Halte uns im Leben wach - Ruth Näf Bernhard - E-Book

Halte uns im Leben wach E-Book

Ruth Näf Bernhard

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Beschreibung

Worte sind mächtig. Sie können zerstören oder aufrichten. Ruth Näf Bernhard weiß um die Wirkung von Worten: als Therapeutin und Seelsorgerin. Ihre Meditationen bauen Brücken und wecken Leben. Brücken über Abgründe ins Neue, Unerwartete, Grenzenlose. Ihre Gedichte nehmen Gebrochenheit und Zweifel zutiefst ernst. Sie laden ein, nach innen zu lauschen und Vertrautes neu zu denken. Ihre Meditationen führen in die Tiefe menschlicher Existenz. Ungeschönt und aufrichtig. In der Ehrfurcht vor dem Kleinen und Zerbrechlichen atmen sie franziskanische Spiritualität und öffnen Räume für die Begegnung mit dem Ewigen Wort.

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Seitenzahl: 24

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Ruth Näf Bernhard

Halte uns im Leben wach

Franziskanische Akzente

herausgegeben von Mirjam Schambeck sfund Cornelius Bohl ofm

Band 35

RUTH NÄF BERNHARD

Halte unsim Leben wach

Gedichte und Gebete

Herzlicher Dank geht an Marie-Therese Girerd für die sorgfältige Zuarbeit bei den Korrekturen sowie an die Sponsorinnen dieses Bandes, die nicht genannt werden wollen.

Der Umwelt zuliebe verzichten wir bei unseren Büchern auf Folienverpackung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über ‹http://dnb.d-nb.de› abrufbar.

1. Auflage 2023

© 2023 Echter Verlag GmbH, Würzburg

www.echter.de

Umschlag: wunderlichundweigand.de

Coverfoto: Elisabeth Wöhrle sf

Innengestaltung: Crossmediabureau, Gerolzhofen

E-Book-Herstellung und Auslieferung: Brockhaus Commission, Kornwestheim, www.brocom.de

ISBN

978-3-429-05846-3

978-3-429-05245-4 (PDF)

978-3-429-06594-2 (ePub)

Inhalt

Uns gehen die Worte aus

Halte uns im Leben wach

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Zum Weiterlesen

Uns gehen die Worte aus

Ein Interview mit Ruth Näf Bernhard,von Mirjam Schambeck sf geführt

Uns gehen die Worte aus,

weil es in den gewöhnlichen kirchlichen Feiern nichts mehr zu finden gibt an Tiefem und Lebendigem, das erlaubte, die eigenen Erfahrungen anzulagern und dem Ringen um Leben Ausdruck zu geben.

Uns gehen die Worte aus,

angesichts der Abgründe, die sich auftun und kein Ende nehmen, wenn jeden Tag aufs Neue klar wird, wie kirchliche Amtsträger bis in die Spitze gelogen, größtes Unrecht vertuscht, Betroffene sexualisierter Gewalt gedemütigt und erniedrigt haben, ja selbst Täter geworden sind.

Uns gehen die Worte aus,

wenn queere Menschen von ihren Erfahrungen mit der katholischen Kirche erzählen, wie sie von kirchlichen Strukturen und denen, die sie verantworten und mittragen, diskriminiert, in die Enge getrieben und zutiefst verletzt werden.

Uns gehen die Worte darüber aus,

wie so viel Unrecht von Menschen verübt werden kann, die sich einer Botschaft verschrieben haben, die nichts anderes will als die Würde aller Menschen zu schützen, die grenzenlose Liebe Gottes zu verkündigen und das Leben in seiner Unantastbarkeit zu schützen.

Kein Wunder, dass vielen über so viel Unrecht und Hohlheit kirchlichen Redens die Worte erstorben sind. Was soll man noch sagen? Wo soll man noch hin mit den großen Fragen, die nicht aufhören, weiter zu bohren? Wo finden wir eine Rede, die das aufrichtende Wort zuspricht, das wir uns nicht selbst sagen können? Wo zeigt uns jemand, dass Gott nicht in heiligen Sprachen, sondern in unseren Alltagsworten wohnt? Wären da nicht die Dichter:innen, ich wüsste nicht wohin.

Die Gedichte von Ruth Näf Bernhard sind Schreie, Anrufe, Seufzer und Atem zugleich – weil sie in ihrer einfachen Sprache den Dingen auf den Grund gehen und keinen Lebenssplitter auslassen. Sie sind Bitten und Hoffnungen, weil sie in all dem, was das Leben mit sich bringt, Ausschau halten nach diesem Gott, der uns suchen will im Schönen und Beglückenden, genauso wie er sich im Unzumutbaren und Schrecklichen nicht abwendet.