Ist der 12. Oktober ein Feiertag? Die amerikanische Erinnerungskultur (Geschichte, Sek. II) - Andreas Bonß - E-Book

Ist der 12. Oktober ein Feiertag? Die amerikanische Erinnerungskultur (Geschichte, Sek. II) E-Book

Andreas Bonß

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Beschreibung

Unterrichtsentwurf aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Didaktik - Geschichte, Note: 1,3, Studienseminar für Gymnasien Wiesbaden, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Zentrum der Stunde steht die erinnerungskulturelle Kontroverse um die in vielen amerikanischen Ländern als Feiertag begangene "Entdeckung" Amerikas anhand von Texten George Bushs sen. und Víctor Montoyas unter der Fragestellung: "Ein guter Tag zum Feiern? – Der 12. Oktober in der Erinnerungskultur." Die SuS erarbeiten und beurteilen, dass die Kontroverse auf unterschiedlichen und standortgebundenen kollektiven Erinnerungen beruht, die durch das einseitige Anknüpfen an die Perspektive der Europäer (Bush) oder der Indios (Montoya) eine entgegengesetzte Wertung der „Entdeckung“ beinhalten, der durch die Feiern entweder Ausdruck verliehen wird oder die mit ihr unvereinbar ist. Die heutige Stunde ist eingebettet in eine Reihe zur Entdeckung Amerikas und zum spanischen Kolonialismus sowie ihrer heutigen Repräsentation in der Geschichtskultur. Das in den USA, Spanien und Spanischamerika lange staatstragend inszenierte Leitbild von Kolumbus als Fortschritts- und Kulturträger büßt seit 1994 zunehmend an Dominanz ein. Die Kontroverse entspricht dabei der Vielschichtigkeit der welthistorischen Bedeutung von Kolumbus‘ "Entdeckung". Katalysierte diese einen Aufschwung des Welthandels und technologischen Fortschritt, zog die Kolonisation auch die Unterwerfung und teilweise Auslöschung der eingeborenen Völker nach sich. In den Freiräumen der Kolonien wiederum konnte unter anderem die erste moderne Demokratie entstehen. Nachdem in einigen lateinamerikanischen Ländern bereits Kolumbusstatuen entfernt oder sogar der Nationalfeiertag umgewidmet wurde, entfaltet sich jüngst auch in den USA eine Auseinandersetzung um die Geschichtskultur. Die Beschäftigung mit dieser Kontroverse mit dem Ziel, ein eigenes Werturteil zum geschichts- und erinnerungskulturellen Umgang mit der Entdeckungs- und Kolonisationsgeschichte zu fällen, ist besonders zur Förderung der Orientierungskompetenz geeignet.

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