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"Hilfe zur Selbsthilfe" ist der ausdrucksfähigste Titel für mein Lebenswerk. "Sich den Wahrnehmungen stellen ist einfacher, als zu leiden". Man findet viele Anregungen und Anleitungen, wie man Unerklärliches annehmen und abstellen kann. Viele Beispiele untermauern die nützlichen Tipps. Stellenweise liest sich das Buch wie ein Fantasyroman und ist dennoch wahre Begebenheit. Es geht um Unerklärliches, Ursachen für Gesundheitsprobleme wie Ängste, Depressionen, Schlafprobleme, Energiemangel, Schreikinder, unerfüllter Kinderwunsch aus anderer Sicht. Warum verhalten sich Tiere eigenartig, Angst vor dem Tod - was kommt danach? Gibt es die Wiedergeburt? Sterbebegleitung, Trauerverarbeitung. Warum gehen Verstorbene nicht ins Licht, Kurioses aus der Zeit als Bestatterin werden ebenso wie Lernschwierigkeiten, Partnerschaftsprobleme behandelt. Wie kommt man zu dieser Gabe? "Über mich" gibt darüber Auskunft.
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Seitenzahl: 306
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Rita a. Cascia arbeitet seit 13 Jahren in eigener Praxis für Energiearbeit und Lebensberatung.
Dank einer besonders ausgeprägten feinfühligen Gabe arbeitet sie überwiegend im mentalen Bereich. Sie nimmt Schwingungen von Mensch und Tier auf und kann so Störfelder in der körperlichen, geistigen und seelischen Ebene erkennen.
Auch mit Verstorbenen, Pflanzen, beweglichen und unbeweglichen Gegenständen kann sie Kontakt aufnehmen. Ohne Zeit und Raum.
In diesem Buch schreibt sie über eigene Erfahrungen und Erkenntnisse aus ihrer langjährigen Tätigkeit mit Klienten, ohne wissenschaftliche Erklärungen.
Das Buch wird vor allem sensiblen Menschen mit vielen Tipps helfen, über ihre Wahrnehmungen zu sprechen und sich zu öffnen.
Man findet viele Anregungen und Anleitungen, wie man Unerklärliches annehmen oder abstellen kann.
Viele Beispiele untermauern die nützlichen Tipps. Stellenweise liest sich das Buch wie ein Fantasy-Roman und ist dennoch wahre Begebenheit.
Liebe und Vergebung ist der Schlüssel.
Vorwort
Einleitung
Über mich
1.1 Lebensereignisse
1.2 Gravierende Einschnitte, aus heutiger Sicht
1.3 Wie bemerkte ich, dass ich eine außergewöhnliche Gabe habe
1.4 Wie ich lernte, damit umzugehen
1.5 Wie mich andere sehen, Erfahrungsberichte
1.6 Warum schreibe ich dieses Buch
Auflösung negativer Energien
Reinigungsritual, Erdverbundenheit
Gibt es Engel, Himmlische Helfer
Hilfe bei Lernschwierigkeiten
Energiemangel, Schlafstörungen
Krankheiten, Angstzustände
Partnerschaftsprobleme
Unruhige oder ängstliche Kinder
Unerfüllter Kinderwunsch
Gibt es eine Wiedergeburt?
Seelenplan, Seelenaufgabe
Sterbebegleitung
Hilfe bei Trauerverarbeitung und Ungewissheit
Warum gehen Verstorbene nicht gleich ins Licht?
Kurioses aus der Zeit als Bestatterin
Tiere haben mich in Erstaunen versetzt
Danke für Eure Unterstützung
Es gibt kein RICHTIG und kein FALSCH.
Selbst ich weiß noch nicht, ob ich nur mit der Seele, mit dem Geist oder mit Seele und Geist von verstorbenen Menschen oder Tieren kommuniziere. Wann wird man es genau wissen? Da streiten sich sogar Wissenschaftler und Professoren.
Ich werde es genau wissen, wenn ich auf der anderen Seite angekommen bin. Da ich kein neugieriger Mensch bin, hat das noch Zeit.
Für viele wird heute das alte Weltbild, der Glaube, dass die Verstorbenen vom Stern zu uns herunter schauen, auf den Kopf gestellt.
Dass es wieder so sein kann, dazu möchte ich meinen Beitrag mit dieser Ausgabe leisten.
In diesem Buch gibt es nachweisbare Erfahrungsberichte, mit denen sicherlich nicht jedermann auf Anhieb umgehen kann. Deshalb werde ich auf verständliche Art versuchen, euch mit Hilfe von Beispielen zu erklären, dass es doch mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir es für möglich halten.
Dieses Buch widme ich vor allem einem langjährigen Klienten, der sich die erste Ausgabe von meiner Autobiographie, meinen Erfahrungen, den Erlebnissen, Hilfe für Mensch und Tier, schon vor Jahren gewünscht hat. Das erste Exemplar versprach ich ihm.
Jetzt ist die Zeit reif, mein Versprechen einzuhalten. Denn nicht nur ich konnte ihm über Jahre mit seiner schweren Erkrankung zur Seite stehen, sie anzunehmen, zu kämpfen, jeden Tag zu genießen, die Angst bestmöglich im Griff zu haben.
Auch er war mir eine gute und wertvolle Hilfe in Erkenntnis und Weiterentwicklung auf meinem Weg. Er war mir ein Trost, gab mir Kraft und erinnerte mich an meine Stärke, als ich meine Mutti bis zum Schluss begleitete.
Jetzt erinnere ich Dich an Deine Stärke.
Danke für Dein Vertrauen, Wolfgang.
Bedanken möchte ich mich auch bei all meinen anderen Klienten und Seminarteilnehmern. Ohne euch, ohne eure Fragen, ohne eure Offenheit und ohne euer Vertrauen hätte ich mich nicht weiter entwickeln können, meine inneren Quellen anzuzapfen.
Gabe ist ein großes göttliches Geschenk. Das zu erkennen, damit zu leben, damit zu helfen, dazu braucht es Aufgaben, Vertrauen, Dankbarkeit und Liebe. Ihr habt einen großen Anteil an meinem Werden.
Ich danke Gott und allen meinen himmlischen Helfern, meinen Freunden, vor allem auch meiner Familie, ganz besonders meinem Mann, der mir oft genug für meine Arbeit den Rücken freihalten muss.
ICH BIN DANKBAR
Rita
Immer wieder wurde ich nach meiner Autobiographie bzw. nach meinen Erfahrungen gefragt. Wie ich dazu gekommen bin, woher ich die Gabe habe? Ob ich das, was ich mache, schon immer konnte? Wie ich aufgewachsen bin, hatte noch jemand in der Familie diese Gabe? Wie ich das alles schaffe? ... Fragen über Fragen.
Ich habe keine Berührungsängste ... Unser Haus hat in den 13 Jahren schon unzählige Gesichter gesehen.
In Beratungsgesprächen und in Seminaren müssen sich meine Klienten mit kurzen Antworten und Einblicken zufriedengeben. Die Zeit reicht nicht, da geht es in erster Linie um ihre Belange.
Ich habe immer gesagt, irgendwann schreibe ich mal alles auf und wer sich interessiert, darf es gerne lesen. Aber wann? Fast jeder Tag ist ausgeplant, für ein Buch braucht man Ruhe und Zeit.
Bei der Kommunikation nach OBEN muss man immer vorsichtig mit seinen Wünschen sein. Die müssen gut überlegt werden. Mitte Juli hatte ich das Gefühl, jetzt bin ich bereit. Meinem Schutzengel habe ich das folgende Signal gegeben: Wenn die Zeit dafür reif ist und ich das Buch schreiben soll, dann sorge bitte dafür, dass ich Zeit habe - ohne wirklich krank zu sein, ohne Kummer und Leid. Es kam, wie es kommen sollte: Durch eine Calcaneusfraktur (Fußwurzelbereich), die beim Röntgen nicht erkannt wurde, zog sich der Heilungsprozess über Monate hin. Wie alles einen Sinn hat, war auch dieser Unfall während eines Arbeitseinsatzes nicht ohne Grund. Jetzt konnte ich endlich mal in vollen Zügen auf der Gartenliege von August an den Sommer genießen.
Mit Bein hoch, ein paar Klienten-Terminen, Telefongesprächen und ZEIT konnte ich über mein Buch nachdenken.
Meine Energie steckte ich nicht in Ärger oder Frust, dass sich alles so mit der Heilung hinschleppte.
Ganz im Gegenteil, voller Begeisterung für mein Buch vergaß ich so manches Mal meinen Fuß und die Uhr.
Die Erkenntnis, dass alles so kommt, wie es sein soll, gab mir die nötige Energie, mit dem Aussortieren gesammelter Notizen anzufangen.
Zustimmungen für die Fallbeispiele von den Klienten einzuholen, das Konzept zu erarbeiten und genügend Mut aufzubringen, mich zu öffnen.
Solange ich meinen Fuß still hielt, schmerzte er nicht. Die Gehhilfen waren viel zu unpraktisch, also wurden Urlaub und Ausflüge gestrichen.
ZEIT ... Unter diesen Bedingungen fand ich den Start.
Die Erkenntnis: Alles hat seinen Grund. Betrachte nicht nur die negative Seite.
Das Gesetz der Polarität: Licht und Schatten
ALLES HAT ZWEI SEITEN UND DAVON IST MINDESTENS EINE POSITIV.
Vorweg: Ich bin ein positiv denkender Mensch.
Jetzt, kurz vor 70, mit viel Lebenserfahrung, zu der auch sehr viel Leid und Trauer gehört, weiß ich heute zu schätzen, dass es immer zwei Seiten der Betrachtung gibt. Vergebung, Licht und Liebe denen senden, die es gerade nicht so gut mit einem meinen, ändern was man ändern kann und akzeptieren, dass man nicht allein die Welt retten kann. Das macht mir das Leben und die schrägen Momente viel erträglicher.
Bin ich stur, dickköpfig? Oh JA! Unser Vater, von dem ich diese Erbsubstanz bestimmt habe, pflegte zu sagen: Der Klügere gibt nach. Das heißt nicht, alles gut zu finden, aber verzeihen können und nicht nachtragend sein. Er hatte fast immer recht. Das musste man erstmal akzeptieren lernen. Papa wusste einfach vorher schon, wie es ausgeht. Irgendwann mit dem Alter hatte ich es begriffen, und die Sturheit tauschte ich gegen Diplomatie.
Ein bisschen Sturheit habe ich mir dennoch erhalten. Sie ist auf meinem Weg, den ich jetzt beschreite, sinnvoll. Ich bin anders und trotzdem NORMAL.
Ich nehme meine Gabe an und lebe sie!
Am Anfang konnte meine Familie gar nicht damit umgehen, weder mein Mann noch meine Mutti. Sie meinte wörtlich:
„Rita, höre auf damit! Die Leute denken, du spinnst." Vor ihrem Tod konnte sie ihren Lieblingssohn, meinen jüngsten Bruder, der auf sie wartete, schwach sehen und fragte mich:
„Ist das B...?" Ja, er war es! ... Tränen ... Es tat ihr so leid, dass sie mir nicht vertraut hatte, dass ich mich mit Verstorbenen austauschen konnte. Nun konnte sie mich verstehen und war sehr gerührt. Von da an vertraute sie mir, dass die Verstorbenen unter uns sind. Das erleichterte uns die letzten Tage des Zusammenseins vor ihrem Tod sehr.
Mein Vater schaute mich immer nur an, sagte weder etwas Negatives, noch etwas Positives zu mir. Mit einem prägenden Ereignis, das er mir Monate vor seinem Tod 2007 erzählte, gab er mir indirekt zu verstehen, auch er hatte Gaben.
Er hatte im Krieg gewusst, wo die Bomben einschlagen würden. Unser Vater hatte laut geschrien: „Raus hier aus dem Graben!" Die auf ihn gehört hatten, sind am Leben geblieben. Die anderen haben es mit ihrem Leben bezahlt. Ebenso wusste er, von wo Gefahr im Freien lauerte. Bis auf einen kleinen Splitter im Fuß kam er als Gefangener unverletzt aus dem Krieg.
Meine Mutter erinnerte mich daran, dass mein Vater auch „sehen" konnte, wenn jemand im Dorf bald sterben würde. Er sah es am Hals. So bezeichnete er es. Kurz darauf traf es dann auch ein.
Unser Vater ist mit 85 Jahren und unsere Mutter mit 91 Jahren verstorben. Sie haben also vier ihrer Kinder überlebt.
Für meinen Mann, dessen Vater nicht aus dem Krieg kam, und der von unseren Eltern wie ein eigener Sohn aufgenommen wurde, wie auch für mich, war es selbstverständlich, dass wir uns um unsere Eltern kümmerten. Die letzten Jahre waren krankheitsbedingt sehr intensiv.
So habe ich im Prinzip bis 2016 immer mit und für meine Familie Verantwortung getragen. Die meisten Sonntage meines Lebens gehörten den Eltern. Zum Glück waren unsere Jungs, solange sie klein waren, auf dem Dorf sehr glücklich. Mussten wir, wollten wir? Das war für uns selbstverständlich, man hat funktioniert.
Jetzt, im Alter, merke ich, mir fehlt so viel vom Leben, so viele Sonntage, die ich nicht mehr nachholen kann. Die, die mir jetzt noch bleiben, genieße ich in vollen Zügen. Im Schlamperlook lange frühstücken, aufräumen, Mittag essen, das mein Mann gekocht hat, Duschen, Sauna, leichte Gartenarbeit, alles was meiner Seele gut tut. Einfach den Sonntag genießen, ohne Pflichten, ohne Zeitgefühl.
Zum Glück bin ich ein bodenständiger Mensch.
Neugierde, Neid, Hass oder nachtragend zu sein kannte und kenne ich nicht. Dafür bin ich sehr dankbar.
Ich freue mich und gönne es Jedem, wenn sein Grundstück gepflegt und liebevoll gestaltet ist. Noch mehr freut es mich, wenn auch die Nachbarschaft meine Augen leuchten lässt. Mein Herz geht regelrecht auf. Viele Pflanzen, ob grün oder üppig blühend, am besten noch in Verbindung mit Wasser, sind das Lebenselixier für mich. Drei kleine Sitzecken auf unserem kleinen Grundstück, das ist pure Energie, um mit meiner übersinnlichen Wahrnehmung meinen Alltag zu meistern. Einfach mal abschalten und runterfahren, Kraft tanken, mit Gebeten, Sonne und Mond. Mir reichen oft nur ein paar Minuten zwischendurch am Tag.
Von Meditation über längere Zeit halte ich persönlich nichts. Dies würde bei mir nur in Träumereien ausarten und man wünschte sich dann nur noch Harmonie. Das funktioniert nicht. Wir leben im HIER und JETZT. Die Augenblicke zählen, den Alltag annehmen und mit Leichtigkeit das BESTE daraus machen. Das fällt mir persönlich leichter. Auch Tiefen haben ihren Sinn. Oft erkennt man sie erst später.
In der Öffentlichkeit kann ich Menschen mit offenen Augen ansehen. Manche meinen, ich schaue durch sie hindurch, und das macht ihnen Angst - oder ich wäre eine Hexe, weil ich so viel weiß.
(und wenn, dann bitte eine weise, weiße Hexe ... lach)
Weit gefehlt ... meine Gedanken sind ganz wo anders ... ich träume sozusagen mit offenen Augen.
Erschreckenderweise kann ich sogar im Straßenverkehr abschalten.
Oh je, da könnte ich Anekdoten erzählen. Seit Jahren bitte ich meinen Schutzengel, gut aufzupassen, wenn ich ins Auto steige. Damit nicht nur ich, sondern auch das Fahrzeug, und alles was mir begegnet, steht oder fliegt, heil und sicher an seinem Platz bleibt oder an sein Ziel kommt. Ein tiefes Aufatmen und Bedanken ist dann zum Ende des Tages das Mindeste.
Geboren wurde ich als drittes Kind von sechs Geschwistern im Jahre 1949 in einer schönen alten Kreisstadt im Land Brandenburg.
Die erstgeborene Schwester verstarb 1947 im Alter von nur 3 Monaten an schweren Darmproblemen (Krebs?), also vor meiner Geburt.
1948 wurde mein älterer Bruder geboren.
Für unsere Eltern war es nicht einfach, das tägliche Leben zu meistern, um für ihre Kinder und sich gut zu sorgen.
Sie kamen mittellos als Flüchtlinge, genau wie ihre Eltern, ins brandenburgische Land, in ein kleines Dorf.
Im Jahr 1947 zogen die Eltern mit der erstgeborenen kranken Schwester in meine Geburtsstadt; alles war praktischer zu erreichen. Der Einkauf, der Arzt, das Krankenhaus...und dann der Friedhof.
Unser Vater hatte eine gute Anstellung.
Für meinen großen Bruder und mich hatten sie mehr Zeit, auch wenn ich mich nicht daran erinnern kann, aber es muss wirklich für mich stimmig gewesen sein. Unsere Nachbarin, die mich sehr mochte, war eine sehr bekannte Heilerin mit besonderen Gaben. Meine Wehwehchen pustete sie einfach weg.
So lange sie lebte, blieb sie meine besondere Helferin, wenn kein Doktor mit meinem Bauchweh und der Trockenflechte mehr Rat wusste.
Im Jahre 1952 wurde ich gegen meinen Willen aufs Dorf verschleppt *schmunzel*, so sehe ich das heute.
Der Grund: Die Eltern von meiner Mutti brauchten auf dem Dorf Hilfe. Also zogen sie aufs Land und wurden sogenannte Neusiedler. Von Landwirtschaft hatten sie aber keine Ahnung.
So mussten sie Landwirtschaft und Tierpflege erlernen.
Zur Siedlung, die sie übernommen hatten, gehörten das Feld und nach und nach eine Kuh, Schweine, Enten und Hühner. Der Garten war am Haus.
Sie versorgten uns, den Hof und die Tiere, neben ihrer eigentlichen Arbeitsstelle; Vater im Stall, Mutter erst in der Landwirtschaft. Später arbeitete sie wieder in ihrem Beruf als Verkäuferin.
Ich übernahm frühzeitig eine kleine Mutterrolle für meine nach mir geborenen drei Geschwister. Freunde zu treffen war daher schwierig. Meine zwei Jahre jüngere Schwester kam mit dem Down-Syndrom zur Welt. Ich fühlte mich ihr am meisten verbunden. Ich trug sie besonders viel neben meinen anderen Geschwistern umher. Das tat meinem Rücken nicht gut. Dieser war im Alter von Mitte zwanzig schon kaputt. Ich musste sie nicht tragen, wurde sogar von den Eltern ermahnt, dass ich sie nicht immerzu tragen solle; ich machte es einfach, sie freuten sich und ich liebte sie!
Meine zweite Schwester verstarb 1966 im Alter von 13 Jahren an Blutkrebs, ein Sterbeprozess, der schlimmer nicht hätte sein können für ein 15 jähriges Mädchen, wie mich. Ich konnte nur machtlos zusehen, am Bett wachen und mit ihr leiden, denn bis kurz vor ihrem Tod mussten wir uns ein Zimmer teilen.
Ein Jahr zuvor erblickte mein jüngster Bruder als sechstes Kind das Licht der Welt. Das Jahr 1965/66 war daher ein sehr schwieriges Jahr für mich. Ich half meinen Eltern, einen Säugling, um den ich mich kümmerte, als wenn es mein Kind wäre und eine kranke Schwester, die im Sterben lag, mit zu versorgen.
Wir Kinder kannten, seitdem wir in dem Dorf wohnten, keinen Urlaub mit Eltern und kein entspanntes Wochenende. Auf der Arbeitsstelle meines Vaters mussten die Tiere gefüttert werden. Am Sonntag haben beide Elternteile im Stall gearbeitet, damit wir wenigstens das gemeinsame Abendessen in Familie hatten. Zwischen Früh- und Abendfütterung hatte unser Vater Freizeit, die er auf dem Grundstück mit allerlei anfallenden Arbeiten ausfüllte.
Er baute für uns aus Sägebock und Bohlen eine Wippschaukel, für die Brüder einen Wagen zum Ziehen, und große alte Fahrräder wurden wieder fahrbar gemacht. Meine Mutter und ich teilten uns ein Fahrrad. An der langen Sitzstange kam zusätzlich auf der Hälfte noch ein Kindersattel dazu.
Es sah lustig aus. Man brauchte als Kind schon Fahrkünste um mit diesem großen Fahrrad, halb im Sitzen und halb im Stehen zu fahren, Stürze inbegriffen. Manchmal durfte ich auch helfen, neue Speichen einzuziehen.
Später reparierte Papa die ersten Fernseher und Radios, die man ihm zur Reparatur anvertraute. So kamen auch wir recht früh in den Genuss einer großen Musiktruhe, die er günstig kaufen konnte. Auch ein gebrauchter Fernseher, den Papa erst reparieren musste, wurde unser Eigen. Das war Luxus, denn er war einer von den ersten, die es gab und im Dorf sowieso.
Heute frage ich mich:
Woher konnte unser Vater das?
Woher wusste er, wie man Fernseher und allerlei sonstiges elektronisches Gerät repariert?
Er hatte es nie gelernt!
Ich konnte ihm stundenlang zuschauen. Obwohl mein Vater die stinkende Zigarillo rauchte, hielt ich es irgendwie aus. Ich war in seiner Nähe, genau wie meine Schwester, für die er ein großes Herz hatte.
Als Kind durfte ich schon mit ihm „Stahlnetz-Krimis" gucken. Wir ermittelten den Täter. Das war spannend.
Heute kann ich weder Krimis schauen, noch andere aufregende Sachen im Fernsehen sehen. Ich sehe, fühle mehr, als mir lieb ist.
Zum Glück war mein fünfter Bruder ziemlich pflegeleicht. Ich glaube, er akzeptierte mich als seine große Schwester, die es gut mit ihm meinte. Noch heute ist er mein einziger, überlebender, kleiner Bruder, obwohl er viel größer und kräftiger ist als ich. Schön, dass es ihn gibt.
Unser Vater war sehr liebevoll. Aber wenn die Brüder etwas ausgefressen hatten, hat er auch mal zugehauen. Da ich meine Geschwister sehr liebte, ging ich oft in die Verteidigungsrolle und stellte mich vor sie ... das ging meistens gut aus.
Ich bekam nur einmal im Leben seine Hand auf meinem Allerwertesten bitter zu spüren.
Von meiner Patentante, die ich nie kennenlernte, bekam ich ein einziges Mal ein Paket aus Amerika. Darin waren Schokolade und eine Negerpuppe, die mir so viel Angst einflößte, dass ich sie kurzerhand in den Ofen steckte. Die Schokolade aßen wir Kinder und die Nachbarfreundin gleich auf. Es war ja eine unglaubliche Freude - Schokolade, die nach mehr schmeckte. Der Abend kam immer näher und damit meine Eltern nach Hause. Ich wusste, es war nicht richtig, und sie würden schimpfen. Aus Angst sind meine Freundin R. und ich in eine Waldschonung gelaufen; wir haben uns versteckt. ... Die Eltern riefen nach uns, aber wir sind nicht aus unserem Versteck rausgekommen. Unsere Väter wurden immer wütender. Mit der Dunkelheit stieg unsere Angst in der Schonung. Die war noch schlimmer, als das Donnerwetter zu Hause. Tief betrübt machten wir uns auf den Heimweg. Ich bekam wirklich einen kräftigen A.... voll, aber nicht wegen der Vernichtung des Inhaltes vom Paket, sondern, weil wir abgehauen waren. Meiner Freundin ging es ebenso.
Geteiltes Leid! Ihre Eltern waren genauso sauer wie meine. Vielleicht auch aus Angst um uns?
Wir stellten aber auch normalen Blödsinn an. Das Entengrütze holen zum Füttern für die Enten wurde ausgiebig genutzt, um am kleinen Tümpel auch mal zu schwatzen - mit den Jungs aus dem Dorf, die auch ihre Enten versorgen mussten. Ein Erlebnis vergesse ich nie. An einem Sonntag, ordentlich hell gekleidet, nahm ich eine Backmolle von meiner Tante, die mitten im Dorf wohnte, ging zum angrenzenden sumpfigen Karpfenteich und wollte Boot fahren. Was passierte? Ich kenterte. War ja auch zu dumm. Balance halten war nicht gerade meine Stärke. Ich sah ziemlich matschig aus und musste so bis nach Hause gehen. Wasserleitung und warmes Wasser gab es damals noch nicht. Also Wasser von der Pumpe draußen holen, warm machen und dann waschen.
Ich hatte großes Glück. Die Mutter meiner Mutti war meine Lieblingsoma. Sie war eine gebildete, erfolgreiche Geschäftsfrau im damaligen Deutschland, jetzt Polen. Meine Großeltern waren vor dem Krieg sehr vermögend, jetzt bettelarm in einer Ein-Zimmer-Wohnung mit langer, dunkler Küche mit Herd und Flur. Als mein großer Bruder und ich noch klein waren, kamen die Großeltern tagsüber in unser Haus und unterstützen unsere Eltern in unserer Kindererziehung. Für meine jüngere Schwester und mich nähte Oma schöne Kleider aus alten geschenkten Stoffen, bis es ihre Hände nicht mehr zuließen.
Es war aber auch die Oma Anna mit ihren zauberhaften Kochkünsten, die es verstand, mit ganz wenigen Zutaten Mittag zu kochen. Es war lecker, und wenn es mir bei uns zu Hause nicht schmeckte oder ich wusste, ich bekomme wieder Bauchweh davon, war Oma eine rettende Stelle für mich. Heute weiß ich, meine Mutter hatte mit Speck und Zwiebeln gebraten, das konnte ich nicht vertragen. Da mein Opa einen künstlichen Darmausgang hatte, musste Oma magenschonend kochen. Das konnte ich auch besser vertragen. Meine Eltern akzeptierten daher, dass ich oft die Flucht zu Oma antrat.
Als ich sieben Jahre alt war, bestand mein Vater darauf, dass ich mein Abendbrot, Rührei mit Zwiebeln und Speck, aufessen sollte.
Die Folge davon war, dass ich in der Nacht mit starken Bauchschmerzen ins Krankenhaus musste. Da ich außerdem noch fürchterlich ausgesehen haben soll, vermutete man Blinddarmentzündung. Also wurde mir der Blinddarm noch in derselben Nacht entfernt. Das war umsonst, denn der war gesund. Aber raus ist raus. Es war meine Unverträglichkeit von Speck und Zwiebeln. Das Gute daran war: Ich musste von da an nie wieder etwas essen, wenn ich nein gesagt hatte.
Oma war für viele Jahre in meiner Kindheit die rettende Stelle. Heute ist mein Lieblingsessen Rührei, nicht zu knapp, aber mit Schalotten und Schnittlauch.
Als Dank für ihre Liebe habe ich öfter bei ihr saubergemacht. Später, als sie nur noch im Bett mit ihren vom Rheuma gezeichneten Fingern und ihrer Krebserkrankung lag, habe ich sie noch öfter besucht.
Oma Anna sollte kurz nach dem Tod meiner Schwester meine zweite Erfahrung mit dem Sterben sein. Ich kam hinzu, als sie allein war und vor Schmerzen in ihrem Bett schrie. Ich setzte mich an ihr Bett und hielt ihre Hände. Meine Oma starb in meinem Beisein an Blutkrebs.
Das sollte für mich dennoch gut enden. Als die Ärztin kam, um den Totenschein auszufüllen, sah sie mich kreideweiß an der Wand stehen. Sie erkannte, das kann nicht nur vom Schock des Ereignisses sein. Sie drückte mir einen Einweisungsschein in die Hand und ich musste nach der Beerdigung von Oma ins Krankenhaus einziehen. Meine Blutwerte waren so schlecht.
Glück gehabt, alles war gerade noch rechtzeitig gewesen.
Danke Oma Anna, dass ich bei Dir sein durfte und danke an die ältere erfahrene Ärztin.
Wir Kinder waren glücklich und dankbar für das, was wir hatten: ein Häuschen, das meine Eltern bauten, in dem nicht genug Platz war, aber dafür warm im Winter. Die kleine, gute Stube wurde nur für besondere Anlässe, wie Weihnachten, Geburtstage oder für Besuch, genutzt. Allein durften wir nicht rein, denn meine Schwester konnte ihr Trinken und Essen nicht ohne zu kleckern in den Mund bekommen. Wir kannten aber auch nichts anderes. Also akzeptierten wir es so, wie es war. Das Plumpsklo draußen bei Wind und Wetter, Frost und Schnee, heute kaum vorstellbar. Essen war immer da. Der Nachteil: Ich konnte die selbstgemachte fette Wurst und Erdbeermarmelade nicht mehr sehen. Fisch gab es bei uns in meiner Kindheit leider zu selten. Meine Mutter war nicht gerade der Fan davon, und er wuchs auch nicht im Stall oder im Garten ...
Aber eine Familientradition von den Großeltern meiner Mutter blieb und wir führen sie weiter - Heiligabend vor der Bescherung gibt es gebratenen Karpfen. Das ist eine der schönen Kindheitserinnerungen.
Fußballspielen mit meinen Brüdern oder Ballspiele mit uns, dafür hatte mein Vater keine Zeit. Das hat er später als Rentner mit seinen Enkelkindern nachgeholt. Da konnte er ein wirklich guter Opa und Uropa mit Ausdauer sein.
Mit 18 Jahren fühlte ich mich schon so erwachsen und verließ mein Elternhaus, heiratete meinen Mann, den ich schon drei Jahre kannte. Ich wollte auf eigenen Füßen stehen. Das Elternhaus war ja nur schräg gegenüber.
Mein jüngster kleiner Bruder fügte sich von Anfang an bei uns am Wochenende, wie ein eigenes Kind, ein.
Mittagsschlaf mit uns war für ihn ein Genuss zwischen meinem Mann und mir.
Zwei Jahre später kam unser erster Sohn zur Welt, im gleichen Monat zwei Jahre darauf, unser zweiter Sohn.
Somit hatten wir dann oft drei Kinder, meinen jüngsten Bruder und unsere Jungs, als Familie am Wochenende.
In der Woche hatten wir von meinen Eltern, die inzwischen weder Land noch große Tiere zu versorgen hatten, große Unterstützung.
Heute bin ich glückliche Mutter zweier Kinder, Oma von drei Enkelkindern und Uroma von drei Urenkeln.
Als wir heirateten, haben wir uns vorgenommen, jedes Jahr Urlaub mit unseren Kindern zu machen und möglichst viel Zeit mit ihnen zu verbringen. Zumindest bis sie flügge sind. Sie sollten es besser haben, als wir es je hatten. Das ist uns auch gelungen. Und nicht nur das, auch für unsere Enkelkinder und Urenkel versuchen wir, uns Zeit zu nehmen.
Dank unserer Enkelin, die 2004 geboren wurde, hatte ich gar keine Zeit, alt zu werden. Mein Lachen, Albernheit, geistig fit in Technik, konnte ich mir durch ständige Herausforderungen erhalten. Sie war jeden Urlaub, fast jedes Wochenende mit uns zusammen. Das war die beste Medizin, um jung zu bleiben. Inzwischen bekommen ihre Freunde und das zickige Pubertätsalter mehr Aufmerksamkeit. Da sind Großeltern einfach zu alt, das muss man wohl oder übel verstehen ...
Das Heimweh ließ mich nie los.
Im Jahre 1976 gelang es mir über meinen Arbeitgeber, wieder in meine schöne, kleine Geburtsstadt zurückzukehren.
Wir konnten von meinem Kollegen die Neubauwohnung übernehmen. Purer Luxus, kein Klo mehr überm Hof.
56 m2 für vier Personen, wir waren überglücklich. Wasserleitung, Toilette, Badewanne, die Schule und Arbeitsstellen nicht weit entfernt.
Ein kleiner Garten wurde gepachtet. Später kam eine kleine massive Laube in Eigenbau dazu, in der es so manche Feiern gab.
Ideale Bedingungen, in einer Stadt glücklich zu leben.
Schon als Kind war ich fasziniert von Gott, unserem alten Pfarrer, der fast väterlich war und von den Katechetinnen der Christenlehre. Meine Großeltern väterlicherseits waren Kirchendiener im Dorf und bewohnten das Pfarrhaus. Als kleines Mädchen habe ich mich öfter mit Hilfe meiner Oma Wally versteckt, um zuzuhören, wenn die Großen ihren Konfirmandenunterricht hatten. Sie legte eine lange weiße Decke auf den Tisch. So konnte mich niemand unter dem Tisch sehen. Unser Dorfpfarrer und die Katechetin verpetzten mich nicht.
Getauft, konfirmiert, geheiratet, immer im Glauben an Gott.
Irgendwann kamen bei mir immer mehr Zweifel an Gott auf.
Viele Sterbefälle in der Familie; nicht nur meine drei Geschwister. Das endgültige AUS mit meinem Glauben war dann 1997, als mein jüngster Bruder, das vierte Geschwisterkind, der, den ich quasi mit großgezogen hatte, tödlich verunglückte.
Ich habe die Bibel weggeworfen, verstand Gott nicht mehr. Wie kann er so viel Unheil in einer Familie zulassen?
Sollte ich zum Glauben zurückfinden?
In dem Jahr war ich nach einem Krankenhausaufenthalt und anschließender Reha-Kur, die dann das endgültige AUS brachte, tagelang unter starken Schmerzen fast bewegungslos. Nur die Arme und den Kopf konnte ich noch bewegen. Der Bandscheibenvorfall wurde trotz CT und MRT nicht erkannt. Als die Blase auch nicht mehr arbeitete, blieb nur noch nachts eine Notoperation. Der Orthopäde fragte mich, wo genau der Schmerz sei. Ich beschrieb ihm die schmerzhafteste Stelle am Rücken, die ich eigentlich schon immer zeigte, L5/S1, nur diesmal war es zu ernst.
Wir einigten uns, dass er genau dort den Schnitt machte, um Linderung zu erreichen, sozusagen eine Verdachts-Operation. Der Orthopäde saß an meinem Bett und besprach mit mir den Ablauf und das Risiko. Er sagte mir auch, dass er froh sei, wenn er mir soweit helfen kann, dass ich nach der Operation wenigstens im Rollstuhl sitzen könne.
Eine tief vergrabene Erinnerung kam eiskalt in mir hoch. Als ich Mitte 20 war, prophezeite mir ein Chefarzt bei der Kur - mit 50 werde ich im Rollstuhl sitzen - das wäre JETZT.
Diesen Gedanken wollte ich nicht weiter zulassen.
Wo war mein Kampfgeist?
Als ich allein war, hatte ich auf einmal ein warmes, ruhiges Gefühl, ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.
Ich betete zu Gott und bat ihn, mir zu helfen, dass ich mit meinen Füßen ohne Hilfsmittel gehen könnte und die unerträglichen Schmerzen endlich aufhören.
Ich schwor, wieder in die Kirche einzutreten, wenn ich allein laufen kann, wenn ich gesund werde und arbeiten gehen kann. Ich hatte keine Angst oder Zweifel. Ich wusste, es wird gut. Ich wurde zur Operation vorbereitet.
In den frühen Morgenstunden stand ein übernächtigter Doktor an meinem Bett und bat mich, meine Beine zu bewegen ...
Zwei überglückliche Menschen schauten sich an.
Nach neun Tagen bin ich zu Fuß aus dem Krankenhaus gegangen, gegen jede Vernunft. Jeder hielt mich für verrückt, das zu wagen. Ich war so dankbar, ich vertraute.
So weit weg vom Krankenhaus wohnten wir ja nicht. Ich hatte meinen Glauben wieder und habe meinen Schwur eingehalten.
Am Tag der Goldenen Hochzeit meiner Eltern übergab ich stillschweigend der Pfarrerin meinen Antrag für die Wiederaufnahme in die Evangelische Kirche. Mit ihr hatte ich das vorher so abgesprochen.
Bereit für einen neuen Weg
Die Magen- und Darmprobleme fingen schon nach meiner Geburt an. Erbsubstanz von Papas Seite, auch sie hatten alle die gleichen Probleme gehabt wie auch von Muttis Seite der Papa.
Mit drei Jahren wurden diese immer häufiger, immer extremer. Heute weiß ich, es wurde nach dem Umzug ins Dorf schlimmer. Viele alltägliche Dinge waren knapp; wir lebten eher sehr bescheiden, aber in einem hatten wir es gut: Die Eltern waren Selbstversorger. Milch, Quark, Käse, Weizen, alles war da. Milch sollte gesund sein und ich liebte Milch in jeder Variante. Niemand kam damals auf die Idee, dass ich sie nicht vertrage. Im Gegenteil, es wurde immer angeraten, mich mit viel Milch, Milchsuppen und Weißbrot zu ernähren, was ich auch brav beherzigte. Aus heutiger Sicht war die Ursache dafür die Unverträglichkeit von Kuhmilchprodukten und Weizen. Diese begleiteten mich 55 Jahre mit Gastritis, Magengeschwüren, Magenbluten und Darmbluten - zu oft.
Mein Herz war seit meiner Kindheit auch nicht das stabilste. Ständige Entzündungen schwächten es zusätzlich. Im Sportunterricht hatte ich in vielem, was mit extremer Schnelligkeit oder Ausdauer zu tun hatte, eine Sportbefreiung; darüber war ich nicht wirklich traurig. Heute weiß ich, dass damals etwas mehr Bewegung günstiger gewesen wäre.
ZEIT ZUM UMDENKEN, den eigenen Weg finden, um aus der Spirale zu kommen. Ich hatte gerade wieder eine MRT-Untersuchung hinter mir, mein Bauch konnte abends mit einer Hochschwangeren konkurrieren. Außer, dass meine Leberwerte etwas entzündet waren, konnte kein Anhaltspunkt gefunden werden.
Was war die Ursache?
Was war der Grund?
Um das herauszufinden, erlernte ich zusätzlich zur Reiki-Ausbildung das Pendeln.
Durch eigenes Auspendeln testete ich die Unverträglichkeit von den schon genannten Lebensmitteln und Kräutern, die ich laut ärztlichen Rat täglich zu mir nehmen sollte. Rollkuren mit Kamillentee machten das eher schlimmer als besser. Nicht jeder kann jede Art von Kräutern vertragen. Bei mir zählen auf jeden Fall Kamillentee, Ringelblume, Lavendel etc. dazu. Jetzt war mir auch klar, warum ich als Kind auf Seife reagierte und ständig Hautprobleme hatte. Erst nachdem ich mein Gesicht und Hals nur noch mit klarem Wasser gewaschen hatte, war meine Haut tadellos.
Seit Umstellung meiner Ernährung, nämlich genau auf diese Produkte so gut wie zu verzichten, habe ich ein besseres Gefühl, und die Folgeerscheinungen blieben aus. Das bestätigte auch eine ärztliche Untersuchung im vergangenen Jahr.
Kein Magen mehr, den man nur noch auf dem Zaun aufhängen kann, damit ihn die Vögel aufpicken können.
Das waren in früheren Jahren Kommentare nach Magenspiegelungen: nur „Kraterlandschaft". Mein Magen ist jetzt glatt und ohne Entzündungen.
Mit jeder Entwicklungsstufe, eigentlich immer nach schmerzlichen Erfahrungen, wurde ich sensibler, erspürte während der Klienten-Beratungen neue Wege, oder da blockiert noch was, welche Ursache steckt dahinter?
Reiki, Hände auflegen, Energiearbeit, wie es zu Anfang meiner Praxiseröffnung war, sind nicht die Lösungen, die mich befriedigten. Ich muss an den Ursachen arbeiten, genau wie bei mir.
Ich danke meinen himmlischen Helfern, dass sie mir im Jahr 2004 geholfen haben, einen neuen Weg einzuschlagen.
Eine klare Antwort
Die Bandscheiben-Operation von 2001 wurde viel zu spät durchgeführt. Folgeerscheinungen waren plötzliche Ausfallerscheinungen im rechten Bein. Stürze. Treppe rauf, Treppe runter, Bürgersteige, Leiter hoch, Leiter runter, ...Mein Schutzengel hat wohl gut aufgepasst. Ich kam immer mit einem blauen Fleck und dem Schrecken davon. Mein Dank an den Schutzengel war das Mindeste. Das wurde aber immer häufiger.
Als ich eines Tages so unglücklich die Bodentreppe rückwärts herunterfiel, blieb sogar meinem Mann der Atem stocken und er meinte spontan, dass ich meinen Schutzengel ganz schön strapazierte.
Das war dann der Anlass, meinen Orthopäden wieder aufzusuchen, dem ich schon 2001 vertraute. Inzwischen in seiner eigenen Praxis, am Tresen zur Anmeldung ankommend, habe ich noch einmal überlegt. Das Risiko war auch seiner Meinung nach sehr hoch, ob alles gutgehen würde. Die Stürze waren inzwischen auch ein Risiko. Also schickte ich meine Frage mit Ja oder Nein nach OBEN, ob ich wirklich die zweite Operation mit dem Einsetzen eines Implantates machen lassen soll. Da noch im gleichen Haus die Röntgenaufnahme notwendig war, passierte es, dass ich auch dort die Treppe hochfiel. Deutlicher konnte das Zeichen nicht sein.
Augenzwinkern nach OBEN, Danke für die Info und die leicht lädierten Handballen. Der OP-Termin wurde dann nach dem Mondkalender festgelegt.
Gott sei Dank war auch das bis heute die richtige Entscheidung. Mein Vertrauen, ob in Gott oder in meinen Schutzengel, darin wurde ich noch nicht bei schweren Entscheidungen enttäuscht.
Ein langer Weg
Eine liebe Kollegin schrieb mir eine Urlaubskarte am 13. Oktober 2011, als sie die Stätte der heiligen Sara in Frankreich aufsuchte. Am Schluss der Hinweis: *Die Heilige Rita ist in Italien*.
Die Karte habe ich aufmerksam gelesen, mich wirklich über den Gruß gefreut; erstaunt, dass Madelon an mich gedacht hatte. Italien kurz zur Kenntnis genommen, ja Italien, da wollte ich schon seit meiner Jugend hin. Es war immer in meinem Kopf, ohne zu wissen, warum. Auch diese Karte landete dann in einer Hülle voller Dankesschreiben von meinen Klienten und geriet in Vergessenheit. 2012 wollte ich Weihnachtskarten schreiben und suchte Adressen meiner Klienten. Ich holte den Stapel von Karten heraus und mir fiel genau diese eine Karte vom 13.10.2011 auf den Boden ... "Die Heilige Rita ist in Italien", las ich da. Ich hob die Karte auf.
Warum fiel nur diese Karte herunter?
Zufall, eine Botschaft?
Es war schon sehr spät, wie es bei mir meistens ist. Ich entschloss mich, Google nach der Heiligen Rita in Italien zu fragen.
Es ließ mich nicht mehr los. Bei den Bildern hatte ich das Gefühl, an Strom angeschlossen zu sein. Cascia in Umbrien, dort hatte sie in einem Kloster gelebt. Niemand bekam mehr eine Weihnachtskarte. Die Nacht bis in den frühen Morgenstunden war nur noch der Suche gewidmet.
Für mich beschloss ich noch in der Nacht, 2013 fliege ich nach Cascia - eine Art Sehnsucht, ohne zu wissen, warum.
Zwei Freundinnen, die ich fragte, wollten mich begleiten.
Meine Mutter wurde kurz vor der geplanten Fahrt schwer krank. Der Krebs zerstörte eine Niere. Also für 2013 alles abgeblasen.
Erneute Planung mit meiner besten Freundin für den Sommer 2014.
Was passierte? Ich musste mich einer dringenden Beckenboden-Operation unterziehen. Warum immer dann, wenn ich diese Cascia-Reise geplant hatte? Die Lösung siehe im Jahr 2015 ...
Ein Zeichen von Jesus
In dem Jahr hatte ich in Potsdam eine Augenlid-Operation an beiden Augen. Auf der Rücktour im Auto, das mein Mann fuhr, hatte ich unsagbare starke Schmerzen. Die Augen waren dick mit Blut unterlaufen, und ich konnte sie nicht öffnen.
Plötzlich wurde es ganz hell, unglaublich hell, ein weißes klares Licht, das so grell und hell war - dann sah ich das Jesuskreuz.
Es brannte vor klarem Weiß schmerzhaft in meinen Augen. Für einen Bruchteil war Jesus am Kreuz zu sehen, dann wieder nur das Kreuz. Ich weiß nicht, ob es drei Minuten oder weniger waren. Mir kam es vor, als wenn es 15 Minuten oder länger gewesen waren.
Da ich immer nur, soweit ich denken kann, mit Gott Vater im Himmel, den alten Rauschebart Vater im Himmel, wie einen Papa anspreche, zu ihm bete und mich bedanke, hatte ich die Botschaft verstanden.
Ich sollte Jesus in meine Gebete und in meine Arbeit mit einbeziehen.
Marienerscheinung
In einer Nacht hatte ich im Halbschlaf das Gefühl eine Frau im hellblauen offenen Mantel zu sehen.
Sie steht neben der Tür und fragt mich, ob ich unter ihren Mantel möchte.
Ich war der Meinung, wach zu sein, hatte Angst und sagte zu ihr: „Nein, nein, ich vertraue nur Gott. Geh wieder!".
Ich saß hochkant im Bett, völlig verdattert. War es ein Traum oder Wirklichkeit?
Abends erzählte ich es Ellen, einer Freundin aus Berlin. Sie meinte: „Dann hast du Maria weggeschickt." Oh je! Ja, wie sie das sagte, ging mir ein Licht auf. Aber zu spät. Von da an nahm ich auch Maria mit in mein Gebet.
Endlich die Reise nach Cascia, geplant seit 2013
Zu meinem 66. Geburtstag sollte es soweit sein.
