How to speak Australian - Sascha Exner - E-Book
Beschreibung

Australien hat sich in seiner über 200-jährigen Geschichte als Nation kulturell und sprachlich von seinem britischen Mutterland weit entfernt. Wer heute mit englischen Sprachkenntnissen auf den Fünften Kontinent reist und meint, man würde schon durchkommen, erlebt schnell eine böse Überraschung. Es gibt eine Fülle eigener Wortschöpfungen, die man hundert mal am Tag hört, die aber selbst bei Engländern und Amerikanern völlig unbekannt sind und schon gar nicht in einem herkömmlichen Wörterbuch stehen. Sprechen wie Crocodile Dundee: Dieses Buch ebnet Ihnen den Weg, sich in allen Situationen des täglichen Lebens mit den ?Aussies? zu verständigen. In humorvoller Weise wird dabei auch auf die kulturellen Eigenheiten der Menschen eingegangen, damit Sie wissen, in welchen Situationen Sie bestimmte Ausdrücke verwenden oder lieber vermeiden sollten.

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Sascha Exner

 

 

How to speak Australian

So spricht man in Australien

 

 

mit Illustrationen von

Michael Deißler

Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek:

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet die Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

 

How to speak Australian - So spricht man in Australien

ISBN 978-3-943403-25-1

ePub Edition - V1.0

 

© 2012 by Sascha Exner

Illustrationen © Michael Deißler

 

EPV Elektronik-Praktiker-Verlagsgesellschaft mbH

Postfach 1163, D-37104 Duderstadt

Email: info@epv-verlag.de

Web: www.epv-verlag.de

 

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Help wanted

Liebe Leserin, lieber Leser!

Was haben Mode, Computer, Autos und Sprache gemeinsam?

Sie alle unterliegen einem ständigen Wandel. Was heute noch in aller Munde ist, kann morgen bereits ein „alter Hut“ sein.

Natürlich sind Autor und Verlag bestrebt, diesen Sprachführer von Auflage zu Auflage so aktuell wie möglich zu gestalten. Doch leider haben wir noch keinen Zweitwohnsitz Down Under. Hier kommen Sie ins Spiel...

Falls Sie während Ihres Aufenthaltes in Australien neue Wörter und Phrasen aufschnappen oder feststellen, dass einige Vokabeln in diesem Buch nicht mehr zum alltäglichen Sprachgebrauch gehören, melden Sie sich doch einfach bei uns:

howtospeakaustralian@epv-verlag.de

Für verwertbare Hinweise und Vorschläge revanchieren wir uns mit einem Freiexemplar der nächsten gedruckten Auflage - auf Wunsch auch vom Autor signiert. Danke!

Vorwort

So spricht man in Australien

 

Australien heißt das Land am anderen Ende der Welt, das Jahr für Jahr Millionen von Besuchern - darunter auch etliche Deutsche - wie ein Magnet anzieht. Nicht zu Unrecht, denn es gibt Down Under („unten drunter“), wie die Einheimischen scherzhaft ihren Kontinent nennen, weil er als einziger auf der Südhalbkugel liegt, eine Menge zu sehen und zu erleben - vor allem Einmaliges. Was den Charakter des fünften und zugleich kleinsten Kontinents ausmacht, sind die zahlreichen Kontraste und Extreme, nicht nur in geographischer und klimatischer, sondern auch in kultureller und sprachlicher Hinsicht. Auf den ersten Blick erkennt man zwar den Einfluss der vorwiegend europäischen und asiatischen Einwanderer auf die noch junge Nation, muss aber spätenstens dann zugeben, dass man sich auf fremdem Boden befindet, wenn man sein erstes Känguruh gesehen oder eine Tour durch die atemberaubenden, grundverschiedenen Landschaften gemacht hat... oder in eine Unterhaltung mit einem „echten“ Australier verwickelt wird.

Nichts für ungut - Englisch ist nach wie vor die offizielle Landessprache, jedoch hat sich daraus im Laufe der über 200jährigen weißen Besiedlung Australiens eine völlig anders klingende Variante entwickelt, die mit einer Vielzahl an Wortschöpfungen und anderer Grammatik nur noch im Entfernten an das Englisch erinnert, das man im ehemaligen Mutterland zu sprechen pflegt.

Die Aussies selbst bezeichnen diesen unenglischen Abkömmling als Strine (genuschelt für Australian Slang) - ein wirksames Mittel zur nationalen Selbstfindung, um endlich aus dem Schatten „Mother Englands“ zu treten und dem Rest der Welt kulturelle Eigenständigkeit zu demonstrieren.

Dabei ist man sich unter Linguisten uneinig, wo eigentlich die Wurzeln des Aussie Slangs zu suchen sind. Die einen behaupten, es handle sich hierbei um einen alten Londoner Akzent (Cockney), der vorwiegend in den verslumten Hafenvierteln gesprochen wurde. Andere hingegen meinen, dass Strine ein Kauderwelsch aus Schottisch, Gälisch und Englisch ist, mit dem sich die Strafgefangenen verständigten, um sich so von der damals vorherrschenden Obrigkeit abzugrenzen - quasi als eine Art Auflehnung.

Wie auch immer - fest steht, dass der Australian Slang ursprünglich eine Sprache der einfachen Leute war, sich aber im Laufe der australischen Nationsbildung zu einem Verständigungsmittel aller sozialen Schichten entwickelt hat - mit einem hohen Stellenwert.

So ist es heutzutage unwahrscheinlich, dass man bei einem Aufenthalt auf dem Roten Kontinent nicht wenigstens ein paar Brocken Umgangssprache aufschnappt; sei es nun in Büchern, Filmen, Kneipen, am Strand, auf der Straße oder sogar schon auf dem Flughafen bei der Gepäckkontrolle, wo man vom zuständigen Beamten mit einem freundlichen „G’day mate!“ begrüßt wird.

Natürlich wird man anfangs Probleme haben, die Bedeutung einzelner Wörter und Phrasen zu verstehen, zumal sie in keinem herkömmlichen Wörterbuch zu finden sind. Auch kann es vorkommen, dass man sein Schulenglisch verflucht. Aber wie sagt man in Australien so schön? „No worries - she’ll be right!“ Wird schon schiefgehen! Das Verständnis kommt mit der Zeit und außerdem sind wir Deutschen nicht die einzigen, denen die australische Alltagssprache Schwierigkeiten bereitet. Selbst Briten und Amerikaner bitten Australier häufig darum, etwas zu wiederholen und auf internationalen Filmfesten fordert man des öfteren die Untertitelung australischer Filme.

Die Idee zu diesem Buch kam mir bei meinem ersten längeren Aufenthalt in Australien. Zwar war ich durch langjährige Freundschaften und Briefwechsel vorgewarnt, jedoch dauerte es einige Zeit, bis ich mich an das alltägliche Aussie-Kauderwelsch gewöhnen konnte. Mit Stift und Notizblock bewaffnet machte ich mich also ans Werk und dokumentierte jede aufgefangene Vokabel, wobei ich viel über Land und Leute kennenlernte. Das Ergebnis dieser „Recherchetätigkeit“ ist der - bereits in der 4., überarbeiteten Auflage - vorliegende Sprachführer - nun natürlich auch als eBook -, der gepaart mit ein wenig Landeskunde, all denen eine Hilfe sein soll, die in Australien unterwegs sind und etwas mehr Durchblick haben wollen - frei nach dem Motto: „Verstehen und verstanden werden!“

Duderstadt, im September 2012

Sascha Exner

Einführung

Regeln & Besonderheiten

 

Bevor es nun ans Eingemachte geht, und Sie sich - vielleicht während des langen Fluges ans andere Ende der Welt - die Zeit mit etwas „Vokabelpauken“ vertreiben möchten, wäre es sinnvoll, zunächst einmal etwas über die Besonderheiten des Aussie Slangs zu erfahren:

Im Prinzip gelten die meisten grammatikalischen Regeln, die Sie in der Schule gelernt haben, auch für das australische Englisch - zumindest für das geschriebene. Was das alltägliche Aussie-Kauderwelsch jedoch so gänzlich von dem Englisch unterscheidet, das im Rest der Welt gesprochen wird, liegt in der über 200jährigen weißen Besiedlungsgeschichte begründet. Die Sträflinge und Siedler haben ihre aus England mitgebrachten Dialekte und Akzente nach und nach an die Gegebenheiten des Kontinents angepasst, wodurch bereits bestehendes Vokabular eine neue Bedeutung erhielt; zahlreiche Begriffe (besonders aus Flora & Fauna bzw. Ortsbezeichnungen) wurden von den schwarzen Ureinwohnern übernommen, und es entstanden auf diese Weise Hunderte von „uraustralischen“ Wortschöpfungen.

Was einem als Neuling sofort ins Ohr sticht, ist der ungewöhnlich animalisch klingende Akzent, welcher zweifelsohne auf die Bequemlichkeit vieler Aussies, beim Sprechen selten den Mund zu öffnen, zurückzuführen ist. So kommt es, dass viele Vokale bei der Aussprache einen gedehnt-nasalen Charakter erhalten. So klingt z.B.:

das „a“ in „cake“ wie ein deutsches ai - sprich: kaik

das „i“ in „island“ wie ein deutsches oi - sprich: oiländ

das „a“ in „arse“ wie unser deutsches a - sprich: aars

Übrigens klingt der „Aussie accent“ in ganz Australien gleich, da es im Gegensatz zu Deutschland oder Großbritannien keine regionaltypischen Dialekte gibt. Angesichts der atemberaubenden Geschwindigkeit, mit der gesprochen wird, scheinen die Aussies das bekannte Klischee zu erfüllen und sich permanent auf der Flucht vor den Attacken einheimischer Fliegenschwärme zu befinden.

Dabei werden nicht nur Silben verschluckt; durch das Weglassen von Buchstaben oder gar ganzen Satzteilen entstehen auch recht seltsam anmutende, oftmals schwer verständliche Wortgebilde. Hier ein paar Beispiele für korrekt genuscheltes Australisch:

englisch: “Have a good weekend!“

deutsch: „Schönes Wochenende!“

australisch:“Avagoodweegend!“

oder auch

englisch: “How is it going, mate? Alright?“

deutsch: „Wie geht’s dir, Kumpel? Alles in Ordnung?“

australisch:“Owsidgoinmateorright?“

Im australischen Umgangsenglisch werden aber nicht nur ganze Sätze, sondern auch viele Worte „verstümmelt“, denen man dann die Endungen -a, -ie, -o oder -y anhängt. Gebräuchliche Abkürzungen sind z.B.:

a couple of => cuppla

barbeque => barbie

garbage man => garbo

television set => telly

Auch kann es vorkommen, dass man persönliche Fürwörter anders verwendet, als Sie und ich es in der Schule gelernt haben. So wird z.B.

anstelle von it häufig she oder her gebraucht, wie in: “She’ll be right, mate!“

Statt my hört man oft me: “Me bloody tinnie’s empty!“ oder auch the: “The bloody dog is a lazy bugger.“

Statt me kann man auch us sagen: “Give us a break, will ya!“

Sind zwei oder mehr Personen anwesend, wird aus you ein youse: “What are youse up to today?“

Australier sind Meister des trockenen Humors und neigen gern zu Unter- bzw. Übertreibungen. Doch scheint gerade dies bei vielen Strine-Unkundigen für Verwirrung zu sorgen. Um die Ironie seines Gegenübers zu verstehen, sollte man sich an folgende Faustregel halten: Aussies meinen (fast) immer genau das Gegenteil von dem, was sie sagen!

So bedeuten z.B.:

“He’s orright!“ — „Er ist echt ein dufter Kerl!“

“You’ve got a fat chance!“ — „Gib’s auf - Du hast keine Chance!“

Wortspiele und Reime sind ebenfalls häufig zu hören. Warum sollte man sich auch konsequent ans Wörterbuch halten, wenn man sich lustiger ausdrücken kann?

bag of fruit reimt sich auf suit — Anzug

rumb delatives — dumb relatives — bucklige Verwandtschaft

Soviel also zu den auffälligsten Merkmalen der australischen Umgangssprache. Weitere kleine Abweichungen vom „Standard-Englisch“, aber auch etwaige Gemeinsamkeiten mit dem Kauderwelsch, das man in Neuseeland und den USA spricht - werden Sie sicherlich noch beim Stöbern in den einzelnen Kapiteln entdecken. Hierbei wünsche ich Ihnen viel Spaß!

Land & Leute

We come from the land Down Under

„I come from the land down under, where beer does flow and men chunder“ - Wer kennt ihn nicht, diesen Song von „Men at Work“, der Anfang der 80er Jahre die Hitparaden stürmte und dem Rest Welt ein gutes Stück australische Kultur näherbrachte? Auch die Werbekampagnen diverser Bier- und Zigarettenhersteller und populäre Filme wie „Crocodile Dundee“ versuchen uns seit Jahren ein „typisches“ Bild vom Fünften Kontinent zu vermitteln. Doch was ist wirklich dran an all diesen Klischees? Sicherlich auch ein Fünkchen Wahrheit, aber nur in dem Maße, wie wir Deutschen im Ausland etwa als „sauerkrautfressende und blasmusikliebende Lederhosen-Träger“ pauschalisiert werden wollen...

Was aber macht nun die „australische Mentalität“ aus? Um diese Frage zu beantworten, sollte man am besten selbst ans andere Ende der Welt fliegen und sich vor Ort ein Bild machen. Ohne alle Bewohner des „Land of Oz“ über einen Kamm scheren zu wollen, lässt sich jedoch ein Großteil der australischen Gesellschaft in etwa so charakterisieren:

Im Prinzip unterscheidet sich der Durchschnitts-Aussie nicht allzu sehr von den Menschen in anderen westlich-orientierten, also amerikanischen oder europäischen Ländern. Denn auch Down Under streben die meisten ein mehr oder weniger „stinknormales“ Leben an - wollen heiraten, eine Familie gründen, Haus und Auto besitzen.

Ziemlich australisch hingegen ist das „Easy Going“, eine geruhsame Grundeinstellung, die sich durch alle Bereiche des alltäglichen Lebens zieht. Soll heißen, dass - bis auf wenige Ausnahmen - alles ein wenig lockerer abläuft und nicht allzu ernst und verbissen gesehen wird. Selbst in der Arbeitswelt sind Hektik und Stress im allgemeinen Fremdworte - getreu dem Motto „Was du heute kannst besorgen, verschieb doch lieber gleich auf morgen.“ Ohnehin ist Arbeit für viele eher ein notwendiges Übel, von dem man sich in der Freizeit ausgiebig erholen muss - sei es nun beim Barbeque mit Freunden, in der Kneipe oder am Strand. Möglichkeiten gibt es viele, und da das Wetter einem Down Under fast nie einen Strich durch die Rechnung macht, wird die „wichtigste Zeit des Tages“ meist im Freien verbracht.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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