Ich staune, dass ich so fröhlich bin - Helmut Zöpfl - E-Book

Ich staune, dass ich so fröhlich bin E-Book

Helmut Zöpfl

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Beschreibung

Ein poetisches Meisterwerk zwischen Leichtigkeit und Tiefgang. Mit feinem Humor, messerscharfer Beobachtungsgabe und einem Herzen, das für das Leben in all seinen Facetten schlägt, legt Helmut Zöpfl einen neuen Band vor, der tief berührt und oft überraschend heiter macht. "Mich wundert, dass ich so fröhlich bin" ist ein lyrischer Spaziergang durch das Wunder Leben; mit Abstechern in Vergänglichkeit, Spiritualität, Zeitkritik und zärtliche Alltagsmomente. Der vielfach ausgezeichnete Pädagoge, Kabarettist und Autor bleibt seinem Stil treu: pointiert, geistreich, nah am Menschen. Seine Gedichte stellen große Fragen ("Gibt es ein Leben ohne Tod?"), durchleuchten das Zeitgeschehen ("Die besseren Kabarettisten sitzen längst in den Ministerien") und umarmen das Kleine wie das Große, von der zarten Frühlingsblüte bis zur kosmischen Evolution. Ob zynisch-kritisch ("Politiker, die Hosen runter!"), sanft philosophisch ("Im letzten Abendschein Ewigkeit berühren") oder augenzwinkernd tieftraurig ("Auch der Mai tut weh") - Zöpfl gelingt, was nur wenigen gelingt: Er macht Nachdenklichkeit leicht und das Schwere leichtfüßig. Ein Buch für alle, die das Leben lieben, den Witz schätzen, das Nachdenken nicht scheuen - und in der Poesie Trost, Wahrheit oder einfach ein Lächeln suchen.

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Seitenzahl: 37

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Über den Autor

Er gilt als eine der schärfsten Zungen Bayerns: Helmut Zöpfl.

Was ihn bei seinen Lesern so beliebt macht: Sein Humor ist auf dem Punkt, er ist nicht berechenbar, seine Gedanken sind nicht vorhersehbar.

Wie unorthodox Helmut Zöpfl ist, lässt sich allein an seiner wissenschaftlichen Karriere ablesen. Er war zunächst Lehrer, in-spiriert von Janusz Korczak, der im frühen 20. Jahrhundert Kin-derrechte einforderte, unter anderem das Recht, das zu sein, was es ist. Später habilitierte Zöpfl und hatte ab 1971 in München den Lehrstuhl für Schulpädagogik inne. Er ist promovierter Phi-losoph und Naturwissenschaftler, die Päpstliche Lateranuniversi-tät verlieh ihm eine Ehrendoktorwürde in Theologie. Zöpfl war Mitglied der von Bundeskanzler Helmut Kohl selbst geleiteten Enquete-Kommission gegen Sucht und Gewalt. Er ist Träger des Deutschen und des Bayerischen Verdienstordens.

Bekannt wurde Helmut Zöpfl zudem durch seine publizisti-sche Tätigkeit. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten verfasste er auch mehrere Schriftenbände und Kinderbücher. Große Aufmerksamkeit haben sein Werk „Unfassbar heißt nicht unglaublich” über Naturwissenschaft und Glaube, seine Fortset-zung von Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz” oder auch seine Parabel „Flax aus Flachland” erlangt.

Die Auflage, die seine Bücher erreicht haben, ist siebenstellig. Von seinen zahlreichen wissenschaftlichen und literarischen Aus-zeichnungen freut ihn am meisten der „Ismaninger Krautkopf”, den, wie er typisch augenzwinkernd sagt, bisher kein einziger Li-teraturnobelpreisträger erhalten hat.

Hier zeigt er sich der vielseitige Helmut Zöpfl – Vater von drei Kindern, Großvater für acht Enkel, einer der ersten bayerischen Liedermacher, jahrelang Montagskicker beim FC Bayern Mün-chen, ausgezeichnet mit etlichen goldenen Sportabzeichen – von seiner lyrischen Seite.

GewidmetPapst Leo XIV.

Inhaltsverzeichnis

DAS LEBEN

GEBET

ALLES ODER NICHTS

SEIN IST BESTAND NICHT

WELLE WERDEN

FRAGEN 1

FRAGEN 2

NICHTS IST ZU TUN

HOFFNUNGSSCHIMMER

FRIEDENSGEDANKEN

DAS SPÄTE VON ERINNERUNGEN

ICH SUCHE

HAB VIEL VERSÄUMT

IN UNSERER WELT

ERFÜLLTES LEBEN?

LETZTE HOFFNUNG

LETZTES LICHT DAS DUNKEL

MOMENTE DER FREUDE

NACHGESANG

ANSICHTSSACHE

GEWALTIG

DAS GROSSE SPIEL

TANZ DES LEBENS

ES IST MEHR IN DIESEN DINGEN

KEINE ANGST VORM ZEITVERPASSEN

AUF STEPHEN HAWKING

SCHNELLER ALS DAS LICHT

LEBEN IST …

HÖCHSTE ZEIT

LEUCHT UNS INS DUNKEL

PREIS DER NATUR

SCHON LANGE GILT

SCHWEBEN

WARUM NUR?

FRAGEZEICHEN

DIE EVOLUTION DES URKNALLS

BRIEF EINES ABITURIENTEN

KRONE DER SCHÖPFUNG

ICH BINS

AUFBRUCH

SORGE

WANN ENDET ALLEN DAS GEBÄREN

ABSCHIED

AUF DEINEN FRÜHEN TOD

PREIS DER SCHÖPFUNG

IN JENER NACHT VOR JAHREN

KIRSCHBAUM

STERNGEDANKEN

NAVIGIERTER LEBENSLAUF

DIGITAL

WO ABER …

ECHO

GOTT?

DAS JAHR

FRÜHLING

IN DEM FRÜHLINGSTAU SICH SPIEGELN

BLÜTEN

HERBST DES FRÜHLINGS

MAI

POSTKARTE

SOMMER

URLAUB

WAS BLEIBT

SPÄTSOMMER

SPÄTER HERBST

DER HERBST KÜSST

HERBST

HERBSTGEDANKEN

DAS SPÄTE

FRUCHT

NOVEMBERTAG

HERBSTGOLD

DAS BLATT

WINTER

ICH SCHENKE DIR

EIN STERN HAT DAS DUNKEL

ZUM GELEIT

AUGENBLICK

HOFFNUNG

BITTE UM ALMOSEN

ICH LESE GERN GEDICHTE

DAS LEBEN

GEBET

Ich hoffe, hoffe, dass nichts vergeht,

was aus dir gelebt hat, lebt und besteht.

Jedes Sein, jedes Tun, jedes War, jedes Jetzt

verweilt in der Liebe göttlichem Netz.

ALLES ODER NICHTS

Gibt es ein alles,

das sein kann ohne Nichts?

Gibt es ein Nichts,

das nichtig ist,

weil es ein Alles gibt?

Gibt es einen Sinn,

wenn es so viel Unsinn gibt?

Aber kann Unsinn

überhaupt sein ohne Sinn?

Gibt es ein Leben,

das sein kann ohne Tod?

Gibt es einen Tod

ohne Leben?

Gab es den Tod,

bevor Leben entstand?

Wenn kein Leben mehr ist,

hat der Tod

an Bedeutung verloren

und ist selber tot.

SEIN IST BESTAND NICHT

Sein ist Bestand nicht, ist Vergehen.

Vorbei ist Teil von jedem „Ist”.

„Ist” nährt sich nur aus Geschehen.

„Er” wusst es einst schon:

„Alles fließt”.

WELLE WERDEN

Mit dem Atem dieser Welt

atmend eins sein heiter.

Schauen übers Sternenzelt

und unendlich weiter.

Mit dem Andern Anderssein

in Begegnung tauschen.

In der Kirchenbank allein

Lied der Stille lauschen.

Wolke, die so nie mehr schwebt,

als Geschenk entdecken.

Zeit, die grade durch uns lebt,

kostbar zu erschmecken.

In des Lebens buntem Spiel

Bälle zu ergreifen.

Ohne Maß und ohne Ziel

über Grenzen schweifen.

In des Spätherbsts Blätterfall

schon den Frühling spähen.

Auch im Kleinen überall

Lebenswunder sehen.

In dem letzten Abendschein