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Findest du wieder ans Tageslicht? In diesem interaktiven Abenteuer bestimmst du selbst! Du hast dich in einem Höhlensystem verirrt und suchst nach dem Ausgang. Schnell stellt sich heraus, dass es keine normale Höhle ist, denn du musst allen möglichen diabolischen Gefahren entkommen ...
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Seitenzahl: 110
Veröffentlichungsjahr: 2026
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Danke all den Menschen, die mir Neues beibrachten, und dass ich immer wieder ein Novize sein durfte.
Liebe Leserin und lieber Leser,
in diesem Abenteuer entscheidet ihr selbst, was geschieht. Lest dazu einfach entsprechend eurer Auswahl an der angegebenen Seite weiter.
Ich wünsche viel Spaß – und Glück – bei der Suche nach dem Tageslicht!
Solltest du dieser künstlichen Intelligenz wirklich vertrauen? Sie hat versprochen, dich in der Kunst der Selbstorientierung im Alltag zu unterweisen, da du dich nicht zwischen zwei Freizeitbeschäftigungen entscheiden konntest, die dir beide gefallen haben. Aber das Training, das sie dir aufgetragen hat, ist reichlich seltsam.
Du hältst dich ein bisschen abseits deiner Reisegruppe, die gerade ein riesiges Höhensystem erkundet. Eure Schritte hallen überall, und beständig hörst du von den Tropfsteinen das Höhlenwasser in die Pfützen darunter rinnen.
Sie hat dir aufgetragen, alleine wieder nach draußen zu finden, und du nimmst an, dass das machbar ist – immerhin hast du deine Taschenlampe, ein Käsebrötchen und dein Gedächtnis, was alles schwerwiegende Argumente sind, dass dir hier unten nichts zustoßen kann. Du würdest einfach die bisherige Strecke, die ihr entlang gekommen seid, wieder zurücklaufen. Ist doch gar nichts dabei, oder? Gegenüber den Reisebegleitern ist das nicht sonderlich nett, da sie sich Sorgen machen könnten. Aber sie werden es erst merken, wenn du wieder im Tageslicht vor ihnen stehst.
„Bleiben Sie unbedingt dicht beieinander!“, warnt eine Reisebegleiterin und winkt die anderen zu sich herüber. Es ist zu dunkel und ihr seid zu viele, als dass sie auf die Schnelle überprüfen könnte, ob wirklich alle von euch bei ihr versammelt sind.
Die Gruppe beugt sich gerade über das, was der Fledermausdreck mehrerer Jahrtausende zu sein scheint, und es riecht auch entsprechend in diesem Tunnel. Jetzt oder nie! Möchtest du herausfinden, ob du alleine aus dieser lichtlosen Grotte gelangen kannst?
Bleib bei deiner Reisegruppe: S. →
Finde es heraus: S. →
Die Urgroßmutter aller Fledermausdrecksammlungen erwartet dich, eindrucksvolle Tropfsteine, dann seid ihr auch schon draußen.
Dein Magen knurrt, daher isst du dein Käsebrötchen, obwohl dir gesagt wurde, dass um halb 12 eh schon wieder Mittagessen ansteht. Alles in allem verbringst du einen entspannten Urlaubstag. Irgendwie hatte das Ganze eh nichts mit deinem Problem zu tun, du löst es nach und nach mit deinem menschlichen Verstand und bist vollständig mit dir im Reinen.
ENDE
Du bist dir inzwischen einigermaßen sicher, dass es ein Fehler war, dich still und heimlich aus der Reisegruppe zu stehlen. Ein großer sogar.
Dieses Höhlensystem ist eben doch ein bisschen größer und düsterer, als du geahnt hattest – die Taschenlampe in deiner zitternden Hand hin oder her. Sie erhellt, anders als die tragbaren Flutlichter der Reisegruppe, nur die nächsten Meter, was dir nicht klar war. Unsicher rutschen deine Schritte über den nassen Fels. Als dir dämmert, wie viel verschlungener diese dunklen Gänge sind, als du zuvor dachtest, wird dir mulmig. Du wirst es doch sicher trotzdem schaffen, den Ausgang zu finden, oder? Und wenn nicht – dann wirst du immerhin die anderen finden. Sie können ihre Tour ja noch nicht beendet haben. Unmöglich, sagst du dir, dir dämmert allerdings, dass dir jegliches Zeitgefühl längst abhanden gekommen ist.
Hin und wieder rufst du nach deiner Reisegruppe, aber es bleibt unbeantwortet. Nur dein Echo hallt endlos wider, und nachdem du jetzt zum sechsten Mal hintereinander an derselben Stelle herausgekommen bist, beschließt du, diesen anderen Abgang zu nehmen, den du bisher nicht beachtet hattest. Er ist steil und uneben, führt mal aufwärts, dann wieder abwärts, und, wie dir klar wird, vor allem abwärts. Aber du kannst schließlich jederzeit umkehren, wenn auch er dich nicht weiter bringen sollte.
Halb bist du ihn hinabgestiegen, als auf einmal die Taschenlampe rapide schwächer wird, bis nur noch ein ganz schwacher Glimmer übrig ist. Du willst nicht darüber nachdenken, was das bedeutet. Nein, nicht jetzt. Gänsehaut überzieht dich, du tastest dich vorsichtig weiter, nun nahezu blind, und fühlst dich ganz verloren.
Aber sonderbar – jetzt, da sie dich nicht mehr blendet, erkennst du noch weiter unten im Gang einen dünnen, flackernden Schein. Aber bis da ist es ein außerordentlich steiles Stück, das du zwar hinunter, aber schwer wieder hoch wirst klettern können. Und jetzt?
Folge dem Schein: S. →
Iss erstmal dein Brötchen und beobachte, was sich unten tut: S. →
Kehr um: S. →
Es ist beschwerlich und du kommst nur langsam voran, denn bis zu deinen Füßen kannst du nun nicht mehr sehen, und du hast dich auch nicht getäuscht – es ist mit Abstand das steilste Stück bisher, so ähnlich, wie in den Bergen einen steilen Abhang hinunter zu gehen.
Fast rutschst du aus, aber du kannst dich gerade noch an einem schroffen Tropfstein halten. Die Schramme brennt und schmeckt nach Blut, aber das ist dir nun egal.
Langsam rückt das tänzelnde Licht näher, es verheißt Rettung. Du hältst inne. Hat da nicht gerade jemand gesprochen? Ja. Und schon wieder! Ein seltsamer Singsang, der mal leiser und mal lauter wird. Die Sprache kommt dir völlig unbekannt vor und du kannst dich nicht so recht überwinden, dich hier bemerkbar zu machen. Leise und darauf bedacht, bloß nicht aufzufallen, kletterst du näher.
Geh zu S. →
Erst einmal isst du dein Käsebrötchen, um dich zu beruhigen – und um abzuwarten, ob das eigenartige Licht verschwindet oder nicht. Dein Gaumen ist völlig trocken, sodass du es ziemlich hinunter würgen musst. Das Licht ist noch da, wo es war, als du damit fertig bist. Sonst hat sich auch nichts verändert, und alles ist still.
Du betrachtest es wie eine Motte das Feuer, und danach blickst du in die absolute Schwärze hinter dir. Was nun?
Folge dem Schein: S. →
Kehr um: S. →
Mühselig kriechst du voran. Nein, eine solche Lichtquelle kann hier unten nicht natürlich sein, und dass es aus der Tiefe kommt, ist auch nicht gerade ermutigend für dich.
Mit Schmugglern oder Schlimmerem, wer auch immer sich hier versteckt, möchtest du dich ganz sicher nicht anlegen, und deswegen kletterst du wieder hoch. Es fällt dir schwer, leise zu bleiben und du konzentrierst dich angestrengt auf jeden Schritt. Stunden müssen so vergangen sein, denn du kommst aufwärts nur langsam voran.
Allmählich wirst du müde. Plötzlich fällt dir deine ohnehin wenig hilfreiche Taschenlampe herunter. Mit einem Poltern, das dir ohrenbetäubend erscheinent, rollt sie hinab, immer weiter, bis du sie schon nicht mehr hören kannst, und zweifellos hat sie die Gestalten dort unten vor dir gewarnt. Schluckend hältst du inne. Aber da ist niemand, um dir zu folgen oder dich zu attackieren. Es ist völlig dunkel, und still, und so bleibt es auch.
Du bist nun in einem wahren Albtraum gefangen. Die unzähligen Male, die du dich nun schon im Finsteren am harten Stein gestoßen hast, sind alles, was deinen Sinnen noch bleibt. Angestrengt horchst du nach der Reisegruppe, oder nach Fledermäusen, oder nach irgendwas, aber nur deine ungeschickten Schritte hallen durch die Höhlen. Langsam glaubst du nicht mehr daran, dass du wirklich hier bist, du glaubst nicht, dass es real ist.
Es ist schlicht zu schrecklich, um es glauben zu können. Das Höhlensystem, das bereits im kalten Schein der Lampe unglaublich verschlungen war, ist nun eine Falle, der niemand entkommen kann. Irgendwann hören deine Schritte auf, über den Boden zu scharren. Es wird nicht dunkel um dich, denn das ist es ja schon.
ENDE
Du staunst nicht schlecht, als du vor einem in den Stein geschlagenen Torbogen ankommst, welcher hoch über dir aufragt. Dahinter erstreckt sich eine überraschend große, säulengestützte Halle. Rauch tritt unter dir aus dem Boden aus. Bevor du es merkst, hast du ihn eingeatmet, und dir ist schon ganz schwindelig geworden.
Hastig trittst du aus der dünnen Rauchwolke und machst einige Schritte vorwärts, um die Halle zu begutachten, die du so unverhofft entdeckt hast. Du staunst über die seltsamen Symbole, die den halbhell ausgeleuchteten Boden zieren.
Du hörst eine Fackel knistern und du kannst ihren Ruß riechen. Möglich, dass du dir nur eingebildet hast, dass jemand hier ist. Es ist aber sicher besser, vorsichtig zu bleiben. Du nimmst dir eine der schwarzen Fackeln, die in eisernen Halterungen stecken, und betrachtet sie.
Jetzt, wo du wieder mit Lichtschein ausgestattet bist, könntest du vielleicht auch wieder umkehren. Dir stellt sich die Frage, wie lange so eine Fackel brennt. Eins willst du nicht, und zwar dich blind vortasten. Vorübergehend stellst du sie zurück in ihre Halterung, bis du dich entschieden hast, ob du sie benötigst.
Nimm eine Fackel und kehr um: S. →
Erkunde die Halle: S. →
Die Fackel liegt gut in der Hand. Sie knistert und blendet dich. Sie ist dermaßen grell, dass du sehr schnell lernst, wie du sie halten musst – nicht vor dich, sondern hinter oder über dich. So gehalten leuchtet sie dir bestens.
Alles andere an dieser Halle, hast du beschlossen, kann dir gestohlen bleiben. Zwar kannst du dich nicht daran erinnern, sie schon einmal betreten zu haben und weißt nicht, wer oder was hier unten hausen könnte, aber du kannst dich gut damit anfreunden, es nie zu erfahren.
Als du dich umdrehst und den beschwerlichen Aufstieg nach oben in Angriff nimmst, entdeckst du eine neue Gabelung, die dir zuvor gar nicht aufgefallen war. Ein schmaler Gang scheint nach oben zu führen, es sind Treppenstufen in ihn gehauen. Du könntest ihm folgen, immerhin windet er sich ja aufwärts. Alternativ kommt dir die Idee, deine Fackel über das besonders steile Stück zu werfen, das du hinab geklettert kamst, und hinterher zu klettern. Eine Taschenlampe würde das zwar sicher nicht aushalten, eine Fackel aber vielleicht schon.
Wirf die Fackel über die Steigung: S. →
Nimm die Treppe: S. →
Du gibst dir einen Ruck und schleichst vorsichtig noch weiter in die sonderbare Halle hinein.
Dein erster Gedanke ist, dass du hier in das geheime Filmstudio geplatzt bist, aus dem all diese obskuren Horrorgeschichten kommen. Ein großer Steinaltar beherrscht den Raum, um den herum sich rote Runen über den Boden ausbreiten, wie du sie noch nie zuvor gesehen hast.
Du selbst stehst auf einer davon. Überall stehen Pflanzen in Gefäßen, aber es sind alles schwarze, längst verdorrte Sträucher. Plötzlich hörst du wieder diesen seltsamen Singsang, aber diesmal ist er viel näher, und Schritte, die lauter werden. Du drückst dich hastig gegen die raue Grottenwand und versuchst, kein Geräusch zu machen.
Eine Gestalt in einem Geschäftsanzug tritt vor den Altar. Sie hat dir ihren Rücken zugekehrt. Sie hat außerdem eine Glatze, die klatschmohnrot ist, und zwei kleine Ziegenhörner lassen sich erkennen. Ist das da … der leibhaftige Teufel? Du starrst ungläubig. Nein, das kann es nie und nimmer sein, es gibt den Teufel doch gar nicht. Es muss also ein Schauspieler sein – aber was, wenn du dich da täuschen solltest?
Versteck dich vor dem Teufel: S. →
Frag den Schauspieler, wie du hier wieder raus kommst: S. →
Schnell bist du an dem steilen Abhang angekommen, den du zuvor herunter geklettert bist. Du nimmst die Fackel, holst Schwung und wirfst sie beherzt über den steilen Abhang. Falls alles gut geht, wirst du ihr in dem schwachen Schein, den sie dir von dort spendet, hinterher klettern.
Sie landet mit einem dumpfen Geräusch und du vergewisserst dich, dass sie nicht gleich wieder zu dir zurück rollt. Erst meinst du, es hat geklappt, aber dann hörst du sie wieder herunter stürzen. Du siehst ihren Schein, der nicht ausgegangen ist – soweit war der Plan ausgegoren – und, dass sie Funken schlagend auf dich zurollt – soweit ist es ein blöder Plan gewesen. Du kannst gerade noch beiseite hechten, dann stürzt sie bereits genau dorthin, wo du eben noch standest.
Sie rollt ein bisschen weiter, in eine Pfütze, die sie zischend auslöscht. Dir ist sowieso nicht danach, es erneut zu versuchen. Stattdessen überlegst du angestrengt, was du erkunden sollst: die bizarre Halle oder die Treppe?
Erkunde die Halle: S. →
Besorg dir eine neue Fackel und erkunde die Treppe: S. →
Du bemühst dich, kein Geräusch zu machen, als du dich in den Schatten einer mit Runen übersäten Säule stiehlst.
Sollst du ein Auge riskieren? Falls der Teufel dich doch gehört haben sollte, kannst du so schneller die Beine in die Hand nehmen, nur glaubst du irgendwie nicht, dass dich das retten würde. Dein Herz hämmert, als du schließlich doch hinter die Säule linst, aber was du siehst, lässt dich lediglich verständnislos die Stirn runzeln.
Dieser beschwörende Singsang des Teufels lässt soeben den Altar auseinander treten – in mehrere Steinblöcke, die sich knirschend trennen und einen Steinkreis bilden. Eine satte, blaue Rauchsäule steigt daraus hervor, breit genug, dass sich eine Person schier darin verstecken könnte, wäre sie wahnsinnig genug, um dies zu versuchen. Genau in dem Augenblick, als du darüber sinnierst, erscheint eine Silhouette in der Rauchsäule, die aufreizend langsam daraus hervortritt.
Es ist eine Frau, in einen gelben Technikeroverall gekleidet, wenn du raten müsstest. Sie ist ebenso dunkelrot und gehörnt wie der Mann in dem Anzug. „Da unten ist alles vorbereitet“, verkündet sie nicht ohne Stolz und zeigt lässig hinter sich.
„Überlassen Sie es lieber mir, das zu beurteilen. Immerhin bin ich hier der Inspektor“, schnaubt er und geht an ihr vorüber. Sofort hat ihn der Rauch verschluckt, und als die dichte Rauchsäule tanzt
