung und Erklärungen sind in allen Bänden dieser Reihe weitgehend gleich. Ebenso der Abspann.
Dieses Buch gibt es als
Hardcover
Paperback ISBN 9783746075013
und als Ebook.
Diese Versionen können sich je nach Bearbeitungsstand leicht unterscheiden.
Vorwort
Einleitung
Erklärungen
Yeshua und seine Schlüssel
Der Anfang der Anfänge
Der Sündenfall
Out of Eden!
Adam und Eva, Kain und Abel
Henoch, der gerechte Ewige
Noah, die Flut und die Arche
Letzte Worte, Hinweis, Kontakt
Einige Literaturangaben
Viele Kritiker der Bibel stören sich an den grausamen Opferriten in der Bibel und dem Blutkult der Mosaischen Gesetze. Viele Christen stören sich, wenn sie ehrlich sind, ebenfalls daran. Auch ich. Für viele Menschen ist das sogar ein Hindernis, an den Gott der Bibel zu glauben.
Lange Zeit hatte ich als Christin schon irgendwie den Eindruck, man hätte es in der Bibel mit einem ,schizophrenen' Gott zu tun und mein Glaube ist dadurch irgendwann fast verrückt geworden. Wie sonst könnte man erklären, dass Er zum Einen im Alten Testament, der jüdischen Tanach, eindeutig zu Opferriten und Schlachtungen, sogar zu Tötungen von Menschen aufruft, und zum Anderen durch Propheten behaupten lässt, Er hätte keine Lust an Opfern und hätte diese nicht befohlen? Vom liebevollen Menschensohn Jesus im Neuen Testament ganz zu schweigen. Oder war der dann doch nicht so liebevoll?
An einen ,schizophrenen' Gott wollte und konnte ich jedenfalls einfach nicht glauben. Und das muss ich nun auch nicht mehr.
Dieses Buch ist daher für alle Zweifler. Es ist für alle, die einfach an einen blutdürstigen Gott nicht glauben können, ja, nicht glauben wollen, an einen Gott, der verlangt, dass Menschen und Tiere geschlachtet, geopfert und gemordet werden. Ich bin gläubige Christin und ich habe das nicht akzeptieren können, trotzdem die Bibel es - scheinbar - so beschreibt. Das war einer der großen Gründe weshalb ich mich von Gott und vom Glauben entfernt hatte. Gleichzeitig habe ich mit Ihm gekämpft. Gestritten. Ihn angeklagt. Gerungen.
Bis ich Ihn endlich gefragt habe, mehr als nachdrücklich. Erst dann hat Er mich sozusagen an die Hand genommen, viele Jahre lang. Und mir Dinge gezeigt, und ja, auch ,gesagt', die ich nirgends irgendwo je gelesen hatte. Und ich hatte wahrlich viel gelesen und geforscht zu allen möglichen Glaubensthemen. In meiner Freizeit machte ich schon lange kaum mehr etwas anders. Bis heute quält mich so Manches in diesem Zusammenhang. Schließlich geht es hier um mein ewiges Leben! Das muß sicher sein.
Wenn ich eine Idee oder Auslegung irgendwo gelesen habe, gebe ich es im Folgenden an. Aber ich habe Abertausende Seiten in Büchern, Artikeln, Nachschlagewerke, Lexika und Kommentaren sogar damals während des Studiums in Bibliotheken gelesen bisher. Oft kann ich mich daher nicht mehr genau erinnern, wo genau ich eventuell etwas gelesen oder gesehen habe. Dann gebe ich es jedoch generell an in einer Form wie ,gelesen habe ich einmal' etc. Denn Ehre wem Ehre gebührt. Leider wußte ich damals noch nicht, daß ich einmal darüber ein Buch schreiben würde. Der Rest ist eigene Forschung und Erkenntnis. Ich hoffe, dass dieses Buch viele Menschen retten wird, bevor Yeshua wieder kommt.
Mir ist klar, dass ich wohl von Vielen für dieses Buch und diese umwälzenden Inhalte, die oft jeder bisherigen Exegese widersprechen - fundiert wie ich glaube -, angegriffen werde. Doch ich hoffe, die Kritik bleibt fair. Wir sollten ohnehin das glaubensmäßige Diskutieren wieder erlernen. Auf Shitstorms und Hassmails kann ich verzichten. Über wirklich fundierte Feedbacks freue ich mich immer!
Einige kurze Vorbemerkungen:
In diesem Buch duze ich alle meine Leser/innen. Auch das hat mit meinem Glauben zu tun, denn in den Augen Gottes sind wir Menschen alle auf gleichem Niveau. Für ihn gibt es kein Ansehen der Person. Die Gläubigen untereinander sind sowieso ,Geschwister'. Und welche Geschwister siezen sich schon, egal ob man sich mag oder nicht.
Dieses Buch hat einen großen Schlüssel: Yeschua bzw. Yaschua oder Yeschu. Er hieß bzw. heißt nämlich nicht ,Jesus', das ist eine Verballhornung seines hebräischen Namens im Griechischen, was an ,Zeus' erinnern sollte. Nein danke, sage ich da! Ich verwende hier auch meist seinen richtigen Namen.
Das versuche ich bei allen Eigennamen zu tun, außer es wäre zu weit weg und man würde nicht erkennen, um wen es geht – wie bei Hesekiel, der eigentlich Ezechiel hieß. Jedoch ist diese furchtbare und andauernde Hellenisierung, Germanisierung, Amerikanisierung und Internationalisierung zutiefst jüdischer, aramäischer, hebräischer und auch eindeutig orientalischer Namen, Traditionen, Bedeutungen und Gebräuche einer der Gründe, warum wir unseren herrlichen Gott buchstäblich in den ,falschen Hals' bekommen haben. Unzulässige ,Exegese', egal ob von Christen oder anderen, ist ein weiterer wichtiger Grund. Und auch falsche bzw. ungenaue Übersetzungen haben mich fast in den Wahnsinn getrieben. Als Übersetzungswissenschaftlerin muss ich sagen, dass diese Fehler gleichermaßen gravierend, irreführend und grob fahrlässig. Das womöglich sogar vorsätzlich, basierend auf Machtinteressen. Welche? Denkt selbst...
Gerade auch ,Christen' und ,Kirchen' haben den Messias so sehr verdreht, dass er kaum noch zu erkennen und zu begreifen ist! Daher verstehe ich mich selbst nicht mehr als ,Christin' (das verwende ich nur noch, damit Außenstehenden klar ist, was ich meine), sondern als ,Messianerin' oder ,Yeschuanerin'.
Ich fange in diesem Buch also von hinten an. Er, Yeschua, der Messias der Israeliten und Juden, sagte schließlich, dass wer ihn kennt, auch den Vater kennt. Wenn also Yeschua die Verkörperung des Höchsten ist, dann muss auch alles in der Tanach, so nennen die Juden und Israeliten das ,Alte Testament' (diese Bezeichnung ist eigentlich per se eine Unverschämtheit, weil es absolut nichts ,Altes' an sich hat, es ist eher das Basis-Testament), vorhanden sein. Denn Gott ändert sich nicht. Er ist derselbe. Von Anfang bis Ende.
Die Bibel lese ich schon lange auch im Urtext. Das bedeutet, das Neue Testament in Griechisch, das Alte in Hebräisch. Trotzdem bin ich keine Altphilologin. Ich bin jedoch universitär diplomierte Neuphilologin, Sprachwissenschaftlerin und Übersetzungswissenschaftlerin. Und damit also auch Vollakademikerin. Deswegen bitte ich meine Leser, mir etwas zu vertrauen, wenn ich Worte neu deute oder anders übersetze. Ich versuche alles so gut wie möglich herzuleiten, zu belegen und es mit mir selbst und den Fakten und tradierter Exegese abzugleichen und zu diskutieren. Manches bekommt dabei auch eine ,harte' Bewertung ab.
Es war für mich selbst erstaunlich zu sehen, wie viel ungut, irreführend oder gar falsch übersetzt wurde oder bei welchen Wörtern es tatsächlich mehrere Möglichkeiten der Übersetzung gibt, die eventuell sogar alle von Gott beabsichtigt sind. Auch solche Dinge bleiben bei den Bibelübersetzungen meist auf der Strecke. Deswegen werde ich, wenn ich mit dieser Blutbuch-Reihe fertig bin, nicht nur ein Buch über die Genesis schreiben, sondern irgendwann eine Neuübersetzung einiger Teile des Neuen Testaments wagen. Eines kann ich Euch schon vorher sagen: Euch werden die Augen herausfallen. Ihr werdet das Gefühl haben, geistlich wirklich frische Luft zu atmen!
Außerdem versuche ich wo immer möglich, die Bibel mit der Bibel auszulegen. Das Ganze ist, wie ich jetzt weiß, ein wunderbares Hologramm auf allen Ebenen. Er erschließt es aber nur denen, die ernsthaft mit Glauben und an Seiner Hand suchen und nachforschen. Und, wie Er sagt, denen, die von Ihm ,kaufen'! Und eines kann ich Euch sagen: Von Gott zu kaufen ist extrem teuer, auf allen Ebenen!
Ich beschränke mich hier meist auf die so genannte Bibel. Selbst kenne ich jedoch fast alle Apokryphen, also Außerbiblische Quellen, die jüdischen wie die christlichen oder weltlichen, auch z. T. von anderen Religionen, andere Evangelien, Briefe, Forschungsergebnisse etc. ebenfalls und habe darin wunderbare echte Wahrheiten gefunden, die mir wirklich geholfen haben zu verstehen und damit auch zu glauben. Aber auch die Bibel reicht, um zu entscheiden, ob wir es nun mit einem blutigen oder gar blutdürstigen und grausamen Gott zu tun haben oder mit einem Gott, der uns liebt und retten will und der dazu eigentlich kein Blut benötigt.
Die meisten Bibelstellen zitiere ich nur sinngemäß, weil es sonst das Lesen zu holprig macht, ganz zu schweigen von den verschiedenen möglichen Bibelübersetzungen im Deutschen. Diejenigen jedoch, die für unser Thema überaus wichtig sind, zitiere ich gänzlich mit Quellenangabe. Das heißt, die Leser sollten die Bibel schon kennen bevor sie dieses Buch lesen. Das Buch ist definitiv keine ,Nanny' für Anfänger, es setzt schon eine gewisse Bibelkenntnis voraus.
Eine Bitte also: Lies die Bibel von vorne bis hinten durch, bevor oder während Du dieses Buch liest. Auch wenn es eine unperfekte Übersetzung ist. Die Einheitsübersetzung ist übrigens gar nicht schlecht.
Was die alten Sprachen Griechisch und Hebräisch betrifft, nehme ich dafür lateinische Buchstaben. Unter ,Erklärungen' findet sich jedoch eine Liste der entsprechenden hebräischen und griechischen Buchstaben und deren Zuordnung, so dass die Leser auch wissen, welche originalen Buchstaben hier gemeint sind.
Fundamentale Christen, und auch andere mit diesem ,Label', werden mit manchen Punkten und Argumenten in diesem Buch Schwierigkeiten haben. Es sei daher gesagt, dass nichts, aber auch gar nichts hier Geschriebenes auch nur im Ansatz blasphemisch gemeint ist. Ganz im Gegenteil. Ich habe alle diese Dinge entdeckt bzw. entdeckt bekommen, weil ich den göttlichen Befehl in der Tora ausführe: Dass man allezeit über Sein Wort und Sein Gesetz nachdenken soll!
Nachdenken impliziert immer, Pro und Contra zu erwägen, Fragen zu stellen, zu vergleichen, zu testen, zu ,spinnen', wie etwas gemeint sein könnte, und so weiter. Ich folge damit dem guten Brauch der Juden, die Schriften zu diskutieren - den viele Christen und auch Juden leider vergessen haben, von den Moslems ganz zu schweigen!
Christen, vor allem Fundamentale oder die in Freikirchen, setzen das ,Wort Gottes' oft derart absolut, dass noch nicht einmal kritische Fragen wirklich erlaubt sind. Dabei wird oft vergessen, wie schlecht die Übersetzungen oft sind, dass in anderen Teilen der Welt eine andere christliche Bibel gilt, als die hier in Deutschland, mit anderen Inhalten, Übersetzungen usw. Welche genau also wäre das ,Wort Gottes'?
Moslems dürfen den Koran noch nicht einmal in Frage stellen, sollten ihn sogar nur auf Arabisch lesen.
Aber Gott wäre nicht Gott, wenn Er sich über unsere Fragen aufregen würde! Er mag es sogar, wenn wir etwas ,von Ihm wissen' wollen. Er mag es, wenn wir dauernd über Seine Worte und Gesetze nachdenken. Fragend. Sich im guten Sinne über Sinn und Auslegungen zu streiten ist wunderbar. Sogar manchmal anklagend ,warum' fragen ist in Ordnung. Das hat selbst Yeshua getan.
Es gibt nur ein Wort Gottes – und das ist Mensch geworden! Alles klar? Damit wir erkennen und begreifen.
Einige erklärende Bemerkungen bevor wir beginnen: Ja, ich bin eine Intellektuelle. Ja, ich bin Vollakademikerin. Ja, ich kann denken. Ja, ich glaube trotzdem oder gerade deswegen an Gott und Yeschua, so wie die Schrift sagt. Ich habe seit über dreißig Jahren über alle möglichen Themen, die Glaube und biblische Aussagen betreffen, geforscht. Auch über die Evolutionstheorie und Kreationstheorie. Tatsächlich habe ich durch langwierige Recherchen und Fachbücher aus allen Richtungen heraus gefunden, dass die Evolutionstheorie wirklich nur eine Theorie ist. Und nicht nur im wissenschaftstheoretischen Sinne! Sie ist nicht erwiesen - was jedoch viele denken, da selbst in den Schulen, die an sich wertneutral sein sollten, nur und ausschließlich diese ,Theorie' gelehrt wird. Von Kreation wird noch nicht einmal mehr im Religionsunterricht gesprochen. Ein Offenbarungseid. Die Theologie kuscht. Geschweige denn, dass die Kreation argumentiert wird. Mittlerweile ist die Evolutionstheorie (ET) daher zum Dogma geworden. Das ist immer ein Kardinalfehler in einer Wissenschaft und macht sie dadurch unwissenschaftlich. Vieles in der ET ist nicht beweisbar und läuft sogar gegen Beobachtbares buchstäblich Amok, um das einmal ganz hart auszudrücken. Sie scheitert dabei schon am Anfang. Die Urey-Miller-Versuche scheiterten immer und scheitern bis heute. Die Spontansynthese von Proteinen, die Grundbausteine des Lebens, konnte bis heute nicht bewiesen werden. Geschweige denn die Spontansynthese von etwas für Leben so Wesentliches wie eine Zellmembran. Hochkomplex. Aber die Alternative wäre eben nur die Kreation von Gott. Das mag man nicht glauben oder postulieren, deswegen tut man so, als ob die Evolutionstheorie alternativlos wäre. Das heißt, Christen und Juden sollten sich mit der Genesis nicht verstecken! Und dazu braucht man keinen Teilhardt de Chardin. Auch wenn Dan Brown dazu eine andere Meinung hat, wie sein Roman ,Origins' bezeugt.
Ich gehe im Folgenden also in der Regel davon aus, dass die Kreation stimmt. Solltest Du eine andere Meinung haben, bitte gerne, Du wirst trotzdem einen Erkenntnisgewinn durch mein Buch haben. Ich jedoch glaube an den Einen, den Allmächtigen Gott. Deswegen habe ich auch kein Problem damit, auch nicht intellektuell, von einer creatio ex nihilo (oder eher ex deo) auszugehen, so wie es in Genesis 1 steht. Jemand Allmächtiges kann ein komplexes System wie die Erde und komplexe Lebewesen einfach ins Sein rufen. Sonst wäre dieser Jemand nicht allmächtig.
Dieses Buch wurde geschrieben, um diesem wunderbaren Gott die Ehre zu geben, für den ich oft unperfekt lebe und den ich kennen darf. Der durch seinen Sohn Yeschua Seine ewige Güte bezeugt hat (die gegen Sünde aber maximal intolerant ist), Seine ewige Liebe beschrieben hat (die jedoch nicht deckungsgleich ist mit der ,Alles-ist-okay-Liebe', die heute von vielen Esoterikern und christlichen Kirchen auf ein unterirdisches Niveau herunter gezogen wird), und der den Weg klar gezeichnet hat. Das alles lässt sich zusammenfassen in dem Satz:
Gott hasst die Sünde bzw. die Gesetzesübertretungen, doch Er liebt die Menschen, die auf die Sünde hereinfallen. Er will alle retten, die sich von derselben oft verführen lassen und sich selbst damit maximal schaden – in Zeit und Ewigkeit.
Das Einzige, worum es also geht, ist die Frage: Wollen wir uns retten lassen?
Oder sind wir dazu gerade in unserer heutigen Zeit, in der wir jedes gute Tabu abgeschafft haben und uns selbst als Maß aller Dinge begreifen, schon zu verdorben und verkopft?
Dieses Buch ist absichtlich kein Fachbuch im eigentlichen Sinne. Es soll nämlich nicht nur von einigen verkopften Theologen und Fachleuten gelesen werden, obwohl diese hierin Vieles finden werden, woran sie heftig zu kauen haben werden. Ich habe daher die fachlichen und sprachlichen Elemente so verfasst, das jeder Interessierte es lesen kann. Man braucht keine Kenntnisse in Hebräisch oder Griechisch. Es ist, glaube ich, alles sehr gut erklärt und verständlich, sogar ,fruchtig' und knackig von mir geschrieben – damit es nicht schwer zu lesen und auch nicht langweilig ist, damit die Lesenden wach bleiben und möglichst viele Menschen dadurch erreicht werden und begreifen, wie unbegreiflich toll und groß der Schöpfer ist, wie gerecht und einzigartig Er ist, und wie genial und freundlich und manchmal auch sehr hart unser Heilbringer Yeschua ist! Alles zu unserer Rettung.
1. In diesem Buch schreibe ich ,Er' wenn ich vom Höchsten rede. Damit will ich jedoch auf gar keinen Fall einen patriarchalen Gott weiter etablieren, das haben schon genug die Religionen und Kirchen, vor allem die Katholische Kirche gemacht, von manchen ganz strengen Freikirchen ganz zu schweigen. Es ist als sicher anzusehen, dass Gott weder männlich noch weiblich ist. Er ist beides, Er ist alles in allem.
,Sie' zu schreiben wäre allerdings, sogar für mich als Frau, zu ungewohnt, und ein ,Es' hat der Höchste unter Garantie nicht verdient, also nehme ich weiterhin das vertraute ,Er'.
Fundamentalen Christen, Juden und Moslems, die das nicht glauben, sei gesagt, dass das Gott selbst von sich so sagt. Es steht geschrieben, Er hat die Menschen nach seinem Bild gemacht, also im Prinzip so wie sich selbst. Und es steht geschrieben, Er hat sie zuerst als männlich und weiblich geschaffen hat, vor der Heraustrennung und Bildung der Frau aus Adam. Das heißt im Rückschluss, dass natürlich auch Er selbst männlich und weiblich ist.
Ein weiterer Beleg dafür, dass Gott alles ist (wenn es nicht so profan klingen würde, müsste man ,unisex' sagen), kann man auch daran ersehen, dass der Heilige Geist im Hebräischen weiblich ist, Ruach.
2. Bibelzitate auf Deutsch erfolgen entweder nach der „Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift“, 10. Auflage 2012 der Katholischen Bibelanstalt, siehe auch die Versionen unter Literaturangaben hinten. Oder nach der „Revidierten Lutherübersetzung“.
Oder aus einem Übersetzungs-Mix davon mit dem Urtext, den ich selbst kreiert habe. Davor schreibe ich dann immer so etwas wie: Eigener Mix, oder etwas Ähnliches.
3. Diesen Punkt wiederhole ich nochmals, da er wichtig ist: Viele Christen werden mit einigen Inhalten dieses Buches Schwierigkeiten haben. Sie haben es anders gelernt und nie hinterfragt, schon gar nicht auf Grundlage des Urtextes. Ich betone, dass nichts, aber auch gar nichts hier Geschriebenes auch nur im Ansatz blasphemisch gemeint ist. Ganz im Gegenteil. Vieles ist neu entdeckt von mir, ganz neu sogar, unerhört und nie irgendwo gelesen. Manches aber auch anders interpretiert und zusammengestellt. Theologisch nennt man es Exegese. In diesem Sinne möchte ich meine Ergebnisse und Vorschläge im wissenschaftlichen Sinne meinen Kollegen aus der Altphilologie und Theologie, auch der jüdischen, für eine weitere und hoffentlich erfrischte Diskussion zur Verfügung stellen.
Zumindest mein Vater im Himmel will keine Marionetten, sondern Menschen, die IHN fragen, suchen, erkennen und das dann ausführen, was sie erkannt haben.
,Wenn ihr mich sucht, will ich mich von euch finden lassen' – das ruft dieser Große Gott uns auch heute noch zu.
Mensch, also, fang endlich an, IHN zu suchen! Und suche so kräftig, als ob Du Deine goldene Visa-Card suchen würdest!
Ihm ist doch klar, dass wir fast nichts begreifen mit unserem Erbsenhirn! Schon gar nicht ohne Ihn.
4. Die griechischen Buchstaben, das griechische Alphabeth:
Das Griechische wird in diesem Buch selten vorkommen, da es sich hauptsächlich mit dem hebräischen Teil der Bibel, vor allem mit der Tora, beschäftigt. Sollte ich einiges aus dem griechischen Neuen Testament benötigen, so nenne ich im Folgenden diese griechischen Buchstaben so wie oben beschrieben. Oder wenn ich ein Wort nenne, dann nach seiner Phonetik. Zum Beispiel schreibt sich das bekannte Wort ,logoz' im Griechischen mit lambda, omikron, gamma, omikron, zeta. Ich folge also der Phonetik, nenne aber den echten zu Grunde liegenden Buchstaben. Denn oft wird logoz im Deutschen sonst mit ,logos' wiedergegeben, was aber ein Sigma bedeuten würde am Ende.
Alles klar?
5. Die hebräischen Wörter und Buchstaben
Das hier sind die hebräischen Buchstaben. Die Vokale spare ich mir dabei meist, da diese erst im ersten Jahrtausend, ca. 800 nach Christus hinzugefügt wurden und daraus der ,masoretische Text' mit Punktation entstand. In der originalen Überlieferung fehlt diese Punktation bzw. sie ergibt sich zum Großteil aus den KONsonanten, in denen ja auch Vokale mitklingen. Ich gehe in diesem Buch ausschließlich vom unpunktierten Text aus.
Verwende ich hebräische Buchstaben oder Wörter, halte ich es genauso, wie oben beim Griechischen beschrieben.
Da es im Hebräischen aber eigentlich zwei Buchstaben für ,a' gibt, Alef und Ayin, wobei jedoch Alef oft eher wie ein ,e' oder stumm ausgesprochen wird. Ich mache es im Folgenden so:
Wenn Alef gemeint ist schreibe ich ein großes A
Wenn Ayin gemeint ist, ein kleines a
Das Vav/Waw werde ich für eine bessere Lesbarkeit und weil es auch manchmal so ausgesprochen wird, als ,u' wiedergeben.
6. Ein Wort zum Hebräischen:
Um dieses Buch zu lesen, musst Du weder Hebräisch noch Griechisch können. Trotzdem möchte ich einige kurze Erklärungen zum Hebräischen geben. Es sind Dinge, die mich als Sprachwissenschaftlerin sehr verwundert und überrascht haben, als ich begann, mich intensiver mit dem Hebräischen auseinander zu setzen. Natürlich besteht das Hebräische, wie jede Sprache, auch aus Buchstaben und Wörtern. Jedoch gibt es einige Besonderheiten.
Erstens: Der Hebräische Urtext der Tora und Tanach besteht aus einer fortlaufenden Buchstabenfolge, ohne Leerzeichen zwischen den Wörtern und weitgehend ohne Absätze und beinhaltet keine Vokale, außer den echten Buchstaben Jod, Alef und Ajin und Vaw, der oft als U gesprochen wird. Erst Recht gibt es keine Überschriften und Titel, die später eingefügt worden sind, um das Ganze übersichtlicher zu machen. Dieser Fakt hat mich lange abgehalten, mich mit dem Urtext auseinanderzusetzen. Das kam mir einfach alles zu schwer vor.
Wie genau und hervorragend stimmig der Urtext überliefert ist, haben die Qumranfunde bewiesen. Im Alten Testament ist wegen der Treue und Akkuratesse und Gottesfurcht der Israeliten/Juden so gut wie nichts verändert worden. Im Neuen Testament sieht das leider etwas anders aus.
Der hebräische masoretische Text mit Punktation entstand erst zirka im 8. Jahrhundert, nach Christus. Die Punktation ignoriere ich daher. Dieser Fakt ist einer der Gründe, weshalb ich in diesem Buch viele ungewöhnliche Interpretationen des Urtextes wage. Ich bin sozusagen ,urig'!
Zweitens: Die hebräischen Buchstaben unterscheiden nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung. Zudem hat jeder einzelne hebräische Buchstabe eine echte Eigenbedeutung. Das heißt, dass nicht nur das Wort als Buchstabenkombination wichtig ist, sondern, das ist jedenfalls meine Meinung und Interpretation, auch die einzelnen Buchstaben. Zum Beispiel bedeutet der Buchstabe Beth, der zweite im hebräischen Alphabeth, also unser B, gleichzeitig im Hebräischen auch ,Haus'. Alles klar?
Drittens: Im Hebräischen gibt es noch weitere mathematische, numerische und semantische Eigenheiten. Diese Besonderheiten, die man auch als ,esoterisch' bezeichnen könnte, sind in der Lage, weitere Bedeutungsebenen erschließen. Das heißt, im Hebräischen haben wir bereits menschlich gesehen mindestens eine 4D-Sprache vorliegen.
Ich habe noch weitere Ebenen entdeckt, die aber zu weit führen würden. Ab und zu werde ich jedoch darauf Bezug nehmen.
Daher ist für mich das Hebräische und der Urtext zu einem wahrhaften Hologramm geworden, mit so zahlreichen semantischen Ebenen, die für mich wunderhaft unglaublich sind. Ich bin für meine Person jedenfalls überzeugt davon, dass Gott alle diese Ebenen intendiert hat und Er diese Bedeutungen alle gleichzeitig vermitteln wollte. Diese Umstände und Tatsachen haben für mich vor allem die Tora aber letztlich das ganze ,Alte Testament' bzw. Tanach tatsächlich zu GOTTES WORT werden lassen. Denn auch Er ist multi-dimensional.
Weitere, normalere Ebenen kommen dazu wie die zahlreichen Fakten und Nennungen längst vergangener Gewohnheiten, Kulturen und Kulte, Gebräuche, Sitten – diese allein müssen wir uns schon mühsam erarbeiten, um die damalige Welt zu verstehen, in die die Worte hineingesprochen wurden. Das ist jedoch der ,normale' semantische Kontext und der Subtext, den es in jeder Sprache und in jedem Text gibt.
Und wenn etwas in der Tora bzw. Tanach unverständlich erscheint, dann ist das nicht Sein Fehler, sondern liegt an der Dummheit und Faulheit der Theologen und uns Gläubigen, sich diese Ebenen zu erarbeiten, und an deren Unfähigkeit, ihre Scheuklappen und Dogmen in den Mülleimer zu werfen! Oder nach Gehinnom.
7. Jüdische Lehren und Erklärungen außerhalb der Tanach
Viele Rabbis heutzutage sagen, dass die Tora und die gesamte Tanach ohne die Nebenschriften (Talmud, Mischna, Raschi, Kabbala etc.) nicht zu verstehen ist. So kommt es, dass jüdische Rabbis viele Dinge ,wissen' bzw. lehren und verkünden, die nicht einmal im Ansatz in der Tanach stehen. Wie zum Beispiel, dass Gott am zweiten Tag die Engel geschaffen hätte. Das steht nirgends in der Tora in Bezug auf die Kreation am zweiten Tag.
Ich kann solche Lehren annehmen, wenn sie logisch sind, zu dem Charakter Gottes passen, und wenn sie zumindest einen kleinen Aufhänger oder Hinweis in der Tanach haben und wenn sie jahrtausendelang überliefert sind, wie z. B. einige Nebenbücher und Sefers, die meisten davon kenne ich. Allerdings gebe ich gerne zu, dass ich bislang nur einige Teile des Talmud kenne. Die diversen Diskussionen und Lehrmeinungen dort finde ich persönlich auch sehr ermüdend. Die Mischna kenne ich ganz gut. Neuere Rabbis, das heißt solche, die deutlich nach Christus gelebt haben und so etwas behaupten, wie die Schaffung der Engel am zweiten Tag, lehne ich ab, das sage ich ganz klar. Ich halte das sogar für bedenklich, die Meinung irgendwelcher Menschen, auch wenn es Rabbis sind, über die Texte der Schrift zu stellen. Vor allem, wenn diese weit weg von der Zeit gelebt haben, über die sie schreiben, z. B. erst im Mittelalter und nun als unverzichtbar gelten. Das dürfte fast schon zu Götzendienst führen. Ebenso halte ich in diesem Zusammenhang manche jüdische Praktiken für bedenklich, sofern sie sich nicht in der Tora/Tanach finden. Zum Beispiel den Brauch, den Schabbat als Braut zu verehren. Das steht nirgends in der Tora, dass man den Schabbat quasi selbst als Person verehren soll. Obwohl ich ganz klar sage, daß ich als Christin/Messianerin den Schabbat halte, sicher nicht perfekt, aber so pur wie es in der Tora steht. Und nicht den Götzensonntag. Yeschua hat auch den Schabbat gehalten, ihm wäre nie etwas anderes eingefallen! Und ich folge ihm nach und nicht irgendwelchen ,Kirchen'.
