ICH. KANN. DAS. - Ulrike Dietmann - E-Book

ICH. KANN. DAS. E-Book

Ulrike Dietmann

0,0

Beschreibung

In diesem Buch nehme ich dich mit auf eine Heldenreise aus elf Schritten. Eine Heldenreise in deinen unaufhaltsame Erfolg. Dabei geht es nicht um den herkömmlichen Erfolg, sondern um einen Erfolg, den ich von Pferden und anderen Tieren gelernt habe. Auf diesem Erfolgsweg begegnest du der Kraft deiner Seele, du begegnest deiner Bestimmung, deiner Lebensaufgabe. In der Heldenreise wird das "Der Ruf" genannt. Du wirst gerufen von einer Macht, die größer ist als du. Wenn du deinen Ruf gehört hast, begibst du dich auf den Weg in die Verwirklichung deines Rufes. Dabei nehme ich dich mit in die Welt der Tiere, in der deine Intuition die stärkste Macht ist. Du lernst intuitiv wahrzunehmen. Du nutzt deine Herzenskraft. Dabei wird dein innerstes Potenzial fühlbar für dich und es beginnt zu wirken. Erstaunliche Dinge passieren in deinem Leben. Du kommst der Erfüllung deiner Wünsche immer näher. Du erlebst, wie du von einer höheren Macht geführt wirst und unterstützt wirst. Ich erzähle dir Geschichten aus meiner langjährigen Praxis als Erfolgscoach, Geschichten von Menschen, die diese Heldenreise in den unaufhaltsam Erfolg erlebt haben und wie sie dadurch ihr Glück gefunden haben. Das wird dich inspirieren, dein eigenes Glück zu finden und es wird dir das Vertrauen geben, dass das ganz sicher möglich ist. Du lernst einen magischen, geheimnisvollen Weg kennen, der außergewöhnlichen Erfolg hervorbringt. Erfolg, der dich glücklich macht. Auf diesen Erfolgsweg brennst du nicht aus, sondern alles wird leicht und fließend in deinen Beziehungen, in deiner Arbeit, in deiner Gesundheit und in deiner Spiritualität. Ein ganz und gar ungewöhnliches, faszinierendes Abenteuer wartet auf dich. Du wirst das Buch nicht mehr aus den Händen legen können und Erfolg wird in dein Leben kommen, den du nie für möglich gehalten hast.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 237

Veröffentlichungsjahr: 2025

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis

11 Schritte, die dir zeigen, wie du deine größte Angst in deine größte Freude verwandeln kannst.

Es geht los

Der 1. Schritt: Wer bin ich?

1 · Es ist so anstrengend, Angst zu haben

2 · Schneller ankommen, schneller verbrennen

3 · Veränderungen finden von allein statt

4 · Lernen, wie ein Tier lernt

Der 2. Schritt: Der Ruf

1 · Ich komme von einem anderen Planeten

2 · Wenn du im Scheinwerferlicht stehst

3 · Wenn die kosmische Stimme flüstert

4 · Mal wieder verbrettert

Der 3. Schritt: Die Blockade

1 · Wir können Angst mehr als Liebe

2 · Ende gut, alles gut - ist nicht gesund

3 · Die Blockaden von anderen erkennen wir schnell

4 · Nur du weißt, dass du es kannst

Der 4. Schritt: Das Ziel

1 · Wenn du eine Entscheidung triffst, sorgt das Universum dafür, dass sie sich erfüllt

2 · Es gibt immer einen Weg

3 · Menschen, die unser Glück wollen

4 · Finde ein Heuschrecken-Ziel

Der 5. Schritt: Die Verbindung

1 · Der Verstand kann uns nicht glücklich machen

2 · Wenn das Licht dich blendet

3 · Du darfst deine Beziehungen selbst wählen

4 · Es gibt eine Stimme, die keine Worte braucht

Der 6. Schritt: Das Herz der Kreatur

1 · Gott kommt über das Meer

2 · Ein Fremder im Regen

3 · Leben in der Transformation

4 · David und Goliath

Der 7. Schritt: Die Zerreissprobe

1 · Herz oder Kopf?

2 · Wir müssen ein ernstes Gespräch führen

3 · Leiden oder lieben?

4 · Lebe in der Welt von morgen

Der 8. Schritt: Scheitern

1 · Was ist deine Geschichte?

2 · Einmal gescheitert - immer gescheitert

3 · Enttäuscht, betrogen, verlassen

4 · Dein Leben will gelebt werden. Von dir.

Der 9. Schritt: Transformation

1 · Still bleiben, wenn sich alles auflöst

2 · Ursula und Hazzar

3 · Es gibt niemanden mehr, der Angst haben könnte

4 · Die Raupe weiß nicht, dass sie ein Schmetterling sein wird

Der 10. Schritt: Der Schatz

1 · Mein tiefstes Sein hat den größten ökonomischen Wert

2 · Der Schatz liegt im Niemandsland

3 · Das Leben segnet dich

4 · „Wake up and live“

Der 11. Schritt: Der weite Blick

Das Leben ist bereit, alles für dich zu tun

Danksagung

Vielen Dank an meine Testleser:innen und ihr Feedback

Über die Autorin

Orientierungsmarken

Cover

Titelei

Impressum

Widmung

Vorwort

Kapitel 1

Dank

Das Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und der Autorin unzulässig. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Die automatisierte Analyse des Werkes, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen gemäß § 44b UrhG („Text und Data Mining“) zu gewinnen, ist untersagt.

© 2024 Ulrike Dietmann, www.ulrikedietmann.de

Verlag: spiritbooks · www.spiritbooks.de · Mansfield Height Lot 73, Ocho Rios, Jamaica

Satz u. Layout / E-Book: Büchermacherei · Gabi Schmid · buechermacherei.de

Covergestaltung: OOOGrafik · www.ooografik.de

Illustrationen / Grafiken: #106615778, #365369886, # 844737039 | AdobeStock

Druck und Distribution im Auftrag des Verlags:

tredition GmbH, Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg

Softcover: 978-3-946435-23-5

Hardcover: 978-3-946435-32-7

EBook: 978-3-946435-24-2

Die im Buch erzählten Geschichten basieren auf realen Erlebnissen. Die Namen der Personen und Pferde und einige andere Kennzeichen wurden jedoch zum Schutz der Persönlichkeit verändert.

Der Baum hört nicht auf zu wachsen, weil er Angst hat, dass kein Regen kommt oder dass sein Ast zerknicken könnte im Sturm.

11 Schritte, die dir zeigen, wie du deine größte Angst in deine größte Freude verwandeln kannst.

1 Wer bin ich?

2 Der Ruf

3 Die Blockade

4 Das Ziel

5 Die Verbindung

6 Das Herz der Kreatur

7 Die Zerreissprobe

8 Das Scheitern

9 Die Transformation

10 Der Schatz

11 Der weite Blick

Die Heldenreise ist ein Jahrtausende altes Modell des Geschichtenerzählens und des persönlichen Wachstums. Sie wurde von dem US-Amerikaner Joseph Campbell in eine kompakte Struktur gebracht. Ich habe sie von Joseph Campbells Schülern Keith Cunningham und John Schlesinger gelernt. In diesem Buch lernst du meine Version aus 11 Schritten kennen, die ich seit 20 Jahren erfolgreich unterrichte und in der ich über 100 Hero’s Journey Instruktoren ausgebildet habe.

Das Faszinierende an der Heldenreise ist, dass wir sie eigentlich gut kennen. Wir sind umgeben von Heldenreisen. Jeder Film, jeder Roman, jede Bibelgeschichte enthält eine Heldenreise. Es ist uns nur nicht bewusst. Als Autorin von mehr als zwanzig Romanen, als Schreibcoach von unzähligen Geschichten und in den 15 Jahren als Coach in der Persönlichkeitsentwicklung, basierend auf der Heldenreise, habe ich die Heldenreise in immer neuen Varianten kennengelernt. In diesem Buch nehme ich dich mit ins Innere der Reise. Was du zuvor unbewusst schon kanntest, wird vom Licht deines Bewusstseins erhellt werden.

Es geht los

Ich stehe in einer Stierkampfarena auf einer Farm in Spanien, neben mir ein unbeschreiblich schöner Hengst namens Espartaco. Auf deutsch heißt das Spartacus.

Ich bin eine zierliche Frau, Mutter von zwei erwachsenen Kindern, komme aus einer süddeutschen Kleinstadt, bin Autorin. Ich bin nicht besonders sportlich, aber ich kann Energie lesen. Ich muss kein Gladiator sein, um das Vertrauen von Espartaco zu gewinnen. Denn dem Pferd ist es egal, wie groß oder klein oder bemuskelt ich bin. Es liest meine Energie.

Und ich lese seine. Dadurch wird alles ganz ruhig.

Die Luft ist staubig, es riecht nach Prärie. Über mir leuchtet ein strahlend blauer Ozean.

Und in mir explodiert etwas.

In meiner Erinnerung flackern Ranches auf, die ich besucht habe. Wyoming, Montana, Colorado. Meine Seele war dort zu Hause, wie hier auf dem Gestüt La Perla. Der Unterschied: La Perla ist nicht bevölkert von Cowboys. Ich stehe nicht am Rand eines Round Pens, ich bewundere nicht einen Mann mit einem Stetson, der im Round Pen steht und einen Mustang zähmt.

Ich stehe selbst im Round Pen.

Ich glaube nicht länger, dass ich taff sein muss und den Staub kicken, damit ein Pferd wie Spartacus mir vertraut.

Ich weiß, dass es auch anders geht.

Sanft statt taff.

Fein statt grob.

Leise statt laut.

Liebe statt Schmerz.

Ich kann das.

Es ist ein Moment, in dem sich eine sehr lange, sehr alte Geschichte in mir dreht. Das ist die Explosion, die gerade passiert.

Eine Frau und Spartacus.

Ich und Espartaco.

Nicht nur eine Frau.

Das ganze Gestüt La Perla ist in der Hand von Frauen.

La Perla wird geführt von einer Frau. Leonie Bühlmann. Ihr gehören die Pferde von La Perla, darunter 10 Hengste, alle so brillant wie Espartaco.

Wir können das.

Am Abend unterhalte ich mich bei einem Bier mit Leonie.

Leonie ist Schweizerin. Sie ist nicht auf einem Gestüt in Spanien aufgewachsen. Sie hat nicht von klein auf gelernt, wie man Pferde züchtet, und sie ist auch keine reiche Erbin. Trotzdem besitzt sie 140 der edelsten Pferde der Welt und züchtet mit ihnen.

Sie kann das.

Menschen, die einem starken Ruf folgen haben etwas Unwiderstehliches.

Selbst einem starken Ruf zu folgen ist noch unwiderstehlicher. Es ist viel unwiderstehlicher als andere zu bewundern, die es tun.

Darum geht es in diesem Buch. Dass du deinen Ruf findest und ihn lebst. Unwiderstehlich.

Einen Ruf finden, der in deinem Körper vibriert, der jeden deiner Gedanken durchdringt und weich macht, der jeden deiner Schritte lenkt. Das ist etwas Unwiderstehliches.

Egal, ob du Straßenhunde rettest, mit Aktien handelst oder einer Familie ein zu Hause schenkst, wenn es dich ruhig macht und unbeugsam – dann hast deinen Ruf gefunden.

Es spielt keine Rolle, was dein Ruf ist. Wichtig ist nur, dass du ihn lebst. Wir Menschen haben die Fähigkeit, das zu leben, was wir uns wünschen.

Nicht nur das: Wenn wir es nicht leben, bezahlen wir einen Preis.

Letzte Woche habe ich in einer Kirche in Jamaika diesen Satz gehört:

„Wenn du deine von Gott geschenkten Gaben nicht nutzt, wird Gott sich bei dir melden.“

Wie du deinen Ruf findest, zeigt dir dieses Buch.

Wenn du ihn schon gefunden hast, zeigt dir dieses Buch, wie du ihn lebst.

Es zeigt dir, wie du Realitäten erschaffen kannst, die bis dahin unvorstellbar waren. Wie du Lösungen finden kannst für Probleme, die unlösbar erschienen und wie du Heilung finden kannst für scheinbar Unheilbares.

Es weckt in dir die wichtigste Fähigkeit, die wir Menschen haben.

Du kannst lieben.

Du kannst das.

Das ist das Geheimnis des sanften und unaufhaltsamem Erfolgs.

In diesem Buch lernst du, wie die Fähigkeit zu lieben und die Fähigkeit, deine Träume zu verwirklichen, zusammen kommen.

In diesem Buch lernst du, wie das, was du wirklich bist, das, was du am besten kannst, hervorbringt.

Heute Morgen war ich mit einer Gruppe Frauen in der Herde der Stuten und Fohlen von La Perla. Sabrina entdeckte ein verletztes Pferd. Wir riefen nach Leonie, um sie zu informieren. Aber Leonie hatte das längst gesehen, hatte inzwischen den Tierarzt verständigt und einen Weg gesucht, wie sie die Stute von der Weide in den Hof bringen konnte, um die Wunde zu versorgen.

Leonie sagte mir später am Küchentisch: „Wenn ich in die Herde gehe, spüre ich intuitiv, wenn es einem Pferd nicht gut geht.“ Ich dachte, 140 Pferde und sie spürt jedes Pferd. Unvorstellbar. Leonie sagte, „Ich wünschte, ich könnte anderen vermitteln, was das für ein Gefühl ist.“

Leonie kann 140 Pferde spüren.

Sie kann das, weil sie liebt. Weil sie so klar darin ist, was für sie das Wichtigste ist: das Wohlsein ihrer Pferde.

Ungewöhnliche Fähigkeiten entstehen aus einem ungewöhnlichen Ruf. Ein ungewöhnlicher Ruf entsteht aus großer Liebe.

Wir können das. Bedingungslos lieben.

Alle Lebewesen lieben. Das durfte ich durch meine Arbeit mit Pferden und vielen anderen Tieren erfahren.

Tiere lieben bedingungslos. Wir Menschen können es von ihnen lernen.

Bedingungslose Liebe ist die Medizin gegen den Lärm der Welt, der uns taub macht. Gegen den Burnout, der uns unaufhaltsam verbrennt, gegen die Depression, die uns einfriert.

Bedingungslose Liebe ist die Medizin gegen die Härte, die uns krank macht.

Bedingungslose Liebe ist das Größte, das wir auf der Erde erleben können – und es ist das Schwierigste.

Bedingungslose Liebe bringt das Beste in uns zum Vorschein.

Sie verlangt unbeschreiblichen Mut von uns und unerschütterliches Kommitment.

Dann können wir 140 Pferde gleichzeitig fühlen.

Erfolg kommt, wenn ich etwas meisterhaft gut kann, weil ich es liebe.

Erfolg ist eine Heldenreise. Wenn ich den Erfolgsweg nehme, werde ich eine Heldenreise erleben. Denn nur so wachse ich über mich hinaus.

Ein Held ist jemand, der den Mut hat, Angst zu fühlen und sie in Kraft zu verwanden.

Seit über 20 Jahren unterrichte ich die Heldenreise. Und ich lebe sie.

Ich reise an wunderschöne Orte. Ich schreibe. Ich rede. Ich coache. Ich unterrichte. Ich liebe. Ich glaube. Ich baue. Ich bin still.

In diesem Buch möchte ich dich mitnehmen auf deine Heldenreise.

„Bei Ulrike lernt man nicht, bei Ulrike erfährt man„ schrieb gestern Susanne Gerhard.

Ich möchte dich mitnehmen in deine Erfahrung.

Bevor die Reise jetzt losgeht, musst du noch das Eine wissen.

Es ist eine Reise ohne Umkehr.

Wenn du sie machst, wirst du eine andere sein.

Die Reise wird dich mehr Mut kosten, als du bislang hast.

Du wirst oft an den Punkt kommen, wo du sagst: Ich kann nicht mehr.

Und ich hoffe nur, dass du dann nicht aufgibst.

Gute Reise

Deine Ulrike

1 · Es ist so anstrengend, Angst zu haben

Ich kann das.

Beim ersten Schritt der Heldenreise geht es um das „Ich“. Das erste Wort aus den drei Wörtern „Ich kann das„.

ICH. Kann das.

Ich bin immer ein bisschen gehemmt, wenn ich einen Satz mit Ich anfange. Ich habe Jahrzehnte meines Lebens verbracht unter der Überschrift: „Ich bin nicht wichtig.“ Und so geht es vielen Menschen, denen ich als Coach begegne.

Ein Tier käme nie auf die Idee, sich selbst nicht wichtig zu nehmen. Nur so kann es überleben. Menschen verstecken ihre Wichtigkeit voreinander, sie unterdrücken ihre Impulse, passen sich an und vergessen sich selbst dabei. Um geliebt zu werden, um dazu zu gehören.

Um meine Wichtigkeit zu verstecken, muss ich mir viele Kleider anziehen und Floskeln einüben. Ich muss das Paradies verlassen. Ich wünsche mir, ich könnte wieder nackt zurück in den Garten Eden.

An den Ort, an dem ich einfach ich selbst bin. Nicht wichtig, aber auch nicht unwichtig.

Wir dürfen wichtig sein. Für uns selbst. Damit wir wir selbst sein können. Damit wir nicht mehr dieses heimliche Bedürfnis nach wichtig sein haben, das uns so manipulierbar macht.

Ich finde die Persönlichkeitsentwicklung so spannend, weil ich dabei, als Coach, so oft erleben kann, wie sich jemand von einem versteckten, unsichtbaren, grauen, schwermütigen, lustlosen, energielosen, gelangweilten, geplagten, frustrierten, ausgebrannten, ungeliebten, unerfüllten, hoffnungslos sehnsüchtigen, eiskalten, selbstkritischen, superkontrollierten Ich mit der Überschrift „Ich bin nicht wichtig„ verwandelt in ein „Ich bin mir selbst wichtig. Ich bin einfach ich.“

Ich bin einfach ich.

Ich hätte es wohl nie gelernt, wenn ich nicht angefangen hätte, mit Pferden zu arbeiten.

Ich erzähle dir hier viel von Pferden, aber ich könnte dir auch vom Häkeln, vom Kinder kriegen, vom Unkraut jäten oder davon erzählen, wie man eine Million Dollar verdient. Worüber ich hier schreibe gilt für alles, worin wir eine Fähigkeit entwickeln.

Ich erzähle dir von Pferden, weil sie meine Lehrer waren und sind. Weil sie schön sind und weil man mit ihnen ein großes „Ich bin wichtig“ und ein großes „Ich bin ich“ erleben kann.

Damit du dir das „Ich bin wichtig“ besser vorstellen kannst, möchte ich dir von Maxim erzählen, dem König der Pferde. Das „Ich bin wichtig“, das ich von Maxim gelernt habe, war ganz anders als das, was ich mir unter „Ich bin wichtig“ bisher vorgestellt hatte. Es war eine große Lektion im „Ich bin ich.“

Maxim, der König der Pferde

Maxim ist ein riesiges schwarzes Pferd. Für Pferdekenner: Maxim ist ein Friese. Das ist eine Rasse, die ursprünglich in Holland gezüchtet wurde und die sehr beliebt wurde auf der ganzen Welt. Pferde mit tiefschwarzem Fell, wie man sie in Historienfilmen sieht, wo edle Ritter auf ihnen in den Burghof einreiten oder an Rapunzels Turm vorbei galoppieren. Pferde mit langen schwarzen Mähnen, fransigen Haarbüscheln über den Hufen und einem Schädel, so groß wie ein Dinosaurier.

Friesen haben eine unwiderstehliche, mystische Aura, so mystisch, dass man sich in ihrer Gegenwart wie in einer Fantasy-Welt fühlt.

Als ich Maxim zum ersten Mal begegnete, fühlte ich mich, als wäre ich aus Versehen in die Audienz eines Königs geraten. Ich war so eingeschüchtert, dass ich kaum atmen konnte. Ich wollte in die Knie gehen und den Kopf senken. Aber ich blieb nur stumm stehen.

Ich war überwältigt von der Stille, die von ihm ausging und von seinem unendlich weichen Blick.

Dieser König herrschte nicht mit Kraft und Dominanz, sondern mit Stille und Liebe.

Wie sollte ich eine solche Größe erwidern? Die Aufgabe war, Maxim zu longieren, das heißt im Kreis zu bewegen.

Ich kann das nicht.

Sagte eine Stimme in meinem Inneren.

Was tue ich, wenn ich einem Gegenüber von wahrer Größe begegne, fragte ich mich?

In dem Moment kam eine unangenehme Wahrheit über mich zum Vorschein.

Ich verfiel in Aktionismus. Ich suchte nach Kontrolle.

Ich wollte den König zu einem Pferd machen wie jedes andere.

Ich griff nach der Longier-Peitsche, um ihn im Kreis um mich herum laufen zu lassen und mir selbst zu beweisen, dass ich ihn – und mich, im Griff hatte.

Ich schwang die Peitsche, aber der König zuckte nicht einmal mit der Wimper.

Ich begann, mich noch wichtiger zu machen. Ich tanzte wie ein Rumpelstilzchen vor dem erhabenen König herum, fuchtelte wild mit der Peitsche. Maxim rührte das nicht. Sein Blick war immer noch liebevoll und gütig, und er war immer noch auf mich gerichtet.

Er war nicht irritiert, er war nicht sauer. Er fühlte sich nicht herabgesetzt. Er nannte mich nicht eine Versagerin, oder gab mir das Gefühl, dass ich lächerlich war. Er sah mich einfach nur an, liebend und still.

Ich fühlte mich elend.

Ich schreibe dir hier eine Auswahl meiner Gedanken und Gefühle auf. Vielleicht erkennst du manche wieder, auch wenn du nichts mit Pferden zu tun hast.

Hey, ich lasse mich nicht einschüchtern.

Maxim hat ein Problem, nicht ich.

Ich habe alles richtig gemacht.

Ich bin schon mit ganz anderen Situationen fertig geworden.

Ich könnte ja jemanden um Rat fragen, aber ich hasse es, Ratschläge von anderen zu bekommen, und sie wirken bei mir sowieso nicht.

Ich bin eine komplette Versagerin und ein Antitalent.

Ich muss mein Leben ändern.

Wieso schaut mich dieses Pferd so liebevoll an, wenn ich so eine Versagerin bin?

Ich bin erbärmlich. Ich werde jetzt einfach gehen.

Das ist mir alles einfach zu blöd.

Ich habe das nicht nötig.

Was denken die anderen?

Egal, wie sehr ich mich anstrenge:

Ich kann es einfach nicht.

Dann wurde mir ganz kalt. Ich legte die Peitsche beiseite und lehnte mich an die Holzwand des Roundpens.

Ich gab auf.

Ich fühlte, wie alle Anstrengung von mir abfiel und eine große Müdigkeit über mich kam. Nicht nur die Müdigkeit des Augenblicks, sondern die meines ganzen Lebens schien nur auf diesen Augenblick gewartet zu haben, um mich unter sich zu begraben. Die unendlich vielen Versuche, es richtig zu machen, es hin zu bekommen, nicht aufzugeben. Ich fühlte die Angst, die mich antrieb, die Angst, Fehler zu machen, die Angst zu scheitern. Ich fühlte, wie viel Kraft es mich kostete, dauernd gegen sie anzukämpfen. Ich fiel in mich zusammen.

In dem Moment kam Maxim auf mich zu. Mit sanften Schritten. Er blieb vor mir stehen, senkte seinen riesigen Schädel auf mein Herz und berührte mich mit seinem Maul.

Der König liebte mich.

Mich?

Es war eine Begegnung, die mein Leben veränderte.

In der etwas Grundsätzliches bei mir ankam.

Alles in meinem Leben, jede Begegnung, alles Wollen und Handeln beginnt mit mir. Nicht mit dem, was ich kann. Maxim sah mich, nicht meine Longiertechnik. Ich war ihm wichtig. Egal, wie stark oder schwach ich war.

Konnte es sein, dass das die Antwort auf meine Frage nach dem Erfolg war? Dass der Erfolg mit mir begann und erst dann mit dem, was ich konnte?

2 · Schneller ankommen, schneller verbrennen

Ich habe die Frage, die ich durch Maxim kennen gelernt habe, viele Jahre lang erforscht. Die Frage, was wichtiger ist für meinen Erfolg: Was ich bin oder was ich kann. Die Antwort findest du in diesem Buch. Es ist zugleich die erste Frage, die die Heldenreise an dich stellt.

Deine Heldenreise beginnt mit der Frage „Wer bin ich?“

Jeder Film beginnt damit, dass der Zuschauer die Hauptfigur kennenlernt. Wer ist sie oder er?

Der unaufhaltsame Erfolg, das unaufhaltsame Glück, die unaufhaltsame Liebe kommen, wenn ich mit dem „Ich bin“ beginne. Wenn ich mein Leben von innen nach außen lebe.

Die meisten Menschen wissen nicht, dass Erfolg nur so möglich ist. Ich wusste es auch nicht.

Wie die meisten Menschen habe ich versucht, mein Leben durch Handeln zu verändern. Das hat einige Veränderung gebracht, aber ich hatte immer das Gefühl, da steckt noch mehr in mir. Mir war nicht bewusst, dass das, was im Außen passiert, ein Ergebnis meiner inneren Haltung ist.

Ich veränderte mein Verhalten anstatt meiner Persönlichkeit, meine Umwelt anstatt meine Innenwelt, ich veränderte meinen Freundeskreis anstatt mir selbst ein guter Freund zu sein.

Wir tun das, weil wir sichtbare, greifbare Ergebnisse wollen. So schnell wie möglich. Wenn ich meine Persönlichkeit verändere, sind die Ergebnisse nicht unbedingt gleich sichtbar. Ich lerne sie erst nach und nach zu sehen.

Wenn man in der westlichen, industrialisierten, leistungsorientierten Zivilisation aufgewachsen ist, wie ich, kann man in der Regel nicht wahrnehmen, wie das „Ich bin“ das „Ich kann“ hervorbringt. Obwohl wir es oft erleben. Zum Beispiel, wenn jemand verliebt ist, kommt oft auch geschäftlicher Erfolg. Oder wenn jemand eine Scheidung erlebt, leidet oft auch die Arbeit.

Alle unsere Lernsysteme sind auf das „Ich kann“ ausgerichtet, darauf, etwas gut zu können und danach bewertet zu werden. Selbst in der Kunst, die ein purer Ausdruck des „Ich bin“ ist, dreht sich alles um das „Ich kann“. Das habe ich schmerzlich erlebt, als ich an der Universität der Künste Berlin vier Jahre studiert habe und versuchte, meinen Professor zu beeindrucken mit meinem Können. Der Professor hatte eine andere Vorstellung als ich von dem, wie meisterhaftes Können im Schreiben aussehen sollte. Ich war zerrissen zwischen der Anpassung an das, was meinem Prof gefiel und dem, was mir gefiel. Das zermürbte mich so sehr, dass ich Jahrzehnte lang keinen Lehrer mehr in mein Leben ließ. Was auch keine gute Entscheidung war.

Erst der König der Pferde, Maxim, ließ mich das eine fühlen, das mir immer gefehlt hatte: Dass ich wichtig war. Dass das, was ich wollte und mochte und fühlte genau richtig war. Weil es für mich richtig war – und weil das zählte. Er wollte nichts anderes als mich. Er liebte mich als die, die ich war. Ich musste nichts leisten. Es genügte ihm, das ich ich selbst war.

Weil wir die Ergebnisse, die aus dem „Ich bin“ entstehe, nicht so leicht sehen können, wie ich sie sehen konnte mit Maxim, entscheiden wir uns für die sichtbaren Ergebnisse, die aus dem „Ich kann“ kommen, aus dem Handeln, aus der Technik oder der Methode, die wir geübt haben.

Ein weiteres Beispiel, das das veranschaulichen kann ist das Werk von Vincent van Gogh.

Ich stand einmal im Musee d’Orsay in Paris vor einem Originalgemälde von Vincent van Gogh. Ich schaute in das Gemälde hinein und konnte den Moment fühlen, in dem jeder Pinselstrich entstanden war. Es war unglaublich intensiv. Ich wurde von der Energie des Bildes aufgesogen. Das ganze Bild pulsierte von Vincents Energie. Das konnte ich bei keinem anderen Maler so fühlen. Es war nicht seine Kunstfertigkeit, die Vincent van Gogh berühmt machte, es war nicht sein „Ich kann“, sondern seine Persönlichkeit, sein „Ich bin“.

Hinter mir liegt eine Rallye

Ich wollte mehr und ich wollte es schneller. Erfolg. Geld. Anerkennung. Einfluss.

5 × 1.000 Dollar, 10 × 1.000 Dollar. 100 × 1.000 Dollar. Sie kamen schneller, und sie waren schneller weg. Das habe ich so oft wiederholt, bis ich völlig erschöpft war.

Irgendwann fiel mir auf, dass es in meinem Leben überall dieselbe Gleichung gab: Mit dem Geld. Mit der Liebe. Mit der Gesundheit. Mit meiner Spiritualität.

Ich kann das. Schneller ankommen, schneller verbrennen.

Mir wurde bewusst, dass ich auf meiner Suche nach Erfolg auf die Grundformel gestoßen war, nach der unsere Zivilisation abläuft. Ich hatte ein gemächliches Leben gehabt, bis ich mich entschieden hatte, richtig Erfolg zu haben. Die Geschwindigkeit wuchs täglich. Ich war stolz. Ich wurde stolzer. Es machte mir Angst. Das Geld floss so schnell davon wie es kam. Und es wurde immer schwerer, daraus aufzuwachen.

Das Grundgefühl von „es ist immer irgendwie knapp“ ging einfach nicht weg. Zu wenig Geld, zu wenig Zeit, zu wenig Liebe.

Ich hatte wieder vergessen, was Maxim mir gezeigt hatte: Den einfacheren Weg. All das sein zu lassen: das alles richtig machen, das perfekt sein, die Angst verdrängen, keine Schwäche zeigen.

Und stattdessen einfach zu sein.

Auf das „Ich bin“ muss ich nicht warten. Es ist schon da. Es wächst von selbst. Es wächst durch meine Aufmerksamkeit. Sanft und unaufhaltsam.

Der einfachste Weg in den unaufhaltsamen Erfolg ist das „Ich bin“.

Das „Ich bin“ ist von Natur aus unaufhaltsam erfolgreich.

Ich muss nur aufhören, etwas anderes sein zu wollen als ich bin.

Oder zu glauben, dass ich etwas anderes sein müsste.

Wenn ich „ich bin“, kommt das „Ich kann“ von selbst.

3vVeränderungen finden von allein statt

Claudia

Ich möchte dir von Claudia erzählen.

Claudia ist ein Phänomen. Sie hat vier Kinder im Alter von 10 – 18 Jahren. Drei Pferde, einen Hund, eine Katze, einen Mann, ein Haus und ein Business. Außerdem eine kranke Mutter, die sie pflegt und einen Gospelchor, in dem sie mitsingt. Niemand weiß, wie sie das schafft. Sie muss herausgefunden haben, wie sie an drei Orten gleichzeitig sein kann.

Claudia wandte sich an mich, weil sie mehr Geld verdienen wollte, ohne sich mehr anzustrengen. Ihr Mann hatte gerade seine Arbeit verloren und die Zinsbindung für das Hausdarlehen lief aus. Wenn kein Geld rein kam, mussten sie das Haus verkaufen, aber dann wohin mit den Tieren und den Kindern?

Die Situation war ernst, Claudia war heiter. Sie war vollkommen überzeugt, dass sie mühelos genügend Geld verdienen konnte, wenn sie nur ihr Mindset in die nächst höhere Schwingung bringen würde. Dazu hatte sie mich engagiert. Sie hatte keine Zeit zu verschwenden.

Mehr Geld konnte sie nur verdienen, wenn sie ihre größte Stärke als einen Service anbot, der für andere Menschen sehr viel wert war.

Aber was war Claudias größte Stärke? Sie war Tierheilpraktikerin, das war ihr Business, aber die Zahl der Patienten, die sie behandelte, konnte sie nicht erhöhen, denn jeder Patient brauchte eine bestimmte Zeit.

„Ich denke darüber nach, eine Weiterbildung zu machen in …“, sagte sie und nannte mir eine neuartige Methode, bei der sie mit einem Gerät Diagnosen stellen konnte und dadurch die Preise erhöhen.

„Würde es dir Freude machen, mit diesem Gerät zu arbeiten?“

„Nein“, war ihre spontane Antwort. „Ich brauche keine Geräte.“

Ich schlug ihr vor, keine Weiterbildung im „Ich kann“ zu machen, sondern im „Ich bin.“

Wir arbeiteten zwei Coaching Sessions lang an ihrem „Wer bin ich?“. Die Dinge kamen innerlich in Bewegung. Claudias größte Stärke war definitiv ihre Einfühlung in andere. Sie liebte es, für andere zu sorgen, sie konnte die Wünsche und Sorgen anderer telepathisch lesen und fand dann Wege, wie die Wünsche in Erfüllung gingen. Ich begann zu verstehen, mit welchem Benzin sie ihren Gemischtwarenladen aus Familie, Tieren und Arbeit am Weiterlaufen hielt.

Es verblüffte mich, dass sie keine offensichtlichen Anzeichen von Erschöpfung hatte.

Allerdings war auch klar, dass mehr nicht reinpasste in ihr 24 / 7. Also auch keine Möglichkeit, mehr Geld zu verdienen.

Dann erlebte ich etwas Eindrückliches.

In der dritten Coaching-Sitzung sagte sie etwas, das ich nicht vergessen werde:

„Ich habe viel an mir gearbeitet, ich habe dies gelernt und das gelernt, mich entwickelt, ich bin einen spirituellen Weg gegangen, habe mir meine Wünsche erfüllt, mir die Arbeit, die ich liebe, geschaffen, aber“ – und dies war der entscheidende Satz:

„Heute habe ich zum ersten Mal echtes tiefes Mitgefühl mit mir selbst.“

Ich konnte es am milden Ausdruck in ihren Augen sehen.

Claudia kam vom „Ich kann“ ins „Ich bin“.

Dadurch veränderte sich alles. Jetzt redeten wir nicht mehr darüber, was sie den ganzen Tag über leistete, jetzt redeten wir von ihrer Angst. Jetzt kam auch ihre Erschöpfung zum Vorschein. Claudia lag erst mal flach. Sie zog sich in ihr Zimmer zurück und ruhte sich aus. Ihr Mann und ihre älteren Kinder kümmerten sich um die Tiere und die Oma.

Claudia übte Mitgefühl mit sich selbst.

Wir fanden heraus, dass ihre Großeltern Kriegsflüchtlinge aus dem zweiten Weltkrieg waren und sie von ihren Eltern den Überlebensmodus übernommen hatte. Dass Claudia mit Hilfe dieses Antriebs all das Großartige geschaffen hatte, so als müsste sie immer noch als Flüchtling in einem fremden Land überleben.

„Diese Situationen habe ich mir immer wieder geschaffen, so wie auch jetzt: Überlebensmodus. Wenn ich das Geld nicht aufbringe, sind wir wieder auf der Flucht, brauchen wieder ein neues Zuhause. Ich möchte so gern ankommen, aber etwas in mir verhindert das.“

Während Claudia Mitgefühl mit sich selbst hatte und ihr Pensum auf Essen, Schlafen und Romane lesen herunterschraubte, nahm das Leben draußen seinen eigenen Lauf. Der Fuchs holte die Hühner, die Oma kam ins Krankenhaus, ein Pferd erlitt eine Kolik. Die Schulnoten der Kinder verbesserten sich exponentiell, ein Pferd wurde verkauft an jemanden, der schon lange darauf wartete und einen guten Preis bezahlte. Das Darlehen und der Lebensunterhalt waren für die nächsten zwei Monate gesichert.

Die Kunden der Tierheilpraxis füllten den Anrufbeantworter mit Hilferufen. Einmal in der Woche trafen wir uns zu einer Coaching-Session.

„Ich halte das nicht mehr aus“, sagte Claudia zu mir. „Mein Mann und die Kinder und unsere Tiere kommen klar. Aber die kranken Tiere der anderen, … meine Gedanken kreisen nur noch darum.“

Ich dachte, Shit! Wir hatten ausgemacht, dass sie den Anrufbeantworter nicht abhört.

„Warum hast du den Anrufbeantworter abgehört?“, fragte ich sie.

„Ich muss den Anrufbeantworter nicht abhören, um zu wissen, wie es den Tieren geht“, sagte Claudia.

In dem Moment wurde mir klar, was Claudias „Ich bin“ war, mit dem sie mehr Geld verdienen konnte.

„Du weißt, welches Tier wie krank ist, ohne, dass jemand mit dir redet oder du das Tier untersuchst?“, sagte ich.

„Klar“, sagte sie.

„Mhm.“

„Ich würde am liebsten jeden anrufen, und ihm sagen, was er tun soll, nur damit ich den Kopf wieder frei habe.“

„Und du kannst dir vorstellen, was das für die Leute wert ist?“

„Sehr genau. Es gibt nichts Schlimmeres als ein krankes Tier, das raubt einem die ganze Lebenskraft.“