Hämorrhoiden, Hämorrhoidalleiden Behandlung mit Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), Akupressur und Wasserheilkunde - Robert Kopf - E-Book

Hämorrhoiden, Hämorrhoidalleiden Behandlung mit Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), Akupressur und Wasserheilkunde E-Book

Robert Kopf

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  • Herausgeber: BookRix
  • Kategorie: Ratgeber
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2018
Beschreibung

Über das Thema Hämorrhoiden spricht niemand gerne, obwohl viele Menschen davon betroffen sind. Hämorrhoiden sind Schwellkörper, die in der Schleimhaut des Enddarms und im After ein dichtes Blutgefäßpolster bilden. Zusammen mit den Schließmuskeln des Afters dichten Hämorrhoiden den Darm nach außen hin ab. Krankhaft werden Hämorrhoiden, wenn sich in diesem Gefäßpolster das Blut staut. Man spricht dann von einem Hämorrhoidalleiden. Ähnlich wie bei Krampfadern in den Beinen bilden sich auch hier mehr oder minder große Knoten.Die Symptome eines Hämorrhoidalleidens sind Anschwellung, Nässen, Juckreiz, Brennen, ungewollter Abgang von Stuhl, Fremdkörpergefühl im Analbereich, hellrote Blutungen und Schmerzen in der Afterregion besonders bei der Defäkation, aber auch im Stehen und Sitzen. Der Betroffene sieht häufig Blut am Toilettenpapier oder auch auf dem Stuhl und hat das Gefühl, den Darm nicht vollständig entleeren zu können. In diesem Ratgeber erhalten Sie Ernährungshinweise und Empfehlungen, wie Sie Hämorrhoiden mit Hilfe der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), Akupressur und Wassertherapie behandeln und vermeiden können. Vorgestellt werden äußerliche Anwendungen sowie die bewährtesten Heilpflanzen, Teerezepte, Akupressurpunkte, Extrakte, Kräuterweine und pflanzliche Tinkturen zum Selbermachen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.

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Robert Kopf

Hämorrhoiden, Hämorrhoidalleiden Behandlung mit Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), Akupressur und Wasserheilkunde

Ein pflanzlicher und naturheilkundlicher Ratgeber

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis "Hämorrhoiden, Hämorrhoidalleiden - Behandlung mit Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), Akupressur und Wasserheilkunde" ISBN 978-3-7368-7488-6

 

Vorwort

 

1. Allgemeines

Stoffwechselblockaden bei der Behandlung von Hämorrhoidalleiden

Gesunde Leber - gesunde Blutgefäße

 

2. Ernährung

Ernährungsempfehlungen zur Behandlung von Hämorrhoidalleiden

Vegetarische Eisenlieferanten zur Behandlung von Hämorrhoidalleiden

 

3. Naturheilkunde

Äußerliche Anwendungen bei Hämorrhoiden

Hämorrhoiden - Hämorrhoidalleiden behandeln mit Heilpflanzen

Teerezepte zur Behandlung von Hämorrhoidalleiden

Rezepte für Kräuterweine zum Selbermachen bei Hämorrhoiden

Pflanzliche Tinkturen zur Behandlung von Hämorrhoiden selbstgemacht

Hämorrhoiden - Hämorrhoidalleiden behandeln und vorbeugen mit der Wasserheilkunde

 

4. Akupressur

Akupressur zur Behandlung von Hämorrhoidalleiden

Akupressur bei Hämorrhoidalleiden zur Anregung der Durchblutung

Akupressur bei Hämorrhoiden zur Stoffwechselanregung und zum Abbau von Säuren

Akupressur bei Hämorrhoidal-Leiden zur Anregung der Funktionen von Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse und Nieren

Akupressur bei Hämorrhoidalleiden zur Anregung der Verdauungsorgane

 

Nachwort

Meine weiteren eBooks und Taschenbücher

Vorwort

Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker

 

Über das Thema Hämorrhoiden spricht niemand gerne, obwohl viele Menschen davon betroffen sind. Hämorrhoiden sind Schwellkörper, die in der Schleimhaut des Enddarms (Analkanal) und im After ein dichtes Blutgefäßpolster bilden. Zusammen mit den Schließmuskeln des Afters dichten Hämorrhoiden den Darm nach außen hin ab.

 

Krankhaft werden Hämorrhoiden, wenn sich in diesem Gefäßpolster das Blut staut. Man spricht dann von einem Hämorrhoidalleiden. Ähnlich wie bei Krampfadern in den Beinen bilden sich auch hier mehr oder minder große Knoten.

 

Die Symptome eines Hämorrhoidalleidens sind Anschwellung, Nässen, Juckreiz, Brennen, ungewollter Abgang von Stuhl (sog. Stuhlschmieren), Fremdkörpergefühl im Analbereich, hellrote Blutungen und Schmerzen in der Afterregion besonders bei der Defäkation (beim Stuhlgang), aber auch im Stehen und Sitzen. Der Betroffene sieht häufig Blut am Toilettenpapier oder auch auf dem Stuhl und hat das Gefühl, den Darm nicht vollständig entleeren zu können.

 

Die Ursachen für vergrößerte Hämorrhoiden sind eine Schwäche des Bindegewebes, Lebererkrankungen, Verstopfung (Obstipation) und verstärktes Pressen beim Stuhlgang, eine sitzende Lebensweise, Bewegungsmangel, Herzerkrankungen, Stoffwechselstörungen, Übergewicht, Ernährungsfehler (zu viel tierische Fette, zu wenig Ballaststoffe), ein Mineralstoff- und Vitaminmangel, Gefäßgifte wie Alkohol und Nikotin, eine Übersäuerung des Körpers, hormonelle Störungen und Umstellungen (Wechseljahre, Schwangerschaft), erbliche Anlagen, psychische Faktoren und Umweltbelastungen (Schwermetalle, Elektrosmog sowie Schadstoffe in der Luft und im Wasser schwächen unsere Enzymsysteme).

 

Mögliche Komplikationen bei einem Hämorrhoidalleiden:

1) Hämorrhoidalknoten, die permanent vor der Afteröffnung liegen, sind durch das Wischen mit Toilettenpapier häufig wund. Nässende und ekzemartige Hautveränderungen, Fissuren (Einrisse) sowie Geschwüre können entstehen.

 

2) Da der Stuhl viele Bakterien enthält, bilden sich an den wundgeriebenen Knoten schnell Infektionen. Mitunter entstehen aus solchen Infektionen größere Eiterherde (Abszesse). Es können sich auch Analfisteln bilden. Das sind meist entzündete Gänge, die von der Oberfläche zum Mastdarm oder sogar in das Becken führen können.

 

3) Werden die vergrößerten Hämorrhoiden verletzt, zum Beispiel durch starkes Pressen beim Stuhlgang oder durch das Wischen mit Toilettenpapier, können stärkere Blutungen entstehen.

 

Eine Übersäuerung des Körpers ist die Ursache von vielen Erkrankungen. Sie führt zu Stoffwechsel- und Hormonstörungen und schwächt die Immunabwehr. Mit Übersäuerung ist eine Anhäufung von Säuren im Blut und Körpergewebe gemeint. Sie ist meist die Folge von falscher Ernährung und einer ungesunden Lebensweise. Der Körper muß die entstandenen Säuren neutralisieren. Dies geschieht mit Hilfe basischer Mineralien (vor allem Kalzium), die den Mineralstoffdepots des Körpers entnommen werden. Hämorrhoiden können die Folge sein.

 

Toxische Darmgase: Ein wichtiger Punkt ist die Überernährung. Die durch falsche Ernährung entstehende Schwäche der Verdauungsorgane vermindert die Aufnahme von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen aus der Nahrung.

 

Wer nicht nur Falsches isst, sondern davon auch noch zuviel, bekommt Gärung und Fäulnis im Darm. Die dadurch entstehenden giftigen Gase belasten und übersäuern zusätzlich den gesamten Organismus. Ein intaktes Verdauungssystem dagegen beeinflusst den Stoffwechsel und die Gesundheit positiv.

 

Bei der naturheilkundlichen Behandlung von Hämorrhoidal-Leiden dienen Entgiftungs- und Ausleitungstherapien der Stärkung der Blutgefäße, der körpereigenen Abwehrkraft und Durchblutung. Pflanzliche Zubereitungen regen den Magen und Darm, die Bauchspeicheldrüse, Leber-Galle-Funktionen und Nieren an. Sie scheiden die gelösten Stoffwechselschlacken, Säuren und Toxine über den Darm, die Harnwege, Lunge und Haut aus.

 

Zugleich sorgen sie für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit sowie jeder Behandlung und Vorbeugung von Hämorrhoidal-Leiden. Die Folge: Der Stoffwechsel (Metabolismus) und das Immunsystem werden gekräftigt, der Grundumsatz steigt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert. Die naturheilkundliche Behandlung entsäuert, mineralisiert und führt zu einer ausgeglichenen Lebensenergie.

 

Einleitend möchte ich Ihnen die in diesem Ratgeber vorgestellten Therapien zur Behandlung und Vorbeugung von Hämorrhoidal-Leiden erläutern:

 

Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) zur Behandlung und Vorbeugung von Hämorrhoiden

 

"Keine chemische Fabrik dieser Welt arbeitet so exakt und vollkommen wie eine einzige jener kleinen Pflanzen, die Dein Fuß achtlos zertritt". Die Phytotherapie ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Das Wissen vieler Generationen ist in der Pflanzenheilkunde enthalten.

 

Pflanzen sind die ältesten Heilmittel der Menschheit. Mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten - zum Beispiel als Tees, Tabletten, Tropfen, Salben, Wickel, Bäder und ätherische Öle - ist die Pflanzenheilkunde eine der wichtigsten Therapien.

 

Warum sind Pflanzen bei der Behandlung und Vorbeugung von Hämorrhoiden heilkräftig? Weil sie Salze, Säuren, Vitamine, Öle und Nährstoffe enthalten. Diese wirken im Körper auflösend, ausscheidend, anregend, kräftigend und aufbauend. Sie verwandeln den kranken Zustand in einen gesunden.

 

Solche Pflanzenmineralstoffe sind vor allem Fluor, Jod, Kalium, Kalzium, Kohlenstoff, Chlor, Eisen, Schwefel, Phosphor, Magnesium, Natrium und Kieselsäure (Silizium). Heilpflanzen normalisieren den Stoffwechsel und stärken das Immunsystem. Nur ein intaktes Hormon-, Nerven- und Immunsystem kann immer wiederkehrende Hämorrhoidal-Leiden verhindern.

 

Was von den Kräutern brauchbar und heilkräftig ist, wird von unseren Körpersäften aufgenommen und den Zellen zugeführt. Was aber unbrauchbar ist, wird durch die Nieren, Haut, Lunge und den Darm nach dem Verbrennungsprozeß ausgeschieden.

 

Heilkräuter in richtiger Form und Dosis genommen, beeinflussen in unserem Organismus die Körperfunktionen, die Aufnahme von Eisen (wichtig zur Behandlung von Hämorrhoidalleiden), die Durchblutung sowie das Nerven- und Hormonsystem sehr vorteilhaft. Die Pflanzensalze vermitteln dem Körper die zur Abwehrsteigerung und zum Aufbau der verschiedenen Zellsubstanzen notwendige Energie. Sie stärken die Blutgefäße, die Selbstheilungskräfte, bewirken eine Steigerung der Lebenskraft und die Behebung von Schwächezuständen.

 

Holen Sie Ihre Heilpflanzen in der Apotheke. Dort laufen diese unter dem Begriff "Medikament". Für Medikamente gelten strenge Vorschriften und Kontrollen bezüglich Zulassung, Inhaltsstoffen, Reinheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit. Wer seine Heilkräuter lieber selbst sammelt, kann diese sofort frisch verwenden.

 

Die Aufbewahrung der Heilpflanzen: Hierfür müssen die Kräuter vorher getrocknet werden. Bekommen sie zuviel Licht, Wärme oder Feuchtigkeit, verflüchtigen sich die Wirkstoffe. Am Besten geeignet zur Lagerung ist ein Keramikbehälter mit einem Deckel, der locker aufliegt. Die Haltbarkeit der Heilpflanzen beträgt maximal 1 Jahr. Danach haben sich die Wirkstoffe verflüchtigt.

 

Die Akupressur zur Selbstbehandlung und Vorbeugung von Hämorrhoidal-Leiden

 

Die Akupressur und die Akupunktur stammen aus dem fernen Osten und erfreuen sich nun auch bei uns wegen der großen Heilerfolge zunehmender Beliebtheit und Akzeptanz. Bei der Akupunktur werden Nadeln in bestimmte Punkte gestochen, bei der Akupressur werden diese Punkte gedrückt, massiert oder beklopft. Beide Behandlungsmethoden haben den Vorteil, dass Sie bei richtiger Anwendung keine Nebenwirkungen haben.

 

Etwa 400 Akupressurpunkte werden ständig verwendet, wobei aber wesentlich mehr bekannt sind. Sie liegen auf den 12 Hauptmeridianen und den Sondermeridianen, die man sich als die Energiebahnen des Körpers vorstellen muß. Solange die Energie auf diesen Energiebahnen gleichmäßig verteilt ist, geht es dem Menschen gut.

 

Nach fernöstlichem Verständnis wird der Mensch aber krank, wenn der Energiefluß gestört ist. Durch das Akupressieren bestimmter vom Krankheitsbild abhängiger Punkte wird der Energiehaushalt zwischen den Meridianen ausgeglichen, die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und der Kranke hat wieder genügend Kraft, um gesund zu werden.

 

Ernährung ist die Quelle unserer Gesundheit, aber auch häufig die Ursache unserer Krankheiten. Die richtige Ernährung ist ein entscheidender Faktor bei der Behandlung und Vorbeugung von Hämorrhoidalleiden sowie für unsere Gesundheit und Abwehrkraft.

 

Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung führen Sie Ihrem Körper die notwendigen Nährstoffe zur Stärkung des Hormonsystems, der Nervenkraft, Gewebe und Organe zu. Zugleich unterstützen Sie Ihr Immunsystem, Ihren Stoffwechsel und sorgen für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit. Eine gesunde Ernährung trägt auch dazu bei, Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten und Heilblockaden aufzulösen.

 

Die Wasserheilkunde: Kneipptherapie - Mehr als Wassertreten

 

Lebenselixier Wasser - kalt belebt es, warm entspannt es. Wasser ist nach Kneipp eine der fünf Säulen der Gesundheit. Wie modern das alte Kneippsche Naturheilverfahren ist, erfährt man jetzt wieder in Kurkliniken und Wellnesshotels. Dort boomen die Therapien mit Wasser, Kräutern, Bewegung, gesunder Ernährung und Entspannungsübungen.

 

Die Therapien des schwäbischen Pfarrers aus Bad Wörishofen sind aber auch zu Hause möglich. Die Anwendungen wirken bei Hämorrhoidalleiden positiv auf die Blutgefäßwände, den Stoffwechsel (Metabolismus), die Durchblutung, das Immunsystem und die Nerven.

 

Der Pionier der Wassertherapie startete mit einem Selbstversuch. Er kurierte seine damals als unheilbar geltende Tuberkulose durch kurze Bäder in der kalten Donau. Danach wusste er, "dass Gott uns die halbe Apotheke im Wasser und die andere Hälfte in den Kräutern bestimmt hat". Sein ganzheitliches Heilkonzept war eine Revolution.

 

Wasser bewirkt einen positiven Heilreiz bei der Behandlung und Vorbeugung von Hämorrhoidal-Leiden. Die Hydrotherapie (Wasserheilkunde) beinhaltet Bäder, Waschungen, Wickel, Auflagen, Packungen, Dämpfe, Wasser- und Tautreten. Kneipp heilte vor allem mit kalten Güssen.

 

Kalte Güsse kräftigen den Kreislauf, das Bindegewebe der Blutgefäße (wichtig bei Hämorrhoiden) und stärken das Immunsystem im Kampf gegen Pilze, Bakterien und Viren. Sie hellen sogar die Stimmung auf. Gegen körperlichen sowie psychischen Stress härten die Anwendungen ebenso ab, denn sie wirken harmonisierend auf das Nerven- und Hormonsystem. Bei Kneipp wird übrigens gegossen und nicht geduscht.

 

Bewegung hält den Stoffwechsel fit

Bewegung fördert die Durchblutung des Körpers, stärkt die Blutgefäße, den Kreislauf, erhöht die Lebenslust und hält gesund. Kneipp hatte aber eher Spaziergänge als Marathonläufe oder andere sportliche Höchstleistungen im Sinn. Um Schäden vorzubeugen, sollte man sich lieber "wenig und oft als viel und selten" bewegen.

 

Ausdauersportarten wie Walken, Radeln und Schwimmen überlasten weder die Gelenke, Herz und Kreislauf noch die Wirbelsäule. Vor allem Gehen und zügiges Laufen sind neben kalorienarmer Kost die wichtigsten Schlankmacher und lösen selbst bei intensiverem Training keine Heißhunger-Attacken aus.

 

Die Ernährung - vor allem einfach und naturbelassen

Kneipp erkannte, dass viele Erkrankungen (auch Hämorrhoidalleiden) von falscher Ernährung herrühren und riet deshalb zu einer einfachen, weitgehend naturbelassenen und schonend zubereiteten Kost. Er empfahl Brot aus vollem Korn, vor allem aus Dinkel, viel Pflanzliches, möglichst wenig Fleisch, Salz und Süßes. Kneipp war seiner Zeit weit voraus, aber er war nicht radikal und gönnte sich auch mal eine Zigarre.

 

Leben im Gleichgewicht

Überlastung und Stress führen auf Dauer zu chronischen Krankheiten, Immunschwäche, Erschöpfung und depressiven Verstimmungen, die sich organisch niederschlagen können. Den Körper kann man nicht heilen, solange die Seele nicht in Ordnung ist. "Es muss das Gleichgewicht hergestellt werden zwischen der Lebensweise und dem Verbrauch an Nervenkraft", forderte Kneipp. Wer sich also regelmäßig Zeit nimmt um abzuschalten, tankt damit Energie für Körper und Seele.

 

In diesem Ratgeber erhalten Sie Ernährungshinweise und Empfehlungen, wie Sie Hämorrhoiden mit Hilfe der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), Akupressur und Wassertherapie behandeln und vermeiden können. Vorgestellt werden äußerliche Anwendungen sowie die bewährtesten Heilpflanzen, Teerezepte, Akupressurpunkte, Extrakte, Kräuterweine und pflanzliche Tinkturen zum Selbermachen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.

 

Robert Kopf

www.heilpraktiker-robert-kopf.de

Stoffwechselblockaden bei der Behandlung von Hämorrhoidalleiden

Zur Behandlung und Vorbeugung einer Erkrankung der Hämorrhoidalgefäße ist ein intakter Stoffwechsel sehr wichtig. Es gibt aber mehrere Stoffwechselblockaden:

 

1) Der Säure-Basen-Haushalt:

Unnatürliche Ernährungsgewohnheiten führen dazu, dass der Basenanteil in unserem Körper ständig zu gering ist. Ein Zuviel an Zucker, Weißmehlprodukten, Fleisch und Wurst übersäuert den Körper. Um die Säuren zu neutralisieren, werden kostbare Basen (vor allem Kalzium) verbraucht.

 

Eine Übersäuerung des Körpers ist die Grundlage von vielen Beschwerden und Krankheiten. Was nicht neutralisiert wird, landet als "Sondermüll" im Bindegewebe und führt zu dessen Übersäuerung. Dadurch verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Wir bekommen Hämorrhoiden, haben eine unreine Haut, erkranken häufig und nehmen zu, auch wenn wir kalorienbewusst essen und uns viel bewegen.

 

2) Das Bindegewebe:

Das Bindegewebe ist mehr als nur ein Bindeglied und Lückenfüller zwischen den Organen. Es dient als Nährstoffspeicher und Zwischenlager für Stoffwechselprodukte. Im Bindegewebe entsorgen die Zellen ihre "Schlacken". Damit die Giftstoffe und Säuren den Körper verlassen können, müssen genügend Mineralsalze vorhanden sein. Bei einem Mangel verbleiben Säuren und Stoffwechselrückstände im Bindegewebe und binden Wasser. Es kommt zu Hämorrhoidalleiden und Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe.

 

3) Die Verdauung:

Umweltbelastungen, zu üppige Ernährung, Genussgifte und Medikamente belasten die Leber, unser zentrales Stoffwechselorgan. Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm leiden mit. Viele Stoffwechselvorgänge geraten ins Stocken. Es kommt zu Hämorrhoiden, depressiven Verstimmungszuständen, chronischen Erkrankungen, Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Verstopfung (Obstipation fördert Hämorrhoiden), Blähungen und Magenproblemen.

 

4) Unser Wasserhaushalt:

Jeden Tag schwemmt der Organismus Säuren und Schlacken, welche durch die Nieren herausgefiltert wurden, als Harn aus dem Körper. Ein Teil davon landet aber auch im Bindegewebe, weil für den Abtransport Mineralsalze wegen einer Übersäuerung des Körpers fehlen. Hämorrhoiden sind die Folge.

 

5) Die Eiweißverdauung:

Eiweiß ist wichtig für die Bildung von Enzymen, Hormonen, Muskeln und Bindegewebe. Bei der Spaltung von Eiweiß entsteht jedoch Ammoniak, ein starkes Zellgift. Die Leber wandelt Ammoniak in ungiftigen Harnstoff um, der mit dem Urin ausgeschieden wird. Eine hohe Zufuhr von Eiweiß bedeutet deshalb eine starke Entgiftungsarbeit für die Leber und unsere beiden Nieren.

 

6) Die Fettverdauung:

Wir brauchen Fette, denn sie liefern essenzielle Fettsäuren. Fett ist aber auch der beste Energiespeicher für Notzeiten. Der Körper bunkert es besonders gern an den Oberschenkeln und Hüften, an Bauch und Po. Im Fettgewebe lagert er aber auch Giftstoffe ab, die später freigesetzt werden. Mögliche Anzeichen hierfür sind depressive Verstimmungen, Erkrankungen der Blutgefäße und Kopfschmerzen.

 

7) Die Kohlenhydratverdauung:

Kohlenhydrate sind Energie pur. Im Überfluss sind sie aber auch für unser Übergewicht verantwortlich. Was nicht verbrannt werden kann, wird in Fett umgewandelt und gespeichert. Besonders Süßigkeiten und Weißmehlprodukte haben es in sich. Sie lassen den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe steigen. Das führt zu einer starken Insulinausschüttung. Insulin normalisiert den Blutzucker, unterbricht aber gleichzeitig die Fettverbrennung, schleust Fette aus der Mahlzeit in die Körperspeicher, hält Wasser im Körper zurück und verursacht schnell neuen Hunger.

 

Wie Sie die genannten Stoffwechselblockaden überwinden können, lesen Sie in den folgenden Kapiteln.

Gesunde Leber - gesunde Blutgefäße

Das wichtigste Stoffwechselorgan zur Behandlung von Hämorrhoidalleiden ist die Leber. Unser moderner und meist ungesunder Lebensstil gefährdet die Gesundheit der Leber, was wiederum zu einer Erkrankung der Hämorrhoidalgefäße führen kann. 

 

Sie erfüllt zentrale Aufgaben bei der Aufnahme und Verwertung von Nahrungsbestandteilen, sorgt für die Bereitstellung lebenswichtiger Eiweißstoffe und greift regulierend in das Hormon- und Immunsystem ein. Die Leber filtert Giftstoffe aus dem Blut und sorgt für deren Abbau. Erkrankungen der Leber (Hepatopathien) nehmen immer mehr zu.