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«Hilfe, unser Sohn ist Christ» behandelt Themen, bei denen Christen von Nicht-Christen oft Unverständnis ernten, weil zwei Welten aufeinanderprallen. Auf humorvolle Art und Weise und mit einigen Anekdoten erzählt das Sachbuch, wie Christen so ticken und was sie glauben. Zum einen ist es ein Crashkurs zu Grundlagen des christlichen Glaubens, zum anderen behandelt es Bereiche, in denen ich selbst oft angeeckt bin. Nachdem ich mich als junger Erwachsener für Jesus entschieden hatte, hat sich mein Leben von Grund auf verändert. Das war für meine Familie besonders in der Anfangszeit nicht leicht und ich hatte einige spannende, aber auch herausfordernde Gespräche über Geld, Sex und Perfektion. Die ersten Kapitel behandeln die Basics, es geht um die Geschichte des Christentums und darum, wer Jesus ist. Ausserdem wird der Unterschied zwischen einer Freikirche und einer Sekte erläutert, da dieser vielen nicht klar ist. Persönlicher wird es bei den grossen Fragen: Warum sollte man zehn Prozent seines Einkommens spenden, freiwillig auf Sex verzichten und plötzlich ganz andere Prioritäten haben? Das Buch ermutigt dazu, das Gespräch mit Christen/Nicht-Christen zu suchen und einander auf Augenhöhe zu begegnen.
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Seitenzahl: 167
Veröffentlichungsjahr: 2023
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Vorwort (muss ja sein)
Kapitel 1 – Was ist ein Christ?
Kapitel 2 – Wer ist dieser Jesus überhaupt?
Kapitel 3 – Wie verändert sich mein Leben als Christ?
Kapitel 4 – Darf der das als Christ noch?
Kapitel 5 – Ist der jetzt in einer Sekte?
Kapitel 6 – Mögliche Komplikationen
Kapitel 7 – Jesus Nummer 1?
Kapitel 8 – Was ist eigentlich beten?
Kapitel 9 – Die Bibel
Kapitel 10 – Kein Sex vor der Ehe
Kapitel 11 – Zehn Prozent von meinem Einkommen gehören Gott?
Kapitel 12 – Die Liebe
Schlusswort (darf auch sein)
Ich widme dieses Buch meinen Eltern, welche immer für mich da sind, in jeder Situation an mich glauben und mir so viel Liebe schenken. Ihr seid die mit Abstand besten Eltern, die man sich wünschen kann!
Wenn Sie denken, dass es sich hierbei wieder um ein typisches 08/15-christliches Buch handelt – keine Ahnung, ich habe gerade mal einen Satz geschrieben und keinen blassen Schimmer, wo das Ganze noch hinführen wird.
Schreibt man bei einem Buch eigentlich zuerst das Vorwort? Oder schreibt man diesen Teil, wenn der ganze Rest steht?
Sehen Sie, schon bin ich überfordert. Ich bin auch kein Schriftsteller oder so. Ich glaube, ich kann einigermaßen schreiben und habe eine recht gute Idee. Was daraus wird? Wir werden sehen.
Wenn Sie dieses Vorwort lesen, bedeutet das vor allem, dass ich endlich einmal etwas zu Ende gebracht habe. Ich bin nämlich schnell für etwas zu begeistern, stürze mich voll rein – und nach einer Weile lasse ich es wieder bleiben. Mir fehlt der Biss, der Durchhaltewillen. Sollte dieses Buch trotzdem fertig geworden sein, dann erst einmal «Chapeau» an mich. Ein wenig auf die eigene Schulter klopfen schadet nie.
Dieses Buch ist keine Biografie. Ich darf zwar behaupten, dass ich in meinen jungen Jahren schon einiges erlebt habe, aber wen interessiert schon die Lebensgeschichte von einem Nobody? Da Beispiele aus dem echten Leben jedoch oft hilfreich sind, kommen Sie in den Genuss, einige Anekdoten aus meinem Leben zu erfahren.
Wenn es keine Biografie ist, warum schreibe ich dieses Buch denn dann? Ich möchte mit meinen Erfahrungen Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen helfen, einander besser zu verstehen. Leider bin ich aber auch jemand, der tief im Innern nach Ruhm und Anerkennung sucht. Außerdem wollte ich schon immer ein Buch schreiben, hatte einige Ideen, aber wie gesagt – nicht das größte Durchhaltevermögen. Allein, dass ich diese ersten Zeilen geschrieben habe, spricht dafür, dass Gott etwas in mir verändert hat.
Sie müssen wissen, dass ich seit dem Jahr 2008 Christ bin und mein Leben seit diesem Moment nicht mehr dasselbe ist. Natürlich wurde ich nicht sofort völlig verwandelt, so etwas braucht Zeit, Heilung und vor allem Einsicht.
Ist es normal, dass man nach den ersten anderthalb Seiten bereits eine Schreibblockade hat? Erst mal speichern, vielleicht kommt mir während der nächsten fünf Sekunden eine weitere Idee. Et voilà, schon ist sie da. Ich wollte ja eigentlich erzählen, weshalb ich dieses Buch schreibe.
Ich bin in einer ganz normalen Schweizer Familie aufgewachsen. Wir glaubten an Gott, hatten jedoch keine Beziehung zu ihm, oder besser gesagt, wir verstanden nicht, worum es dabei geht. Bis zu dem Tag, als Gott mir die Augen geöffnet hat und ich erkannte, wer Jesus Christus ist.
Seit diesem Moment hat sich mein Leben komplett verändert. Okay, ich bin immer noch der vorlaute und witzige junge Mann, der gern im Mittelpunkt steht und für jeden Spaß zu haben ist. Ich liebe das Leben und genieße es in vollen Zügen. In meiner Jugend vielleicht ein wenig zu sehr. Doch die Veränderung in mir begann an jenem Tag, als ich mein Leben Jesus übergeben habe.
Stopp! An dieser Stelle möchte ich ganz dringend auf etwas hinweisen! Für alle, welche mit dem ganzen Gerede von «Beziehung mit Jesus Christus» nichts anfangen können – machen Sie sich keine Sorgen. Ich hatte früher auch null Ahnung davon. Tatsache ist jedoch, dass ich genau eine solche «Beziehung» mit Jesus führe und dies auch so erwähnen muss und möchte. Weshalb? Ganz einfach: Es gehört zur Idee dieses Buchs und ich hoffe, Ihnen dies auf den nächsten 139 987 Seiten erklären zu können.
Mit meiner Entscheidung für ein Leben mit Jesus hat sich also – wie schon 17-mal erwähnt – mein Leben total verändert, was natürlich den Leuten in meinem Umfeld aufgefallen ist. Und wenn die Menschen, die einem nahe stehen, nicht ebenfalls diese Veränderung durchmachen, kann es für beide Seiten etwas kompliziert und schwierig werden.
In meinem Fall waren es vor allem meine Eltern und mein älterer Bruder, mit denen ich in gewissen Punkten zu kämpfen hatte. Das meine ich nicht negativ. Ich bin in einer grandiosen Familie aufgewachsen mit den besten Eltern und dem coolsten Bruder, den man sich wünschen kann. Dennoch war es für beide Seiten nicht ganz einfach, als ich nach Hause kam und sagte: «Ich bin dann jetzt mal Christ.»
Die Ansichten und Einstellungen eines Menschen, welcher von heute auf morgen ein Leben mit Jesus lebt, können sich extrem verändern, sei es in Sachen Beziehung, Sexualität oder Finanzen. Ich hatte deshalb einige tolle und auch anstrengende Diskussionen mit meiner Familie, mit Freunden und Bekannten.
Dabei spielt es gar keine Rolle, wer im Recht ist. Ich möchte nur aufzeigen, dass solch eine Veränderung zu gewissen Komplikationen führen kann. Auch ist es nicht meine Absicht, Sie mit diesem Buch zu «missionieren». Sollten Sie jedoch trotz all der unterschwelligen Botschaften zu Gott finden, nochmals Chapeau an mich.
Ich möchte mit diesem Buch Leuten helfen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden wie meine Familie damals, ihr Gegenüber und dessen Denkweise besser zu verstehen. Deshalb schreibe ich darüber, was mit Menschen geschieht, die sich für ein Leben mit Jesus Christus entscheiden. Dabei gehe ich Fragen nach wie:
Das tue ich auf einfache und humorvolle Art und Weise, denn Ernst liegt mir nicht. Ganz nebenbei möchte ich mit dieser Aktion natürlich fett Kohle machen, damit ich mir endlich eine Harley Davidson leisten kann.
Dieses Buch eignet sich übrigens auch hervorragend für jemanden, der im Kollegium oder im Freundeskreis Christen hat und sich dafür interessiert, was diese so glauben. Oder für Christen, welche die Denkweise ihrer «nichtgläubigen» Bekannten verstehen möchten. Allgemein eignet sich dieses Buch einfach für alles – schließlich soll die erste Auflage auch verkauft werden.
Wie Ihnen bestimmt aufgefallen ist, verfüge ich über eine spezielle Art von Sarkasmus und auch etwas schwarzem Humor. Sollte ich Sie damit kränken oder verwirren – bitte entschuldigen Sie, ist nicht böse gemeint. Ich nehme dieses Projekt sehr ernst, finde jedoch, ein bisschen Humor hat noch niemandem geschadet.
Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich einmal drei Seiten von einem Buch schreiben würde! Ich kann den Wind in den Haaren schon fühlen, wie ich so auf meiner neuen Harley durch die Gegend rotze.
Doch leider überkommt mich einmal mehr mein innerer Schweinehund, welcher mir sagt, dass es an der Zeit ist, Pause zu machen und mich meinen TV-Serien zu widmen. Ich denke, ich werde deshalb noch einen Sommer auf einem Dreirad anstatt auf einem schönen neuen Bike verbringen. Selbst schuld.
Bevor ich die Glotze einschalte, will ich aber wenigstens noch das Vorwort zu Ende bringen.
Hier nochmals eine kurze Zusammenfassung, worum es bei dem Buch geht (so kann man die Seiten auch füllen):
«Normale» Familie – einer wird Christ – die anderen nicht – könnte zu Komplikationen führen – könnte Streit geben – könnte zu Krieg führen – Weltuntergang!
Man sagt mir ebenfalls nach, ich hätte einen leichten Hang zu Dramatik und Übertreibung. Fragen Sie mich nicht, wie die Leute darauf kommen.
So, nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen dieses Buchs und hoffe sehr, dass es Ihnen weiterhilft oder zumindest ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Seit meinem kläglichen Versuch, ein witziges und dennoch ansprechendes Vorwort für mein Buch zu schreiben, sind fast drei Jahre vergangen. Das bedeutet zum einen, dass ich die letzten drei Sommer tatsächlich auf einem Dreirad verbracht habe, und zum anderen, dass ich meinen inneren Schweinhund ziemlich oft nicht besiegen konnte. Bis heute. Ich hatte auf einmal wieder das starke Verlangen, dieses Buch zu schreiben.
Doch letztlich profitieren Sie von dieser längeren Unterbrechung, immerhin bin ich nun drei Jahre älter und weiser – na ja zumindest älter.
Dieses Mal bin ich es anders angegangen. Ich habe mir wirklich ernsthaft Gedanken darüber gemacht, was in diesem Buch stehen soll und wie ich dabei vorgehen möchte. Ich habe einen Entwurf von allen Kapiteln gemacht und alle wichtigen Themen aufgeschrieben, welche darin vorkommen sollen. Und nun sitze ich hier und schreibe tatsächlich das erste Kapitel. Heureka!
Sagt man das heute noch? Egal, denn jetzt geht’s los. Sind Sie bereit? Ich auf keinen Fall, aber wir ziehen das jetzt gemeinsam durch.
Im ersten Kapitel möchte ich auf etwas Grundlegendes eingehen, damit wir dieselbe Ausgangslage haben.
Was ist ein Christ?
Dazu möchte ich eine kurze Story aus meinem Leben erzählen. Schon klar, klingt jetzt nicht so interessant. Aber es könnte noch einige kleinere Ausflüge in meine Vergangenheit geben. Natürlich nicht aus narzisstischen Gründen, sondern aus dem völlig selbstlosen Hintergedanken, dass Sie das Geschriebene besser verstehen.
Zurück zu meiner Geschichte. Ich bin also in einer ganz normalen «christlichen Familie» aufgewachsen. Wir glaubten an Gott (denk ich mal), gingen an Weihnachten in die Kirche und mein Bruder und ich besuchten in der Schule den Religionsunterricht. Ab und zu wurde am Abend vor dem Schlafengehen sogar gebetet. Aber eine wirkliche Beziehung zu Gott hatte niemand bei uns. Wir waren also Christen – dachte ich zumindest. Als ich in die Oberstufe kam, lernte ich meinen bis heute besten Freund Leo kennen. Leo ging in eine Freikirche (keine Sekte, aber dazu später mehr) und war ebenfalls Christ.
Leo und ich teilten alles miteinander. Wir kamen oft auf das Thema Glauben zu sprechen, was ich sehr spannend fand. Für mich gab es keine Unterschiede zwischen uns – für ihn jedoch schon. Wenn ich von mir behauptete, ich sei Christ, lächelte er und antwortete: «Nein, mein Freund, bist du nicht.»
Ich habe diese Aussage nie verstanden. Weshalb sollte der Christ sein und ich nicht? Schließlich bin ich reformiert aufgewachsen und wurde mit 16 konfirmiert (ich musste nachschlagen, wie man dieses Wort schreibt – wie peinlich!).
Um konfirmiert zu werden, mussten wir unter anderem innerhalb von einem Jahr 16-mal die Kirche besuchen. Als Beweis dafür, dass wir wirklich die Kirchenbank gedrückt hatten, dienten kleine Zettel. Ich hatte einen ziemlich coolen Pfarrer, der mir erlaubte, meine Zettelchen auch in Leos Freikirche abzugeben. Dort erlebte ich eine völlig neue Art von Kirche. Ich fühlte mich enorm wohl, verstand aber noch immer nicht, was Leo mit seiner Aussage meinte.
Eines Tages, lange nach meiner Konfirmation, gingen wir gemeinsam in eine andere Freikirche, welche vor allem für Jugendliche war. An jenem Sonntag war dort ein Taufgottesdienst. Was ich etwas komisch fand – die Täuflinge konnten schon lange laufen. Wird man normalerweise nicht als Baby getauft?
Und plötzlich kapierte ich es. Sie kennen bestimmt den Ausdruck: «Es fiel mir wie Schuppen von den Augen.» So fühlte ich mich an jenem Sonntag. Der Pastor (so nennen viele Freikirchen ihren Pfarrer) erzählte in seiner Predigt von der Beziehung, welche wir mit Jesus Christus haben können. Wir können nicht nur, wir brauchen diese Beziehung sogar, um mit Gott verbunden zu sein. Manch ein Prediger droht vielleicht mit dem ewigen Höllenfeuer, wenn wir dieses Angebot ausschlagen, aber dieser Pastor sprach von einer liebevollen Einladung. Gott lädt uns ein, Jesus in unserem Leben aufzunehmen. Anschließend rief der Pastor dazu auf, sein Leben Jesus zu übergeben und dies mit der Taufe zu bezeugen.
Für mich war in diesem Moment völlig klar, dass ich diesen Schritt tun wollte. Mir wurde auf einmal bewusst, wer dieser Jesus ist und was Leo die ganze Zeit versucht hatte, mir zu erklären. Ich wollte Jesus in mein Leben einladen – was ich dann auch tat. So viel zu mir.
Christen kann man in zwei Kategorien einteilen:
1.) Es gibt Menschen, die glauben, dass sie Christen sind.
2.) Es gibt solche, die es wirklich sind.
In eine christliche Familie geboren zu werden und ab und zu in die Kirche zu gehen, macht einen «leider» noch nicht zum Christen. Auch die Taufe macht einen nicht dazu. Das ist keine Bewertung, ob jemand ein guter Mensch ist oder nicht – es gibt tolle Menschen, die keine Christen sind. Ich möchte auch niemandem zu nahe treten oder seinen Glauben anzweifeln. Aber es reicht nicht, an Gott zu glauben. Um ein «echter» Christ zu sein, muss man sich dafür entscheiden, denn man wird nicht als Christ geboren.
Vor dem oben erwähnten Jugend-Taufgottesdienst war ich ein sogenannter «Namenschrist». Ich tauchte in irgendwelchen Namenslisten auf als getauft und konfirmiert. Doch erst seit diesem Tag habe ich eine echte Beziehung mit Gott, weil ich mich dafür entschieden habe.
Aber wie genau funktioniert das? Wie wird man Christ? Was muss man dafür tun?
Ich möchte hier noch nicht allzu tief gehen, denn dies ist nicht das Thema dieses Buchs, sondern lediglich ein bisschen Basiswissen weitergeben: Christ wird man, in dem man Jesus in sein Leben aufnimmt. Um das zu verstehen, muss man erst einmal wissen, wer dieser Jesus überhaupt ist. Da dies jedoch ein Thema für sich ist, hebe ich es mir fürs nächste Kapitel auf.
Wissen Sie, was ich an vielen Sachbüchern nicht so mag? Die Autoren schaffen es, ein Thema, welches vielleicht 50 Seiten benötigt, auf 475 Seiten auszudehnen. Sie kommen einfach nie auf den Punkt. Ich weiß nicht, ob sie nach Seite bezahlt werden wie dereinst Karl May oder ob sie einfach Spannung aufbauen möchten. Ich für meinen Teil möchte mich lieber kurzfassen und die Kapitel nicht unnötig in die Länge ziehen. (Mit der Tatsache, dass mir der Stoff für das erste Kapitel bereits ausgegangen ist, hat das selbstverständlich überhaupt nichts zu tun.)
Vorher möchte ich Sie allerdings darauf hinweisen, dass Sie soeben das allererste Kapitel von mir gelesen haben, welches ich zu Ende geschrieben habe. Bevor ich jetzt jedoch sentimental werde und meinen Laptop vollheule, gehe ich lieber Netflix gucken. Immerhin habe ich mir jetzt eine Pause verdient. Ich hoffe, es dauert nicht wieder drei Jahre, bis wir zum nächsten Kapitel kommen.
Liebe Leserin, lieber Leser,
seit dem Schreiben des ersten Kapitels sind 57 Jahre vergangen und ich darf in wenigen Tagen meinen neunzigsten Geburtstag feiern. Ich hatte ein tolles und erfülltes Leben, möchte jedoch, bevor ich diese Welt verlasse, dieses Buch zu Ende schreiben. Meine Enkelin, welche letzten Monat ihr drittes Kind zur Welt gebracht hat, hat in meinen Unterlagen dieses alte Skript gefunden. Sie hat mich dazu ermutigt, meine Arbeit endlsleghslejfalösekfslkeghlsekfmaselkgnasklehfalkjeklsghk ejsfakejghlaesjflkejagheklsjfakejglkashegkljfkejgkehklafjskas ejgekhgalksejfkesjgkeshgaskljefklsejghsaglkjsefklajsegkhekla jfeklgjekhgaklsjefkljegkehgklajeflkejglkhaklesjfklejeghesklafj keljgakhklaejfklaesjgklsehglkasejflkajgehsgklasejflkjglheklfjkl ejghglejgaijgoighaijqfwep
Wie Sie bestimmt bemerkt haben, war dies einer meiner kläglichen Versuche, witzig zu sein. Das Buchstabendurcheinander soll von meinem Kopf stammen, welcher auf der Tastatur liegen geblieben ist, nachdem mein letztes Stündchen geschlagen hat.
Während ich die letzten Zeilen durchlese, muss ich ein wenig schmunzeln – ich hoffe natürlich, Sie ebenfalls. Ganz nebenbei: Ein Witz ist nur dann gut, wenn man ihn erklären muss …
Also, 57 Jahre sind nicht vergangen, eher so an die 24 Stunden. Sie haben richtig gelesen, nur 24 Stunden. Momentan bin ich wirklich Feuer und Flamme, dieses Buch fertig zu schreiben. Das könnte eventuell daran liegen, dass der Sommer kommt und ich nicht noch eine Saison auf meinem Dreirad rumkurven möchte.
Ihnen ist sicher schon aufgefallen, dass ich sehr gerne abschweife. Zum einen liegt es in meiner Natur, und zum anderen möchte ich die Anzahl der Wörter ein wenig nach oben korrigieren. Wer möchte schon ein Buch kaufen, das nur 17 Seiten hat? Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich insgeheim hoffe, Sie durch meine Ausflüge ab und zu zum Lächeln zu bringen.
Genug davon. Widmen wir uns wieder ernsteren Angelegenheiten.
Wer ist Jesus Christus überhaupt und was bedeutet es, ihn in sein Leben aufzunehmen?
Um Jesus besser kennenzulernen, müssen wir uns erst einmal mit der Geschichte des Christentums befassen. In diesem Fall geht das am besten mit einem sehr alten Buch – der Bibel. Abgesehen davon, dass die Bibel die Geschichte des Christentums am besten beschreibt, weil die Berichte schon sehr früh von Augenzeugen notiert wurden, glauben Christen, dass die Bibel Gottes Wort ist. Wir glauben, dass auch die Berichte korrekt sind, für die es keine Augenzeugen gibt.
Wenn Sie kein gläubiger Mensch sind oder Ihnen die Bibel nicht so zusagt – kein Problem. Aber jetzt wissen Sie, warum die Bibel für Christen so wichtig ist. Fangen wir an.
Thema: Das kleine 1x1 der Geschichte des christlichen Glaubens. Quelle: Die Bibel.
Ganz am Anfang der Bibel wird erzählt, wie Gott die Welt und das Universum erschaffen hat.
Nochmals ein kleiner Einschub: Was ich hier erzähle, müssen Sie natürlich nicht glauben, ich fasse lediglich zum besseren Verständnis ein paar Geschichten der Bibel kurz zusammen.
Gott hat also die Welt und uns Menschen erschaffen. Gottes Plan war es von Anfang an, dass wir in einer persönlichen Beziehung mit ihm leben. Die ersten Menschen waren laut der Bibel Adam und Eva – vielleicht kennen Sie das aus dem Religionsunterricht oder aus der Glotze. Sie lebten im Garten Eden und führten genau diese persönliche Beziehung mit Gott. Sie konnten ihn sehen, mit ihm sprechen und gingen mit ihm spazieren.
Dann kam der Sündenfall. Die Schlange verführte die beiden dazu, eine Frucht vom Baum der Erkenntnis zu probieren (oft als Apfel gemalt, aber das ist dichterische Freiheit) und puff – aus der Traum. Wir Menschen haben es vergeigt. Gott hatte nur eine Regel für die beiden, nämlich nicht von diesen Früchten zu essen. Die Tat der beiden Schleckermäuler war ein schwerer Vertrauensmissbrauch, was zu einer Trennung zwischen Gott und der Menschheit führte.
Wenn ich das jetzt theologisch erklären würde, müsste ich nochmals 17 Bücher schreiben, deshalb verzichte ich darauf. Wichtig für uns ist nur, dass durch den Sündenfall die Menschheit von Gott «getrennt» wurde. Gott hat uns aber nicht aufgegeben. Im Gegenteil.
Er schickte Adam und Eva aus dem Garten Eden, da dort auch der Baum des Lebens stand. Wenn sie davon gegessen hätten, wären sie auf ewig von ihm getrennt gewesen, da sie nie gestorben wären. Damit dies nicht geschah, erteilte Gott den beiden Schleckermäulern Hausverbot. Sie mussten raus aus dem Paradies.
An dieser Situation finde ich schön, dass Gott sich trotzdem um Adam und Eva kümmerte. Es steht sogar in der Bibel, dass er ihnen Kleider aus Fellen machte.
Nun war also die «Sünde» geboren. Da Gott wie bereits erwähnt die Menschen immer noch sehr liebte, versuchte er weiterhin, eine persönliche Beziehung mit ihnen zu leben. Wir Menschen haben einen freien Willen, deshalb können wir selbst entscheiden, ob wir diese Beziehung wollen. Wenn man das Alte Testament (das ist der erste Teil der Bibel) liest, sieht man ganz deutlich, dass die Menschen es über Tausende von Jahren immer wieder vergeigt haben. Doch Gott hat ihnen eine Chance nach der anderen gegeben.
Nehmen wir das Volk Israel, welches Gott durch Mose aus der Sklaverei der Ägypter befreite. Vielleicht haben Sie «Der Prinz von Ägypten» gesehen und wissen, wie Mose das Meer teilte. Gott hatte dieses Volk als sein Volk auserwählt und wollte nur das Beste für sie. Er gab ihnen alles, was sie brauchten, und wollte sie ins verheißene Land Kanaan führen, wo heute der Staat Israel ist. Doch kaum unterwegs konnten die Leute nicht aufhören, Gott Vorwürfe zu machen. Uns Menschen fällt es einfach extrem schwer, Gott zu vertrauen.
Früher habe ich immer gedacht: «Was müssen das für Idioten gewesen sein? Warum haben die nicht einfach geschnallt, worum es Gott ging?» Heute weiß ich, dass ich genauso reagiert hätte. Wir Menschen sind einfach so. Wir sind undankbar und vergessen schnell, was uns Gutes widerfahren ist.
